Vor vielen Jahrhunderten, noch vor dem
Jahre des Herrn Vierzehnhundertzweiundneunzig begann ein junger Seefahrer
das unerforschte Wasser zu durchqueren. 1356 startete Rudolf van Almaden
mir zwei gut bewaffneten sowie mit Vorräten gefüllten Fregatten
in Lagos. Lagos, ein Ort der Händler und Bauern, jedoch genauso der
Banditen. Mit seinen 17563 Einwohnern war es im Umkreis von 120 Km die
größte Stadt. Am Tag der Abreise war der 10. Jahrestag. Am 26.
August 1346 hatte ein französischer Erfinder die Kanone als Weiterentwicklung
des Katapults entdeckt. Mit dieser Erfindung fühlte sich Rudolf auf
den Meeren sicher.
Denn er wußte nicht, welche Gefahren sich seiner Mannschaft und den 40 Kanonen
stellen würden ...
Als Rudolf van Almaden sein Schiff bestieg, überkam
ihn ein seltsames Gefühl, Angst und Ruhm gemeinsam. Doch er war fest
entschlossen das UNBEKANNTE LAND zu bereisen. Am Abend des ersten Tages
verschwand die Heimatküste am Horizont. Seine Reise führte ihn
unvermeidlich in südwestliche Richtung immer weiter.
Seit drei Wochen hatten nun die Matrosen kein
Land mehr gesehen. Die Vorräte reichten zwar noch, aber das Gemüt
der Mannschaft senkte sich. Bis heute waren ihnen nur vier Schiffe begegnet.
Das erste von der Englischen Krone, das zweite und dritte ein Handelsschiff
und das letzte war ein Piratenschiff. Doch als es versuchte die Fregatten
von Rudolf van Almaden zu kapern, traf auch schon das erste Dutzend Kanonenkugeln
und versenkten es samt Mannschaft für immer in den tiefen Gewässern.
Ein paar Tage nach diesem Ereignis traf er auf die Madeira Insel, es war
die zweite Stadion seiner Expedition. Er frischte Männer und Vorräte
in der Stadt Funchal auf.
Nach 2 tägiger Rast waren sein nächstes
Ziel die Kanarischen Inseln, welche von seinem Vater erkundet wurden. Er
steuerte die kleinste Insel an. Auf dieser war nur eine Stadt. Sie trug
den Namen seines Vaters. Dort legte er für weitere 3 Tage an. Hier
in San Sebastian war er nicht mehr...
Chrysmun, 2nd of August 1996.