Bauamt � West
Prolog
Die Idee zu dieser Story kam mir durch die erfolgreiche RTL-Comedy �Das Amt�. Wer welche Rolle �bernimmt und welchen Charakter sie haben, habe ich euch hier aufgelistet. Nun viel Spass beim lesen.
Le gr� Anne
Hagen Krause alias Marcus Feehily
Hier herrscht Marcus Feehily, mitte zwanzig, zust�ndig f�r Bauantr�ge der Buchstaben A-M, als B�roleiter �ber seine Mitarbeiter Shane Filan, Kerry Katona und Gina Byrne. Feehily ha�t nichts mehr als Chaos. Sein Motto: Beamten, Beh�rden, B�rokratie.
R�diger Poppels alias Shane Filan
Shane Filan, genannt Shorty, ist der Amtsanw�rter von Feehily. Er ist im Amt ein durchtrainierter Sch�nling, immer jugendlich und trendy. Sein Interesse gilt vor allem dem weiblichen Geschlecht. Sein Problem: Sein Denkzentrum liegt nicht unbedingt im Gehirn. Er begreift nur wenig, und was er begreift, begreift er zu sp�t oder falsch.
Ulla Herbst alias Kerry Katona
Die gute Seele im Amt ist die Sekret�rin Ulla Herbst, die sich gerade in der Midlife-Crisis befindet. Trotz ihrer zwei Scheidungen sucht sie immer noch ihren Traummann.
Nadia Sch�fer alias Gina Byrne
Frischen Wind in das muffige Amt bringt eine neue Mitarbeiterin: Gina Byrne, Fachhochschulabsolventin, attraktiv, intelligent und fortschrittlich. Gina lehnt das Gro�kapital ab und ist Mitglied jeder B�rgerinitiative im Umkreis von 50 Kilometern. Sie will die Arbeit im Amt revolutionieren und stiftet damit jede Menge Unruhe. Gina Byrne ist mit Dr. Byrne verheiratet.
Dr. St�sser alias Nicholas Byrne
Dr. Byrne ist der Chef von Mark Feehily. Beide interessieren sich sehr f�r Wohnwagen und Fussball. Dr. Byrne ist mit Gina Byrne, Feehily�s Mitarbeiterin, verheiratet.
Antragsteller alias Bryan McFadden
McFadden versucht immer und immer wieder Bauantr�ge f�r sein Traumhaus in Dublin durchzusetzen. Doch Feehily macht ihm so gut wie jedes mal einen Strich durch die Rechnung. Hat er diesmal Gl�ck?!
Marcus Feehily kam wie jeden morgen p�nktlich in sein Amt reingeschneit und begr��te seine Mitarbeiter, die alle bis auf Gina Byrne anwesend waren, was ihm aber nicht gro� auffiel. "Morgen allerseits" , "Oh, heute bei guter Laune, was Marcus?!" , wurde er von seiner Mitarbeiterin Kerry Katona gefragt. "Bei so einem tollen Tag kann man nur gut gelaunt sein. Und jetzt will ich mich mal meinen Bauantr�gen widmen. Mal schaun, wo Mr. McFadden diesmal sein Haus bauen will." Mit diesen Worten lies er die T�re von seinem Reich, wie er sein B�ro immer nennt, hinter sich zuknallen. "Welche Laus ist dem denn �ber die Leber gelaufen?" wunderte sich Shorty. "Keine Ahnung, Shorty. Aber ich w�rde aufpassen. Du kennst Marcus." Gerade, als sich Kerry wieder ihren N�geln widmen wollte, kam Gina in das Amt geschneit. "Ist Marcus schon da?" fragte sie total au�er Atem. "Ja, aber er hat dich wohl noch nicht vermisst. Sei aber vorsichtig, er ist heute im Arbeitsfieber." "Oh, wie kommt�s, Kerry?" "Das fragen wir beide uns auch schon die ganze Zeit." "Aber warum bist du heute erst so sp�t hier?" "Ich musste meine Fische im Aquarium doch noch versorgen und mit meinem Hund musste ich auch noch gassi gehen." Doch auf einmal ging die T�r wieder auf und Feehily stand im Zimmer. "Frau Byrne. Gut, dass ich sie hier antreffe." "Hallo Marcus, was gibt es denn so dringendes?" "Haben sie nicht noch den Bauantrag von Mr. McFadden?" "Welchen meinst du? Den von letzter Woche oder den von davor?" "Den von letzter Woche. Er wollte doch sein Haus mitten in Dublin bauen." "Ja, und du hast den Antrag mal wieder abgelehnt." "Stimmt. Ich wollte mir nur noch mal meine Begr�ndung durchlesen." "Damit du nicht wieder die selbe drunter schreibst, stimmt�s Marcus?" Durch dieses Kommentar erntete Frau Byrne nur einen b�sen Blick von ihm. Sie suchte Feehily die Akte von McFadden raus und damit verschwand er fr�hlich pfeifend in seinem Reich. Seine Mitarbeiter sch�ttelten nur noch den Kopf, als er hinter seiner T�r verschwand und gingen wieder an ihre Pl�tze zur�ck, um zu �arbeiten�. Doch pl�tzlich klopfte es an der T�r. "Herein." , rief Shorty. Und kein anderer als Bryan McFadden kam zur T�r hinein. "Oh no.", st�hnten Gina und Kerry leise vor sich hin. "Guten Morgen Mr. McFadden, wie k�nnen wir ihnen weiter helfen?" , wurde Bryan �berspielt freundlich von Shorty gefragt. "Ich will meinen Bauantrag bei Mr. Feehily abgeben. Ist er zu sprechen?" "Ich schau mal eben nach. Er hat heute n�mlich sehr viel zu tun." So ging Shane Richtung Marucs�s Reich, klopfte an und steckte seinen Kopf durch die T�r. "Komm doch rein, Shorty. Was gibt�s?" "Ehm, Marcus. Mr. McFadden ist da und will einen Bauantrag abgeben." "WAS will er?" "Du hast richtig geh�rt. Er will erneut einen Bauantrag abgeben. Soll ich ihn in dein B�ro schicken?" "Ja ja, schick ihn rein. Er hat zwar keine Chance, aber was soll�s." Shane ging wieder zur�ck, um Mr. McFadden die frohe Botschaft zu �berbringen. "Sie k�nnen in Mr. Feehily�s B�ro gehen. Er hat jetzt Zeit f�r sie." "Oh, das ist mir aber eine gro�e Ehre. Ich hoffe, er hat heute die G�te, meinen Bauantrag anzunehmen." W�hrend McFadden in Feehily�s Reich war, quetschten sich seine Mitarbeiter vor die T�r, um zu lauschen. "Ach sie einer an. Mr. McFadden. Was kann ich f�r sie tun?" "Tun sie doch nicht so scheinheilig, Feehily. Ich will von ihnen nur diesen einen Bauantrag genehmigt bekommen. Stellen sie sich doch nicht immer so an." "Ich stelle mich nicht so an. Was nicht geht, das geht nicht. Wie schade aber auch, dass ihr Nachname nicht mit dem Buchstaben N anf�ngt. Mein Kollege Dr. Byrne w�rde ihnen sicher den Bauantrag genehmigen. Trotzdem, geben sie das Teil erst mal her. Von alleine kommt das nicht auf meinem Platz." McFadden schmiss Feehily den Bauantrag f�rmlich auf den Tisch. "Nana, wer wird denn hier gleich unfreundlich. Ich habe doch noch gar nichts gesagt. Ich werde mir das Teil doch noch mal anschaun d�rfen." Durch diese Aussage angelte sich Feehily abermals einen b�sen Blick von McFadden, aber das st�rte ihn wenig. "Nehmen sie doch bitte Platz. Es kann etwas dauern." McFadden setze sich daraufhin wiederwillig und Marcus fing an, sich den Antrag durchzulesen, bis er nach einiger Zeit auf einmal auf seine Uhr schaute. "Das tut mir aber jetzt leid, Mr. McFadden. Ich habe nun eine halbe Stunde Fr�hst�ckspause. Sie k�nnen ja hier auf mich warten."
Und schon stand Marcus auf, um sich auf den Weg in die Kantine zu machen. "Das wird ihnen noch leid tun." , rief ihm Mr. McFadden hinterher. Marcus jedoch h�rte dies bereits nicht mehr.
In der Kantine traf er dann auf Dr. Byrne, der dort auch seine Fr�hst�ckspause verbrachte. Er gesellte sich dann, nachdem er sich etwas zum fr�hst�cken holte, zu ihm. Dr. Byrne merkte Feehily gleich an, dass er gute Laune hatte. "Was sind sie denn heute so gut gelaunt? Hab ich etwas verpasst?" "Bei so einem Tag kann man einfach nur gut gelaunt sein. Und au�erdem ist Mr. McFadden in meinem B�ro und will wieder mal einen Bauantrag abgeben. Jedoch muss er erst noch ein wenig warten." "Werden sie ihn wieder ablehnen?" "Mal schaun. Ich habe mir den Antrag noch nicht ganz durchgelesen. Vielleicht hat er ja diesmal Gl�ck." "Wo will er sein Haus denn bauen?" "Diesmal etwas au�erhalb von Dublin. Er hat sich ein sch�nes Pl�tzchen ausgesucht." "Na dann auf gut Gl�ck f�r Mr. McFadden." Feehily�s Fr�hst�ckspause war leider viel zu schnell um und er musste sich von Dr. Byrne verabschieden. "Oh, tut mir leid, Dr. Byrne. Meine Pause ist um und ich will Mr. McFadden nicht unn�tig l�nger warten lassen. Ich w�nsche ihnen noch einen sch�nen Tag." "Danke, den w�nsch ich ihnen auch." So ging Feehily wieder zur�ck zu seinem Reich, wo Mr. McFadden immer noch auf dem Stuhl sa�. "Da sind sie ja endlich." , wurde er von ihm begr��t. "Scheint wohl so. Ich schau mir den Antrag jetzt weiter an."
"Und, wie schaut�s aus?" , fragte McFadden Feehily nach einer weiteren halben Stunde. "Hm, ich glaube, bevor sie mir mit weitern Antr�gen auf die Nerven gehen, genehmige ich ihnen den Bauantrag diesmal ausnahmsweise." Feehily unterschrieb also den Wisch und gab ihn dann McFadden zur�ck. Dieser starte ihn ungl�ubig an. "Das ist jetzt nicht ihr ernst. Die Sache hat doch irgendeinen Hacken?!" "Warum sollte sie? Ich habe ihnen nun endlich ihren Bauantrag genehmigt. Seien sie doch zufrieden." "Das bin ich ja auch. Man sieht sich so schnell bestimmt nicht mehr wieder." "Wir werden sehn, McFadden. Und nicht dass sie mir auf die Idee kommen, noch mehr H�user zu bauen. Und d�rft ich sie jetzt bitten zu gehen, ich muss weiterarbeiten." "Ich bin ja schon weg, einen angenehmen Tag noch." "Gleichfalls."
Als McFadden das Bauamt verlassen hatte, kam auch Feehily aus seinem Zimmer raus. "Und?" wollte Gina wissen. "Diesmal hat er Gl�ck gehabt. Ich habe ihm den Antrag genehmigt." "Nein, so etwas darf ich auch noch erleben?!", meldete sich auch Shorty zu Wort. "Siehst du doch. Ich mache jetzt �brigens Feierabend, da ja Wochenende ist und ich noch ein paar Dinge zu erledigen habe. Noch einen sch�nen Restarbeitstag." "Danke, dir auch." , kam es Marcus ihm Chor entgegen.
So machte sich Feehily auf den Weg zu seinem Auto, um nach Hause zu fahren. Dort erwartete ihn aber eine b�se �berraschung. Als er aus seinem Auto stieg, sah er, wie McFadden auf seinem Nachbargrundst�ck, welches noch unbebaut war, rumlief. "Was f�r ein Zufall, McFadden." , rief er ihm zu. "Was machen sie denn hier, wenn ich fragen darf." "Das w�sste ich von ihnen auch gern." , konterte er ihn mit einer Gegenfrage. Beide standen nun an Feehily�s Gartenzaun. "Sie haben mir doch diesen Antrag endlich genehmigt und ich will mir das Grundst�ck nur noch mal anschaun und sie?" "Ich wohne hier. Darf ich mich vorstellen, Marcus Feehily, ihr neuer Nachbar." Feehily streckte McFadden zur Begr��ung die Hand entgegen. McFadden wurde nun fast kreidebleich im Gesicht. "Danke." , stammelte er nur noch, ohne auch Feehily die Hand zu reichen. Er hatte es auf einmal ganz eilig und fuhr mit seinem Auto davon.
Am n�chsten morgen hatte Feehily ein Schreiben von McFadden auf dem Schreibtisch liegen, wo er ihn bat, den Bauantrag wieder r�ckg�ngig zu machen. Dabei dachte er sich nur noch *Tja, McFadden. Gekauft ist gekauft. Auf eine gute Nachbarschaft* und hatte dabei ein h�misches Grinsen auf den Lippen.
Und die Moral von der Geschicht:
Einen Bauantrag hat man � oder nicht !
� Anne-Kathrin