Language Planning in Europa

 

Peter H. Nelde

Brussel/Bruxelles

Innerhalb der Europäischen Union vollzieht sich ein Machtverschiebungsprozeß, der wesentliche Befugnisse der Nationalstaaten aufgrund wirtschaftlicher Zwänge, die sich aus dem Einigungsstreben ergeben, von den Mitgliedsländern nach 'Brüssel' transferiert. Dieser zwar schleichende, jedoch sich inzwischen beschleunigende Prozeß ergreift im Zuge der Vereinheitlichungstendenzen sämtliche Lebensbereiche der Europäer. Das so entstehende nationale Machtvakuum könnte peripheren Sprachgemeinschaften zum Beispiel im Grenzbereich ('Euroregionen') zugute kommen, vor allem, da Minderheiten, die an den zukünftigen Europäer gestellten Anforderungen (mehrsprachig, bikulturell und versehen mit einer umgebungsabhängigen Multiidentität) heute bereits erfüllen.

 

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