Autor: Steffi

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Kategorie: Ashley

Status: Complete

Summary: Oft sind die Schmerzen gr��er, als das Verlangen nach Liebe und es ist das beste Abschied zu nehmen. Manchmal jedoch meint es das Schicksal anders...

Anmerkung: Der Anfang der Fic ist schon ziemlich alt und ich habe es erst neulich geschafft sie ganz fertig zu schreiben. Deswegen kann es vorkommen, dass der Text eventuell am Anfang noch nicht ganz so fl�ssig klingt! Trotzdem hoffe ich, dass ich mit der Fanfic vielleicht an euere Grenzen sto�e und ihr mir flei�ig Feedback schickt!

Widmung: Diese Fanfic m�chte ich meiner Mailfreundin Carina widmen, weil sie jede einzelne Story von mir ganz besonders sch�tzt und mir immer ganz ehrlich sagst, was gut ist und was schlecht ist. Es macht mich einfach gl�cklich, dass du meinst, dich in meine Fics verliebt zu haben! Vielen Dank, Mausi! HDGDL

Au�erdem m�chte ich nat�rlich wie immer meine s��e Maus Liz gr��en, die mein Leben mit ihrer Freundschaft ganz besonders erf�llt. Danke, dass es dich gibt!!!

 

Why I let you go?

Teil 1:

Ich habe dich geliebt! Du warst die wichtigste Person in meinem Leben, mein Lebenselexier. Doch dann erkannte ich die schreckliche Wahrheit und lie� dich gehen, denn ich konnte dir einfach nicht verzeihen. Ich wei� nicht warum du
es getan hast und ich werde es wahrscheinlich nie heraus finden. Ich wei� auch nicht, wie du das ein ganzes halbes Jahr ohne schlechtes Gewissen gemacht hast, denn ich hatte immer das Gef�hl, dass auch du mich richtig liebst und
mit mir gl�cklich bist. Du warst mein Leben. Du bist nicht mehr bei mir und so ich bin gestorben, innerlich bin ich bereits tot.

Dieser Boy von dem ich spreche hei�t Ashley Ward Parker Angel und lebte in derselben Stadt wie ich, in Redding. Wir lernten uns durch Annie kennen. Sie war meine beste Freundin und Ashs Halbschwester. Als ich ihn das erstmal sah, wusste ich, dass er derjenige war, den ich immer gesucht hatte. Damals war ich 15 und er 16 Jahre alt. Wenn ich und Annie etwas zusammen unternahmen war er, seitdem wir uns gesehen hatte, immer dabei. Ich war mir dadurch ziemlich sicher, dass er das gleiche empfand wie ich, trotzdem traute ich mich nicht ihm meine Gef�hle zu zeigen. Ich war der gl�cklichste Mensch, als er mir eines Abends seine Liebe gestand. Die Wochen danach waren die sch�nsten meines Lebens. Wir verbrachten so viel Zeit miteinander, wie es nur ging und ich liebte ihn von Tag zu Tag mehr. Doch pl�tzlich hat sich alles ver�ndert. Wir sahen uns immer seltener und wenn ich mich mit ihm per Telefon verabreden wollte, erfand er immer eine andere Ausrede. Annie meldete sich auch fast gar nicht mehr. Ich beschloss eines Nachmittags zu ihr zu gehen und sie spontan mit zum Strand zu nehmen, damit wir uns mal wieder richtig unterhalten konnten. Und dann sah ich es, ein halbes Jahr, nachdem sich Ashs und mein Liebesleben ver�ndert hatte. Durch ein Fenster der Familie Angel sah ich, wie Ashley eine andere k�sste und immer leidenschaftlicher wurde. Ich sah so lange hin bis ich es nicht mehr ertragen konnte und nach Hause rannte. Dort weinte ich hemmungslos. Zwei Tage danach stand er mit einem riesigen Sonnenblumenstrau� und einer einziger Rose in der Mitte vor meiner T�r und wollte mich zum Essen einladen. Er tat so als w�re alles in Ordnung. Da platzte es alles aus mir heraus. Ich sagte ihm unter Tr�nen, was ich gesehen hatte und das ich nun wei�, warum er in den letzten Monaten immer so wenig Zeit f�r mich hatte. Ich fragte ihn anschlie�end, ob das stimmt, ob wirklich sie daf�r verantwortlich war. Er sah mir nicht in die Augen und meinte "Ja". Als ich das h�rte, dachte ich, ich sterbe. Ich f�hlte mich so verletzt und leer. Ich hatte ihm so viel Liebe entgegen gebracht und er hat sie anscheinend nie richtig erwidert und suchte sich schon nach ein paar Wochen eine andere. "Ich liebe aber dich! Ich habe gestern mit dir Schluss gemacht, weil ich merkte, dass du die einzigste f�r mich bist. Ich wollte nie das du es erf�hrst. Bitte verzeih mir", meinte er damals, wobei auch ihm schon die Tr�nen �ber die Wange liefen. Doch ich konnte nicht! Ein ganzes halbes Jahr hat er ohne schlechtes Gewissen so gehandelt. Ich glaube so etwas kann keiner jemals ganz verzeihen. Er hatte mich innerlich total zerst�rt. Ich schmiss ihn zur T�r raus und sagte ihm, dass ich ihn nie wieder sehen wollte. Er versuchte dann noch ein oder zwei Wochen lang, mich doch noch umzustimmen, doch ich konnte nicht. Ich h�tte ihm nicht mehr ohne Wut in seine Augen blicken, in die sch�nsten blauen Augen, die ich je gesehen hatte. Ich liebte sie, ich liebte ihn. Doch er f�hlt wahrscheinlich nie so stark wie ich.

Das ganze ist jetzt drei Jahre her. Seit dem Tag habe ich auch wirklich nie
wieder etwas von ihm geh�rt oder gesehen. Alles was mich an ihn erinnerte habe ich damals noch am selben Tag verbrannt. Ich habe nach ihm bis jetzt keinen Freund mehr gehabt, denn die Angst davor, noch einmal so verletzt zu werden, ist gr��er als die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Um die Sache mit Ash zu verarbeiten, brauchte ich damals ein ganzes Jahr. Jetzt wohne ich in Miami/Florida, habe neue Freunde und ein neues Leben, doch ihn habe ich bis heute nicht vergessen. Immer wieder �berlegte ich, ob es damals richtig war,
ihn einfach gehen zu lassen, schlie�lich habe ich ihn nie richtig zu Wort kommen lassen, doch dann denke ich an die Schmerzen, die er mit seiner Aff�re bei mir verursachte hat und war mir sicher. Irgendwie liebe ich ihn immer noch, doch verzeihen kann ich ihm auch nicht. Es ist einfach alles total kompliziert!!!

Da werde ich aus meinen Gedanken gerissen und Jessica, meine allerbeste Freundin, st�rmt in mein Zimmer und wedelt mit 2 Karten herum. Wir haben zusammen ein kleines Haus direkt am Strand. "AAAAAHHHHH Cathy, das glaubst du nicht!!! Ich habe gewonnen! Ich kann endlich O-Town treffen!!!" Oh nein, nicht schon wieder!!! Seit Wochen gibt es nur noch ein Thema bei Jessi: Die Boyband O-Town. Sie sind ihre absoluten Lieblinge und am liebsten w�rde sie mit mir 24 Stunden rund um die Uhr dar�ber sprechen. Ich hab zwar schon mal ein Lied von ihnen geh�rt, was auch ganz gut war, aber sonst... Ich kenne weder ihre Namen noch wei� ich wie sie ausschauen. "Das Gewinnspiel wei�t du noch? Ich habe da doch mitgemacht, wo man 2 Konzert- und Backstagekarten f�r das O-Town Konzert in Orlando gewinnen kann. Und stell dir vor: Ich habe es geschafft", kreischt Jessi. "Sch�n, ich freue mich f�r dich", sage ich. "Wei�t du, wen ich mit nehme?" "Ne, keine Ahnung!" "Na dich nat�rlich! Du musst einfach mal hier raus. In der letzten Zeit sitzt du nur noch in deinem Zimmer und h�rst stundenlang Musik." "Ich denke halt mal wieder ein bi�chen nach. Und da ich das nicht so oft tue, dauert es halt dann, wenn ich es mal mache, immer etwas l�nger." "Aber nicht schon wieder wegen ihm, oder?", fragt mich Jessica. Jessi ist die einzige, der ich die Sache mit Ash erz�hlt habe. Sie wei� alles von ihm (und mir), au�er seinen Namen, denn den will ich seitdem nicht mehr aussprechen, und wie er aussieht, denn ich habe ja alle Fotos von ihm u. a. damals verbrannt. Ich blicke sie an und nicke. "Ach S��e! Warum vergisst du ihn denn nicht einfach?! Er hat dich verletzt und verdient es nicht, dass du ihm noch nachtrauerst", meint Jessi, setzt sich neben mich aufs Bett und legt ihren Arm um mich. "Ich trauere ihm nicht hinterher! Es ist nur ... ach, ich wei� auch nicht. Wann ist denn jetzt das Konzert", lenke ich vom Thema ab, denn eigentlich er ist kein Gespr�ch mehr wert. "N�chste Woche Samstag. Oh Mann, ich freue mich ja schon so! Und Dan, mein Gott, der ist ja SO s��!" "Mensch Jessi, jetzt komm aber mal wieder runter. Du bist 18 Jahre alt und verh�ltst wie ein 14j�hriger Teenie", lache ich. "Ha ha, du wei�t ja gar nicht was du verpasst, wenn du nie etwas von ihnen h�rst oder sie dir mal anschaust", verteidigt Jessica ihre S�ssen. "Ne, lass mal gut sein, ich sehe sie ja dann n�chste Woche", lehne ich ab. Wir reden noch einige Zeit �ber andere Dinge und gehen dann schlafen. Die n�chsten Tage sind schrecklich, f�r mich zumindest. Jessi schw�rmt mir die ganze Zeit etwas von Dan vor, singt ihre Lieder oder rennt schreiend durchs ganze Haus. Wie kann man nur so hysterisch sein, sind doch schlie�lich auch nur Menschen. Aber meine Maus mag sie halt!!!

"Mensch Jessi, hast du es bald, wir m�ssen los", schreie ich rauf. Jessica ist jetzt mindestens schon 2 Stunden im Bad. "Ich komme ja schon, dass du immer so hetzen musst!" "Na, wer hat es denn hier eilig, zu ... O-Town zu kommen, he?" "Ok ok, du hast gewonnen", grinste Jessi nerv�s. Im Auto (ich fahre) lasse ich mich dann doch dazu �berreden, das O-Town Album unterwegs anzuh�ren. So schlimm ist es ja eigentlich nicht, denn die Songs k�nnen sich schon h�ren lassen, die meisten zumindest. Und dann, nach 3 Stunden anstrengender Fahrt, kommen wir endlich an der Halle an. Kaum sind wir ausgestiegen, schon muss Jessi weiter. "Komm, zum Backstagebereich geht es da lang", meint sie total aufgeregt und rei�t mich mit. Vorbei an riesige Menschenmassen, die sich alle zum Eingang vor dr�ngeln rennen wir zur R�ckseite der Halle. Auch dort stehen einige Fans, aber bei weitem nicht so viele wie bei den Eing�ngen. Wir k�mpfen uns durch die kreischenden Girls vor zur Absperrung, direkt auf einen Security zu. "Endstation, hier kommt ihr nicht durch", f�hrt er uns total fies an, als wir in anrempeln, weil uns irgendwer unabsichtlich geschubst hat. "Doch tun wir schon", meint Jessi zuckers�� und wir halten ihm unsere Backstagep�sse unter die Nase. "Na, wenn das so ist", meint er dann pl�tzlich total freundlich und hilft uns �ber die Absperrung. Als wir auf den gro�en schwarzen Eingang zugehen, vorbei an den wartenden Fans, werden wir von einigen voll bl�d angemacht: "Schau dir diese Schlampen an", blafft die eine, "Will mal wissen, wie viel die zahlen mussten, um da rein zu d�rfen", eine andere. Aber uns l�sst das v�llig kalt und wir stolzieren einfach an ihnen vorbei, hinter Mister Muskelproz her. Als wir die T�r erreichen, verabschiedet er sich von uns und geht wieder zur�ck. Wir betreten den Backstagebereich und gehen einen Gang entlang, an etlichen T�ren vorbei. Ewiglang laufen wir durch unz�hlige R�ume, als ich mal gegen�ber Jessica meine Vermutung anmerke, dass wir an dieser T�r schon einmal vorbei sind. Jetzt m�ssen wir total lachen. "Wei�t du was, wir klopfen jetzt mal wo an und fragen", schl�gt sie vor, nachdem wir uns wieder einigerma�en beruhigt haben. Und schon steht sie vor einer T�r, wo auf dem Schild daneben "Presseraum" steht. Nach einem "Yeah" treten wir ein. "�hm Entschuldigung, wir wollten nur wissen, wo wir O-Town finden", fragt Jessica. "Ach, ihr seid bestimmt die Gewinnerinnen des Meet & Greet. O-Town sind noch nicht da, aber ich zeige euch, wo ihr auf sie warten k�nnt", meint so ein blonder Pressefuzi. "Danke!" Er f�hrt uns zu einem Raum, an dem wir vorhin mindestens 2mal dran vorbei gelaufen sind, zeigt uns noch wo wir Getr�nke finden k�nnen und verschwindet wieder. "Oh Mann, bin ich nerv�s", meint Jessi immer und immer wieder zu mir. Ok, ich muss zugeben, so ein gewisses Kribbeln versp�re ich jetzt auch, schlie�lich trifft man nicht alle Tage einen Star und ich freut mich jetzt auch schon richtig auf O-Town. "Du Mausi, ich hab mich noch gar nicht bei dir bedankt, dass du mich mitgenommen hast!" "Ach, ist schon ok! Und au�erdem brauchte ich doch jemanden zum fahren. Und du hast als einzigste aus unsere Clique schon den F�hrerschein", grinst sie mich an. "Ach so, deshalb habe ich das Gl�ck heute hier zu sein..." "Nein, war doch nur ein Joke", gibt Jessi zu. "Wei� ich doch!" Dann pl�tzlich tut sich etwas auf dem Gang, wir h�ren Schritte und Stimmen. "Mann, hast du die eine gesehen, die sah richtig hei� aus", sagt irgendjemand drau�en. Irgendwie kommt mir diese Stimme bekannt vor. "Mensch Ash, musst du immer irgendwelche Girls aufrei�en?!", sagt ein anderer. Ash? Doch nicht etwa DER Ash! Ach nein, dass kann nicht sein. Wieso sollte er ... in einer Band sein? Da geht die T�r auf und 5 Boys kommen rein. Jessica ist sofort gl�cklich aufgesprungen, doch ich kann mich nicht erheben, denn als ich in das Gesicht von dem einen blicke, der als erstes den Raum betreten hat, stockt mir der Atem und ihm anscheinend auch.

Teil 2:
"Du? Das glaube ich jetzt aber nicht", meint Ashley zu mir gewandt. "Was machst du hier?" "Das gleiche k�nnte ich dich fragen?", wehre ich mich. "Ihr kennt euch?", meinen Jessica und der Rest von O-Town gleichzeitig. "Ja, wir kennen uns. Ash/Cathy, mein/e damaliger/e Herzensbrecher/in", antworten wir
gleichzeitig. "Jetzt verstehe ich auch, warum du bis heute noch nicht aufh�ren kannst an ihn zu denken! Bei so einem Typen", staunt Jessi, worauf ich sie giftig, sehr giftig, anblicke. "Du denkst noch an mich?", stellt Ashley ziemlich vergn�gt und grinsend fest. "Ja, aber nicht gerade positiv, falls du das denkst. So, und du bist nun also ein Popstar. Lebt es sich gut?", beginne ich ein herablassendes Gespr�ch mit ihm. "Musst du mich immer so angiften?!" "Vielleicht", antworte ich und verlasse den Raum. Jessica will mir folgen, doch Ashley h�lt sie zur�ck und so geht er mir nach. Jessi macht sich w�hrenddessen mit Erik, Trevor, Jacob und Dan (!!!) besser bekannt. Ich bin aus dem Backstagebereich raus gelaufen, vorbei an den Fans und gehe auf eine Bank zu, die etwas weiter von den Massen weg steht. Pl�tzlich beginnen die M�dels zu gr�len und zu jubeln, worauf ich mich umdrehe und sehe, dass Ash mir gefolgt und er wohl der Grund f�r die Umstellung der Lautst�rke ist. Ein Bodyguard befreit ihn von einem blonden Girl, dass es hinter der Absperrung nicht mehr ausgehalten und sich ihm um den Hals geworfen hat. Kurz drauf sitzt er neben mir und der Bodyguard steht ebenfalls an der Bank. "Wollen wir nicht mal vern�nftig miteinander reden?", beginnt er. "Muss der da sein?", will ich wissen, mit dem Blick auf den Bodyguard. "Wenn du mit mir ihn RUHE sprechen willst, ja!" "Ok, lass uns reden", meine ich, wobei ich ihn aber nicht anblicke. "Fang du am besten an!" "Lass uns ein St�ck gehen", sagt er und wir erheben uns von der Bank und marschieren in Richtung Stadt. Unser "pers�nlicher Leibw�chter" uns immer auf den Fersen. "Was damals passiert ist bzw. was ich gemacht habe, war nicht fair. Ich habe auch in den letzten drei Jahren immer wieder �ber uns nachgedacht. Ich hatte den gr��ten Fehler meines Lebens begangen und das um einen f�rchterlichen Preis: Ich habe dich
verloren, die Liebe meines Lebens. Es tat mir schrecklich leid und das tut es mir auch heute noch. Vergessen habe ich dich nie, ein Foto von dir steht sogar auf meinem Nachtk�stchen. Ich habe sogar sehr oft gebetet, dich irgendwann noch einmal wieder zu sehen. Ich habe mir �berlegt, was ich dann zu dir sagen soll, wenn mir dieser Wunsch wirklich erf�llt wird, kam aber nie auf eine L�sung. Jetzt ist mein Gebet wirklich erh�rt worden und ich m�chte dir noch einmal sagen, wie leid mir das ganze tut und das ich mich selber nicht wieder erkenne, wenn ich an die Zeit zur�ck denke. Ich liebte dich damals sehr, mehr als mein Leben, ich w�re f�r dich gestorben und das gleiche empfinde ich auch heute noch f�r dich. Durch meinen Seitensprung, hast du wahrscheinlich nicht erkannt, wie wichtig du wirklich f�r mich warst, dass du mir alles bedeutet hast. Damals bin ich dir ja dann noch ca. zwei Wochen hinterher gelaufen und erst dann hatte ich begriffen, dass es wirklich zu sp�t war, dass ich dich wahrscheinlich nie mehr zur�ck bekommen werde, weil du mir das nie verzeihen k�nntest. Ich begriff aber zu der gleichen Zeit auch, dass du meine gro�e Liebe bist. Es gibt f�r jeden Menschen nur 1 Person im Leben, die wirklich zu einem geh�rt, und das warst und bist f�r mich du. Ich habe seitdem keine andere Freundin mehr gehabt und werde es auch nie haben k�nnen, weil ich sie nicht wirklich lieben w�rde, denn meine ganze Liebe geh�rt nur diesem einen Menschen." Diese Worte ber�hren mich schon sehr. Er ist wirklich der liebste Mensch, den man sich nur vorstellen kann. Auch er war die Liebe meines Lebens, auch heute noch. Aber ob seine Worte wirklich ausreichen, um alles zu vergessen? Nein, das kann ich nicht, dazu sitzt der Schmerz noch zu tief. Aber ich wei�, dass seine Worte der Wahrheit entsprechen und so muss ich wohl eine Entscheidung f�llen. "Jetzt sag doch was", werde ich von Ash aus meinen Gedanken gerissen. "Ach Ash! Es ist alles so schwer. Vor einer � Stunde dachte ich noch, dass ich die nie wieder sehen werde. Einen Menschen wie dich kann man nicht vergessen, egal wie gro� der Fehler war, den er begangen hat. Ingewisserwei�e stehe ich auch heute noch in einer engen Beziehung mit dir, nur wei� ich nicht in was f�r einer. Ich wei� einfach nicht, ob die Liebe zu dir ausreicht, um alles von jetzt auf gleich zu vergessen. Ganz verzeihen werde ich wahrscheinlich nie k�nnen, aber ..." "Sch�n, dass du es mir so leicht machst. Ich sch�tte dir hier mein Herz aus, tue alles um dir zu zeigen, was du mir bedeutest und dich lassen meine Gef�hle v�llig kalt. Kannst du eigentlich nie vergessen und vergeben?", giftet mich nun er mal an und dreht sich um, um zur�ck zu gehen. Als er gerade die Stra�e �berquert rufe ich ihm noch nach: "Du hast mich doch gar nicht ausreden lassen!" Er drehte sich noch einmal um, achtet nicht mehr auf den Verkehr und ...

"Ash, pass auf!!!" Doch schon zu sp�t. Gerade als er das Auto erblickt, hat dieses ihn auch schon erfasst. Er wird auf die Motorhaube geschleudert und fliegt dann zur�ck auf die Stra�e, wo er reglos liegen bleibt. Blut str�mt aus einer Kopfwunde an seiner rechten oberen Schl�fe und verteilt sich auf dem Asphalt. "Ashley! Oh mein Gott!", schreie ich nur noch und renne zu ihm hin. Auch der Bodyguard. Ich knie mich neben ihn und r�ttel leicht an ihm "Ashley, Ashley, kannst du mich h�ren!" Um uns baut sich schon eine Menschenmenge auf, die auch Fans beinhalten muss, denn das Geschrei und das Gerede ist gro�. Auch der Autofahrer kommt jetzt aufgeregt auf mich zu. "Das tut mir leid, ich habe nur einen Moment nicht aufgepasst und nicht damit gerechnet, dass einer mitten auf der Stra�e stehen bleibt", entschuldigt er sich, doch ich h�re ihm nicht richtig zu, da ich mich nur um Ash k�mmere. Der Bodyguard zieht w�hrenddessen sein Handy aus der Tasche und alarmiert als erstes einen Krankenwagen, dann ruft er ein der Mikes an, einen ihrer Manager, und erkl�rt dem alles kurz. Kurz darauf h�re ich schon von weitem Sirenen und schon ist der Krankenwagen und mehrere Polizeiwagen vor Ort. Die Sanit�ter sind sofort zur Stelle und versorgen ihn mit dem notwendigsten. Als sie ihn auf eine Trage hieven, frage ich sie: "Kommt er durch?" "Das kann ich ihnen leider nicht sagen, wir m�ssen jetzt auf jeden Fall so schnell wie m�glich ins Krankenhaus. Sie k�nnen mitfahren", antwortet mir der eine total freundlich. Ich stimme mit einem Nicken zu, und nach dem Ashley reingeschoben worden ist, steige ich noch dazu. Die T�ren werden geschlossen und mit lauten Sirenen geht es los, in Richtung Hospital. Unterwegs bekommt Ash eine Sauerstoffmaske, ein Zugang wird im gelegt und seine Kopfwunde notd�rftig versorgt. Schon nach ein paar Minuten kommen wir an. Mit schnellen Schritten schieben sie die Trage ins Haus und in den n�chsten freien Behandlungsraum. Ich will hinterher, werde jedoch gleich von einem Assistenzarzt aufgehalten. "Sie m�ssen hier warten! Vertrauen sie uns, wir werden alles f�r ihren Freund tun, um ihn zu retten", beruhigt er mich und verschwindet auch gleich in den Raum. Ich beobachte von au�en alles ganz genau. Pl�tzlich entsteht eine furchtbare Hektik. Ein Arzt greift zum Defiprilator. Oh nein, dass hei�t doch, dass sein Herz nicht mehr schl�gt, oder? Ich habe in dem Moment furchtbare Angst. Angst, den Menschen zu verlieren, den ich eigentlich liebe. Tr�nen laufen mir �ber mein Gesicht, als ich zusehe, wie Ashley mehrere Male geschockt wird. Immer der selbe Ablauf: Schock, Blick zum Bildschirm, Schock, Blick zum Bildschirm. Ich halte es vor der T�r einfach nicht mehr aus und st�rme nach innen. "Ashley bitte, du darfst mich nicht verlassen. Bitte, bitte bleib bei mir", rufe ich, obwohl er mich im Moment sicher nicht h�rt. "Bringen Sie sie nach drau�en", schafft der Arzt einer Schwester an, w�hrend er ihn ein weiteres mal schockt. Pl�tzlich ist wieder ein gleichm��iges Piepen zu h�ren: Ashs Herz hat wieder angefangen zu schlagen. Etwas beruhigter beobachte ich jetzt wieder alles weitere von au�en. "Cathy", h�re ich hinter mir jemanden rufen. "Oh mein Gott, Jessi!" Sie kommt mit dem Rest von O-Town und Mike & Mike auf mich zu gerannt und nimmt mich sofort in den Arm, wo ich hemmungslos anfange zu weinen. Ich bin nicht f�hig irgendetwas zu erz�hlen. Da geht die T�r zum Behandlungszimmer auf und Ashley wird nach drau�en geschoben. Er ist jetzt intubiert. "Was ist mit ihm?", frage ich etwas gefasster. "Wir haben in stabilisiert und bringen ihn jetzt rauf in den OP, da er wahrscheinlich mehrere innere Verletzungen hat. Sie k�nnen hier warten, es kann aber etwas dauern", erkl�rt der Arzt. "Komm Cathy, solange Ash operiert wird setzen wir uns in die Cafeteria und du erz�hlst uns was passiert ist. Du kannst jetzt sowieso nichts f�r ihn tun", meint Jessica. Ich stimme mit einem Nicken zu und alle zusammen gehen wir in die Cafeteria und setzten uns an den ersten freien Tisch. "Also, was genau ist denn vorgefallen? Michael hat uns alles am Telefon nur kurz zusammen gefasst", erz�hlt Mike Cronin. "Michael?", frage ich. "Der Bodyguard", erg�nzt Mike. "Ach so! Also, Ashley und ich wollten reden ... wegen damals. Er entschuldigte sich unterwegs und bat mich um Verzeihung. Er war so lieb, ich hatte ihm glaube ich auch schon innerlich verziehen, wollte es nur nicht wahrhaben oder zulassen. Deshalb fand ich wahrscheinlich nicht die richtigen Worte und verletzte ihn dadurch sehr. Er lie� mich nicht ausreden, wollte zur�ck gehen und so wieder die Stra�e �berqueren. Ich rief ihm nach, er drehte sich um und blieb stehen und dann ... das Auto... oh mein Gott!", breche ich wieder in Tr�nen aus und falle in Jessis Arme. "Ich habe an allem Schuld. Warum habe ich ihm nicht einfach gesagt, dass ich ihm eigentlich schon verziehen habe, ich liebe ihn doch. Dann w�rden wir jetzt vielleicht irgendwo gl�cklich sitzen und er w�rde nicht gerade mit seinem Ende rechnen. Ich bin so falsch", weine ich. "Nein, dann w�rde Ashley sich jetzt mit den anderen Jungs auf den Auftritt vorbereiten. Was sagen wir blo� der Presse", fragt sich Mike Morin. Den kann ich einfach nicht leiden und Jessi anscheinend auch nicht, denn sie blickt ihn finster an. "Ist nicht schon genug passiert? M�ssen Sie jetzt auch noch auf meiner Freundin rumhacken, obwohl sie sich eh schon schuldig f�hlt und sich selbst Vorw�rfe macht?", verteidigt Jessica mich. "Komm, wir setzten uns nach oben", wendet sie sich dann wieder an mich, steht mit mir auf und zusammen verlassen wird die Cafeteria, gefolgt von Dan, Trevor, Erik, Jacob, ja selbst von Mike Cronin. Anscheinend kann keiner von ihnen Mike Morins Verhalten gerade akzeptieren. Ein paar Minuten sp�ter sitzen wir dann zu siebt im 2. Stock in dem Warteraum, direkt neben den OPs. Dort lehne ich mich an Jessis Schulter, schlie�e meine Augen und schlafe unbewusst ein. "Cathy, Cathy wach auf!" Sofort bin ich munter, da ich nur einen leichten Schlaf hatte. Ashley wird aus einem der S�le geschoben, dahinter kommt der Arzt zum Vorschein. Zuerst werfe ich einen Blick auf Ash. Es sieht schlimm aus, �berall Schl�uche und Monitore. Dann wende ich mich an den Arzt. Zwei Schwestern schieben das Bett w�hrenddessen in einen der n�chsten R�ume. "Ist alles gut gegangen? Wird er es schaffen?" "Soweit ist alles in Ordnung. Wenn er die Nacht �bersteht, ist er �ber dem Berg", erkl�rt er. "Morgen k�nnen sie ihn dann alle besuchen." "Wenn er die Nacht �bersteht?", hake ich �ngstlich nach. "Keine Angst, ihr Freund wird schon wieder gesund!" "Danke, f�r alles!" Mit einem L�cheln verabschiedet er sich von uns und wendet sich ab. "Kommt, wir gehen nach Hause. Morgen sieht die Welt bestimmt schon wieder besser aus", meint Erik. Geschlossen verlassen wir mit h�ngenden K�pfen das Hospital. Davor wartet Mike M. Auf dem Weg zum Van halten er und Mike C. sich im Hintergrund. Ich kann h�ren, dass sie sich �ber Ashleys Zustand unterhalten, doch was sie sonst noch bereden, kann ich nicht verstehen. Ich kann mich jetzt auch nicht darauf konzentrieren, denn meine Gedanken sind momentan voll und ganz bei Ash. Au�erdem �berlege ich, wo wir jetzt �ber Nacht hin sollen. Nach Miami will ich jetzt auf keinen Fall. Mein Wagen steht ja auch noch vor der Konzerthalle. Am Auto angekommen, will ich Jessi gerade darauf ansprechen, als sich Mike C. an uns wendet. "Mike und ich haben gerade beschlossen euch heute ausnahmsweise im Haus der Jungs �bernachten zu lassen. Es sei denn die Guys haben etwas dagegen...", erkl�rt er uns. "Warum sollten wir etwas dagegen haben?! Wir haben gerne Girls um uns herum. So k�nnen wir sie auch gleich noch besser kennen lernen", wirft Dan sofort ein, wobei er Jessi zuzwinkert. "Danke, dass ist echt lieb von euch. Dann m�ssen wir uns jetzt auch gar nicht mehr auf die Suche nach einem Hotelzimmer machen", bedanken wir uns. "Hotelzimmer? Wohnt ihr nicht hier?", fragt Dan. "Nein, wir wohnen in Miami. Jessi und ich sind heute wegen des Konzerts nur hier her gefahren", kl�re ich die Boys auf. Dann steigen wir in den Van und los geht�s Richtung Villengegend. Dort angekommen m�ssen wir erst mal staunen. "Wow, ich habe euer Haus ja schon oft auf Bildern gesehen, aber nie damit gerechnet jemals davor zu stehen, au�erdem wirkt es viel gr��er als auf den Fotos", begeistert sich Jessi. "Warte erst mal, wenn du es von innen siehst", prallt Trevor. "Angeber", denke ich mir l�chelnd, w�hrend wir die Villa betreten. Jacob f�hrt uns erst mal �berall herum. Er zeigt uns die K�che, wo wir zu essen und zu trinken finden k�nnen, das Wohnzimmer, die einzelnen Zimmer der Boys (4 davon), die 2 B�der und nicht zu vergessen DEN POOL mit dem Garten und Basketballplatz. "Wir haben allerdings nur ein G�stezimmer. Aber ich habe schon eine L�sung f�r unser Problem", tut Erik geheimnisvoll. Er und die anderen 3 Jungs verschwinden schnell in die K�che um etwas zu besprechen. Schon kurze Zeit sp�ter stehen sie wieder vor uns. "Komm mit, wir zeigen dir, wo du schl�fst", meint Erik und er und Jacob haken sich links und rechts bei mir ein. Sie f�hren mich die Treppe wieder hoch, vorbei an 2 T�ren, die ich schon betreten habe. Dann bleiben wir vor einem Zimmer stehen, in dem ich noch nicht war, "Das ist der einzigste Winkel unseres Hauses, den du noch nicht kennst. Sorry, wenn es etwas unaufger�umt ist, aber Ash ist halt nun mal ein totaler Chaot", witzelt Trevor, der uns mit Jessi gefolgt ist. Dann �ffnet Jacob die T�r und ich gehe rein. Ich sehe als erstes ein gro�es Bett, dar�ber h�ngt an der blauen Wand ein silbernes Superman-Zeichen. An der Wand daneben h�ngen noch 4 von ihm selbst gemalte Zeichen. "Das gibt es ja gar nicht. Ashley ist ja immer noch so ein gro�er Superman Fan. Das war fr�her schon so schlimm mit ihm", grinse ich die Jungs und meine Maus an. "Normalerweise machen wir das ja nicht, aber du stehst ja in einem ganz besonders engen Verh�ltnis zu ihm und deshalb kannst du hier schlafen, wenn dir das recht ist. Ich dachte, dann ist er in gewisserwei�e trotzdem bei dir", tut Erik mitf�hlend. "Ihr seid so lieb, danke! Ich wei� das wirklich zu sch�tzen", meine ich und umarme jeden der Boys einmal. "Ok, wir lassen dich dann mal etwas alleine! Wenn was ist, wir sind unten oder in unseren Zimmern. Wenn du dich verl�ufst, schrei einfach, dass passiert Ashley auch manchmal und der macht dann das gleiche", reist Dan einen Witz, auf welchen ich sofort laut loslachen muss und Jessica auch. Ich habe mich get�uscht, ab heute hat diese Band einen Fan mehr! Schlie�lich verlassen die Guys und Jessi das Zimmer. Ob Dan das mit Ash ernst gemeint hat? Ich werde ihn bei der n�chsten Gelegenheit mal darauf ansprechen. Ich lege mich erstmal auf Ashleys Bett. Als ich mein Gesicht nach links drehe, ersp�he ich auf seinem Nachtk�stchen ein Foto, ein Foto mit mir und ihm. Es muss das Bild sein, von dem er mir heute schon berichtet hat. Darauf umarmt er mich von hinten, hat sein Gesicht ganz fest an meines gedr�ckt und ich lege meine Arme um seinen Hals. Beide l�cheln wir. Da waren wir noch richtig gl�cklich, besonders an diesem Tag. Es entstand ziemlich am Anfang unserer damaligen Beziehung. Ich setze mich auf und nehme das Bild in meine H�nde. Ash hat es in einen herzf�rmigen Rahmen getan. Als ich ihn so betrachte, l�uft mir eine Tr�ne �ber die Wange, denn ich h�re pl�tzlich wieder die Stimmen des Arztes, wie er sagt: "Wenn er die Nacht �bersteht...". Erst jetzt realisiere ich richtig, was die diese Worte schreckliches bedeuten k�nnen. Ich beginne jetzt wieder richtig zu weinen. Was, wenn ich morgen ins Krankenhaus komme und mir der Arzt die schlimme Nachricht �bermittelt, vor der ich schon jetzt so Angst habe? Ich k�nnte ihm dann nie verzeihen und schon gar nicht mir! Ich k�nnte ihm dann nie sagen, dass es mir leid tut und das ich ihm eigentlich schon auf der Stra�e vergeben habe. Ich alleine w�re Schuld, ich mit meiner Verbissenheit. Nach ein paar Minuten raffe ich mich auf. Ich will mich zusammen rei�en, schlie�lich soll man nicht immer das schlimmste denken. Bestimmt wird alles wieder gut. Mit diesen Gedanken versuche ich mich zu beruhigen. Ich stelle das Bild zur�ck und �ffne die oberste Schublade. Ich wei�, so etwas tut man nicht, aber ich bin nun mal neugierig. Zum Vorschein kommt als erstes noch ein Foto, aber dieses mal nicht von uns. Nein, es ist ein Bild von seiner Aff�re. Ich erblicke das Girl mit den langen dunkeln Haaren, mit der ich Ash damals erwischt habe. Doch ich bin nicht sauer dar�ber, es in seinen Sachen gefunden zu haben. Wenn er mit ihr noch oder wieder etwas h�tte, h�tte er heute nie so ehrliche und ernste Sachen zu mir gesagt. Au�erdem liegt es ja in einer Schublade und einen Rahmen hat es auch nicht. Es scheint ihm also nicht wirklich etwas zu bedeuten. Ich lege es wieder zur�ck, mache die Schublade zu und beschlie�e jetzt erstmal duschen zu gehen und dann zu versuchen, etwas zu schlafen. Mal schauen, was die Welt morgen bringen wird!

Teil 3:

Richtig gut geschlafen habe ich wirklich nicht. Wirre Gedanken schwirrten die ganze Nacht �ber in meinem Kopf. Deshalb bin ich, als ich um 7 a.m. aufgewacht bin, auch gleich aufgestanden und habe mich fertig gemacht. Zum Gl�ck haben wir immer noch ein paar Sachen zum Anziehen mitgenommen, wie er es gewohnheitsbedingt immer tun, wenn wir weg fahren. Selbst dann, wenn es nur f�r einen Tag ist. Heute ziehe ich mir meinen knielangen Jeansrock, ein wei�es Top und eine leichte Bluse, die ich offen lasse, dar�ber an. So gehe ich dann 1 Stunde sp�ter runter in die K�che, wo schon alle am Tisch sitzen. "Morgen", meine ich. Alle drehen sich in meine Richtung und Erik entrinnt ein kleines Pfeifen. "Morgen", erwidern alle. "Jetzt �bertreib mal nicht, Erik", beschwichtige ich ihn. Ich begebe mich an den noch einzigst freien Platz zwischen Jessi und Dan. "Und konntest du wenigstens etwas schlafen?", will Dan wissen. Ich sch�ttel nur den Kopf. "Ach komm! Nachher werdet ihr euch bestimmt schon wieder in den Armen liegen", muntert er mich auf, legt einen Arm um mich und dr�ckt mich leicht an sich. "Hoffentlich hast du Recht!" Dann beginnen wir zu fr�hst�cken. Ich kann einfach nichts essen. Auch die Jungs und nicht mal Jessi k�nnen mich zu einem Croissant �berreden, obwohl ich die eigentlich liebe. "K�nnen wir dann endlich los?", frage ich dann eine � Stunde sp�ter. Ihnen scheint es wirklich geschmeckt zu haben, so wie die gestopft haben und wie der Tisch jetzt aussieht. "Klar!", kommt es von allen. Ich ziehe mir meinen blauen hochhackigen Sandalen an, Erik schnappt sich noch eine Brezel (typisch!!!) und dann geht es los. Mit dem Van machen wir uns auf den Weg zum Krankenhaus. Die ganze Fahrt �ber spiele ich nerv�s mit meinen Fingern. 10 Minuten sp�ter sind wir schlie�lich da. An der Anmeldung erfragen wir die Zimmernummer. Die Schwester ist ziemlich freundlich, doch was sie mir jetzt sagt schockt mich ziemlich: Ashley wurde auf die Intensivstation verlegt! "Aber gestern wurde uns gesagt wir k�nnten ihn heute besuchen", erwidere ich bittend. "Tut mir leid, aber �ber etwas derartiges wurde ich nicht informiert", meint sie. In dem Augenblick kommt der Arzt. Wir st�rzen uns auf ihn. "Herr Doktor, warum liegt mein Freund denn auf der Intensivstation?", frage ich. "Ihr Freund?" "Ashley Parker Angel", rufe ich Ash in seine Erinnerung zur�ck. "Ach ja richtig, der Verkehrsunfall. Es gab �ber Nacht einige Komplikationen..." Oh nein!!! "...aber jetzt ist wieder alles in Ordnung soweit. Zur Sicherheit wollte ich ihn noch auf Intensiv lassen, weil man dort rund um die Uhr ein Auge auf ihn hat. Au�erdem will er bis jetzt nicht aufwachen und er atmet noch nicht

selbst�ndig." "Er will nicht aufwachen? Was bedeutet das? K�nnen wir ihn nicht sehen?" "Doch, aber bitte nur einzeln. Am besten gehen sie erst mal zu ihm, vielleicht wacht er ja auf, wenn sie bei ihm sind." "Vielen Dank!" Er zeigt uns
noch den Weg zur Intensivstation und macht dann bei seiner Visite weiter.

Vor der T�r der Intensivstation stoppen wir dann. Da muss ich jetzt alleine durch. Ich habe etwas Angst, schlie�lich wei� ich nicht was mich hinter einer
der vielen T�ren erwartet. H�ngt Ashleys Leben immer noch an so vielen Schl�uchen wie gestern? Jessi dr�ckt mich noch einmal ganz fest und w�nscht mir viel Gl�ck. Ich gehe durch die schwere Glast�r und dann weiter in eine
Schleuse, wo ich mir so einen gr�nen Kittel anziehen muss. Ich atme dann noch einmal tief durch, als ich vor der offenen T�r, mit der daran stehenden Zimmernummer 188 stehe, wo auch Ashley u. a. liegt, denn auf Intensivstationen liegen ja in bestimmten F�llen immer mehrere Betten in einem Bereich. Als erstes kommt mir ein Pfleger entgegen, der gerade noch an Ashleys Bett gestanden hat. Er nickt mir freundlich zu. Ich nicke zur�ck. "Wie geht es ihm?" "Den Umst�nden entsprechend", antwortet er mir. Ich gehe weiter. Ashleys Bett steht ganz vorne, vier andere daneben. Wieder ist dieses gleichm��ige Piepen zu h�ren. Es sind viel mehr Ger�te um ihn, was f�r diese Station ja �blich ist, aber er ist nicht an alle angeschlossen, au�erdem ist er immer noch intubiert. Stimmt, der Arzt hat ja gesagt, dass er noch nicht selbst�ndig atme. Ich n�hre mich dem Bett, greife nach seiner Hand und dr�cke ihm einen Kuss auf die Stirn soweit die Schl�uche das zu lassen. "Hier bitte", sagt der Pfleger und gibt mir einen Stuhl. "Danke!" "Reden sie doch mit ihm, er kann sie h�ren", erkl�rt er mir und widmet sich dann wieder einem der vier anderen Patienten auf diesem Zimmer. Ich beginne mit ihm zu reden. "Ashley, h�rst du mich? Ich bin bei dir!" Da kann ich laute Schritte h�ren, anscheinend ist jemand auf die Station gelaufen. Der Pfleger konnte diese Person anscheinend nicht zur�ck halten, denn kurz darauf steht mir Ashleys dunkelhaarige Aff�re gegen�ber. L�uft da doch noch etwas zwischen ihnen? Nein, oder? Ich bin erstmal total geschockt. "Hi", begr��t sie mich freundlich. �ber ihre Freundlichkeit bin ich etwas erstaunt. Der Pfleger wirft mir einen Blick zu, der anscheinend soviel fragt wie "Soll ich sie rausschmei�en?" "Nein, schon ok", stimme ich zu. "Ich bin Shelli", kommt sie auf mich zu und reicht mir ihre Hand. "Ich bin Cathy", antworte ich und lege meine Hand in ihre. "Also du bist die Gl�ckliche?" "Die Gl�ckliche wieso? Schlie�lich warst du doch seine Aff�re zu der Zeit, wo ich dachte er w�re gl�cklich mit mir", verstehe ich nicht ganz. "Als ich mit Ashley etwas hatte, wusste ich nicht das es dich gab. Er hat dich nie erw�hnt, wenn wir zusammen waren. Ich fragte ihn auch nie, ob er eine Freundin h�tte, denn ich war mir ziemlich sicher, dass der solo war. Eine Aff�re ist n�mlich normalerweise nicht seine Art. Wenn ich gewusst h�tte, dass er fest gebunden w�re, h�tte ich mich nie zwischen eure Beziehung gedr�ngt." Diese paar Worte lassen sie schon etwas sympathischer wirken, obwohl ich etwas entt�uscht bin, dass Ashley mich nicht einmal erw�hnt hat. Ich dachte immer, dass ihm vielleicht bei einem romantischen Kuss mal mein Name entwichen w�re, das scheint nicht der Fall zu sein. "Zwei Tage nach dem du uns gesehen hast, ist er fr�h morgens bei mir vor der T�r gestanden und hat pl�tzlich Schluss gemacht. Er hat mir alles erz�hlt und mir gesagt, dass er eigentlich nur dich liebt", erz�hlt sie weiter. "Ich sagte ihm dann, dass er dann sofort zu dir gehen solle. Das du bereits �ber alles Bescheid wusstest, wussten wir ja da noch nicht und deshalb war ich etwas verunsichert, als er ein paar Stunden sp�ter tr�nen�berstr�mt wieder vor meiner T�r stand. Du hattest ihm auch zwei Wochen danach noch nicht verziehen, was ich unter den Umst�nden verstehen kann, und deshalb war ich f�r ihn da. Ich versuchte ihn zu tr�sten. Seitdem sind wir die besten Freunde, bis heute. Nicht mehr und nicht weniger." Mit diesen Worten schlie�t sie ihre Darstellung ab. "Es war auch f�r mich nicht leicht. Ich dachte bis gestern noch ihn nicht wieder zu sehen und dann stand er pl�tzlich vor mir. Er sagte so liebe Sachen zu mir und �ber uns. Ich wollte ihm verzeihen, doch er lie� mich nicht aussprechen. Dabei w�re dieser Satz so entscheiden gewesen!", erz�hle ich ihr, wobei mir wieder eine kleine Tr�ne �ber die Wange l�uft. Shelli nimmt sich auch einen Stuhl, setzt sich neben mich und legt einen Arm um mich. "Und? Wie h�tten diese Worte gelautet?" will sie wissen. ".Ganz verzeihen werde ich wahrscheinlich nie k�nnen, aber ich werde es versuchen", antworte ich. "Das waren die Worte, die er mit seiner Stimme unterdr�ckte. Sonst w�re doch alles ganz anders gekommen!" "Du liebst ihn wirklich. Ihr geh�rt zusammen und vor
euch liegt eine wunderbare gemeinsame Zukunft. Ich lass euch jetzt wieder alleine und gehe zu den Jungs nach drau�en. Wir sehen uns", meint sie, steht auf, streicht Ashley kurz durch seine Haare und l�chelt mich noch einmal lieb an. "Ok! Danke!" Kurz darauf ist sie verschwunden und ich widme mich wieder voll und ganz Ashley. Shelli ist wirklich nett und total in Ordnung. "Jetzt musst nur noch du aufwachen, dann ist alles in Ordnung und gekl�rt", sage ich zu Ashley. "Bitte lass mich nicht mehr alleine, nie mehr. Ich liebe und brauche dich", meine ich zu ihm und lege meinen Kopf auf seinen Oberk�rper. Ich h�re das gleichm��ige Schlagen seines Herzens. Es tut wahnsinnig gut, mit anzuh�ren das er lebt. Ich schlie�e meine Augen, denke an fr�her und habe pl�tzlich Ashley vor mir. Er l�chelt mich an. Ich stelle mir einen Ausschnitt aus unserer fr�heren Beziehung vor. Einmal rennen wir H�ndchen haltend durch den Sand am Strand, danach sehe ich, wie ich ihn in den Arm nehmen, weil er weint und ich versuche ihn zu tr�sten. Damals ist zu dem Zeitpunkt sein Hund Chang gestorben und er litt sehr darunter. "Oh Ashley", fl�stere ich vor mich hin. Pl�tzlich sp�re ich eine Hand auf meinem Kopf, welcher immer noch auf Ashley liegt. Langsam erhebe ich mich und blicke ihn an. Er hat die Augen leicht ge�ffnet. "Oh mein Gott, du bist ja wach", rufe ich schon fast und lache ihn an. Der Pfleger kommt herbei und als er sieht, dass Ashley die Augen auf hat, meint er, er hole den Arzt. Ich setze mich wieder neben ihn und streiche ihm beruhigend durch seine blonden Haare. "Gleich kommt der Arzt, dann wirst du bestimmt von diesem l�stigen Schlauch endlich befreit. Mein Gott, ich bin ja so froh", freue ich mich. Er dr�ckt als Zeichen, dass er mich versteht, leicht meine Hand. Kurz darauf ist auch schon der Doc da. "Da ist ja einer endlich wach. Wurde auch langsam Zeit Mr. Angel. Jetzt extubieren wir erst mal", erkl�rt er uns. "David", meint er und kurz darauf stellt sich der Pfleger auf die andere Seite von Ashs Bett um zu assistieren.
Ich muss einige Schritte zur Seite gehen. "Ich m�chte, dass wenn ich "jetzt" sage, sie ganz fest pusten, ok?" Ashley nickt. Der Arzt trennt den Schlauch von dem Beatmungsger�t und legt dann seine Hand um den restlichen Teil. Kurz darauf meint er "jetzt". Kaum ist der Schlauch drau�en, muss Ashley erst einmal gewaltig husten. "Sehr gut! Ich denke wir k�nnen Sie jetzt auf die normale Station verlegen, dort k�nnen sie dann auch von dem Rest der Gruppe, die alle unsicher drau�en stehen, Besuch empfangen", erkl�rt er uns und l�chelt uns an. "David, sagen Sie unten bitte Bescheid, dass eine Schwester ein Zimmer vorbereitet und bringen Sie Mr. Angel dann nach unten", tr�gt er dem Pfleger auf. Er lacht uns beide noch einmal zu. "Danke f�r alles", meine ich. "Schon in Ordnung, daf�r sind wir ja da. Bald ist ihr Freund wieder ganz fit." Dann verl�sst er mit David das Zimmer und ich setze mich zu Ash. "Ich bin so gl�cklich, dass du jetzt endg�ltig �ber dem Berg bist. Jetzt kann alles nur noch besser werden", meine ich. "Ich hatte wahnsinnige Angst um dich. Ich wollte dich nicht noch einmal verlieren und dieses mal dann wirklich f�r immer. Ich habe alles falsch gemacht, ich bin schuld, dass du hier liegst. Ash, es tut mir so leid!" "Du bist an gar nichts Schuld. Schlie�lich war ich derjenige, der dich nicht aussprechen lie�. Wenn ich dich nicht unterbrochen h�tte, w�re alles ganz anders gekommen", sagt er mit noch leiser und etwas rauher Stimme. "Woher willst du wissen, wie der Satz zu Ende gegangen w�re?" "Ich habe vorhin mit geh�rt, wie du mit Shelli gesprochen hast. Vieles habe ich nicht verstanden, aber das habe ich geh�rt. Nicht du bist schuld, sondern ich. Mach dir bitte keine Vorw�rfe mehr, ok?" Ich nicke. Ashley legt seine Hand auf meinen Hinterkopf und dr�ckt mich leicht zu sich runter. Kurz darauf treffen sich nach einer sehr langen Zeit wieder unsere Lippen. Oh mein Gott, wie hatte ich diese Lippen vermisst! Der Kuss dauert bestimmtzwei Minuten und ich will nicht das er endet, doch dann l�st er sich doch von mir. "Ein Neuanfang?", fragt er danach vorsichtig. "Ja, lass uns von vorne anfangen, die Vergangenheit so gut es geht vergessen und uns nach vorne blicken. Ich liebe dich und will dich nie mehr verlieren." "Ich liebe dich auch!" Wie lange hatte er diese drei Worte schon nicht mehr zu mir gesagt. Ich bin so gl�cklich! Ich habe ihn die ganzen 3 Jahre �ber immer geliebt und in sehr vermisst, bestimmt auch gehofft, ihm doch irgendwann noch einmal zu begegnen, aber ich wollte diese Gef�hle nicht zu lassen. Statt mich zu meiner Liebe zu bekennen und mich auf die Suche nach ihm zu machen, habe ich mich immer mehr verkrochen. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei. "Du bist das beste, was einem Menschen je passieren kann, wei�t du das?", fl�stert er. "I don�t wanna lose you again!" "Me, too", antworte ich darauf. Wir k�ssen uns noch einmal, diesmal aber bestimmt doppel so lange, bis wir durch ein R�uspern unterbrochen werden. "�hm, Mr. Angel, ich bringe Sie jetzt auf Ihr neues Zimmer. Dort warten auch schon ihre Freunde", erkl�rt
der Pfleger. Er l�st das Bett und schiebt es zusammen mit noch einer Schwester zu den Aufz�gen. Ich gehe selbstverst�ndlich mit und weiche nicht von Ashleys Seite. Ein Stock tiefer, in Ashleys neuem Zimmer, sitzen tats�chlich schon die Jungs, Jessica und Shelli. "Hey, da bist du ja endlich. Wir haben schon der guten Nachricht geh�rt, dass du endlich aus dem Reich der Tr�ume zur�ck gekehrt bist", begr��t Dan ihn wie immer locker. "Ha ha, echt witzig", erwidert Ash. "Ne, jetzt mal im Ernst. Wir sind echt froh, dass soweit mit dir alles wieder ok ist.
Ohne dich gebe es kein O-Town mehr", stellt Dan klar. Jetzt k�nnen wir alle uns ein Grinsen nicht verkneifen. Nacheinander umarmen die Jungs Ashley vorsichtig, dann ist Jessi an der Reihe. Auch sie umarmt ihn und dr�ckt ihm ein Bussi auf die Wange. "Zum Gl�ck, bist du bald wieder in Ordnung. Cathy hatte ganz besonders Angst um dich und hat sich schreckliche Vorw�rfe gemacht", meint sie noch. Ashley blickt mich an und streicht mir mit dem Finger �ber meine rechte Wange. Ich l�chle. Dann kommt noch Shelli zum Vorschein. Ash scheint sich sehr zu freuen, sie zu sehen. Sie dr�ckt ihm links und rechts ein Bussi auf die Wangen und sie halten sich lange im Arm, bis es Ashley zu viel wird, er ist
ja schlie�lich ziemlich frisch operiert. "Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist. Mit dem h�tte ich denn sonst in Zukunft ernste Gespr�che f�hren k�nnen", meint sie happy. "Echt sch�n, dass du da bist. Wenn ich hier raus bin,
m�ssen wir mal wieder etwas zusammen unternehmen." Ich stehe etwas eifers�chtig dabei, versuche mich aber so gut es geht zu beherrschen und lasse mir nichts anmerken. "Allerdings gibt es mich jetzt nur noch im Doppelpack", f�gt er da noch hinzu und greift nach meiner Hand. Oh mein Gott, er ist so s��!!! Ich habe echt keinen Grund eifers�chtig zu sein, weil ich wei�, dass ich ihm von nun an 100%ig vertrauen kann. So einen Fehler macht man bestimmt nicht noch einmal, schon gar nicht, wenn man noch eine zweite Chance bekommt. Jessi blickt mich daraufhin mit einem Blick an, der soviel bedeutet wie "Seid ihr jetzt wieder zusammen?" Ich nicke daraufhin. Sie l�chelt mich gl�cklich an. Die Jungs bleiben
Gentlemanlike stehen, Jessi und Shelli setzen sich auf die 2 vorhanden St�hle und ich nehme neben Ash auf der Bettkante Platz. Wir werden noch einmal gest�rt. Eine junge Schwester kommt herein und wechselt bei Ashley die Infusion. "Uns ist vorhin der Arzt entgegen gekommen. Er meint du h�ttest eine leichte Gehirnersch�tterung, mehrere Rippen gebrochen, starke Prellungen und innere Blutungen, welche aber gleich bei der OP gestoppt werde konnten. Du musst noch etwa zwei Wochen hier bleiben", erz�hlt Erik. "Zwei Wochen?", hake ich fassungslos nach. "Komm Honey, dass schaffen wir schon irgendwie. Du kannst mich ja jeden Tag besuchen kommen oder f�hrst du schon wieder nach Miami?", fragt Ash unsicher. Wie hat er mich genannt? Honey? Wie s��! "Nein, ich bleibe
nat�rlich erstmal hier, S��er! Ich kann dich doch jetzt nicht alleine lassen. Am Ende bin ich auch noch an einer Sehnsuchtsplage schuld." "Wieso auch noch? Ich habe dir doch gesagt, dass du nichts f�r den Unfall kannst. H�r bitte auf damit, ich kann es nicht aushalten, wenn du dir immer Vorw�rfe machst", sagt er ernst. "In gewisserwei�e bin ich ja auch mitschuldig. Du kannst nicht alles auf dich nehmen." "Ich habe dich nicht ausreden lassen und bin ohne zu schauen �ber die Stra�e. K�nnen wir das Thema jetzt beenden?", will Ashley l�chelnd wissen.
"
Ok, wenn du meinst!" Nach au�en hin tu ich so, als w�rde ich es einsehen, doch innerlich kann ich das nicht. Ich bin auch Schuld und das wird mich noch eine ganze Weile begleiten. Ich blinzle Ashley als zus�tzliche (unwahre)
Best�tigung zu. Wir kommen uns langsam wieder n�her und wieder treffen sich unsere Lippen. Er schmeckt so gut. Es w�re jetzt ewig so weiter gegangen, wenn da nicht noch die Jungs, Jessica und Shelli w�ren. Also dauert der Kuss diesmal nicht so lange. Kaum haben wir uns getrennt, vermisse ich seine Lippen schon wieder. Ich bin s�chtig nach seinen K�ssen und nach ihm. Wir bleiben noch eine ganze Weile, bis dann die Schwester meint, dass wir gehen m�ssen, damit sich Ashley schonen kann. Nur schwer kann ich mich von ihm trennen, doch irgendwann habe ich es dann geschafft und schon sitzen wir im Van. Erik startet den Motor und will schon Richtung O-Town Villa fahren, als mir pl�tzlich was einf�llt. "Jungs, w�rde es euch was ausmachen, wenn wir schnell an die Konzerthalle fahren w�rden, da steht n�mlich noch mein Auto", meine ich. "Kein Problem, da sind wir sowieso gleich", antwortet mir Erik und biegt daher jetzt links statt normalerweise rechts ab. Kurz darauf sind auch schon da. Doch als ich meinen Wagen sehe, bekomme ich einen wahren Schock und die anderen ebenfalls. Was ist denn hier passiert?

Teil 4:

Immer noch total geschockt steigen wir nacheinander aus. Ich gehe auf meinen BMW zu und kann es immer noch nicht glauben. Auf der Fahrerseite wurde in Gro�buchstaben "SCHLAMPE" mit Graffiti drauf gespr�ht. Erst jetzt sehe ich, dass hinter der Windschutzscheibe ein Brief steckt. Die Jungs, Shelli und Jessica treten von hinten an mich heran. Ich nehme den Brief, welcher die Aufschrift "Bitch" tr�gt und �ffne ihn. Jessica liest ihn �ber meine Schulter laut vor:

Hallo du Schlampe!!!

Ich w�rde dir erstmal raten diesen Brief ernst zu nehmen und ihn nicht einfach so zu ignorieren. Es k�nnte n�mlich sonst f�r euch BEIDE gef�hrlich werden. Ich habe gestern alles gesehen. Du bist schuld, dass Ashley �berhaupt im Krankenhaus liegt. Schon damals hast du ihm das Herz gebrochen. Kannst du nicht einfach aus seinem Leben verschwinden und unsere gemeinsame Zukunft respektieren? Er geh�rt und liebt nur mich! Wir sind f�r einander bestimmt und geh�ren zusammen, also lass deine dreckigen Finger von ihm! Dies war meine erste und letzte Warnung!

Ein wahrer O-Town Fan

"So etwas darfst du auf keinen Fall ernst nehmen. Das ist nur irgend so eine Geisteskranke, die etwas von Ash will und ihre Eifersucht in so einen St�ck Zettel steckt", versucht Erik beruhigend auf mich einzureden. "Hast du denn nicht gelesen? Sie will uns BEIDEN etwas antun. Nicht nur ich bin in Gefahr, sondern auch Ashley, wenn ich diesen Brief einfach so ignoriere", entgegne ich ihm gereizter als ich es eigentlich wollte. "Da siehst du es mal. Wenn sie Ash wirklich lieben w�rde, w�rde sie ihm nicht auch etwas antun wollen. Der geht es nur darum dich einzusch�chtern", versucht es Erik wieder. "Genau. Ihr seid in total s��es Paar und geh�rt zusammen", meint Shelli. Ich gebe klein bei und verteidige mich in meinen Gedanken weiter. All diese Worte bringen mir auch nichts, denn ich werde den Brief ganz bestimmt nicht einfach so in die n�chste M�lltonne werfen und vergessen was drinnen steht. Wir fahren schlie�lich zur�ck. Trevor hat sich bereit erkl�rt meinen "versauten" Wagen zu �bernehmen und f�hrt jetzt hinter uns her. Zwei Stra�en von der Villa weg ist eine Werkstatt. Trev liefert dort mein Auto ab und kommt das letzte St�ck zu Fu�. "Morgen fr�h kannst du ihn wieder abholen. Sie nehmen die Sache sofort in Angriff", teil er mir mit. Ich nicke dankend und gehe hoch in Ashleys Zimmer. Dort lasse ich mich aufs Bett fallen und beginne zu weinen. Es ist also wieder so weit! Eigentlich h�tte ich mich von Ashley nie umstimmen lassen d�rfen, weil ich innerlich eh wusste, dass es mit uns nicht mehr so werden kann wie fr�her. Es steht einfach etwas zwischen uns: seine Musik, seine Fans, mein neues Leben. Es ist nun mal vorbei mit uns ... f�r immer. Meine Tr�nen werden immer st�rker und �ber meine Gedanken schlafe ich schlie�lich ein.

Ich stehe schon ziemlich fr�h auf, um den Schritt zu wagen, den ich mir gestern vorm einschlafen noch vorgenommen habe. Ganz leise gehe ich ins Bad, dusche und ziehe mich an. Wieder im Zimmer packe ich alle meine Sachen zusammen. Ich schleiche mich nach unten in die K�che und hinterlasse auf dem Tisch 2 Briefe, einen an meine s��e Jessi und den anderen an die Jungs und Shelli. Als ich auf die Uhr schaue stelle ich fest, dass es schon 7:45 a.m. ist und da die Werkstatt um 8 a.m. aufmacht ist das ideal. Pl�tzlich h�re ich oben Ger�usche. Schnell ziehe ich mir meine Schuhe und Jacke an (den Drohbrief von gestern schiebe ich noch eben schnell in die Seitentasche), schnappe mir meine anderen Sachen und verlasse das Haus. Als ich ein paar Schritte davon entfernt bin, drehe ich mich um, um noch mal einen letzten Blick darauf zu werfen. Der ganze Luxus wird mir fehlen, sp�testens wenn ich meine Miniwohnung in Miami wieder betrete. Ich schlendere zur Werkstatt, welche dann auch schon bereits ge�ffnet hat. Nat�rlich kann der Lehrling es nicht lassen und gibt einen f�r sich lustigen Kommentar ab, als er nach dem Sachschaden fragt, damit er feststellen kann, welches mein Auto ist. Ich blicke ihn daher sehr finster an. "Deine Scherze kannst du dir sparen. Pass auf, dass ich mich nicht bei deinem Chef beschwere und jetzt fahr bitte meinen Wagen raus. Ich habe heute vielleicht auch noch etwas anderes vor." So, dass hat gesessen! "Ok ok, war ja nicht so gemeint," erwidert er entschuldigend und begibt sich nach hinten. Zum Gl�ck kann ich mit Kreditkarte zahlen, sonst h�tte es schlecht f�r mich ausgesehen. Na ja, mein Konto ist jetzt auch um einiges leichter geworden. Endlich habe ich meinen Autoschl�ssel in der Hand und kann mit meinem Auto davon fahren. Mein n�chster Halt: das Krankenhaus. Dieser Gang fehlt mir besonders schwer, aber ich habe keine andere Wahl.

~W�hrenddessen in der Villa~

"Leute, kommt mal schnell", ruft Trev als er in der K�che vor dem Tisch steht. Alle kommen runter bis auf Jessica, die erst ein paar Minuten sp�ter dazu st��t. "Cathy ist weg, ich wollte sie gerade wecken, aber Ashleys Zimmer ist leer und ihre ganzen Sachen sind auch nicht mehr da", ruft Jessi panisch. Da f�llt ihr Blick auf die beiden Briefe. Jessi schnappt sich ihren und liest:


Hi meine S��e!

Es tut mir leid, dass ich einfach so abgehauen bin ohne euch, besonders dir, etwas davon zu sagen, aber ich musste einfach weg und konnte auch nicht noch l�nger warten. Wenn ich mit dir dar�ber gesprochen h�tte, h�ttest du mich bestimmt versucht zu �berreden, so wie auch die anderen. Ich wei� nicht, ob du mich verstehst, aber das ist alles etwas zu viel f�r mich im Moment. Erst das pl�tzliche Wiedersehen mit Ashley, dann der Unfall und das Wiederaufleben unserer Liebe und dann auch noch der Drohbrief. Das ist wahrscheinlich auch der
eigentliche Grund f�r mein pl�tzliches Verschwinden, aber ich will nicht wieder eine Gefahr f�r Ashley sein. Wenn du das hier liest, war ich schon l�ngst bei ihm im Krankenhaus und bin bereits auf dem R�ckweg nach Miami. Ruf mich an, wenn irgendetwas sein sollte oder ich dich abholen soll, dazu bin ich n�mlich immer bereit.

HDL *Bussi* Cathy

"Damit h�tte ich ja jetzt nicht gerechnet", meint sie daraufhin und legt den Brief zur�ck auf den Tisch. Der Rest �berfliegt ihn kurz. "Was steht denn bei euch drinnen?" "So ziemlich das gleiche, also der Grund warum sie abgehauen, wof�r sie sich auch entschuldigt, und sie hat sich halt noch f�r alles bedankt", meint Dan. "Sie hat den Brief also tats�chlich ernst genommen. Mein Gott, das darf doch alles gar nicht wahr sein, jetzt trennt sie sich schon wieder von Ash. Warum k�nnen die beiden nicht einfach f�r immer gl�cklich sein?", verzweifelt Jessi. "Am besten wir fahren sofort ins Krankenhaus. Vielleicht haben wir ja doch noch Gl�ck", schl�gt Shelli vor.

Ich stehe jetzt vor seiner T�r und kann meine Tr�nen nicht mehr zur�ck halten, deshalb stolpere ich erst noch mal in die n�chste Toilette. Ich beruhige mich und versuche mich zusammen zu rei�en. Es gibt keinen anderen Ausweg. Frischen Mutes und dennoch verzweifelt stehe ich schlie�lich wieder davor. Ich klopfe und gehe daraufhin sofort rein. Als Ashley mich sieht strahlt er mich richtig an und die Sonne geht in meinem Herzen auf, doch dann f�llt mir wieder ein warum ich hier bin. Als ich neben seinem Bett stehe, will er mich sofort k�ssen, doch ich wende mich sofort ab. "Honey, was ist denn los?" "Ash, es tut mir leid, aber ich kann es einfach nicht verantworten", fange ich an. "Verantworten? Was denn?", hakt er nach. "Wir k�nnen nicht zusammen sein. Es w�re zu gef�hrlich. Ich will dir nicht weh tun, aber es geht nicht anderes. Ich muss jetzt gehen, Machs gut! Ich liebe dich f�r immer! Vergi� mich nicht", sage ich und meine Stimme f�llt sich schon wieder mit Tr�nen. Ich drehe mich um und will gehen, als Ashley versucht mich mit festem Griff wieder zu sich zu drehen. Dabei f�llt mir der Drohbrief aus der Tasche, was ich aber nicht bemerke. "Es tut mir leid", meine ich noch mal, rei�e mich los und renne aus seinem Zimmer und dem Krankenhaus. Im Auto lasse ich meinen Kopf auf das Lenkrad sinken und bekomme einen Heulkrampf. Ich war noch nie so ungl�cklich. Schlie�lich lasse ich den Wagen an und fahre von dem Parkplatz in Richtung Autobahn. Ich mache den CD Player an und pl�tzlich ert�nen die ersten Kl�nge von "Liquid dreams". Jessis O-Town Album ist immer noch von der Hinfahrt drinnen und sofort erkenne ich Ashleys Stimme. Schnell hole ich die CD raus und lege Eminem ein. Ihn jetzt zu h�ren tut mir einfach zu weh. "Wir w�ren bestimmt eine richtig coole Clique geworden. Vielleicht w�re ich sogar mit Jessi nach Orlando gezogen", denke ich mir die ganze Zeit. Auch als ich nach ca. 3 � Stunden (es gab auch noch Stau) zu Hause angekommen bin und unsere Wohnung betreten habe, habe ich mich immer noch nicht beruhigt.

~In Orlando, in der Zeit wo ich gerade vom Parkplatz gefahren bin~

"Jetzt fahr doch schneller, sonst kommen wir noch zu sp�t", fordert Jessi Dan an Gas zu geben. Kaum steht der Wagen sind sie auch schon im Krankenhaus und vor Ashleys T�r. Ohne anzuklopfen st�rmen sie einfach rein und finden niemanden vor. Auf Ashs Bett liegt nur der Brief aufgefaltet. "Wir sind zu sp�t, Cathy ist nicht nur weg, sondern jetzt hat Ashley auch noch den Brief gelesen", stellt Jessica betr�bt fest. "Ich glaube aber nicht, dass sie ihm den Brief gegeben hat, ihr ist er wohl eher raus gefallen. Sie hatte sicher nicht vor Ashley von dem Brief zu erz�hlen bzw. zu zeigen. Wo ist der eigentlich?" meint Shelli jetzt etwas aufgeregter. "Shit, schaut euch das an", sagt Jacob und zeigt uns die Infusion. "Er hat sich den Zugang heraus gerissen." Als Trevor einen Blick in den Schrank wirft stellt er fest, dass seine wichtigsten Sachen fehlen. "Jungs, der ist abgehauen und ich glaube ich wei� auch wohin", registriert Trev immer noch mit dem Blick in den Schrank. "Aber das ist doch viel zu gef�hrlich f�r ihn. Er darf doch noch gar nicht das Krankenhaus verlassen", wird Shelli panisch. "Schhh, ganz ruhig Shelli. Wir finden ihn ganz bestimmt. Sie melden noch schnell vorne an der Anmeldung, dass er fehlt und geben der Schwester Eriks Handynummer, damit sie sich sofort melden kann, falls er wieder auftauchen sollte. Sie springen sofort in den Wagen und d�sen los Richtung ... genau, Richtung Miami, wo auch sonst sollte Ash hin sein.

"So, geht das nicht. Ich muss mich irgendwie ablenken", stelle ich fest. Schnell greife ich zum Telefon und vereinbare ein Treffen mit meiner Clique. Insgesamt sind wir zu sechst in der Clique, 2 Jungs, 4 M�dels: Jessi, Judy, Sanny, Toby, Chris und ich halt. Wir verabreden uns in der Stadt zum Frustshoppen. Komischerwei�e bringt auch das dieses mal mich nicht auf andere Gedanken. Als die anderen es bemerken, wollen sie sofort wissen was mit mir los sei und da sie nicht locker lassen setzen wir uns in das n�chste Caf�, wo ich ihnen die ganze Sache mit Ash und mir erz�hle, auch unsere Vergangenheit, von der bis jetzt nur Jessi wusste. Insgesamt brauche ich mindestens 1 Stunde. Judy redet anschlie�end etwas auf mich ein, dass es falsch war einfach zu gehen und somit wieder weg zu rennen, aber sie zeigt auch Verst�ndnis und alle zusammen versuchen sie mich zu tr�sten, bis auf Chris. Ich wei�, dass er in mich verliebt ist und schon ewig auf eine Chance bei mir hofft. Nach einer � Stunde beschlie�e ich dann nach Hause zu gehen. "Kommst du auch wirklich alleine zurecht?", fragt Toby. Ich nicke. "Ich muss jetzt einfach etwas alleine sein", meine ich. "Danke, dass ihr alle Zeit f�r mich hattet." "Hey, dass ist doch klar, Mausi! Wir sind immer f�r dich da", erwidert Sanny. Sie ist noch nicht so lange in unserer Clique, aber trotzdem schon verdammt wichtig. Sanny ist Deutsche und erst vor einem Monat mit ihrem Dad nach Miami gezogen. Ich habe sie in der High School kennen gelernt und wir haben uns sofort super verstanden. Jetzt dr�cken mich alle noch einmal ganz fest. Bis zu mir nach Hause brauche ich mit dem Bus eigentlich nur 10 Minuten, zu Fu� 1 Stunde, trotzdem beschlie�e ich zu Fu� zu gehen.
Unterwegs gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Vielleicht hat Judy Recht, ich bin ich ja wieder mal nur weg gelaufen und das jetzt wo Ash mich doch eigentlich br�uchte, weil er wegen mir im Krankenhaus liegt. Endlich komme ich daheim an. Der Anrufbeantworter blinkt, ich habe 2 neue Nachrichten. 1. Nachricht: Cathy, wo steckst du und warum ist dein Handy aus? Bitte ruf mich an! Diese Nachricht war schon drauf, als ich von Orlando zur�ck gekommen bin. Ich ziehe mein Handy aus der Tasche und sehe das es wirklich aus ist. Wahrscheinlich ist der Akku leer. W�hrend ich mein Handy zum aufladen anstecke kommt die 2. Nachricht: Cathy verdammt! Jetzt melde dich doch mal! Ashley ist verschwunden, er ist wahrscheinlich auf dem Weg zu dir. Ruf sofort zur�ck! Als ich das h�re, f�llt mir der Teller, den ich gerade aus dem K�chenschrank geholt habe, aus der Hand und zerbricht klirrend auf dem Steinboden. "Ashley ist weg?", schie�t es mir noch einmal durch den Kopf. Sofort sp�re ich eine schreckliche Angst in mir aufsteigen. Ich greife nach dem Telefon um mich sofort bei Jessi zu melden, als es an der T�r klingelt. "Wer ist das denn jetzt schon wieder?", frage ich mich genervt. Ich �ffne die T�r und davor steht wirklich Ashley. Er sieht fertig aus und seine Schmerzen stehen ihm wahrlich ins Gesicht geschrieben. Er blickt mich an und bricht pl�tzlich zusammen.

Teil 5:

Ich reagiere schnell, hole das Schnurlostelefon und w�hrend ich panisch den Notruf alarmiere, knie ich mich neben Ash. Americas Emergency-Team ist wieder mal schnell zur Stelle und im Krankenwagen schildere ich den Sanit�tern seinen Krankheitsverlauf. Sie meinen, es sei total verantwortungslos gewesen in so einem Zustand das Krankenhaus zu verlassen, aber sind dabei im Ton total freundlich. Ich habe es also wieder mal geschafft. Super Cathy, neuer Rekord! Das schafft beistimmt keiner, seinen Freund in 2 Tagen 2 mal ins Krankenhaus zu schaffen. Als der Rest von O-Town, Shelli und Jessi, welche ich auch sofort angerufen habe, � Stunde sp�ter im Krankenhaus und auf mich zust�rzen, merke ich noch einmal ganz bewu�t, dass wir das genau so erst schon mal hatten. Unsere Beziehung scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Wir sollten uns einfach mal auf uns konzentrieren und uns durch nichts entmutigen lassen, auch nicht von irgendwelchen Drohbriefen. Erik hat Recht! Warum begreife ich so etwas immer viel zu sp�t? Endlich erscheint der Arzt. "Er hat echt Gl�ck gehabt, soweit ist nichts schlimmes passiert. Er braucht jetzt nur �u�erste Ruhe und muss sich ganz erholen." Ich atme erleichtert auf. "K�nnen wir zu ihm?", frage ich. "Nur einer und auch nur f�r ganz kurz", sagt er. Ich blicke Shelli an, die auch voll in Sorge war, aber sie nickt mir zu, dass ich zu ihm gehen soll. So folge ich dem Doc und stehe schlie�lich wieder mal vor seinem Bett. "Hey, du bist ja wach. Wie geht es dir?", frage ich sofort. "Na ja, die Schmerzen sind etwas st�rker geworden, aber mit dir l�sst sich das schon aushalten", erkl�rt er mir mit dr�ckender Stimme. Man merkt sofort, dass er nun wirklich st�rkere Schmerzen hat. "Hat man dir ein Schmerzmittel gegeben?" "Ja, ein ziemlich starkes." "Warum hast du das auch gemacht? Du hast dich in ernste Gefahr gebracht", meine ich. "Ich wollte dich nicht noch einmal gehen lassen. Wir geh�ren zusammen, Cathy! F�r immer!!!" "Ich wei� und wir bleiben es auch. Weder deine Fans noch sonst irgendjemand kann uns je wieder auseinander bringen. Sorry, dass ich das erst jetzt merke." "Besser jetzt als nie", l�chelt Ashley leicht. Wir k�ssen uns als auch schon eine Schwester rein kommt und sagt, dass ich jetzt gehen muss. "Wir sehen uns morgen", verabschiede ich mich und nach noch einem etwas l�ngeren Zungenkuss will ich das Zimmer verlassen. "Cathy?", h�re ich Ashley noch mal leise. "Mmh?" "K�nntet ihr mir morgen meine Gitarre mitbringen?" "Du kannst doch hier nicht einfach spielen", grinse ich. "Hab ne Sondergenehmigung vom Arzt", grinst er zur�ck. "Ok mach ich! Schlaf gut, S��er!" In diesem Fall bieten wir jetzt den Guys und Shelli an bei uns zu schlafen, was sie auch sofort annehmen. Zwar gibt es einige Platzprobleme, aber nach einer � Stunde haben wir es endlich geschafft jeden irgendwo unter zu bringen. Dan hat sich f�rmlich darum gerissen bei Jessica zu schlafen, Shelli haben wir ins G�stezimmer verfrachtet, Jacob und Trevor auf die ausziehbare Couch, blieb nur noch Erik. So musste der wohl oder �bel bei mir bleiben. Dagegen habe ich aber auch nichts einzuwenden, denn wir verstehen uns super und sind schon richtig gute Freunde geworden, nur Freunde!!! Doch an schlafen ist bei uns jetzt noch nicht zu denken. Jessi und Dan (!) haben sich auf den Weg gemacht ein paar Filme auszuleihen, f�r noch eine kleine Videonacht. Gerade als die beiden wieder da sind l�utet das Telefon. Es ist Judy, die sich noch mal nach mir erkundigen will. Es ist wie verdr�ckt, aber kaum habe ich aufgelegt, l�utet es schon wieder. Dieses mal ist es Toby der fragt wie es mir geht. Sie sind einfach alle so lieb!!! Endlich haben wir es dann geschafft uns vor den Fernseher zu packen und schauen uns als erstes "Scream" an. Ein paar Stunden sp�ter fallen dann doch den ersten schon die Augen zu und so machen wir uns auf ins Bett.

"Kommt ihr jetzt endlich?", schreie ich nach oben. "Mann, ich will endlich zu Ash! Jetzt beeilt euch doch mal!" Dan und Jessica lassen noch ein paar Minuten auf sich warten, bis sie schlie�lich H�ndchen haltend nach unten kommen. Hallo? Hab ich was verpasst?? Sobald wir wieder da sind schnappe ich mir mal meine S��e und lass mich aufkl�ren. "Na endlich! K�nnen wir dann los?" Ich schnappe mir Ashs Gitarre und packe sie in den Kofferraum. Tja, wieder mal Platzmangel. Zum Gl�ck ist das Krankenhaus nur einige Minuten entfernt und wir werden nicht von der Police erwischt. Ich glaube die wollen mich �rgern, zumindest die Jungs, denn als wir ankommen steigen sie extra langsam aus und halten es auch noch f�r n�tig sich zu strecken. Mir wird das zu viel und ich gehe mit Shelli schon mal vor. Ohne anzuklopfen rauschen wir in sein Zimmer. Ashley schaut aus dem Fenster, doch als wir rein kommen wendet er seinen Kopf sofort in unsere Richtung. Als ich ihn erblicke erschrecke ich leicht, will mir aber nichts anmerken lassen. Mein Gott, ist der blass, er scheint heute eine schlimme Nacht durch gemacht zu haben. "Hey Sweety", begr��e ich ihn und wir k�ssen uns innig. Mit Shelli begr��t er sich mit einem Bussi links und einem Bussi rechts. Eigentlich wollte sie ihn umarmen, doch das hat er wegen der Schmerzen freundlich abgelehnt. In dem Augenblick st�rmt der Rest rein. "Schau mal, was ich dir mitgebracht habe", l�chle ich und hebe die Gitarre hoch. Er freut sich wahnsinnig dar�ber. "Du siehst so blass aus. Geht es dir nicht besser?", frage ich besorgt. "Nein, nicht unbedingt. Ich vertrage das starke Schmerzmittel nicht. Heute �ber Nacht wurde mir total schlecht, jetzt konnten sie mir nur ein leichtes geben und davon sp�re ich so gut wie gar nichts", erz�hlt er mir. Ich mache mir ernste Sorgen um ihn. Wie gerne w�rde ich ihm helfen. Zwischendurch gehen die anderen mal drau�en spazieren oder in die Cafeteria, doch ich weiche die ganze Zeit nicht von seiner Seite. Nur einmal muss ich raus, weil die Schwester den Verband wechseln muss. Gerade sind wir mal wieder alleine. "Es macht mich so traurig, dich so leiden zu sehen, ohne die M�glichkeit zu haben, dir einen Teil der Schmerzen abnehmen zu k�nnen. Ash, ich habe Angst", meine ich und mir l�uft eine Tr�ne �ber die Wange. "Bitte wein doch nicht. Ich muss das jetzt einfach durchstehen, schlie�lich bin ich selber schuld. Ich bin ja aus dem Krankenhaus abgehauen..." "Ja, und ich bin nach Miami abgehauen und deshalb bist du mir gefolgt", unterbreche ich ihn. Er streichelt mir �ber die Wange und wischt mir meine Tr�nen weg. "Der Arzt meint, dass die ersten drei Tage die schlimmsten sein werden, aber dann wird alles immer leichter. Mach dir keine Sorgen, ich werd schon wieder", versucht er mich zu tr�sten.

Es stimmt, Ashley geht es von Tag zu Tag besser und sieht auch immer besser aus, was mich wieder total gl�cklich macht. Nach 1 Woche kann er sogar schon aufstehen und die Patienten auf der Kinderstation besuchen und ihnen damit eine kleine Freude bereiten. Das macht er dann fast t�glich, weil es dort oben viele Fans gibt, die zu schwach sind, um auch mal zu ihm runter kommen zu k�nnen. Einmal sind wir zusammen rauf auf die Krebsstation und was ich da sah, ersch�tterte mich sehr. Den meisten Kindern sind die Haare schon l�ngst ausgefallen und einige scheinen schon ziemlich geschw�cht zu sein. Doch wenn Ashley bei ihnen auftaucht vergessen sie ihre Krankheit wenigstens f�r die Zeit. Wenn ich mal nicht bei ihm bin und er nicht oben bei den Kindern ist, spielt er meistens auf seiner Gitarre. Ich glaube er arbeitet an einem Song, aber immer wenn ich ihn darauf anspreche, tut er immer ganz geheimnisvoll.

Nun ist es endlich soweit. Heute wird er entlassen und ich konnte schon die letze Nacht nicht schlafen. Darauf habe ich so lange gewartet. Shelli musste leider schon wieder heimfliegen, weil sie ihren Urlaub nicht verl�ngern konnte und sie sonst ihren Job verloren h�tte, der in finanzieller Hinsicht sehr wichtig f�r sie ist. Ich habe darauf bestanden ihn alleine abzuholen, also ohne Jessi und die Jungs. Als ich ankomme sitzt er schon in der Eingangshalle auf einem der St�hle. Als wir uns erblicken renne ich auf ihn zu und wir fallen uns in die Arme. Er hebt mich hoch und dreht sich mit mir ein paar mal im Kreis. Man k�nnte meinen wir h�tten uns schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Einige Leute werfen uns l�chelnde und etwas neidische Blicke zu. "Schau dir mal die beiden an, wie gl�cklich sie doch sind", meint eine �ltere Dame zu einer j�ngeren Frau, die m�glicherweise ihre Tochter ist. Diese stimmt ihr nickend zu. "Ich bin unglaublich happy, dass ich jetzt endlich hier raus kann und ich mich abends nicht mehr von dir verabschieden muss", grinst er. "Ich freue mich so auf die kommende Zeit. Du musst doch noch nicht zur�ck nach Orlando, oder?", forsche ich nach. "Nein, ich bin noch drei Wochen krank geschrieben und die Zeit �ber bleibe ich auf jeden Fall bei dir in Miami und danach kannst du ja mit nach Orlando kommen." "Das w�re zu �berlegen", grinse ich. Wir kommen uns wieder n�her und versinken in einen liebevollen Kuss. Im Auto beobachtet mich Ash die ganze Zeit �ber was mich etwas nerv�s macht. "Was schaust du mich denn immer so an?", frage ich schlie�lich. "Ich habe nur gerade wieder mal festgestellt, dass du in den 3 Jahren wo wir uns nicht gesehen haben noch h�bscher geworden bist", gesteht er mir l�chelnd. Oh nein, ein Kompliment, was soll ich denn darauf nur sagen?! Er beugt sich zu mir r�ber und will mich k�ssen und das unter voller Fahrt. Doch als ich in seine Augen blicke kann ich ihm einfach nicht widerstehen und lass es geschehen. Mit dem Augenblick, wo sich unsere Lippen ber�hren, z�hlt nur noch er, doch da verliere ich die Kontrolle �ber den Wagen, weil ich nicht mehr auf den Verkehr geachtet habe. Mit einigen hektischen Handlungen am Lenkrad bekomme ich aber zum Gl�ck alles wieder in den Griff. Unser Auto rutscht etwas �ber die Fahrbahn, doch schlie�lich geht es wieder gerade aus. "Gl�ck gehabt", meine ich erleichtert. Ashley nickt und wir lachen �ber diese Panne, bis wir hinter uns pl�tzlich Sirenen h�ren. Na toll, jetzt uns die Polizei auch noch erwischt. Ich fahre rechts ran und steige widerwillig aus. Die beiden Beamten kommen auf mich zu und nehmen erstmal meine Personalien auf. Anschlie�end will ich wie von ihnen gew�nscht den Hergang dieser "unachtsamen" Fahrt erl�utern, als Ashley aussteigt. "Officer, es tut uns schrecklich leid. Ich habe sie gek�sst und deshalb hat sie den Verkehr aus den Augen verloren. Es kommt ganz bestimmt nicht mehr vor", verteidigt er uns. "Moment mal sind sie nicht in dieser Gruppe, wie hei�t sie doch gleich, O-Town??", will der eine wissen. Ashley nickt und muss dabei echt grinsen. "Meine Tochter ist ein wirklich gro�er Fan. K�nnen Sie mir nicht ein Autogramm f�r sie mitgeben, dann dr�cken wir auch noch mal ein Auge zu!" Bereitwillig zieht Ash einen Stift und �berreicht dem Officer kurz darauf das gew�nschte Autogramm. "Vielen Dank und jetzt vorsichtiger sein, ok?" Wir nicken nur und als das Polizeiauto dann weg ist m�ssen wir erst mal kr�ftig lachen. "So etwas ist mir auch noch nie passiert", stellt Ashley fest.

"Hallo? Wo seit ihr denn alle?", rufe ich durch unsere Wohnung, als wir endlich mal zur T�r herein kommen. Schlie�lich kriechen sie alle aus ihren L�chern und begr��en Ashley. "Ihr wart aber lange unterwegs", stellt Jessi fest. Da m�ssen Ash und ich wieder lachen und als wir uns beruhigt haben erz�hlen wir den Guys und Jessi die Sache mit der Polizei, was sie dann auch ziemlich witzig finden. Wir beschlie�en zur Feier des Tages noch fein essen zu gehen. Also gehe ich mit Jessica nach oben, damit wir uns fertig machen. Sie geht als erstes duschen. Ich habe mir mittlerweile schon etwas zum anziehen rausgesucht. Ein schwarzes bis zu Taille enganliegendes und danach weites Kleid mit einigen schwarzen Strasssteinen. Als Jessi fertig geduscht in mein Zimmer kommt sehe ich endlich meine Chance sie auf sie und Dan anzusprechen. "Du Mausi, was l�uft da jetzt eigentlich zwischen dir und Dan?" "Was meinst du?", hakt sie l�chelnd nach. "Du wei�t genau was ich meine! Ihr verbringt so viel Zeit zusammen, wie es nur geht, sogar die N�chte und kommt immer mal wieder H�ndchen haltend angelaufen", sage ich. "Na ja, das ich ihn in verliebt bin wei�t du ja, aber wir haben bis jetzt noch nicht dar�ber gesprochen. Ich wei� ja auch nicht, ob er das selbe f�r mich empfindet. Im Moment sind wir einfach nur total gute Freunde", meint sie etwas bedr�ckt. "Dann sag es ihm endlich! Merkst du nicht, wie er sich immer an dich h�ngt? Ihr seid einfach beide zu sch�chtern", stelle ich fest. "Vielleicht hast du Recht, bei der n�chsten Gelegenheit werde ich ihm meine Gef�hle gestehen. Irgendjemand muss ja den Anfang machen", grinst Jessica. "Genau!" Jetzt verschwinde ich aber im Bad und nach der Dusche stecke ich mir meine Haare hoch und nach noch etwas dezenten Mache up komme ich wieder runter. "Wow! Ashley meinst du du k�nntest mir deinen Engel f�r heute Abend mal ausleihen? Mit so einem bezauberten Wesen m�chte ich mich auch mal auf der Stra�e sehen lassen", meint Erik als er mich erblickt. F�r dieses wundervolle Kompliment, was nat�rlich ma�los �bertrieben ist, bekommt er ein Bussi auf die Wange. Ashley kommt auf Eriks Rufe hin herbei geeilt. Er kann Erik nur Recht geben. "Ich freu mich auf den Abend mit dir, mein Honey", gesteht er mir. Ich kann ihm einfach nicht widerstehen und wir k�ssen uns innig. 10 Minuten sp�ter ist auch Jessi bei mir. Sie tr�gt einen wundersch�nen bestickten Jeansrock und dazu eine gemusterte Bluse. Ihre Haare hat sie offen gelassen. Die Jungs haben alle einen Smoking an, was ihn echt gut steht, besonders Ashley. In einem der teuersten Restaurants in ganz Miami bekommen wir noch einen sch�nen gem�tlichen Platz. Ash und ich h�ren zwar, dass sich die anderen eifrig unterhalten, aber davon bekommen wir herzlich wenig mit, denn wir lachen, k�ssen und f�ttern uns gegenseitig mit unseren Gerichten, kurz gesagt wie zwei frisch Verliebte. Kein Wunder, irgendwie erwacht ja unsere Liebe auch neu. Erst sp�t, so gegen 11.30 p.m. verlassen wir das Lokal und machen uns auf den Heimweg. Zu Hause wollen sich alle noch ins Wohnzimmer setzen, aber ich bin "m�de". "Ich gehe schon mal hoch, ich bin ziemlich m�de", meine ich worauf ich Ashley eindringlich anblicke. Er versteht auch sofort, dass ich jetzt mal etwas mit ihm alleine sein will. "Ja, ich geh dann auch schon mal, bin auch ziemlich fertig", sagt er und alle grinsen uns an. "Kein falscher Verdacht, ok?", sage ich noch streng, bevor wir zusammen nach oben gehen.

~In meinem Zimmer~

Kaum ist die T�r zu liegen wir uns schon k�ssend in unseren Armen. Wir k�nnen uns kaum trennen und lassen uns aufs Bett fallen. Wir werden immer leidenschaftlicher, bis es mir dann doch schon etwas zu weit gehen. Wir haben zwar schon fr�her miteinander geschlafen, aber jetzt ist ja alles ganz neu. "Ashley, lass es uns langsam angehen, ok?", halte ich ihn auf. "Ok, alles was du willst, Honey", sagt er verst�ndnisvoll und k�sst mich wieder. Ich ziehe mich noch um und schlie�lich liegen wir Arm in Arm im Bett. "Ich habe das Foto gesehen?", meine ich nach einigen stillen Momenten. "Das mit uns beiden?" "Ja!" Ashley l�chelt. "Wir waren schon ein s��es Paar damals", erwidert er vertr�umt. "Ja, bis jemand anders in dein Leben trat", seufze ich. Kaum habe ich das gesagt, sp�re ich, dass Ashley sich leicht von mir abwendet und mich fragend anblickt. "Hey, dass war ein Joke", grinse ich. "Ach so, ich dachte schon, du machst mir immer noch Vorw�rfe", atmet Ash erleichtert auf. "Nie mehr! Das habe ich dir doch versprochen!" Wir k�ssen uns wieder und schlie�lich schlafen wir gl�cklich ein.

Die n�chsten Tage sind wundervoll. Im Grunde verbringen wir jede freie Minute miteinander. Heute ist Jessi mit den Jungs weg und so sind Ashley und ich alleine zu Hause. "Ich geh mal schnell einkaufen, ok?", rufe ich ins Wohnzimmer. "Soll ich nicht mitkommen?" "Nein, brauchst du nicht. Es ist eh nicht viel, ich bin gleich wieder da", sage ich und will schon zur T�r raus, da kommt Ashley noch mal und verlangt einen Abschiedskuss, und das wegen 10 � 15 Minuten. Er ist einfach zu s��!!! Zum Gl�ck ist der Supermarkt nur ein paar Ecken weiter. Es wird dann doch etwas mehr, weil ich hier und da noch so ein paar Sachen gefunden habe und so komme ich schlie�lich mit 4 T�ten wieder nach drau�en. Mit der Vorfreude auf Ashley will ich mich gerade auf den R�ckweg machen, als 5 M�dchen auf mich zukommen und mich einkreisen. "Jetzt habe ich dich endlich! Es tut mir ja so leid, aber du wolltest meinen Brief ja nicht ernst nehmen", giftet mich eine von ihnen ironisch mitf�hlend an. Gerade als mir der Drohbrief in den Kopf schie�t sp�re ich bereits eine Faust in meiner Magengegend. Vor Schreck lasse ich meine Beutel fallen. Sie dr�cken mich zu Boden und treten und schlagen immer weiter auf mich ein. Vor Schmerzen kr�mmend lassen sie mich schlie�lich liegen. "Lass dir das eine aller letzte Warnung sein. Das n�chste mal sind wir nicht mehr so gn�dig", sagt das Girl von vorhin noch, bevor sie sich lachend von mir abwenden.

Teil 6:

Ich scheine niemanden aufzufallen, weil ich 1. halb hinter einem Busch liege und 2. die Amerikaner sowieso immer in Eile sind und so gar nicht gro� in der Gegend rum schauen. Ich wei� nicht wie ich es schlie�lich schaffe mich aufzurappeln um zu meiner rettenden Wohnung zu kommen. Der Weg nach Hause, der eigentlich nur 2 Minuten betr�gt kommt mir unendlich vor. Ich habe wahnsinnige Schmerzen. Daheim angekommen bekomme ich auch noch den Schl�ssel nicht ins Schl�sselloch und habe das Gef�hl meine ganzen Kr�fte wieder zu verlieren und zusammen zu brechen, doch schlie�lich habe ich es geschafft. Ich schmei�e die T�r hinter mir zu. Aus dem Wohnzimmer vernehme ich Stimmen und so kann es nur sein, dass Jessi und die Boys wieder da sind. Doch das nehme ich nur nebens�chlich wahr und schleppe mich ins Bad, hinter mir kann ich gerade noch abschlie�en, bevor meine Beine nachgeben und ich auf dem kalten Boden lande. Dadurch durchf�hrt mich wieder ein riesiger Schmerz und dieses mal schreie ich auf. "Honey? Honey, was ist los? Mach auf", h�re ich Ashley nur 2 Sekunden sp�ter. Es h�rt sich so an, als sei er ganz weit weg und ich glaube schon das Bewu�tsein zu verlieren, doch ich bei�e die Z�hne zusammen und ziehe mich am Waschbecken hoch. Dies bringt mich wieder zum aufschreien. Ashley h�mmert jetzt richtig gegen die T�r. "Cathy, oh mein Gott! Was ist mit dir? Bitte mach auf", schreit er schon f�rmlich. "Liebes, bitte mach jetzt auf", h�re ich nun auch Jessi, aber im Gegensatz zu Ash mit wesentlich ruhiger Stimme. Ich will mich mit der linken Hand weiter am Waschbecken festhalten, damit ich nicht wieder umkippe und mit der rechten Hand den Schl�ssel umdrehen, doch ich erreiche die T�r nicht. "Ich ... ich kann nicht", sage ich, doch meine Stimme ist so leise, dass mich die drau�en bestimmt nicht h�ren. Es gibt nur noch eine M�glichkeit. Ich m�chte mich langsam wieder nach unten sinken lassen, um dann �ber den Boden zur T�r zu kriechen. Doch meine ebenfalls geschw�chte linke Hand l�sst nach und ich lande wieder ziemlich unsanft auf den kalten Fliesen. Ein weiterer Schmerz, ein weiterer Aufschrei. "Schei�e verdammt! Jetzt mach doch auf, Cathy", ruft jetzt wieder Ash. Die Schmerzen sind unertr�glich, aber ich versuche sie zu verdr�ngen und erreiche schlie�lich die Badt�r. Mit letzter Kraft strecke ich meinen Arm aus und drehe den Schl�ssel um. Kaum ist das geschehen sackt mein ganzer K�rper in sich zusammen. Die T�r geht in Richtung Bad auf und da ich direkt dahinter liege, k�nnen sie sie nur ein kleines St�ck �ffnen. Durch diesen Spalt zw�ngt sich jetzt Ashley. Ich drehe mein Gesicht zu ihm und mit schmerzerf�llten Augen blicke ich in seine sichtlich besorgten. "Honey, Sugar? Was ist denn passiert", meint er aufgeregt und kniet bereits neben mir. Er schiebt mich etwas zur Seite, damit Jessi besser rein kommen kann, wobei ich etwas das Gesicht verziehen muss. Er ist zwar total vorsichtig, aber mir und meinem K�rper ist im Moment jede Ber�hrung und Bewegung zu viel. Nun kommt auch Jessica rein und der Rest steht in der T�r, denn f�r alle ist das Bad doch etwas zu klein. Ashley hebt meinen Kopf leicht an und legt ihn auf seinen Scho�. Er streicht mir beruhigend mit der einen Hand �ber meine Wangen, denn die andere halte ich krampfhaft fest. "Ash, es tut so weh", gestehe ich leise. "Schhhh, wir bringen dich ins Krankenhaus! Halt durch!!!" "Kleine, was ist passiert?" "F�nf M�dchen haben mich zusammen geschlagen, ich kam gerade aus dem Supermarkt. Die eine von ihnen hat diesen Drohbrief damals geschrieben", erz�hle ich langsam, wobei ich immer wieder kurz Pause machen muss um durch zu atmen. Ashley blickt daraufhin verzweifelt erst meine S��e, dann die Jungs an. "Meinst du, du schaffst es noch mal aufzustehen und mit Ashleys Hilfe zum Auto zu gehen?" fragt mit Jessi. "Ich wei� nicht", meine ich leise. "Das kommt �berhaupt nicht in Frage", sagt Ash und hebt mich mit einem Schwung hoch. Ich bei�e wieder die Z�hne zusammen, doch kaum ist mein K�rper keiner ruckartigen Bewegung mehr ausgesetzt l�sst auch schon der Schmerz nach. Langsam l�sst er mich auf der R�ckbank des Auto wieder herunter und er und Jessi (sie hat mittlerweile ihre Fahrerlaubnis) steigen vorne ein. Der Rest w�nscht uns noch viel Gl�ck und schon fahren wir los. Ashley blickt w�hrend der ziemlich rasanten Fahrt aus dem Fenster, aber Jessica sieht trotzdem, dass sich einzelne Tr�nen ihren Weg �ber seine Wangen bahnen. "Ash, ist alles ok?", fragt sie darauf hin leicht besorgt. Er sch�ttelt den Kopf. "Mann schei�e verdammt", schimpft er und haut mit seiner Faust volle Wucht auf das Armaturenbrett. Ich habe meine Augen geschlossen und versuche mich auf meinen Atem zu konzentrieren. Jessica m�chte gerade weiter auf Ash eingehen, als wir auch schon das Krankenhaus erreichen. Ashley tr�gt mich wieder und wir setzen uns in die Ambulanz. Er geht zu der dort sitzenden Schwester und spricht mit ihr. Wir sind nicht die einzigen Notf�lle hier, aber ich glaube meiner ist so ziemlich der schwerste, wenn man die anderen sieht. "Schei�e noch mal, meine Freundin hat verdammte Schmerzen! Ich m�chte das sie sich sofort darum k�mmern", schreit Ashley die Schwester an, die daraufhin erschrocken zur�ck weicht. "Jetzt beruhigen Sie sich doch und setzen Sie sich hin! Sie sind schlie�lich nicht die einzigen hier", erkl�rt sie ihm. "Ja, das sehe ich, aber wie SIE sicher sehen k�nnen, geht es meiner Freundin von den allen hier (er deutet hinter sich) am dreckigsten und wenn Sie jetzt nicht sofort jemanden kommen lassen, �bernehme ich das", schreit er erneut. Er scheint sich nicht mehr im Griff zu haben. "Jessi, bitte", meine ich. Sie versteht sofort und geht zu Ashley, um ihn zu bes�nftigen. Die Schwester hat mittlerweile nach dem Telefon gegriffen und ruft auf Station an. "Na also, geht doch", sagt er noch, bevor er sich von Jessica auf einen freien Platz ziehen l�sst. Die restlichen anwesenden Leute blicken ihn auch leicht erschrocken an. Ashley scheint das nicht zu merken. Er setzt sich neben mich und zieht mich in seine Arme. "Es wird alles wieder gut! Bald geht es dir besser", sagt er, aber jetzt mit total ruhiger Stimme. Ich mache mir um ihn mehr Sorgen als um mich! Er scheint mit dieser Situation total �berfordert zu sein. Anscheinend hat Ashleys Aufstand doch etwas bewirkt, denn nur 1 oder 2 Minuten sp�ter kommt jemand mit einem Sitzwagen, um mich sofort zum r�ntgen zu bringen. Die beiden kommen noch soweit mit, wie sie d�rfen. "Halt durch S��e! Wir warten hier auf dich", sagt Jessi noch, bevor wir voneinander getrennt werden. "Ashley, was ist in dich gefahren? Das warst vorhin nicht du", erwidert Jessica mit scharfem Ton. Ashley l�sst sich an der Wand herunter gleiten und steckt den Kopf zwischen seine Beine. Ihm entrinnt ein Schluchzen. "Du tust Cathy damit keinen Gefallen, wenn du derartige Wutausbr�che bekommst", redet sie weiter auf ihn ein, ohne darauf zu achten. "Das wei� ich auch! Aber was h�tte ich denn tun sollen? Mich ruhig und gelassen hinsetzen sollen, um dann zu warten bis sie irgendwann einmal dran kommt?!", fragt er mit weinerlicher Stimme, hebt den Kopf und blickt sie mit seinen roten und leicht geschwollenen Augen an. "Das habe ich nicht gesagt. Ich meine nur, dass du das auch in einem anderen Ton und einer angemessenen Lautst�rke h�ttest kl�ren k�nnen." "Nur so hat Sie es verstanden", wehrt sich Ash und legt wieder seinen Kopf zwischen seine Knie. Eine kurze Zeit herrscht Stille zwischen den beiden. "Denkst du eigentlich auch mal daran, wie ich mich gerade f�hle? Nicht nur dir ist sie wichtig. MEINE Freundin wurde gerade von MEINEN Fans zusammen geschlagen, wo ich doch immer dachte, dass sie hinter uns stehen. Wei�t du eigentlich was ich mir f�r Vorw�rfe mache, wegen des Drohbriefes? Sie hat sich so viele Gedanken darum gemacht, wollte mich verlassen um MICH zu sch�tzen. Und was habe ich gemacht? Nichts! Hauptsache wir waren wieder zusammen und damit war die Sache f�r mich erledigt, sicher aber nicht f�r sie, auch wenn sie das nach au�en hin nicht gezeigt hat. Ich h�tte die Gefahr erkennen m�ssen, denn man hatte uns wirklich ernsthaft gedroht. Ich h�tte der Sache weiter nach gehen m�ssen, um zu schauen, wer da dahinter steckt. Verdammt und jetzt schau sie dir an? Nicht sie sollte da liegen, sondern ich. Am besten h�tten sie mich gleich so zurichten sollen, dass es endlich mit mir aus ist. Ich bringe ihr nur Ungl�ck, schon damals und jetzt wieder", weint Ashley und es sind jetzt keine einzelnen Tr�nen mehr. Nein, sie flie�en in vollen B�chen. "Hey, ist schon gut! Es tut mir leid! Ich wusste ja nicht...", sagt Jessica ruhig, kniet sich neben ihn und nimmt ihn in den Arm. Er nimmt es an und heult jetzt richtig. "Was bin ich f�r ein Freund, wenn ich in so einer Situation, wie in einer solchen mit dem Drohbrief, nicht weiter voraus denke? Ich war total egoistisch! Das ist alles meine Schuld!" Jessi zieht ihn hoch und zusammen setzen sie sich auf die n�chstgelegenen St�hle. "Hier", meint Jessica und reicht ihm ein Tempo. "Cathy muss dich n�mlich nicht unbedingt so sehen", f�gt sie noch leicht l�chelnd hinzu, auch Ashley muss jetzt lachen und trocknet sich seine Tr�nen.

~W�hrenddessen bei mir beim r�ntgen~

Ich werde auf die R�ntgenfl�che gelegt und f�r das Kommende vorbereitet. Die Schmerzen sind immer noch da, aber ich nehme sie gar nicht mehr so wahr. Diese Aktion von Ashley vorhin geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Sicher, es waren seine Fans, die mir das hier angetan haben, aber daf�r kann doch er nichts, oder? Er macht sich sicher Vorw�rfe und genau das will ich nicht. Er sollte einen klaren Kopf behalten, damit wir diese Sache so bald wie m�glich aus der Welt schaffen k�nnen. Das ich das nicht auf mir sitzen lasse und das ich Ashley jetzt erst recht nicht verlassen werde ist eh klar. Davor hat er bestimmt Angst, dass ich ihn wieder alleine lasse, weil ich das ja schon mal wegen dieses Briefes getan habe. Er denkt sicher, ich bekomme jetzt wieder Zweifel und komme mit der ganzen Sachen nicht zurecht. Aber so wie ich das sehe komme ich damit besser zurecht als er. Ich muss mit ihm reden und ihm gleich sagen, dass er keine Schuld tr�gt und ich ihn liebe und nie mehr verlassen werde! Egal, ob das seine Fans akzeptieren oder nicht. Ich habe komischerwei�e keine Angst vor einer Wiederbegegung mit diesen f�nf Girls, denn ich wei�, dass Ashley und ich es schaffen, genau das zu verhindern. "So Mrs. Manson, das h�tten wir geschafft. Wir bringen sie jetzt in den Nebenraum und der Arzt kommt dann gleich", erkl�rt mir eine Schwester und bringt mich nach neben an. Ich habe mich gerade hingelegt, da kommen Jessica und hinter ihr Ashley rein. Er hat geweint, das sehe ich sofort. Jessi kommt auch mich zu und umarmt mich vorsichtig. "Na S��e, alles ok? Wie f�hlst du dich?", fragt sie dabei. "Na ja, was soll ich sagen?! Mir ging es schon mal besser", meine ich und grinse. "Aber die Schmerzen haben wirklich schon etwas nachgelassen", f�ge ich hinzu. Dann kommt Ashley an die Reihe. "Hey", sagt er und setzt sich zu mir an die Bettkante. "Hey", sage ich zur�ck und wir k�ssen uns z�rtlich. "Ist alles ok, mein Hase", frage ich ihn besorgt. "Ja, ja klar, was soll denn sein", antwortet er z�gig und blickt anschlie�end aus dem Fenster. Ich drehe sein Gesicht wieder zu mir, um ihm in die Augen blicken zu k�nnen. Wo ist dieses freundliche ozeantiefe blau geblieben, dass ich so liebe? Statt dessen erkenne ich jetzt nur noch Tr�bheit und Sorge in seinem Blick. "Ash, ich werd schon wieder! Mach dir nicht so viele Gedanken, ok?" Er nickt, nimmt meine Hand aus seinem Gesicht in seine Hand und k�sst sie. Ich l�chle ihn daraufhin an und ziehen zu mir. "Ich liebe dich, mein kleiner Chaot", sage ich scherzend. "Ich liebe dich auch, Honey", gesteht er mir und l�chelt mich gl�cklich an, wobei seine Augen wieder etwas gl�nzen. "Na also, dass ist doch der Ash, den ich kenne." In dem Augenblick kommt der Arzt rein. "So Mrs. Manson, dann wollen wir doch mal sehen", meint er und klemmt meine Aufnahmen unter die mattbeleuchtete Scheibe. "Ah, da haben wir es ja", erwidert er nach einigen stillen Moment in denen er meine Knochen betrachtet hat. Er zeigt auf eine Stelle in dem Schwarzwei�bild. "Hier sehen Sie? Diese zwei Rippen haben sie sich gebrochen, sie liegen etwas anders als die anderen", erkl�rt er uns. Ich nicke. "Und was bedeutet das jetzt?", frage ich nach. "Sie d�rfen nach Hause. Eine Schwester wird ihnen ein Korsett anlegen und ich verschreibe ihnen noch ein schmerzlinderndes Mittel. In 2 Wochen kommen sie dann bitte zur Kontrolle", meint der Doc, verschreibt mir etwas und verabschiedet sich dann. Schlie�lich k�nnen wir das Krankenhaus verlassen und w�hrend Ash und ich schon mal zum Auto gehen flitzt Jessi noch schnell in die Krankenhausapotheke. Jetzt k�nnte ich gut mit ihm reden, aber er kommt mir zuvor. "Cathy, es tut mir so leid! Ich mache mir solche Vorw�rfe, soweit h�tte es nie kommen d�rfen", f�ngt er an, wobei er aber in die andere Richtung blickt. "Ash, sieh mich an", sage ich und drehe sein Gesicht zu mir, bevor ich weiter spreche. "Du kannst genauso wenig daf�r wie ich. Du bist nicht Schuld und brauchst dir auch in keinster Weise Vorw�rfe machen. Es ist passiert und damit finde ich mich bestimmt besser ab als du. Ich m�chte mit dir zur Polizei gehen und Anzeige erstatten und damit die Sache abschlie�en." "Ja, aber wenn ich den Drohbrief ernster genommen h�tte, dann w�re dir das bestimmt erspart geblieben. Im Grunde trifft ja mich die Schuld und ich wei� nicht, ob ich damit leben kann", erwidert er. "Als du vom Auto angefahren wurdest, ging es mir genauso, aber auch du wolltest nicht, dass ich mir Vorw�rfe mache. Jetzt erwarte ich das selbe von dir. Seine Fans kann man sich nun mal nicht aussuchen", sage ich. Mittlerweile sind wir an Jessis Wagen angekommen. Wir wenden uns einander zu und umarmen uns. "Du hast Angst, dass ich wieder Zweifel bekommen habe und ich mich wieder von dir trenne, richtig?", frage ich w�hrenddessen. Ich sp�re wie er nickt. Wir l�sen uns wieder voneinander und ich blicke ihn an. "Das brauchst du nicht! Ich bin dr�ber weg und unsere Liebe lassen wir uns von keinem deiner Fans kaputt machen, das verspreche ich dir", gestehe ich ihm. "Wirklich?", hakt er nach. "Ja, wirklich!!!" Jetzt grinst er endlich wieder und ich l�chle zur�ck. Wir kommen uns n�her und wollen uns gerade k�ssen, als Jessi neben uns auftaucht. Davon lassen wir uns aber nicht st�ren. Sie sperrt schon mal das Auto auf und Ashley und ich steigen zusammen hinten ein wo wir einfach weitermachen. Jessica sch�ttelt nur den Kopf und f�hrt schlie�lich los. Daheim angekommen kommen gleich vier besorgte Jungs angelaufen, die mir aus dem Auto helfen wollen. "Jungs, das ist ja echt lieb, wie ihr mir sprichw�rtlich unter die Arme greifen wollt, aber ich schaffe das auch alleine", lache ich. Nachdem ich das gesagt habe weichen sie zur�ck und machen mir den Weg frei. Ich greife gerade mal nach Ashleys Hand und bewege mich langsam in meine Wohnung. Den restlichen Tag �ber f�hle ich mich einfach nur wohl. Warum? Weil ich von vorne bis hinten bedient werde. Ash besteht n�mlich darauf, dass ich auf dem Sofa liegen bleibe und mich schone, weil er meint, dass dadurch meine Knochen schneller heilen. Er selber ist immer an meiner Seite um mich auf seine Art zu verw�hnen! Und was die anderen Guys und Jessi betrifft: Wenn ich irgendeinen Wunsch habe, muss ich nur mit den Fingern schnipsen und schon steht einer von ihnen neben mir. Daran k�nnte ich mich glatt gew�hnen.

Am n�chsten Tag machen Ashley und ich uns mit meinem BMW auf ins Revier. Nach etlicher Warterei sind auch wir endlich mal an der Reihe. Der Beamte greift nach Papier und Stift f�r ein Protokoll und ich will gerade anfangen, den Vorfall zu schildern, als wieder jemand auf die Wache st�rmt. Eigentlich war ich mir sicher, dass ich keine Angst h�tte, w�rde ich dieser Clique noch einmal begegnen, aber jetzt wo sie alle zusammen vor mir stehen steigt doch etwas Panik in mir auf, auch wenn Ashley an meiner Seite ist.

Teil 7:

Blitzschnell springe ich auf ohne mein Gesicht von den M�dels zu wenden. Ash sieht mich verwundert an. "Was ist denn los, Honey?" Ich kann nichts sagen. Die Anf�hrerin von der Clique sieht mich giftig an. Ich wei� genau was ihr Blick verr�t: "Wenn du etwas sagst, bist du tot". Jetzt dreht Ashley sich um und schaut in die selbe Richtung in die ich gerade blicke. "Sind das etwa...?", hakt er nach. Er schaut wieder mich an, aber ich brauche erst gar nicht zu antworten. Er wei� auch so, dass das die Clique ist, die mir das angetan haben. Der Officer blickt von dem einen zum anderen, scheint aber auch langsam zu verstehen, was hier gerade abgeht. "Na warte, wenn ich euch in die Finger bekomme. Setzt meiner Freundin noch einmal derma�en zu und ich schw�r euch, ich breche euch jeden Knochen einzeln", schreit er schon richtig. Ich bin etwas entsetzt, denn so wutentbrannt kenne ich ihn gar nicht, nicht einmal in einer solchen Situation h�tte ich das von ihm erwartet, da er sonst ein sehr liebenswerter Mensch ist. Es kostet mich alle M�he ihn festhalten zu k�nnen, was in meinem Zustand nicht ganz schmerzfrei ist. "Ash bitte, du musst dich noch schonen, dein Unfall...". versuche ich ihn zu bes�nftigen, was auch nicht viel n�tzt. Erst als ich ihm deutlich mache, dass er mir so ebenfalls weh tut, l�sst er nach. Langsam wollen die Girls sich zur�ck ziehen, aber als sie gerade zum rennen ansetzen, sind auch schon zwei weitere Polizeibeamte da und halten sie auf. "Mrs. Manson, sind das die f�nf, die f�r den Vorfall verantwortlich sind?", fragt mich der Officer eindringlich. "Ich brauche jetzt von Ihnen ein Gest�ndnis, sonst habe ich nichts gegen sie in der Hand und muss sie laufen lassen." Ich z�gere und schaue wieder in die Augen der Anf�hrerin, deren Drohung nun noch deutlicher zu erkennen ist. "Cathy, bitte", meint Ash jetzt auch und blickt mir tief in die Augen. "Ja, ja das sind sie", sage ich schlie�lich, ohne meinen Kopf von ihr abzuwenden. Alle f�nf scheinen jetzt wirklich w�tend zu sein, aber das macht mir nun nichts mehr aus, da ich mich irgendwie wohler, erleichterter f�hle. "Bringen Sie sie in Untersuchungshaft", befielt der Officer den beiden Beamten und kurz darauf sind wir wieder alleine. Ich bin so fertig, dass ich mich erst mal langsam zur�ck auf meinen Stuhl sinken lasse. Ash setzt sich neben mich und zieht mich vorsichtig in seine Arme. "Das war gerade total mutig von dir! Ich bin richtig stolz auf dich", gesteht er mir und ich merke, dass er grinst. Ich blicke auf und grinse ebenfalls. "Was passiert jetzt mit ihnen?", frage ich dann den Officer. "Erst mal werden sie dem Haftrichter vorgef�hrt und verh�rt. Anschlie�end kommen sie bis zur Gerichtsverhandlung wieder in Untersuchungshaft, bei der sie als Opfer selbstverst�ndlich auch anwesend sein m�ssen." Er nimmt noch meine Anschrift, Telefonnummer usw. auf und danach k�nnen wir endlich gehen.

Geschafft lasse ich mich auf den Beifahrersitz sinken. Ich bin m�de und meine Rippen schmerzen ziemlich. Ich m�chte nur noch nach Hause. "Das du jetzt auch noch zu dieser Verhandlung musst... Die haben doch jetzt dein Gest�ndnis, hoffentlich hat der Alptraum bald ein Ende." "Mach dir keine Sorgen, dass schaffe ich auch noch. Hauptsache ich kann mich jetzt hinlegen", sage ich. "Geht es dir nicht gut? Hast du Schmerzen?" "Etwas!" "Es tut mir leid, ich wollte dir vorhin nicht weh tun und auch nicht so ausrasten, aber als ich sie das so sah, mit diesem w�tenden Blick auf dich gerichtet, da konnte ich nicht mehr an mich halten." "Es war schon in Ordnung. Ich war nicht sauer auf dich, nur in Sorge, schlie�lich wurdest du gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen. Ich h�tte genauso gehandelt, wenn es um dich gegangen w�re", l�chle ich und dr�cke ihm ein dickes Bussi auf die Wange.

Wieder daheim lege ich mich in mein Bett und Ash legt sich neben mich, was mich nat�rlich besonders freut. Er streicht mir erst meine Haarstr�hnen aus dem Gesicht und dann �ber die freie Wange. "Ich liebe dich", gesteht er mir. "Ich dich auch, mehr als du es dir jemals vorstellen kannst." Er l�chelt mich verliebt an. "Ruh dich jetzt ein bi�chen aus, ich bleibe bei dir, bis du eingeschlafen bist." Ich kuschle mich ganz eng an ihn und schlie�e meine Augen. Seinen Blick sp�re ich auf mir ruhen, bis ich nach 10 Minuten eingeschlafen bin.

Als ich wieder aufwache bin ich allein im Bett. Ich schaue auf meinen Wecker wodurch ich feststelle, dass ich ganze 3 Stunden geschlafen habe. Langsam rappel ich mich auf. Meine Rippen haben sich wieder etwas beruhigt und so mache ich mich auf den Weg nach unten. Alle zusammen sitzen sie im Wohnzimmer vor dem Fernseher, Jessica eng an Dan gekuschelt. Hoffentlich haben die beiden jetzt endlich miteinander geredet, aber so wie es aussieht hat sich die Frage er�brigt. Ich grinse sie an, woraufhin sie Dan demonstrativ einen Kuss gibt, den er auch nur all zu deutlich erwidert. Also doch! Die beiden sind echt ein s��es Paar. Jetzt erblicken mich auch die anderen und Ashley springt nat�rlich sofort auf. "Honey, geht es dir wieder besser?" "Ja, sehr sogar", meine ich best�tigend. Er setzt sich wieder in den Sessel und zieht mich zu sich auf den Scho�. "Ich habe dich vermisst, als ich wach wurde und hatte schon Sehnsucht", fl�stere ich ihm ins Ohr. "Ich war aber bei dir, bis du eingeschlafen bist und sogar noch etwas l�nger", fl�stert er zur�ck. Die anderen m�ssen ja nicht alles mitbekommen. "Hey, wer fl�stert der l�gt", ruft Erik. "In diesem Fall sicher nicht", antworte ich demonstrativ. "Ich m�chte gar nicht wissen, was du alles gemacht hast, als ich dann eingeschlafen war", sage ich wieder zu Ash gewandt. "Glaub mir, wenn du es wissen w�rdest, w�rdest du dir w�nschen wach gewesen zu sein", l�chelt er. "Das ihr M�nner immer so von euch selbst �berzeugt sein m�sst! Aber bei dir kann ich mir schon vorstellen, dass ich etwas verpasst habe", meine ich l�chelnd zur�ck. "Ach, das kann man nachholen! Aber werd du erstmal wieder richtig gesund, so ist das zu gef�hrlich." An was der schon wieder denkt!!!

~Ca. 1 Woche sp�ter~

Ich habe mir Jessi mittlerweile wieder geschnappt um sie �ber sie und Dan auszuquetschen. Sie sind jetzt richtig zusammen und meine S��e schwebt auf Wolke 7. Nat�rlich habe ich auch mit Dan geredet und ihm geht es nicht anders. Ich w�nsche den beiden echt, dass ihre Liebe ewig h�lt und genauso stark wird wie die von Ash und mir. Ashley und ich sind gerade alleine zu Hause, als das Telefon l�utet. "Hase, gehst du mal bitte dran" rufe ich von oben zu ihm runter. "Cathy, es ist das Polizeipr�sidium. Die wollen dich sprechen", ruft er kurz drauf zur�ck. Langsam gehe ich die Treppe nach unten. "Und? Was wollten sie?", fragt Ash, als ich anschlie�end zu ihm in die K�che komme. "Die Gerichtsverhandlung ist morgen um 11 a.m. Sie haben gestanden", erz�hle ich ihm und mache dann eine Pause um auf seine Reaktion zu warten, doch er sagt nichts. "Kommst du mit?", will ich schlie�lich in die Stille hinein wissen. "Klar, wir kommen alle mit und werden dich so gut es geht unterst�tzen", antwortet er. "Danke, auf euch ist immer Verlass", meine ich und umarme ihn vorsichtig. Etwas mulmig ist mir schon, wenn ich an morgen denke. Ich wei� ja aus dem Fernsehen wie so etwas abl�uft. Da wirst du mit Fragen konfrontiert bis zum geht nicht mehr und die ganze Sache steigt wieder in dir auf. Kurz gesagt, deine Vergangenheit holt dich wieder ein. Ash w�rde ich meine �ngste, die ich ihm Moment habe, nie sagen, denn der w�rde sich nur noch mehr Sorgen um mich machen als er eh schon tut und das ist auch nicht gut f�r ihn.

In dieser Nacht liege ich noch lange wach und �berlege mir schon mal passende Antworten auf die �blichen Fragen, die bei solchen Angelegenheiten immer gestellt werden, wie: "Wie genau k�nnen Sie sich an den Vorfall erinnern?", "Haben Sie versucht sich zu wehren?" , "Was genau haben die M�dchen mit Ihnen gemacht?" usw. usw. Ashley bekommt davon zum Gl�ck nichts mit, denn er schl�ft endlich mal wieder tief und fest. Ich streiche ihm durch seine Haare und l�chle ihn an. Wenn er schl�ft sieht er noch eher wie ein Engel aus, obwohl man ihn am Tag schon mit einem verwechseln k�nnte. Mein Blick richtet sich wieder zur Decke, als sich pl�tzlich neben mir etwas regt und Ash mir kurz darauf in die Augen blickt. Shit, jetzt ist er doch aufgewacht. "Hey Sweety, was ist denn los? Kannst du nicht schlafen?" "Doch schon, mir geht nur schon seit einer Weile eine Frage durch den Kopf", erkl�re ich ihm. "Und die w�re? Vielleicht kann ich sie dir ja beantworten", grinst er. "Ich habe mich nur gefragt, warum die Clique letzte Woche auf die Wache gerannt ist, somit liefen sie doch der Polizei direkt in die Arme. F�r mich ergibt das alles keinen Sinn." "Und wegen so etwas schl�gst du dir die Nacht um die Ohren? Das kann dir doch jetzt v�llig egal sein, sei doch froh, dass sie es getan haben." "Bin ich ja auch und trotzdem..." "Willst du wissen, was ich denke?" "Nat�rlich, ich lege sehr viel Wert auf deine Meinung!" "Vielleicht haben sie dich zuf�llig aufs Revier gehen gesehen und sind dir gefolgt, um dich aufzuhalten, was ihnen ja nicht gegl�ckt ist - Gott sei Dank!" meint Ash. "Mmh, dass k�nnte sein, aber es war auf alle F�lle total leichtsinnig und un�berlegt von ihnen." "Pech gehabt, du siehst, was ihnen das gebracht hat. So und jetzt versuch etwas zu schlafen, schlie�lich ist morgen wieder ein schwerer Tag", sagt er noch, nimmt mich in den Arm und legt sich dann mit mir wieder hin. Ich gebe ihm einen Kuss. "Oh, wof�r war der?", fragt er verf�hrerisch. "Einfach so, weil ich dich so sehr liebe und du mir in der letzten Zeit so sehr hilfst", erwidere ich verliebt. Daf�r gibt mir Ashley noch einen Kuss und es geht auch noch eine Weile so weiter, bis wir dann doch beschlie�en zu schlafen.

Als ich am n�chsten Morgen aufwache kommt mir sofort in den Sinn, was heute auf dem Tagesprogramm steht. Meine G�te, wie lange wird die Verhandlung wohl dauern?! Na ja, noch ist es ja nicht soweit. Ash ist schon auf und als ich geduscht nach unten komme haben die anderen schon Fr�hst�ck gemacht. Schlie�lich machen wir uns alle auf den Weg. Erik f�hrt und Ashley h�lt mich die ganze Fahrt �ber im Arm, als w�rde er mich heute ganz besonders besch�tzen wollen. Ich w��te echt nicht, was ich in dieser schweren Zeit ohne ihn und seine Unterst�tzung machen w�rde. Wie habe ich es nur die drei Jahre ohne ihn ausgehalten?

Dann ist es soweit. Die ersten Minuten habe ich von vorne mitverfolgt, doch jetzt werde ich ihn den Zeugenstand gerufen. Ash und Jessi umarmen mich noch einmal und die anderen halten mir noch ihre gedr�ckten Daumen entgegen. Mit wackeligen Knien gehe ich vor. Wie erwartet werden mir knallharte Fragen gestellt, aber ganz so schlimm habe ich es mir nun doch nicht vorgestellt. Der Anwalt der Clique m�chte von mir haargenau beschrieben haben, wie die Girls mich angefasst und in welche K�rperteile sie zugetreten haben. Dabei dreht er mir auch noch meine ganzen W�rter im Mund herum, um die M�dchen raus reden zu k�nnen. Zwischendurch sehe ich mal r�ber zu Ashley. Er hat beide H�nde vors Gesicht gelegt und st�tzt sich mit den Armen auf seinen Knien ab, Dan hat eine Hand auf seinen R�cken gelegt und auch Jessica k�mmert sich um ihn. Es stimmt, ich leide unter dieser Vernehmung sehr, alles kommt wieder hoch und ich habe das Gef�hl meine Durchhaltekraft zu verlieren, aber das muss ich ihm nicht zeigen und so versuche ich so tapfer wie m�glich die Fragen zu beantworten. Durch meinen abgeschweiften Blick habe ich nicht mehr zugeh�rt und muss mir so die letze Frage noch einmal wiederholen lassen. Der Anwalt gibt nicht auf und bohrt immer weiter, bis dann endlich ein Staatsanwalt Einspruch erhebt. In dem Augenblick sehe ich, wie Jessi mit Ash den Raum verl�sst. Was ist nur los?

Endlich habe ich es geschafft, nach einer � Stunde. Der Richter und seine Gerichtskollegen gehen nach nebenan um sich zu beraten. Ich setze mich zu den Jungs und werde erst mal umarmt. Ash und Jessica sind seit etwa 5 Minuten weg. Erst mal sage ich eine Weile gar nichts und als ich Dan gerade nach Ashley fragen m�chte kommen der Richter und der Rest zur�ck und auch Ashley und Jessi nehmen neben uns wieder Platz. Sofort dr�cke ich meinem S��en ganz fest an mich und streiche ihm �ber die Wange. "Das hohe Gericht verk�ndet nun das Urteil, bitte erheben Sie sich! Die Angeklagten haben Ihre Tat gegen�ber dem Haftrichter zwar zugegeben, jedoch vorhin von einer Entschuldigung abgesehen, als Sie zu dieser aufgefordert wurden. Au�erdem hat das Opfer gr��ere k�rperliche Sch�den davon getragen, deshalb ist das Gericht zu dem Urteil von einer Haftstrafe �ber 1 � Jahre, daf�r aber ohne anschlie�ende Bew�hrung gekommen. Die Verhandlung ist hiermit geschlossen." Etwas geschockt bin ich schon, denn das sie wirklich ins Gef�ngnis kommen h�tte ich trotz allem nicht gedacht. Die 5 werden abgef�hrt, aber mich besch�ftigt etwas ganz anderes. Was war vorhin mit Ashley los? Warum hat er mit Jessi so pl�tzlich den Raum verlassen? Lag es an meiner Vernehmung oder an etwas anderem? Hatte es vielleicht etwas mit ihm zu tun? Schon sehr bald sollen mir diese Fragen beantwortet werden.

Teil 8:

Alle zusammen verlassen wir das Gericht. Ich halte Ashleys Hand ganz fest und wir bilden das Schlusslicht. Als wir aus dem Geb�ude raus sind, bleibe ich mit Ashley zur�ck, um mit ihm zu reden. Erik dreht sich um. "Hey, kommt ihr jetzt?" Aber Jessi und Dan haben schon verstanden, packen sich Erik und gehen weiter zum Auto. Ich wende mich Ash zu, halte ihn an den Armen fest und will ihm in die Augen schauen, aber er weicht meinem Blick immer wieder aus. "Hey, jetzt schau mich doch mal an! Was ist denn los?" "Nichts", sagt er und entwendet sich meinem Griff. "Nichts?! Was war das dann eben? Auch nichts?" Ashley blickt mich kurz an und dreht sein Gesicht dann wieder weg. "Bitte rede doch mit mir, irgendetwas stimmt doch nicht. Du kannst mir nichts vormachen", meine ich. Er z�gert noch einen Moment, dreht sich aber dann doch zu mir. "Du hast Recht! Ich konnte das vorhin einfach nicht mehr ertragen. Seit dem Vorfall konnte ich dir nicht einmal mehr in die Augen blicken, ohne dabei daran zu denken, was ich dir angetan habe. Es tat mir einfach viel zu weh, dich da sitzen zu sehen, also bin ich raus gegangen, bin einfach wieder weg gelaufen und habe dich mit allem allein gelassen. Manchmal denke ich mir, dass es besser gewesen w�re, wenn wir uns nicht wieder getroffen h�tten, nicht weil ich dich nicht liebe, sondern weil ich dir dann viele Schmerzen erspart h�tte. Es tut mir so leid", sagt Ash. Ich nehme ihn in den Arm und wir umarmen uns ganz fest. "Warum hast du denn nie mit mir geredet? Wir h�tten sicher eine L�sung gefunden." "Ich wollte dich doch nicht damit auch noch belasten, sondern dir in dieser schweren Zeit eine St�tze sein. Es ging doch gar nicht um mich, sondern um dich. Deshalb habe ich nicht dar�ber gesprochen!" "Du warst f�r mich da, das stimmt. Jetzt lass mich f�r dich genauso dasein, ok? Bitte glaub mir, du kannst f�r das, was passiert ist, rein gar nichts. Mit dem heutigen Tage, mit den letzten Stunden, ist diese Sache abgeschlossen. Lassen wir es einfach hinter uns, in Ordnung?" schlage ich vor. "Ok!" "Im �brigen, du wei�t gar nicht wie froh ich bin, dass wir uns wieder gesehen haben. Ich liebe dich heute genauso sehr wie am 1. Tag. Du bist das Wichtigste in meinem Leben!" Ashley l�chelt mich zuversichtlich an. Arm in Arm gehen wir schlie�lich weiter und steigen zu den anderen in den Van. "Und, alles wieder ok?", fragen Dan und Jessica. Die anderen scheinen immer noch nicht zu wissen was los war, wahrscheinlich hat sie niemand aufgekl�rt. Ist auch gut so, weil Ash und ich sowieso damit abgeschlossen haben. "Ja, alles wieder in Ordnung", antworte ich f�r uns beide. Ashley und ich geben uns einen langen Kuss.

Von dem Moment an, wo wir uns wiedergesehen haben bis zu dem Tag war es wirklich schwer f�r uns und unsere Beziehung. Doch in der letzten Zeit ist wieder Normalit�t in unser Leben gekommen und wir haben endlich mal keine Probleme mehr.

Schlie�lich ist es dann soweit. Ashleys Beurlaubungszeit ist vor�ber und morgen geht es f�r alle (zur�ck) nach Orlando. Jessi und ich haben schon alles verpackt. Obwohl eher die Jungs mit Jessica gepackt haben, da wieder darauf bestanden wurde, dass ich mich schone. Jetzt sind wir beide auf dem Weg ins Krankenhaus, wo ich noch einmal ger�ntgt werden soll. Der Arzt ist sehr zufrieden und spricht Ash gro�es Lob f�r seine F�rsorge aus. Mir wird das Korsett abgenommen, wof�r ich echt dankbar bin. Bevor wir gehen, sprechen wir noch mit ihm �ber den morgigen Umzug nach Orlando. "Sie haben Gl�ck, denn ich habe da dr�ben einen sehr guten Kollegen und Freund, der ihr Heilverfahren weiterhin beobachten wird. Ich �bersende ihm noch heute Ihre Unterlagen", erkl�rt der Doc. "Vielen, vielen Dank", meine ich. "Keine Ursache! Alles Gute f�r Sie, Mrs. Manson! Und Sie passen bitte weiterhin so gut auf sie auf, damit sie schnell wieder ganz fit ist", sagt er zu Ash, als wir uns verabschieden. "Keine Sorge, dass werde ich", antwortet Ashley. Richtig happy kommen wir wieder daheim an. Aus tiefster Dankbarkeit f�r meinen Schatz, habe ich heute mal eine �berraschung f�r ihn, von der noch rein gar nichts ahnt. Erst sehr sp�t, gegen 11.15 p.m. machen wir uns auf den Weg in die Stadt, was Ashley sehr verwundert. Als wir vor dem Kino stehen, halte ich ihm zwei Karten f�r die l�ngst ausverkaufte Pr�miere von "Matrix Reloaded" entgegen. Ich wei�, dass er "Matrix" �ber alles liebt und von den anderen Jungs habe ich erfahren, wie gerne er schon immer mal in die Pr�miere von einer Fortsetzung wollte. Bei dem ersten Film hatte es nicht geklappt, wegen der Band und jetzt hatte er �berhaupt keine Zeit sich um Karten zu k�mmern, weil er so mit mir besch�ftigt war. Au�erdem liebe ich diese Filme auch wahnsinnig. Ashley freut sich wahnsinnig und ich habe ihn schon lange nicht mehr richtig gl�cklich gesehen. "Wow, wie hast du das blo� geschafft, die Vorstellung ist doch schon lange ausverkauft." "Tja, Kontakte eben! Ein guter Freund von mir arbeitet in dem Kino", grinse ich. "Danke Honey! Ich wollte schon immer mal in die Pr�miere." "Ich wei�", antworte ich l�chelnd. Wir k�ssen uns lange und gehen dann zum Eingang. Noch dazu sitzen wir letze Reihe Mitte, der beste Platz im ganzen Saal.

H�ndchen haltend schlendern wir anschlie�end durch die Stra�en nach Hause. Seit Ashley wieder aus dem Krankenhaus raus ist, muss ich Erik wohl oder �bel auch noch auf die ausziehbare Couch quetschen. Das er vorher mit bei mir geschlafen hat, wei� Ash nicht, Wie hei�t es so sch�n: Was er nicht wei�, macht ihn nicht hei�! Es w�rde ihn vielleicht nicht st�ren, das zu h�ren, da er mir vertraut, aber es muss ja nicht sein. So sind wir auch jetzt in meinem Zimmer angekommen und das sogar ohne die anderen zu wecken. Hier sind wir jetzt endlich ganz ungest�rt. Im Kino schon konnten wir unsere Lippen nicht mehr richtig voneinander lassen und so setzt dies jetzt auch wieder ein. W�hrend wir uns sanft k�ssen, streichle ich mit meiner Hand �ber seinen starken R�cken. Langsam will Ashley zur�ck gehen, stolpert jedoch erst �ber einen der vielen Umzugskartons, wodurch er noch schneller auf dem Bett landet. Wir lachen kurz dar�ber, ehe unsere K�sse wieder einsetzen. Vorsichtig taste ich mich vor und lasse meine Hand unter sein Shirt gleiten, wo ich beginne �ber seinen Bauchmuskeln zu streicheln. Ich sp�re, wie sich dadurch eine leichte G�nsehaut bei ihm ausbreitet. Wir l�sen unsere Lippen kurz voneinander, damit ich ihm das T-Shirt ganz ausziehen kann. Gleich im Anschluss setzen meine Z�rtlichkeiten wieder ein und ich k�sse mich langsam abw�rts. Ashleys Atem wird schwerer, als ich mich an seiner Hose zu schaffen mache. "Ich dachte, wir sollten es langsam angehen", grinst er, nachdem er wieder etwas nach Luft geschnappt hat. Ich l�chle. "Das war mal. Ich finde, wir haben uns jetzt genug Zeit damit gelassen", antworte ich frech. Eigentlich bin ich nicht so ungeduldig, aber mein Verlangen nach ihm ist im Moment einfach zu gro�, sodass er sich nach diesen Worten nicht wehrt, als ich ihm auch noch von dem letzten bi�chen Stoff befreie...

"Ashley, Cathy, aufstehen! Wir wollen bald los", klopft Jessica am n�chsten Morgen an meine T�r. Meine Augenlider heben sich und m�ssen einige Sekunden blinzeln, ehe sie sich an das helle Sonnenlicht gew�hnt haben, welches durch eins der Fenster ins Zimmer f�llt. Auch neben mir regt sich langsam was und kurz darauf strahlen mich wieder zwei wundersch�ne blaue Augen an, die ich einst so liebte und die nun auch wieder meine Liebe erfahren d�rfen, noch mehr, als damals. "Guten Morgen", l�chle ich. "Guten Morgen, Honey!" Wir geben uns einen langen Kuss. "Wei�t du eigentlich, wie sch�n das ist, wieder neben dir auf zu wachen?" Ich nicke. "F�r mich ist es genauso sch�n." Mit meinem Zeigefinger zeichne ich die Konturen seiner Lippen nach und bevor ich ihn wieder weg zieh, k�sst Ash meine Fingerspitze sanft. "Ash, Cathy!", h�ren wir erneutest Rufen, dieses Mal allerdings von unten. Wir fluchen kurz und verdrehen beide die Augen, bevor wir uns etwas �berziehen und zusammen ins Bad trotten. Ich hatte viel zu wenig Schlaf und als ich einen Blick auf die Uhr werfe, best�tigt sich meine Vermutung, es ist gerade mal 6 a. m. Dabei sind wir erst um 3 a.m. etwa Heim gekommen. Ich klopfe mit meinen H�nden gegen meine Wangen, drehe dann den Wasserhahn auf und spritze mir kaltes Wasser ins Gesicht. "Da hilft wohl nur ne kalte Dusche", l�chelt Ash, als er mich sieht. Er umarmt mich von hinten und hat seinen Kopf auf meiner Schulter abgelegt. "Ok, aber nur wenn du mitkommst", erwidere ich.

Als angenehm konnte man die Dusche wirklich nicht bezeichnen, obwohl ich mit meiner gro�en Liebe drunter stand, aber mein Schatz konnte es einfach nicht lassen und hat tats�chlich das Wasser auf ganz kalt gestellt. Um so frischer, kommen wir schlie�lich zum Fr�hst�ck runter. Die Jungs sind schon flei�ig am Kartons verladen und Jessica wirtschaftet noch irgendetwas in der K�che herum. Ich blicke mich um und erkenne mein Zuhause kaum noch, alles sieht so kahl und leer aus. Wir machen uns schlie�lich eine Sch�ssel mit M�sli und als wir diese gegessen haben, gehen wir den anderen zur Hand, bzw. Ashley. Langsam habe ich es satt, dass sie mich wie eine Schwerkranke behandeln! Frustriert setze ich mich mit verschr�nkten Armen ins Wohnzimmer und schaue den anderen zu, helfen darf ich ja nicht! "S��e, wir fahren dann", meint Jessi eine ganze Weile sp�ter zu mir. Ich atme tief durch und erhebe mich. Schnell sprinte ich noch einmal nach oben um meine kleine Tasche mit Handy usw. zu holen. Ash hat auf mich gewartet, legt den Arm um mich und gemeinsam gehen wir hinaus. Ein paar Schritte entfernt, drehe ich mich um sehe mir noch mal das Haus an, ich h�nge sehr daran und das wissen alle. "Hey, ihr behaltet es doch! Und wenn wir Urlaub haben, kommen wir immer hier her", versucht mich Ashley zu tr�sten. "Ja, aber es wird mir trotzdem fehlen", seufze ich. Schlie�lich kann ich meinen Blick von ihm l�sen und als ich mich umdrehe blicke ich in 4 strahlende, aber auch traurig wirkende Gesichter: Judy, Sanny, Toby und Chris. An die habe ich ja gar nicht mehr gedacht. "Hey", rufe ich erfreut und umarme jeden einzeln von ihnen, Chris besonders lange. "Du wolltest doch nicht gehen, ohne dich auch noch vorher von uns zu verabschieden?", l�chelt mich Judy an. Jessica gesellt sich zu uns, w�hrend Ashley schon mal in den Van steigen will. Ich halte ihn jedoch auf. "Leute, dass ist Ashley! Ashley, dass sind Toby, Sanny, Chris und Judy", stelle ich sie einander vor. Wir reden noch kurz, bis es dann wirklich Abschied nehmen hei�t. "Wir sehen uns wieder, ok?", meint Jessi und knuddelt jeden noch einmal. "Und wir telefonieren ganz oft", f�ge ich noch hinzu und tu es ihr dann gleich. Als ich bei Chris ankomme, fl�stere ich ihm leise ein "Es tut mir leid" zu, ehe ich ihn auch noch einmal umarme und ihm ein Bussi auf die Wange dr�cke. Ich wei�, wie sehr er darunter leidet, dass ich wieder gl�cklich verliebt bin, allerdings nicht mit ihm, aber er ist nun mal nur ein Freund f�r mich, daf�r aber einer meiner besten. Wir l�sen uns nun ganz voneinander und Jessi und ich steigen zu den anderen in den Van. Unsere Clique winkt uns noch, bis wir um die n�chste Ecke gebogen und ganz verschwunden sind. Die Fahrt nach Orlando verl�uft angenehm und zum Gl�ck ohne Stau. Da ich doch noch ziemlich m�de bin, habe ich meinen Kopf auf die Schulter von meinem Schatz gelegt, meinen Arm um ihn geschlungen und mich so mit geschlossenen Augen ganz eng an ihn gekuschelt. Es dauert nicht lang und ich bin wieder tief und fest eingeschlafen. "Gott, ich liebe dich so sehr", fl�stert Ashley und gibt mir einen Kuss auf den Kopf. Leider h�re ich weder das eine, noch bemerke ich das andere. "Das wei� sie", l�chelt Jessica, die links neben ihm sitzt. Ashley erwidert ihr L�cheln. "Hat sie oft von mir gesprochen in den 2 Jahren?", will er wissen, ohne dem Hintergedanken, selbstbewusst zu klingen, bei einer entsprechenden Antwort. "Sie hat mir einmal die ganze Romanze von euch erz�hlt, allerdings ohne die Erw�hnung deines Namens und ohne mir ein Bild von dir zu zeigen, die hatte sie n�mlich nach eurer Trennung verbrannt (Jessica grinst verlegen). Danach hat sie nicht mehr direkt auf dich angesprochen, aber sie war oft nachdenklich und ich wusste immer, dass sie in solchen Augenblicken mit den Gedanken bei dir war. Auch wenn sie es nie zugegen hat, habe ich immer gesp�rt, dass sie sich selbst auch daf�r verantwortlich gemacht hat, wie sich das zwischen euch entwickelt hatte. Nachts habe ich sie oft weinen geh�rt. Als wir uns kennen lernten, war das mit euch beiden gerade erst geschehen und dadurch wahr ich wohl die einzigste, die sie an sich ran lie�. Ihrer Verletztheit konnte ich t�glich von ihren Augen ablesen. Wenn sie sich mal wieder nachdenklich zur�ck gezogen hatte, fragte ich sie anschlie�end immer, ob sie wieder �ber dich nachgedacht hatte und dies bejahte sie meistens. Ansonsten haben wir nie ausf�hrlich �ber dich gesprochen, au�er eben diesem einen Gespr�ch, in welchem sie mir alles anvertraut hatte. Sie konnte es einfach nicht", erz�hlt ihm Jessi ausf�hrlich. Ashley atmet tief durch. "Aber ich bin mir sicher, dass sie �ber die Zeit nie aufgeh�rt hat, dich zu lieben." "Das ist wundervoll zu h�ren, aber woher wei�t du das so genau?", hakt Ash nach. "Ganz einfach, weil sie nie aufh�ren konnte an dich zu denken und weil sich manchmal auch ein L�cheln auf ihren Lippen bildete, wenn sie wieder ihren Gedanken nachhing und wahrscheinlich gerade eine sch�ne Erinnerung von euch durchlebte. Aber wenn ich ehrlich bin, dann habe ich dies auch erst im Nachhinein festgestellt, n�mlich als ich dich kennen lernte und ihr wieder zusammen kamt, sie dir also verziehen hat." "Wie das?" "Na ja, ich hatte immer einen ziemlichen Hass auf dich, wegen all der Schmerzen, die du ihr durch dein Fremdgehen zugef�gt hast. Ich habe ihr immer dazu geraten, ganz los zu lassen, dich endlich zu vergessen, dass du es nicht wert seist usw. Aber ich wusste ja nicht, dass du selbst nach den 2 Jahren immer noch deinen Fehler bereust, sie dir eben so nicht aus dem Kopf ging und eins wusste ich vor allem nicht: wer du bist, da sie ja nie deinen Namen erw�hnt hat", erkl�rt meine Maus, wobei sie dem letzten Teil des Satzes erneut ein verlegenes L�cheln verleiht, welches Ashley sogleich erwidert.

Im alten Luxus wieder angekommen, schwebe ich noch immer tief und fest im Reich der Tr�ume und so nimmt mich Ashley auf den Arm, tr�gt mich ins Haus und hoch in sein Zimmer. Vorsichtig legt er mich auf seinem Bett ab, um mich auch ja nicht zu wecken und geht dann wieder nach unten, um die Kartons mit meinen Sachen zu holen. Anschlie�end stellt er sich an seinen Schrank und schafft etwas Platz f�r meine Klamotten. "Ash?", frage ich leise und ziemlich verschlafen nach ihm, ohne meine Augen zu �ffnen. Ich sp�re wie sich etwas neben mich legt. "Ich bin ihr", fl�stert er, streicht mir eine Haarstr�hne aus dem Gesicht und gibt mir einen Kuss auf die Stirn, w�hrend er mit einer Hand meinen Kopf h�lt. Ein L�cheln bildet sich auf meinen Lippen und langsam �ffne ich meine Augen. Ein strahlender Engel blickt auf mich herunter, welcher mir ununterbrochen die Wange streichelt. "Du hast ausgesehen wie ein Engel, als du geschlafen hast", sagt er grinsend. "Und du musst gar nicht erst schlafen, um wie einer auszusehen", erwidere ich. Langsam beugt er sich zu mir herunter, streift meine Lippen kurz, ber�hrt sie dann erneut und er�ffnet einen wundervoll leidenschaftlichen Zungenkuss, f�r den ich meine Augen wieder schlie�e. "Es war so sch�n gestern Abend, dich wieder so nah zu sp�ren", gestehe ich. "Ich fasse das jetzt als eine Aufforderung zum wiederholen auf", l�chelt er. "Am liebsten sofort", meine ich mit schon etwas erregter Stimme. Daraufhin l�sst Ashley nicht lange auf sich warten und setzt sein Zungenspiel wieder ein, w�hrend wir uns gegenseitig streicheln und ein Kleidungsst�ck nach dem anderen verlieren...

"Wo willst du hin?", frage ich und halte ihn am Arm fest, als er eine � Stunde sp�ter Anstalten macht aufzustehen. "Ich hole uns nur etwas zu trinken", erkl�rt er l�chelnd, woraufhin ich ihn auch loslasse und er kurz das Zimmer verl�sst. Happy l�uft Ashley die Treppen nach unten und �berspringt die letzte Stufe, um seine gute Laune noch etwas besser ausleben zu k�nnen. "Alles ok, Ash?", hakt Erik verunsichert und mit hochgezogenen Augenbrauen nach. "Sicher, es k�nnte nicht besser sein! Wieso fragst du?", antwortet Ash, ohne jedoch sein Dauergrinsen zu unterbrechen. "Wir haben dich nur schon ewig nicht mehr SO lebhaft gesehen", erkl�rt Teddy. "Das liegt wohl daran, dass es zwischen Cathy und mir wieder genauso ist wie damals, sogar noch viel sch�ner. Es ist, als w�re ich frisch verliebt, obwohl ich sie die ganzen zwei Jahre �ber nie aufgeh�rt habe sie zu lieben", kl�rt er ihn auf. Und bevor Erik noch einmal etwas darauf erwidern oder um Details bitten kann, hat sich Ashley auch schon zwei Gl�ser und eine Flasche Wasser geschnappt und ist damit wieder nach oben verschwunden. Als er jedoch wieder ins Zimmer kommt, verschwindet sein L�cheln schlagartig, denn er findet nur ein leeres Bett vor. Doch keine f�nf Sekunden sp�ter komme ich schon wieder ins Zimmer und umarme ihn von hinten. Erst erschreckt er sich kurz, l�chelt jedoch sogleich wieder, als er mich entdeckt. Langsam und nur mit den Fingerspitzen lasse ich meine H�nde von oben nach unten gleiten, immer wieder. Nebenbei verziere ich seine Schultern mit kleinen K�ssen. Ash legt genie�erisch den Kopf in den Nacken. Dies soll keineswegs ein Versuch sein, ihn ein weiteres Mal zu verf�hren. Ich m�chte ihm einfach nur kleine Z�rtlichkeiten spenden, ohne das es letztendlich zum �u�ersten kommt. Es ist einfach wunderbar seine weiche Haut zu sp�ren und sich dabei von hinten eng an ihn zu schmiegen. Ashley h�lt meine H�nde fest, k�sst die Fingerspitzen meiner rechten Hand und dreht mich dann zu mir um. "Wir d�rfen nie wieder etwas zwischen uns kommen lassen! Ich kann ohne dich nicht leben! Versprich mir, dass du mich nie mehr alleine l�sst, wenn ich dir das selbe gew�hre", fl�stert er und h�lt dabei meine Hand weiterhin fest, die sich nun auf seiner Brust, auf der H�he seines Herzens befindet. "Ich verspreche es", wispere ich. Ash blickt mir tief in die Augen und beugt sich langsam runter, bis sich unsere Lippen zu einem Kuss ber�hren. "Ich liebe dich so sehr, Ashley Ward Parker Angel", gestehe ich anschlie�end. "Ich dich auch, Cathy Victoria Manson", erwidert er. Ich umarme ihn fest, streichle seinen R�cken sanft und w�rde ihn am liebsten nie wieder los lassen. Noch ein kurzer Kuss und wir l�sen uns ganz voneinander. Ashley schenkt uns beiden etwas zum trinken ein und wir l�schen erst mal unseren Durst. "Ich geh kurz duschen", meint er. "Ist ok!" Ich klappe w�hrenddessen den ersten Karton auf und fange an meine Sachen einzusortieren. Ich habe gerade damit angefangen, als es klopft und Jessica mir von da an Gesellschaft leistet. "Jetzt erz�hl mal ein bi�chen von dir und Dan", fordere ich sie auf. "Eigentlich ist es total sch�n mit ihm, nur..." "Nur was?", hake ich nach. "Wir haben uns noch nicht unsere Liebe gestanden", erkl�rt sie betr�bt. "Hey Maus, das braucht einfach Zeit." Ich setze mich kurz neben sie auf das Bett und lege meinen Arm um sie. "Schau mal, erst mal muss man sich selber �ber seine Gef�hle im Klaren sein, bevor man sie einem anderen gegen�ber zugibt. Einem das erste mal seine Liebe zu gestehen, ist sozusagen der erste H�hepunkt in einer Beziehung und der soll ja etwas ganz besonderes werden. Man muss nach und nach auf ihn hin arbeiten und nur so kann er zu einem Augenblick werden, den man wirklich nie wieder vergisst und an den man sich gerne zur�ck erinnert", erkl�re ich. "Ich wei� wie du das meinst! Wenn du mir so etwas erkl�rst, dann ergibt das f�r mich immer alles einen Sinn." "Na ja, die Beziehung mit Ashley hat mir sehr viel beigebracht und mir geholfen vieles viel besser zu verstehen, manches mehr zu sch�tzen und so sehe ich manches mit anderen Augen." "Du hast wirklich Recht, alles zu seiner Zeit. Es muss einfach alles stimmen. Danke, Mausi!" "Wof�r denn? Du brauchst mir f�r gar nichts zu danken!" Wir geben uns ein Bussi auf den Mund und umarmen uns anschlie�end kurz. "Und sonst? Wie ist Dan so als Freund?" "Total s��! Wenn wir uns erst tief in die Augen blicken, ehe wir uns k�ssen, wenn wir uns aneinander kuscheln und uns einander Komplimente machen, oder wenn wir Arm in Arm da liegen und einfach gar nichts sagen, aber trotzdem eine gewisse Spannung zwischen uns sp�ren...", schw�rmt sie nun. "Dich hat�s voll erwischt, S��e", muss ihr daraufhin grinsend gestehen. Sie blickt zur Seite und spielt kurz verlegen. Wir m�ssen dar�ber erst mal lachen, bevor ich wieder aufstehe und mich dies mal meinen Klamotten widme. "Du h�ttest deinen Schatz vorhin mal sehen sollen, als er nach unten kam, um euch etwas zu trinken zu holen", grinst Jessi. Ich blicke sie l�chelnd, trotzdem leicht fragend an. "Er war total aufgedreht, richtig happy! Ihr seit ja jetzt schon eine ganze Weile wieder zusammen, aber SO habe ich ihn w�hrend der ganzen Zeit noch nicht gesehen." "Das stimmt schon, aber seit dem Wiedersehen, st�rzten wir auch von einer Katastrophe in die n�chste. Wir hatten kaum Zeit uns richtig zur�ck zu ziehen und zu bemerken, wie wichtig wir aneinander doch sind. Ich wei� erst seit gestern wieder, wie sehr ich ihn doch liebe, erst seit wir 2 mal wieder ganz ungest�rt und freiwillig etwas unternommen haben", meine ich. In diesem Augenblick st��t mein Engel auch schon zu uns, mit feuchten Haaren und leicht feuchtem Oberk�rper, nur in Jeans und Boxershorts, welche oben ein St�ck heraus schaut. Ich liebe diesen Anblick! Deswegen kann ich jetzt auch nicht widerstehen und muss einfach zu ihm hingehen, ihn k�ssen und w�hrenddessen erst durch seine Haare, dann �ber seinen Oberk�rper streichen und schlie�lich meine H�nde auf seinen H�ften ruhen lassen. "Na, ich werde dann meinen Schatz auch mal suchen. Wenn man euch so sieht, sp�rt man sogleich, dass einem etwas abgeht." Und mit diesen Worten verl�sst Jessi leicht grinsend das Zimmer.

Teil 9:

"Komm mit, ich muss dir unbedingt was zeigen!" Ashley st�rmt ins Zimmer, in dem ich bis grade friedlich ein Buch gelesen habe, packt meine Hand und zieht mich einfach mit. Zus�tzlich bin ich �ber sein pl�tzliches Auftauchen erschrocken, da ich die Guys bis eben noch beim Tanztraining vermutet habe. Ashleys Beurlaubungszeit ist ja schon l�nger vorbei und er muss wieder wie die anderen zu den Proben. Dabei war ich bis jetzt noch nicht, obwohl es mich schon interessieren w�rde, wie er sich entwickelt hat. Gesungen und getanzt Ash schon fr�her gerne. Bis jetzt waren mir allerdings die Auf-Steh-Zeiten immer zu fr�h. Immer noch mit einem festen Griff um meine Hand zeiht er mich jetzt nach unten, vorbei an den anderen, denen ich unter diesen Umst�nden nicht einmal Hallo sagen kann, und zur T�r hinaus. Dort bef�rdert er mich in sein Auto, steigt selbst auf der Fahrerseite ein und f�hrt los. Erst jetzt finde ich meine Worte wieder. "Kannst du mir jetzt mal sagen, was das soll?", grinse ich. Doch mein Schatz sch�ttelt nur den Kopf. Da ich bemerke, dass es eh nichts bringt, noch weiter zu bohren, lehne ich meinen Kopf zur�ck und genie�e daf�r den Fahrtwind. Ungef�hr 10 Minuten sind wir unterwegs, bis wir dann endlich halten. Neugierig blicke ich mich um und stelle sogleich fest, dass ich hier noch nie gewesen bin. Ashley steigt aus, l�uft um das Auto, um mir die T�r zu �ffnen und greift sofort wieder nach meiner Hand. "Komm, wir m�ssen uns beeilen", sagt er und wirkt dabei meines Erachtens irgendwie geheimnisvoll. Ich antworte erst gar nicht, sondern sammle statt dessen meinen Atem, f�r den kleinen Aufstieg, der uns jetzt bevorsteht. Mit gro�en Schritten erklimmen wir einen kleine H�gel. Dort oben angekommen erwartet mich nicht nur ein wundervoller Ausblick, sondern zus�tzlich das Bild des Sonnenuntergangs, der gerade einsetzt. Ashley l�uft mit mir bis nach vorne und bleibt erst kurz vor dem Abhang stehen. Er l�sst meine Hand los, tritt zur�ck und umarmt mich sanft von hinten. Seinen Kopf schmiegt er kurz an meine Schulter, ehe er sein Kinn auf ihr abst�tzt. Ich lege meine Hand �ber seine, l�chle ihn kurz an und schenke dann dem wunderbaren Naturereignis wieder meine volle Aufmerksamkeit. Pl�tzlich f�ngt Ash direkt an meinem Ohr ganz leise an zu singen und ich erkenne sofort den Song. Er erinnert mich an unsere erste Zeit. Ashley hatte ihn nur f�r mich geschrieben und mir 2 Tage nach seinem Liebesgest�ndnis das erste Mal vorgetragen. Schon damals kamen mir die Tr�nen , nicht nur wegen der Worte, die er gew�hlt hatte, sondern auch durch seine einfach einzigartige und unglaubliche Stimme, die er mit einer wahnsinnigen Leidenschaft pr�sentiert. Und so ist es nun auch wieder der Fall. Ich habe meine Augen geschlossen, aber die Tr�nen finden trotzdem den Weg �ber meine Wangen. Alles, die Atmosph�re, der Sonnenuntergang, seine N�he und seine Stimme, die gleichzeitig seinen Atem verr�t, da er leicht an meinem Ohr kitzelt, zeigt mir, wie sehr er mich doch liebt, ohne das er es durch gezielte Worte erw�hnt und es ist wahre Liebe. Ashleys Stimme klingt langsam aus, nur ein leichtes Summen ist noch zu h�ren, welches jedoch auch von Mal zu Mal leiser wird. Ich senke meinen Kopf kurz und versuche meinen weiteren Tr�nenverlauf zu unterdr�cken, denn er soll diesen einzigartigen Moment nicht zerst�ren, doch es will mir nicht so ganz gelingen. "Ich liebe dich, Cathy, f�r alle Zeiten und daran wird sie niemals etwas �ndern, h�rst du, niemals! Ich weder dir nie wieder weh tun, dich nie wieder verletzen und ich will dich unter keinen Umst�nden noch einmal aus den Augen verlieren. Ich m�chte f�r immer mit dir zusammen sein, mit dir eine Familie gr�nden und mit dir alt werden. Das ist mein neuer gro�er Wunsch, mein neuer Traum, seit die Musik zu meinem Leben geh�rt und diesen m�chte ich mir um jeden Preis erf�llen, noch mehr, als den vorigen, solange du keine Einw�nde hast." Jetzt brauche ich gar nicht mehr versuchen, meinen Tr�nen ein Ende zu setzen. W�hren Ashley mir diese Gedanken entgegen brachte, haben wir uns weiterhin im Arm gehalten und uns ganz tief in die Augen geschaut. Ich l�se mich vorsichtig aus seiner Umklammerung, um mich ganz zu ihm umzudrehen. Erst jetzt erkenne ich auch bei ihm ein Glitzern in seinen sonst so durchgehend tiefblauen Augen. Ich hebe meine Hand und streichle mit ihr �ber seine rechte Wange, wobei ich tief ausatme, um der angenehmen Anspannung zwischen uns, Ausdruck zu verleihen. "Oh Gott, Ashley, ich wei� gar nicht was ich sagen soll. Dein Traum wird in Erf�llung gehen und ich werde alles daf�r tun, denn ich habe seit einer Weile genau den selben. Ich werde versuchen, dich gl�cklich zu machen, bis an unser Lebensende, mit all meinen M�glichkeiten." Mein Schatz nimmt meine Hand, k�sst sie kurz und legt sie dann fest in seine. "Bleib einfach f�r immer bei mir, mehr musst du daf�r gar nicht tun", wispert er. Statt einer Antwort komme ich seinen Lippen jetzt n�her und umschlie�e sie sogleich ganz. Ashley �ffnet leicht seinen Mund und ich lasse meine Zunge hinein gleiten. Sie st��t auf die seine, w�hrend unsere Arme sich nun gegenseitig um den K�rper des anderen legen, um den Abstand zwischen uns noch mehr zu verringern. Unsere Zungen spielen miteinander und ein Meer aus Schmetterlingen durchf�hrt mich. Es ist f�r mich in dieser Situation unm�glich, mir vorzustellen, jemals meine Lippen wieder von den seinen zu l�sen, jemals wieder von ihm abzulassen. In diesem Augenblick verschwindet die Sonne und taucht in der Ferne v�llig im Meer unter. Wir fahren langsam auseinander und lehnen uns an die Stirn des anderen. "Das ist schon alles wie ein Traum. Jeden Tag aufs Neue, kann ich es erst nicht fassen, dass wir noch einmal zueinander gefunden haben und uns noch einmal so nahe kommen. Ich..." "Pssst! Genug der Worte! Ich wei�, was du sagen willst", fl�stere ich l�chelnd zur�ck. Ich ziehe meinen Zeigefinger wieder weg, welchen ich kurz �ber seine Lippen gelegt habe, und ersetze ihn kurz noch einmal gegen meine Lippen.

Es ist bereits dunkel und auch schon recht sp�t, als wir wieder zu der Villa zur�ck kehren. Leise, um die anderen nicht zu wecken, die wir alle im Bett vermuten, wollen wir uns ins Zimmer schleichen, werden jedoch von einem Rufen aus dem Wohnzimmer aufgehalten. "Wo wart ihr denn so lange?", fragt Erik an uns gewandt. Wir treten daraufhin ins Wohnzimmer und sehen dort die ganze Mannschaft versammelt, obwohl es bereits 12 p.m. ist. "Habt ihr etwa auf uns gewartet?", erkundige ich mich. "Allerdings! Wo seit ihr so lange gewesen?", meldet sich nun Jacob zu Wort. "Weg", antwortet Ash knapp. "Komm mir nicht so, Ashley", meint Jake daraufhin leicht angegriffen. "Wir haben uns Sorgen gemacht", erkl�rt Jessi. "Ihr seid vorhin ohne ein Wort verschwunden, Ashleys Wagen war nicht da, ihr seit ewig nicht zur�ck gekommen und habt noch nicht mal angerufen. Wir dachten schon, euch ist was passiert." "Tut uns leid", sage ich und halte weiterhin Ashs Hand in meinen. "Ihr h�ttet euch doch denken k�nnen, dass wir einfach nur mal wieder ganz f�r uns sein wollten", widerspricht mein Schatz, anstatt sich meinen vorigen Worten anzuschlie�en. "Das ist auch total verst�ndlich, dass ihr mal wieder das Bed�rfnis danach hattet, aber ihr h�ttet uns vorher ja wohl Bescheid geben k�nnen, wo ihr hingeht und wann ihr ungef�hr wiederkommt", so Dan. "Muss man hier jetzt schon Rechenschaft ablegen, um ein bi�chen Privatsph�re zu haben, die in einem solchen Falle allerdings gar keine mehr w�re", wieder Ashley. "H�rt auf!", rufe ich dazwischen. "Willst du etwa den ganzen Tag kaputt machen?", wende ich mich kurz an meinen Freund. "Es tut uns leid, dass ihr euch Sorgen gemacht habt, es kommt ganz bestimmt nicht mehr vor und das ist auch sicher in Ashleys Sinne (ich blicke ihn leicht finster an), auch wenn er jetzt, aus welchem Grund auch immer, auf stur schaltet und somit einen Streit anfechten muss", erkl�re ich entt�uscht, ehe ich den Raum verlasse und schon mal auf Ashleys Zimmer verschwinde, wo ich mich aufs Bett fallen lasse und das Gesicht in den Kissen vergrabe. Warum m�ssen solche wundersch�nen Stunden solch ein Ende nehmen und warum muss ausgerechnet der Mensch, der vorhin noch so sch�ne Worte f�r mich �brig hatte, daf�r verantwortlich sein?

Ich vernehme ein leises Klopfen und ohne, dass derjenige auf eine Reaktion von mir wartet, kommt er herein. Ich will mich nicht umdrehen, um zu sehen, wer da zu mir gesto�en ist, das werde ich noch fr�h genug erfahren, wenn sich die Person zwangsl�ufig durch ihre Stimme verr�t. "Cathy?!" Ok, es ist Ashley, ich habe im Grunde auch niemand anderes erwartet. "Es tut mir so leid, wirklich! Ich wei� auch nicht, was da in mich gefahren ist, aber seit ich in der �ffentlichkeit stehe, musste ich schon so viel privates preisgeben, dass ich jetzt wohl etwas zu empfindlich reagiere, wenn ich das Gef�hl habe, dass mir nachgeschn�ffelt wird. Ich habe mich auch schon bei den Jungs und Jessi entschuldigt und wir haben uns wieder vertragen. Ich wollte den Abend wirklich nicht kaputt machen", erkl�rt er. Langsam setze ich mich mit gesenktem Kopf auf und blicke ihm nach einer Weile auch langsam in die Augen. Wir sehen uns erst mal nur an, bis ich dann meine Arme �ffne, als Zeichen das er zu mir kommen soll. Ashley versteht, breitet auch seine Arme aus und kommt her�ber, wo er sich fest an meinen Oberk�rper kuschelt und seine H�nde hinter meinem R�cken verschr�nkt. Ich gebe ihm einen Kuss auf den Kopf, wie er es auch oft bei mir macht, und lege anschlie�end den meinen wieder auf seinen. So verharren wir etwas, bis wir uns l�sen und uns richtig k�ssen. Ashley ver�bt leichten Druck auf meinen Oberk�rper, wodurch ich mich langsam auf das Bett gleiten lasse und er sich sogleich wieder �ber mich beugt. "Noch ist der Abend ja nicht verloren", grinse ich, was er nun erwidert, ehe sich unsere Lippen ein weiteres Mal ber�hren...

*piep piep piep* Gott, wie ich dieses Ger�usch hasse. Noch bevor ich nach diesem verdammten Wecker greifen und ich ihn gegen die n�chst beste Wand schmettern kann, hat Ashley ihn schon ausgeschaltet. Ich ziehe daraufhin die Decke wieder �ber meinen Kopf, um weiter zu schlafen. "Honey, wenn du mit willst, dann musst du jetzt aufstehen", fl�stert mein Schatz. Mist, das habe ich ja ganz vergessen. Ich habe Ash gestern versprochen bzw. gesagt, dass ich am n�chsten Tag, sprich heute, mal mit zum Gesangs- und Tanztraining will. Das war�s dann wohl mit der Bettruhe. M�rrisch schlage ich die Decke zur�ck und stehe auf, um nach nebenan ins Bad zu gehen. "Hey, bekomme ich keinen Guten-Morgen-Kuss", schmollt mein Schatz, als ich bereits die T�rklinge in der Hand habe. Ich drehe mich um und grinse. "Nat�rlich." Ich gehe noch mal zum Bett zur�ck und versinke mit ihm in einen einigen Zungenkuss.

Eine � Stunde sp�ter stehen alle im Wohnzimmer versammelt und so kann es los gehen. Jessica kommt heute auch mit, war allerdings schon �fter dabei. Die M�digkeit ist mittlerweile bei mir vergessen, um so froher bin ich nun, mich aus dem Bett gequ�lt zu haben, um einen solchen Tag auch mal mit zu erleben. Wir steigen in den Van, Erik f�hrt. Unterwegs schweigt jeder jeden an und da ich selbst auch nichts zu erz�hlen wei�, starre ich aus Fenster, neben dem ich praktischerwei�e sitze. V�llig in die Landschaft versunken, die an uns vorbeizieht, erschrecke ich mich leicht, als Ashley nach meiner Hand greift. Nach dem ersten Schock, erwidere ich sein L�cheln und lehne anschlie�end meinen Kopf auf seine Schulter. "Ich liebe dich", fl�stere ich und blicke kurz zu ihm auf. "Ich liebe dich auch", erwidert er und gibt mir daraufhin einen kurzen Kuss. Bei der Halle angekommen, steigen wir alle aus und gehen geschlossen nach drinnen. TyJuan ist bereits da und erwartet die Guys. Jessi und ich verziehen uns gleich auf das Sofa, das an der Wand steht, und machen es uns gem�tlich. "Also Jungs, dann w�rmt euch mal auf", fordert Ty sie auf. Wie auf Knopfdruck legen sich die Jungs auf den Boden, machen Dehn�bungen oder Liegest�tzen. Ich w�rde nicht mal eine hinbekommen, f�llt mir dabei auf :-) Bewundernswert, wie die Band statt dessen eine nach der anderen absolviert und selbst nach 30 St�ck, oder noch mehr, weder Schw�che noch M�digkeit vort�uschen. "Ok, das reicht dann", meint Ty und klatscht in die H�nde, als Zeichen, dass sie aufstehen soll. Die Guys stellen sich sofort in Position. "Ich denke, wir fangen heute mal mit "Take me under" an", schl�gt er vor. "T-y-y-y", ruft Erik ihn in kindlicher Stimme. TyJuan verdreht kurz die Augen, ehe er sich zu Teddy umdreht und ihn fragend anblickt. "K�nnen wir dazu singen?", will Erik wissen und zieht einen Schmollmund. Ich muss mir das Lachen echt verkneifen, man will ja nicht st�ren. "Meinetwegen, dann holt euch schon euere Mikrophone, aber ich will kein Gejammer sp�ter von Mark h�ren, weil ihr genervt wart alles noch einmal singen zu m�ssen", warnt er sie vor. Anscheinend war es nicht nur in Eriks Interesse, denn alle st�rzen nun im gro�en Eifer auf die Mikros zu und legen es sich um. 10 Minuten sp�ter setzt endlich die Musik ein. Die Jungs beginnen mit der Choreographie und Trev setzt sogleich mit seiner Stimme ein. Alles l�uft super, bis Ty sie dann schlie�lich das erste mal unterbricht und korrigiert. Ashley hat sein Talent wirklich weiter entwickelt. Ich bin haupts�chlich auf ihn fixiert, beobachte seine eindeutigen und gleichm��igen Bewegungen und lausche intensiv seiner einzigartigen Stimme. Nicht alle K�nstler k�nnen live genauso gut singen wie vom Band, aber die Guys k�nnen es und das nicht zu knapp. Nach einer Stunde ist endlich eine kleine Pause angesagt, in der sich die Jungs allerdings nicht einfach nur entspannen k�nnen, sondern die Proben weiter besprochen werden. "Ihr wi�t, ihr habt in 2 Tagen euren n�chsten Auftritt. Ashley, beherrscht du "Baby I would" noch einwandfrei am Klavier?", wendet er sich an meinen Schatz. "Ich denke mal! Ich konnte es schon l�nger nicht mehr spielen", antwortet er. "Gut, dann geh es bitte nachher mit Mark durch." Ash nickt. Ashley am Klavier � gibt es eine sch�nere Vorstellung? Wenn ich fr�her bei Annie war und wir ihn ihrem Zimmer sa�en, haben wir ihn oft unten spielen geh�rt, auch schon, als ich ihn noch gar nicht kannte. Ich war allein durch diesen Klang bereits von ihm verzaubert und stelle mir immer ein paar H�nde vor, die sanft �ber die Tasten gleiten und diesen wundervollen Klang dadurch erzeugen � seine H�nde. Als ich ihn dann das erste mal sah, war ich immer der �berzeugung, dass er es ist, ich wusste es von Anhieb. Und dieser �berzeugung bin ich auch heute wieder. Das war uns wieder getroffen haben, war ein Zufall, es war Bestimmung.

Nach einer weiteren Stunde harten Trainings f�r die Jungs, verabschiedet sich TyJuan. M�de l�sst sich mein Freund neben mir fallen. "Ich bin total erledigt", gesteht er mit geschlossenen Augen. "Na, na, na, von dem bi�chen Training?", grinse ich. Ash rei�t die Augen auf. "Bi�chen?" Ich muss lachen. "Das war doch nur ein Scherz", gestehe ich und gebe ihm einen kurzen Kuss, ehe er mir etwas erwidern kann. Das Gesangstraining verl�uft nicht weniger lang. Immer wieder m�ssen einzelne Zeilen wiederholt werden, immer und immer wieder, bis sie schlie�lich ganz sitzen. Als letztes wird "Baby I would" in Angriff genommen. Ashley tauscht mit Mark in gewisserwei�e den Platz und sitzt nun an dem Klavier. Nach zwei Anl�ufen scheint er es wieder raus zu haben und keine 10 Minuten sp�ter wird der Raum von einem einwandfreien Gesang und Klang erf�llt, dass vom Band sein k�nnte. Mark ist sehr zufrieden mit ihrer Leistung und verabschiedet sie schlie�lich. Jessi ist gleich zu ihrem Danny gest�rmt und mit ihm raus, wie auch die andern Jungs, einschlie�lich Mark. Ashley und ich sind also alleine. Mein Schatz kommt auf mich zu, nimmt meine Hand und geht mit mir zum Klavier, wo er mir andeutet stehen zu bleiben. Ich st�tze mich leicht auf dem Fl�gel ab und beobachte ihn, wie er sich wieder hinsetzt. "Ich m�chte dir gerne etwas vorspielen, was ich damals im Krankenhaus geschrieben habe", erkl�rt er und beginnt sogleich:

Please stay ... forever

Sometimes I needed you to remember how you smile Sometimes I needed you to understand my faults Sometimes I believe, I haven�t earn your love Somehow I need you to go

But please stay, stay, stay forever nowWill never forget our memories Never forget our dreams we have What you were changing me into But please stay, stay, stay forever nowWill never forget our first declaration of loveNever forget my faults I did But please stay, stay, stay forever now

Sometimes I felt like I abuses confidenceSometimes I just felt like I will die without youSometimes I believe I haven�t earn your loveSomehow I need you to survive

But please stay, stay, stay forever nowWill never forget our memories Never forget our dreams we have What you were changing me into But please stay, stay, stay forever nowWill never forget our first declaration of loveNever forget my faults I did But please stay, stay, stay forever now

I need you like breath, I don�t want to ignore your feelings againI need you for my whole life which I want to divide with youI need you like breath, I don�t want to ignore your feelings againI need you for my whole life which I want to divide with youWithout further exceptions

But please stay, stay, stay forever nowWill never forget our memories Never forget our dreams we have What you were changing me into But please stay, stay, stay forever nowWill never forget our first declaration of loveNever forget my faults I did But please stay, stay, stay forever nowBut please stay, stay, stay forever nowBut please stay, stay, stay forever now

(Original by Linkin Park "Don�t stay";

rewritten by me)

Die Stimme, die bis eben noch den gesamten Raum und mich in einen Bann gezogen hat, klingt ab und nach und nach folgen ihr die Kl�nge des Klaviers, verursacht durch Ashleys sanfte Fingerbewegungen. Ich hatte meine Augen geschlossen und habe nun einige Sekunden gebraucht, um mich wieder in die Realit�t zur�ck zu finden und sie daf�r wieder zu �ffnen. "Das ist wundervoll", gestehe ich, immer noch mit der einen H�lfte in meiner Phanatsiewelt. "Ich wei�, ich habe es dir schon oft gesagt, aber ich wollte dir einfach noch mal, und dieses Mal auf einem anderen Weg, sagen, dass ich meine Fehler von damals wirklich einsehe und ganz bestimmt kein zweites Mal begehe. Der Preis, den ich daf�r endg�ltig zahlen m�sste, ist mir einfach zu hoch." Ich gehe zu meinem Schatz und umarme ihn ganz fest, was er sogleich mit dem selben Druck erwidert. "Ich wei�, wie leid es dir tut und ich habe dir alles verziehen", versichere ich ihm. Wir trennen uns ein St�ckchen voneinander, um uns in die Augen sehen zu k�nnen. Ich genie�e es jedes Mal, wenn ich in dieses ozeantiefe blau blicken kann, denn keiner wei�, wie lange mir dies oder viele andere Dinge noch zustehen. Langsam n�hern wir uns, um die Lippen des anderen wieder zu sp�ren, was uns den Vormittag �ber nur selten verg�nnt war. Zu gro� ist dadurch das Verlangen, um noch weiter zu z�gern. Es dauert nicht lange und ich sp�re seine Zungenspitze, die sanft um Einlass bittet, welchen ich ohne Widerstand gew�hre. Unser Zungen spielen miteinander, unsere H�nde wandern zu dem R�cken des anderen, um ihn noch n�her bei sich zu haben. Pure Leidenschaft liegt in der Luft und diese jetzt zu unterbrechen oder durch irgendetwas st�ren zu lassen, w�re eine Tods�nde. Zum Gl�ck geschieht dies auch nicht, denn erst als Ash und ich uns noch verliebt anschauen wird die T�r aufgerissen und Teddy st��t zu uns, um uns zu fragen, wo wir so lange blieben. "Wir kommen sofort", antwortet Ash und schon ist er wieder verschwunden. "Ich w�rde den Song gerne als Solo nehmen bei dem Konzert �bermorgen, wenn du damit einverstanden bist", wendet er sich sofort wieder an mich, kaum das wir alleine sind. "Ich habe nat�rlich nichts dagegen und auf etwas anderes, h�tte ich �berhaupt kein Anrecht, da der Song immer noch von dir geschrieben wurde." "Doch, dass hast du, da er uns zwei in gewisser Weise mit unserer gemeinsamen Vergangenheit, sowie Zukunft verbinden soll und deswegen sollst du mitentscheiden, ob wir ein paar tausend daran teil haben lassen sollen." "Das hast du sch�n gesagt! Du kannst ihn gerne vorspielen, sehr gerne sogar", meine ich l�chlend. Ashley erwidert dies, gibt mir noch einen kurzen Kuss, ehe wir endg�ltig nach drau�en gehen. Die Jungs und Jessica sitzten schon mehr oder weniger im Van und unterhalten sich noch mit Mark, der bei ihnen steht. Ashley nimmt ihn kurz zur Seite, um sein Solo zu besprechen, w�hrend ich schon mal einsteige. Da Mark jetzt abgelenkt ist, richtet sich die Aufmerksamkeit aller nun automatisch auf mich. "Sagt mal, was bitte habt ihr da drinnen noch so lange gemacht?", fragt Trevor. "Nicht das was ihr vielleicht denkt, aber auch nichts, was euch in sonst einer Weise, etwas angehen sollte", meine ich nur. W�hrend die Guys verstanden haben, dass ich ihnen ganz bestimmt nichts verraten werde, wirft mir Jessi einen fraglichen Blick zu, da sie sich wahrscheinlich mit angesprochen f�hlte. Mit einem Augenzwinkern gebe ich ihr zu vestehen, dass sie Zuhause alles erfahren wird und damit wie immer die gro�e Ausnahme ist. Sie ist ja auch meine beste Freundin, mehr als das, meine Soulsister.

Teil 10:

"Ashley, verdammt jetzt komm endlich! Der Soundcheck ruft. Kannst du dich nicht endlich mal von deinem Girly l�sen? Man k�nnte meinen ihr seid frisch verliebt", ruft Jacob und verdreht genervt die Augen. Ashley und ich grinsen und geben uns noch einen kurzen Kuss, ehe wir uns ganz voneinander l�sen. "Wir sind ja auch wie frisch verliebt", sagt Ash zwinkernd zu Jake. "Au�erdem brauchst du dich gar nicht so aufregen, du bist genauso, wenn Janie da ist", f�gt er noch l�chlend hinzu. Jake verdreht ein weiteres Mal die Augen, bevor die beiden endg�ltig die Gaderobe verlassen, um wie die anderen zur B�hne zu gehen. Ich tr�ume noch eine Weile vor mich hin, bis ich mich dann aufrapple und mich nach Jessica umschaue, die ich vor dem B�hnenrand finde, um den Soundcheck mit zu verfolgen. Ich geselle mich zu ihr und gebe ich ihr ein Bussi auf den Mund, einfach so. Wir l�cheln uns daraufhin eine Weile an, bis wir unsere Aufmerksamkeit wieder den Jungs widmen. Es ist das erste Mal, dass Ashley nach seinem Unfall wieder auftritt und folglich sehe ich ihn heute auch das erste Mal performen. Ich bin etwas nerv�s deswegen, ohne einen wirklichen Grund. Wahrscheinlich liegt es nur daran, dass ich so unheimlich stolz auf ihn bin, wie er seine Talente in den 2 Jahren gef�rdert hat, obwohl er unter der Trennung mit mir jeden Tag litt, und wie er es schlie�lich soweit gebracht hat. Au�erdem wird es sicher ein irre Gef�hl sein, wenn sie ihn heute Abend alle anhimmeln, ich aber sicher sein kann, dass er nur mich liebt und viele deshalb wahnsinnig auf mich neidisch sein werden. Bei Jessica werden das nicht weniger Fans sein. Wir haben einfach ein wahnsinniges Gl�ck mit unseren Jungs. Es stimmt, ich liebe ihn auch f�r das was er tut, aber ich sch�tze ihn immer noch als Mensch, wie vor 2 Jahren und nicht als den Star, dem alle zujubeln. Er ist allein von seiner Pers�nlichkeit her etwas besonderes und nicht nur als Popstar. Der Soundcheck verl�uft ohne Probleme und da sich die Jungs anstrengen, das Team sich ebenfalls bem�ht, geht er, im wahrsten Sinne des Wortes, auch schnell �ber die B�hne. Die restliche Zeit bis zu ihrem Auftritt langweilen sich die Jungs, ausgenommen Dan und Ashley. Jessica und ich sind jeweils wieder sehr mit ihnen besch�ftigt und k�nnen kaum von unseren Liebsten lassen. Ashley hat sich seitlich auf die eingemauerte Bank am Fensterbrett gesetzt, mit dem R�cken an die Wand gelehnt und ich habe mit zwischen seine Beine gesetzt und mich an ihn gekuschelt. Ganz auf das Klopfen seines Herzens und das gleichm��ige Heben und Senken seines Oberk�rpers konzentriert, schlie�e ich meine Augen. Ashley hat ebenfalls die Augen geschlossen, um sich bis zum Abend noch etwas auszuruhen, streichelt jedoch weiterhin meinen Arm auf und ab. Wenn es nach mir ginge, k�nnte es ewig so weiter gehen. Obwohl die gesamte Band und meine beste Freundin mit in der Gaderobe sind, habe ich das Gef�hl mit meinem Engel ganz allein auf dieser Welt zu sein und wenn ich da so kurz zu meiner Maus hin�ber blicke, kann ich mir vorstellen, dass es ihr da nicht anderes geht. Sie und ihr Dan sind gerade wieder in einen innigen Zungenkuss versunken, kuscheln ebenfalls miteinander und geni�en es einfach einander zu haben. Man sieht ihnen ebenso an, dass sie bis �ber beide Ohren ineinander verliebt sind. Ich kehre zu meiner Liebe meines Lebens zur�ck und schlie�e wieder die Augen. Da wir beide irgendwann eingeschlafen sind (mussten ja heute Morgen schon wieder fr�h aufstehen), geht die Zeit bis zum Konzert viel zu schnell vorbei und schlie�lich m�ssen die Jungs sich vorbereiten. Ich schminke meine noch etwas verschlafen wirkenden Augen auch noch einmal nach. Jessica und ich m�ssen uns bereits 10 Minuten vor Beginn von den Guys verabschieden, um noch in den Fotograben gehen zu k�nnen, von wo wir das Konzert mitverfolgen wollen. Mit "Take me under" er�ffnen sie schlie�lich die Show und liefern eine glanzvolle Live Performance ab. Zur H�lfte, also nach etwa 45 Minuten, kommen die Solos. Beginnen tut Dan, bei dessem Teil des Konzertes, Jessica f�rmlich dahin schmelzt. Ich kann es ihr nicht ver�beln, denn mir wird es gleich bei meinem Schatz nicht anders gehen. Anschlie�end singen Trevor, Erik und dann Jacob. Ashley pr�sentiert "unseren" Song zum Schluss, da gleich danach "Baby I would"

folgen wird und so das Klavier stehen bleiben kann. "Ich habe diesen Song erst vor kurzem geschrieben, als ich in Miami im Krankenhaus lag. Urspr�nglich war er an der Gitarre gedacht, aber ich habe ihn kurzer Hand f�r das Klavier umgeschrieben, da ich mit diesem Instrument noch besser ausdr�cken kann, was mein Herz f�r eine gewisse Person empfindet, an welche sich auch diese Entschludigung und Liebeserkl�rung richtet. Cathy, ich liebe dich mehr als alles andere." Obwohl ich wusste, dass er diesen Song als Solo nehmen wird, bin ich jetzt trotzdem zu Tr�nen ger�hrt und das einzig und allein durch seine Worte. Die Menge ist begeistert und ich einfach nur happy. Als er geendet hat, k�sse ich meine H�nde und werfe ihm diese K�sse sogleich zu. Ashley erwidert dies und l�chelt mich noch verliebt an, ehe er ebenso kurz hinter der B�hne verschwindet. Mit der selben Energie bringen sie auch die zweite H�lfte des Konzertes hinter sich und bringen ihre Fans zum jubeln. "All or nothing" bildet die Zugabe nach der sie sich verbeugen und sich endg�ltig von der Menge verabschieden. Jessi und ich z�gern nicht lange und kommen ebenfalls nach in die Gaderobe, wo ich mich noch einmal richtig f�r diese lieben Worte bei meinem Schatz bedanke. Die Guys duschen noch kurz und dann geht es zur�ck zur Villa und ins Bett, wo ich mich wie immer zum Einschlafen an Ashley kuschle.

"Mann, das wird wieder langweilig. Halt, ich muss mich verbessern, es IST schon langweilig", st�hne ich und lasse mich genervt auf einen der St�hle fallen. "Ach komm, S��e! Wenn das Interview erst mal anf�ngt, dann vergeht die Langweile schon", versucht mich meine Freundin zu ermutigen. "Von wegen, dann wird es noch schlimmer. Da werden doch immer die selben Fragen gestellt", erwidere ich. Ich war jetzt schon bei einigen Interviews dabei und am Anfang war es auch richtig spannend, aber ich habe auch schnell gecheckt, dass das doch immer der selbe Ablauf mit den selbne Fragen ist. Irgendwann h�ngt einem das wirklich zum Hals heraus. Aber immer daheim zu bleiben ist auch irgendwie nicht das idealste. "Ich brauche einfach einen Job", stelle ich fest. Jessica blickt mich an. "Ja, dann bin ich besch�ftigt", erkl�re ich. "Stimmt eigentlich! Am besten ich such mir auch einen", sagt Jessi. "Ok, dann machen wir uns gemeinsam auf Jobsuche", schlage ich entschlossen vor. Jessi schl�gt ein und damit ist das beschlossene Sache. Noch in dieser Woche wollen wir das in Angriff nehmen. Das Interview beginnt und wir unterbrechen schlagartig unsere Unterhaltung, da wir ungern st�ren wollen und es au�erdem noch live �bertragen wird. Wie ich es erwartet habe, kommen wieder die selben Fragen: "Wie weit seit ihr mit euerem Album?", "Wie wird es hei�en?", "Geht ihr gleich danach auf Tour?", "Wer von euch ist vergeben?" usw. Doch dieses Mal wird auf die letzte Frage mehr eingegangen, als bisher. "Ashley, stimmt es, dass du mit Cathy schon mal zusammen warst, sie dich irgendwann jedoch eiskalt sitzen gelassen hat und ihr euch v�llig aus den Augen verloren habt? Und wie kam es dann dazu, dass ihr euch wieder gefunden habt?" Das ist ja wohl das aller letzte. Das klingt ja fast so, als h�tte ich Ashley knallhart abserviert, nachdem ich meinen Spa� mit ihm hatte! Noch bevor ich mich in meinen Gedanken weiter dar�ber aufregen kann, antwortet Ash und l�sst mich meinen Zorn so langsam wieder vergessen. "Das stimmt nur teilweise. Ja, Cathy und ich waren vor 2 Jahren schon einmal f�r einige Monate zusammen, bis ich jedoch einige schwere Fehler machte, wof�r sie mit mir gerechtfertigt Schluss machte." "Was waren das f�r Fehler?", hakt der Typ weiter nach. "Das m�chte ich hier nicht erw�hnen, da ich finde, dass das privat ist. Nur so viel, ich habe ihr Vetrauen missbraucht und ihr damit ziemlich weh getan", erkl�rt Ashley. "Wie habt ihr euch wiedergefunden?", will er statt dessen jetzt wissen. "Jessica, ihre beste Freundin, hatte ein Meet & Greet mit uns gewonnen und als Begleitperson Cathy mitgenommen. Sie wusste jedoch nicht, dass ich in der Band bin, die sie jemn�chst treffen wird und genauso wenig wusste Jessica, dass ich derjenige bin, der ihrer Freundin damals das Herz gebrochen hat. Es war also ein sehr �berraschendes Aufeinandertreffen, f�r das ich sehr dankbar bin. Wir haben uns lange ausgesprochen, uns neu kennen und lieben gelernt. Heute wei� ich, dass es Schicksal war, dass wir uns wieder gefunden haben." "Das klingt ja nach einer sehr chaotisch romantischen Liebesgeschichte", erwidert Mike, der Interviewer. Hey, der kann ja sogar sympathisch wirken?! "Das ist es auch", f�gt Ash hinzu. "Kurz zu dir Dan, stimmt es, dass es sich bei Jessica mitterweile um deine feste Freundin handelt?" "Das ist richtig. Ich bin froh sehr froh sie kennen gelernt zu haben und kann mir durchaus vorstellen, mein gesamtes Leben mit ihr zu teilen. Mehr m�chte ich dazu nicht sagen, da es meine private Angelegenheit ist." "Damit sind wir auch schon fast am Ende des Interviews, nur auf eine Sache m�chte ich noch zu sprechen kommen, die zwar in vielen Zeitungen ausgeschlachtet, aber bislang nie offen angesprochen wurde. Es handelt sich dabei noch einmal um dich und Cathy", wendet er sich erneut an meinen Schatz. Hey, das Interview kann ja noch richtig interessant werden. Was auch immer jetzt kommen wird, es sind endlich mal andere Dinge, �ber die gesprochen werden als sonst. "Ger�chten zu Folge hei�t es, dass Cathy von einer Gruppe Fans �berfallen und schwer verletzt worden soll, da sie sie f�r deine beiden Einlieferungen ins Krankenhaus verantwortlich machten, was auch tats�chlich der Wahrheit entsprechen soll. Was sagst du dazu?" "Das h�re ich jetzt zum ersten Mal, aber ich bin froh, dass die Sache selber endlich angesprochen wird und gekl�rt werden kann. Es eine absolute L�ge, dass Cathy schuld an meinem Unfall ist. Es war ganz allein mein Fehler, meine Unachtsamkeit und mein Dickkopf, die mir diese beiden Aufenthalte einbrachten. Was diese andere Sache mit den Fans, ich wage es kaum sie so zu nennen, betrifft, es stimmt, dass meine Freundin unschldig angeriffen und �belst zusammen geschlagen wurde. Diese Sache liegt mir heute noch im Magen, da ich mich daf�r verantwortlich gef�hle. Sie war nur zum einkaufen gegangen und kam mit zwei gebrochenen Rippen wieder zur�ck. Wir brachten sie sofort ins Krankenhaus, wo ihr fachgerecht geholfen wurde. Trotzdem hatte sie viele Wochen starke Schmerzen, die ich mitdurchlebte und ich ihr um alles in der Welt abgenommen h�tte. Zum Gl�ck wurden die F�nf geschnappt und f�r ihre Tat verantwortlich gemacht. Ich hatte mich damals kaum noch unter Kontrolle, als ich ihnen gegen�ber stand, doch Cathy hat mich rechtzeitig wieder zur Besinnung gebracht. Ich m�chte noch sagen, dass ich, wenn so etwas oder �hnliches noch einmal passieren sollte, ich es sogar in Erw�hgung ziehen w�rde, aus der Band auszusteigen, denn 1. kann ich auf solche Fans gut verzichtench und 2. will unter keinen Umst�nden das Leben meiner Freundin durch meinen Erfolg gef�hrden", schlie�t Ashley ab. "Das kann ich gut verstehen. Eure Beziehung stand eine zeitlang wirklich unter keinem guten Stern. Hoffen wir, dass es in Zukunft nicht so bleiben wird. Ich w�nsche euch beiden von nun an nur noch das Beste, wie auch der Band." "Vielen Dank!" Damit ist das Interview entg�ltig beendet. Ok, ich gebe es zu, dieses mal war wirklich nicht langweilig, ausgenommen dem Anfang. Nicht, weil mich die Fragen zum neuen Album oder der Musik allgemein nicht interessieren, sondern einfach, weil sie immer wieder gestellt werden.

"Hast du das eigentlich wirklich ernst gemeint?", frage ich meinen Schatz. Wir sind gerade von dem Interview und dem Fotoshooting, das davor noch statt fand, nach Hause gekommen. "Was meinst du?", hakt er nach. "Na das du aus der Band aussteigen w�rdest, um mich zu sch�tzen", meine ich. "Ja, das habe ich absolut ernst gemeint", best�tigt er, kommt auf mich zu, umarmt und k�sst mich. Wir fallen r�cklings aufs Bett, er �ber mir. "Das w�rde ich aber nicht zu lassen", erwidere ich l�chelnd. "So? Und was w�rdest du dagegen tun?", grinst Ash. "Alles!" Wir l�cheln uns verliebt an, bis Ashley sich wieder nach unten beugt und sanft meine Lippen ber�hrt, wodurch sich wieder 1000de von Schmetterlingen in mir ausbreiten. Ich liebe dieses Gef�hl, seine Zuneigung zu mir in jedem seiner K�sse zu sp�ren und diese auf die selbe Art und Weise zu erwidern. Meine H�nde, die bislang ruhig auf seinem R�cken geruht sind, wandern nun zu seinen H�ften, um sein T-Shirt nach oben zu ziehen. Ashley grinst daraufhin zwischen zwei K�ssen hervor, da er genau zu merken scheint, was ich jetzt m�chte. Unsere Leidenschaft wird gr��er, unsere intensiven Zungenk�sse l�nger, bis diese unterbrochen werden m�ssen, da ich ihm sein Shirt ganz ausziehe. Sogleich ber�hre ich seinen durchtrainierten Oberk�rper. Ash lehnt seine Stirn gegen meine und schlie�t genie�erisch die Augen. Wir drehen uns langsam, so dass ich auf ihm sitze und ich meine H�nde durch meine Lippen ersetzen kann. Ich liebe es ihn zu verw�hnen und zu merken, dass ihm gef�llt was ich tue. Nach ein paar Minuten ergreift auch er wieder die Iniative und befreit mich ebenfalls von meinem Oberteil. Eine leichte G�nsehaut breitet sich auf meiner Haut aus, sobald er sie nur vorsichtig mit seinen H�nden ber�hrt hat. Wir er�ffnen einen weiteren Zungenkuss und mein Verlangen nach ihm wird von Mal zu Mal gr��er. Um nichts in der Welt will ich diesen Jungen wieder hergeben. Mich irgendwann noch mal in einen anderen zu verlieben, ist unvorstellbar. Als ich mich an Ashs Hose zu schaffen mache, atmet er noch einmal einen Tick schneller und ich merke wie er, genauso wie ich, ungeduldig wird und mehr m�chte. Gerade als ich ihm diese ausgezogen habe, nehme ich beide H�nde weg. "Mmh, ich glaube mir ist die Lust vergangen. Vielleicht w�re es angebracht hier aufzuh�ren", sage ich und versuche dabei m�glichst ernst zu klingen. "Untersteh dich", erwidert Ashley sogleich, packt mich und wir drehen uns erneut. Ich muss loslachen, was er auch kurz erwidert, bis das Verlangen nach dem anderen wieder zu gro� wird und wir unser Lachen mit einem Kuss endg�ltig beenden. Schlie�lich geben wir uns ganz unserer Lust hin...

Ich habe mich mit meinem Kopf auf seinen Oberk�rper gelegt, der sich nun wieder gleichm��ig hebt und senkt. Eine G�nsehaut ziert meinen rechten Arm, da er von Ashleys Fingerspitzen auf und ab gestreichelt wird. "Ich liebe dich so sehr, Cathy", gesteht er mir pl�tzlich in die Stille hinein. "Ich liebe dich auch, mehr als alles andere", erwidere ich verliebt und gebe ihm einen kurzen Kuss. Es ist einfach sch�n hier mit ihm zu liegen und seine N�he zu sp�ren, auch wenn wir nicht wirklich miteinander sprechen, so ist da einfach nur diese Spannung zwischen uns, zusammen gesetzt aus einer unglaublich gro�en Liebe f�reinander. Ich kuschel mich noch einmal richtig an ihn, ehe ich meine Augen schlie�e und langsam einschlafe.

"Kommt ihr jetzt endlich mal? Ich muss doch noch zur Bank", rufe ich durch das ganze Haus. Nach dem gestrigen Tag haben die Jungs endlich mal wieder frei heute. Wir wollen erst an den Strand fahren und danach noch etwas durch die Stadt laufen. Mal schauen, vielleicht finden Jessi und ich ja mal wieder was sch�nes. Doch im Moment bin ich davon noch weit entfernt, denn Ashley und ich sind bis jetzt die einzigsten die fertig sind, der Rest hetzt noch durchs Haus um entweder noch etwas zu essen oder seine Badesachen zusammen zu packen. "Wisst ihr was?", kommt Jessi auf uns zu. "Ihr fahrt jetzt schon mal mit dem Van vor zur Sparkasse, die ist ja nur 2 Ecken weiter und wir kommen dann zu Fu� nach und fahren von dort los zum Strand, ok?" "Das ist eine gute Idee, Maus", sage ich erleichtert. Ich knuddel sie noch einmal, auch wenn wir uns vielleicht nur 10 Minuten nicht sehen werden. "Bis dann", sage ich noch, schnappe mir Ashleys Hand und verlasse mit ihm schon mal das Haus. Wir steigen in den Van ein. "Willst du nicht losfahren?", frage ich meinen S��en, als ich sehe, dass er keine Anstalten macht den Z�ndschl�ssel umzudrehen. "Erst wenn ich einen Kuss von dir bekomme", grinst er und pr�sentiert mir bereits mit geschlossenen Augen seine Lippen. Ich kann sein Grinsen nur erwidern und k�sse ihn sogleich kurz, aber intensiv. "Jetzt habe ich genug Sprit", meint er, streckt sich noch mal kurz und startet dann endlich den Motor. "Spinner", lache ich. "Bin ich gar nicht", schmollt er jetzt. "Doch, bist du, aber ein s��er!" Jetzt l�chelt er wieder und f�hrt vom Grundst�ck. Zwei Ecken weiter h�lt er und ich will schon zur T�r hinaus springen, als ich von ihm aufgehalten werde. "Erst einen Kuss!" Ich verdrehe ich Augen und komme seiner Bitte mal wieder nach. "Bin gleich wieder da", sage ich daraufhin, laufe nach reichlichem Schauen �ber die Stra�e und verschwinde in der Bank. Ashley ist ja wirklich sehr romantisch, aber heute ist es wieder extrem, aber daf�r liebe ich ihn ja auch so sehr. Da ich gerde wieder ganz mit den Gedanken bei ihm bin, st�rt es mich auch nicht, dass noch 2 Leute vor mir stehen und ich so noch etwas warten muss, um an den Geldautomaten zu kommen. "Hallo", h�re ich pl�tzlich eine kindliche Stimme sagen und werde somit wieder aus meinen Tagtr�umen gerissen. Ich blicke nach unten und entdecke ein etwa 2 Jahre altes M�dchen. "Hallo", antworte ich jetzt l�chelnd, b�cke mich zu ihr nach unten und halte kurz ihre kleine s��e Hand. "Lauren, komm lass die Dame in Ruhe! Entschuldigen Sie bitte", wendet sich eine junge blonde Frau schlie�lich an mich. "Das macht doch nichts", l�chle ich. "So, Lauren hei�t du also. Das ist aber ein sch�ner Name", wende ich mich wieder an das M�dchen, dass jetzt l�chelt und leicht rot wird. S��! Schade, dass Ashley sie nicht sehen kann. "Und wie hei�t du?", fragt sie mich dann wieder. "Ich bin Cathy", antworte ich l�chelnd, was sie sogleich wieder erwidert. Ich muss Ash gleich von ihr erz�hlen, wenn ich wieder ins Auto einsteige! Doch dazu komme ich erst mal nicht mehr. Pl�tzlich entsteht eine furchtbare Hektik und es entsteht eine wahnsinnige Unruhe, als vier maskierte M�nner in die Bank st�rzen. Erschrocken erhebe ich mich wieder und beobachte, wie einer von ihnen dem Bankdirektor eine Tasche zuwirft und ihn auffordert ohne irgendwelche Tricks das ganze Geld dort hinein zu packen, w�hrend seine Komplizen die Passanten, u. a. auch mich, in Schach halten. Sofort steigt Panik in mir auf, aber ich sehe noch viel ver�ngstigtere Gesichter, besonders von Kindern oder �lteren Personen. Immer wieder richte ich meinen Blick zu der T�r in der Hoffnung Ashley kommen zu seinen, weil er sich entweder wundert, wo ich so lange bleibe, oder weil er die T�ter gesehen hat � aber nichts. In diesem Augenblick vernehme ich neben mir ein Schluchzen und ich sehe wie das M�dchen zu weinen beginnt, als ich meinen Kopf zur Seite drehe. Die Mutter nimmt sie sofort auf den Arm, um sie zu beruhigen. "Du, sag ihr, dass sie ruhig sein soll", wendet sich der eine mit erhobener Waffe auf sie. "Sie hat Angst", erkl�rt die Frau ver�ngstigt und versucht nebenbei ihre Kleine doch etwas zu beruhigen. "Bitte, lassen Sie uns doch gehen", wendet sie sich wieder an Maskierten. In diesem Augenblick f�ngt das M�dchen richtig laut zu weinen an und von da an geschieht alles wie ein Zeitlupe. Der der Bankr�ber ist mit der Situation hoffnungslos �berfordert ist, schwitzt und h�lt seine Waffe nun mit zitternder Hand. Und da sehe ich, wie er am Rande seiner Verzweiflung, mit seinem Finger langsam den Abzug bet�tigt und tats�chlich auf die kleine Lauren und deren Mutter ziehlt. "N-E-I-N", schreie ich und springe sogleich dazwischen. Innerhalb von Sekunden sp�re ich einen stechenden Schmerz unterhalb meines Herzens und immer noch im Zeitraffer falle ich langsam zu Boden. "Bist du verr�ckt?", wendet sich der Boss der Bande an ihn. "Komm schnell weg hier!" Nur noch schleierhaft bekomme ich mit, wie die Bankr�uber die Tasche packen und versuchen sich schnellstens aus dem Staub zu machen.

Aufgeschreckt durch den Schu� wendet Ashley seinen Blick von seinem Songbook ab und richtet ihn statt dessen nun auf die Bank auf der anderen Stra�enseite, wo er vier maskierte M�nner hinaus st�rzen sieht. Voller Angst, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, springt er aus dem Wagen, rennt �ber die Stra�e ohne auf den Verkehr zu achten und l�uft weiter in das Geb�ude, wo er eine ziemliche Verw�stung und eine Menschenmasse erblickt, die sich vor den Geldautomaten aufgebaut hat. "Cathy", ruft er, wodurch sich die Menge spaltet und sein Blick tats�chlich auf mich f�llt. "Nein", entf�hrt es ihm. Er l�uft auf mich zu und kniet keine keine Sekunden sp�ter �ber mir. "Bitte sag, dass das nicht wahr ist, bitte", h�re ich ihn flehen. Ich �ffne langsam meine m�den Augen und blicke in die seinen, in denen ich sogleich Panik erkenne, Panik mich zu verlieren. "Es ... tut ... mir ... leid", fl�stere ich langsam. "Schh, du dafst nicht sprechen, es wird alles wieder gut", redet er auf mich ein und legt seine Hand �ber die meine, mit der ich meine Wunde sch�tze, aus der immer noch Blut flie�t. "Ruft doch einer einen Arzt", schreit er, w�hrend er ebenso versucht die Blutung zu stoppen. "Ashley, ich habe dich die ganzen 2 Jahre �ber geliebt, dass darfst du nie vergessen! Ich ... ich habe nie aufgeh�rt dich zu lieben, niemals! Und das werde ich auch nicht", sage ich leise und mache eine kurze Pause, um durchzuatmen und meine Worte zu Ende f�hren zu k�nnen. "Ich werde immer bei dir sein", verspreche ich. "Bitte sag so etwas nicht! Du darfst nicht aufgeben, gib nicht auf", weint er jetzt. "Ich kann nicht... Versprich mir, dass du den Jungs und besonders Jessi sagst, dass ich sie lieb habe und sie nie vergessen werde, ok?" "Das wirst du ihnen selber sagen", versucht es Ashley erneut. "Das wird ... nicht gehen! Bitte versprich es mir!" "Ich verspreche es", schluchzt mein Schatz. "Ich liebe dich", gestehe ich ein letztes Mal. "Ich liebe dich auch!" "K�ss mich noch ein letztes Mal ... bitte!" Ashley schlie�t seine verweinten Augen, aus denen immer noch Tr�nen flie�en, die nicht enden wollen, und beugt sich zu mir hinunter. Kurz darauf sp�re ich seine weichen Lippen auf meinen. Ich verschuche den Kuss mit einer letzten Kraft so gut es geht zu erwidern und genie�en ihn noch mehr als die 100 anderen zuvor. Als er sich wieder von mir l�st, ist auch mein letzter Lebenshauch von mir gewichen.

***

Ashley weint und dr�ckt seine Cathy fest an sich. Um ihn rum steht noch immer die Menschenmasse, die mit ihm f�hlt und teilweise sogar weint, unter ihnen auch die junge Mutter, die versucht Lauren die Sicht auf Cathy zu verstecken. Ashley schiebt die eine Hand unter ihre Kniekehlen, die andere unter ihren R�cken und hebt sie langsam hoch. Mit ihr ihm Arm tritt er hinaus auf den Gehsteig, wo er auf seine Knie herunter f�llt und sein Gesicht dem Himmel entgegen streckt. "N-E-E-E-I-I-I-N-N-N", schreit er so laut, wie niemals zuvor und verf�llt in einen erneuten Weinkrampf. Seine Tr�nen l�ufen �ber sein Gesicht und tropfen schlie�lich auf das von Cathy, wo sie sich weiter ihren Weg bahnen. Noch immer dr�ckt er seine verstorbene Freundin an sich. In diesem Augenblick durchqueren Jessica, Dan, Erik, Trevor und Jacob die Menschenmenge, die sich auch hier drau�en mittlerweile aufgebaut hat. "Oh mein Gott", schluchzt Jessi sogleich und kniet sich neben Ash, wo sich wie bei ihr ebenso Tr�nen bilden, die nicht so schnell enden werden. Mittlerweile ist der Krankenwagen eingetroffen und die Sanit�ter versuchen Cathy von Ashley zu trennen, der jedoch erst von ihr abl�sst, als Dan ihn dazu zwingt. Er nimmt seinen besten Freund in den Arm, w�hrend er ebenso zu weinen beginnt, wie auch der Rest der Jungs. Die Sanit�ter haben Cathy mittlerweile auf einer Trage mit einem Tuch abgedeckt und wollen sie nun in den Wagen schieben. Als Ashley das sieht, l�st er sich von Dan, um wieder zu ihr zu laufen, doch dieser schafft es, ihn erneut aufzuhalten. "Ashley, bleib hier! Du kannst nichts mehr f�r sie tun! Lass es!", redet er auf ihn ein. Ash begreift und h�lt inne. Als er neben sich Jessica entdeckt, die noch genauso stark weint wie er, nimmt er sie statt dessen jetzt fest ihn den Arm. Als er sich wieder von ihm l�st, steht die Mutter von Lauren vor ihm. "Es tut mir so leid", schluchzt sie los. In Kurzfassung und unter Tr�nen erz�hlt sie von der kleine Bekanntschaft von Cathy, Lauren und ihr. Ashley nimmt sie draufhin ebenfalls in den Arm und gibt der kleinen Lauren einen Kuss auf die Stirn. Er hat keinen Hass auf die beiden, nicht im geringsten. Cathy liebte Kinder und so kann er sich nur zu gut vorstellen, dass sie gl�cklich war bis zu dem �berfall, dass die kleine Lauren sie ein letztes Mal zum l�chlen brachte und daf�r ist er dankbar. "Sie hat euch alle lieb und wird euch sicher nie vergessen! Ich musste ihr versprechen euch das auszurichten", fl�stert Ashley im Kreis seiner Freunde. Nach diesen Worten droht er zusammen zu klappen, doch Dan kann ihn gerade noch st�tzen. Mit langsamen Schritten und schweren Herzens entfernen sie sich St�ck f�r St�ck von diesem schrecklichen Ort.

 

Ashleys POV:

Noch immer kann ich nicht begreifen, dass das geschehen ist. Sie hat mich verlassen, ein weiteres Mal, f�r immer, aber dieses Mal nicht aus freiem Willen. Die Gedanken daran, wie ich das alles h�tte verhindern k�nnen, lassen mich nicht los, lassen mich weder essen noch schlafen. Die Musik ist nebens�chlich geworden, da ich die Leidenschaft verloren habe, mich welcher ich jeden Song, jede einzelne Zeile sang, denn ich habe immer nur f�r sie gesungen, selbst in den 2 Jahren, in denen wir uns aus den Augen verloren hatten. Sie hat ihr Leben f�r jemanden geopfert, aber damit ein anderes mit in den Tod gerissen � meins.

Ich trete wieder meinen �blichen schweren Gang an. Zwei Woche ist es jetzt her, doch ich f�hle immer noch den selben Schmerz, wie als ich ihren leblosen K�rper im Arm hielt. In meiner rechten Hand halte ich einen Strau� Blumen. Er setzt sich aus vielen Sonnenblumen und einer einzigen Rose, die sich exakt in der Mitte befindet, zusammen. Die Sonnenblumen symbolisieren mein Leben und sie ist die einzige Rose darin, genau in der Mitte, genau in meinem Herzen. Deswegen hat sie, wenn sie einen Strau� Blumen von mir bekam, nur einen solchen bekommen und so wird es auch weiterhin der Fall sein. T�glich lasse ich 1, 2 Termine sausen, um die Blumen zu erneuern und bei ihr zu sein. Mit h�ngendem Kopf erreiche ich ihr Grab und bleibe davor stehen.

Beloved Daughter, Girlfriend & Friend

Cathy Victoria Manson

*11.03.1985 � 24.07.2002�

You will be always in our heart

Ich versuche erneut stark zu sein, scheiterte jedoch bis jetzt mit jedem neuen Versuch, indem ich weinend zusammen breche. Mit Sicherheit gehe ich irgendwann daran zu Grunde, aber bis dahin m�chte ich k�mpfen. K�mpfen, weiter zu leben, denn sie h�tte nicht gewollt, dass ich mich f�r immer verschlie�e. K�mpfen, ein Bild mit einem L�cheln von ihr in Erinnerung zu behalten und nicht den Anblick, als sie starb. Auch wenn meine Kraft sicher nie daf�r ausreichen wird, so werde ich es versuchen bis an mein eigenes Ende, egal wie sinnlos es ist. Ich tue es f�r sie! Niemand wird sie je ersetzen k�nnen, denn nie werde ich wieder so lieben k�nnen. Sie hat ihr Versprechen, von nun an immer bei mir zu bleiben, nicht alleine k�nnen, also werde ich ihr dabei helfen, in dem wir, wenn ich meine Angelegenheiten hier unten erledigt habe, schon sehr bald wieder vereint sein werden...

 

Engel kann man nicht kaufen,

aber man kann ihnen begegnen!

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