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Es kommt nicht sehr oft vor, daß eine Serie ihre Fans feiert, aber "Roswell" verdankt die Tatsache, daß UPN es übernommen hat, nachdem es von der WB abgesetzt wurde, wohl hauptsächlich der Treue und Begeisterung der Fans.
"Ich glaube, die Fans haben mehr damit zu tun, daß die Serie noch immer läuft, als die Sender es je zugeben würden", sagt der Produzent der Sci-Fi-Serie, Jason Katims.

Und deshalb haben UPN, Katims und die Schauspieler der Serie auch kürzlich eine Party organisiert, um etwas davon zurückzugeben. Der Sender gab 23 Fans der Serie, ausgewählt durch einen landesweiten Radio und Internet-Wettbewerb, die Chance, die Drehplätze und eine All-Star-Party zu besuchen, mit einem Auftritt der Band Remy Zero.

Und es nahmen nicht nur alle wichtigen Stars teil, einschließlich Jason Behr, Brendan Fehr, Shiri Appleby, Katherine Heigl und Majandra Delfino, sie verbrachten auch den größten Teil des Abends damit, Autogramme zu geben, und für Photos ihrer teilweise weinenden Fans zu posieren.

"Roswell" hat eine "erstaunliche, erstaunliche Gruppe von Fans, und das hat mir wirklich sehr viel bedeutet", fügt Katims hinzu. "Es begann schon in der ersten Staffel, als wir zum ersten Mal auf Sendung gingen und ein wenig zu kämpfen hatten."

Eigentlich scheint die beeindruckendste Fähigkeit der Serie zu sein, mit solchen Schwierigkeiten fertig zu werden.

"Das ist die Geschichte dieser Serie von Beginn an. Sie stand schon vom ersten Tag an immer kurz vor dem Aus" gesteht Katims ein. "Sie wurde für FOX entwickelt und wanderte dann letztendlich zur WB, dann am Ende des ersten Jahres hielt eine große Tabasco-Kampagne die Serie weiter am Leben, und am Ende des zweiten Jahres war sie tot. Und, beinahe wie ein Alien, erwachte sie trotzdem erneut zum Leben. Und hier sind wir nun und kämpfen weiter."

"Das ist eine Serie, die leben möchte."


Auch nach dem Wechsel zu UPN haben die Schwierigkeiten für "Roswell" nicht aufgehört. Obwophl die Show jetzt eine großartige Einführung hat durch den anderen senderflüchtling "Buffy" und mehr Werbung durch UPN, bleiben die Quoten weiter niedrig. Der Zuschauerdurchschnitt dieses Staffel liegt bei 3.2 Mio. Zuschauern (Alter 18-49) , während Buffy immerhin stattliche 5.6 Mio. erreicht.

"Die Zahlen sind für mich ein wenig enttäuschend -- Ich hatte gehofft, es würde besser laufen" gibt Katims zu. "'Buffy' ist wirklich eine gute Einführung, und ich hatte gehofft, wir könnten mehr Zuschauer halten, aber ich kenne, glaub ich, keinen schwereren Sendeplatz in der Woche. Ich wünschte mir, wir würden besser sein, aber das kann nur die Zeit entscheiden."

Die Konkurrenz, die er erwähnt, dienstags 21 Uhr, ist in der Tat hart. Mit "Roswell" kämpfen auch noch NBC's Hitserien "Frasier" und "Scrubs", FOX's "24", ABC's erfolgreiche Dramaserie "NYPD Blue" und der WB-Teen-Hit "Smallville" um die begehrten Zuschauer.

In der Hoffnung, mehr Zuschauer vor den Fernseher zu locken, haben sich Katims und die anderen Schreiber eine Menge neues ausgedacht -- beispielsweise erkennt Maria, daß Michael vielleicht doch nicht der beste Freund für sie ist.

"Wir haben eine wirklich bewegende Episode gedreht, in der Maria zwei Dinge in Frage stellt: ihre und Michaels Beziehung, als ein alter Freund von ihr in die Stadt kommt; und Maria erkennt, daß sie ihre musikalische Seite unterdrückt hat, und wieviel sie damit aufgegeben hat", sagt Katims.

Auch in Schwierigkeiten ist die Beziehung zwischen Max und Liz.

"Liz fängt an zu erkennen, daß sie sich im buchstäblichen Sinne verändert. Irgendetwas passiert mit ihr, etwas außerirdisches, und sie denkt, es kommt von der tatsache, daß Max sie geheilt hatte. Also fängt sie an, über alles nachzudenken was geschehen ist."

Zusätzlich zu Max und Liz' Problemen spielen die Schreiber auch mit der Idee, Tess wieder in die Serie zurück zu bringen.

"Wir wissen es noch nicht. Aber es ist definitiv eine der Möglichkeiten, die wir tun könnten, wir denken ernsthaft darüber nach."


Und nicht zu vergessen Isabel und Jesse, die letzte Woche (13. November) den Knoten gebunden haben. Katims sagt, sie werden sich im Januar einigen größeren Hürden stellen müssen -- aber auf eine lustige Art und Weise.

"Wir beschäftigen uns mit der Ehe von Isabel und Jesse, der Außerirdischen und dem Menschen. Wir wehcseln zwischen verschiedenen Realitäten hin und her. In einer realität versucht Isabel, ihre außerirdische Seite vor Jesse zu verstecken. Dann wechseln wir in eine Art Sitcom-Version aus den 60ern. Die "Verliebt in eine Hexe"-Version davon -- wo Katherine und alle andern Schauspieler sich so spielen, als ob sie in den 60er Jahren wären. In dieser Realität weiß Jesse, daß sie ein Alien ist."

Aber was Katims dieses Jahr am meisten gefällt, ist die Tatsache, daß die Charaktere in der Sertie viel zugänglicher geworden sind.

"Was mir wirklich gefällt, an dem was wir dieses Jahr machen, und worauf ich auch sehr stolz bin, ist, daß alle Episoden eine sehr emotionale Grundlage haben, und daß sich das Publikum so mehr damit identifizieren kann", sagt er.

"Es sind Geschichten über Leute, die versuchen, sich ein eigenes Leben zu schaffen. Meiner Ansicht nach, ist die Serie dort am stärksten."


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