Die Geschichte von Binokel

begann Anfang der 80er Jahre für einige von uns in Zirkeln Schreibender Lehrlinge und Clubs Junger Autoren. Hier sammelten wir erste Erfahrungen mit Lesungen und kritischer Textanalyse. Doch 1981 trafen sich in den Pausen einige Schriftsetzer und stellten fest, daß sie ein gemeinsames Hobby hatten: das Schreiben. Daraus wurden schließlich auch Treffen außerhalb des Betriebes. Weil wir keine Lust auf die anderen Gruppen hatten, gründeten wir unsere eigene Literaturgruppe "Binokel". Der Name entsprang der Tatsache, daß viele von uns Brille trugen und wir andererseits beide Augen nutzen wollten, um die Welt klarer zu sehen. Ungewollt gerieten wir plötzlich ins Visier staatlicher Stellen, die meinten, wir richteten uns damit gegen Hermann Kant, dem man in der BRD "Einäugigkeit" vorgeworfen hatte.

Nachdem wir durch die Leiterin des Kreativ-studios in Zschertnitz, Frau Bähr, unbüro-kratisch Unterstützung bekamen, fanden wir hier unsere erste Heimat. Bald gehörten wir zum festen Programmangebot des Klubs.

Binokel-Rückblick:

Ausstellungen:

07.11.1992
Eröffnung der Ausstellung „Begegnung Malerei und Lyrik“ im Kreativstudio Zschertnitz (Dresden)
mit Bildern von Annette Harzmann, Lesung

01.05.1993
Eröffnung der Ausstellung „Begegnung Fotografie & Lyrik“ im Kreativstudio Zschertnitz (Dresden)
Binokel-Texte zu Fotos des Arbeitskreises Künstlerische Fotografie

01.07.1993
Eröffnung der Ausstellung „Begegnung Fotografie & Lyrik“ im Rathaus Radebeul

Mai 1994
Ausstellung „Begegnung Fotografie & Lyrik“ in der Galerie Auerswalde

24.10.1998
Eröffnung der Ausstellung „Zwischen zwei Blicken reißt mir die Zeit“ in der HATiKVA, Dresden
Schwarzweiß-Fotos von Stefan Bistrosch kombiniert mit Texten von Binokel

20.02.1999
Eröffnung der Ausstellung „Zwischen zwei Blicken reißt mir die Zeit“ im Kreativstudio Zschertnitz (Dresden)

18.07.1999
Eröffnung der Ausstellung „Zwischen zwei Blicken reißt mir die Zeit“ in der Galerie Auerswalde

09.05.2000
Eröffnung der Ausstellung „Hexenflug“ im Frauenbildungszentrum Dresden
Aquarelle von Ruth Ruhs und dazu entstandene Texte von Autorinnen der Gruppe Binokel

14.06.2001
Eröffnung der Ausstellung „Blaue Wälder“ in der Kulturmühle Bischheim- Häslich
Aquarelle von Ruth Ruhs und dazu entstandene Texte von Binokel

03.09.2000
Eröffnung der Ausstellung „Vier Welten“ in der HATiKVA, Dresden
Aquarelle von Ruth Ruhs und dazu entstandene Texte von Binokel
Perkussion von Friedemann Mütze ist zu hören -
diesen 3 Genres kann der Besucher seine Empfindungen hinzufügen und so vier Welten erleben.

 

Lesungen, öffentliche Auftritte:

April 1983
Auftritt mit einem literarisch-musikalischen Programm
im Rahmen der Woche der Volkskunst im Klubhaus „August Bebel“, Dresden

Juni 1983
Auftritt im Jugendklub „Martin Anderssen Nexö“, Alaunstraße, Dresden

September 1983
Auftritt beim Programm anläßlich des Weltfriedenstages im Volkskunstpodium

April 1984
Auftritt beim Programm zum 40. Jahrestag der Befreiung im Stadtbezirkskulturhaus „August Bebel“.

September 1984
Anläßlich der 19. Tage der Literatur des Bezirkes Dresden
lesen Binokel-Mitglieder in der Betriebsschule des VEB Getreidewirtschaft Kamenz.

September 1984
Binokel wird zur Teilnahme an der Angebotsmesse der Kleinen Form delegiert.
Binokel wird mit dem Friedensdiplom ausgezeichnet.
Im Ergebnis der Teilnahme an der 2. Leistungsschau der kleinen Form der Volkskunstprogramme in der Stadt Dresden wird Binokel Dank und Anerkennung ausgesprochen sowie der Preis des FDGB-Stadtvorstandes Dresden verliehen.

März 1987
Beim Stadtbezirksleistungsvergleich „Junge Talente“ erhält Binokel das Prädikat „sehr gut“.

Oktober 1988
Lesung mit anderen Gruppen im Ring-Café Dresden zum Tag der Republik

September 1989
Binokel wird zur Bezirksleistungsschau Schreibender Arbeiter in Rammenau delegiert und mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Februar 1991
Einladung Binokels, der ASSO und der "WendeBlätter" durch die Gräfelfinger Gelegenheitsschreiber „GRÄGS“
zu den 1. Gräfelfinger Literaturtagen - es gab öffentliche Lesungen und Diskussionen.

April 1991
Lesung und Diskussion mit Binokel in Dortmund auf Einaldung der Dortmunder Volkshochschule und ihre Sektion Literatur

Mai 1991
Wochenende in Sebnitz auf Einladung der Redaktion „WendeBlätter“ - Lesung des Literaturzentrums im Diakonat

04.10.1991
Im Rahmen seiner Kultur-Tour sendet Jugendradio DT 64 eine Binokel-Lesung in Zschertnitz live.

November 1992
„Wessis und Ossis im Clinch“ heißt eine Veranstaltung der Volkshochschule Dortmund, an der Binokel mit einer Lesung teilnimmt.

September 1994
Besuch von Dortmunder Autorinnen und Autoren in Dresden,
gemeinsame Lesung in der „La Vinoteca“ und im Kreativstudio Zschertnitz

November 1995
Die Literaturwerkstatt Castrop-Rauxel veranstaltet eine Lesung mit Binokel im St.-Rochus-Hospital Castrop-Rauxel.

Oktober 1996
Dortmunder Autorinnen und Autoren sind zu Gast bei der Gruppe Binokel
gemeinsame Lesung am 18.10.1996 auf dem 1. Dresdner Science-Fiction-Convent

Juni 1997
Binokel verbringt auf Einladung von Dortmunder Autorinnen und Autoren 3 Tage in Dortmund,
am 25.04. Lesung im Café „Taranta Babu“.

März 1999
Anläßlich des 10jährigen Bestehens von igeltour liest Binokel „Stadtgeschichten“ in der Blauen Fabrik.

September 1999
Auf dem 4. Pleinair „Unter Bäumen“ im Rahmen des Kunstherbstes 1999
liest Binokel im Landschloß Pirna-Zuschendorf „Stadtgeschichten“.

Juli 2000
Lesung in der Kulturmühle Bischheim-Häslich
„Keine Flügel. Kein Himmel“

September 2000
Lesung „Keine Flügel. Kein Himmel“ im Kreativstudio Zschertnitz

März 2001
Lesung in der Buchhandlung Pusteblume, Dresden

Oktober 2001
Lesung im Rahmen der Wochenendtagung „Zwischen Selbstverwirklichung
und Gemeinwohl - wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?“ in der Evangelischen Akademie St. Afra Meißen

November 2001
Feier und Lesung zum zwanzigsten Geburtstag von Binokel

Juni 2003
Klubwochenende in Schloß Oppurg (Thüringen) mit Lesung „Schlossgeschichten“

1984 erhielt "Binokel" die Einstufung "Mittelstufe gut" im Fachgebiet "Schreibende Arbeiter". Damit erhielt die Gruppe je Veranstaltung und Mitglied 6 Mark Fördergeld.
Im gleichen Jahr wurde die Gruppe mit dem "Friedensdiplom" ausgezeichnet.

Peter Rother war unser erster künstlerischer Leiter, der uns in der Arbeit an den Texten beriet und für Veröffentlichungen in verschiedenen Sammelbänden sorgte.

Später kam Peter Gehrisch als Berater in unsere Gruppe und brachte eine völlig neue Sicht ein.

Die Pläne und Träume waren in der DDR-Realität eingebunden und neben der künstlerischen Arbeit wuchs politische Diskussion und Engagement.

Wir starteten mit öffentlichen Lesungen. Dafür kamen Urkunden und erste Veröffentlichungen in der Presse.
Zu Binokel gehören zahlreiche Freizeitaktivitäten. Gemeinsame Wanderungen, Besuch von Betrieben oder thematische Rundgänge in Dresden, Görlitz, Mödlareuth, Jena und anderen Orten.

In den 90er Jahren begannen wir gemeinsam mit Künstlern Ausstellungen zu erarbeiten. Fotografen und Malerinnen stellten ihre Arbeiten zur Verfügung. Mal schrieben wir zu bestehenden Bilder neue Texte, mal entstanden Bilder zu unseren Texten.

 

Zahlreiche öffentliche Lesungen gehören zu unseren Aktivitäten. Wir unterstützen damit auch ab und an Veranstaltungen.
Nach der Wende wuchs die gegenseitige Neugier von Autoren aus Ost und West. Es kamen Kontakte zu verschiedenen Schreibgruppen im "Westen" zustande. 199, 1992 und 1997 waren wir in Dortmund zu Gast und führten dort auch lesungen durch. 1994, 1996 und 2004 besuchten uns Dortmunder AutorInnen. Wir tauschen Texte und Erfahrungen aus, die noch immer unterschiedlich sind.
"JetztZeit" war ein gemeinsames Projekt mit der Malerin Ruth Ruhs überschrieben.
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