Baby und Stillen |
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Das Thema "Kinder" beschäftigt uns Frauen früher oder später. Wir fühlen uns zu Kindern hingezogen und sie sich zu uns. Der Kinderwunsch wächst, das Gefühl selbst einem Kind die Liebe und Fürsorge zu geben steigt und das Schönste und Wunderbarste, was eine Frau erleben kann, wird wahr: Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit. Diese Erfahrungen sind immer wieder anders und einzigartig, denn kein Kind gleicht dem anderen. Ganz besondere Erlebnisse (z.B. das erste Lächeln oder die ersten Schritte) machen glücklich und neugierig. Aber auch die Ängste und Sorgen, ganz nach dem Spruch "Kleine Kinder, kleine Sorgen...", gehören zum Muttersein. Ein ganz besonderes Thema ist "Aggression". Eine Mutter ist auch nur ein Mensch. Mütter gehen tagtäglich an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. Das Baby schreit und schreit, obwohl es doch gestillt und gewickelt ist - die Verzweiflung wächst, sowohl bei Kind als auch Mutter. Die nervliche Anspannung überträgt sich auf das Baby, worauf es noch mehr schreit und unruhig ist. Da hilft nur eines: Auszeit! Der Vater oder eine Freundin übernehmen das Kind kurzzeitig (etwa 30 Minuten) und die Mutter entfernt sich (wenn möglich) aus der Hörweite. Dann raus aus der Wohnung/Haus und die Anspannung abbauen, z.B. durch schnelles Spazierengehen. Eine Hebamme sagte zu mir, als mein Sohn mitten in seiner Blähphase war: "Das Kind kann nichts dafür! Leg es zur Seite, nimm ein Kissen und schlag damit auf den Boden - auch Mütter dürfen Aggessionen haben und sie ausleben. Aber sie dürfen sie niemals an den Kindern auslassen!" Viele viele Fragen kommen auf, und meist bekommt frau zwar gutgemeinte, aber oft sehr irreführende Antworten. Wenn man sich nicht sicher ist, was dem Kind gut tut, widerstrebt oder gefällt, lautet meine Devise: Ausprobieren!!! Als Beispiel: Mir wurde immer wieder gesagt, daß ein Baby zum Schlafen einen abgedunkelten Raum und viel Ruhe braucht. Also... gesagt... getan. Babywiege ins Kinderzimmer, Jalousinen runter und auf Zehenspitzen durch die Wohnung. Mein Söhnchen schrie und schrie. Doch schnell merkte ich, daß er am besten schlief, wenn Musik lief, ich in der Wohnung arbeitete und das Zimmer sonnendurchflutet war. Erst viel später wurde mir bewußt, warum das so war (und noch heute so ist - er schläft am besten, wenn er hört, daß jemand in seiner Nähe ist): In der Schwangerschaft waren ständig Geräusche um ihn herum (Herzschlag usw.) und auf die plötzliche Stille reagierte er mit Angst. Das Stillen kommt - Gott sei Dank - wieder in "Mode". Doch leideer werden die anstrengenden Versuche der jungen Mütter oft durch Druck von außen zunichte gemacht. Deshalb habe ich hier einen Link eingefügt, der allen still-willigen Müttern Unterstützung geben kann: http://www.lalecheliga.de . Ich selbst war dankbar für die Beratung und das Lesematerial. Es hat mir eine wunderbare Stillzeit von 3 Jahren gebracht und mein Sohn hat sich ganz von alleine und ohne Zwang abgestillt.
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