Hilflos


Helft mir doch, oh bitte helft mir doch !
Was geschehen ist? Ich wei� es nicht, wenn ich es doch nur w�sste. Welch ein Verbrechen habe ich begangen, welch eine Schuld auf mich genommen und dennoch bin ich ach so unschuldig wie niemand sonst. Niemand w�rde mir etwas �bel nehmen, und wenn es Rufmord einer Person w�re. Nichts, rein gar nichts konnte so schlimm sein. Und doch st�rte sich niemand daran. Was habe ich nur getan? Wie konnte ich etwas derartiges tun und mich selber verraten, mich selbst der Wahrheit zu stellen, wo doch nichts schwerer ist, als die pure Wahrheit..
Oh bitte helfen sie mir doch, lassen sie es mich erkl�ren, geben sie mir die Chance, alles wieder gut zu machen, mein eigenes Gewissen zu beruhigen und selber wieder klar denken zu k�nnen....
Danke f�r die Chance !!!!
Welch ein unverholfenes Gl�cksgef�hl, wie nach einer Beichte, in der man von allem losgesprochen wird. Soll das so sein? Ist es rechtens, alles vergeben zu lassen und dann die Vergangenen S�nden zu vergessen und verdr�ngen? Ist es nicht wie eine Art Flucht vor einem selbst? Doch welche Schandtat kann so gro� sein, dass man sich selber verurteilt. Und wenn man es nicht selber tut, wer dann? Ist man sich nicht selbst der gr��te Richter? Und hat man mit sich selbst nicht genug Probleme, als dass man sich noch um andere K�mmern muss? Oh wie bin ich egoistisch... Oder bin ich nur menschlich? Spreche ich nicht viele Dinge aus, die andere denken? Doch warum gerade ich? Wo es doch f�r niemanden schwerer ist, die Wahrheit zu sagen, als f�r mich und wo doch niemand sich mehr vor dem f�rchtet, als ich es jemals getan habe. Welch ein hilfloser Kampf, welche eine Suche des Unbestimmten k�mpft in mir. Bin ich nicht auch ein kleiner Mensch, der nicht wei�, wonach er sucht? Wonach suche ich? Wen kann ich fragen. Es gibt doch so viele schlaue Menschen, viel schlauer als ich. Die waren doch schon auf dem Mond, und haben so viel erforscht. Und dennoch kann mir keiner eine Antwort geben? Suche ich denn nach so einer unerforschten Sache? Oder bin ich einfach wirklich nur so ein kleiner dummer Junge, der keine Ahnung vom Leben hat? Ich will doch auch nur verstanden werden, vor allem von mir selbst. Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder gar doch?
Nun stehe ich da, f�hle mich wieder wie ein kleiner Junge, der nach den Armen seiner Mutter schreit und auch das wird nicht erh�rt. Meine Tr�nen flie�en in langen Str�men zu einem Fluss zusammen, ich sehe mich um und finde mich nicht mehr wieder. Wo bin ich geblieben?
Ich sehe aus dem Fenster, und dort stehe ich. Ich stehe unten, unterhalte mich mit Fans, lache, lasse mich fotografieren, nehme sie in die Arme und lass sie skrupellos an meinen Armen rei�en. Und warum? Warum lass ich mich so feiern? Ich stehe immer noch am Fenster, beobachte das Geschehen unten auf dem Weg und bin immer noch ungl�ubig.
Wer ist blo� dieser junge Mann, der dort Autogramme verteilt? Er sieht so fr�hlich aus, gl�cklich uns stolz. Und doch gleich er meinem Spiegelbild. Ist es der Mann, der Konzerte gibt, eine gute Show abzieht und sich selbst bel�gen kann? Aber das bin doch nicht ich, oder? Ich stehe doch hier oben und verachte diesen Mann, verachte, was er tut und traue meinen Augen nicht. Aber gl�cklich scheint er wirklich. Viel gl�cklicher als ich. Das ist doch nur sein Job... so gut, dass selbst ich es glaube w�rde.
Hilflos? Ja, das bin ich. Stehe am Fenster und kann mir selbst nicht helfen. Kann mich niemals von den gaffenden M�dchen wegholen, kann mich ihnen nicht entrei�en und ihnen niemals aus dem Weg gehen. Sie sind �berall !



Patrick Kelly

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By Barby K. 1998






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