Diesen Dialog habe ich gestern eigens erfahren m�ssen. Nein, ich habe nicht geschlafen und ich denke, ich habe es mir auch nicht eingebildet. Es war, als w�re es ein kleiner Einblick, in mein Inneres und ich musste sie unbedingt daran Teil haben lassen. Und nun schreibe ich ihnen meine Definitionen �ber das Ganze, denn langsam denke ich, ist es an der Zeit zu einem Entschluss zu kommen. Und sei es auch noch so schwer.
Ich denke, es war eine ungemeine Erfahrung, die mich sehr gepr�gt hat. Und man lernt sich doch am besten kennen, wenn man sich selber begegnet und sich selbst die Fragen stellt. Und das habe ich getan. Ich habe mir geantwortet und nun erkenne ich, dass alles zusammen geh�rt. Ich kann meine schlechten Seiten niemals verdr�ngen, ich kann sie vielleicht nur genug kontrollieren. Und ich muss aufpassen, dass sie nicht mich in der Hand haben und ich nach ihrem Willen handle.
Es ist doch mein eigener innerer Schweinehund, der mich immer wieder zu Boden rei�t und mich verzweifeln l�sst. Es sind doch nicht die Anderen. Und die kann ich schlie�lich auch nicht �ndern. Ich werde bei mir anfangen, mich nicht anders geben, sondern meine ganze Einstellung zu meiner Situation �ndern. Und vielleicht ist dann alles nur noch halb so wild.
Nat�rlich werde ich nicht alle Fragen beantworten k�nnen, ich werde niemals wissen, was mein eigener Lebenssinn ist und was uns nach diesem Leben noch alles erwarten wird, doch ich werde nicht zulassen, dass mir der Lebensmut so einfach genommen wird. Und daf�r werde ich k�mpfen, meine Farben zur�ck gewinnen und erneut die Welt mit meinen Kinderaugen betrachten. Und in meinem Krieg gegen mich selber bitte ich sie, unterst�tzen sie mich. Kommen sie mir in dieser Zeit nicht mit Fragen, auf die ich keine Antwort wei�. Und versuchen sie bitte nicht, all die schlechten Erinnerungen aus mir heraus zu holen und mich mit ihnen zu besch�ftigen. Ich bin kein schlechter Mensch, und alles, was schlecht in mir handelt, werde ich bek�mpfen. Ich glaube, wenn ich das geschafft habe, bin ich ein Engel. Denn niemand kann nur gut sein, es sei denn, man ist ein Engel.
Oje, jetzt schweife ich langsam ab, bin ich nicht ein Realist, der alles nur all zu genau nimmt? Bin ich normalerweise nicht so ein Tr�umer, der seine Gedanken treiben l�sst?
Ich versuche mich zu sammeln, lasse einmal alles um mich herum weg und betrachte nur mich. Nur mich allein, ohne meine Familie, ohne meine Fans und ohne meine Musik. Nur ich!
Und was sehe ich? Ich bin wirklich ein kleiner naiver Junge, vom Leben keine Ahnung und nur meine Regeln z�hlen. Ich kann mich selber nicht beherrschen, traue mir nicht �ber den Weg, bin unberechenbar, und gerade das macht mich so kreativ. Es ist ein Weg der unbestimmt ist, ein klangloser Ton, der immer weiter surrt und so sehr ich mich auch wehre, es scheint mich v�llig einzunehmen. Hei�t es, ich muss Angst vor mir haben? Bringt es mich dazu, Dinge zutun, die ich bereue? Aber dennoch hilft es mir auch, kreativ zu werden, meine K�nste auf Paper zu bringen und auch all das hier nieder zu schreiben.
Es scheint wirklich ohne Grund zu sein, doch ich kann es nicht �ndern. Und vielleicht ist das auch gut so, denn man kann schlie�lich der Welt nicht den Reiz des Unergr�ndlichen nehmen.
Also ist es wirklich nur eine Pr�fung, in der wir uns bewehren sollten? Nun ja, es scheint so, und vielleicht habe ich jetzt all Pr�fungen bestanden, kann mich den Rest meines Lebens auf die faule Haut legen und muss nicht weiter dar�ber nachdenken. Vielleicht habe ich jetzt gewonnen. Vielleicht werde ich aber auch niemals gewinnen und irgendwann einsehen m�ssen, dass es sinnlos ist, gegen sich selber anzutreten. Es wird niemals einen Sieger geben, kein Ich und kein Du. Und niemals werde ich sagen k�nnen, ich habe mir selber standgehalten. Aber das ist ja auch nicht n�tig, denn Andere m�ssen mit mir klarkommen, nicht ich. Ich bin nur ein Mitspieler, ich versuche mich doch nur anzupassen, ihnen zu geben, was sie wollen und sie vielleicht auch dankbar ansehen k�nnen.
Mehr will ich doch gar nicht.
Aber es gibt�s nichts, wof�r ich andere dankbar sein k�nnte. Alles habe ich nur mir zuzuschreiben und ich werde niemals zulassen, dass es kaputt gemacht wird.
Klanglos ja, aber niemals schweigend !
Denken sie bitte nicht, ich w�re jetzt v�llig verr�ckt, denn daf�r habe ich mich jetzt nicht die ganze Zeit abgem�ht um ihnen das klarzumachen. Ich habe ihnen die Chance gegeben, mich auf meinem Weg zu begleiten, und bitte h�ten sie sich, mich jetzt auszulachen.
Denn ich bin doch auch nur ein Mensch, und wenn sie mich nicht verstehen wollen, dann lassen sie es eben bleiben. Aber denken sie daran, irgendwann schlage ich zur�ck, denn der b�se Teil in mir stirbt nie.