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Bremer Aktion Zeitung der FAU-IAA Lokalföderation Bremen - www.bremer-aktion.de.vu |
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Letzte Aktualisierung am 18.01.2004
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Zukunftsperspektiven
des Syndikalismus Der
Abbau sozialer Errungenschaften ist in vollem Gang. Umfassende
Gesundheitsversorgung wird in Zukunft ausschließlich das Privileg der
—Besserverdienenden. sein. Der Chef des Technologiekonzerns Infineon, Ulrich
Schuhmacher, fordert die Einführung der 7-Tage-Woche. Mit der Agenda 2010,
Hartz und Rürup wird sich die Republik schneller und gründlicher in Trotz
der beständigen Hetzwellen gegen die reformistischen und laschen
DGB-Gewerkschaften in den bürgerlichen Medien, die als Angriff auf die
Organisationen der ArbeiterInnen generell begriffen werden müssen, und einer
nahezu absoluten Dominanz von Wirtschaftsbossen und Politikern, die für die
Beschneidung und Abschaffung erkämpfter ArbeiterInnenrechte die Trommel schla-
gen, bemerke ich in „meinem“ Betrieb eine deutliche Bewusstseinsveränderung
der KollegInnen. Natürlich ist diese kurze Zustandsbeschreibung subjektiv. Ich
kann nicht für andere Branchen sprechen. Für den Bereich, den ich überblicken
kann, finde ich, dass dies Zutrifft. Ich arbeite in einer Firma die im Bereich Müllentsorgung,
Gartenarbeiten, Möbeltransporte und Recycling tätig ist. Also körperliche und
„schmutzige“ Arbeit, mit all ihren negativen gesundheitlichen Folgen und der
Hochnäsigkeit
wohlhabender Kundschaft. Nur am Rande sei hier erwähnt das körperliche Arbeit
von der bürgerlichen Klassengesellschaft als weniger Respektabel angesehen wird
als z.B. Bürotätigkeiten. Was auch an der viel schlechteren Bezahlung deutlich
wird. Die
Bewegung gegen den Sozialabbau mitprägen Zunehmend
wird ihnen bewusst das sie nur das Arbeitsvieh sind, das von Bossen, Staat und
Regierung beliebig ausgebeutet wird. Die Agenda2010, Hartz, und das ständige
Rumgejammere der Wirtschaftsbosse um längere Arbeitszeiten, höheres
Rentenalter haben die Streikbereitschaft deutlich steigen lassen. Ganz besonders
bei emigrierten KollegInnen, die aus Ländern gekommen sind, in denen der Streik
als taugliches Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen Praxis ist. In
den Kommissionen zu den Sozialabbau-Konzepten der Hartz-Kommission und der
Agenda 2010 bestimmten hochrangige DGB-Funktionäre bei den Beratungen die
Richtung mit. Sie tragen den Sozialabbau damit aktiv mit. Als Glanzleistung
haben sie mit dem Abschluss von Tarifverträgen mit Zeitarbeitsfirmen zur
Legalisierung der Leiharbeit im grossen Stil beigetragen. Sie haben Schützenhilfe
für Niedriglohn und Unsicherheit zugunsten der Sklavenhändler geleistet. Sein
Ansehen unter den ArbeiterInnen ist dadurch rapide gesunken. Und das ist gut so.
Es ermöglicht uns stärker gehört und als Alternative wahrgenommen zu werden,
denn wir sind eine andere Gewerkschaft. Eine revolutionäre, die mit klaren
Zielen von gesellschaftlicher Selbstverwaltung, ArbeiterInnensouveränität,
Gleichberechtigung der Geschlechter, Selbstbestimmung des In
den Bewegungen und Bündnissen gegen die Hartzkonzepte und den Sozialabbau sind
AnarchosyndikalistInnen von Anfang an aktiv. Dabei ist es wichtig das sich die
FAU und ihre SymphatisantInnen weiterhin stark und bemerkbar einbringen. Aufpassen
müssen wir dabei vor den Möchtegern-Berufspolitikern in den verschiedenen
linken Kleinstparteien, die mit grossen Phrasen versuchen werden, sich an die
Spitze der kommenden sozialen Bewegung zu setzen. Hier gilt es unsere Form der
direkten Demokratie bei den Bündnistreffen zu praktizieren und gegen Angriffe,
die auf die Einführung von Stellvertreterpositionen zielen, durchzusetzen.
Genauso muss der dümmlichen Orientierung auf Forderungen an die
DGB-Gewerkschaften entgegengetreten werden. Der DGB-Apparat steht auf der
anderen Seite der Barrikade. Für unsere Interessen müssen wir schon selber
eintreten, wenn wir erfolgreich sein wollen. Gleichzeitig,
wir können das bereits sehen, werden auch viele unabhängige Gruppen aus der
radikalen Linken, die den Klassenkampf für sich entdeckt haben, diese
Bewegungen mittragen. Das ist zu begrüssen; allerdings dürfen wir dabei nicht
übersehen, dass diese oftmals AktivistInnen mit akademischem Hintergrund sind.
Ihr Interesse am Klassenkampf leitet sich oftmals aus theoretischen und
strategischen Erwägung ab. Sie wollen wie wir eine soziale Revolution. Nur ist
ihr Hintergrund Syndikalistische
Organisation im Betrieb Das
bedeutet viel Verantwortung für uns. Denn wir sollten Orientierung geben. Außer
uns verkörpert niemand eine solch deutliche und organisierte Zielvorstellung
der Freiheit und Würde der ausgebeuteten Menschen. Andere „revolutionäre“
Gruppen oder Bewegungen wollen selber an die Macht und zu neuen Ausbeutern
werden. Deshalb ist die FAU so wichtig.
In ihr liegt der Kern für eine zukünftige organisierte syndikalistische
Bewegung der ArbeiterInnen und der Frauen die auf Gleichheit und
Selbstorganisation beruht Oftmals ist die Situation die, das
AnarchosyndikalistInnen alleine in einem Betrieb arbeiten. Hier ist die Unterstützung
der GenossInnen vor Ort aus den lokalen Gruppen und Syndikaten notwendig. Der
Austausch und die Diskussion über die Situation in den Betrieben, in denen
FAU-Mitglieder arbeiten, muss ständig sein. Die GenossInnen müssen wissen was
im Betrieb XY passiert, wie die Stimmung ist, wie die Kräfteverhältnisse liegen
um in vielfältiger Form die GenossInnen im Betrieb zu unterstützen und
eingreifen zu können. Z.B. müssen viel mehr Informationen über uns, unsere
Ziele und unsere Arbeit zu den KollegInnen in die Betriebe getragen werden. Dazu
dient auch die einzige bundesweite anarchosyndikalistische Zeitung, die
„direkte Aktion“, die in den letzten Monaten deutlich an Profil gewonnen hat
und verständlicher geworden ist. Auch muss mit falschen Vorstellungen
individueller Gegenwehr gebrochen werden. Oft wird das Blaumachen als Gegenwehr
gegen unerträgliche Arbeitsbedingungen und Vorgesetzte propagiert. Doch
blaumachen ist nur eine Möglichkeit unter vielen um Luft zu holen. Und
AnarchosyndikalistInnen, die oft blau machen, bauen keine Betriebsgruppen auf
und gehen der Konfrontation mit Vorgesetzten und Geschäftsleitung oder
DGB-Funktionären aus Rückbesinnung
auf Klassenkampf und Selbstorganisation Wir
müssen uns auf das ursprüngliche Zurückbesinnen. Den Widerstand, den
Klassenkampf, die Selbstorganisation, den Anspruch
unser Leben gut, würdig und frei führen zu können. Wir stehen noch am Anfang
und müssen in der Lage sein unsere Bei
all diesen Gedanken zu betrieblicher Arbeit noch ein (leider hier nur kurzer)
Blick auf die Erwerbslosigkeit. Die Kapitalistenverbände fordern vehement die
Verlängerung von Lebensarbeitszeit, Überstundenbereitschaft und 7-Tage Woche.
Ihnen geht Selbstverwaltung
der freien Gesellschaft Armut,
Unterdrückung, mangelnde Gesundheitsversorgung und vieles negative weitere sind
Bestandteil kapitalistischer Herrschaft. Diese Herrschaft zu beenden und ein
gleichberechtigtes Leben in Wohlstand und Selbstbestimmung für alle zu erkämpfen
ist das Ziel des Anarcho-Syndikalismus. Nicht die Wahl einer Partei oder die
Hoffnung auf andere wird uns diesem Ziel näher bringen. Nur unser eigenes
eintreten, der Aufbau einer grossen, kämpfenden und starken syndikalistischen
Bewegung kann dies leisten. Um uns selber müssen wir uns selber kümmern. Im
Hier und Jetzt gilt es uns die Fähigkeiten anzueignen die Betriebe in
ArbeiterInnenhände zu übernehmen um sie dann nach der Revolution zu leiten und
damit M.V. (Syndikat der Lohnabhängigen und Erwerbslosen - FAU-Bremen) Aus: Bremer Aktion Nr.11 - September 2003 |
Kontakt Bremer Aktion c/o FAU-IAA Bremen Postfach 10 56 74 D-28056 Bremen
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MACHNOSOLI
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