Ich hab die Story in der Saison 2004 geschrieben. Also falls ihr die irgendwann sp�ter mal lest wundert euch net falls was net mehr aktuell ist. Generell sind alles, was in dieser Story vorkommt, reine Hirngespinste eines kleinen, gelangweilten M�dels. Das hei�t das nix davon der Wahrheit entspricht. Und �brigens hab ich auch keine Ahnung wie das wirklich bei denen so abl�uft und so weiter... alles pure FIKTION!
"Entschuldigen sie uns, aber wir m�ssen jetzt gehen. Schlie�lich hat Ralf auch noch ein Rennen zu fahren!" ich schenkte den Reportern noch ein L�cheln und schob Ralf dann langsam vor mich durch die Menge. So ist das seit 2 Monaten wieder. Vor Training, Qualifikation und Rennen immer wieder das gleiche: Millionen Interviews, hier Fotografen, da Fernsehteams und so weiter. Aber ich mache das ja schlie�lich gerne, sonst h�tte ich auch irgendwo anders als Pressesprecherin oder so anfangen k�nnen. Aber ich habe mich bewu�t erneut f�r einen Fahrer der Formel 1 entschieden, ich habe den ganzen Rennzirkus vermisst. Genau wie vor ein paar Jahren, damals f�r Kimi R�ikk�nen, in seinen letzten beiden Saison bei BMW und seiner ersten Saison bei McLaren. Nur damals habe ich einen riesigen Fehler gemacht, der mir diesmal nicht passieren wird: Ich habe mich in Kimi verliebt. Die ersten 2 Jahre ging das auch gut. Aber nach einiger Zeit gab es ne Menge Trubel um ihn, uns, um generell alles. Ich habe das alles nicht mehr ausgehalten, au�erdem hatte ich mich in Finnland, wo wir zusammen in einer kleinen Wohnung wohnten, nie wirklich eingelebt. Ich konnte die Sprache nicht und somit war es auch schwer f�r mich, jemanden dort kennen zu lernen, wo wir ja auch noch jede 2. Woche nicht da waren. Ich hatte mich dann also entschieden, mich von ihm zu trennen, so sehr ich ihn auch liebte und er mich. Es tat uns beiden weh und ich brauchte Monate um dar�ber hinweg zu kommen. Nach der Trennung k�ndigte ich meinen Job bei McLaren, zog wieder nach Hause nach Deutschland und arbeitete bei einer lokalen Zeitung als freie Mitarbeiterin. Vor ca. 4 Monaten f�hlte ich mich wieder richtig gut und als ich im Internet eine Stellenanzeige in meinem Postfach fand, in der sie f�r einen F1- Fahrer jemanden suchten, der sich um ihn in Sachen Presse und -Termine k�mmerte, z�gerte ich nicht und sagte sofort zu. Wie man sieht bekam ich den Job und jetzt arbeite ich mit Ralf Schumacher zusammen.
"Wenn was ist, wei�t ja, einfach durch klingeln!" ich hielt symbolisch mein Handy hoch und verabschiedete Ralf dann, der nun in Richtung Box ging. Ich machte mich auf den Weg in Richtung BMW-Quartier, um von dort aus das Renngeschehen zu beobachten. "Hey." Begr��te ich irgend so nen Typen, der auch da rum sa�. Das ist bei fast jedem Rennen so, dass irgendwer im �bertragungswagen sitzt den ich nicht kenne. Mal bringt der wen mit, mal der... bei jedem Rennen halt wer anderes. Sehr gespr�chig der Kerl. Sieht eh nicht �lter als 17 aus. Bestimmt der Sohn von einem oder so. Mein Handy klingelte so das ich beschloss raus zugehen, um zu telefonieren. Die ganzen Fernseher sind doch recht laut und au�erdem ist es nen richtig sch�n sonniger Tag!
"Presseabteilung Ralf Schumacher, hallo?" begr��te ich den Anrufer. Es war wer von ner italienischen Sportzeitung, der mit mir einen Termin f�r ein Interview ausmachen wollte. Ich gab ihm einen und legte dann auf. Da ich nix zutun hatte, beschloss ich, mal nen bisschen im Gel�nde rum zu latschen und zu gucken ob nicht zuf�llig wer bekanntes von mir da war. Oder vielleicht nen Promi oder so. Die lassen sich hier beim Deutschland Grand Prix schlie�lich immer mal gerne sehen. Oder ich treffe mein Kusinchen, die Freundin von Nick Heidfeld. W�re nicht gerade unwahrscheinlich sie hier zu treffen.
W�hrend ich so durch die Gegend gurke, kommt eine Kamera samt Elton auf mich zu.
"Hi. Do you speak German?" fragt er mich mit einem richtig schlechtem Akzent.
"Japp, das tu ich."
"Nice, I don�t." Haha, wie witzig * ironisch vor Lachen wegwerf * . Er lacht � wie f�r ihn typisch � in die Kamera und wendet sich dann wieder an mich. "was bist denn du dass du hier in so offiziellen Klamotten von BMW rum l�ufst?"
"Pressesprecherin."
"Interessant... und f�r wen?"
"Herrn Schumacher."
"Kann der nicht selber f�r sich sprechen?"
"Klar kann er das. Aber irgendwer muss ja auch managen wann er wo sprechen darf."
Er stellte mir noch nen paar Fragen, die irgendwie komisch sein sollten, es aber gar nicht waren, bis ich mich dann von ihm schnellstm�glich abseilte, da das Rennen zu Ende zu sein schien und ich schnellstens sehen musste das ich zu Ralf komme, um ihn von den ganzen Reportern abzuhalten und das, was er sagte, auf Band fest zuhalten, damit man ihm nicht sp�ter vorhalten kann, dass er irgendwas gesagt hat, was er dann nie erz�hlt hatte. Ich quetschte mich durch die Menge in Richtung Box. Wie ich auf einer gro�en Leinwand erkennen konnte, war er nur 5. Geworden. Michael hat gewonnen, vor Juan Pablo und Kimi.
"Hi Ralf, ready to fight?" grinse ich ihm zu. Jedes Mal, wenn wir versuchten, zum Wagen zu kommen, war es wie ein Kampf gegen Monster, die von den Reportern dargestellt wurden.
"Muss ja. Abmarsch." Wir gehen zusammen mit nem Bodyguard aus der Box raus, wo sich gleich die ersten Reporter auf Ralf st�rzen und ihn mit Fragen bombardieren.
"Einer nach dem anderen!" weise ich die Monster zur�ck. Es dauerte sicherlich ne Stunde bis wir uns zum Wagen, mit dem Ralf zum Flughafen fuhr, durchgedr�ngt hatten. Ich musste noch an der Strecke bleiben, da ich noch die n�chsten Trainingstermine f�r Ralf abholen musste, die allerdings erst jetzt besprochen wurden. Ich machte mich auf den R�ckweg zur Strecke, der bestimmt nen Kilometer lang war, zumindest kam es mir in der Hitze so vor. Zwischendurch kam noch Juan Pablo an mir vorbei, dem ich mit nem "Congrats!" gratulierte. Er allerdings brummte nur und ging dann ohne einen Blick weiter.
Oh nee, nee, nee. Die beiden verbliebenen Fahrer kommen ja auch von der Pressekonferenz aus dem Pressezenter raus. Also auch Kimi. Nee, dem will ich nicht begegnen. Also SCHNELL umdrehen und zur�ck gehen. Ok, zu sp�t, ich lahme Wurst ey. So wie der gerade in meine Richtung guckt hat Kimi mich gesehen. Mann, er sieht immer noch so unversch�mt gut aus. Das kann gar nicht legal sein so gut aus zu sehen! 2 Monate hat das alles so gut geklappt, ohne das er mich einmal gesehen hat. Aber nein, nat�rlich musste er mich irgendwann sehen. War ja klar. Er guckt mich immer noch total perplex an, seinen Mund sperrangelweit offen. 5 Minuten sp�ter hat er sich dann gefasst, genau wie ich mich, und ich bin in der Lage dazu, mich zum umdrehen entscheiden, um schnell den Trainingsplan zu holen und dann abzuhauen.
"June? Hey June! Warte mal!" Nein, Kimi, ich werde nicht warten. Ich habe dich auch gar nicht geh�rt. "June, warte!" h�re ich nun direkt hinter mir. Wie aus Reflex drehe ich mich um und sehe in die finnischen Gesichtsz�ge des Typen, den ich so lange so vermisst hatte und dem ich am liebsten sofort um den Hals gefallen w�re um ihm zu sagen, wie sehr ich ihn noch liebe und vermisst habe.
"Was... was machst du hier?" stammelte er.
"Das Gleiche wie du. Arbeiten." Sagte ich k�hl mit einem leicht abweisenden Unterton, der mir selber wehtat. Ich wollte ihm meine Gef�hle nicht offenbaren. Er sollte denken, dass er mir nichts mehr bedeutete.
"F�r wen? Oh, ich sehe, BMW." Er guckte an mir herunter. "Hast dich kaum ver�ndert."
"Du dich auch nicht." erwiderte ich nun etwas eingesch�chtert. Nein June, du wirst jetzt nicht schwach. Auch wenn das schwer wird, du bleibst sch�n cool.
"Ich hab dich oft angerufen, aber du bist nicht drangegangen."
"Ich... hab... ne neue Nummer."
"Oh, Achso." Kimi sah sich leicht verlegen um. Mann, verhalte dich doch nicht so wie fr�her! Das tut so weh! "Naja, ich denke, man sieht sich. Tschau." Er wandte sich, wie mir schien gekr�nkt, von mir ab, bevor ich noch ein Tsch�s stammeln konnte. VERDAMMT! Warum musste ich nur so bl�d sein! Ich h�tte ihn nach nem Date fragen sollen... Nein, ich h�tte es nicht sollen. Ich will nicht alles mit ihm noch einmal durch machen. Einmal und nie wieder. Das war schlie�lich die schlimmste Zeit die ich je hatte. Dabei liebe ich ihn noch so und wir hatten eine so sch�ne Zeit zusammen, bis das alles passierte mit dem Trubel.
"June? Hier, der Plan! Wo warst du denn? Du solltest ihn doch schon vor ner Viertel Stunde abgeholt haben!" Es war Mark, der Marketingchef oder so was von BMW. Ich vergesse echt st�ndig f�r was wer verantwortlich ist. Aber das muss man sich erstmal alles merken k�nnen bei um die 100 Leute, dazu noch alle m�glichen Mechaniker und so.
"Sorry, ich hab noch nen alten Bekannten getroffen. Kommt nicht wieder vor, aber Dankesch�n. Ich werde dann auch mal nach Hause fahren. Cya."
"Tsch�s." Ich setzte mich in meinen �schnieken � Arbeitswagen, einem BMW nat�rlich (das ist echt praktisch f�r die zu Arbeiten, weil man f�r Gesch�ftsfahrten den BMW als Werbung fahren darf!) J , und machte mich auf den recht langen Heimweg, auf dem ich st�ndig irgendwo Kimis vor mir sah. Fing das schon wieder an!
"Hallo Mum. War was besonderes w�hrend ich weg war?" begr��te ich meine Mum als ich in die K�che kam.
"Ach, nur das dein Bruder gestern Vater geworden ist, aber ansonsten ist alles in Ordnung."
"Waaaaaaaaaaas? Aber... das sollte doch erst in nem Monat kommen!"
"Tja, war wohl wie der Vater von der schnellen Sorte." Mein Bruder Moritz war Kartfahrer und hatte nen paar Titel gewonnen, aber f�r die Formel 1 hatte es � wie ich finde zum Gl�ck � noch nicht gereicht. Das fehlte mir noch, dass der da auch noch rum turnte. Und ich hatte berechtigte Hoffnung dass das auch so bleiben w�rde. Mit 28 w�rde man ihn hoffentlich nicht mehr haben wollen * fies lach *
Ich setzte mich auf einen der Holzst�hle in unserer "Bauernk�che", wie ich sie nannte, da sie aussah wie eine K�che aus einem alten Bauernhaus, packte meine Tasche auf den Tisch und kramte erstmal alles heraus: Handy, Timer, Beeper...
"Hey Schwester, na, alles klar?" Es war Moritz, der gerade seinen mit blonden Haaren best�ckten Kopf durch die Haust�r steckte. Wir wohnten in einem gro�en Haus, bei dem mein Bruder zusammen mit seiner Verlobten im oberen, kleineren Teil wohnte und ich zusammen mit meinen Eltern im gr��eren, unterem Gescho�. Jaja, ich wei�, es ist peinlich mit 23 noch bei den Eltern zu wohnen. Aber nach dem mit Kimi wollte ich nicht alleine wohnen und konnte es auch nicht. Und ich habe ja auch so ziemlich mein eigenes Reich, da ich auch im 2. Stock wohne, der allerdings zur unteren Wohnung geh�rt. Es f�hrt eine Treppe zu meinem Zimmer hoch.
"Muss ja Bruderherz. Aber erstmal herzlichen Gl�ckwunsch, kleiner!" Ich stand auf und dr�ckte ihn erstmal.
"Danke, Tante. Ach, bevor ich es vergesse, vorgestern hat nen Timmy hier angerufen." Timmy? Wer bitte ist Timmy?
"Kimi!" schoss es aus meinem Mund wie eine Rakete.
"Dann halt Kimi ist doch auch egal. Wei�t ja, ich und mein Englisch." Ich starrte meine Mum an, die auch sofort ihre Augen auf mich gerichtet hatte. Moritz hatte keine Ahnung wer Kimi war. Er war f�r 2 Jahre in Japan gewesen um in irgend so einer Formel zu fahren. Er hatte also nix von ihm mitbekommen.
"Was... was hat er gesagt?" stammelte ich vor mich hin.
"Nix, nur was von wegen ob du da w�rst und als ich dann meinte nein hat er mir seine Nummer gegeben, und du solltest ihn doch bitte anrufen. Aber frag mich nicht, ob ich die richtig aufgeschrieben hab. K�nnte gut sein das ich nen paar Ziffern vertauscht habe." Er ging zum Telefon und zog einen kleinen Zettel vom Block ab, reichte ihn mir r�ber und verabschiedete sich dann wieder in Richtung Krankenhaus, wo er seine Verlobte samt Sohn besuchen wollte.
"Hast ihn wohl doch noch nicht vergessen, was?" meinte meine Mum f�rsorglich, nachdem sie sich zu mich an den Tisch gesetzt hatte.
"Ich... schon ... aber... ich... wir haben heute miteinander geredet. Es tat so weh!" Ich vergrub mein Gesicht in meine H�nde und versuchte, die Tr�nen zu unterdr�cken. Als ich mich einigerma�en gefasst hatte, ging ich in mein Zimmer und schmiss mich aufs Bett.
H�tte ich damals anders handeln sollen? Vielleicht h�tte ich einfach erstmal ausziehen sollen und sehen wie es dann l�uft. Aber nun war es zu sp�t. Ich k�nnte ihn anrufen und mich entschuldigen. Nein, no way. Oder doch? Ich schnappte mir mein Handy, schmiss es aber sofort wieder hin. Dann nahm ich es wieder und w�hlte die Nummer, die mein Bruder auf den Zettel gekrakelt hatte.
"Kimis Phone?" sprach eine liebliche weibliche Stimme, die ich als die von Hanna, dem Girl, mit dem er vor mir zusammen war, erkannte. "Hello?" ich legte auf. Sie waren wohl wieder zusammen. Warum schmerzte es nur so, dass zu erfahren? Er ist gl�cklich, was kann ich mehr wollen? Vermutlich, dass er mit MIR gl�cklich ist.
+++
Als das n�chste Rennwochenende da war, ging es mir immer noch nicht besser. Ich machte mir Vorw�rfe ohne Ende und konnte Nicht aufh�ren, an ihn zu denken.
"June? Alles klar? Ich dachte du wolltest die Termine der n�chsten Woche mit mir durchsprechen!" Oh, ja, hatte ich ja ganz vergessen.
"Sorry, Ralf! Also, Montag erstmal nen Interview f�r diese Bravo Sport, danach direkt nen Interview f�r die Sport Bild, am Dienstag die Pressekonferenz und dann..." ich erz�hlte ihm noch vom Rest der Woche, dann gingen wir in Richtung Boxengasse, da das Training bald anfangen w�rde. Wir schlenderten gem�tlich durch die Menschenmassen, die sich dort tummelten, als jemand meine Hand ergriff. Bitte lass es nicht den sein den ich glaube!
"Hast du mal ne Minute, June?" es war Kimi. Wer auch sonst.
"Nein, ich muss weiter." wies ich ihn schroff ab ohne mich zu ihm umzudrehen.
"Bitte, es ist wichtig! Dann komm wenigstens nachher in mein Hotel, Ok? 4 Seasons, Zimmer 412." Ich atmete noch einmal tief durch und ging dann ohne noch etwas zu sagen weiter. Was sollte der Schei�? Verarschen kann ich mich alleine, da brauche ich ihn nicht auch noch zu.
Die Neugierde, was er denn von mir wollte, trieb mich dann allerdings doch ins 4 Seasons. Ich stand vor der braunen Holzt�r, auf der in Goldenen Zahlen 412 stand, und klopfte zweimal. Es dauerte eine Weile, bis er aufmachte. Er sah so unversch�mt gut aus in dem wei� - blau kariertem Hemd und der Jeans!
"Hi, sch�n das du gekommen bist. Komm rein." Ich nickte und ging dann durch die T�r, hinein in ein wei� gehaltenes Wohnzimmer. "Setz dich." Ich setzte mich auf die Couch und schaute mich nerv�s um.
"Also, was ist?" fragte ich ihn in einem fiesen Ton, was ich eigentlich gar nicht wollte. Aber andererseits wollte ich ihm nicht zeigen, das ich ihn noch liebte.
"Kannst du dir das nicht denken?" Du bist lustig Kimi, wie denn?
"Nein kann ich nicht, au�er du willst mir jetzt sagen das du wieder mit Hanna zusammen bist. Aber spar dir die M�he, das wei� ich schon." Ich stand wieder auf und ging wieder in Richtung T�r. Ich war so doof hierher zu kommen! Was hatte ich blo� erwartet das ich mich auf den Weg zum 4 Seasons gemacht habe?
Kurz vor der T�r fing Kimi mich ab, indem er meinen Arm griff, und das gar nicht mal so unsanft. Ich starrte stur und doch eingesch�chtert auf den Boden. "He? Was? Wieso Hanna? Achso... Dann warst du das, die mich angerufen hat!" Nee, echt? Auch schon drauf gekommen?!? " Hanna und ich sind Freunde. Wir lieben uns nicht mehr, schon Ewigkeiten, aber das habe ich dir schon oft genug beteuert, oder nicht?" Oh ja, das hast du. Damals, als alles noch so sch�n war. Kimi schob mein Kinn nach oben, so dass ich ihm in seine Augen gucken musste, die Augen, in die ich wie fr�her versinken konnte, die Augen, die schon immer Geborgenheit ausstrahlten. "Es gibt nur eine Frau, die ich liebe, und die ich immer lieben werde... ich liebe dich, June! Nur dich, und niemand anderes!" In mir schien ein Feuerwerk zu explodieren.
"Ich liebe dich doch auch, Kimi..." Langsam kam sein Gesicht meinem n�her, ich schloss die Augen, �ffnete sie jedoch sofort wieder und wich seinen Lippen aus. "Es geht nicht... es wird nur so enden, wie es damals geendet ist! Sorry, Kim." Mir kamen die Tr�nen, die mich zum Raus laufen brachten. Wie k�nnen Gl�ck und Ungl�ck nur so nah beieinander liegen?
Am n�chsten Morgen �berlegte ich, ob ich mich nicht krank melden sollte. Ich wollte nicht zur Strecke und ihm dann wahrscheinlich noch �ber den Weg laufen. Leider waren wir in Japan, und da h�tte ich einige Probleme gehabt, nen Arzt zu finden, der Englisch spricht oder mich krank schreibt. Also qu�lte ich mich doch zum aufstehen und zur Strecke, wo ich Ralf durch etliche Interviews brachte, die allesamt in einem der BMW � Trucks stattfanden. Zur Qualifikation gingen wir dann zusammen, wurden zwischendurch allerdings noch von einem Reporter aufgehalten. Wie immer hielt ich das Diktierger�t hin, blickte mich w�hrend den Fragen jedoch um. David Coulthard stieg gerade aus einem der Mercedes- Trucks. Nachdem Nick vorbei lief und mich kurz gr��te, stieg auch Kimi aus dem Mercedes- Trucks, aus dem vorher David gekommen war. Kurz machte sich ein L�cheln auf meinem Gesicht breit, es verstarb allerdings gleich, als sich unsere Augen kurz trafen und ich den Schmerz in seinem Gesicht sah.
"June, du kannst dein Ger�t wieder runter nehmen, sie sind weg." h�rte ich eine Stimme in weiter Ferne sprechen � Ralf.
"Was? Oh ja. Sorry." Wir gingen wieder in Richtung zur Strecke.
"Nun sag schon, was ist los? Du bist in den letzten Wochen so komisch."
"Es ist nix, alles bestens."
"Ach komm, erz�hl schon. Ich sehe es doch!" Ich erblickte Kimi an einem der vielen Getr�nkeautomaten stehen.
"Geh schon mal vor, ich... ehm... hol mir noch schnell was zu trinken." Ich wartete nicht auf eine Antwort, sondern ging im Laufschritt zu dem Automaten.
"Kimi?" er drehte sich zu mir um. Er hatte wie eigentlich immer seine Sonnenbrille auf.
"Was ist? Ich denke es gibt nix mehr zu besprechen, oder?"
"Doch, das gibt es! Es war dumm wie ich gestern reagiert habe! Lass uns bitte heute abend noch mal �ber alles reden, ja?" Er guckte sich einmal in der Gegend um und fuhr sich durch die Haare.
"Ok, um 19 Uhr in meinem Hotelzimmer, ich muss jetzt los." Sagte er k�hl und ging weiter.
Am Abend war ich dann zu ihm gegangen, und wir entschlossen uns, alles bei einem Essen im Hotel eigenen Restaurant zu besprechen.
"Es tut mir so wahnsinnig leid, wie ich gestern reagiert habe. Ich bin und bleibe ein Volltrottel."
"Es ging auch alles irgendwie sehr schnell. Ich kann dich ja irgendwie verstehen. Und wenn du mich nicht mehr willst, kann ich das auch verstehen. So viel wie damals schief gegangen ist, w�re es kein Wunder, wenn du das alles nicht noch mal geschehen lassen willst, wobei es noch nicht mal sicher ist das es noch einmal schief geht."
"Wer sagt denn, dass ich dich nicht mehr will? Ich will dich mehr denn je." Ich beugte mich �ber den Tisch, genauso wie er. Ich schloss langsam meine Augen, dann sp�rte ich seine Lippen auf meinen. Wie gestern schien ein Feuerwerk in mir zu explodieren. Und er k�sst so gut! Es dauerte eine Zeit, bis wir uns voneinander l�sen konnten.
"Kann ich heute Nacht bei dir bleiben?" Ich wollte heute Nacht einfach nicht von ihm wegbleiben.
"Klar."
+++
Am n�chsten Morgen wachte ich von dem lauten Knallen einer T�r auf. Langsam �ffnete ich die Augen und wurde von der Sonne geblendet, sodass ich nichts sehen konnte. Als sich meine Augen einigerma�en an die Helligkeit gew�hnt hatten, sah ich Kimi vor mir, der sich gerade die Haare mit einem Handtuch trocken rubbelte.
"Morgen." Sagte ich leise.
"Oh, Morgen. Sorry wenn ich dich aufgeweckt habe."
"Schon Ok. Wie sp�t ist es denn?"
"Halb 12." Er kam langsam auf mich zu und setzte sich auf die Bettkante.
"Waaaaaaaaaaaaas? Ich muss schon l�ngst..." Weiter kam ich nicht, da Kimi mir einen Kuss auf die Lippen dr�ckte.
"War doch nur nen Scherz. Es ist kurz nach 9. Hast also noch genug Zeit, dich fertig zu machen."
"Und um dich noch mal ins Bett zu kriegen!" Ich zog ihn �ber mich r�ber sodass er voll Karacho �ber mich dr�ber flog.
Zwei Stunden sp�ter waren wir dann an der Strecke. Kimi war gefahren, ich hatte meinen Arbeitswagen vor meinem Hotel stehen, da mein Chef total sauer wurde wenn man ihn au�erhalb der Arbeit benutzte. Wir fuhren auf den Parkplatz f�r die Leute, die an der Strecke arbeiteten und stiegen aus dem Cabrio aus. Die Sonne schien noch immer, es war herrlich warm.
"Hast du heute abend eigentlich schon was vor?" fragte Kimi, w�hrend ich seine Hand schnappte und unsere H�nde ineinanderlegte.
"Ehm, lass mich �berlegen... ja, ich hab nach dem Rennen bis um halb acht oder so nen Meeting mit Ralf und noch so nen paar Typen. Aber danach h�tte ich Zeit." Ich blieb stehen um ihn zu k�ssen. Es tat so gut, wieder mit ihm vereint zu sein.
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"Was ist denn mit dir passiert? Du bist ja die ganze Zeit nur am Strahlen." Bemerkte Ralf, als wir uns gemeinsam mit seiner Frau Cora auf den Weg zur Strecke machten.
"Nichts, was sollte sein? Die Sonne strahlt und es ist ein wundersch�ner Tag. Was will man mehr." Ich lachte ihn an, worauf er mir nur schief anguckte als wenn er sagen wollte "Und das soll ich dir jetzt glauben, oder wie?"
"Da vorne kommt wer mit ner Kamera auf dich zu... nur so als Anmerkung." Ich nickte nach rechts, wo ein Kerl mit nem Mikro und noch einer mit ner Kamera auf uns zu geeilt kamen.
"Do you have a minute for us?" Ich streckte mein Diktierger�t neben das Mikro und schaute mich mal wieder um. Das war um einiges interessanter als das, was die da laberten. Ich sah Michael vorbei kommen. Er hatte es recht eilig was mich vermuten lie�, das wir sp�t dran waren. Ich schaute auf meine Uhr und sah das ich Recht hatte.
"Ralf, we�re late." Ralf verabschiedete sich von dem Reporter und ging dann im Eilschritt weiter in Richtung Strecke.
Zusammen mit Cora guckte ich das Rennen aus der Box. Es war mal ausnahmsweise wieder recht spannend. Michael war durch einige Probleme gerade mal auf Platz 5, Ralf war hinter Kimi auf Platz 2. Es war die letzte Runde und Ralf war direkt hinter Kimi.
"Komm schon Kimi!" sagte ich leise vor mich hin.
"Wie, jetzt h�ltst du schon der Konkurrenz die Daumen?" ich hatte ganz vergessen das ich ja bei BMW arbeitete ... Ooops!
"Was? Achso, ehm, nur Kimi..."
"Ihr seid wieder zusammen, he?"
"STRIKE!!!" Kimi war gerade als erstes �ber die Ziellinie gefahren. Ich st�rmte zur Trib�ne, wo die Siegerehrung stattfinden w�rde, damit ich sch�n weit vorne stehen w�rde und Ralf und Kimi bejubeln konnte.
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Einige Wochen sp�ter war ich mal wieder bei meinen Eltern zu Hause. Der F1- Zirkus machte gerade ein wenig Pause, so dass ich Urlaub hatte. Kimi w�rde heute kommen, bis jetzt hatte er noch Tests gehabt.
"Bin ja echt mal auf deinen Kerl gespannt..." meinte Moritz der sich samt meinen kleinen Neffen in meinem Zimmer breit gemacht hatte.
"Nenn ihn nicht "meinen Kerl". Das ist voll abwertend." Dann piepte mein Handy. Eine SMS von Kimi. <<Kann leider nicht zu dir kommen. Sorry. Kimi>> "Toll." Sagte ich vor mich hin.
"Was denn?"
"Er kommt nicht. Noch nicht einmal nen Grund genannt. Nur ne bl�de SMS." Moritz lie� mich dann allein, da der kleine angefangen hatte zu schreien und er wohl auch gesehen hatte, das mir Tr�nen ins Gesicht gestiegen waren.
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Der N�chste Halt der F1 war in den USA. Es waren knapp 2 Wochen vergangen, seit Kimi mir abgesagt hatte. Seitdem hatte ich nicht mehr mit ihm geredet geschweige denn sonst etwas von ihm geh�rt. Gemeinsam mit Ralf ging ich �ber das Renngel�nde. Er hatte in einen der BMW- Wagen ein Interview mit der Amerikanischen Presse. Als dieses vorbei war, machten wir uns auf den Weg zur Strecke, da das erste Training bald anfangen w�rde. Kimi lief an uns vorbei, worauf ich zu ihm hinging.
"Kannst dich auch nicht melden, oder wie?" schnauzte ich ihn an.
"Sorry ich hatte echt zu tun." Entschuldigte er sich in einem Ton, der vermuten lie� dass es ihm net gerade wirklich sehr leid tat. Eine gro�e Blondine kam an mir vorbei, redete mit Kimi auf Finnisch und zog ihn dann von mir weg, nachdem sie mir noch einen verachtenden Blick "w�rdigte" .
"Sie passt kein bisschen zu ihm." H�rte ich eine bekannte Stimme hinter mir.
"Mia! Sch�n dich mal wieder zu sehen!" Wir hatten damals gemeinsam bei McLaren gearbeitet. Sie war f�r David zust�ndig gewesen. Da sie gerade erst aus dem Babyurlaub kam, hatte ich sie vorher noch nicht wieder bei einem Rennen gesehen.
"Wer... wer ist sie?" fragte ich traurig.
"Jenni Dahlmann, Kimis Verlobte." sie hatte ihre Stimme gesenkt. Jemand schien ein Messer in mein Herz zu stechen.
"Ver... Verlobte?" Ich hatte immer so gehofft das Kimi mir einen Antrag machen w�rde, vergebens. "Wie... wie lange sind sie denn schon zusammen?"
"Nen halbes Jahr oder so, vielleicht auch nen � ."
"Was? Ich... ich war �ber 2 Jahre mit ihm zusammen und jetzt..." Ich wollte gerade weiter schreien, als ich Kimis Stimme von hinten h�rte.
"Jetzt bin ich mit Jenni verlobt, ja! Aber das geht dich nichts mehr an." Mir fiel die Kinnlade runter. Kimi wollte weitergehen, als ich ihn am Handgelenk festhielt.
"Wieso geht mich das nichts an? Und das, was beim Deutschland Grand Prix war?"
"Das... das war ein Versehen." Sagte er nun ein wenig eingesch�chtert und Entrees sich meinem Griff. Ich sah nur noch schwarz vor mir und war happy, das Mia mich auffing. Sie brachte mich dann zu einer Bank und holte mir ne Flasche Wasser. Ich war in Tr�nen ausgebrochen.
"Ich verstehe das alles nicht! Ich meine, wir waren so lange zusammen und die... die..." Nun versagte meine Stimme. Mia tr�stete mich so gut wie m�glich sodass ich mich recht schnell wieder fasste und zu Ralf in die Box gehen konnte. Auf dem Weg dahin sah ich diese Jenni noch einmal. Ich w�re ihr am liebsten an den Hals gesprungen. Als ich den Ring an ihrer Hand sah, wurde ich noch trauriger. Ralf bemerkte das nat�rlich und fragte was denn los sei.
"Nix. Nix au�er das der Kerl mit dem ich �ber 2 Jahre zusammen war sich nach nen paar Monaten mit ner anderen verlobt hat!" Mir kamen wieder Tr�nen. Es tat einfach zu weh. Ralf nahm mich in den Arm und tr�stete mich, bis wir an der Box angekommen waren und Ralf sofort in den Wagen f�rs Training steigen musste. In dieser Zeit lief ich ein wenig auf dem Gel�nde herum, in der Hoffnung ein wenig �ber Kimi nachdenken zu k�nnen und evtl. zu dem Schluss zu kommen das ich ihn ja gar nicht mehr liebte. Doch leider war das nix. Umso mehr ich dar�ber nachdachte, desto mehr tat es weh. W�hrend ich so �ber das Gel�nde schlenderte, wurde ich pl�tzlich von einer Hand in einen der Mercedes- Lkws gezogen. Erst als ich drin war realisierte ich, dass es Kimi war der mich gezogen hatte, dessen Lippen ich nun auf meinen sp�rte und dessen Zunge sich langsam einen Weg zu meiner bahnte. Es dauerte ein wenig l�nger, bis ich geschaltet hatte, doch als ich es getan hatte, stie� ich ihn weg.
"Spinnst du?" Er fuhr sich mit der Hand �ber den Kopf und schaute sich leicht verlegen um.
"Mann ich wei� es doch auch nicht." Er hatte sich von mir weg gedreht und schaute gedankenverloren auf die Monitore.
"Ich aber. Du bist nicht mehr ganz dicht in ner Birne!" Ich drehte mich in Richtung T�r und wollte gehen, als Kimi mich zur�ckrief. "Warte!"
"Worauf? Das du mich wieder dumm anmachst oder hast du mir noch was erz�hlen was ich noch nicht aus deiner Beziehung zu Miss Beauty wei�? Vielleicht ist sie ja schwanger?!"
"June, es ist nicht so wie du..."
"Wie ich denke... klar. Wie sonst?" ich keifte ihn in einer Lautst�rke an, von der ich glaubte sie noch nie bei mir erlebt zu haben.
"Lass es mich erkl�ren. Aber nicht hier. Und nicht jetzt." Ich verzog keine Miene. "Ich hol dich heute abend ab, Ok? Ich muss erst Jenni los werden." Ohne noch ein Wort zu sagen ging ich hinaus.
Ich verstand die Welt nicht mehr. Erst sagt er mir selber, das er verlobt ist & dass das was in Deutschland geschehen war ein Fehler war und dann k�sst er mich doch wieder. Ich versteh es nicht. Der Rest des Tages verging f�r mich ganz nebenbei, ich konnte mich auf nichts konzentrieren.
Abends sa� ich in meinem Trainingsanzug mit Chipst�te auf der Couch. Ich rechnete kein bisschen damit, das Kimi wirklich auftauchen w�rde. Und Lust hatte ich auch nicht, auch wenn ich gerne wissen w�rde was das alles sollte, und wenn es nur dazu diente, in meinem Kopf ein Wenig Ordnung hinein zu bekommen.
Gegen 21 Uhr stand er dann doch vor meiner T�r.
"Hey."
"Komm rein."
"Dachte eigentlich wir k�nnten wo hin fahren."
"Kein Bock. Also entweder du kommst rein oder ich mach die T�r wieder zu." gezwungenerma�en schl�ngelte er sich dann an mir vorbei.
"also?" fragte ich fordernd als wir uns gegen�ber auf den Couches sa�en.
"Mann, June, ich liebe dich wirklich noch! Aber ich liebe eben auch Jenni."
"Sch�n. Soll ich mir jetzt nen Eis davon kaufen gehen oder was?" Ich widmete mich wieder meiner Chipst�te.
"Du wei�t das meine Eltern nie wirklich f�r unsere Beziehung waren."
"Das hat dich damals auch nie interessiert." ich sprach mit einem teilnahmslosen Unterton.
"June..." er machte eine kurze Pause. "Ich bin echt hin und her gerissen. Heute nachmittag ist mir zwar klar geworden, dass ich dich noch immer sehr liebe und dass ich mit niemand anders als mit dir zusammen sein will, aber du musst mich verstehen! Wir sind verlobt. Das kann man nicht einfach so aufl�sen. Dann ist da noch die Presse, meine Eltern und... Mann ich wei� doch auch nicht... ich wei� nur das ich dich liebe. Und das ich mit dir zusammen sein will. Bitte verzeih mir. Und gib mir Zeit, Jenni alles zu erkl�ren und unsere Beziehung zu beenden." Er wischte sich eine Tr�ne unterm Auge weg. Wie aus Reflex ging ich um den Tisch herum zu ihm, setzte mich neben ihn und dr�ckte meine Lippen auf seine.
"Wei�t du eigentlich, das du der schlimmste Chaot bist den ich kenne?" wir grinsten uns an und k�ssten uns intensivst. "ich gebe dir einen Monat, um mit ihr Schluss zu machen."
Bis um kurz nach 23 Uhr lagen wir einfach nur Arm in Arm auf dem Sofa, dann musste er zur�ck zu seinem Hotel. Es war schwer, zu wissen dass er diese Nacht bei Jenni verbringen w�rde und nicht zu wissen, was dort abging. Aber etwas in mir sagte, dass er wirklich innerhalb dieses Monats mit ihr Schluss machen w�rde und wir dann wirklich zusammen w�ren und das uns dann niemand mehr trennen k�nnte.
Am n�chsten Morgen war Quali angesagt. Ich kam im gleichen Moment wie Kimi und Jenni an. Sie hatte schon etwas umwerfendes an sich, war gro� und schlank, im Gegensatz zu mir: Ich war mit 1,63 m eher klein und hatte ein wenig "Babyspeck" um die H�ften. Ich beobachtete die beiden. Als sie ausgestiegen waren, griff Jenni Kimis Hand und gab ihm einen kurzen Kuss auf den Mund. Ich hielt auf dem Weg zur Strecke gewissen Sicherheitsabstand zu den beiden.
Ich machte mich auf die Suche nach Ralf und ging in die BMW Box, wo man mir sagte, dass er gerade bei einer Besprechung mit Juan Pablo und einigen anderen Verantwortlichen war und dass ich ihn dort in circa einer halben Stunde treffen sollte. Also machte ich mich schon mal auf den Weg zum Truck, indem eben dies Gespr�ch stattfinden sollte und passierte die ganzen anderen Boxen.
"Hey June!" h�rte ich aus einer der Boxen. David.
"Hey altes Haus. Na, alles klar?" er kam auf mich zu und umarmte mich. Dann schlang er seinen Arm um mich und zog mich liebevoll in die Box. "Na , wenn das der Chef sieht. Konkurrenz in der Box."
"Ach, ist denke schon Ok. Geh�rst doch irgendwie noch zur Familie." Ich grinste ihn an und lie� meinen Blick dann r�ber zu seinem Wagen gleiten. Welch Lust ich hatte einfach einzusteigen und mit Vollgas �ber die Strecke zu sausen! Mein Blick wanderte weiter in den n�chsten Teil der Box, wo Kimi mit Jenni stand, die recht desinteressiert schien. Nun sah sie mir direkt in die Augen mit einem geh�ssigen und auch triumphierendem Blick. Nein Jenni, du wirst nicht �ber mich und Kimi triumphieren! Ich schaute auf meine Uhr und erschrak, da es bereits 25 Minuten her war, dass ich mit den Leuten in der BMW � Box gesprochen hatte. Ich lief hektisch zum Treffpunkt und kam just in dem Moment an, als Ralf raus kam.
"Na, alles wieder Ok?"
"Geht schon." grinste ich fr�hlich. Zusammen machten wir uns auf den Weg zu einigen Interviews und anschlie�end in Richtung Box. Diesmal zog Kimi mich in die McLaren - Mercedes Box.
"Hei." Hauchte er und k�sste mich. Entschuldigte sich aber sofort nachdem wir uns wieder voneinander gel�st hatten. "Sorry, ich hatte einfach Sehnsucht nach dir."
"Sehen wir uns heute noch?" fragte ich ihn.
"Ich komme heute abend bei dir vorbei, Ok?" ich nickte und machte mich dann wieder auf den Weg zur Box, wo man mir sagte, das Ralf bereits f�r eine Testrunde auf der Strecke war. Ich lief an den Stand, wo per Funk Kontakt mit den Fahrern gehalten wurde und auch einige Monitore waren (mit f�llt der Name daf�r grad nicht ein *G* )
"Kann�s sein dass ihr die Achsen nicht richtig aufeinander abgestimmt habt? Der scheint recht schlechten Grip zu haben. " Die Leute, die mit ihren Kopfh�rern da sa�en(hatte ich schon erw�hnt, wie schlecht ich im Namen merken bin ? *g*), drehten synchron ihre K�pfe zu mir r�ber. "was?" rief ich auf.
"Ralf, ich glaube, wir haben das Problem gefunden. Komm in die Box, dann k�nnen wir es �ndern." H�rte ich den Kerl neben mir sagen. "Wie bist du darauf gekommen?"
"Sieht doch nen Blinder mit nem Kr�ckstock." Ich sch�ttelte meinen Kopf und ging dann zu den Mercedes Trucks, da ich ja eh nix zu tun hatte und so mal wieder mit Mia quatschen konnte. Ich fand sie dann auch im � - Wagen , allerdings war auch Jenni dort. Ich ignorierte sie und gesellte mich zu ihr.
"Na?" ich l�chelte ihr �bertrieben happy zu.
"Na, was bist du denn so happy?" sprachen wir in Deutsch, so dass Jenni uns nicht verstehen konnte.
" Hab gestern noch mit Kimi geredet und er hat mir alles erkl�rt und so." Bei dem Namen Kimi drehte Jenni sich zu uns um.
"Und?" Ich erz�hlte ihr das , was abgelaufen war. "Meinst du, er wird das auch machen?"
"Ja, da bin ich mir sicher. Wir sollten mal los." Ich nickte zu den Monitoren, wo gerade das ende des Qualifying verk�ndet wurde. Jenni dackelte uns hinterher.
Kimi kam bereits um halb acht zu mir.
"Hab was zu Essen mitgebracht. Hoffe du hast noch nicht gegessen?" er hielt eine wei�e T�te mit Essen hoch.
"Nee, hatte noch keine Zeit." Er kam rein und k�sste mich erstmal. Ich wollte gar nicht mehr von ihm ablassen, doch dann meldete sich mein Magen. Wir setzten uns an den Tisch, wobei ich auf seinem Scho� sa�. Ich wollte einfach seine N�he sp�ren. Wir f�tterten uns gegenseitig, unterbrochen von einigen innigen K�ssen. Als wir fertig waren, wurden unsere K�sse noch intensiver. Seine Hand kroch unter mein Shirt und meine unter seines. Ich zog ihn sanft in mein Bett, wo wir uns gegenseitig auszogen. Seine K�sse wanderten meinen gesamte K�rper hinunter wodurch �berall ein Prickel entstand. Wir schliefen miteinander, was mich vergessen lie�, das wir bald wieder "getrennt" waren. Hoffentlich brauchte er nicht mehr zu lange um mit ihr Schluss zu machen!
Als ich mitten in der Nacht aufwachte, war Kimi nicht mehr da. Auf meine Kommode lag ein Zettel: << Sorry, aber du wei�t ja dass ich wieder los musste. Tut mir Leid. Es war wundersch�n! Liebe dich, Kimi<< . Ich ging etwas trinken und schlief dann wieder ein.
Das n�chste Mal sah ich Kimi erst beim �bern�chsten Rennen, da ich wegen einer Mandelentz�ndung einmal nicht mitreisen konnte. Sofort als ich an der Strecke war, machte ich mich auf die Suche nach ihm. Er kam mir entgegen, als ich mit Ralf ins �rztliche Zentrum wollte, da er Schmerzen im R�cken hatte. Er hatte im Training einen leichten Unfall gehabt.
"Ehm, Ralf..."
"Ja, ich geh schon alleine. Geh du zu Kimi." Er grinste mich an und ich strahlte zur�ck. Ich lief nun ein wenig schneller auf Kimi zu, der seine Arme ausgebreitet hatte und mich durch die Luft wirbelte, als er mich endlich im Arm hielt. Unsere Augen blickten sich dabei ohne Unterbrechung an. Als er mich wieder runter lie�, verfielen wir in einen innigen Kuss.
"Und wo ist Jenni?"
"Sitzt wohl in Finnland, ich kann mir gut vorstellen dass sie den Tr�nen sehr nahe ist." Mein Strahlen wurde noch breiter.
"Du hast..."
"...Mit ihr Schluss gemacht, ja." Ich k�sste ihn noch einmal. "Ich liebe dich." Fl�sterte er.
"Ich dich auch." Er begleitete mich noch zum �rztlichen Zentrum, da er wohl zu fr�h an die Strecke gekommen war. Dort wurde ich dann zu Ralf gebracht und Kimi verschwand wieder.
"So, bin in Ordnung. Da hatten sich nur nen paar Knochen stur gestellt." Ich hatte null Ahnung was er meinte aber mir war das so ziemlich egal. Schlie�lich hatte ich MEINEN Kimi jetzt f�r mich allein und w�rde ihn nie wieder gehen lassen.
Zur neuen Saison hatte ich wieder zu McLaren - Mercedes gewechselt und meine alte Stelle angenommen, da ich nicht so oft von Kimi getrennt sein wollte und ich au�erdem mit den Leuten bei McLaren - Mercedes besser klar kam als mit denen bei BMW, zumindest mit dem Gro�teil.
So war ich nat�rlich auch bei den Vor � Saison � Tests in Silverstone dabei und sa� gerade in der Garage, als Kimi seinen Wagen rein fuhr, ausstieg und sich zu mir gesellte.
"Na S��e?!?!" Ich sa� auf einer gro�en Box. Kimi stellte sich vor mich und legte seine Arme um meine H�fte. Ich sprang von der Box runter.
"Na, gut gelaufen?"
"Klar." Sagte er gespielt selbstsicher und gab mir einen kurzen Kuss. Dann l�ste er sich von mir, da er von David zu einer kurzen Besprechung gerufen wurde. Ich n�herte mich dem neuem Wagen und musterte ihn genau. Er musste eine super Aerodynamik besitzen, dachte ich mir als ich ihn mir von der Seite Ansah. Dann ging ich wieder n�her dran und streichelte sanft �ber den Lack.
"Da kriegt man schon Lust, sich hinters Steuer zu setzen, was?" ich schreckte auf und sah Kimi neben mir stehen.
"Und wenn schon..." ja, er hatte Recht. Er hatte verdammt Recht damit.
"Ich geh mal fragen."
"Kimi!" rief ich.
"Hm?"
"Lass es. Bitte."
"Wieso? Ich wei� doch das du die richtige Lizenz zum Fahren hast." Ja, die hatte ich. Mein Dad hatte mich fr�her immer auf die Kartbahn mitgenommen und schon damals war ich von der Geschwindigkeit fasziniert. Meinen Lappen hatte ich schon einmal abgeben m�ssen da ich �fters wegen zu Schnell - Fahrens aufgefallen war. Aber au�er Kimi und meinen engsten Freunden wu�te niemand davon. "Los, komm. Trau dich."
"Ich mache den doch nur Schrott und ich kann das auch gar nicht mehr und..." W�hrend ich weiter Gr�nde aufz�hlte, wieso man mich besser nicht fahren lassen sollte, zog Kimi mich hinter sich zu Ron.
"Ron? Darf June mal fahren?" Er guckte ihn verdutzt an.
"Siehst du, hab ich doch gleich gesagt." Meinte ich.
"Kannst du das denn?"
"Sollte man mit ner Lizenz wohl." Antwortete Kimi f�r mich. Ich w�re am liebsten gefl�chtet. Nat�rlich zog mich der Gedanke an die Schnelligkeit an. Aber die Angst des Versagens hielt dagegen.
"Du hast ne Lizenz? Na dann, denke ich, das wir dich mal nen paar Runden fahren lassen k�nnten, wenn David drin ist. Kimi kann dir ja nen Anzug und so besorgen." Kimi nickte nur und ohne das ich was sagen konnte zog er mich erneut hinterher, diesmal zu den Anz�gen.
"Gr��e?"
"Sag ich dir nicht." grinste ich frech.
"Guck ich eben nach... Ahja..." Er schmiss mir dann einen Anzug vor die F��e. "M�sste passen. Schuhe?"
"38." Er gab mir dann Schuhe und Helm. "Los, Umziehen." Er grinste mich fett an. Ohne Widerworte zog ich mich dann um. "Passt doch." Auch der Helm sa� perfekt. Es war einer von Kimis. Wir gingen dann wieder zu Ron, wo David auch bereits stand.
"H�ttest mir ja auch mal sagen k�nnen das du f�hrst." Ich merkte, wie ich leicht rot im Gesicht wurde. Ich wurde dann in das Auto gesteckt, in dem Kimi vorher sa�, da David doch von der K�rpergr��e ein wenig zu gro� war.
"alles Klar?" h�rte ich �ber Funk. Ich bejahte und bekam den "Startbefehl". Ich fuhr langsam aus der Box heraus und auf die Strecke. Als ich die Markierung f�r das Ende der Boxengasse �berschritten hatte, gab ich sofort Vollgas. Wie ich diesen Geschwindigkeitsrausch liebte! Ich geno� jeden Meter der Strecke. Sie lie�en mich 5 Runden auf der Strecke, viel zu wenig wenn sie mich fragte!
Als ich ausstieg wurde ich mit einem Applaus von David, Ron, Kimi und auch einigen Mechanikern begr��t.
"Wieso arbeitest du eigentlich nur bei uns in der Presseabteilung und nicht als Testfahrerin?" grinste David. Aus einer Ecke h�rte man ein "Hey!" vom wahren Testfahrer, weshalb alle grinsen mussten. Ich gab Kimi einen Kuss.
"Wenn du noch mal irgendwann fahren willst, musst du nur Bescheid sagen!" meinte Ron.
"Danke, Ron." Ich ging mich umziehen und fuhr einige Stunden sp�ter mit Kimi ins Hotel.
"Ich wu�te ja, das du fahren kannst. Aber das du SO fahren kannst, h�tte ich nicht gedacht." Sagte er als wir gemeinsam in der Badewanne lagen. Ich gab ihm einen Kuss.
"Ihr �bertreibt alle."
"Tun wir nicht." Er kniff mir in die Seite , worauf ich ein "Hey! Das tat weh!" rief und ihn zur�ck kniff. Das ging dann soweit dass er mich nachher kitzelte und ich deshalb aus der Wanne sprang, mich im Eiltempo abtrocknete und dann mit einem Handtuch umgebunden durch das Hotelzimmer lief. Kimi schnappte mich dann aber doch und schmiss mich auf neben uns stehende Bett, wo wir uns intensiv k�ssten.
Es war das erste Rennen der Saison, und ich stand am Kommandostand um mir von dort aus das Rennen anzusehen. Ich konnte ebenfalls den Funk mith�ren, denn mit einigen n�tzlichen Tips hatte ich mich w�hrend der Tests bei den Chefmechanikern beliebt gemacht . Dabei hatte ich nur zur richtigen Zeit das richtige geraten *g* .
"Ich hab irgendwie Probleme mit der Lenkung. Irgendwie �bersetzt der Wagen meine Befehle nicht richtig." h�rte ich Kimi per Funk sagen.
"Ok, komm rein." Antwortete der Kerl neben mir.
"Fuck!" schrie Kimi pl�tzlich auf und ich sah auf den Monitoren nur noch, wie er mit Vollem Tempo gegen eine Mauer prallte.
"Nein!!!!!!!!!!!!!!" rief ich auf und schlug meine H�nde vor den Mund. "steh auf Kimi... los, steig schon aus..." murmelte ich vor mich hin. Warum stieg er denn nicht aus? Sofort kamen Helfer zum Wagen und holten Kimi aus dem Wagen, der sich immer noch nicht zu bewegen schien. Mein Herz schien zu explodieren.
"Was ist denn passiert?" h�rte ich von David �ber Funk. Die Antwort bekam ich nicht mit, da ich wie gebannt auf den Bildschirm starte, wo Kimi gezeigt wurde. Der Krankenwagen war mittlerweile auch dort angekommen und Kimi wurde auf eine Trage gelegt und in den Wagen geschoben, wie ich von weitem erkennen konnte.
"Wird er ins medical Center gebracht?" Fragte ich die Leute um mich rum, was schwer war da ich kaum Stimme hatte. Ich hatte nicht mal bemerkt das ich angefangen hatte zu weinen. Einer des Teams, der dort hin fuhr, nahm mich mit. Das h�tte ich als Kimis Pressesprecherin eh gemusst.
Da ich nur seine Freundin war und nicht mit ihm verwandt oder sonst etwas, wurde ich w�hrend der Untersuchung auch nicht zu ihm gelassen und es wurden mir auch keine Informationen gegeben wie es ihm geht. Nach einer Zeit, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, kam dann ein Arzt aus dem Untersuchungszimmer.
"Wie geht es ihm?" Ich war sofort aufgesprungen.
"Sind sie June Mayers?"
"Ja."
"Er hat nach ihnen gefragt." Mir fielen Tonnenschwere Kl�tze vom Herzen. Er lebte, was nach diesem Crash nicht gerade selbstverst�ndlich war. Ich betrat das Zimmer, wo Kimi am sich anziehen war.
"Sag mal, musst du mich so schocken?" Ich war mittlerweile wieder am grinsen und fiel ihm erstmal um den Hals. "Ich dachte ich k�nnte dich nie wieder in den Arm nehmen und k�ssen." Ich gab ihm einen Kuss.
"Sorry. Der Wagen geriet v�llig au�er Kontrolle."
"Und, hast du dir was getan?"
"Ich soll zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus."
"Ich fahr dich." Er nickte und folgte mir dann aus dem Zimmer, wo einige von McLaren - Mercedes sa�en.
"Drau�en ist ne ganze Menge an Presse. Wir bringen ihn zum Wagen und du k�mmerst dich um die, Ok?" ich war einverstanden � hatte ja auch keine andere Wahl � und gab dann ein Statement vor der Presse ab. Dann fuhr ich Kimi ins Krankenhaus, wo er gleich zum CT geschickt wurde. Ich musste im Wartebereich warten. Als er so eine Viertelstunde drin war, bekam ich starke Schmerzen im Unterleib, von denen ich das Gef�hl hatte, das sie mich innerlich zerrei�en w�rden. Mia, die mit mir wartete, holte eine Schwester. Mir wurde in der Zeit schwarz vor Augen und ich kippte von dem Stuhl, auf dem ich gesessen hatte.
Als ich wieder aufwachte, lag ich mit Schl�uchen und Kabeln voll gehangen in einem Bett. Vor mir erkannte ich langsam Mia, die mit einem Arzt und einer Schwester zu sprechen schien.
"Was... was ist passiert?" machte ich mich mit schwacher Stimme bemerkbar. Alle 3 drehten sich nun zu mir um. Mia setzte sich neben mich und nahm meine Hand.
"Kannst du dich an nix mehr erinnern?"
"Ich... ich hab auf Kimi gewartet und dann hatte ich starke Schmerzen und ab da wei� ich nichts mehr." Nun kam Kimi rein gest�rmt: "June! Entschuldige man hat mir grade erst gesagte das du hier liegst! Was ist denn passiert? "
"Sind sie ihr Freund?" Kimi bejahte. "Miss Mayers, sie hatten noch einmal richtiges Gl�ck. Sie sind sehr knapp an einer Fehlgeburt vorbei gekommen."
"Fehlgeburt? Ich... ich bin schwanger?" Ich sah abwechselnd zu Kimi und zu dem Arzt.
"Ja, bereits im 3. Monat." Kimi, der mittlerweile mit Mia Pl�tze getauscht hatte, gab mir einen Kuss. "Sie m�ssen sich jetzt schonen. Also, Herr R�ikk�nen, richtig?" Kimi nickte. "Also Herr R�ikk�nen, bleiben sie bitte nicht mehr so lange." Kimi nickte und der Arzt verlie� das Zimmer. Auch Mia verabschiedete sich so dass Kimi und ich alleine waren.
"Ist alles in Ordnung bei dir?" erkundigte ich mich nach den Untersuchungsergebnissen.
"Ja, aber das ist doch jetzt egal. Wie f�hlst du dich? "
"Ich bin ziemlich k.o. . Aber irgendwie bin ich gl�cklich..." wir grinsten uns an. Die Schwester kam rein und bat Kimi zu gehen. Er gab mir einen Kuss. "Tsch�ss Papa �in�sp� ." fl�sterte ich und Kimi verlie� strahlend das Zimmer. Die Freude �ber das Kind, das wir kriegen w�rden, lie� mich alles vergessen. Wenig sp�ter schlief ich ein und wachte erst am n�chsten Morgen wieder auf, mittlerweile war ich von der Intensiv runter und Kimi sa� meine Wange streichelnd auf meiner Bettkante.
"Hey." Sagte er leise als er bemerkte das ich wach war.
"Hey."
"Ich hab mit den �rzten gesprochen. Du kannst vermutlich Mittwoch raus. Und Samstag kannst du dann nach Hause fliegen. Vorher w�re es zu gef�hrlich."
"Wann musst du wieder zu den Tests?"
"Ich soll mich erst wieder zum n�chsten Rennwochenende blicken lassen. Anordnung von ganz oben. Au�erdem hab ich vom Arzt noch einige Tage Fahrverbot bekommen."
Am Samstag flog ich dann mit Kimi zu seinem Gro�en Haus in Finnland. Ich brauchte ihn nun, was mich all die schlechten Erinnerungen an Finnland vergessen lie�.
Bei Kimi angekommen legte ich mich direkt im Wohnzimmer aufs Sofa, der Flug war recht anstrengend gewesen. Als ich mich umschaute bemerkte ich, dass sich nichts ver�ndert hatte.
"Willst du was trinken?" fragte Kimi, der gerade die ganzen Koffer reinschleppte.
"Ja, nen Tee oder sonst was warmes w�re nicht schlecht." Ich m�mmelte mich in die Decke, die dort lag, ein und schaltete den Fernseher ein. Da ich nix verstand, blieb ich bei MTV h�ngen, wo gerade The Simply Life zu sehen war. Nach ein paar Minuten brachte Kimi mir dann ne hei�e Schokolade. "Sorry, hatte keinen Tee mehr." Ich nickte einmal und machte ihm dann Platz, sodass er sich zu mir kuscheln konnte.
Ich lag nun auf seiner Brust, Kimi streichelte liebevoll meinen Bauch.
"Sp�rst du schon was?"
"Ja."
"Und was?"
"Deine Hand." ich lachte leise.
"Haha, sehr witzig."
"Japp. Find ich auch." Ich gab ihm einen Kuss.
"Hast du schon ne Idee wie man ihn nennen k�nnte?"
"IHN? Wer sagt dir das es kein M�dchen wird?"
"Hab ich so im Gef�hl. Also?"
"Meinst du nicht es ist zu fr�h f�r einen Namen?"
"N�. Ich w�re ja f�r Antero ."
"Antero? Wer sagt �berhaupt das ich nen finnischen Namen will?"
"Wei� nicht, ich find ihn halt sch�n. Und wenn�s nen M�dchen wird k�nnen wir ihr ja nen deutschen Namen verpassen."
"Kerle." Ich l�ste mich aus seiner Umarmung und stand auf.
"Hey, was hab ich denn so schlimmes gesagt?"
"Nix aber ich muss mal f�r kleine Bald- Mamas."
Am n�chsten Morgen ging ich einkaufen. Kimi wollte irgendwelche Kumpels besuchen gehen, weshalb ich alleine durch die Stadt irrte. Sein Zweitwagen war in der Werkstatt, weshalb Kimi mich zum Laden brachte und ich mit dem Zug oder Bus �nach Hause� fahren oder ihn anrufen sollte, wenn ich fertig war.
Vollgepackt mit T�ten lief ich durch die Stadt, da ich irgendwie schiss hatte mit dem Bus zu fahren (Ja ich bin ein Angsthase *G* ) , auf dem Weg nach Hause. Pl�tzlich stie� ich mit einer jungen Frau zusammen, als ich um eine Ecke bog.
"Oh, Sorry." murmelte ich. Wenn ich eins hasste, dann war es das Zusammentreffen mit Finnen, von denen ich nicht wu�te was f�r eine Sprache sie au�er Finnisch sprach.
"Schon Ok." Antwortete sie dann gl�cklicherweise auf Englisch. Erst jetzt bemerkte ich ,dass ich ihr wohl den Kaffee, den sie in der Hand hielt, �ber ihren Pulli gesch�ttet hatte.
"Oh, das mit dem Kaffee tut mir Leid. Ehm... ich ... ich wohne gleich dort vorne. Nur 2 Minuten zu Fu�. Wenn sie wollen k�nnen sie sich dort umziehen. Ich kann ihnen auch gerne was zum umziehen geben. " H�tte ich nicht gewu�t, dass um diese Uhrzeit die Haush�lterin bei Kimi war, h�tte ich ihr das nicht angeboten. Aber da ich wu�te das ich nicht mit ihr allein dort w�re, tat ich es. Sie stimmte zu und wir gingen in Richtung Kimis Villa. "Ich hei�e �brigens June." Stellte ich mich vor. Es war doch ein wenig dumm neben jemanden zu laufen, dessen Namen ich nicht kannte.
"Erja." wir gaben uns die Hand, soweit das mit meinen T�ten denn ging. Ich schloss erst das Tor vor der Villa auf und dann die Haust�r. "hier wohnen sie?" staunte Erja.
"Naja, mein Freund. Ich komme eigentlich aus Deutschland." Ich zeigte ihr das Bad, gab ihr was zum umziehen und brachte die Eink�ufe in die K�che, wo ich Tarja, die Haush�lterin, begr��te und anfing die Sachen einzur�umen.
"So was hat Jenni nie f�r Kimi getan." Bemerkte Tarja. Sie war schon damals, als ich hier wohnte, Kimis Haush�lterin. Ich grinste nur und machte weiter. Nach einigen Minuten stand Erja in der T�r.
"Steht ihnen gut." Sagte ich.
"Lassen wir das Sie. Das ist so f�rmlich, einverstanden?" ich nickte und gab ihr die Hand.
"Kann ich ihnen, ehm dir, etwas anbieten? Kaffee, Tee..."
"Tee w�re Ok." Ich setzte Wasser auf und setzte mich zu ihr an den Tisch.
"Kommst du hier her?"
"Ja, ich wohne aber erst seit so einem Jahr hier. Wo genau kommst du in Deutschland her?"
"Bei K�ln. Habe da nen paar Zimmer im Haus meiner Eltern. F�r ne eigene Wohnung lohnt es sich nicht, da ich durch meinen Beruf nur f�r 3 Tage alle 2 Wochen dort bin."
"Darf ich fragen was du machst?"
"Ich bin Pressesprecherin f�r meinen Freund." Rutschte es mir raus. Eigentlich erz�hlte ich das nicht jedem. Wir laberten noch ein paar Stunden �ber Gott und die Welt, bis Erja ging und wir uns vornahmen, noch mal etwas gemeinsam zu machen.
Part 2
Nach dem n�chsten Rennen hatten wir 3 Tage frei, bevor wieder irgendwelche Tests anstanden. Ich hatte Kimi diesmal mit zu mir nach Deutschland genommen. Schlie�lich wu�ten meine Eltern noch gar nix davon das sie in einigen Monaten ein Enkelkind haben w�rden. Und ich wollte es ihnen nicht am Telefon sagen , also besuchten wir sie eben.
"Hallo! Jemand zu Hause?" rief ich ins Haus nachdem ich die T�r aufgeschlossen hatte.
"Schrei nicht so, man h�rt dich ja. Mum und Dad sind �brigens unterwegs." Moritz kam aus dem Wohnzimmer.
"Hey Gro�er." Ich stellte meinen Koffer (ich durfte nur nen kleinen nehmen weil Kimi meinte das w�re sonst zu viel f�r mich *tz* ) und dr�ckte ihn. "Das ist �brigens Kimi." Stellte ich ihn vor. "Kimi, das ist Moritz, mein Bruder." Die beiden sch�ttelten sich die Hand und wir setzten uns an den K�chentisch. "Wei�t du wann unsere �Alten� wiederkommen?"
"Heute zum Abendessen. Schlie�lich haben wir sie eingeladen."
"Sch�n. Dann kochen Kimi und ich."
"Ich meinte eigentlich Anke und mich mit �wir�."
" Ist doch Schnuppe." Ich stand auf und guckte was so in den Schr�nken war. "Ok, daraus kann man was machen."
"Gibt es einen Grund daf�r das du mal kochst?"
"Wieso nicht? Darf ich doch mal." Ein breites Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit.
"Du hast was... naja egal, ich muss mal hoch und gucken ob der Kleine noch schl�ft." Er verabschiedete sich worauf ich mit Kimi wieder alleine war.
"Und, was machen wir beide jetzt?" wollte er wissen. Wir standen in der K�che, er hatte seine H�nde um meine Taille gelegt.
"Ich w�re f�r ne Haustour." Ich gab ihm einen Kuss und zeigte ihm alle Zimmer des Hauses, bzw. der Wohnung meiner Eltern und blieb dann mit ihm in meinem Zimmer "stecken" ;) .
"Ich hab irgendwie angst vor deinen Eltern."
"Ich will nicht wissen was deine Eltern mir alles an schlechtem W�nschen wenn die erfahren das wir Eltern werden."
"Ich denke dass die sich mega freuen w�rden." Ich gab ihm einen Kuss.
"Ich liebe dich." hauchte ich.
"Ich dich auch, egal was meine Eltern sagen." Ich k�sste ihn erneut und schaute auf die gro�e Wanduhr in meinem Zimmer.
"Oh, schon so sp�t. Wir sollten mal langsam mit dem Kochen anfangen." Kimi nickte und folgte mir in die K�che, wo wir das Essen machten. Wir hatten gerade den Tisch zu Ende gedeckt, als wir einen Schl�ssel in der T�r umdrehen h�rten und kurze Zeit sp�ter meine Eltern, mein Neffe David sowie seine Eltern, also Moritz + seine Frau Anke, in der T�r standen.
"Hallo mein Schatz." Begr��te mich meine Mum und guckte dann auf Kimi. Ich stellte sie sich gegenseitig vor und bat dann zu Tisch. Kimi half mir das Essen zu servieren.
"Hoffe es schmeckt. Guten Appetit." w�nschte ich, worauf alle mit dem Essen anfingen.
"Ich habe geh�rt, dass du auch Rennen f�hrst?" fragte Kimi meinen Bruder.
"Ja. Mein Dad hat mich immer mit auf die Kartbahn genommen, genauso wie June. Aber ich hab�s wie man sieht nie in die Formel 1 geschafft. Hab halt nicht so viel Talent wie meine kleine Schwester."
"Haha." Erwiderte ich worauf er mir seine Zunge entgegen streckte.
"Ihr seid immer noch wie fr�her." kommentierte mein Dad das Ganze. Meine Mum hielt sich den ganzen Abend zur�ck und musterte Kimi oft wortlos, was mir nicht gerade gefiel. Als wir alle fertig waren und meine Mum gerade abdecken wollte:
"Mum, setz dich bitte noch mal." Sie tat es. "Naja... also, es gibt einen Grund weshalb wir hier sind... naja... also, ihr... Kimi und ich werden Eltern." So jetzt war es raus. Das L�cheln auf meinem Gesicht erstarb als ich sah, wie das liebensw�rdige L�cheln auf dem Gesicht meiner Mutter verschwand und ihre Mundwinkel eine Art Gleichg�ltigkeit ausdr�ckten.
"Hey, das freut mich f�r euch!" durchbrach Moritz die Stille, die f�r einen Moment herrschte. Auch mein Dad und Anke begl�ckw�nschten uns.
"Ich werde dann mal abr�umen. Oder gibt es sonst noch irgendwelche �berraschungen?" Meine Mutter hatte einen Unterton in ihrer Stimme, der mir nicht gefiel. Sie nahm die ersten T�pfe vom Tisch.
"Kann ich ihnen helfen?" fragte Kimi h�flich.
"Nein." gab sie kurz und knapp zur�ck. Es tat weh zu sehen, wie meine Mutter mit dem Mann umging, den ich �ber alles liebte.
"Ich geh mal ins Bad, Ok?" fragte Kimi mich dann. Ich nickte nur und auch der Rest, bis auf meine Mutter, verabschiedeten sich.
"Bist du jetzt von allen geistern verlassen? Dich von DEM schw�ngern zu lassen? Der hat so was wie dich doch gar nicht verdient! Der l�sst dich eh sitzen wenn das Kind da ist und er merkt das Arbeit damit verbunden ist! Glaub mir, ich kenne das gut genug von meinen Bekannten. Und Du wei�t doch selber dass das mit euch beiden nicht gut gehen kann! Und ich wette, dass er immer noch was mit seiner einen da hat!"
"Mum! Du kennst ihn doch gar nicht."
"Ich habe ihn beobachtet und ich bin mir ziemlich sicher, dass..." KNALL! Irgendjemand hatte gerade die Haust�r ins Schloss knallen lassen. Ich raste zum Bad, und dann in meinen Bereich. Beides war leer. Kein Kimi. Ich krallte mir meine Jacke, der Abend war doch recht k�hl, und rannte aus dem Haus, wo ich nach einigen Metern Kimi traf.
"Geh weg." Sagte er abf�llig, als ich ihn eingeholt hatte und neben ihm lief.
"Wieso?" er blieb stehen und drehte sich zu mir um.
"Wieso? Weil deine Mum mich hasst! Und weil sie Recht hat." er hatte angefangen zu schreien.
"Wovon redest du �berhaupt?"
"Jetzt stell dich nicht dumm, June! Von dem was sie dir erz�hlt hat! Und sie hat Recht, ich habe dich nicht verdient. Und jetzt lass mich bitte in Ruhe!" Er ging weiter, w�hrend ich ihm nur ungl�ubig nachschaute.
"Wo willst du denn hin?" rief ich ihm noch hinterher, doch er antwortete nicht. Ich sah mich um und bemerkte, das ich ganz in der N�he der Wohnung einer Freundin, die auch von allem wu�te, war. Ich beschloss zu ihr zu gehen. Ich konnte jetzt nicht nach hause. Nicht zu meiner Mum. �Weil deine Mum mich hasst.� H�rte ich noch einige Male Kimis Stimme in meinem Kopf. Ich klingelte bei ihr und fiel ihr direkt heulend in die Arme, als sie ge�ffnet hatte.
"June! Was ist denn los? Komm rein." Sie zog mich rein und ich erz�hlte ihr alles bei einem Kakao, als ich mich wieder einigerma�en gefasst hatte.
"Und wo k�nnte er jetzt sein?"
"Ich wei� es ja eben nicht! Er war doch noch nie hier!" Ich machte mir schreckliche Sorgen um ihn.
"Ruf ihn an." Sie hielt mir das Telefon entgegen. Erst wehrte ich mich, doch dann versuchte ich es.
"Er geht nicht ran." Ich blieb noch einige Zeit bei ihr und schlich mich dann zu Hause in mein Zimmer. Meine Eltern schliefen gl�cklicherweise bereits. Dies war bei mir allerdings unm�glich. Ich bekam die Nacht kein Auge zu. Immer wieder versuchte ich ihn anzurufen, doch er ging nie ran. Tags�ber verbarrikadierte ich mich in meinem Zimmer.
"Schatz, du musst doch was essen! Oder trink wenigstens was!" rief mein Dad immer wieder von der anderen Seite der T�r. Aber ich weigerte mich. "Denk an das Kind!" Das Kind. Gerade war es mir recht egal. Ich wollte Kimi, kein Kind.
Gegen Abend h�rte ich die Stimme von meinem Dad und Kimis auf dem Flur.
"Wo ist sie?"
"In ihrem Zimmer. Sie weigert sich raus zukommen und was zu essen geschweige denn Trinken." Ich sprang von meinem Bett auf und rannte auf den Flur, wo ich dann Kimi direkt gegen�ber stand und wir uns wortlos in die Augen sahen.
"Wo... wo warst du?" brachte ich nach einiger Zeit unter Tr�nen raus.
"Ich musste nachdenken." Ich bemerkte das mein Dad nicht mehr da war und zog Kimi in mein Zimmer, wo er mich erstmal in den Arm nahm und ich laut anfing zu schluchzen. "Es tut mir leid das ich nicht ans Handy gegangen bin und mich nicht gemeldet hab. Ich brauchte einfach Zeit das zu verkraften." F�r die n�chsten Tage bis unser Flug nach England ging, nahmen wir uns Zimmer in einem Hotel. Die Stimmung war einfach zu angespannt. Allerdings kam mein Dad zwischendurch vorbei und erkl�rte, dass er sich von dem, was meine Mum dachte, distanzieren w�rde und anderer Meinung war.
Ich war sehr froh als Kimi und ich endlich nach England zu den Tests konnten. Die Arbeit w�rde mich von allem was zu Hause passiert war, ablenken.
"Duuuhuuuu, David? Kannst du mal fragen gehen ob ich auch mal fahren darf?" David war zu Kimi und mir gekommen. Wir waren gerade dabei seine Pressetermine zu besprechen.
"Du f�hrst nicht." Sagte Kimi entschlossen. Ich guckte ihn �berrascht an.
"Ach, und wieso nicht?"
"Weil du schwanger bist, deshalb."
"Nur weil ich schwanger bin soll ich nicht fahren? Ich bin schwanger, ja, aber das beeintr�chtigt mich ja nicht."
"Trotzdem." David verzog sich schnell wieder.
"Ich kann immer noch selber entscheiden was ich mache, ja?!?!?!?!"
"Das ist viel zu gef�hrlich. Was meinst du was ist wenn was passiert!"
"Es passiert aber nix!" W�tend verlie� ich die Box und ging zu den Trucks. Kimi kam mir hinterher und hielt mich fest, als er mich eingeholt hatte. "Lass mich los."
"Mann June. Ich hab doch nur Angst um euch beiden." Er guckte mich schief an.
"Wei� ich ja. Aber trotzdem w�rde nix passieren." Es wurde allerdings dann doch nix aus meiner Fahrerei.
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"Ich habe Angst." murmelte ich leise vor mich hin und griff nach Kimis Hand, die ich so fest wie m�glich dr�ckte."
"Sie werde dich nicht auffressen." Grinste er. Sie, das waren Kimis Eltern vor deren T�r wir gerade standen.
"Hallo ihr zwei. Kommt rein." Begr��te uns Kimis Vater voll Freude. Wir betraten das Haus, Kimi nahm mir meine Jacke ab und zusammen gingen wir ins Esszimmer, wo seine Mum gerade das Essen servierte.
"Hallo ihr beiden. Hoffe ihr hattet einen guten Flug?!?!" Wir bejahten und nahmen dann Platz. W�hrend des Essens unterhielten wir uns nett, von der Abneigung, die die beiden noch das letzte mal als ich hier war, gegen mich hatten, war kein bisschen zu sp�ren.
"Was verschafft uns eigentlich die Ehre, das ihr euch hier blicken lasst?" l�chelte sein Dad.
"Wir, ehm, wir wollten euch nicht am Telefon sagen, dass..." Kimi sah mir in die Augen.
"Dass was?" fragte seine Mum ungeduldig.
"Dass ihr Gro�eltern werdet." Zu meiner gro�en Erleichterung machte sich auf ihren Gesichtern ein freudiges L�cheln breit.
"Das ist ja wunderbar! Wann ist es denn so weit?" wollte seine Mum wissen. Tausend Steine fielen mir vom Herzen.
"Am 23. September."
"Das sind ja nur noch gut 3 Monate!" bemerkte Kimis Dad. Ich nickte. Sie �berh�uften uns dann noch mit weiteren Fragen wie "wisst ihr denn schon was es wird?" oder "Wie wollt ihr es denn nennen?". Der Rest des Abends war wirklich sehr sch�n. Kimis Mum zeigte mir Kimis Baby- und Kinderfotos und erz�hlte mir, was er fr�her alles f�r Schei�e gebaut habe und so weiter. Ich war eigentlich die ganze Zeit am Lachen, was Kimi nat�rlich nicht so toll fand. Die ganze Zeit versuchte er seine Mum davon abzubringen, weiterzuerz�hlen. Half aber nix J .
Sp�tabends fuhren wir dann zur�ck zu Kimis "Villa" .
"Du, Kimi?" sagte ich, als wir dann im Bett waren.
"hm?"
"Ehm, h�ttest du was dagegen, wenn ich zu dir hier nach Helsinki ziehen w�rde? Ich will nicht mehr zu meinen Eltern... au�erdem will ich bei dir bleiben." Ich drehte mich so dass ich ihm in die Augen sehen konnte. Sie leuchteten.
"Ob ich was dagegen hab? Wie k�nnte ich?" Wir k�ssten uns innig.
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"Ich bin wieder da!" rief ich ins Haus, brachte die Einkaufst�ten zusammen mit Erja in die K�che und setzte Teewasser auf. "Moment, ich geh mal eben nach Kimi gucken." Ich schnappte mir die T�te mit den Babyklamotten und machte mich auf die Suche nach ihm. Ich h�rte Stimmen im Wohnzimmer und machte mich in der T�te kramend auf den Weg dahin.
"Du, Schatz, guck mal ist das nicht..." ich blickte von der T�te auf und sah Kimi, wie er da mit Jenni sa�. "Oh, hey. Ich geh dann mal die Sachen auspacken." ich stopfte den Strampler wieder in die T�te und ging zur�ck in die K�che.
"Alles in Ordnung?" fragte Erja.
"Seine Ex ist da." Gab ich brummig zur�ck und fing w�tend an die Marmelade in den Schrank zu packen. Ich h�rte die Haust�r ins Schloss fallen und kurze Zeit sp�ter stand Kimi in der K�chent�r.
"Kann ich helfen?" seine Stimme klang leicht abf�llig.
"Nein, geht schon." antwortete ich im gleichen Tonfall.
"Oh, Mist, schon so sp�t! Wir sehen uns, S��e, ja?"
"Ja, klar." Erja gab mir einen Bussi auf die Wange und verlie� dann das Haus.
"Kann es sein dass du sauer oder eifers�chtig oder so bist?"
"Hab ich denn einen Grund dazu?" ich schaute ihn leicht fordernd an.
"Wir haben nur geredet, falls du das wissen willst." Er klang m�chtig sauer.
"Ja, sch�n." Ohne ihn anzusehen packte ich weiter aus.
"Sag mal, was willst du mir eigentlich unterstellen?"
"Ich unterstelle dir doch gar nix! Das tust du selber! Ok, es ist schon seltsam wenn man nach Hause kommt und dann sitzt der Freund mit der Ex da und kaum ist man da haut sie ab." wir hatten beide angefangen zu schreien.
"�Schuldige, ich hatte sie lange nicht gesehen und wollte halt mal wissen wie es ihr geht!"
"Ist ja gut, Mann ey!" ich schmiss die Chipst�te, die ich in der Hand hatte auf die Ablage und lief dann an ihm vorbei ins Schlafzimmer, wo ich die T�r zuknallte und mich mit angewinkelten Beinen heulend aufs Bett setzte. Es tat weh mich mit ihm zu streiten. Seit wir wieder zusammen waren hatten wir keinen heftigen Streit gehabt, nur kleine Meinungsverschiedenheiten, wie z.B. die Sache mit dem F1-Wagen- Fahren. Ich vergrub mein Gesicht in meine Arme, die ich auf meine Knie gelegt hatte. "Jetzt fang du mich auch noch an zu treten." Murmelte ich in mich hinein, da ich gerade leichte Tritte im Bauch merkte. "Aber hast ja recht... ich w�rde auch net mit dabei sein wollen wenn sich meine Eltern zanken." Ich erschrak, da ich Kimi bemerkte, der am T�rrahmen lehnte.
"Es tut mir Leid." Meinte er und kam auf mich zu.
"Ich hab doch echt gar nix gesagt gehabt... ich war nur geschockt euch so recht vertraut zu sehen." Er schlang seine Arme um mich.
"Mit wem hast du denn eben geredet?"
"Mit dem da drin." Ich zeigte auf meinen Bauch. "Der hat mich getreten." Wir mussten beide lachen. "Schon wieder. Gib mal deine Hand." Ich legte sie auf meinen Bauch. "Merkst du was?"
"Um ehrlich zu sein, nicht wirklich... da bewegt sich was, aber das war�s auch." Er legte sich hin und ich kuschelte mich an ihn. Er hatte noch immer noch seine Hand auf meinem Bauch und streichelte ihn.