Jasmin Sieradzki
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  KAUTSCHUK  -  DER WEINENDE BAUM 

(Tupisprache)

 

Am Häufigsten kommt Kautschuk in Asien, Indien, Ceylon, und den Malaiisischen Inseln vor. Die Zentren des heutigen amerikanischen Kautschukhandels sind New York, Los Angeles, San Francisco, London, Ceylon und Australien.

 

Die verschiedenen ARTEN des Kautschuk:

 

NATURKAUTSCHUK: ist ein fester Bestandteil des Milchsaftes einiger tropischer Pflanzen, deren "Spitzenreiter" die beim Amazonas wachsende, 20m hohe " Hevea Brasiliensis" ist.

Seine 2 Unterarten sind:

1. Wild- oder Parakautschuk

der aber geringe Bedeutung hat und in ca.50 wildwachsenden Pflanzen ( wie der oben genannten " Hevea ") vorkommt, die von den Eingeborenen gesammelt werden.

2. Guayulekautschuk

der nicht wie üblich durch Röhrensysteme sondern aus allen Teilen des Strauches durch Extraktion gewonnen wird. In Europa gibt es den Löwenzahn-ähnlichen " Traxacum Kok- Saphiz", der schon vor dem 2. Weltkrieg in der Sowjetunion angebaut wurde, und dann auch von England, Frankreich, USA, Neuseeland, Kanada u.a. "neu" entdeckt wurde.

 

KUNSTKAUTSCHUK wird auf synthetischem Weg hergestellt.

 

EIGENSCHAFTEN:

sind durch leicht spaltbare Doppelbindungen des Isopren (eine Kohlen-Wasserstoffverbindung mit zwei Doppelbindungen) einfach und oft veränderbar.

Chemisch gesehen ist Kautschuk also eine polymere, organische Verbindung mit jeweils 3000-5000 aneinandergereihten Isopreneinheiten.

 

Wir Laien geben uns jedoch damit zufrieden, dass Kautschuk weißlich-gelb bis braun-schwarz, zäh und elastisch ist, in Benzol, Benzin, Chloroform etc. LÖSLICH ; in Wasser, Alkohol und Aceton jedoch UNLÖSLICH aber etwas quellbar ist, durch WÄRME weich und klebrig; durch KÄLTE wird Kautschuk hart und spröde, sein Schmelzpunkt liegt bei ca. 180 Grad.

 

VORTEILE: - Anlagerung von Schwefel, wodurch hochelastischer, zäher, nicht klebriger Gummi entsteht

                    - Nichtleiter für Elektrizität

                    - Unempfindlich gegen viele Chemikalien( besonders gegen Laugen)

NACHTEILE: - Anlagerung von Sauerstoff in Luft und Licht

 

GEWINNUNG

1. des MILCHSAFTES:

(auch Latex genannt) er wird in verzweigten Röhrensystemen unter der Rinde durch Anritzen, bis die "Milch" zu fließen beginnt, gewonnen.

Die Kautschukmilch setzt sich aus 1,5-2% Harz, 1,5-2% Eiweiß, 0,5-1% Mineralien, 25-35% Kautschuk und 65-75% Wasser zusammen.

 

2. des ROHKAUTSCHUKS:

der Wildkautschuk wird durch Räuchern von Latex gewonnen und anschließend zu 5-40 cm dicken Kautschukhautblöcken aufgerollt.

 

Für den TRANSPORT in die USA und nach Europa wird der Kautschuk entweder durch Ammoniak am Gerinnen gehindert oder zu einer mindestens 75% Kautschuk- enthaltenden Lösung konzentriert.

 

Es gibt 3 Haupterzeugungsarten:

1. "CREPES": Hier wird mit Säure versetztes Latex auf Walzen ausgewaschen und zu "Crepekautschukfellen" getrocknet.

2. "SHEETS": wenn der Kautschuk nur getrocknet und geräuchert wird entstehen "Smoked Sheets"

3. "SNOW RUBBER": Kautschukpulver, das durch Zerstäubung in warmen Räumen gewonnen wird.

Zunehmend wird aber auch flüssiger Latex (z.B. für Bautenschutzanstriche) zum Versand gebracht.

 

Seine VERWENDUNG findet der Natur- oder Kunstkautschuk in allen Bereichen der Technik und des täglichen Gebrauchs: z.B. Luftreifen, Schläuche, Kabelisolierungen, Sohlen, Absätze, Dichtungen, Regenmäntel, Badehauben, medizinische Artikel, Spielzeug, Sportartikel, Radiergummi, Bodenbeläge etc.

KAUTSCHUK-KLEBSTOFF, -KITT und -ZEMENT:

Durch Aufquellen von rohem Kautschuk oder rohen Gummimischungen in Lösungsmitteln (wie Benzin oder Benzol) und stetigem Rühren und Kneten entsteht eine Kautschuklösung, die zum Imprägnieren und Kleben von Gummi, Leder, Papier und sogar Metall verwendet werden kann.

KAUTSCHUKPFLASTER:

Hier werden dem Kautschuk verschiedene Arzneistoffe beigesetzt, bleibt er ohne Zusätze ist er gewöhnliches Heftpflaster.

 

                                                                           

 

QUELLEN:

 "Der große Brockhaus", "Das moderne Lexikon"

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