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| Musik und Poesie in Peru und Mexiko im Zeitalter des Barock Der Kodex Zuola (Peru) Der "C�dice Fray Gregorio de Zuola" stammt aus Cuzco (Peru) und z�hlt zu den ersten von Musikwissenschaftlern entdeckten Dokumente �ber die alte Musik Lateinamerikas. Das Dokument wurde Ricardo Rojas anvertraut, dem argentinischen Forschungspionier f�r Literatur und die sch�nen K�nste S�damerikas im 17. und 18. Jahrhundert. Obwohl bereits in den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt worden ist, bleibt der Kodex bis heute in vielerlei Hinsicht r�tselhaft; und dies hat wohl auch viele Musiker von einer intensiveren Besch�ftigung abgehalten. Trotz der Schwierigkeiten, den Kodex zu verstehen, "erleuchten" seine Lieder, und nicht nur wegen ihres unzweifelhaften k�nstlerischen Wertes: sie geben vor allem Aufschluss �ber das schlecht dokumentierte Gebiet der musikalischen Auff�hrungspraxis. Allein schon weil er als Vermittler zwischen der schriftlich fixierten spanischen Tradition der "tonos humanos" (0) und der m�ndlich �berlieferten traditionellen Monodie (Einstimmigkeit) des s�dlichen Andengebietes von Peru angesehen werden kann, ist der "Zuola-Kodex" von gro�em Interesse. Das Manuskript enth�lt 18 Lieder, die gleichen Ursprungs zu sein scheinen. Als Hypothese kann man unterstellen, dass die Gesangsparts spanischer polyphoner Lieder Ausgangsmaterial waren, das wohl �ber die iberische Halbinsel und die amerikanischen Kolonien in eine Art Entwicklungs-Kreislauf gegangen ist. Die Lieder ver�nderten sich in diesem Entwicklungs-Kreislauf durch Anpassung an den Geschmack der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die sie adaptierten bzw. tradierten. Nach dieser Phase m�ndlicher �bermittlungen wurden die Lieder dann zu Papier gebracht: in der Handschrift von Zuola. Bei den Liedern dieses Kodex handelt es sich somit um einen Teil fixierter Tradition, n�mlich der des "tonos humanos" oder der weltlichen polyphonen Lieder des Barock; eine Tradition, die sich �ber das gesamte seinerzeitige spanischen Reich erstreckte (Dime Pedro). Die Fixierung hat allerdings nicht zu einem Stillstand der Weiterentwicklung der Lieder in m�ndlicher �berlieferung gef�hrt. Das MS enth�lt 16 weltliche Liedern. Eines davon wird in zwei Versionen pr�sentiert, die einander im Hinblick auf Text wie Musik entsprechen. Neun andere Lieder korrespondieren in Bezug auf Text und Musik mit Werken aus anderen Quellen (vier in Bezug auf ihren Texten und f�nf in Bezug auf Text und Musik). Diese �bereinstimmungen belegen eindeutig die eigenst�ndige Dynamik von "tonos humanos", die in anderen Gestalten und anderen musikalischen Kontexten zirkulieren: als weltliche Lieder, szenische Musik f�r Kom�dien und Dramen, religi�se "villancicos", T�nze und "diferencias" (Variationen) f�r Harfe oder Gitarre. Der "tonos" wurde im allgemeinen als Chorgesang f�r drei oder vier Stimmen, in sp�terer Zeit auch als Solo oder Duett mit Basso continuo geschrieben. Im Gegensatz zu dieser Praxis ist die Notierung der meisten Melodien im Zuola-Kodex monodisch im Stil eines Volksliedes und ohne Bassteil. Wir haben versucht, die hier pr�sentierten St�cke so zu rekonstruieren, wie sie geh�rt worden sein k�nnten und in ihrer eigenen Epoche interpretiert worden w�ren. Die St�cke sind auf eine einfache, feine und wunderbare Weise, die durch die Geheimnisse leuchtet, die wir vielleicht in ihnen finden, zu Musik umgesetzt; eingeschr�nkt allerdings durch die Art und Weise, wie wir Dinge betrachten und wegen unserer eigenen Neigung, sich auf eine geschriebene Tradition zu verlassen. Die Texte von Lope de Vega, Calder�n de la Barca und ihren Zeitgenossen sind voller Sch�nheit und Zartheit. Durch unsere Art des Vorgehens, eine "weise" alte Musik mit der Volksmusik einer m�ndlichen Tradition zu verbinden, nehmen die Texte eine leuchtende und lebendige Form an. Musik f�r Gitarre im barocken Amerika Als Erg�nzung zu den im Zuola-Kodex niedergelegten St�cken haben wir Gitarrenmusik des barocken Amerikas aus verschiedenen in Mexiko entdeckten Manuskripten ausgew�hlt. Diese Manuskripte demonstrieren ein fruchtbares und lebendiges Feld musikalischer und instrumentaler Entwicklung, die v�llig eigenst�ndig ist neben den gro�en Werken religi�ser Musik der kolonialen Vergangenheit. Wenn wir die Chroniken weltlichen Lebens in Lateinamerika vor der Unabh�ngigkeitsbewegung direkt am Anfang des neunzehnten Jahrhundert untersuchen, finden wir zahlreiche Hinweise der Verwendung von Gitarren, Diskant-Gitarren und Vihuelen. Die Gitarre erscheint im Kontext von Tanz, Poesie und Volkslied sowie dem Nachtleben von Creolen, Mestizen und Farbigen. Gelegentlich erscheint die Gitarre aber auch im Kontext der Opernauff�hrungen. Die verschiedenen Arten der von den Eroberern importierten Zupfinstrumente nahmen im Laufe der Zeit neue Charakteristika an, die sich aus der Verwendung in der Volksmusik herleiten. In dieser Volksmusik mischte sich die reiche Tradition der spanischen Musik des 18. Jahrhunderts mit den Beitr�gen von Einheimischen und Schwarzen und brachte als Instrumente z.B. "Charango", "Cuatro", "Bandola llanera" in Venezuela und "Jarana" in Mexiko hervor (Entre dos �lamos verde) "Codice Sald�var 4" Dieses Manuskript wurde vom Musikwissenschaftler Gabriel Sald�var in den fr�hen 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zuf�llig in einem Antiquariat entdeckt. Das sorgf�ltig geschriebene Manuskript wird dem spanischen Gitarristen Santiago de Murcia (1685-1732) zugeordnet, der seine letzten Jahre in Mexiko verbrachte. Das Manuskript vermittelt ein reichhaltiges Bild charakteristischer Gitarrenst�cke im Umfeld spanischer Musik (Mariz�palos, J�caras, Canarios, Marionas, Menuetts und andere) und ist subtil mit einem ausgepr�gten Wissen um die M�glichkeiten des Instrumentes geschrieben. Kombiniert wird der "Rasgueado"-Stil (1), typisch f�r die f�nfch�rige Gitarre, mit dem Zupf- Stil. Wir haben aus diesem MS die folgenden St�cke gew�hlt: "Las penas", ein St�ck, voll von Lyrik und Sehnsucht ; "Canarios", ein sehr popul�rer Tanz, voller Freude; "Las sombras", insbesondere gew�hlt wegen seiner �hnlichkeit zu einem St�ck im "Zuola Codex" mit dem Titel "No s� a qu� sombras funestas" und zu einer Arie aus der Oper "La p�rpura de la rosa" von Tom�s de Torrej�n y Velazco, uraufgef�hrt in Lima, Peru, im Jahre 1701. Zwei weitere St�cke dieses MS werden ebenfalls vorgestellt: "El amor", ein Werk, das an die Arie aus der Oper "La p�rpura de la rosa" erinnert. "El amor" beginnt mit einem kurzen Prelude (aus "Resumen de acompa�ar la parte con la guitarra", Madrid, (1714) ) vom gleichen Komponisten. Ein St�ck, das �berall in Mexiko bekannt ist. "Marionas", ein Tanz, der im Stil sehr popul�r ist und einer italienischen Chaconne �hnelt. In "Marionas" haben wir einen zweiten Teil f�r eine in A gestimmte Gitarre dem Original hinzugef�gt. 'Manuscrito 1560' (Biblioteca Nacional de M�xico) Dieses Manuskript wurde wahrscheinlich von einem Sch�ler von Murcia oder einem unbekannten mexikanischen Gitarristen geschrieben. Es enth�lt eine gro�e Anzahl leichter St�cke und T�nze sowie Menuette und Transkriptionen von Corelli's Geigensonaten. Die musikalische Qualit�t der St�cke ist sehr unterschiedlich. Mit wenigen Ausnahmen halten die St�cke einem Vergleich mit dem "Codice Sald�var" oder "Resumen de acompa�ar la parte" nicht Stand. Zu den Ausnahmen z�hlen zwei St�cke, die �hnlichkeit zu St�cken in den genannten zwei Manuskripten aufweisen. Diese beiden St�cke haben wir f�r die Aufnahme gew�hlt. Es handelt sich um zwei Menuette, denen ein drittes aus "Resumen de acompa�ar la parte" folgt, das allerdings nahezu identisch mit einem Menuett "Manuscrito 1560" ist. Es folgt die k�stliche "Guastala" und schlie�lich ein St�ck ohne Titel, das wir provisorisch "Rond�" genannt haben - dank Isidoro Roitman aber jetzt wissen, dass dieses St�ck konkordant mit "La nueba Forlana" des "Resumen para acompa�ar la parte" ist". Die letzten zwei Werke werden zuerst in ihrer Originalfassung f�r Sologitarre pr�sentiert, dann in einer Version f�r zwei gleiche Gitarren (Gitarren in E mit f�nf Ch�ren). Der Part f�r die zweite Gitarre wurde f�r diese Aufnahme neu geschrieben. Hinweise zur Rekonstruktion: Die Werke des "Zuola-Kodex", au�er "Dime Pedro" und "Porqu' tan firme os adoro", sind in vielerlei Hinsicht rekonstruiert worden. Zuerst mussten die nicht den Akzenten im Text entsprechenden rhythmischen Werte angepasst werden, was im Fall von "Que importa yo lo calle" h�chst komplex war. Dann war die Wiederherstellung der regul�ren rhythmischen Strukturen erforderlich, da sie im Original von der Notenschrift �berdeckt wurden. Schlie�lich mussten wir in �bereinstimmung mit dem Charakter des jeweiligen Werkes eine Begleitung ausarbeiten. Dies war notwendig, da au�er im Fall der polyphonen St�cke die Melodien ohne jeden Bass oder Hinweis auf die Begleitung notiert sind. Bei der Erarbeitung der Begleitung nahmen wir als Orientierungs- und Ausgangspunkt den Stil, der im hispano-creolischen Kontext in den gro�en amerikanischen St�dten des 17. Jahrhunderts vorherrschend war und sich in den "tonos humanos" und den "tonadas" der spanischen Opern dieser Periode (2) und den Romanzen der spanischen Vihuelisten des sechzehnten Jahrhunderts (so Alonso Mudarra und Luys Mil�n) ausgedr�ckt. Auf dieser Basis wurden die Begleitungen f�r f�nfch�rige Gitarre (3) und die Vihuela ausgearbeitet. Diese Begleitungen nehmen in bestimmten F�llen die Form eines Basso continuo an, in anderen die Form eines "Alphabetes f�r Gitarre" (4) und ebenso die Form von Tabulaturen f�r Vihuela im Stile der spanischen Renaissance. --------------------------------------------------------------- ((0))"Tono humano" wird ein in Castilian verfasstes Werk des spanischen Barock genannt, das im Kontext einer Theater-Produktion oder im Rahmen von Kammermusik aufgef�hrt wird. Als Genre ist der "tono humano" eine Vokalkomposition f�r eine oder mehrere Stimmen, normalerweise mit einer Struktur, die auf einer Kombination von estribillo (Refrain) und coplas (Strophen) basiert. Liebe, Triumph und Trag�die sind die Hauptthemen. Innerhalb dieses grundlegenden strukturellen Musters ist die Auswahl der Formen und Stile betr�chtlich und schlie�t gelegentlich sogar ausgedehnte Passagen eines italienischen Rezitativs ein. ((1)) "Rasgueado" ist eine Spieltechnik, bei der die Saiten mit den N�geln der rechten Hand rhythmisch angeschlagen werden, w�hrend mit der linken Hand auf dem Griffbrett Akkorde gegriffen werden. ((2)) Zum Beispiel: "La p�rpura de la rosa" von Tom�s de Torrej�n y Velazco, basiert auf einem Libretto von Calder�n de la Barca, uraufgef�hrt 1701 in Lima, Peru. Und: "El robo de Proserpina y la sentencia de J�piter" von Filippo Coppola, basiert auf einem Libretto von Manuel Garc�a Bustamante, uraufgef�hrt 1678 in Neapel aufgef�hrt wird. In diesen beiden F�llen ist es Wert, die F�lle an Arien narrativen Charakters hervorzuheben, die auf der Wiederholung des gleichen musikalischen Musters beruhen, bei denen sich aber die Texte wie in einem Rezitativ ver�ndern. Im "El robo de Proserpina" enthalten einige dieser Arien bis zu neun Strophen. Die hypnotische Wirkung der best�ndigen Wiederholung des musikalischen Musters erleichtert eigentlich die Konzentration des H�rers auf der Bedeutung des Textes. Alle St�cke vom "Zuola Kodex" haben die gleiche Form und erlauben uns auf diese Art, den poetischen Reichtum der Texte wahrzunehmen. ((3)) Dies war das bevorzugte Instrument f�r Begleitung im Spanien des 17. Jahrhunderts wie im weltlichen Kontext w�hrend der kolonialen Periode. �berdies: im "Zuola-Kodex" gibt es eine Radierung mit der Abbildung des "Alphabetes f�r Gitarre". Dies ermutigt uns zur Annahme, dass die Verwendung des "Alphabetes" als Rekonstruktion der St�cke gerechtfertigt ist. ((4)) ein System des 17. Jahrhunderts, das mit der Begleitung popul�rer und Volksmusik aus Lateinamerika durch Angabe der Akkorde oder die amerikanische Bezifferung der Akkorde verglichen werden kann B�rbara Kusa B�rbara Kusa wurde in San Luis (Argentinien) geboren. Sie fing ihr Studium der Musik dort an, wechselte nach Buenos Aires, um ihre Studien an der "Facultad de Artes y Ciencias Musicales" der Katholischen Universit�t von Argentinien fortzuf�hren. Nach erfolgreichem Abschluss im Fach Chorleitung setzt B�rbara Kusa ihre Studien bei Professor M�nica Capra fort. Zu ihren Lehrer z�hlen N�stor Andrenacci, Josep Prats, Werner Pfaff, Monique Zanetti und Renata Parroussel. B�rbara Kusa hat mehrere Konzerttourneen in Argentinien, Brasilien, Bolivien, Spanien, Kanada, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz mit verschiedenen Ensembles absolviert, u.a. mit "Coro Polif�nico de Sanes Luis", "Pigmali�n", der "Compa��a Los Festinantes", "Cantica Nova", "Proyecto Croma", "Ensemble Elyma" und dem "Ensemble Louis-Berger". Als Solistin umfasst ihr Repertoire Werke von Schubert, Brahms, Mozart, Monteverdi und Vivaldi ebenso wie die Werke der Jesuiten Mission von Chiquitos (Bolivien ,18. Jhd.). Sie hat mehrfach unter der Leitung von N�stor Andrenacci, Javier Zentner, Claudio Morla, Ricardo Massun und Gabriel Garrido gesungen. In folgenden Opern ist B�rbara Kusa als Solistin aufgetreten: Monteverdi's "L'Orfeo", Teatro Col�n de Buenos Aires (2001), Rameau's"Castor et Pollux" (2001-2002), Filippo Coppola's (1678) "El robo de Proserpina" (Teatro Avenida) Buenos Aires (2001), Rameau 's "Les indes galantes" (Teatro Col�n, 2002); Lully's"Armide" (Festivales Musicales 2003); Monteverdi�s �Selva morale e spirituale� (Festival d�Ambronnay, Frankreich 2004). B�rbara Kusa hat mehrere Aufnahmen als Solistin und Ensemblemitglied eingespielt. Unter den Einspielungen f�r argentinische und franz�sische Label sind zu erw�hnen: "M�sica en las Reducciones de Chiquitos" und "Convidando est� la noche" (Grupo de Canto Coral (N�stor Andrenacci), "Veneno de los sentidos" und "Cortesanos del Tajo" - spanischer Barock (La compa��a del Tempranillo - Miguel de Olaso), "V�pres solennelles de-Heiliger Jean Baptiste"(Ensamble Elyma-Gabriel-Garrido), "Missa de Lima, Venid Deidades" ( Ensamble Louis Berger-Ricardo Massun). Mit "La rosa p�rpura del Plata" zeichnete B�rbara Kusa f�r "Voice of Lyrics" (Frankreich) auf: "El Amor", "Las penas y las sombras" (VOL BL 701) sowie weltliche Musik aus Peru und Mexico. Die Einspielung erhielt eine internationale Auszeichnung Gabriel Schebor Gabriel Schebor studierte in seiner Heimatstadt Buenos Aires (Argentinien) am Konservatorium "Juan Jos� Castro", wo er auch sein Diplom als Gitarrenlehrer erwarb. Seine Lehrer waren Graciela Pomponio, Dolores Costoyas und V�ctor Villadangos. Gabriel Schebor absolvierte erfolgreich Kurse bei Jorge Mart�nez Z�rate, Eduardo Isaac, Roberto Aussel, Eduardo Eg�ez, Carlos Ravina, Hopkinson Smith und Gabriel Garrido. Gabriel Schebor hat bereits zahlreiche Konzerte in Argentinien, Uruguay, Brasilien, Bolivien, Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich gegeben. Er trat auch als Gastk�nstler bei mehreren Festivals auf, von denen besonders zu erw�hnen sind: das "Festival International de Sarrebourg" (Frankreich), "Festival de Chiquitos" (Bolivien) und "Primavera barroca de Rio de Janeiro" (Brasilien). Gabriel Schebor hat bei vielen Gelegenheit f�r das "Ensemble Louis-Berger" (unter der Leitung von Ricardo Massun) und das "Ensemble Elyma" (unter der Leitung von Gabriel Garrido) den Basso continuo-Part �bernommen. Mit den gleichen K�nstlern trat er bei den ersten s�d-amerikanischen Auff�hrungen von Monteverdi's"L'Orfeo", Rameau 's "Les indes galantes" in Teatro Col�n de Buenos Aires und Filippo Coppola's "El robo de Proserpina" und de' Cavalieri 's "Rappresentazione di Anima et di Corpo" und in anderen argentinischen Theatern auf. Sein Solorepertoire umfasst franz�sische und italienische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts f�r Laute und Theorbe ebenso sowie mexikanische und spanische Werke aus der gleichen Periode f�r Barockgitarre. Gabriel Schebor hat mehrere Aufnahmen barocker Musik auf Originalinstrumenten f�r argentinische und franz�sische Label gemacht, meistens unter der Leitung von Gabriel Garrido und Ricardo Massun. Zu diesen Aufnahmen z�hlen: "Musique baroque � la Royale Publikum de Charcas"; "San Ignacio, l'op�ra perdu des Missions j�suites de l'Amazonie"; "V�pres solennelles de Saint Jean Baptiste"; "Misi�n San Francisco Javier"; "Missa de Lima, Venid Deidades" ein. All diese Aufnahmen f�r das franz�sische Label K617, Serie "Les Chemins du Baroque", sind der lateinamerikanischen barocken Musik gewidmet und haben zahlreiche positive Erw�hnung internationaler Kritiker erfahren. Mit "La rosa p�rpura del Plata" zeichnete Gabriel Schebor f�r "Voice of Lyrics" (Frankreich) auf: "El Amor", "Las penas y las sombras" (VOL BL 701) sowie weltliche Musik aus Peru und Mexico. Die Einspielung wurde ausgezeichnet von "2002 CAMU-TRIMARG-UNESCO", Mitglied bei Conseil International de la Musique-UNESCO. Gabriel Alejandro Schebor 1965 geboren in Buenos Aires, Argentinien Ausbildung und Studien: Gabriel Alejandro Schebor studierte bei Graciela Pomponio, Dolores Costoyas und V�ctor Villadangos im "Conservatorio Provincial Juan Jos� Castro" (Buenos Aires), wo er sein Diplom in klassischer Gitarre erwarb. Seinen Abschluss als Soziologe macht er an der Universit�t von Buenos Aires im Jahre 1993. W�hrend der ersten Jahre seiner musikalischen Karriere konzentrierte Gabriel Schebor sich haupts�chlich auf die Musik des 20. Jahrhunderts. Schon 1994 aber gewann er Interesse an fr�her Musik und spezialisierte sich auf Laute, Theorbe, Barockgitarre und Generalbass. Er kann sich zu Recht "erster Theorbist" im modernen Argentinien nennen. Die freundschaftlichen Beziehungen zu Eduardo Eg�ez, Dolores Costoyas, und Hopkinson Smith erlauben es ihm, die eigenen musikwissenschaftlichen Forschung fortzuentwickeln. Konzerte: Seit 1994 hat Gabriel Schebor Theorbe, Barockgitarre und Laute in f�hrenden Ensembles aus Argentinien, Uruguay und Frankreich gespielt. Zu erw�hnen sind u.a.: "Ensemble Louis-Berger" (lateinamerikanischer Barock), "Ensemble Elyma" (lateinamerikanischer Barock), "Quadro Barroco" (Barocke Blasinstrumente), "Ensamble Sine Nomine" (Musik des 17. Jahrhunderts mit S�ngern), "Viva fiamma" (fr�h-italienischer Barock), "De Profundis" (Chor von Uruguay), "Affetti Musicali" (Barocke Streicher), "Camerata Bariloche" (Kammerorchester), "Academia Bach de Buenos Aires" (Orchester und Chor), "Sociedad H�ndel" (Orchester und Chor). 2000 gr�ndete er "La Rosa P�rpura del Plata", ein dem lateinamerikanischen Barock gewidmetes Vocal-Ensemble mit Basso continuo-Begleitung. Diese Gruppe konzentriert sich auf "villancicos" und religi�se Musik (in spanischer Sprache) mit Ursprung haupts�chlich in Peru und Bolivien. 2003 gr�ndete Gabriel Schebor das Ensemble �Capilla Antonio Sepp�, das sich jesuitischer Barockmusik Lateinamerikas widmet. Unter seiner Leitung trat dies Ensemble mit der in Spanisch gesungenen Oper "San Ignacio" auf, die aus einer Jesuitenmission in Bolivien stammt. F�r 2004 ist eine Tournee durch die wichtigsten Standorte der Jesuiten in Argentinien geplant. Als Continuo-Spieler ist er in vielen Konzerten aufgetreten und hat C.D's in Argentinien, Brasilien, Uruguay, Bolivien, Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz aufgezeichnet. Von 1994 bis heute spielt er sowohl Solo- als auch Ensemblemusik. Als Solist spielt Gabriel Schebor meistens Werke f�r Theorbe, gibt aber auch Lauten- und Konzerte mit der Barockgitarre. Zu seinem Repertoire bei Werken der Kammermusik geh�ren auch die Soli in A. Vivaldi's "Juditha Triumphans", J.S. Bach's "St. John 's Passion" und G.F. H�ndel's "Ode for St. Cecilia's day" ein. Als ausgesprochen talentierter Continuo-Spieler war er bei den wichtigsten barocken Opernauff�hrungen pr�sent, die Argentinien bisher erleben durfte. Dies beginnt mit den ersten Auff�hrungen lateinamerikanischer Barockopern wie �Venid deidades� von Esteban Ponce de Leon, �San ignacio� (aus der Jesuiten-Missionen von Bolivien stammend) oder �San Francisco Xavier� (einmaliges Beispiel einer in der Indianersprache "Chiquitos" gesungenen Oper aus der Feder anonymer indianischer Komponisten). Zu den bemerkenswerten Opernauff�hrungen z�hlt auch der �L`Orfeo� von Claudio Monteverdi mit dem Ensemble Elyma, dirigiert von Gabriel Garrido (2001 im "Teatro Col�n de Buenos Aires"); eine Serie, die au�ergew�hnlichen Erfolg hatte. Daran anschlie�end nahm Gabriel Schebor mit der gleichen Gruppe an der s�damerikanischen Urauff�hrung von �El robo de Proserpina y la sentencia de Jupiter� teil, einer in Spanisch geschriebenen neapolitanischen Oper von Filippo Coppola (1678). Mit wiederum au�ergew�hnlichem Erfolg wurde im Jahre 2002 im Teatro Col�n de Buenos Aires �Les indes galantes� von Jean Phillippe Rameau durch das Ensemble Elyma unter Leitung von Gabriel Garrido aufgef�hrt. Um im Dezember 2004 in Uruguay die �Intermezzi de La Pellegrina" und verschiedene Projekte lateinamerikanischer Opern und "Zarzuela von Cusco" (Peru) im Jahre 2005 realisieren zu k�nnen, arbeitet Gabriel Schebor zusammen mit dem �Ensamble De Profundis�, (www.dprofundis.org). Solo-Programme von Gabriel Schebor: - Alessandro Piccinini (1566-1638) "Intavolatura di liuto et chitarrone". Ausgew�hlte St�cke dieses wichtigen Lautenvirtuosen und Theorben-Spielers. Chitarrone von Klaus Jacobsen (1997),10-ch�rige Laute von Ivo Magherini. - Zwei Gesichter der Chitarrone-Musik: J.H.Kapsperger (1571-1651) und Robert de Vis�e (165?-1725). Ausgew�hlte St�cke dieser hervorragenden Komponisten. Chitarrone von Klaus Jacobsen (1997). - XVII 's Century Lautenmusik in Italien und Frankreich des 17ten Jahrhunderts. Musik f�r Laute und Arciliuto von J.H. Kapsperger, A. Piccinini, S. Molinaro, R. Ballard, A. Francisque. 10-ch�rige Laute von Ivo Magherini (1998). - Musik des 17. Jahrhunderts aus Mexiko und Spanien, f�r die Barockgitarre. Werke von Santiago de Murcia, Francesc Guerau, Gaspar Sanz, Ruiz de Ribayaz und anonymen Komponisten. Barockgitarre von Juan Muzio (2000). Aufnahmen: - "Via Crucis". Programmatisches Werk von Amanda Guerre�o. Aufgezeichnet von "Limay" (1990) und pr�sentiert in Deutschland, der Schweiz und Frankreich in 1992 im Zusammenhang mit dem 500. Jahrestag der Entdeckung von Amerika. Herausgegeben von Misereor (Deutschland). - "Sergio Parotti - Gabriel-Adamo", Sonata Nr. 3 f�r Gitarre. Weltpremiere. Buenos Aires 1995. Label: I.R.C.O. N�202. - "Musique Baroque � la Royale Publikum de Charcas". Musik des 17. Jahrhunderts aus Bolivien und Peru. Weltpremiere. Ensamble Elyma, Ensamble Louis Berger, Capilla Cisplatina, Coro Juvenil de la Fundaci�n Pro Arte de C�rdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet In Concepci�n, Bolivien (1996). Label: K 617 ((Frankreich), K617064,). Diapason 5. - "San Ignacio, l'Op�ra perdu des Missions j�suites de l'Amazonie", Musik der Jesuiten-Missionen von Chiquitos und Moxos - Bolivien. Weltpremiere. Ensamble Elyma, Ensamble Louis Berger, Capilla Cisplatina, Coro Juvenild e la Fundaci�n Pro Arte de C�rdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet In Concepci�n (Bolivien) 1996. Label: K 617 ((Frankreich), K617065 Diapason 5,). - "Recitar Cantando", Musik von Claudio Monteverdi. Coro Polif�nico de Santa F�. Dirigent: Sergio Siminovich. Aufgezeichnet in Santa F� (1996). Label: Melopea (Argentinien). CDMPV 1141 - "Harmonia Caelestis". Sammlung geistlicher Musik des Prinzen P�l Esterh�zy (Ungarn 1653-1713). Vocalsolisten, Coral Hungaria de Buenos Aires, Barockorchester unter Leitung von Manfred Kr�mer. Dirigentin: Sylvia Leidemann. Aufgezeichnet in Buenos Aires, 1997. Label: CD Radio Cl�sica CDC0012. ,- "Por unos puertos". Spanische und italienische Renaissance, lateinamerikanischer Barock. Grupo Vocal Aim�, Vocalsolisten, Violen-, Fl�ten and Sackbutt-Konsort. Instrumentalsolisten auf zeitgen�ssischen Instrumenten. Dirigent: Diego Lacunza. In Buenos Aires (Argentinien) 1997 aufgezeichnet. Private Produktionsausgabe. - "Ode for St.Cecilia's Day". Werke von G.F. H�ndel (Ode for St.Cecilia 's Day) und D. Buxtehude (Das Neugebor'ne Kindelein). Coral del Siglo XXI, Alceste Chamberorchester, Instrumentalsolisten (Solo f�r Theorbo und Fl�te) und Vocalsolisten. Dirigent: Guillermo Dor�. Life aufgezeichnet in Buenos Aires, 1998. Private Produktionsausgabe. - "V�pres Solemnelles de Saint-Jean-Baptiste". Lateinamerikanische barocke Musik von Roque Ceruti (685 1760). Welt-Premiere. Ensemble Louis Berger, Ensemble Elyma, Coro de Ni�os Cantores de C�rdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet in Concepci�n, Bolivien, 1998. Label K617 (Frankreich), K617089. - "Missa de Lima-Venid Deidades". Musik des 18ten Jahrhunderts im italienischen Stil von Alto Per�. Werke von Roque Ceruti, Esteban Ponce de Le�n, Jos� de Orej�n y Aparicio. Weltpremiere. Ensamble Louis Berger. Dirigent: Ricardo Massun. Aufgezeichnet in Sarrebourg, Frankreich, 1999. Ver�ffentlicht im Januar 2000. Label: K617 (Frankreich), K617103. �Mission San Francisco Xavier�. Lateinamerikanische Barockoper und Messe. Musik von anonymen indianischen Komponisten aus Bolivien. Erstaufnahme einer Oper in Chiquitan (indianische Sprache). Ensemble Louis Berger, Ensemble Elyma, Coro de Ni�os Cantores de C�rdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet in San Javier, Bolivien, 2000. Label: K617 (Frankreich), K617111. - �Reliquia�. Lateinamerikanische Barockwerke von Tom�s Torrej�n y Velasco, Roque de Chavarr�a, Juan de Araujo und anderen. Grupo Vocal Contrapunto und Mitglieder des Ensamble Louis Berger. Dirigent: Piotr Nawrot durch. Aufgezeichnet in Santa Cruz, Bolivien, 2000. - �El amor, las penas y las sombras�. Musik und Poesie in Peru und Mexiko im XVII. Jahrhundert. Erste Rekonstruktion der Lieder des �Codice Zuola� sowie der Werke f�r Barockgitarre aus dem �Codice Saldivar 4� und dem �M.S. 1560� aus der Nationalbibliothek von Mexiko. "La Rosa P�rpura des Plata" unter der Leitung von B�rbara Kusa (Sopran) und Gabriel Schebor, Barockgitarre und Vihuela. Aufgezeichnet in Buenos Aires, 2001. Label: Voice of lyrics (Frankreich) VOL BL 701. |
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