Mein Leben scheint vorbei zu sein? Oh nein, ich fange doch erst gerade an. Ich bin noch so jung, und ich habe noch so viel vor mir. Und ich denke, ich muss das Beste daraus machen. Solange ich mich wirklich kenne, kann es mir egal sein, was andere von mir denken. Angst macht es nur, wenn man an der Wahrheit zweifelt und feststellen muss, dass anderer vielleicht doch nicht so unrecht haben. Und dagegen kann man sich niemals wehren.
Welch eine dem�tigende Erkenntnis. Und was ist aus mir geworden? Habe ich jetzt eine Entschuldigung f�r all meine schlechten Taten? Oder kann ich jetzt allen anderen Menschen, die mir so sehr wehgetan haben, verzeihen, da sie ja eigentlich nicht schuld sind, so wie ich es auch nie war? Nein, das werde ich niemals k�nnen, aber ich denke, um etwas �ndern zu k�nnen, muss man Schritte wagen. Schritte nach vorne, Schritte, die etwas bewegen. Ich werde erst einmal anfangen mich selber zu analysieren. Wie bin ich, und wie m�chte ich gerne sein. Und dahin wird von nun an hingearbeitet. Immer einen Schritt weiter. Ja nichts �berst�rzen, und irgendwann kommt es von alleine. Und dann bin ich am Ziel. Welches Ziel es auch sein mag, solange ich mich daran halten kann, ist nichts sinnlos. Und selbst wenn es kein Ziel gibt, so will ich das Sinnlose genie�en und mich daran erfreuen. Wer wei�, wie viele Leben uns danach noch bleiben...
Ich sehe aus dem Fenster, sehe einen blauen Himmel, ganz ohne Wolken. Ohne Grenzen, die einen aufhalten. Und ich f�hle mich frei. Ich blicke in den Spiegel, und sehe blaue Augen, ganz ohne Nebel, und ich wei�, ich bin immer so frei, wie ich es m�chte. Denn nur die innere Ruhe kann einem die wahre Freiheit erschaffen ! Mein Blick bleibt der Welt nur dann versperrt, wenn ich mich ihnen versperre und entziehe. Denn nicht alles was geschieht, geht von anderen aus, ich bin auch ein Mensch, ich kann auch Einfluss nehmen, und ich schw�re ihnen, irgendwann wird auch ihnen alles einmal leid tun !