Das Wasser auf dem Boden spült mich ins morgen, ich sehe mich aus der Pfütze stolpern und stehe auf meinem lange nicht erblickten Schulhof. Begleitend stehen da noch die Angst, unvorbereitet erscheine ich nur genötigt, und die Depressionen, die ihren Platz in meiner Lebensaufgabe fanden.
Sehr geehrter Herr Buschkamp,
ich weiß das ich auf der Rauswurfliste stehe. Ich weiß nicht damit umzugehen. Ich habe bis Dezember im Paradies gelebt, betreutes Wohnen, dort wo mich Menschen um geben, die inbrünstiges Verständnis für jede Form meiner Verhaltensstörungen haben.
Hinter mir liegen der Auszug in meine eigene Wohnung, die ich mit 18 Jahren zu organisieren habe, eine gescheiterte Beziehung und die Suche nach einer Nachmieterin.
Täglich in diesem ach-so-notwendigen Jahrespraktikum fertig gemacht zu werden, von Kolleginnen die mehr Mitteilungsbedürfnisse als autoritäre Haltung haben... Kritik? Natürlich, ich habe sogar Schwierigkeiten mich zu artikulieren. Darf ich lachen?
Und das mein Vater tot ist, damit muß ich klar kommen, ich meine es war ja damals, im Januar 2003, die zwei Wochen Ferien machen mich gesund, weil ich doch frei bekommen habe, da man mich lieber abwesend weiß, als vorsichtiger mit mir umzugehen. Denn das klitze kleine bißchen Rücksichtnahme überfordert unser überqualifiziertes Theaterpersonal.
Ich habe mir einen Psychologen gesucht und sofort einen Termin für Juni bekommen.
Weiß wirklich nicht ob meine Anwesenheit wertvoll ist, denn sensible Menschen- was haben die eigentlich in einem Fachabitur für Gestaltung verloren, in dem es um Detailarbeit geht, um Einfühlungsvermögen. Hm?
Ich bitte sie also hiermit meine undisziplinierte Haltung zu entschuldigen, im Bewußtsein, dass mir die mangelnde Arbeitsleistung nicht vergeben werden kann. Aber im Betracht auf mein Zeugnis im ersten Halbjahr- Klassenbeste, sollte man sich fragen was eigentlich los ist. Fragt sich aber keiner.
Ich bin nicht elitär, ich bin Maria Pavlidis.