José 1988
José María Cano - Die Vernunft
Voller Name:
José María Cano Andrés
Geburtsdatum:
21. Februar 1959
Sternzeichen:
Fische
Geburtsort:
Madrid
Tiere:
Tiere in ihrem natürlichen Umfeld
Sport:
Alles
Getränk:
Wasser
Essen:
Fleisch und Salate
Länder:
USA, Spanien und Mexiko
Städte:
New York
Gebäude:
Gefallen ihm nicht
Filme:
"Das Gesetz der Stille", "Der Mitternachtsexpress", "Das Gesetz der Straße"
Schauspieler:
Marlon Brando, Robert De Niro, Vanessa Redgrave, Jessica Lange
Bücher:
Poesie von León Felipe und Joao Cabral
Maler:
Rothko, Paul Klee, Torres García und Tápies
Ängste:
Die Angst davor, sich mich etwas anderem beschäftigen zu müssen


Gut, was kann man über José sagen...? Vorweg: MIR ist er nicht sonderlich sympathisch, aber ich respektiere immer noch sein musisches Talent und bewundere ihn für seinen zynischen Humor.
José mochte es nie sonderlich im Rampenlicht zu stehen. Auf den meisten Fotos zieht er ein Essiggurkengesicht - obwohl es auch sein könnte, dass ihm dies von den Fotografen des öfteren so aufgesetzt wurde, damit er diese Rolle spielt.
Er komponierte die ernsteren Songs mit tiefgründigen Texten, die totzdem selten aus seinem persönlichen Leben gegriffen waren. Unter ihnen zum Beispiel "Hijo De La Luna", "Me Cuesta Tanto Olvidarte", "Mujer Contra Mujer"... Anfangs hatten die Platten von Mecano deutlich mehr Lieder von seinem Bruder Nacho im Repertoire, bis José es schließlich schaffte, die Verteilung wenigstens auszugleichen. Man kann nicht sagen, dass die Plattenfirma oder sonst jemand es böse mit ihm meinte, aber mit der Zeit änderte sich eben der gefragte Musikstil, man brach aus den rebellischen 80ern in die ethnischen Früh-90er auf.
1992 die vorläufige Trennung zum Sammeln eigener Erfahrungen, die José nutzte, um sich in seine vier Wände nach London zu verziehen und die Oper "LUNA" zu komponieren, die in der Handlung der Geschichte von "Hijo De La Luna" ähnlich ist. Er engagierte dafür große Sänger bis hin zu Plácido Domingo. Er investierte viel... zu viel, denn die Oper blieb ohne größeren Erfolg. 1997, im selben Jahr, folgt schon die Wiedervereinigung Mecanos.
Tja, und irgendwann wollte er nicht mehr und verließ Mecano... Ana und Nacho mussten sich fügen, wollten zunächst vielleicht ein eigenes Projekt weiterführen, welches bis heute aber nicht realisiert wurde. Zunächst dachte man der Grund wäre allein der Kokurrenzkampf mit seinem Bruder gewesen, gedeckt von der Ausrede der Rummel sei ihm zu viel... aber in einem Interview erzählte José, dass man auf eine Tour im Sommer '98 gedrängt hätte, die José aus persönlichen Gründen nicht akzeptieren wollte. Er wollte die Tour auf den nächsten Sommer verschieben, dies aber schien den anderen beiden zu spät - so dass er schließlich zum Entschluss kam, dass es Dinge gibt, die es nicht wert sind, für Mecano geopfert zu werden. Ferner sagte er, es wäre nie Neid seinem Bruder gegenüber gewesen, sondern eher die Enttäuschung, dass seine Arbeiten nicht gewürdigt wurden.
Er produzierte diverse Artisten, unter ihnen Juan Sinmiedo mit seinem bekanntesten Lied "Saturno".
Jetzt, nach alledem, kehrt er zurück unter einem neuen Künstlernamen: JOSECANO, mit der Single "Y Ahora Tengo Un Novio", in der er seinen Sohn besingt. Die zweite Single ist eine modernisierte und im Text abgewandelte Version von "India Veracruzana" (jetzt "Linda Veracruzana"), die dritte ist - und darauf haben viele gewartet - das allseits durch andere Interpreten bekannte Meistersück "Lía", das der Autor nun schließlich doch selbst vorträgt.
Das Album wird hauptsächlich wegen der Stimme kritisiert, mit der die sonst nicht schlechten Lieder gesungen werden. José bestand darauf, es selbst zu tun, da niemand außer ihm ausreichend Gefühl in seine eigenen Kompositionen stecken könnte. Dass jetzt dadurch weniger Leute die CD kaufen interesssiert ihn nicht, dass sich dadurch sein Finanz-Loch wegen der Oper auch nicht verkleinert erst recht nicht... José ist meiner Meinung nach vielleicht ein kleiner Egozentriker, der sich beweisen muss, koste es was es wolle. Trotzdem: viel Glück noch weiterhin! :-)

JOSECANO aktuell

José ist im Moment auf großer Promotion-Tour durch Spanien und Lateinamerika. Von ihm würde man ja den freiwilligen Schritt ins Rampenlicht am wenigsten erwarten... Dennoch gibt er fleißig Konzerte und Interviews, in denen er - was tut man nicht alles - ein plötzliches Comeback von Mecano nicht mehr ausschließt. Er singt sogar viele seiner für Mecano geschriebenen Songs in seinem Bühnenprogramm. Sein neues Album hat - wahrscheinlich aufgrund der guten Werbung - so viel Erfolg, dass seine gefloppte Oper von 1997 jetzt 2003 mit Montserrat Caballé und Placido Domingo in Valencia neu aufgeführt werden soll.


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Discographie
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