Gotische Minuskel

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Deo commissis feralis exitii aliquod

remedium querens per quod egre mentes

Die Gotische Minuskel trat zuerst in Nordfrankreich auf und entstand im 12. Jahrhundert aus verschiedenen Entwicklungen heraus, etwa der engeren Minuskeln, senkrechterer Buchstaben, verdickten Grundstrichen und gegabelter Oberlängen. Im 13. und 14. Jahrhundert verbreitete sich diese Schrift, die aus der Karolingischen Minuskel hervorging, im gesamten Abendland. Ganz genau kann diese Schrift nicht festgemacht werden, umfasst sie doch eine Reihe von Entwicklungen, etwa zunehmend eckigeren Formen, senkrecht gestellte, eng zusammengerückte und auf der Zeile stehende Buchstaben, spitze Winkel, Gabelungen der Schäfte sowie Bogenverbindungen. Leitbuchstaben sind das a mit tief hängendem oberen Bogen, das lange s am Anfang und in der Wortmitte, das runde s am Ende sowie das t.

Spielarten

Neben der gotischen Normalschrift, der so genannten Textura, entwickelten sich im Lauf des 15. Jahrhundert verschiedene Spielarten, etwa die südeuropäische Rotunda (breite Buchstaben und ein zweistöckiges a sowie Bogenverbindungen), die italienische Goticoantiqua, die Fraktur mit langem s und f oder die humanistische Antiqua (griff auf die karolingische Minuskel zurück, die fälschlicherweise als antik angesehen wurde).

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