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Letzte Aktualisierung am 18.01.2004

 

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Ein Schritt nach vorn:

Internationale Solidaritätskonferenz in Essen

Die Internationale Solidaritätskonferenz syndikalistischer, anarcho-syndikalistischer und unionistischer ArbeiterInnen war ein Schritt nach vorne. Die über 160 TeilnehmerInnen sprachen in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen über Arbeits- und Lebensbedingungen in ihren jeweiligen Ländern und informierten über Arbeits- und andere soziale Kämpfe. Grosse Arbeitsgruppen fanden zu den Themen „Geschlecht trifft Klasse – Frauen in syndikalistischen Organi-sationen“, zur „Kooperation mit Gruppen in Osteuropa“ und zu „Strategien“ statt. In mehreren „industry workshops“ wurden Branchenspezifische Themen behandelt; so bei den BauarbeiterInnen, den TransportarbeiterInnen, den BildungsarbeiterInnen und den ArbeiterInnen in der IT-Industrie. Weitere Arbeitsgruppen fanden zur Situation der ArbeiterInnen in den EU-Beitrittsländern, zur Intervention in Call Centern, zum Kampf der Sans Papiers, zu Organisierung und Kampf der ArbeiterInnen bei Mc Donalds und zum Thema Nationalismus statt. In der Arbeitsgruppe „Internationale Solidarität und das Sprachproblem“ wurde über Möglichkeiten der besseren sprachlichen Verständigung diskutiert, wobei Englisch als Arbeitssprache empfohlen wird, ebenso wie das erlernen von Esperanto. Genossen aus Japan informierten über den seit 14 Jahren andauernden Kampf der Kokuro-ArbeiterInnen und riefen zur Unterstützung der KollegInnen auf. 1990 wurde die japanische Eisenbahn privatisiert und entließ von 200 000 Beschäftigten 180 000 ! GenossInnen aus Brighton informierten über die „Simon Jones–Campagne“ von GelegenheitsarbeiterInnen. Simon Jones starb bei einem Arbeitsunfall, da die Sicherheitsbestimmungen durch das Unternehmen nicht eingehalten wurden, zugunsten des schnellen Profits auf Kosten des Lebens der ArbeiterInnen ! In der französischen CNT und der spanischen CGT gibt es Diskussionen über eine europäische Kampagne gegen diese Form kapitalistischen Terrors gegen Arbeiterinnen und Arbeiter. Aus Polen informierte die „ArbeiterInnen-Initiative der Anarchistischen Föderation über ihre Arbeit und schlug ein konkretes Projekt zur Information und Unterstützung polnischer und ukrainischer SaisonarbeiterInnen in Deutschland vor. Anarcho-Syndikalistische Gruppen und Gewerkschaften aus dem ehem. Yugoslawien beabsichtigen eine anarcho-syndikalistische Balkanföderation zu gründen. Und es gibt noch viel viel mehr über diese Konferenz und die TeilnehmerInnen zu berichten. Ausführliche Informationen werden nach und nach auf der bundesweiten Homepage der FAU veröffentlicht. Im Herbst wird der Reader mit den Arbeitsergebnissen und Berichten zur Konferenz erscheinen. Neben der intensiven Arbeit in den Arbeitsgruppen kam natürlich auch das Feiern und singen nicht zu kurz . Freitag Abend spielten aus Solidarität mit dem i2002 die Bands „Schnitter“, „Rantanplan“ und „Chumbawamba“. Spätestens in 3 Jahren soll eine weitere Konferenz der internationalen Solidarität veranstaltet werden. The workers united will never be defeated !

 

aus: Bremer Aktion Nr.6 - September 2002

 

 

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