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Widmung: Widmen m�chte ich auch diese Fic wieder meiner aller, aller,
wirklich aller besten Freundin und Soulsister Liz. Mausi, ich hab dich so
sehr lieb, dass es daf�r keine Worte gibt!
Anmerkung: Ich habe sehr lange gebraucht und sehr viel Arbeit hinein
gesteckt, um aus einer Idee eine Fanfic zu machen. Ich hoffe, dass sie euch
gef�llt und ihr mir auch Feedback schickt!!

Terrible Past �

Du kennst mich nicht wirklich

Leere. Das ist was mich seit seinem Tod nun endg�ltig umgibt. Ich habe alles verloren, was ich jemals besa�, was mir jemals wichtig war. Erst meine Familie, dann meinen Stolz und nun auch noch ihn. Durch ihn hatte ich wieder das Gute am Leben entdeckt, trotz der schrecklichen Dinge, die ich schon durchleben musste und die mir angetan wurden. Nie werde ich wieder so lieben k�nnen. Warum musste er mir auch noch genommen werden? Hat denn das Leben gar nichts gutes f�r mich geplant? F�r mich ist es nicht mehr lebenswert und der einzigste Grund, warum ich mich noch nicht umgebracht habe, besteht darin, dass ich wahnsinnigen Respekt vor dem Tod habe. Er jagt mir unglaubliche Angst ein und der Gedanke daran, mich von irgendeinem Geb�ude zu st�rzen ist noch abscheulicher, als es mein Leben ist.

Mit leeren Gedanken ziehe ich mit h�ngendem Kopf durch die Stra�en und gerade als ich in eine Kneipe einbiegen m�chte, rennt mich jemand voll um. "Oh, sorry! Tut mir total leid! Komm ich helfe dir", meint der blonde Guy und streckt mir f�rsorglich sein Hand entgegen um mir auf zu helfen. "Danke nicht n�tig", fauche ich ihn an. Obwohl mir sein �u�eres f�r eine Sekunde den Atem verschlagen hat habe ich mich schnell wieder gefasst, denn ich wei� mittlerweile, dass das Aussehen noch lange nicht den Charakter beschreibt. Au�erdem habe ich mir geschworen nie wieder ein m�nnliches Wesen an meinem Leben teil haben zu lassen. Es ist vorbei! Ich rappel mich auf und baue mich vor ihm auf. "Sag mal hast du denn keine Augen im Kopf? Oder sind die dir raus gefallen, als du dich im Spiegel betrachtet hast?", schreie ich. Er weicht ein kleines St�ck zur�ck und hinter ihm bauen sich 4 weitere Typen auf, die ich aber weiterhin nicht beachte. Ich bin ziemlich in Rage, weil ich sowieso gerade total neben mir stehe und ich mir auch noch den Ellebogen aufgeschlagen habe, was dem Kerl noch nicht mal aufgefallen ist. "Du kommst dir sicher besonders toll vor, aber gutes Aussehen bringt eben auch nichts, wenn man kein Hirn hat", fahre ich fort. Einige Leute drehen sich schon nach uns um, aber das interessiert mich nicht. Ein solchen Aufstand, wie ich ihn hier gerade veranstalte, ist wirklich nicht normal, denn eigentlich hat er mich "nur" umgerannt, aber in meiner momentanen Situation ist selbst das zu viel. Ich gehe an ihm vorbei, ohne ihn noch eines Blickes zu w�rdigen. Die Typen beginnen zu lachen, aber als ich sie finster ansehe, verstummt auch dies und kurz darauf verschwinde ich im Pub.

"Na Ash, die hat Temperament... Bei der hast du ja total abelost. Wie sie schon sagte, gutes Aussehen ist nicht alles", neckt ihn Trevor. Doch Ashley antwortet nicht gleich, sonder blickt noch auf die T�r, durch die ich gerade verschwunden bin. "Darum geht es ja gar nicht. Sie war total fertig, deshalb ist sie sicher auch so extrem ausgerastet. Das du so etwas bei M�dels nicht merkst, ist ja auch nicht zu erwarten." Davon ist Trev jetzt ziemlich gekr�nkt, aber auch dieses scheint der blonde Guy nicht zu merken. Sein Blick richtet sich auf den Asphalt und er entdeckt ein ziemlich knittriges Foto. Ash b�ckt sich um es aufzuheben. Es zeigt einen Boy Anfang 20, dunklerer Typ. "Meint ihr das geh�rt ihr?" Die anderen zucken mit den Achseln. "Am besten frage ich sie mal! Wartet ihr hier so lange?" "Oh oh, der gute Samariter wagt sich noch einmal in die H�hle des L�wen", philosophiert Erik.

Ich habe mich sofort an die Theke gesetzt und mir etwas zu trinken bestellt, als ich es mir noch mal anschauen m�chte. Doch ... es ist nicht mehr da!!! W�st krame ich in s�mtlichen Taschen meiner zerfledderten Jacke. Es ist doch das einzigste was ich noch von ihm besitze. Immer hektischer werde ich, bis ich es schlie�lich aufgebe! Leise Tr�nen bahnen sich erneut �ber meine Wangen. Ich f�hle mich so alleine wie nie zuvor. Als ich mir mit meinem Handr�cken die Tr�nen weg wische und sie wieder �ffne ist es wieder vor mir - das Foto von Nick. Ich wende meinen Kopf nach links und sehe wieder den Blondie vor mir, der es in seiner Hand h�lt. Sofort entrei�e ich ihm das Foto und dr�cke es an meine Brust. "Danke, ich dachte schon ich h�tte es verloren", meine ich nach einer kleinen Weile leise und jetzt total eingesch�chtert. "Hey, ist alles in Ordnung? Kann ich dir vielleicht irgendwie helfen?" Ich sch�ttel nur mit dem Kopf und versuche auch meine letzten Tr�nen zu trocknen. Er m�chte mir eine Haarstr�hne aus dem Gesicht streifen, aber ich weiche seiner Hand aus. Schlie�lich nimmt er neben mir Platz, bestellt sich auch etwas zu trinken und sagt erst mal gar nichts mehr. Ich mustere ihn kurz von der Seite, richte aber meinen Blick so gleich wieder nach unten. Ich wei�, dass eigentlich noch eine Entschuldigung offen ist, wegen vorhin, aber ich habe es mir schon l�nger abgewohnt "Sorry" zu irgendeinem Kerl zu sagen. Daf�r wurde ich schon von zu vielen m�nnlichen Wesen verletzt. Statt dessen fange ich an ganz belanglose Sachen zu fragen. "Warten deine Freunde nicht?" "Schon, aber die haben Zeit", antwortet er und l�chelt mich an. "Ach, ich bin �brigens Ash, und du?" Soll ich ihm wirklich meinen Namen sagen? Ich wei� auch nicht, aber irgendwie scheint er so anders zu sein, so besonders, wie ich bis jetzt eigentlich nur einen kannte � Nick. "Trisha", meine ich letztendlich. "Und Trisha, willst du mir nicht erz�hlen, was dich bedr�ckt?" "Wie bitte???", hake ich aufgebracht nach. "Na ja, du siehst ziemlich fertig aus und ich dachte, dass du vielleicht mit jemanden dar�ber sprechen m�chtest." "Ich kenn dich doch gar nicht", sage ich mit leichtem Unterton. Obwohl, mit wem soll ich sonst reden? Ich habe ja niemanden mehr, aber IHM, den bis vor 10 Minuten noch nie gesehen habe, werde ich sicher nicht meine Probleme offenlegen. Deshalb f�ge ich einfach ein "Ich will nicht dar�ber sprechen" an. "Na ja, hier hast du meine Nummer, wenn du doch mal Hilfe brauchst (er schiebt mir einen Zettel zu). Du kannst mich Tag und Nacht anrufen", erkl�rt er. Er trinkt sein Glas aus, legt einen 10 $ Schein auf den Tisch, meint noch "Du bist eingeladen" und verschwindet dann. Ich starre ihm mit offenem Mund nach. So etwas ist mir ja noch nie passiert, der hat Nerven. Ich drehe mich wieder zur Bar um und nehme den Zettel in die Hand. Darauf steht nur sein Name und eine l�ngere Nummer, eine Handynummer. Ich nehme den letzten Schluck aus meinem Glas und mache ich mich dann auch wieder auf den Weg nach drau�en.

Die Nacht und auch die 5 davor habe ich unter einer Br�cke verbracht, mal wieder nach langer Zeit. Als mein Elend anfing war das mein t�glicher Schlafplatz, bis ich Nick kennen lernte. Er nahm mich bald in seine Wohnung auf, wo ich mich das erste mal wieder geborgen und sicher f�hlte, bis heute. Er ist tot und die Wohnung wird weiter vermietet. Von mir wei� der Hausbesitzer nichts und die Miete k�nnte ich mir so oder so nicht leisten. Das Geld was Nick daheim aufbewahrt hatte reicht mir gerade mal daf�r, dass ich mich ein paar Wochen mit Nahrung �ber Wasser halten kann. Was danach wird ist ungewiss. Es interessiert mich auch noch nicht, denn wenn es so weit ist, wird mir schon etwas einfallen. Ich lebe im Hier und Jetzt und kann nicht f�r die Zukunft planen. Gerade habe ich mir ein Sandwich besorgt und damit stehe ich jetzt an einem Br�ckenl�nder und blicke der strahlenden Sonne entgegen. Nach einer Weile ertappe ich mich dabei, wie meine Gedanken bei Ash sind und sogleich f�hle ich mich schlecht. Nick ist gerade mal 6 Tage tot und ich denke schon wieder an einen Boy, obwohl ich mit dieser Sorte Mensch doch eigentlich nichts mehr zu tun haben will. Ich ziehe den Zettel aus meiner Tasche und starre erneut auf die Nummer. Ein Moment denke ich wirklich daran ihn anzurufen, doch sogleich verdr�nge ich diesen Gedankenblitz wieder. Statt dessen wird mir jetzt bewusst wo ich mich �berhaupt gerade aufhalte. Hier haben Nick und ich uns kennen gelernt und es deshalb sp�ter als unseren Lieblingsplatz bezeichnet. Ob er mich hier stehen sieht? Er fehlt mir so sehr! Seinen Tod werde ich sicher nie verkraften, vielleicht gehe ich sogar irgendwann daran zu Grunde. Erneut fange ich an zu weinen, wodurch ich nicht bemerke, dass ich schon eine ganze Weile beobachtet werde und dieser jemand sich jetzt langsam an mich heran schleicht. Pl�tzlich rei�t er mich herum, w�hlt hastig in s�mtlichen Taschen und mit irgendetwas in der Hand l�uft er davon, ehe ich merke wie mir geschieht. Ich �berpr�fe so gleich alles und wei� sofort was fehlt - das Geld, das ganze Geld ist weg. Bitte nicht das auch noch!!! Ich werde von einem Heulkrampf gepackt, lasse mein Fr�hst�ck, von dem ich gerade 2 mal abgebissen habe, fallen und mit den H�nden vor dem Gesicht laufe ich in irgendeine Ecke wo ich nicht gleich entdeckt werden kann. Jetzt ist es endg�ltig vorbei, ich kann einfach nicht mehr! Mein K�rper ist wie ausgelaugt, die letzten Kr�fte, die ich �ber Nacht wieder gesammelt hatte und gerade noch etwas st�rken wollte, sind jetzt ganz weg. Wenn ich nicht einen leichten Schmerz in meiner rechten Seite, den ich dem Dreckskerl zu verdanken habe, sp�ren w�rde, w�rde ich denken, ich bin tot. Es dreht sich alles und ich merke nur noch einen leichten Schwindel, als es pl�tzlich dunkel wird.

Als ich aufwache muss ich erst ein paar mal blinzeln, ehe ich wieder scharf sehe. Ich sehe 2 K�pfe �ber mir und ein paar H�nde in Handschuhen, im Hintergrund h�re ich ein Ger�t piepsen. "Wo ... wo bin ich?" "In einem Krankenwagen! Eine Passantin hat sie gefunden. Keine Angst, wir bringen Sie in ein Krankenhaus und ihren Freund haben wir auch schon benachrichtigt", erkl�rt mir der eine, der demnach ein Sanit�ter sein muss. "Aber ... aber ich habe doch gar kei...", will ich widersprechen, doch er unterbricht mich indem er mir eine Atemmaske �berst�lpt. "Keine Sorge, es wird alles wieder gut. Wir sind gleich da und ihr Freund wartet sicher auch schon. Er hat versprochen sich gleich auf den Weg zu machen!" Ich gebe es auf. Aber eins wei� ich, ich bin wieder so sehr bei Sinnen, dass ich mich noch daran erinnern kann, dass ich keinen Freund mehr habe, wen also k�nnten sie bitte benachrichtigt haben? Doch nicht ... nein, sie werden doch nicht Ash`s Nummer in meiner Jacke gefunden haben und ihn ... Oh nein!!!

Als wir am Krankenhaus ankommen glaube ich, dass der Alptraum f�r mich erst jetzt beginnt, obwohl eigentlich das schlimmste schon vorbei sein "m�sste". Als ich ins Innere geschoben werde blicke ich mich immer wieder vorsichtig um, doch ich sehe ihn nirgends. Vielleicht habe ich ja nochmal Gl�ck gehabt und er hatte gar nicht vor zu kommen, wird wohl das beste sein... "Schatz, was machst du nur f�r Sachen?", h�re ich jemanden, den ich sofort zuordnen kann. Aus der Traum... Kurz darauf erscheint sein Gesicht �ber mir und er grinst mich besorgt aber auch liebevoll an. Ich ziehe ein fragendes Gesicht, wegen der Bezeichnung die er mir eben gegeben hat. "Spiel einfach mit", fl�stert er mir ins Ohr. Ok, wenn es ihm so viel Spass macht. "Na ja, so etwas kann ja mal vorkommen. Ich hoffe du hast dir nicht all zu viele Sorgen gemacht", meine ich mit all zu freundlichem Ton. Ash greift nach meiner Hand. Also jetzt geht er echt zu weit und sogleich ziehe ich deshalb die meine wieder zur�ck. Schlie�lich werde ich in ein Behandlungszimmer geschoben und er ruft mir noch ein "Ich warte hier so lange auf dich" zu, bevor die T�ren zuschwingen. Ich werde kurz noch einmal untersucht, wobei ein Kreislaufzusammenbruch festgestellt wird. Danach werde ich in eins der nahen Zimmer verlegt, wo er schon ... genau, auf mich wartet. Sobald die T�r zu ist, setze ich mich auf, wodurch mir gleich wieder etwas schwindlig wird. "Was soll das Theater? Was machst du hier �berhaupt?" "Das sollte ich lieber dich fragen", weicht er mir gekonnt aus. Ich tue so, als ob ich gar nicht geh�rt h�tte, das er etwas gesagt hat und rede einfach weiter. "Warum bist du her gekommen, als sie dich angerufen haben? Warum hast ihnen nicht gesagt, wer du wirklich bist?" "Na ja, ich f�hlte mich halt irgendwie verantwortlich ... und au�erdem war es eine gute Gelegenheit dich wiederzusehen", f�gt er schnell an, bevor ich etwas auf seine erste Aussage hin erwidern kann. Ich lasse mich zur�ck in die Kissen fallen. Der Mensch hat ein Ego, dass ist echt nicht mehr normal. "Wei�t du was, wenn du hier raus kommst, kommst du erst mal mit zu mir, damit du f�rs erste ein Dach �ber den Kopf hast. Mein bester Freund Dan hat auch eine Freundin. Du wirst dich mit Liz sicher gut verstehen. "Was hei�t hier "auch"? Ich bin nicht deine Freundin, und ich bin auch kein Gegenstand, den man �berall hin mitnehmen kann, ohne das man ihn fragt, ok? Was willst du �berhaupt?", frage ich direkt. "Dir helfen!" "Ich brauche keine Hilfe", sage ich, ohne �ber meine eigenen Worte nach zu denken. "Das siehst aber ganz anders aus! Wieso bist du so stur? Wieso l�sst mich nicht an dich ran?" Jetzt reichts! Das war zu viel des Guten, du hast meinen Wunden Punkt erwischt, Blondie. "Ganz einfach, weil ich den einzigen Menschen, dem ich seit langem wieder vertraut habe, vor genau 6 Tagen verloren habe. Na, bist du nun zufrieden! Hast du jetzt die Antwort, die du mit deinen vielen bohrenden Fragen h�ren wolltest?", schreie ich und mein ganzes Gesicht ist wieder mit Tr�nen �berlaufen. Einen Moment scheint er geschockt zu sein, dann kommt er auf mich zu, doch bevor er mir auch nur zu nahe kommt, strecke ich ihm meine Hand entgegen. "NEIN! Bitte geh!" "Aber..." "Geh!" Ich drehe ihm den R�cken zu und starre aus dem Fenster. Eine Weile geschieht gar nichts, dann nimmt Ash seine Jeansjacke. "Erlaube mir, dich morgen wieder besuchen zu kommen", meint er schon fast flehend. Der gibt wohl nie auf. "Tu doch was du willst, das machst du doch sowieso schon die ganze Zeit", antworte ich mit verweinter Stimme. Schlie�lich verl�sst er mit h�ngenden Schultern das Zimmer, hinter sich macht er leise die T�r zu.

Am n�chsten Morgen denke ich nicht mehr direkt an den Streit, nur noch an den Grund daf�r. Er hat mich tief verletzt, was er sicher nicht wollte. Er wusste ja nicht, was f�r einem schrecklichen Schicksal ich ausgesetzt war und konnte eigentlich gar nichts daf�r. Ich habe keinen Grund auf ihn sauer zu sein und doch bin ich es. Vielleicht fehlt mir wirklich nur die menschliche Gesellschaft. Lange w�rde ich es nachts nicht mehr drau�en aushalten, denn schon bald w�rde New York in Schnee liegen. Jetzt ist es erst leicht k�hl, aber hier kann das Wetter schnell umschlagen. Vielleicht sollte ich wirklich mal �ber meinen Schatten springen und seine Hilfe annehmen, bevor es zu sp�t ist... Wer wei�, wo der herkommt? Ob ich ihn �berhaupt noch einmal wiedersehe?

Ich halte gerade wieder Nicks Foto in H�nden, als sich die T�r �ffnet und ich erst mal nur einen Strau� Blumen erblicke, kurz darauf erscheint dar�ber Ashleys Kopf. Ich lasse das Foto unter der Decke verschwinden und l�chle ihm entgegen. Er scheint ein herzensguter Mensch zu sein, was ich bestimmt erst jetzt merke. "Hey Trisha! Ich wei�, du wirst nicht erfreut sein mich zu sehen, aber ich wollte mich wenigstens bei dir entschuldigen wegen gestern. Ich habe mich dir so aufgezw�ngt und das wollte ich nicht", meint er mit sanfter Stimme. Er stellt sich neben mein Bett und legt den Strau� ab. "Ich kann verstehen wenn du jetzt wieder alleine sein willst", sagt er und wendet sich ab, um wieder zu gehen. "Hey, jetzt warte doch mal", reagiere ich, greife nach seiner Hand und drehe ihn wieder zu mir. Er hat so eine weiche Haut und ich m�chte sie am liebsten gar nicht mehr los lassen, aber bevor er sich gleich wieder etwas darauf einbildet tu ich es doch. "Ich m�chte dir auch etwas sagen", erkl�re ich ihm. Er nimmt sich einen Stuhl und setzt sich an meine Bettkante. "Es tut mir leid, dass ich gestern so ausgerastet bin. Seit wir uns kennen hast du mir nie etwas getan, ok abgesehen von unserem Zusammensto�, und ich habe wirklich keinen Grund dir sauer zu sein und dich so anzuschreien. Ich stehe ihm Moment einfach total unter Schock und es tut mir echt leid. Vielleicht hast du Recht und ich komme allein wirklich nicht mehr weiter." Ash sagt erstmal gar nichts, deshalb spreche ich einfach weiter. "Ich wollte mich aus der Gesellschaft komplett zur�ck ziehen, seit seinem Tod, besonders von allen m�nnlichen Wesen. Ich habe das Gef�hl, dass mit ihm auch mein Leben von mir gegangen ist. Jetzt habe ich gemerkt, dass es nichts bringt sich komplett von allem zu isolieren, eher im Gegenteil. Jeder braucht Freunde im Leben. Ich kenne dich zwar noch nicht sehr gut, aber vielleicht kann man das ja �ndern", schlie�e ich ab. Er nimmt meine Hand in seine und blickt mich dann fragend an. "Also kommst mit zu mir?" Ich nicke. "Das hei�t, nur wenn es dir auch wirklich recht ist." "Nat�rlich, sonst h�tte ich es dir doch gar nicht angeboten." Er erhebt sich und deutet eine Umarmung an. Um ihm zu zeigen, dass es ok ist, ziehe ich in an mich heran. Er f�hlt sich total gut an und ich sehe wieder einen Funken Hoffnung am Himmel aufblitzen. Als wir uns wieder voneinander l�sen f�llt das Foto zu Boden. Ashley hebt es erneut auf sieht es sich einige Momente an, ehe er es mir zur�ck gibt. "Willst du mir mehr von ihm erz�hlen?", fragt er. Ich sch�ttel den Kopf. "Noch nicht, ich bin noch nicht so weit", sage ich mit ruhiger Stimme. "Wenn du irgendwann mal �ber ihn reden m�chtest, du kannst immer zu mir kommen", erwidert er. "Danke!" Wir l�cheln uns an. "Ich habe den Arzt auf dem Weg zu deinem Zimmer getroffen. Er meinte, du k�nntest heute Abend entlassen werden", berichtet Ash. "Soll ich dich dann abholen?" "Das w�re super", antworte ich. Nach einer Weile l�sst er mich dann wieder alleine, damit ich mich noch etwas ausruhen kann. Er verspricht mich um 6 p.m. abzuholen. Als er weg ist durchstr�mt mich ein Gl�cksgef�hl, obwohl es mir im Moment so schlecht geht. Es liegt sicher an dem Gedanken, zu wissen das da jemand ist, dem ich nicht egal bin. Ja, ich wage es schon nach so kurzer Zeit ein solches Urteil �ber ihn zu f�llen. Er ist zwar nicht wie Nick, aber doch etwas Besonders. Ich vertraue ihm! Nick h�tte auch nicht gewollt, dass ich mich jetzt wieder v�llig zur�ck ziehe.

Mit einer kleinen Versp�tung, wie es eigentlich f�r ihn �blich ist, was er mir schon erz�hlt hat ;-), steht er in meinem Zimmer. Gepackt habe ich nicht, was denn auch. Ich besitze ja eigentlich gar nichts, bis auf die Klamotten, die ich an hatte, als ich eingeliefert wurde und in denen sitze ich jetzt auch abholbereit auf meinem Bett. Sogleich springe ich auf und verlasse mit Ash das triste Krankenhaus. "Und wo geht es jetzt hin?", frage ich erwartungsvoll. "Erst mal lernst du 3 meiner Freunde und Liz kennen. Bis auf Erik sind im Moment alle da, er ist bei seinen Eltern", antwortet er. Oh, so viele Menschen, das bin ich gar nicht mehr gewohnt. Ashley merkt anscheinend meine Unsicherheit. "Keine Angst, sie sind alle voll ok und nett, bis auf Liz bist du ihnen ja auch schon begegnet", beruhigt er mich. Stimmt, jetzt geht es mir auch wieder besser. "Wie ist Liz denn so?", will ich nach einiger Zeit wissen. "Liz? Oh, du wirst sie m�gen! Jeder der sie kennt mag sie! Sie ist ein wundervoller Mensch, jemand mit einer ganz eigenen liebevollen Pers�nlichkeit." Jetzt bin ich richtig gespannt, wenn sie wirklich so ist, wie Ash ihren Charakter beschreibt, dann kann alles ja nur gut werden. Unterwegs erz�hlt mir Ashley mehr von ihr. "Sie kommt aus Deutschland und kam vor 1 � Jahren in die USA. Es war schon immer ihr gro�er Traum mal in Amerika zu leben und irgendwann die amerikanische Staatsb�rgerschaft zu erhalten. Tja, und dann traf sie auf Dan und entdeckte in ihm endlich die gro�e Liebe. Sie ist ein Teil von uns und nicht mehr weg zu denken." "Endlich?", hake ich nach. "Sie hatte vor Dan schon mal einen Freund hier in Amerika, aber den hat sie nie so sehr geliebt wie er sie. Sie hat ihm immer mehr bedeutet. Aber Liz merkte erst durch Dan was wahre Liebe ist." "Wie lange sind die beiden denn jetzt schon zusammen?" "2 Monate und sie sind so gl�cklich wie am ersten Tag", erz�hlt er mir.

Schlie�lich halten wir vor ... vor einem Hotel??? Fragend blicke ich Ash an, lebt er also wirklich nicht in New York? "Ich wei�, du wunderst dich sicher, warum ich in einem Hotel wohne, aber du wei�t vieles noch nicht von mir. Ich erkl�re dir alles oben." Ok, aber das ist nicht der einzigste Gedanke der mir durch den Kopf geht. Wir stehen n�mlich vor dem ber�hmten Blasa, das begehrteste und teuerste Hotel in ganz New York und wenn ich da so an mir herunter blicke f�rchte ich, werde ich einige Probleme bekommen beim betreten dieses Geb�udes. Ash scheint �ber dieses Problem noch gar nicht nachgedacht zu haben, oder sieht gar keines. Jedenfalls legt er dem Arm um meine Schulter und schlendert mit mir auf den Eingang zu. Bis wir auf seinem Zimmer, oder besser gesagt Suite, sind werde ich die ganze Zeit �ber von s�mtlichen vornehmen Leuten und auch von dem Personal angestarrt. Ashley bemerkt es sicher, will es aber bestimmt herunter spielen in dem er so tut als w�re nichts. Es scheint ihm auch nichts auszumachen, sich mit mir sehen zu lassen, denn als er den Schl�ssel hat legt er wieder seinen Arm um mich, womit er deutlich macht, dass ich zu ihm geh�re. Ash l�uft zwar auch nur in seinem einfachen Look rum, aber seine Klamotten sind 1. nicht zerfetzt und 2. wissen die Leute ja das er Geld hat, denn sonst k�nnte er sich so eine Unterkunft nie leisten. Im 5. Stock angekommen gehen wir noch ein kleines St�ck den Gang runter. "Hier ist mein Zimmer, aber ich finde du sollst erst mal die anderen kennen lernen", meint er und so gehen wir noch 2 T�ren weiter und ohne anzuklopfen hinein. Wie ich es mir gedacht habe befinden wir uns in einer Suite und hinter irgendeiner T�r erschallt Gel�chter und einige Stimmen sind zu h�ren. "Nein, nein, bitte Jake h�r auf", h�re ich ein M�dchen lachen. "Hey, verschont meine Freundin, die brauche ich noch", jemand anders, diesmal ein Boy. "Was die wohl wieder treiben", grinst Ash. Er geht auf die T�r zu und rei�t sie auf. "Hey Leute, ich bin wieder da und m�chte euch jemanden vorstellen", ruft er. Sobald beruhigt sich die Meute und erhebt sich. Als erstes tritt ein blondes, sehr h�bsches M�dchen vor mich. "Hi, du musst Trisha sein! Ich bin Liz", sagt sie. "Oh, hi", antworte ich und strecke ihr die Hand entgegen. "So fangen wir doch gar nicht erst an", meint sie und zieht mich sofort in ihre Arme. "Ash hat uns schon viel von dir erz�hlt", sagt sie anschlie�end und l�chelt mich voll lieb an. Ich l�chle zur�ck. Sie muss echt ein toller Mensch sein. "Jetzt lernen wir dich endlich richtig kennen. Du gehst Ashley seit eurer 1. Begegnung und deinem krassen Auftritt nicht mehr auf dem Kopf", erz�hlt ein braunhaariger Boy grinsend. "Ich bin Dan", stellt er sich vor, w�hrend er mich ebenfalls umarmt. Ah, das ist also Liz� Freund. Auch die anderen, Jacob und Trevor, begr��en mich mit Umarmung und ich f�hle mich dadurch eigentlich sofort aufgenommen, die Betonung liegt auf "eigentlich".

Wir unterhalten uns noch eine Weile, wobei ich mich aber nur hin und wieder an dem gemeinsamen Gespr�ch auch mal beteilige, denn am meisten spreche ich mit Liz. Sie ist echt super lieb und wir finden schnell heraus, dass wir auch manches gemeinsam haben, obwohl ich ein nicht ganz so normales Leben f�hrte bis jetzt. Sie interessiert sich sicher sehr f�r meine Vergangenheit, aber damit die nicht so schnell zur Sprache kommt, frage ich sie etwas �ber sie und Dan aus. Man h�rt aus ihren Erz�hlungen ganz deutlich heraus wie gl�cklich sie mit ihm ist. Ich beneide sie richtig. Wie gerne w�rde ich auch wieder ein geordnetes Leben f�hren, in dem alles so l�uft wie ich es gerne m�chte und wieder mit einem Menschen an der Seite, der mir alles bedeutet und der mich so mag wie ich bin. Beides besa� ich einmal - ein geordnetes Leben und die Liebe meines Lebens, die mir Sicherheit und Geborgenheit bot, aber nie beides zusammen. Ich bezweifle auch, dass mir so etwas jemals vorgemerkt wurde. Ich erfahre, dass wir uns im Moment in der Suite von Dan & Liz aufhalten, auch Jacob & Trevor haben eine gemeinsame und Ash & Erik, aber da der ja gerade nicht da ist, w�rden Ashley und ich heute Nacht sicher alleine sein. Was ich davon halten soll wei� ich nicht, aber ich habe keine Angst. Ashley w�rde sicher nie etwas tun, wof�r ich nicht bereit bin und zur Zeit bin ich f�r gar nichts bereit, was au�erhalb eines normalen Gespr�ches liegt. Schlie�lich kommt der Zeitpunkt, an dem Ash und ich 2 T�ren weiter gehen und letzt endlich alleine sind. "Hast du Hunger, Trisha?", fragt er sogleich. "Ja etwas", sage ich, was sehr unter trieben ist, denn ich habe einen riesen Hunger. Das Essen im Krankenhaus habe ich so gut wie gar nicht anger�hrt. Ash l�sst etwas aufs Zimmer kommen, damit wir nicht nach unten gehen m�ssen. Als alles da ist setzen wir uns nebeneinander auf das gro�e Bett. W�hrend wir so essen fasse ich seine letzten Worte auf, die er mir sagte bevor wir das Hotel betraten. "Wolltest du mir noch etwas erz�hlen? Wegen dem Hotel und so?", beginne ich vorsichtig. "Na ja, es ist etwas kompliziert! Du konntest sicher schon den Verdacht schlie�en, dass ich nicht hier in New York lebe (ich nicke). Eigentlich bin ich in dem Sonnenstaat Amerika�s zu Hause, in Florida, genauer gesagt in Orlando. Erik, Dan, Liz, Jacob und ich wohnen ... na ja, in einer Art WG. Wir haben im Moment 2 Wochen Urlaub und da Erik seine Eltern besuchen wollte, beschlossen wir einfach mit zu kommen, um mal wieder etwas mehr Zeit hier zu verbringen." Er druckst etwas herum, es scheint ihm schwer zu fallen. "Also um es genauer zu schildern, wir Jungs haben uns durch ein Casting kennen gelernt..." "Ein Casting?" unterbreche ich ihn. "Was denn f�r eins?" "�hm, kennst du Lou Pearlman?" "Also, ich glaube den Namen habe ich schon mal geh�rt. Scheint ziemlich bekannt zu sein f�r Boygroups und so." "Also ich mache es jetzt kurz! Als wir uns bei Lou anmeldeten, suchte er gerade wieder eine solche Band. Wir sind die 5 �briggebliebenen..." "Ihr seid eine Band? Eine richtige Band? Mit richtig vielen Fans, Erfolg und gro�er Tour?", hake ich �berrascht, aber erfreut nach. Ashley nickt. "Du bist nicht sauer?" "Sauer, wieso denn? Ich finds cool! Hey, dann sitze ich ja gerade neben einem richtigen Superstar", grinse ich und gebe ihm einen Klaps auf die Schulter. Ich taue richtig auf. All meine Probleme sind gerade vergessen, jetzt z�hlt im Moment nur er. "Erz�hl mir mehr! Wie hei�t eure Band denn? Was singt ihr so? Wie lange gibt es euch schon?" Ich l�cher ihn total mit Fragen und er scheint irgendwie erleichtert zu sein. "Puh, ich bin echt froh, dass du so reagiert hast! Die meisten fallen n�mlich aus allen Wolken, wenn sie vorher noch nichts von meiner zweiten Seite kannten und ich ihnen davon erz�hle", berichtet er. Dann beginnt er zu erz�hlen, von sich und O-Town, wie ich erfahre. Und ich h�re gespannt zu. Er scheint in seiner eigenen Welt zu sein und man merkt, dass er das Starsein echt genie�t. Als er geendet hat bin ich im vollen Bilde, was das Musik Buisness betrifft. Ich bin echt baff, wie viele Erfahrungen dieser Mensch schon in seinem Leben hatte, sowohl gute als auch schlechte, sogar mehr als ich. Er war schon im ganzen Land und Ausland, in Deutschland, da wo Liz her kommt. Dorthin wollte ich schon immer mal. Es ist so anders als die USA, f�r uns Amerikaner etwas besonders. Aber ich bezweifle je dort hin zu kommen und so schweige ich, als Ash diese Gegend anspricht. "Wollen wir dann mal schlafen gehen?", fragt er. Ich nicke, denn ich bemerke, dass ich schon total m�de bin. "Du kannst hier schlafen, ich geh r�ber in Erik�s Zimmer, ok?" "Ok!" Ich bin froh, dass er erst gar nicht daran gedacht hat mit mir ein einem Bett zu schlafen. Er scheint mich wirklich zu verstehen. Ashley geht an den Schrank kramt ein T-Shirt von sich heraus und gibt es mir. "Hier, dass kannst du zum schlafen haben. Gute Nacht, Trisha!" "Gute Nacht, Ash und danke!" "F�r was?" "F�r alles!!!" Er l�chelt mich lieb an, was ich sogleich erwidere und geht dann nach nebenan. Ich ziehe mir das T-Shirt an und kuschle mich dann in die Decke. Alles riecht so gut nach ihm. Schnell schlafe ich ein und beginne zu tr�umen: Ich gehe einen Gang entlang, vorbei an vielen geschlossenen T�ren. Der Gang scheint endlos zu sein, bis ein kleiner Punkt erscheint, der beim n�her kommen zu einem gro�en Tor wird. Ich �ffne es und sehe am Ende des Raums Nick auf einem Stuhl sitzen. Er blickt mir l�chelnd entgegen und streckt die Arme nach mir aus. "Trisha, mein Schatz, komm zu mir!" Ich gehe schneller. Immer und immer wieder ruft er mich, doch je n�her ich ihm komme desto weiter ist er weg. Schlie�lich beginne ich zu laufen, doch ich erreiche ihn einfach nicht, immer noch ruft er mich. Ich beginne zu weinen und will immer schneller rennen, aber es hilft nichts. Dann werde ich von einem Licht erfasst, dass mich zur�ck zieht, wieder vor das Tor, dass sich so gleich schlie�t und weiter den Gang zur�ck. Ich schreie nach ihm und will mit meiner Hand noch nach ihm greifen, aber alles geht so schnell. "Niiiiiiiiiiiick!" Da wache ich auf, schwei�gebadet. Es ist nicht das erste mal das ich diesen Traum habe, nein, er verfolgt mich seit seinem Tod. Ich blicke mich um und lausche, aber nichts ist zu h�ren. Zum Gl�ck habe ich Ashley nicht aufgeweckt. Ich lasse mich zur�ck in die Kissen sinken und beginne erneut zu weinen. Mein Gott, er fehlt mir so! Ich wei� nicht wie sp�t es war, aber irgendwann bin ich wieder eingeschlafen.

In der Fr�h werde ich von ein paar Sonnenstrahlen geweckt. Ich richte mich auf und als ich neben mich blicke sehe ich frische Sachen auf dem Nachtk�stchen liegen. Da geht die T�r auf und Ashley kommt herein, er ist schon komplett angezogen und seine Haare hat er auch schon perfekt hoch gegelt. "Hey, du bist wach! Und, hast du gut geschlafen?" "Ja, danke", schwindle ich. "Liz hat dir ein paar Sachen von sich geliehen. Falls du duschen willst, die ist gleich hier (er �ffnet eine kleine T�r). Ich bin dann unten im Fr�hst�cksraum, der ist gleich rechts neben dem Haupteingang." "Ok, ich komme dann gleich runter." Als Ash weg ist stehe ich auf und gehe unter die Dusche und ziehe dann Liz� Sachen an. Endlich f�hle ich mich mal wieder richtig wohl. Mein dunkelbraunes Haar hat wieder einen richtigen Glanz und meine Haut wirkt gepflegter. Anschlie�end gehe ich nach unten und als ich gerade den Raum betreten m�chte kommen mir Trevor und Jake entgegen. W�hrend mir Trev freundlich einen "Guten Morgen" w�nscht nickt mir Jacob nur einmal kurz zu. Bei dem habe ich irgendwie schon die ganze Zeit so ein komisches Gef�hl. Ich sehe mich um und erblicke so gleich Ash, Dan und Liz zusammen an einem runden Tisch sitzen. L�chelnd gehe ich auf sie zu und setze mich zwischen Ashley und Dan. "Hey", begr��t mich das Liebespaar. "Hey", gr��e ich sie zur�ck. "Danke f�r deine Sachen, Liz!" "Kein Problem, mach ich doch gerne!" Ash schiebt mir einen vollen Teller mit Fr�hst�ck hin. "Hier, dass habe ich dir aufgehoben, ich hoffe ich habe deinen Geschmack getroffen", grinst er. "Danke!" W�hrend ich esse unterhalten wir uns etwas und nachdem ich fertig bin legt mir Ash 400 $ hin. "Damit du dir gleich ein paar Sachen zum Anziehen kaufen kannst. Und besorg dir auch ein sch�nes Kleid oder was dir gef�llt, weil wir heute Abend essen gehen wollen", meint er. "Nein Ash, dass nehme ich nicht an. Auf keinen Fall! Ich lasse mich nicht von dir aushalten, schon gar nicht mit so viel Geld", erwidere ich sofort. "Ich will es aber, au�erdem kannst du nicht immer in Liz� Sachen rum laufen. Keine Widerrede! Ich m�chte das du es nimmst! Es ist bei uns ja auch nicht so, dass wir zusammen legen m�ssen", sagt er mit einem L�cheln. Wir diskutieren noch eine kleine Weile, bis ich mich schlie�lich geschlagen gebe. "Wenn du willst komme ich mit", schl�gt Liz vor. "Sehr gerne!" Wir stehen auf und Liz hakt sich sofort bei mir ein. Zusammen verlassen wir den Fr�hst�cksraum und sto�en dabei noch mal auf Jake. Er fl�stert Liz beim vorbeigehen noch etwas zu, was ich nicht verstehen kann, ich h�re nur Liz� Reaktion darauf. "Jake, du spinnst!" "Ich glaube Jacob hat was gegen mich", bemerke ich au�erhalb des Hotels. "Ach ne, das glaube ich nicht. Jake ist sehr religi�s, dass w�rde gar nicht zu ihm passen andere Menschen zu verachten." Daraufhin m�ssen wir beide lachen. "Trotzdem, ich f�hle mich irgendwie total unwohl. Nicht jetzt wegen Jake oder wegen euch allen, sondern einfach, weil ich irgendwie das Gef�hl habe mich in eure Gesellschaft hinein zu zw�ngen. Ihr seid alle so vertraut untereinander und ich sto�e als Fremde dazu und beanspruche sofort eure Zeit und was noch viel schlimmer ist, euer Geld. Es ist einfach nicht in Ordnung." "Doch, dass ist es", antwortet Liz ernst. "Trisha, Ash mag dich, auch wenn er dich noch nicht lange kennt und ich mag dich auch und Dan und die anderen auch! Ich bin froh, dass du zu uns gesto�en bist, jetzt bin ich wenigstens nicht mehr allein unter den Jungs. Ashley hat dich zu sich genommen, damit du dich wohl f�hlst. Au�erdem sehen wir dich nicht als Fremde. Wir sind alle eine Familie und sobald jemand neues dazu st��t ist er darin aufgenommen. Ich bin froh, dich kennen gelernt zu haben." "Ach Liz", meine ich und nehme sie fest in den Arm. Ihre Worte haben mich echt ber�hrt und jetzt f�hle ich mich viel besser, was ich ihr auch sofort sage. Gl�cklich machen wir uns weiter auf den Weg in die Stadt und klappern so ziemlich jeden Laden ab, dabei haben wir einen riesen Spa� und ich bin mal wieder richtig happy. Liz ist einfach toll, genau wie Ashley mir von ihr erz�hlt hat. Man muss sie einfach m�gen ;-) Bald sind wir ziemlich bepackt und jetzt fehlt mir eigentlich nur noch etwas passendes f�r den Abend. Doch auch dieses Problem hat sich gel�st, als wir vor einem Schaufenster stehen in dem mein Traumkleid h�ngt. Es ist weinrot und schillert leicht schwarz, hat keine Tr�ger, ist oben eng und nach unten hin weit geschnitten. Das muss ich haben und ich habe Gl�ck, es hat gerade einen Sonderpreis von 120 $ und dann k�nnte ich Ash von seinem Geld noch gut etwas zur�ck geben und das m�chte ich unbedingt. Auch Liz findet es toll und schon stehen wir in dem Laden. Eine Verk�uferin reicht uns das Kleid und ich verschwinde in einer Umkleide. Es passt genau und sieht echt super! Wir m�ssen gar nicht lange �berlegen und gehen gleich an die Kasse, nachdem ich mich wieder umgezogen habe. Auf dem R�ckweg kommt das, was irgendwann kommen musste. Liz m�chte mehr �ber mich und meine Vergangenheit erfahren und ich m�chte ihr jetzt auch nichts vormachen. Sie ist die erste nach Nick, der ich das alles erz�hle, aber ich vertraue ihr alles an. Ich erz�hle ihr meine ganze Geschichte, die ich mein Leben lang auf den Schultern tragen muss und die mich auch k�rperlich kennzeichnete. Auch von meinem Traum berichte ich ihr. Wir setzen uns auf eine Bank und ich erz�hle und erz�hle, wobei ich bei den verschiedenen Schicksalsschl�gen immer mal wieder Pause machen muss. Doch mit jedem Erlebnis, was ich vorbringe geht es mir auch besser, es hilft wirklich, wenn man mit jemanden dar�ber redet. "Oh mein Gott, Trisha! Das ist ja schrecklich! Wei� Ash davon?", fragt sie total geschockt und ihr l�uft sogar eine Tr�ne �ber die Wange. "Hey, nicht doch", sage ich und wische sie ihr weg. Sie umarmt mich ganz fest und das ist genau das was ich jetzt gebrauchen kann. "Ich habe Ash noch gar nichts von alle dem erz�hlt, er wei� nur dass ich vor kurzem einen Menschen verloren habe. Wei�t du, ich muss gerade erst mal selber mit Nicks Tod fertig werden. Bei all den anderen Vorf�llen half er mir sehr es zu verarbeiten, aber jetzt ist auch er nicht mehr da. Ich muss erst mal mit ihm abschlie�en, bevor ich wieder jemand anderes an meiner gesamten Vergangenheit teil haben lassen kann. Er wird davon erfahren, wenn die Zeit daf�r da ist. Verstehst du was ich meine?" Bei diesen Worten muss ich mich selbst zusammen rei�en, damit ich nicht auch wieder anfange zu weinen, denn es f�llt mir echt schwer �ber Nick und seinen Tod zu sprechen und auch �ber all die anderen Sachen. Liz nickt. "Komm, gehen wir zur�ck, die anderen warten sicher schon", meine ich und hake mich bei ihr ein. Liz ist jetzt total ruhig und wirkt nachdenklich. "Hey, jetzt lach doch mal wieder", fordere ich sie auf und zeige ihr ein Grinsen, welches sie auch etwas erwidert. "Du, wenn Jacob wirklich nichts gegen mich hat, was hat er dir dann zugefl�stert kurz bevor wir gegangen sind?", will ich wissen. Liz r�uspert sich. "Nun ja, eigentlich nichts wichtiges. Ach schau, wir sind schon wieder da", lenkt sie ab. Also doch! Ob ich ihn mal darauf ansprechen sollte? Nein, besser nicht! Wir fahren mit dem Fahrstuhl rauf in den 5. Stock. Dort werfen wir einen Blick in Ashs Suite, aber er ist nicht da. "Vielleicht sind sie alle bei Jacob und Trevor", sagt Liz und so gehen wir eine T�r weiter. Wir gehen einen Schritt hinein und sehen Ash und Jake mitten im Raum stehen. Wir sehen sie aber nicht nur, wir h�ren sie auch. Es herrscht ein riesen Streit zwischen ihnen. Sie sind so aufeinander fixiert, dass uns noch nicht mal bemerkt haben. "Nimmst du sonst auch immer irgendwelche Fremden mit dir nach Hause? Du wei�t doch nicht mehr als ihren Vornamen", so Jacob. "Ich kenne sie besser als du dir vorstellen kannst und au�erdem gibt es bei uns keine Fremden. Ich mag sie und wenn du damit ein Problem hast, dann musst du halt gehen", schreit Ashley. Wie ich es bef�rchtet habe, geht es um mich. "Vielleicht ist sie ja eine Prostituierte oder sogar eine Fixerin. Du kennst sie doch �berhaupt nicht", br�llt Jacob zur�ck. "Jake, du hast sie doch nicht mehr alle", wieder Ashley. "So, hast du denn ihre Arme kontrolliert?", fragt Jake w�tend. Ashley scheint um Fassung zu ringen und mir fallen alle T�ten aus der Hand, wobei das rote Traumkleid heraus rutscht. Erst jetzt richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf uns. "Gebt euch keine M�he, ich bin schon weg", heule ich und mit einer Hand vor dem Gesicht laufe ich den Gang zur�ck und die Treppen nach unten. Ich will nur noch weg!!! "Trisha, nein!", schreit Ash und rennt mir nach. Liz geht langsam auf Jacob zu und gibt ihm eine Ohrfeige, dann ruft sie "Ash, warte!" und l�uft ihm nach. In dem Moment wird Jake bewusst, wie er sich die ganze Zeit verhalten hat. Er ist doch sonst nicht so.

W�hrend Liz auch wieder den Weg nach unten genommen hat, allerdings nicht ohne vorher auch noch Ashleys Jacke zu holen, denn heute morgen war es schon schrecklich kalt, begegnet sie Dan und Erik, der gerade von seinen Eltern kommt. Dan fragt sofort was los ist, da ihnen gerade schon ein rasender Ashley entgegen gekommen ist. "Sorry Schatz, ich kann jetzt nicht! Frag Jake, der kann es dir wohl am besten erkl�ren", meint sie und l�uft weiter die Treppen runter. Die beiden begeben sich etwas verdutzt weiter auf den Weg nach oben. Unten vor dem Haupteingang holt sie ihn dann schlie�lich ein. "Sie ist weg", meint er betr�bt. "Ich war zu langsam." Liz blickt nach drau�en und bemerkt, dass es zu schneien begonnen hat. Sie dr�ckt Ash seine Jacke in die Hand. "Wir m�ssen sie suchen. Sie hat ja nicht mal mehr eine Jacke an. Sie wird erfrieren", sagt sie total besorgt und gemeinsam machen sie sich auf die Suche. Sie suchen �berall, sogar bei der Bank, wo Liz und ich vorhin noch sa�en, doch nichts... Unterwegs fragen sie auch einige Passanten doch niemand kann ihnen helfen, was auch ziemlich schwer ist ohne Foto. Die beiden f�hlen sich, als h�tte sich die ganze Welt gegen sie verschworen und gehen schlie�lich zur�ck. Beide sind in sehr gro�er Sorge, besonders wegen der K�lte, die immer gr��er zu werden scheint. Alle, bis auf Jacob, sind in Ashleys und Eriks Suite versammelt und nun scheinen alle besorgt, auch Erik, der mittlerweile erfahren hat, dass ich bei ihnen untergekommen bin. Jedes Augenpaar ist auf Ash gerichtet, nur Dan blickt seine S��e an. "Nichts?", fragt er. Liz sch�ttelt den Kopf. "Hey komm her, du bist ja ganz durchgefroren", f�gt er an und sie verkriecht sich in seine Arme und dr�ckt sich fest an ihn, dabei erinnert sie sich an meine Worte von heute morgen: "Am meisten vermisse ich das Gef�hl von Geborgenheit, das Wissen, dass ich jemandem etwas wert bin." Liz schl�gt ein Hand vor ihren Mund und es entrinnt ihr ein "Oh, mein Gott", weil sie realisiert, dass genau das Gegenteil eingetreten ist. Eine erneute Tr�ne l�uft ihr �ber die Wange. Alle Augen sind jetzt auf sie gerichtet und Dan erkundigt sich sofort was los ist. Liz erz�hlt ihnen von den Worten und Ashley, der gerade die Klamotten, die ich mir heute morgen gekauft hat, aufeinander stapelt, fallen einige davon aus der Hand, als er das h�rt. Sogleich hebt er sie wieder auf, um sich nichts anmerken zu lassen, aber man sieht ganz deutlich, dass er fertig ist mit den Nerven. Er macht sich wahnsinnige Sorgen. "Vielleicht ist sie ja in dem Pub, vor dem ihr euch das erste mal begegnet seid. Wart ihr da schon?", bemerkt Erik. "Ja, nichts", antwortet Ash. Nach einer Weile, als alle Kleidungsst�cke ihren Platz gefunden haben, schaut er sich das rote Kleid an, dass jetzt auf einem B�gel an der T�r h�ngt. "Es ist so wundersch�n, genau wie sie", stellt Ashley laut fest. "Es ist ihr absolutes Traumkleid und sie war so gl�cklich es endlich besitzen zu k�nnen", kl�rt Liz ihn auf. Er blickt sie an und l�chelt, allerdings nur sehr schwach und lange wird er es nicht mehr zur�ckhalten k�nnen, seine Angst in Tr�nen zu zeigen. Pl�tzlich springt Liz auf. "Mann, ich wei� wo sie sein k�nnte. Wieso bin ich nicht gleich da drauf gekommen?!" Sofort ist Ashley wieder ganz klar und steht direkt vor ihr. "Wo, Liz? Wo?", fragt er hastig. "Kommt mit", sagt sie und sie, Ashley und Dan verlassen erneut das Hotel. Erik und Trevor bleiben vor Ort, falls ich doch auftauchen sollte, au�erdem hat sich Jake seit dem Vorfall auch nicht mehr blicken lassen. Sie versprechen sich noch, sich anzurufen, falls die anderen etwas neues wissen. Es hat zwar aufgeh�rt zu schneien, aber trotzdem ist es noch immer eisig kalt. Liz, Dan und Ashley rennen die Stra�en hinunter, ohne auf irgendwelche Leute zu achten. Auf der Br�cke, von der ich ihr erz�hlt habe, dass Nick & ich uns hier kennen lernten, machen sie Halt. "Hier haben sie und Nick sich kennen gelernt. Wenn sie hier nicht ist, dann wei� ich auch nicht", informiert sie die beiden. Sie blicken sich sofort um und besonders Ashley scheint nun ganz bei der Sache zu sein. "Sie ist aber nirgends", ruft er, als er sich die ganzen Leute, die auf der langen Br�cke stehen genau angesehen hat. "Wartet mal", erwidert Liz und blickt �ber das Gel�nder nach unten, wo im Sommer immer ein Gew�sser flie�t und jetzt Kies zu sehen ist, der mit etwas Schnee nun bedeckt ist. "Da", schreit sie und deutet auf etwas buntes, was aussieht wie ein St�ck von Liz� Oberteil, welches ich gerade an habe. An der Seite laufen sie die B�schung hinunter, Ashley voraus. Dort unten dauert es nicht mehr lange und sie haben mich entdeckt. Sie rennen auf mich zu. Ash f�hlt mein Gesicht und mein Oberk�rper. "Sie ist total kalt", meint er und zieht ohne lange zu �berlegen sein Jacke aus und mir an, obwohl er selbst nur ein d�nnes Shirt darunter tr�gt. Ich sp�re sie alle 3 ganz in meiner N�he, aber ich kann nichts sagen, weil mir so kalt ist wie noch nie. Eine Hand schiebt er unter meinen R�cken, die andere unter meine Kniekehlen und so nimmt er mich hoch. Der Aufstieg wird f�r ihn jetzt etwas schwieriger, aber er schafft es schlie�lich. Dort oben ruft Dan erstmal Erik an um ihm zu sagen, dass sie mich gefunden haben und erf�hrt auch gleich, dass Jake auch wieder aufgetaucht ist.

Wieder in der Suite packt Ashley mich gleich in einem dicken Pulli in sein Bett und legt noch 3 Decken dr�ber. "Das ist immer noch zu kalt. Kann vielleicht einer von euch unten an der Rezeption nach einer W�rmflasche fragen?", fragt er. "Bin schon weg", meint Trev. "Danke, ach und bringe bitte noch einen hei�en Tee mit", f�gt Ash hinzu bevor Trevor zur T�r raus ist. "Ash, du solltest dir auch noch etwas w�rmeres dr�ber ziehen, schlie�lich bist du jetzt den ganzen Weg zur�ck ohne Jacke gegangen", meint Dan. "Ach, mir fehlt nichts! Wenn sie es ein paar Stunden da drau�en ohne Jacke ausgehalten hat, dann wird mir die viertel Stunde schon kein Schaden zugef�gt haben. "Ash, es tut mir...", f�ngt Jake an, doch er wird unterbrochen. "Nein, jetzt nicht", erwidert Ashley darauf, aber er wei� dass es Jacob sicher leid tut mittlerweile, deshalb bel�sst er es auch nicht nur bei diesen Worten. "Entschuldige dich besser bei ihr, wenn sie wieder bei Bewu�tsein ist", f�gt er in einem netten Ton hinzu. Jake nickt. Da geht die T�r auf und Trev kommt mit Tee und W�rmflasche zur�ck und �bergibt beides Ashley. W�hrend er mir diese unter die Bettdecke legt und mir langsam den Tee einfl��t, entschuldigt sich Liz f�r die Ohrfeige. "Nein, die war in dem Augenblick wirklich gerechtfertigt. Ich habe mich total bl�d verhalten. Ihr hattet Recht, wir sind alle eine Familie", erkl�rt Jacob. Liz umarmt ihn f�r die letzten Worte. Das ist wieder der Jake, den sie kennt. "Hey, und wer knuddelt mich?", fragt Dan mit einem Schmollmund "Och mein B�rchen, komm her", meint Liz und legt ihre Arme nun um Dan. Der ist sofort wieder happy und l�chelt jetzt beruhigt. "Ach, sch�n dass alles wieder ok ist und jeder wieder wohlauf. Ich meine sie wird doch wieder, oder?", fragt Erik. "Ich denke schon, sie hat schon wieder etwas K�rpertemperatur erreicht", antwortet Ash sichtlich froh dar�ber. "Na ja, dann lassen wir euch jetzt mal alleine." Und schon verschwinden alle in ihren Zimmern.

~*~Bei Liz und Dan~*~

Er l�sst sich auf dem Bett nieder und Liz sich auf seinem Scho�, wo sie anf�ngt ihn innig zu k�ssen, was er nat�rlich sehr genie�t ;-) "Ich bin so froh, dass Trisha wieder da ist", meint sie danach. "Ich auch, besonders f�r Ashley. Du magst sie sehr, mmh?" "Ja, du etwa nicht?", fragt Liz ironisch. "Nat�rlich, aber du hast ja schon viel mehr Zeit mit ihr verbracht und kennst sie schon viel besser. Ich wei� nicht, irgendetwas scheint sie zu belasten", stellt Dan fest. Liz antwortet darauf erst mal gar nicht. "Du wei�t es, oder?", hakt er nach. "Ja, aber ich kann es dir nicht sagen. Das m�chte sie selber tun, wenn sie daf�r bereit ist." "Na ja, hoffentlich ist sie das bald, denn in 3 Tagen m�ssen wir ja wieder zur�ck." "Was meinst du, wird Ash sie fragen mitzukommen?", will Liz von Dan wissen. "M�glich", antwortet Dan. "Aber jetzt lass uns mal �ber uns sprechen." Daraufhin f�ngt Liz wieder an ihn zu k�ssen, denn bei den beiden sagt das deutlich mehr als Worte. Sie genie�en die N�he des anderen in vollen Z�gen, einfach ein total gutes Paar, das f�reinander bestimmt ist. Das ist eine Liebe, die wirklich Zukunft hat.

Durch die warme Fl�ssigkeit, die mich innerlich aufw�rmt und die W�rmflasche komme ich langsam wieder richtig zu mir. "Hey, du hast uns einen wahnsinns Schrecken eingejagt. Wir haben uns total Sorgen um dich gemacht", sagt Ash, als ich die Augen auf habe. "Wie habt ihr mich gefunden?", frage ich leise. "Liz ist der Gedanke gekommen, dass du dort sein k�nntest", antwortet er sanft. "Was hat sie euch denn gesagt?", frage ich jetzt mit etwas Panik. Sie wird ihnen doch nichts erz�hlt haben, oder? "Nur, dass Nick und du euch dort kennen gelernt habt." Jetzt bin ich ziemlich erleichtert. "Mach so etwas bitte nie wieder, ok?", bittet mich Ash. "Es tut mir leid, aber ich hatte einfach das Gef�hl, dass ihr mich hier nicht haben wollt", erwidere ich. "Trisha, wir m�gen dich alle, auch Jacob. Es tut ihm total leid, aber das wird er dir noch selber sagen. Ich glaube, ihn plagt ein richtig schlechtes Gewissen." "Wirklich?" Er nickt und smilt mich total s�ss an. "Komm her", meint er und umarmt mich ganz fest. "Jetzt habe ich auch noch den sch�nen Abend kaputt gemacht. Wir wollten doch weggehen", sage ich betr�bt. "Das macht doch nichts. Wir holen es einfach morgen Abend nach." Ash erz�hlt mir, das Erik wieder da ist und ich ihn dann gleich morgen kennen lerne und wir reden auch noch �ber viele andere Dinge, bis uns dann schon fast die Augen zufallen vor M�digkeit. "So, ich geh dann mal!" Ashley erhebt sich, aber ich greife nach seiner Hand. "Wo willst du denn jetzt heute Nacht schlafen?", frage ich. "Ich denke mal auf der Couch." "Aber du kannst doch auch hier schlafen. Platz ist genug und heute Nacht w�re ich ungern alleine", stelle ich fest. "Wenn du meinst, aber ich kann auch wirklich auf der..." "Keine Widerrede", ermahne ich ihn grinsend. "Ich verdanke dir heute wahrscheinlich mein Leben." Also zieht Ash sich aus und kriecht dann zu mir unter die Decke, 2 davon haben wir wieder runter genommen, weil es sonst �ber Nacht zu warm geworden w�re. Sobald er liegt rutsche ich zu ihm hin und schlie�e meine Augen, er legt einen Arm um mich. "Gut so?", fragt er. Ich nicke. Er gibt mir einen Kuss auf die Stirn und sagt noch "Gute Nacht, Trisha!", aber ich bin schon zu weit weg um noch richtig zu reagieren und so h�rt er nur ein "Mmh" von mir. In dieser Nacht werde ich das erste Mal seit langem mal nicht von diesem Alptraum heimgesucht.

Am n�chsten Morgen werde ich durch ein Geklirre geweckt. Als ich die Augen aufschlage, sehe ich einen Boy, der versucht ein Tablett auf unser Nachtk�stchen zu stellen, aber ein paar Probleme dabei hat, da dieses ziemlich voll ist. Es muss Erik sein, denn ihn habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, au�er vor dem Pub. "Oh, sorry! Ich wollte dich nicht wecken", meint er total lieb. "Das macht doch nichts. Du bist Erik, richtig?" "Ja, der bin ich. Sch�n dich endlich pers�nlich kennen zu lernen, Trisha." "Finde ich auch, Ash hat mir schon viel von dir erz�hlt", sage ich. "Na ja, dann hoffe ich mal nur gutes (ich l�chle). Wir haben uns echt wahnsinnige Sorgen gemacht, besonders Ash. Wir sind froh, dass du wieder gesund und munter bei uns bist." "Danke, ihr seid alle so lieb!!!" Jetzt richtet sich mein Blick auf das Tablett. "Ihr habt das Fr�hst�ck verpasst und damit ihr euch nichts hochkommen lassen braucht, habe ich euch etwas aufgehoben. Pers�nlicher Zimmerservice", grinst er. Daraufhin muss ich lachen. Ich bedanke mich noch bei ihm und nach einem "Bis sp�ter", dass von ihm kommt, verl�sst er die Suite. Erik ist echt total nett und super lustig. Ich drehe mich zu Ashley, der noch ganz friedlich schl�ft. Erst jetzt stelle ich noch mal fest, wie gut er eigentlich aussieht. Da ich nicht wei�, ob ich ihn wecken soll, fange ich erst mal ohne ihn an zu fr�hst�cken, wovon er aber schnell aufwacht. "Guten Morgen, Langschl�fer", begr��e ich ihn. "Guten Morgen!" Ashley streckt sich und wuschelt sich etwas durch die Haare. So s��!!! "Erik war schon da und hat uns Fr�hst�ck gebracht." "Dann hast du ihn ja schon kennen gelernt", stellt Ash fest. "Ja, allerdings", l�chle ich. "Was soll das jetzt hei�en?", hakt er nach. "Nichts, nur dass er total lieb ist, genauso wie ihr alle hier." "Ja, unseren Teddy hat bis jetzt jeder in sein Herz geschlossen." "Teddy? Das passt zu ihm!!!" Das passt wirklich zu ihm! Ashley & ich fr�hst�cken gem�tlich und nachdem wir nacheinander geduscht und uns angezogen haben, gehen wir zusammen nach unten. Vorher habe ich allerdings noch darauf bestanden, dass er das Geld, was gestern �brig geblieben ist, wieder zur�ck nimmt. Wir sehen die anderen schon von weitem in der Lobby sitzen (au�er Jacob) und als Liz mich entdeckt, springt sie auf und rennt auf mich zu. "Ich bin so froh, dass es dir wieder gut geht", meint sie, w�hrend wir uns umarmen. "Und ich bin euch so dankbar, dass ihr mich noch rechtzeitig gefunden habt", sage ich. "Sorry, wegen deinen Klamotten!" "Ach, vergiss die, du bist doch viel wichtiger!" Sie l�chelt mich total lieb an. Dann gehen wir zu den anderen, die mich auch gleich umarmen. "Hi Teddy", grinse ich, bevor Erik mich umarmt. "Lass mich raten, dass hast du von ihm?", fragt er und deutet mit einem Nicken zu Ashley. Ich nicke. "Angel, du bist f�llig! Pass auf, du bekommst heute noch deine Ladung Schnee ab", droht er ihm. "Das werden wir ja sehen", l�chelt Ash. Ich bin erst 3 Tage hier und schon jetzt k�nnte ich sie alle als meine Freunde bezeichnen. Sie sind einfach alle so lieb und dank ihnen kann ich wieder richtig lachen, so wie jetzt ;-) Ich bin so froh, Ashleys Angebot angenommen zu haben. Mittlerweile bin ich fest von der �berzeugung, dass Nick jetzt ein Engel ist und er mir Ashley & Co gesandt hat um mich zu tr�sten. Das werde ich ihm nie vergessen, genauso wenig wie ihn. Das mir so etwas auch mal passiert, h�tte ich nie gedacht! Vielleicht ist doch noch nicht alles in meinem Leben verloren. Als wir uns etwas unterhalten fl�stert mir Ashley etwas ins Ohr, was meine Laune allerdings etwas in Frage stellt. "Ich muss nachher noch mal mit dir reden." "Ok", antworte ich und versuche mir nichts anmerken zu lassen. Statt dessen durchstr�mt mich jetzt ein Berg von Fragen. Was will er mit mir besprechen? Ist es etwas schlimmes? Bestimmt, sonst h�tte er es mir bestimmt gleich vor allen gesagt. Am besten ich warte jetzt erst mal ab und ziehe keine voreiligen Entschl�sse. Mein Blick richtet sich auf das Liebespaar unter uns. Ich freue mich so f�r die beiden, die scheinen ihr Gl�ck echt gefunden zu haben. Pl�tzlich wird es ganz ruhig, als Jake heran tritt. "Trisha, kann ich dich kurz sprechen?", fragt er. Ich z�gere einen Moment. "Na, jetzt geh schon", fordert mich Ash leise auf, so dass nur ich es h�re. Also gehe ich mit ihm in ein ruhiges Eck. "Es tut mir so leid, dass ich so schlecht von dir gedacht habe. Ich wollte das nicht. Ich hatte an dem Abend davor noch einen riesen Streit mit meiner Freundin und habe meine Wut wahrscheinlich an dir ausgelassen. Das war nicht in Ordnung", erz�hlt er. "Ist schon ok! Ich wollte mich auch nicht so in eure Gesellschaft dr�ngen", meine ich. "Das hast du auch nicht. Ich bin froh, dass es dir wieder gut geht. Ashley h�tte mir das sonst nie verziehen." Ich grinse und wir umarmen uns kurz und gehen dann wieder zu den anderen, wo ich merke das Ashley nicht mehr da ist. "Wo ist denn Ash?", frage ich. "Der wollte noch irgendetwas besorgen, keine Ahnung was", erkl�rt Teddy ;-)

Als Ashley zur�ck kommt, findet er uns alle zusammen in der Suite von Trev und Jake, wo wir gerade eine Menge Spa� haben. Er nimmt mich bei der Hand und geht mit mir in "unser" Zimmer, ohne ein Wort zu sagen. Dort l�chelt er mich voll lieb an und �berreicht mir ein Geschenk. "F�r dich", sagt er. "Wirklich? Aber du musst mir doch nichts schenken, du tust doch eh schon so viel f�r mich." "Jetzt mach es doch erstmal auf", smilt er. Ich liebe Geschenke!!! Langsam �ffne ich das Papier und zum Vorschein kommt ein wundersch�ner silberner Bilderrahmen mit einer Rose in der oberen linken Ecke. "Ich dachte mir, f�r das Foto von Nick, dann ist es gesch�tzter." "Oh Gott Ashley, du bist so lieb", gestehe ich ihm und falle ihm um den Hals. Ich finde es einfach toll, dass er so viel Verst�ndnis daf�r hat, dass ich noch sehr an Nick h�nge. Jeder andere Typ h�tte mich schon l�ngst aufgegeben. Sofort krame ich das Foto raus und mache es rein. Es passt genau und sieht jetzt viel sch�ner aus. Noch einmal umarme ich ihn und dr�cke ihm sogar ein Bussi auf die Wange. Zusammen machen wir auf dem Nachtk�stchen Platz um es hinzustellen. "Ich muss dir aber noch etwas sagen", sagt er dann, greift nach meiner Hand und zusammen setzen wir uns aufs Bett. Ich schaue ihn erwartungsvoll an. Es scheint ihm wieder mal schwer zu fallen. "Unser Urlaub ist �bermorgen vorbei und ich muss dann wieder zur�ck nach Florida..." "Was???" "Ja, leider!" "Aber dann sehen wir uns ja vielleicht gar nicht mehr", bemerke ich total traurig. Wo soll ich denn dann wieder hin? Ich habe mich doch schon so an dieses Leben und besonders an diese Menschen gew�hnt und das alles soll jetzt wieder vorbei sein? "Ja also, eigentlich wollte ich dich fragen ob du mitkommst", erkl�rt er mir. Im ersten Augenblick denke ich sofort "ja", doch dann �berlege ich doch noch etwas. Ich habe seit meiner Geburt nichts anderes als New York gesehen, hier habe ich so viel erlebt, zwar zum Gro�teil nur schlechtes, aber trotzdem... Und was ist mit dem Lieblingsplatz von Nick und mir? Ok, auf Grund der Band werden wir sicher �fter in New York sein, und doch... "Gib mir einen Moment Zeit, ok?", bitte ich ihn. "Nat�rlich, aber wenn es um das Geld geht, dann mach dir darum bitte keine Sorgen..." Stimmt, daran habe ich ja noch gar nicht gedacht! Ein paar Minuten gehen mir s�mtliche Gedanken durch den Kopf, doch dann habe ich mich entschieden. "Ash, ich komme mit...", gebe ich bekannt. "Wirklich?", fragt er und springt auf. "Aber nur unter einer Bedingung", f�ge ich hinzu. "Und die w�re?" "Ich suche mir in Orlando dann einen Job und zahl dir zumindest das Geld von dem Flug zur�ck." "Ok", sagt er und grinst. Dann f�llt er mir um den Hals. Er scheint sich wirklich sehr zu freuen, dass ich ihn begleite. "Ich bin so happy! Wei�t du, ich habe dich n�mlich schon richtig lieb", gesteht er mir. �ber diese Worte freue ich mich so sehr, dass ich nur ein "Ich dich auch" heraus bekomme.

Am fr�hen Abend machen Liz und ich uns gemeinsam f�r das Essen fertig. Wir haben schon unsere Kleider an (Liz tr�gt ein wundersch�nes schwarzes, was ihr super steht) und uns gegenseitig bei unseren Frisuren geholfen. Das ist etwas, was ich schon immer recht gut konnte, Haare hochstecken. Jetzt verhilft mir Liz noch zu einem dezenten Make up, weil ich so etwas eigentlich noch so gut wie nie in der Hand hatte und mir deshalb etwas die �bung fehlt. W�hrend dem ganzen erz�hle ich ihr von Ashs Geschenk und seiner Frage, ob ich mit nach Florida komme. Sie freut sich auch wahnsinnig. "Du bist wundersch�n, Trisha", stellt Liz danach fest. "Ashley wird Augen machen." "Du aber auch! Pass auf dass Dan dich nicht jetzt gleich abschleppt." Wir m�ssen total lachen und nachdem ich mich bei meiner S��en eingehakt habe, gehen wir nach unten, wo wir in der Lobby auf die Jungs treffen werden. Ich freue mich total auf diesen Abend.

Unten treffen wir allerdings nur auf Jacob, Trevor und Dan, der seinem Schatz sofort ein Kompliment macht. Nach einem innigen Kuss der beiden, gesteht er mir das selbe, wobei sich Jake und Trev anschlie�en. Ich bedanke mich nat�rlich sogleich f�r diese Bemerkung :-) "Sind Ash und Erik noch nicht fertig?", frage ich anschlie�end. "Oh doch, und ich kann mir vorstellen, dass Ash mittlerweile auch mit den Nerven fertig ist", bemerkt Dan. Ich ziehe ein fragendes Gesicht. "Er und Erik sind schon drau�en und Erik verpasst ihm gerade seine angek�ndigte Schneeladung", f�gt er demnach hinzu. Das gibt�s nicht, das muss ich sehen!!! Alle zusammen eilen wir nach drau�en und auf der obersten Stufe bleibe ich stehen, um das Vorgehen genau zu beobachten. Erik versucht Ash gerade eine Ladung Schnee in den Nacken zu stopfen, doch dieser wehrt sich gekonnt und rennt von ihm davon. W�hrend er l�uft dreht er seinen Kopf nach ihm um und ruft "Du kriegst mich nicht!" Dann will er seinen Blick wieder nach vorne richten und ersp�ht dabei mich. Wie angewurzelt bleibt er stehen und ich kann mir nicht denken warum. Seine Augen sind auf mir fixiert und so achtet er gar nicht mehr auf Erik und dessen Schneeball, der ihn jetzt an der linken Schl�fe trifft. Ich kann nicht anders und stimme in Eriks lautes Lachen mit ein, wie die anderen auch. Es sah einfach zu komisch aus, wie Ashley so unerwartet den Schnee abbekommt und dadurch auch noch leicht erschrickt. "W�tend" �ber Eriks Gelache greift er ebenfalls nach etwas Schnee und trifft Erik prompt, der wiederum von seinem Lachen abgelenkt war. Jetzt ist es Ashley der lacht und auch hier stimmen wir mit ein. "Ok Teddy, jetzt sind wir quitt", ruft er und l�uft jetzt auf mich zu, dicht gefolgt von Erik. "Na ihr Beiden (damit meint er Liz und mich)", meint Ash, als er bei uns ankommt. Er geht ganz nah an mich heran und streift mir eine Haarstr�hne aus dem Gesicht. "Du bist wunder wundersch�n, Trisha", gesteht er mir und dr�ckt mir danach einen Kuss auf die Wange, der sich wahnsinnig gut anf�hlt. Ich wei� nicht, was ich auf dieses Kompliment sagen soll und bringe nur ein sch�chternes "Danke" heraus. Dann hake ich mich bei ihm ein, Liz sich bei Dan und los geht es, die Treppen herunter und dann in die linke Richtung. Wir haben beschlossen zu Fu� zu gehen. "Ist doch viel besser, dass wir erst heute gehen. Jetzt sind wir wenigstens komplett", meint Ash unterwegs und wir stimmen ihm alle zu. Schlie�lich kommen wir an einem echt teuren Restaurant an. "Geben die Jungs immer so viel Geld aus?", frage ich Liz leise, die neben mir geht. "Bei denen gibt es keine billigeren Restaurants, wenn die fein essen gehen wollen", fl�stert sie l�chelnd zur�ck. Ok, habe schon verstanden. "Brauchst aber kein schlechtes Gewissen haben, bei denen wirst du es nie schaffen dich durchzusetzen selber zu zahlen, ich versuche es schon seit ich sie kenne", f�gt sie noch grinsend hinzu. Im Inneren nimmt mir Ashley Gentlemanlike die Jacke ab und r�ckt mir an einem runden Tisch den Stuhl zurecht, Dan ebenso bei Liz, die rechts neben mir sitzt. Neben ihr nat�rlich Dan, dann Trevor, Jacob, Erik und Ashley sitzt mir zu meiner Linken. Nach dem 3. Gang greift Ashley unter dem Tisch nach meiner Hand und l�chelt mich voll lieb an, was ich selbstverst�ndlich erwidere. "Jungs, ich m�chte es jetzt offiziell machen. Trisha kommt mit nach Florida", gibt er bekannt, ohne sein Gesicht von dem meinem abzuwenden. Alle scheinen sich sehr dar�ber zu freuen. W�hrend dem Abend unterhalte ich mich auch mal einzeln mit ihnen, wobei wir uns alle noch besser kennen lernen. Nat�rlich habe ich mich auch etwas umgeschaut, wobei ich eine B�hne entdeckte, denn ich war wirklich noch nie in einer so vornehmen Gastronomie und Liz und ich haben auch schon einen Abstecher auf die Toilette gemacht. Ja, es stimmt, dass M�dels nie alleine aufs Klo gehen k�nnen ;-) Sie hat mitbekommen wie Ashley nach meiner Hand gegriffen hat und eine Bemerkung dazu gemacht, von der ich nicht was, was ich von ihr halten soll: "Ich glaube Ash ist drauf und dran sich in dich zu verlieben. Ihr kennt euch noch nicht so lange und deshalb ist es eigentlich nicht normal so etwas nach so kurzer Zeit festzustellen, aber mir ist aufgefallen, dass er in deiner N�he so sanft und vertr�umt wirkt. Du scheinst ihn zu verzaubern. Nach Shelli, seiner Ex-Freundin, hat er kein Girl mehr angeschaut - bis jetzt". Einerseits f�hle ich mich nat�rlich geschmeichelt, andererseits bin ich gar nicht bereit f�r eine neue Beziehung, dazu ist mir Nick noch zu nah. Ich w�sste nicht, wie ich jetzt reagieren w�rde, wenn er mir seine Liebe gestehen w�rde. Aber wenn ich recht dar�ber nachdenke, hat er sicher auch nicht vor, dies demn�chst zu machen (wenn er �berhaupt in mich verliebt ist), denn er hat mir nun schon so oft gezeigt, dass er versteht, dass ich noch an Nick h�nge und nicht bereit bin f�r alles was �ber enge Freundschaft hinaus geht, zur Zeit zumindest noch nicht. Als wir mit dem Essen fertig sind und nur noch etwas gem�tlich zusammen sitzen, tritt ein Mann auf die B�hne, der der Besitzer des Restaurants zu sein scheint. "Heute Abend ist ein besonderer Abend, nicht nur, weil das Haus voll ist, sondern auch weil ich heute 5 ganz besondere G�ste unter uns begr��en m�chte. Wie ich so eben erfahren habe, befindet sich die zur Zeit ber�hmteste Band O-Town unter uns und ich freue mich sehr sie in meinem Restaurant willkommen zu hie�en." Alles dreht sich pl�tzlich nach uns um und da ich so etwas noch nie miterlebt habe, bin ich jetzt richtig gespannt, was weiter geschehen wird. "Das man nicht mal in einem so vornehmen Schuppen f�r normal gehalten wird", bemerkt Ashley leise. Diese Aussage l�sst ganz deutlich darauf schlie�en, dass er mit seiner Ber�hmtheit keineswegs vor mir angeben m�chte, was mich sehr freut. Das zeigt wieder seinen guten Charakter. "Es w�re mir eine gro�e Freude, Sie auf meine B�hne zu bitten und uns mit einem Song zu erfreuen", spricht der Besitzer weiter. "Ach ja bitte, ich habe doch noch gar nichts von euch geh�rt", sage ich. Ashley, aber auch der Rest, scheint nicht so sehr erfreut, weil sie einfach einen ganz normalen Abend verbringen wollten. "F�r mich", l�chle ich Ash an. Schlie�lich erheben sie sich und gehen auf die B�hne. Erik greift nach dem Mikro und bedankt sich bei dem Besitzer f�r diese nette Begr��ung und k�ndigt den Song "Suddenly" an. Ashley und Dan diskutieren noch irgendwie, wobei sich Dan schlie�lich durchgesetzt zu haben scheint, denn jetzt gibt er durch sein Mikro bekannt, dass dieser Song von Bandmember Ashley geschrieben wurde. Jetzt bin ich gleich doppelt gespannt, als auch schon die ersten Kl�nge des Songs ert�nen. Sogleich beginnt Ash mit der ersten Strophe, dann Jacob usw. immer wenn Ashleys Stimme zu h�ren ist, blickt er mich eindringlich an. Ich bin total fasziniert, weil sie wirklich super gut und sch�n singen k�nnen. Der Song ist einfach toll und es macht mich irgendwie stolz, dass er von Ashley stammt. Zum Schluss erhalten sie einen gro�en Applaus und nachdem sie sich auch f�r diesen bedankt haben kommen sie wieder an unseren Tisch. "Das war echt wundersch�n", stelle ich fest und l�chle Ash an. "Was habt ihr beiden dann da noch auf der B�hne diskutiert?", fragt Liz nach einer Weile. "Ash wollte perdu nicht, dass bekannt wird, dass der Song von ihm stammt, aber ich finde das geh�rt dazu", meint Dan. "Das finde ich auch", sage ich.

Als wir sp�ter wieder im Hotel und auf unserem Zimmer sind und Erik bereits hinter seiner T�r verschwunden ist, greife ich nach Ashs Hand und mache ihm so deutlich, dass er sich neben mich aufs Bett setzen soll. "Ich wollte dir nur noch einmal sagen, dass mich dein Song total fasziniert hat. Er ist wirklich wundersch�n und du hast eine einzigartige Stimme. Der Abend heute war so sch�n, wie schon lange davor keiner mehr. Ashley, ich m�chte mich bei dir bedanken, dass du meinem Leben wieder Gl�ck schenkst und deshalb m�chte ich, dass du die bekommst." Ich nehme eine silberne Kette von meinem Hals und dr�cke sie in seine Hand. "Ich habe sie seit der Geburt und mir geschworen, sie einmal einem ganz besonderem Menschen in meinem Leben zu schenken. Sie hat mir bis jetzt immer Hoffnung verliehen. Ich hatte sie einmal Nick geschenkt, aber jetzt, wo er nicht mehr bei mir ist, m�chte ich das du sie bei dir tr�gst." Erst nach einigen Sekunden Stille �u�ert sich Ash. "Ich wei� nicht was ich sagen soll. Es freut mich wahnsinnig, dass ich dich zum l�cheln bringen kann. Ich wollte dir einfach nur helfen und habe mittlerweile gemerkt was f�r ein toller Mensch du eigentlich bist. Trotzdem wei� ich nicht, ob es mir wirklich zusteht, etwas so wertvolles von dir zu besitzen, auch wenn ich dich ganz furchtbar gern habe." "Siehst du, und ich dich auch und deshalb m�chte ich das du sie beh�ltst." Ich gebe ihm ein Bussi auf die Wange und wir umarmen uns ganz fest, dabei fl�stere ich ganz leise die Worte "Danke, Nick!"

Heute werde ich mal ganz ungew�hnlich geweckt, durch Gitarrenkl�nge. Langsam �ffne ich meine Augen und sehe Ash mit dem R�cken zu mir auf dem Bett sitzen, mit einer Gitarre in der Hand. "Du spielst Gitarre?", frage ich begeistert. "Oh, tut mir leid, ich wollte dich nicht wecken. Ja, ich spiele schon seit ich ein Kind war. Mein Vater hat es mir damals beigebracht." "Mich fasziniert dieses Instrument total und ich wollte es schon immer mal lernen. Leider fehlte uns immer das Geld dazu...", erz�hle ich traurig. Er streicht mir mit seiner Hand die Wange entlang. "Wenn du willst bringe ich es dir bei", grinst er. "Das musst du nicht. Ich mein, wenn du mal Zeit f�r dich hast, hast du bestimmt was besseres zu tun." "Nein, glaub mir, ich kann mir nichts sch�neres vorstellen f�r meine Freizeit." "Wirklich?", hake ich nach. "Hey, ich liebe Musik und finde es mehr als toll, wenn ich das mit einem anderen Menschen teilen kann." "Ash, du bist ein Schatz! DANKE!", l�chle ich.

3 Tage sp�ter befinden wir uns schon in Orlando. Der Flug war einfach toll, es war ja mein erster. Ich habe mir Florida nie SO sch�n vorgestellt und mit dem Haus der Jungs ist es noch viel sch�ner ;-) Als ich das erste mal davor stand starrte ich es glatt mit offenem Mund an. Liz hat mir daraufhin berichtet, dass es ihr damals genauso ging. Sie hat mich auch dar�ber informiert, dass Ashley sich immer noch in seinem eigenen Heim verl�uft. Daraufhin musste ich so laut lachen, dass sofort alle wissen wollten, was so lustig sei. Ich habe nicht darauf reagiert, auch nicht als Ash in seinem Zimmer oben noch einmal nachfragte. Bevor wir New York verlie�en war ich noch mal bei Nicks und meinem Lieblingsplatz. Dort verabschiedete ich mich von all unseren sch�nen Erinnerungen, die ich zwar mitnahm, aber trotzdem nicht mehr die selben sein w�rden. Es war f�r mich so, als w�rde ich wieder ein ganz neues Leben beginnen. Ash war mitgegangen, wartete aber ein St�ck weit entfernt. Jetzt sind wir gerade mit den Jungs auf dem Weg zum ersten Gesangs- und Tanztraining nach dem Urlaub. Nachdem sie eine Weile bei neuen Choreographien geschwitzt haben g�nnt ihnen das Team eine Pause. In dieser schnappen sich Jacob und Ashley jedoch ihre Gitarren, um mit einem Gitarrist ihrer Band "Love should be a crime" mal wieder aufzufrischen, da schon recht bald wieder eine Show ansteht. Auf die freue ich mich sehr, dann sehe ich sie das erste mal richtig LIVE und in voller L�nge. Ihre Songs kenne ich zum Gro�teil mittlerweile auswendig, weil ich in den letzten Tagen ihre Alben rauf und runter geh�rt habe und jedes mal von neuem begeistert bin. Ash ging das irgendwann tierisch auf den Geist, aber das kratzte mich wenig, weil ich wusste, dass er mir nicht ernsthaft sauer war ;-)

Jetzt h�re ich ihn zum ersten mal ohne Hintergrundmusik singen und wei� nicht was ich sagen soll. Seine Stimme ist der Wahnsinn, einfach ein Traum. Ich k�nnte ihm stundenlang zu h�ren und ihm beim spielen zusehen. Als es dann mit ihrem Training weiter geht, beschlie�en Liz und ich mal die Stadt etwas unsicher zu machen. Gro� shoppen ist bei mir nicht angesagt, aber auch Liz� Geldbeutel spielt da im Moment nicht mit, aber nur Schaufenster gucken ist auch mal ganz lustig. Nebenbei springe ich noch hier und da in eine Gastwirtschaft und bem�he mich nach einem Job als Kellnerin. Zuerst habe ich ziemliches Pech, denn kellnern scheint ein beliebter Nebenberuf zu sein, doch dann gerate ich in einen Schuppen in dem bald eine Stelle frei wird. "Sie haben Gl�ck, eine Angestellte von uns m�chte in 2 Wochen f�r ein Jahr ins Ausland gehen und dann wird hier etwas frei. Also wenn Sie m�chten bekommen Sie den Job, dann ersparen Sie mir gleich die Suche nach einer Nachfolgerin", bemerkt der Besitzer. Er ist mir total sympathisch und auch deshalb sage ich sofort zu. Schlie�lich machen wir uns auf den R�ckweg. Wir gehen aber nicht wieder ins Studio, sondern direkt nach Hause, weil die Jungs mittlerweile eh schon fertig sein m�ssten.

Und das sind sie auch im wahrsten Sinne des Wortes. V�llig geschafft h�ngen sie mit hochgelegten Beinen zwischen einigen Pizzakartons auf Couch und Sessel. "Hey, sagt blo� ihr habt uns nichts aufgehoben?", frage ich und springe mit voller Wucht auf Ashs Scho�, dem durch den Schwung fast das Pizzast�ck aus dem Mund fliegt, auf dem er bis grade noch gen�sslich herum kaute, gefolgt von einem Hustenanfall. Lachend klopfe ich ihm erstmal auf den R�cken, bis er sich wieder gefangen hat. Dann reicht uns Dan 2 Pizzen. "Na toll, die sind ja kalt", beschwert sich Liz und ich kann ihr nur zustimmen. Dan zuckt mit den Schultern und mampft dann einfach weiter. "Ich sehe schon, wir Frauen m�ssen die Sache mal wieder selber in die Hand nehmen", stellt Liz in sarkastischem Ton fest. "Kein Funken Gastfreundschaft in diesem Haus", pflichte ich ihr genauso bei. Und so wenden wir den Jungs den R�cken zu und marschieren nebeneinander gespielt beleidigt und mit erhobenem Kopf Richtung K�che um unser Essen noch mal kurz in den Ofen zu schieben. In der K�che m�ssen wir erstmal grinsen. Es ist einfach zu lustig die Jungs zu verarschen und die Beleidigten zu spielen. Wir beide halten immer zusammen, wenn du Boys uns mal wieder �rgern wollen. "Frauenpower" halt. In den letzten Tagen sind Liz und ich uns noch n�her gekommen (nicht so, wie ihr denkt). Wir haben 1000de von Gemeinsamkeiten an uns feststellen k�nnen, auch wenn es noch so kleine Dinge sind. Sie ist die beste Freundin, die ich bis jetzt hatte! Als die Pizzen schlie�lich warm genug sind setzen wir uns nicht zu den Jungs, sondern an den runden Tisch, der direkt an die K�che grenzt, um weiter zu schmollen. Dieses Spiel spielen wir immer bis einer der Guys angekrochen kommt. Es macht einfach zu viel Spa�. Meistens ist es unser Teddy, der angerannt kommt, weil er es einfach nicht mehr aush�lt. Er kann dann so s�� sein, dass er seinem Spitznamen alle Ehre macht. Aber heute scheint es keinen wirklich zu interessieren. Als sich selbst nach einer � Stunde nichts bei ihnen ger�hrt hat und sie auch noch so tun als seien wir Luft f�r sie beschlie�en wir drau�en auf der Veranda weiter zu schmollen. "Sie scheinen heute echt m�de zu sein, sonst dauert es doch keine 2 Minuten bis der erste sich entschuldigen kommt. Vielleicht sollten wir es heute nicht so "ernst" sehen, wie sonst. Sie haben schlie�lich einen harten Tag hinter sich", meine ich l�chelnd. "Ok, dass sie dieses mal nicht zu einer Entschuldigung gegriffen haben, sehe ich ja noch ein, doch das sie uns wie Luft behandeln, finde ich geht schon etwas zu weit, selbst Dan..." "Da hast du auch wieder Recht." "Na warte, der ist heute f�llig", grinst sie und ich wei� genau was sie vor hat. "Sei aber nicht zu grob", lache ich. Sie stimmt mit ein und so merken wir erst gar nicht, dass sich 3 K�pfe �bereinander aus einem Spalt der Haust�r zw�ngen. Es sind Erik, Trevor und Jacob. "Was ist denn so lustig?", fragt Trev. Jetzt m�ssen wir noch mehr lachen und weil wir uns gar nicht mehr einkriegen, k�nnen sich die 3 auch nicht mehr lange zur�ck halten, obwohl sie immer noch nicht wissen um was es geht. Irgendwann haben wir uns wieder beruhigt und k�nnen wieder nach Luft schnappen. "Sorry wegen vorhin", gesteht uns Jake. "Ach, ist schon vergessen", meine ich. "Wir wollten euch noch "Gute Nacht" w�nschen, weil wir uns jetzt hinlegen, m�ssen morgen wieder fr�h raus", erkl�rt uns Erik. "Na dann "Gute Nacht", w�nschen wir ihnen und schon sind sie verschwunden.

~*~W�hrenddessen im Wohnzimmer~*~

"Diesmal haben wir sie aber ganz sch�n zappeln lassen, nicht?", grinst Dan. Ash jedoch nickt nur. "Ash, was ist los?", fragt er daraufhin. "Nichts! Was soll denn los sein?", antwortet er in einem recht w�tenden Ton, weil er sich angegriffen f�hlt. Er steht auf, blickt nach drau�en in den Garten und dreht Dan somit den R�cken zu. "Es geht um SIE, oder?" Ashley antwortet nicht. "Komm, wie lange sind wir jetzt schon befreundet? Du kannst mir nichts vormachen", redet er weiter auf ihn ein. "Ja, du hast ja Recht, es geht um Trisha", gibt er schlie�lich zu. "Ich komme irgendwie nicht damit klar nur ein Freund f�r sie zu sein!" "Hast du dich in sie verliebt?", hakt Dan nach. "NEIN!! Wie kommst du denn darauf?", will er sich sogleich hastig aus der Aff�re ziehen, w�hrend er sich wieder aufs Sofa setzt. Dan blickt ihn mit einem fraglichem Blick an. "Ja! Ja, ich glaube ich habe mich in sie verliebt", gibt er darauf hin zu. "Ich mein, schau sie dir an, wenn sie l�chelt, wenn sie ihren Kopf dreht und ihre wundersch�nen langen Haare dabei mitfliegen...", schw�rmt er, wobei sich einige Bilder in seinem Kopf abspielen "Wo ist dann das Problem? Du machst doch sonst auch immer den ersten Schritt." "Wo das Problem ist? Sie ist das Problem!" "Wie meinst du jetzt das?", will Dan wissen. "Hey, ist das nicht offensichtlich? Sie hat doch gerade erst ihre gro�e Liebe verloren. Meinst du wirklich, sie w�rde jetzt einen Freudensprung machen, wenn ich gerade jetzt mit meinen Gef�hlen kommen w�rde?" "Na ja, unter den gegeben Umst�nden vielleicht wirklich nicht", muss sich Dan eingestehen. "Siehst du! Was sie im Moment braucht sind Freunde, nicht weniger, aber leider auch nicht mehr!" Dan tut sein bester Freund jetzt richtig leid und er will ihm gerade den Tip geben, einfach noch etwas zu warten, da ich sicher auch irgendwann mal wieder f�r eine neue Beziehung bereit w�re, doch sie m�ssen ihr Gespr�ch sogleich beenden, da Liz und ich wieder rein kommen. Uns wurde es drau�en zu kalt. "So, und du kommst jetzt mal mit", meint Liz eindringlich, schnappt sich Dans Hand und zieht ihn mit nach oben in sein Zimmer. Ich grinse sie noch mal kurz an, ehe sie verschwindet und Ash und ich somit alleine sind. Das passt ihm gerade jetzt �berhaupt nicht, was ich jedoch nicht merke. "Die beiden sind schon ein s��es Paar", stelle ich fest, bekomme von ihm allerdings nur ein "Mmh" zu h�ren. "Ist irgendetwas?", frage ich. "Nein, nichts! Lass uns auch mal ins Bett gehen, ich bin echt m�de", sagt er schnell um so um ein l�ngeres Gespr�ch mit mir herum zu kommen. In Wahrheit wird er jetzt gar nicht schlafen k�nnen, denn s�mtliche Gedanken in seinem Kopf werden sicher die ganze Nacht daf�r sorgen, dass er kein Auge zu bekommt.

In den n�chsten Wochen habe ich hin und wieder das Gef�hl, dass mir Ashley ab und zu ausweicht. Er hat zwar nicht besonders viel Zeit, aber wenn er dann mal frei hat macht er auch nicht mehr den Vorschlag mit mir irgendetwas zu unternehmen. Es ist jetzt nicht so, dass er sich komplett von mir abgewendet hat. Erst gestern hat er mir noch mal gesagt, wie gl�cklich er dar�ber sei, dass er mich kennen gelernt hat und er hat mich auch wieder angeboten immer f�r mich da zu sein, wenn ich mal reden will. Aber heute passiert etwas total seltsames, was ich von ihm vorher noch nicht kannte: Die Jungs haben bis sp�t in die Nacht noch Proben, da morgen ihre erste Show nach dem Urlaub sein w�rde. Liz und ich beschlie�en einen gem�tlichen Fernsehabend zu machen und suchen uns alle m�glichen Filme aus. In den letzten 2 Wochen haben wir viel mehr miteinander unternommen als zuvor, da die Boys ja recht wenig Zeit hatten. Wir sind mittlerweile mehr als die dicksten Freunde, n�mlich Soulsisters. Diese Bezeichnung hat Liz in die Welt gesetzt und sie besiegelt unsere Seelenverwandtschaft. Es ist einfach unfassbar wie viel wir gemeinsam haben und wir sind auch schon �fter zusammen gesessen und haben ernsthaft �berlegt, ob wir nicht wirklich miteinander verwandt sein k�nnten. Irgendwann fallen meiner S��en dann beinahe die Augen zu und wir gehen ins Bett, weil ich keine Lust habe alleine weiter zu schauen. Ich bin noch nicht so m�de und setze mich in Ashs Bett um noch etwas zu lesen. Es ist schon nach 12 p.m. als die Guys endlich nach Hause kommen. Ashley kommt geschafft ins Zimmer. "Du bist noch wach?", frage er mich. Ich nicke grinsend. "Ich hab auf dich gewartet", antworte ich. "Ich bin total m�de! Gute Nacht, Maus!", meint er, nach dem er sich ausgezogen hat, legt sich ins Bett (mit dem R�cken zu mir) und ist kurz darauf eingeschlafen. Das ist das erste Mal, dass er mir kein Bussi auf die Wange dr�ckt, als Begr��ung, es ist das erste mal, dass er mir kein L�cheln schenkt bevor er einschl�ft, das aller erste Mal seit wir uns kennen. Ich bin entt�uscht und beschlie�e jetzt mal die anderen Jungs zu fragen, was mit ihm los ist.

Das mache ich auch gleich am n�chsten Tag, jedoch komme ich damit auch nicht weiter. Erik, Trev und Jake meinen, dass er vor ihnen so sei wie immer und bei Dan habe ich irgendwie das Gef�hl, dass er mir f�rmlich einreden m�chte, dass mit Ashley alles ok sei und das es nur am Stress liege. Mehr bekomme ich von ihm nicht heraus und doch vermute ich, dass er mehr wei� als er zugibt. Dann rede ich halt einfach mal mit meiner S��en, vielleicht erf�hrt sie ja mehr, die beiden h�ngen schlie�lich st�ndig zusammen. Um 2 p.m. machen wir uns dann auf den Weg zur Konzerthalle. Na ja, Konzerthalle eher nicht, denn es ist ein Open-Air-Konzert und so etwas wollte ich erst recht schon mal miterleben. Da herrscht noch eine viel bessere Stimmung, besonders dann, wenn es erstmal dunkel wird. Ach, ich freu mich ;-) Das sage ich auch Ash und der l�chelt mich darauf wieder richtig sweet an. Irgendwie werde ich aus dem nicht mehr schlau! W�hrend die Jungs Soundcheck machen schauen Liz und ich uns etwas um, um uns nicht die Spannung vor dem Abend zu nehmen. Ich finde es total interessant mal Backstage zu sein und h�tte nie gedacht, wie viel Platz hinter der B�hne noch vorhanden ist.

Um 8 p.m. geht es dann endlich los. Ich glaube ich bin mindestens so nerv�s wie die Guys jetzt, wenn nicht noch mehr. Mein erstes Konzert und das geben auch noch meine besten Freunde und ich kann es mir mit meiner Sis anschauen. Kann ein Tag noch sch�ner als dieser in meinem Leben werden? Zahlreiche Kuscheltiere fliegen auf die B�hne. Liz und ich d�rfen das Konzert aus dem Fotograben mitverfolgen und w�hrend sie gerade "All or nothing" singen drehe ich mich mal zur Masse um. Oh mein Gott, so viele Leute auf einem Haufen habe ich wirklich noch nie erlebt. Ich sehe s�mtliche Plakate mit Liebeserkl�rungen an die Jungs, besonders interessieren mich die an Ash: Ashley, ya my angel!!! oder Ash, I love you 4-ever!!! Aber eins haut mich schon ziemlich um: Ashley, I want a child from you!! "Mausi, schau dir mal das an! Das ist doch mal ein richtig cooler Text", meine ich und deute auf eines der Plakate: If you call loving you is a crime then look us up!!! "Ich glaube darauf sind sie durch "Love should be a crime" gekommen", grinst sie. Ich bin restlos begeistert von dem Konzert und richtig stolz auf ihre Leistung. Erst danach erfahren wir, dass das Konzert restlos ausverkauft war und deshalb beschlie�en wir noch etwas feiern zu gehen. Zum Gl�ck ist der Band der n�chste Tag zum ausspannen gestattet worden und so wird es richtig sp�t.

W�hrend diesen Stunden suche ich immer wieder Ashs N�he, indem ich mich an ihn lehne und er legt daraufhin seinen Arm um mich. Mittlerweile bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob mir das nicht wirklich nur eingebildet habe, dass er mir ausweicht. Meine Gedanken spielen in der letzten Zeit ziemlich verr�ckt und ich wei� nicht woran das liegt.

Als Ashley am n�chsten Tag pl�tzlich mit seiner Gitarre auf mich zu kommt und mir anbietet mir die ersten Griffe zu zeigen, bin ich mir so ziemlich sicher, dass ich Unrecht habe und er wirklich immer noch der Alte ist. Wir setzen uns im Wohnzimmer auf 2 St�hle gegen�ber und Ash zeigt mir den Akkord A. Danach �berreicht er mir die Gitarre und ich versuche es nach zu spielen, was allerdings nicht so ganz klappt. "Nein, du hast die falsche Fingerhaltung. Lass deine Hand einfach mal ganz locker", erkl�rt er mir l�chelnd. Als es auch danach noch nicht klappt, macht er mir den Vorschlag, dass ich mich mal mit dem R�cken vor ihn setze und er mir so von hinten die Finger richtig anlegen kann. "Schau so, und jetzt mit der rechten Hand langsam die Saiten abw�rts bewegen, alle au�er die erste!" Diesmal klingt es echt total gut, aber auch nur, weil Ash seine linke Hand �ber meine linken Finger gelegt hat und sie nun die richtige Position haben. "Na also, ist doch gar nicht so schwer", meint er. Ich drehe meinen Kopf zu ihm und sehe ihm in die Augen. Sie faszinieren mich jedes mal aufs neue, er fasziniert mich. Ich wei� nicht was mit mir los ist. Irgendwie f�hle ich mich in dem Augenblick noch n�her zu ihm hingezogen als sonst. Er zieht mich an wie ein Magnet und unser Gesichter kommen sich langsam n�her. Unsere Lippen ber�hren sich schon fast als... "Ash?", schreit Erik durch das Haus. "Was ist denn?", fragt er genervt nach einem kurzen fluchendem Moment. "Kommst du mal eben?" "Jaaaaaa!", antwortet er mies gelaunt. "Tut mir leid, bin gleich wieder da", sagt er zu mir, jedoch freundlich und verl�sst sogleich das Wohnzimmer. Diesen Augenblick nutze ich um wieder zu mir selbst zu finden. Was war das f�r eine Spannung vorhin zwischen uns? Ist da etwa doch mehr als Freundschaft? Eins wei� ich, ich empfinde auf jeden Fall irgendetwas besonderes f�r ihn, nur was?

~*~Derweil bei Dan & Liz~*~

Die beiden liegen noch im Bett und kuscheln etwas. "Schatz, ich geh mal eben ins Bad, ok?", sagt sie und springt auf. "Ok, aber beeile dich!" Sie gibt ihm noch mal einen Kuss und verl�sst dann das Zimmer. In dem Augenblick bekommt sie eine SMS und Dan liest sie ohne Hintergedanken: Hi S��e! Es tut mir so leid, aber ich komme einfach nicht �ber dich hinweg! Du liebst mich doch auch noch, oder? Bitte antworte mir doch endlich mal, ich brauch dich! Pete

Dan wei� im ersten Augenblick nicht was er davon halten soll, doch dann steigt nur noch Wut in ihm auf und seine Eifersucht, die er f�r Liz versucht hat abzustellen, ist wieder da. Diese kommt gerade zur�ck in das Zimmer und will sich wieder an ihn kuscheln, doch Dan wendet sich von ihr ab. "Was ist denn los, mein Schatz?", fragt sie. "Das fragst du noch? Wie lange geht das denn schon mit deinem Ex? Wie lange schreibt ihr euch wieder?", fragt er sie w�tend. "Was meinst du? Ich schreibe mit �berhaupt keinem Ex-Freund", gesteht sie ihm. "Ach nein?", hakt Dan ironisch nach und schmei�t ihr ihr Handy hin. Liz liest die SMS, die noch ge�ffnet ist und ist fassungslos. "Du spionierst mir nach? Ich glaube es einfach nicht!" Liz ist mehr als entt�uscht. "Jetzt versuch dich doch nicht auf die Tour raus zu reden. Du hast mir immer noch nicht meine Frage beantwortet!" "Was soll das, Dan? Ich liebe dich, das m�sstest du doch mittlerweile bemerkt haben", meint sie den Tr�nen nahe. "Ich will eine Antwort! Wie lange geht das schon?", fragt er jetzt noch eindringlicher und schon etwas lauter. "Ich schreibe ihm �berhaupt nicht! Ich habe bis jetzt nicht auf eine seiner SMS geantwortet", sagt sie mit der Hoffnung, dass er ihr glaubt. "Und das soll ich dir glauben? Sag doch gleich, dass du nur hinter meinem Geld her warst, so wie meine letzte Freundin auch", schreit er jetzt. "Das stimmt nicht und das wei�t du genau", weint Liz. "Ach ja, und warum hast du mir dann nie etwas davon erz�hlt, dass er wieder versucht bei dir zu landen?" "Weil ich genau wusste, wie du reagiert h�ttest mit deiner krankhaften Eifersucht, die du ihm �brigen jetzt wieder zur�ck gewonnen hast. Dein Ruhm scheint dir mittlerweile zu Kopf zu steigen, sonst w�rdest du dich sicher nicht so auff�hren", schreit nun auch Liz, allerdings noch immer unter Tr�nen. "Eigentlich dachte ich, du w�rst anders, aber ich h�tte mir denken k�nnen, dass auch du mich nur ausnutzen willst und das hasse ich �ber alles, aber das du dich nebenbei auch noch mit deinem Ex triffst, dass ist das aller schlimmste", so wieder Dan. "Aber Dan, das ist doch gar nicht wahr! Bitte glaub mir doch!", fleht sie. "Dir noch glauben?", fragt er ironisch. "Merkst du eigentlich wie weh du mir damit gerade tust? Du m�sstest dich mal h�ren! Wenn du schon kein Vertrauen in mir und in unserer Beziehung hast und du deshalb schon meine SMS lesen musst, dann lies sie wenigstens genau, dann w��test du n�mlich, dass ich nicht l�ge, oder warum schreibt er sonst, dass ich ihm endlich MAL antworten soll?" Jetzt hat Liz das Gef�hl, dass ihr Dan gar nicht mehr zuh�rt. "Mit deiner unbegr�ndet Eifersucht machst du unsere Beziehung noch kaputt und damit auch mich, aber das scheint dir ja egal zu sein, wie dir auch unser Liebe egal ist", schreit sie. "Ist ja sch�n, dass du das auch so siehst, dann k�nnen wir es ja gleich hier und jetzt beenden", meint Dan jetzt total ruhig. Liz schaut ihn einen Moment geschockt an und rennt dann aus dem Zimmer, hinter sich knallt sie die T�r zu. Mit diesen letzten Worten hat er sie so sehr verletzt.

Eigentlich wollte ich gerade nochmal den Akkord A alleine versuchen, bis Ashley wieder kommt, aber dazu komme ich gar nicht, da sich pl�tzlich jemand ziemlich laut zu streiten beginnt und das h�rt sich ganz nach Dan und Liz an. Auch die anderen bekommen das mit (ist ja nicht zu �berh�ren) und 5 Minuten sp�ter kommt mir einen tr�nen�berstr�mte Liz entgegen. Ich nehme sie sofort in den Arm. "Hey S��e, ganz ruhig! Was ist denn passiert?", frage ich sanft und streiche ihr mit der Hand �ber den Kopf. Sie bringt nur einen Schluchzer raus und somit setze ich mich mit ihr aufs Sofa und halte sie erst mal weiterhin im Arm. Einige Augenblicke verharren wir so, als dann Dan pl�tzlich das Wohnzimmer betritt. "Ich muss hier weg", meint sie, als sie ihn erblickt, springt auf und rennt aus dem Haus. "Liz, jetzt warte doch", rufe ich und laufe ihr nach. Dan will ebenfalls, wird aber von Ash davon abgehalten. "Was ist passiert?", fragt er ihn sofort eindringlich. "Ach", meint Dan nur und befreit seinen Arm aus Ashs Griff. "Erinnere dich an die Worte, die du mir erst neulich sagtest: Du kannst mir nichts vormachen", l�sst sich Ashley nicht abbringen. "Ich habe alles kaputt gemacht mit meiner schei� Eifersucht", erwidert Dan schlie�lich. "Was ist passiert?" "Ich habe ihre SMS gelesen..." antwortet er kleinlaut. "Du hast was? Aber Dan, dass ist doch sonst nicht deine Art!" "Ich wei� doch auch nicht... Als ich das piepsen h�rte konnte ich mich irgendwie nicht mehr zur�ck halten...", gesteht er. "Und prompt war sie von ihrem Ex", sagt er jetzt in wesentlich lauterem Ton. "Und, was stand drinnen?", will Ash wissen. "Dass er nicht �ber sie hinweg kommt und so ein Schei�", reagiert Dan w�tend. "Hey, jetzt komm mal wieder runter! Hast du mit ihr gesprochen?" "Na klar, oder bist du taub?" "Das nennst du reden? Tut mir leid, aber das was ich geh�rt habe, war eher ein Geschreie und keine Aussprache", gibt Ashley zu verstehen. "Du kennst mich doch! Durch meine schei� Eifersucht werde ich immer so schnell w�tend", erkl�rt Dan. "Ich dachte, du h�ttest dich extra f�r sie ge�ndert. Du liebst sie doch", redet ihm Ash ins Gewissen. "Nat�rlich liebe ich sie, mehr als alles andere und ich habe es ja auch geschafft mich in den Griff zu bekommen ... bis ich diese SMS las." "Was hat Liz denn dazu gesagt?" "Sie meinte, dass sie dem Typen nie zur�ck geschrieben h�tte, aber ich habe ihr nicht geglaubt und sie angeschrien. Dabei ist es aus der SMS ganz deutlich zu erkennen, dass sie die Wahrheit sagte. Jetzt im Nachhinein erkenne ich erst den Zusammenhang", bereut es Dan. Ashley legt seinen Arm um seinen Kumpel. "Sie wird dir schon verzeihen, sie liebt dich doch auch", versucht Ashley ihn zu tr�sten. "Hoffentlich..."

~*~Bei uns Beiden~*~

"Mausi, du kennst ihn doch! Es war sicher nur der Augenblick, in dem er so w�tend war. Mittlerweile tut ihm sicher schon wieder alles leid..." "Ja, aber was ist mit seinem Versprechen? Er wei� genau, dass ich extreme Eifersucht nicht abkann und er mir damit nur weh tut. Ich kann nicht so weiter machen, wenn er jedes mal so ausrastet, wenn er meint, das irgendetwas nicht stimmt", weint Liz, "Er hat �berhaupt kein Vertrauen, daf�r ist er wahnsinnig eifers�chtig. Dabei liebe ich ihn so sehr!" "Und er dich auch! Ihr bekommt das wieder hin, da bin ich mir sicher", meine ich. "Ich w�nsche es mir so sehr, aber daf�r muss er sich endg�ltig �ndern." "Das wird er! Wollen wir jetzt zur�ck gehen?" Liz nickt. "Trisha?" "Mmh?" "Danke!!" "Du musst dich nicht bedanken. Wir sind doch Soulsisters, da ist es selbstverst�ndlich, das man f�r einander da ist!" Jetzt muss sie sogar grinsen. "Pass auf, M�nner k�nnen SO s�� sein im entschuldigen", muntere ich sie auf. Daraufhin f�ngt sie auch noch richtig an zu lachen und trocknet ihre Tr�nen. Auch wenn ich versuche jetzt b�se Mine zum guten Spiel zu machen, in Wahrheit habe ich eine Sauwut auf Dan. Der wird mich noch kennen lernen!

Wieder beim Haus angekommen atmet sie noch einmal tief durch bevor sie nach mir durch die T�r geht, doch von Dan ist weit und breit nichts zu sehen. Daf�r sitzt ein nachdenklicher Ash auf der Couch. "Hast du mit ihm geredet?", fl�stere ich ihm zu. Er nickt nur. W�hrend ich mich neben ihn setze greift Liz nach dem Telefon. Auf meine Frage, wen sie anrufen m�chte, antwortet sie nicht, aber die erledigt sich kurz darauf von alleine. "Pete, ich bin�s Liz! Nein, jetzt h�rst du mir mal zu! Ich will nicht, dass du dich auch nur noch ein einziges mal bei mir meldest, hast du verstanden? Es ist vorbei, f�r immer! Ich habe meine gro�e Liebe gefunden, die du jetzt vielleicht kaputt gemacht hast..." In dem Augenblick betritt Dan den Raum, doch Liz sieht ihn nicht, da sie mit dem R�cken zu uns allen steht. "...Kapierst du es nicht? Ich liebe Dan! Halt dich aus meinem Leben raus." Diese letzten Worte hat sie schon richtig geschrien und nun knallt sie den H�rer auf. "Der Typ macht mich so fertig", sagt sie leise, jedoch so, dass wir es alle h�ren k�nnen. Ich gehe zu meiner S��en, nehme sie in den Arm und werfe dabei Dan einen w�tenden Blick zu, denn eigentlich ist ja nur er an allem schuld. Wegen ihm geht es meinem Schatz jetzt so schlecht und mir deshalb auch. Als wir uns wieder l�sen erblickt auch sie Dan, dreht sich jedoch gleich wieder um und beachtet ihn nicht weiter. Ich bemerke, dass sie von dem vielen weinen schon richtig geschwollene Augen hat und leicht m�de ist von dem ganzen Stress . "Willst du dich etwas hinlegen? Du kannst in das Zimmer von Ashley gehen", schlage ich vor, da ich genau wei�, dass Ash nichts dagegen hat. Liz nickt. So wollen wir zusammen nach oben gehen, doch als wir an Dan vorbei sind, schicke ich sie schon mal vor und verspreche sofort nach zu kommen. "Wei�t du eigentlich was du ihr damit angetan hast? Siehst du wie fertig sie ist? Und das alles nur wegen deiner schei� Eifersucht", fange ich an zu schreien, als Liz nicht mehr zu sehen ist. "Trisha, es tut m..." Doch ich lasse ihn erst gar nicht zu ende reden. "Dann zeig es ihr und mir! Erst wenn sie dir verzeiht, verzeihe ich dir auch! Vorher kannst du nichts als b�se Blicke von mir erwarten", zeige ich ihm meinen Zorn und mache mich dann ebenfalls auf den Weg nach oben. Auf der Treppe h�lt mich Ashley auf. "War das wirklich n�tig?", fragt er eindringlich. Doch ich antworte nur mit einem all zu deutlichem "Ja!". Es ist mir egal ob er jetzt auch auf mich auch w�tend ist, denn schlie�lich geht es hier um meine Schwester und f�r die w�rde ich alles tun. Ich versteh ja, dass er sich f�r Dan einsetzen m�chte, er ist schlie�lich sein bester Kumpel, aber ich konnte nun mal jetzt nicht anders. Als ich in Ashs Zimmer komme, finde ich Liz bereits schlafend vor. Ich gebe ihr noch ein Bussi auf die Stirn und lass sie dann wieder alleine.

Selbst nach 2 Tagen habe ich noch nichts davon bemerkt, dass Dan sich wirklich M�he gibt, seine Liz zur�ck zu gewinnen, die bereits ins G�stezimmer gezogen ist und Tag f�r Tag mit ihrer Verzweiflung k�mpft. Und ausgerechnet jetzt kann ich nicht rund um die Uhr f�r sie da sein, da ich mittlerweile meinen Kellnerjob antreten musste. Daf�r kommt Liz oft mit in die Gastwirtschaft und bleibt dort bis ich Feierabend habe, denn zu Hause w�rde ihr sonst die Decke auf den Kopf fallen, so ganz alleine, denn die Jungs haben st�ndig Training. So k�nnen wir uns wenigstens zwischendurch immer mal wieder kurz unterhalten. Die Arbeit l�uft ganz gut und auch Ashley ist mir nicht sauer.

Doch noch an diesem Abend hat das Warten endlich ein Ende. Als ich heim komme erwartet mich Dan und m�chte mit mir sprechen. Ich willige ein, da es sicher um Liz gehen wird und wie gesagt, f�r sie w�rde ich alles tun. Er bittet mich um meine Hilfe. Ich solle Liz morgen mit verbundenen Augen um 3 p.m. in den Park bringen. "Was wird das, Dan?" "Vertrau mir einfach!" "Das ist im Moment nicht so einfach", erwidere ich. Zum Gl�ck habe ich morgen meinen freien Tag. "Ich wei�! Dann tu es f�r unsere Liebe", bittet er mich. "Ok, ich mach�s!" Um auf Dans Versprechen einzugehen, darf ich ihr nichts sagen und soll so tun, als sei alles beim alten. Das f�llt mir wahnsinnig schwer, wenn ich sie so traurig sehe und ihr eigentlich Hoffnung geben k�nnte. Doch Dan hat mich schon fast angefleht ihr nichts zu verraten.

Schlie�lich ist der n�chste Tag angebrochen und es bereits 2.30 p.m. So beschlie�e ich mich mit ihr langsam auf den Weg zu machen. "S��e, komm lass uns etwas in den Park gehen", rufe ich hoch. "Keine Lust!", h�re ich sie antworten. "Ach bitte, die frische Luft wird dir gut tun. Lass uns doch meinen freien Tag nutzen." Daraufhin sehe ich sie kurze Zeit sp�ter die Treppe runter kommen. Ich schaue noch mal in meiner Tasche nach, ob ich auch wirklich die Augenbinde dabei habe. Ich hake mich bei ihr ein und muss aufpassen meine gute Laune zur�ck zu halten, denn ich habe mittlerweile das Gef�hl, dass Dan heute wirklich alles wieder in Ordnung bringt und es meiner Maus dann wieder besser geht. F�r mich ein Grund zu feiern. Wir m�ssen eine ganze Weile gehen bis wir den Park erreichen und dort dann noch um ein paar Ecken. Dan hat mir einen genauen Platz in dem Park genannt, wo ich sie hinbringen soll. Eine Biegung vorher ziehe ich pl�tzlich das Tuch aus der Tasche und verbinde ihr damit die Augen. "Trisha, was soll das? Mir ist nicht nach Scherzen zu Mute", meint Liz. "Mir auch nicht, aber das ist ernst", erwidere ich grinsend. Sie fragt immer wieder nach. Ich nehme ihren Arm und wir erreichen sogleich den vereinbarten Treffpunkt. Was ich dort sehe haut mich im wahrsten Sinne des Wortes um. Ich bin komplett sprachlos und einfach nur noch ger�hrt. Das ist wahre Liebe und muss ein Verm�gen gekostet haben. In den B�umen, auf der Wiese, in den B�schen, �berall sind 1000de von Rosen zu sehen. Das ist wie ein Traum! Da erblicke ich Dan ein St�ck weiter weg und er gibt mir das Zeichen Liz jetzt alleine zu lassen. Diese fragt gerade erneut nach, wann sie denn die Augenbinde abnehmen darf. "Vertrau mir, vertrau Dan", fl�stere ich ihr zu und lasse sie dann endg�ltig alleine. Ich laufe zu einem Baum ein St�cken weit weg, wo ich auch wie abgesprochen auf Ashley, Trev, Teddy und Jake treffe. Ashley legt so gleich seine Arme von hinten um mich und mich durchf�hrt ein Blitzschlag. Ich habe im Moment gar keine Zeit mir Gedanken �ber uns zu machen, aber das wird sich sicher jetzt bald �ndern. "Mann Dan, jetzt erl�s sie doch endlich", fl�stere ich, als ich Liz hilflos nach mir rufen h�re. Ich bin richtig aufgeregt was jetzt passieren wird. Dann endlich geht Dan auf sie zu und ich bin froh, dass wir so einen super Platz haben, an dem wir alles mith�ren und mitanschauen k�nnen. "Liz, es tut mir leid! Es tut mir leid, dass ich deine SMS �berhaupt gelesen habe, es tut mir leid, dass ich dir nicht vertraut habe, es tut mir leid, dass ich dich meine Eifersucht wieder sp�ren lie�, es tut mir einfach schrecklich leid, dass ich dir weh getan habe. Ich liebe dich �ber alles! Du bist mein Leben und das m�chte ich dir mit dem folgenden Song zeigen." Er nimmt ihr nun endlich die Augenbinde ab, spielt die ersten Takte an seiner Gitarre an und beginnt sogleich zu singen. Ich sehe es ihr an, dass sie nun genauso sprachlos ist wie ich, als ich mich umgeschaut habe. Diese Gegend, seine Worte, das Lied, dass ist alles so herzzerrei�end, dass auch mir die Tr�nen kommen. "Es tut mir so leid, dass ich dich so lange hab leiden lassen, aber ich wollte das alles genau so vorbereiten und hatte nicht jeden Tag Zeit daf�r." "Oh Dan! Ich liebe dich auch so sehr", bringt Liz nur heraus und f�llt ihm mit verweintem Gesicht um den Hals. Doch dieses mal sind es Tr�nen der Freude. Auch wir kommen jetzt hervor und ich knuddel meine S��e erst mal. "Hast du davon gewusst?", fragt sie. "Nein, ich hatte keine Ahnung was er vorhat", grinse ich. "Wieder Freunde?", fragt nun Dan, als ich vor ihm stehe. Als Antwort umarme ich ihn einfach nur. Die beiden sind das tollste Paar, das ich je gesehen habe und ihre Liebe wird ewig halten, da bin ich mir sicher.

Spontan beschlie�en wir zum Abschluss noch zum McDonalds zu fahren und ihre Vers�hnung ein klein wenig zu feiern. Die Jungs sind gerade mal wieder in eins ihrer M�nnergespr�che vertieft, als Liz sich mir zu wendet. "Danke Souli, dass du mir in den letzten Tagen so sehr geholfen hast und das du vor Dan mich so sehr verteidigt hast." "Ist doch Ehrensache! Wir sind schlie�lich Soulsisters", meine ich darauf. "Was ist jetzt eigentlich mit ihm?", will sie wissen und deutet mit dem Kopf kurz zu Ash. "Du hast mir doch gesagt, dass du irgendwie den Eindruck hast, dass er dir aus dem Weg geht!" "Ich wei� �berhaupt nicht was ich ihm Moment denken soll! Ich glaube daf�r muss ich mir jetzt mal richtig viel Zeit nehmen. Kurz bevor du angefangen hast dich mit Dan zu streiten h�tten wir uns fast gek�sst, aber da hat Erik nach ihm gerufen. Seitdem bin ich total durcheinander", gestehe ich. "Ach S��e!" Sie nimmt mich in den Arm. "Hast du denn etwas von Dan raus bekommen?" "Nein, du kennst doch Jungs! Die k�nnen viel besser dicht halten als wir Frauen, wenn sie sich ein Geheimnis anvertrauen", grinst sie, was ich nur erwidern kann. "Manchmal ist er total normal, so wie ich ihn kennen lernte und dann zweifle ich immer, ob ich mir das nicht nur einbilde, dass er mir aus dem Weg geht, aber dann ist es wieder so eindeutig. Irgendetwas hat er", sage ich. "Und wie f�hlst du dich im Moment zu ihm verbunden?" "Ich wei� nicht! Nat�rlich ist er s�� und so, aber was ist mit Nick?" Liz r�t mir nicht so viel nach zu denken und einfach alles auf mich zu kommen zu lassen. "Das n�chste mal, wenn dir wieder etwas auff�llt, sprichst du ihn einfach mal direkt drauf an, ok?" Ich nicke. Schlie�lich brechen wir auf.

Daheim verzieht sich das Paar unter uns sofort auf das Zimmer. Na ja, sie haben ja auch einiges nachzuholen ;-). Ashley & ich dagegen widmen uns noch etwas der Gitarre und wieder erkl�rt er mir mit viel Geduld die einzelnen Griffe. Nach einer � Stunde habe ich so langsam die einzelnen Akkorde raus und schmerzende Finger. "Tut�s weh?", fragt er f�rsorglich. Ich nicke. "Lass mal sehen", bittet er und ich gebe ihm meine Hand. Er h�lt sie fest, blickt mich vertr�umt an und wieder entsteht so eine Spannung zwischen uns, aber ich versuche nicht darauf zu achten und mich nicht von diesem Blick in seinen Bann ziehen zu lassen. Irgendwie habe ich noch Angst vor einer neuen Beziehung, jedoch nur wegen Nick. Vielleicht wird es so langsam wirklich Zeit, dass ich mit unserer Vergangenheit abschlie�e und ihn nur noch im Herzen trage und nicht auch noch st�ndig und immer im Kopf. Ich wei� wirklich nicht mehr was mit mir los ist und so achte ich auch nicht weiter auf meine Gedanken, wie Liz mir geraten hat. In dem Augenblick st�rmt sowieso Erik ins Wohnzimmer und st�rt uns erneut. Dadurch wendet Ashley sein Gesicht von mir ab und ich nutze das um meine Hand wieder aus seiner zu entwenden. "Na Trisha, wie l�uft�s?", will Teddy wissen. "Ganz gut, denke ich", antworte ich l�chelnd. "Ich habe Ash schon mindestens 100 mal gebeten mir das spielen auch beizubringen, aber dazu hat er nie Lust. Du musst nur einmal mit dem Finger schnippen und schon springt er", sagt Erik im Spa�, worauf ich lachen muss. "Ich glaub wir machen dann f�r heute mal Schluss", meint Ash etwas gekr�nkt. Er scheint nicht besonders gl�cklich dar�ber zu sein, dass wir jetzt Gesellschaft haben, ich aber auch nicht, wenn ich ehrlich bin... Auf der einen Seite genie�e ich es n�mlich schon sehr mit ihm alleine zu sein. Er steht auf, verl�sst das Wohnzimmer und ich werfe ihm einen sehns�chtigen Blick nach. Langsam ist der Gedanke, dass er wirklich mehr als nur Freundschaft von mir m�chte, gar nicht mehr so unangebracht, habe ich das Gef�hl. Aber vielleicht denke ich ja genauso??? Vielleicht sollte ich wirklich mal mit ihm reden.

In der n�chsten Zeit komme ich allerdings nicht dazu, da wir beide untertags ziemlich besch�ftigt und abends zu m�de sind. Ich sitze noch wach im Bett und warte auf Ashley, als dieser auch schon ins Zimmer st�rzt. Ohne irgendeine Begr��ung legt er los. "Du hast doch morgen frei, weil Sonntag ist, oder?" Ich nicke nur. "Das ist ja super, denn ich habe morgen auch frei und dann k�nnen wir ja vielleicht auf das Volksfest gehen, das gerade ganz in der N�he ist", schl�gt er begeistert vor. "Nat�rlich nur, wenn du Lust hast...", meint er jetzt total sanft. Ist das s��, wie er so stolz auf seinen Vorschlag ist. Ich k�nnte ihn schon wieder knuddeln daf�r :-) "Das ist echt ne tolle Idee", willige ich grinsend ein. Daf�r dr�ckt er mir ein Bussi auf die Wange und das erste mal sp�re ich dabei einige Schmetterlinge. Ich werde mich doch nicht in ihn... Ash zieht sich aus und legt sich dann neben mich ins Bett. F�r einen Augenblick wirkt er etwas nachdenklich. "Schon verr�ckt, wenn man sich vorstellt, dass wir uns jetzt schon fast 4 Wochen kennen", sagt er dann. "Stimmt, dar�ber habe ich noch gar nicht nach gedacht." "Und ich bereue keinen Tag davon", smilt er und gibt mir dann noch einen Kuss auf die Stirn, wie er es immer macht vor dem einschlafen. "Gute Nacht, Trisha!" "Gute Nacht, Ash!" Ich schalte noch die Lampe auf dem Nachtk�stchen aus und lege mich dann auch hin. Mit voller Vorfreude auf den gemeinsamen Tag morgen schlafe ich schlie�lich auch ein.

"K�nnen wir los?", frage ich Ash als er endlich nach unten kommt. "Ja", l�chelt er. "Was habt ihr denn vor?", fragt meine S��e. "Wir gehen aufs Volksfest", erz�hle ich ihr mit einem ganzen bestimmten Grinsen. "Hey, klasse Idee! Ich komm mit", ruft Teddy. Nein, bitte nicht! Nichts gegen Teddy, aber kann er uns nicht einmal alleine wohin gehen lassen??? Zum Gl�ck kommt mir Liz zur Hilfe. "Kommt gar nicht in Frage! Wir wollten doch alle an den Strand", warnt sie ihn. "Aber da k�nnt ihr doch auch auf mich verzichten", widerspricht er. "Dann wird es aber nicht so lustig", meint Liz zuckers�� und setzt ihr unwiderstehliches L�cheln auf. "Ok, �berredet", willigt Erik schlie�lich ein. Ich umarme meine Maus nochmal und fl�stere ihr "Vielen, vielen Dank" zu. Sie ist echt die Beste! "War doch Ehrensache! Und Trisha? Wenn was geschehen sollte, lass es geschehen. Dann soll es so sein, ok? Genie� es einfach", r�t sie mir noch. Was genau sie damit meint, wei� ich nicht, aber sollte etwas derartiges passieren werde ich es sicher verstehen.

"Das war ganz sch�n knapp, beinahe h�tten wir wieder keine Zeit f�r uns alleine gehabt", stelle ich fest. "Wie meinst du das?", hakt er nach. "Als wir uns kennen lernten haben wir so oft etwas alleine machen k�nnen und jetzt, wenn wir mal Zeit haben, funkt uns meistens irgendjemand dazwischen." "Soll das hei�en, dass du gerne mal etwas mit mir alleine unternimmst?" grinst er. "Nat�rlich, sonst w�re ich doch heute gar nicht erst mitgegangen." Er nimmt meine Hand und so schlendern wir weiter Richtung Stadtmitte. Ash str�mt so eine W�rme aus und irgendwie f�hle ich mich ihm so verbunden ... und ich denke das erste mal dabei nicht an Nick. Beim Fest angekommen zieht mich Ash gleich mit zu dem ersten Fahrgesch�ft und nach 8 weiteren sind erst mal fertig und besorgen uns zum entspannen Zuckerwatte. Leider bleibt es nicht aus, dass Ashley erkannt wird und so muss er nicht selten Autogramme geben und f�r Fotos bereit stehen. An einem Stand mit Lebkuchenherzen bleibt er stehen und kauft mir spontan eins. Ich habe dich lieb steht drauf. "Danke Ash, du bist so s��", l�chle ich. "So wie dieses Herz?", smilt er. Ah, der junge Mann hat Lust zu flirten. "Nein, noch viel s��er", gehe ich darauf ein. Gerade ist uns ein Clown �ber den Weg gelaufen �ber den wir jetzt immer noch lachen m�ssen. Doch da treffen sich unsere Blicke und wir verstummen. Wir stehen uns gegen�ber und keiner von uns beiden sagt etwas. Er streift mir eine Haarstr�hne aus dem Gesicht und zieht seine Hand danach aber nicht wieder zur�ck. Die Leute um uns herum scheinen ganz weit weg zu sein und dadurch haben wir das Gef�hl, dass nur wir in dem Moment auf der Welt existieren. "Hast du etwas dagegen, wenn ich dich jetzt k�sse? Bevor uns Erik wieder unterbricht", fl�stert er ganz leise. Ich antworte nicht, ich lasse ihn einfach machen, denn jetzt wei� ich was Liz meinte. Unsere Gesichter kommen sich immer n�her und das erste mal sp�re ich seine Lippen auf meinen. Sie sind so sanft, genau wie seine Art. Unsere Zungen spielen miteinander und ich genie�e jede Sekunde. Er f�hlt sich so unheimlich gut an, dass ich jetzt auch mal etwas aus mir heraus gehe und ihn n�her an mich heran dr�cke. Ich sp�re 1000 Schmetterlinge in meinem Bauch und will gar nicht mehr aufh�ren, doch nach ein paar Minuten l�sen wir uns dann wieder voneinander. "War das jetzt in Ord...", will er leise fragen, doch ich unterbreche ihn, indem ich meinen Zeigefinger �ber seine Lippen lege und ihm erneut einen kurzen Kuss gebe. "Es ist alles ok", wispere ich. Jetzt zeigt sich bei ihm wieder ein L�cheln und Arm in Arm gehen wir weiter. "Hey, wir waren noch gar nicht auf dem Riesenrad", stelle ich fest und ohne zu z�gern gehen wir jetzt darauf zu.

Leider ist ziemlich viel los und so k�nnen wir keine Gondel alleine nehmen. Wenigstens haben wir freie Sicht. Ashley umarmt mich von hinten und dr�ckt mir ein Bussi auf die Wange. Ich l�chle ihn kurz vertr�umt an, als die Fahrt auch schon los geht. Es hat schon leicht zu d�mmern begonnen und das bietet uns ein wundervolles Bild von oben. �berall leuchten die Lampen der Fahrgesch�fte und wenn man in die Ferne blickt erkennt man den Schatten der Palmen. Ash und ich stehen jetzt seitlich und halten uns gegenseitig im Arm. Ich f�hle mich total geborgen bei ihm. Nachdem wir wieder sicheren Boden unter den F��en haben, beschlie�en wir nach Hause zu gehen. Es ist leicht kalt geworden und Ashley, der �ber einem T-Shirt noch ein Hemd tr�gt, legt mir dieses jetzt �ber die Schultern, denn ich habe nur ein Top an. Daraufhin versinken wir nochmal in einen 5-Minuten-Kuss. F�r mich k�nnte es ewig so weiter gehen...

Daheim angekommen ist das Chaos so gleich wieder komplett und die Ruhe dahin. "Ash, ich habe dich 1000 Mal versucht zu erreichen. Was ist denn mit deinem Handy?", redet Teddy sogleich auf uns ein, wer auch sonst?! "Danke, wir hatten auch sehr viel Spa�", antwortet Ash erstmal ironisch, worauf ich leise kichern muss. "Ich habe es ausgeschaltet, weil ich einfach mal meine Ruhe haben wollte! Was war denn schon wieder?", fragt er dann leicht genervt. "Wir waren kaum vom Strand zur�ck, da stand Mike vor der T�r. Wir haben morgen kurzfristig einen Gig und da wollte er, dass wir die einzelnen Schritte noch mal mit den Choreographen durchgehen", erkl�rt er uns. "Er war stinksauer, weil ich dich nicht erreicht habe." "Dann bin ich ja froh, dass ich es gleich ausgemacht habe", hat Ashley drauf nur zu sagen. Und um ehrlich zu sein, ich denke genauso! Auch wenn die anderen darunter zu leiden hatten, aber endlich hatten wir mal einen ganzen Tag f�r uns und das hat sich schlie�lich auch bezahlt gemacht. "Ash?!", meint Erik darauf nur verwundert und irgendwie auch leicht sauer, da er so ein Verhalten von seinem Kumpel nicht gewohnt ist. "WAS? Ich kann die Schritte und wenn Mike auf mich sauer ist, dann soll er das sein! Ich hatte auf jeden Fall ein paar super Stunden und die w�rde ich gegen nichts in der Welt �ndern!" Teddy ist zwar etwas sprachlos, aber er versteht ihn auch.

Bevor er noch irgendetwas sagen kann, gehen wir nach oben aufs Zimmer. Ich krame mein T-Shirt zum Schlafen raus und gehe damit ins Bad. Auf dem Weg dorthin treffe ich meine S��e! "Und, und? Wie war es?", will sie hastig wissen. Ich zeige ihr nur einen Grinsen und ziehe sie mit ins Bad, um ihr das alle zu erz�hlen. Zuvor schalte ich noch die Dusche ein, damit man von au�en auch wirklich nichts h�rt. Ich will ihr am liebsten alles auf einmal erz�hlen und so rede ich wie ein Wasserfall. "...und dann hat er mich gefragt ob er mich k�ssen darf und da musste ich sofort an deine Worte denken und ich habe ihn einfach machen lassen. Oh mein Gott, es war so traumhaft. Wir sind dann noch mit dem Riesenrad gefahren und w�hrenddessen haben wir uns die ganze Zeit im Arm gehalten. Ich bin so gl�cklich", schw�rme ich. "Oh Souli! Ich freu mich so f�r dich, das ist ja super", l�chelt Liz und knuddelt mich sofort durch. "Wenn man dich so reden h�rt, k�nnte man glatt meinen du w�rst verliebt!" "Na ja, ich wei� nicht", meine ich daraufhin. "Ach, jetzt genie� einfach die Zeit und alles andere kommt irgendwann von alleine", bringt sie mich wieder zum L�cheln. "Du hast Recht", antworte ich und umarme sie nochmal. "So, jetzt geh mal duschen! Ich kann mir vorstellen, dass da noch jemand auf dich wartet", sagt sie noch bevor sie mich wieder alleine l�sst. Ich drehe das Radio auf und gr�le einfach mit. Heute ist mir alles egal, denn ich bin so happy! Ich stelle mich singend unter die Dusche und beeile mich extra. Nach 10 Minuten ist alles erledigt und ich begebe mich wieder zur�ck. Ash liegt schon auf dem Bett, wie immer nur in Boxershorts ;-) Er telefoniert gerade. "Ja, ist gut! Mmh! Ok, dann bis morgen, Mike!", redet er in sein Handy und legt dann auf. Ich krieche zu ihm aufs Bett. "Und, alles wieder in Ordnung?", frage ich. "Ja, er ist nicht mehr sauer. Er hat mich sogar etwas verstanden." "Der Tag war auch wirklich wundersch�n", gestehe ich ihm. "F�r mich auch, Trisha! Ich glaube sogar der sch�nste in meinem Leben bis jetzt", sagt er ernst. Ich r�cke ganz nah in ihn heran und lege meine Lippen wieder �ber seine. Mit meiner Hand fahre ich ihm durch seine Haare und dann �ber seinen Oberk�rper, w�hrend er seine meinen R�cken auf- und abw�rts bewegt. Ich kann es nicht in Worte fassen, was ich gerade f�hle. Dann lege ich meinen Kopf auf seine Schulter und er seinen auf meinen. Es ist total ruhig und nur unsere H�nde spielen miteinander. "Ich bin so unglaublich gl�cklich", gesteht er mir. "Oh Ashley, ich auch! Nie h�tte ich gedacht, dass mir so etwas nach Nick noch mal verg�nnt ist." Wir kuscheln uns ganz eng aneinander und genie�en die N�he des anderen. "Komm, wir legen uns hin", meint er und so rutschen wir ein St�ck runter. Er macht das Licht aus und Arm in Arm schlafen wir schlie�lich ein.

Wir sind mal wieder die letzten, die zum Fr�hst�ck erscheinen, aber uns war es im Bett einfach zu gem�tlich. "Gibst du mir mal die Butter, Honey", bittet mich Ash. "Nat�rlich", grinse ich darauf. "Und ein Kuss bitte", f�gt er noch hinzu, als ich ihm die Dose reiche. Er ist einfach zu s��! Ich kann ihm seine Bitte nat�rlich nicht abschlagen und sogleich ber�hren sich unsere Lippen. Jetzt sind alle ziemlich �berrascht. W�hrend Liz mich anschlie�end anl�chelt, sieht Dan Ashley fragend an und der nickt darauf nur. Jetzt zwinkert er ihm gl�cklich zu, aber von alledem bekomme ich nichts mit. "Das glaube ich jetzt nicht", entf�hrt es Trevor. "Ihr seid zusammen?" Wir nicken nur.

Die Jungs m�ssen danach gleich los und so r�umen meine S��e und ich das Geschirr weg und waschen ab. Dabei tauschen wir uns etwas aus in Bezug auf unsere Liebhaber. "Wer bei euch beiden eigentlich dem anderen als erstes eine Liebeserkl�rung gemacht?", frage ich sie. "Dan. Oh mein Gott, daran kann ich mich noch erinnern, als w�re es erst gestern gewesen. Er meinte eines Abends, dass wir wo hinfahren w�rden, wohin wollte er aber nicht sagen. So fuhr er der untergehenden Sonne entgegen und hielt schlie�lich an einem Ort, wo ich vorher noch nie gewesen bin. Wir sind dann einen H�gel hinauf gestiegen, von wo wir einen wunderbaren Ausblick hatten. Pl�tzlich holte er eine kleine Schachtel hervor, �ffnete sie und darin lag ein wundersch�ner Ring. Er meinte, dass ich ihm mehr bedeute als sonst jemand zuvor und das ich f�r ihn ein wunderbares Wesen sei, ohne das er nicht mehr sein m�chte. Dann sagte er mir, dass er mich lieben w�rde und das ich den Ring als Zeichen dieser unendlich gro�en Liebe nehmen sollte. Das war der sch�nste Augenblick meines Lebens bist jetzt! Ich war so ger�hrt, dass ich einfach nur in Tr�nen ausgebrochen bin. Und er zeigt mir jeden Tag, dass er mich noch genauso liebt wie zu diesem Zeitpunkt." "Oh Liz, dass ist so romantisch! Ihr beide habt euch einfach gesucht und gefunden!" "Ja, das denke ich auch", l�chelt sie happy. "Schau, das ist er." Sie nimmt den Ring, den sie zum abwaschen abgenommen hat und zeigt ihn mir. Er ist aus echtem Silber, mit einer sch�nen Verzierung au�en und innen steht Dan & Liz = Love for now and for always eingraviert. "Er ist wundersch�n", finde ich und gebe ihn ihr zur�ck.

Als dann endlich alles wieder seinen Platz hat, muss ich leider meine Maus alleine lassen - das Restaurant ruft. "Kommst du mit?", frage ich sie. "Ne du, lass mich mal daheim. Ich f�hle mich nicht ganz so gut und dann dieser Rauch in der Gastwirtschaft, das ist heute glaube ich nichts f�r mich", erwidert sie darauf. "Was ist denn? Du wirst doch nicht etwa krank?", hake ich nach. "Nein nein, ich habe einfach nur Kopfschmerzen." Jetzt grinst sie mich an, als ich ein ganz besorgtes Gesicht zeige. "Hey, jetzt mach dir doch keine Sorgen! Es sind wirklich nur Kopfschmerzen." So verlasse ich schlie�lich alleine das Haus und gehe Richtung Stadt. Hoffentlich hat sie wirklich nichts ernstes.

Ich kann es mir nicht verkneifen und habe zwischen der Arbeit doch mal zu Hause angerufen und meine Maus gefragt, wie es ihr geht. Immerhin wei� ich jetzt, dass sie noch lachen kann. Vor 11 p.m. komme ich heute bestimmt nicht weg, so voll wie der Laden ist. Mir tun meine F��e weh und ich bin m�de, aber um vor meinem Chef guten Eindruck zu schinden, mache ich tapfer weiter. Das scheint sich auch zu lohnen, denn kurz nach 9 p.m. betritt eine Band namens O-Town zusammen mit Liz das Haus. "Hey, was macht ihr denn hier?", frage ich begeistert. Mein Schatz will mir erstmal einen dicken Kuss geben. "Ash, doch nicht hier, wenn das mein Chef sieht...", wimmle ich ab. Jetzt zieht er einen Schmollmund. "Komm mit", sage ich daraufhin und gehe mit ihm um die Ecke, wo die Toiletten sind. Dort lehne ich mich an die Wand und sp�re kurz darauf seine zarten Lippen wieder auf meinen. Erst jetzt merke, wie sehr ich dieses Gef�hl seit heute morgen vermisst habe. Es dauert mindestens 5 Minuten bis wir wieder zur�ck kommen. Die anderen haben sich mittlerweile an einen Tisch gesetzt und Ash gesellt sich nun zu ihnen. Ich dagegen marschiere wieder zur Theke, um die n�chsten Getr�nke abzuholen. "Alles klar?", fragt mich mein Chef sogleich. "Sicher, ich musste nur jemanden zeigen wo die Toiletten sind", antworte ich und versuche dabei so glaubw�rdig wie nur m�glich zu klingen. Er zwinkert mir daraufhin zu und macht mir damit allzu deutlich, dass er genau wei�, dass das gelogen war. Ich kann nur grinsen. Im Grunde ist er ja total cool drauf. Nachdem ich die letzten Getr�nke serviert habe, gehe ich wieder zu "unserem" Tisch. "Darf ich Ihre Bestellung aufnehmen?", will ich ganz h�flich wissen. Jetzt m�ssen wir alle lachen. "Also, Spa� beiseite. Was m�chtet ihr trinken?", frage ich und dieses mal ernsthaft. "Wir nehmen alle ein Glas Sekt um auf unsere sexy Kellnerin anzusto�en", erwidert Teddy und grinst. "Hey, das ist wenn dann immer noch MEINE sexy Kellnerin, ok?", meint Ashley daraufhin. Irgendwann haben sie es dann doch geschafft mir endlich ihre W�nsche zu sagen und so gehe ich wieder zu Theke, um die Bestellung gleich weiter zu geben. "Setz dich ruhig ein bi�chen zu deinen Freunden. Im Moment sind eh alle versorgt und du siehst es ja, wenn neue G�ste kommen", sagt mein Chef dort. "Vielen Dank", antworte ich l�chelnd. Ich warte noch bis die Getr�nke alle fertig sind, gehe dann mit diesen wieder zu den Jungs und Liz und setzte mich auch gleich zu ihnen. Irgendwann leert sich dann der Laden doch nach und nach und wir k�nnen endlich geschlossen nach Hause gehen.

"Mir kommen die Tage so lang vor ohne dich an meiner Seite zu haben und die N�chte dagegen sind viel zu kurz", meint Ash, als wir nebeneinander auf seinem Bett liegen. Ich kann nur grinsen. Er beginnt erneut mich zu k�ssen und zieht mich dabei immer n�her zu sich heran. Nach einer Weile will er mir mein Oberteil weiter nach oben schieben, doch da springe ich wie vom Blitz getroffen auf. "�h, ich muss noch duschen", gestehe ich und verlasse schnell das Zimmer. Shit, das war auff�llig. Ich hoffe nur, dass er sich jetzt nicht irgendwelche Gedanken macht oder mich sp�ter darauf anspricht. Ich wei�, dass alles viel einfacher w�re, wenn ich im endlich von mir erz�hlen w�rde, aber da ist diese Blockade. Bei Liz hatte ich da keine Probleme, aber sie ist auch ein M�dchen und zu ihr stehe ich auch in einer anderen Verbindung als mit Ash. Ich habe Angst, Angst vor seiner Reaktion und vor dem weiteren Verlauf unserer Beziehung. Beziehung? Kann ich das �berhaupt so bezeichnen, wenn bei mir solche Gef�hle wie Angst mit im Spiel sind?

Nach der Dusche habe ich einen endg�ltigen Entschluss gefasst: Ich werde es ihm erz�hlen, ALLES! Unruhig, jedoch auch entschlossen gehe ich zu ihm. Er hat sich mittlerweile in die Decke eingekuschelt und die Augen geschlossen. "Ash?" "Mmh!" Ok, er ist also noch wach. "Ich muss dir was sagen", fahre ich leise fort. Er richtet sich auf und blickt mich an. "Was ist denn, Honey?", fragt er und f�hrt dabei mit seinem Finger meine Wange entlang. Er soll das lassen, das macht das ganze noch viel schwerer. "Ich ... ich ...", will ich anfangen. "Ja?", hakt er nach. Ich atme tief durch. "Ich ... ich finde es toll, wie sich das alles zwischen uns im Moment entwickelt", sage ich und habe somit genau das Gegenteil von dem ausgedr�ckt, wor�ber ich eigentlich mit ihm reden wollte. Er grinst und ich k�nnte mich daf�r ungespitzt in den Boden stampfen. Nicht wegen seinem L�cheln, sondern f�r meine Worte. Ash beugt sich zu mir und k�sst mich. Kurz darauf schiebe ich ihn leicht wieder weg. "Wir sollten jetzt schlafen", meine ich und lege mich hin. Er kuschelt sich eng an mich und ist auch kurz darauf eingeschlafen, doch ich bekomme einfach kein Auge zu. Wenn das alles nicht auch noch so peinlich f�r mich w�re, dann w�rde mir das die Sache auch schon sehr erleichtern.

Todm�de wache ich am n�chsten Morgen auf. Ich habe kaum geschlafen. "Hey S��e, du liegst ja immer noch in den Federn", kommt Liz ins Zimmer. "Die Jungs sind schon lange weg", erz�hlt sie mir. Erst jetzt realisiere ich, dass die Seite neben mir leer ist. "Alles ok? Du siehst so verwirrt aus!" "Ja ja, alles in Ordnung", wimmle ich ab. "Wirklich?" "Ja, ich hab nur schlecht geschlafen", meine ich und stehe auf. Nat�rlich k�nnte ich ihr von meinem Reinfall von gestern erz�hlen, aber dann k�me nur wieder der Ratschlag von ihr, es ihm zu erz�hlen, endlich die Kraft daf�r aufzubringen. Und das wei� ich selber!

So tapse ich ungern und v�llig verschlafen ins Bad und stelle mich erst mal unter die Dusche. Es ist sch�n in Ashleys N�he zu sein, wenn er einen Arm um mich legt oder wir uns k�ssen, aber ich kann mir nicht vorstellen mehr mit ihm zu machen, im Moment zumindest nicht. Nicht, bevor ich ihm nicht alles erz�hlt habe. "Willst du auch etwas zu essen?", fragt mich meine Maus, als ich in die K�che komme. "Ne du, lass mal", wimmle ich ab. "Die Jungs kommen heute schon am Nachmittag wieder", freut sie sich, wahrscheinlich mit den Gedanken an ihren Dan. "Mmh", erwidere ich nur. "Freust du dich denn nicht auf deinen Ashy?", grinst sie. "Doch, nat�rlich!" Ich setze ein L�cheln auf. Ok, ich freue mich wirklich auf ihn, aber wenn ich ihn sehe, steigt in mir immer dieser Druck auf, mit ihm endlich zu sprechen. Wenn er nicht da ist, dann habe ich gar nicht erst die M�glichkeit dazu. Je l�nger ich warte, um so schlechter kann ich seine Reaktion einsch�tzen. Ich habe Angst, dass er sauer auf mich ist, wenn ich zu lange damit warte, weil er sich dann vielleicht denkt, dass ich ihm nicht vertraue oder nicht von Anfang an ehrlich zu ihm war. Ich wei� einfach nicht was ich machen soll.

Wir schauen gerade Fernsehen, als die Boys rein st�rmen. "Na meine kleine Prinzessin", beugt sich Ash �ber mich und gibt mir einen Kuss. "Na mein Engel", grinse ich. Ich habe beschlossen mir jetzt einfach Zeit zu lassen, mich nicht unter Druck zu setzen. Ich genie�e die Zeit mit Ash und irgendwann wird er alles erfahren. Erst dann, wenn es mir leichter f�llt es ihm zu erz�hlen, scheint mir der richtige Zeitpunkt. Ashley nimmt mich auf den Arm und geht mit mir hoch in sein Zimmer. "Hey, was wird das? Ich muss heute noch arbeiten und auch bald los", erkl�re ich ihm lachend. "Ja, aber so lange geh�rst du noch mir", erwidert er, st��t seine Zimmert�r auf und legt mich auf sein Bett. Dann beugt er sich erneut �ber mich und k�sst mich wieder. Ash legt sich schlie�lich hin und ich krieche in seine Arme. "Trisha, ich wei� wir stehen noch am Anfang, aber es ist f�r mich schon l�nger klar, ich habe mich in dich verliebt." Ich richte mich auf und sehe ihn an. "Ich liebe dich", gesteht er mir, w�hrend wir uns intensiv in die Augen blicken. Ein Gl�cksgef�hl durchstr�mt mich, aber ich wei� nicht, was ich erwidern soll. Ist es wirklich schon richtige Liebe, die ich f�r ihn empfinde? Ich will meinen Mund �ffnen, um etwas zu sagen, doch er legt mir seinen Zeigefinger �ber die Lippen. "Sch, nicht! Ich wei�! Lass dir einfach Zeit, ok?" Ich nicke und wir versinken in einen innigen Kuss. Irgendwann muss ich dann los, da das Restaurant gleich aufmacht. Jetzt f�llt es mir wirklich schwer, mich von ihm zu trennen.

"Denkst du daran, deinen Chef noch mal wegen dem Urlaub zu fragen?", erinnert mich Ashley. Mittlerweile sind 2 Wochen vergangen und n�chsten Montag geht es ja f�r 2 Wochen auf Tour, das habe ich fast vergessen. Ich habe meinen Chef schon mal darauf angesprochen, aber konnte mir noch nicht 100%ig sagen, ob das klappt. "Ja, mach ich!" Wir geben uns noch mal einen Kuss und nachdem ich mich auch von den anderen verabschiedet habe, gehe ich los. Durch die k�hle Luft, auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle, bekomme ich wieder einen klaren Kopf. In den letzten 14 Tagen hat sich die Beziehung ver�ndert. Ashley versucht sich �fter mir zu n�hern und mir Z�rtlichkeiten zu spenden. Ich f�hle mich dadurch eingeengt, weil ich nicht wei�, wie ich damit umgehen soll. Es ist alles so schwierig, wenn ich ihm doch wenigstens endlich sagen k�nnte, warum ich mich in solchen Situation von ihm zur�ck ziehe, aber es f�llt mir so unendlich schwer. Der geeignete Zeitpunkt kann noch nicht gekommen sein, sonst w�re das ganze sicher einfach f�r mich...

Heute ist nicht ganz so viel los wie beim letzten Mal, zum Gl�ck. Kurz vor Feierabend spreche ich meinen Chef dann noch mal vorsichtig auf meinen Urlaub an. "Ab n�chste Woche Montag sagst du?", hakt er noch mal nach, w�hrend er weitere Getr�nke fertig macht. "Genau", best�tige ich. "Also im Moment schaffen wir es auch alleine und die 2. Woche haben wir sowieso zu. Das geht also in Ordnung", gibt er sein Ok. "Vielen Dank", meine ich und serviere anschlie�end meine letzten Bestellungen f�r diesen Tag. Zufrieden mache ich mich auf den Weg nach Hause. Es ist doch wieder ziemlich sp�t geworden, 12 p.m. und als ich ins Haus komme, scheinen alle schon in ihren Betten zu sein. Doch dann komme ich ins Wohnzimmer und sehe Ashley auf der Couch liegen. Er schl�ft zwar ebenfalls, aber er scheint auf mich gewartet zu haben. Leise gehe ich auf ihn zu und setze mich zu ihm. Ich streiche ihm �ber die Wange und gebe ihm anschlie�end einen Kuss auf die selbe Stelle. Er sieht so s�� aus, wie er da so friedlich und sorgenfrei schl�ft. Ich lege seine Hand in meine H�nde und nach ein paar Minuten wacht er langsam auf. "Na du", l�chle ich ihn an. "Hey!" Er richtet sich auf. "Gut geschlafen?", will ich wissen, doch in dem Moment reibt er sich den Nacken. "Oh, wohl eher nicht", grinse ich daraufhin. "Nein", erwidert er dieses. Jetzt geben wir uns erst mal einen langen Kuss und mehrere kleine. "Du h�ttest doch nicht auf mich warten m�ssen", meine ich. "Wollte ich aber! Ich wusste nur nicht, dass es wieder so sp�t wird." "Tut mir leid!" "Das macht doch nichts! Aber ich verstehe nur nicht, warum du das �berhaupt machst. Du m�sstest �berhaupt nicht arbeiten", stellt er fest. "Ich will es aber! Au�erdem m�chte ich dir noch etwas Geld zur�ck zahlen." "Das brauchst du nicht!" "Ich wei�!" Damit ist das Thema f�r uns beide beendet. "Komm her", fl�stert er und �ffnet seine Arme. So lege ich mich zu ihm auf die Couch. "Das mit dem Urlaub hat geklappt", erz�hle ich ihm, bevor er danach fragt. "Wirklich? Da bin ich echt froh! Ich freu mich auf die 2 Wochen, du dich auch?" "Mmh", erwidere ich und verleihe meiner Stimme einen gl�cklichen Tonfall. Eins ist sicher, wir werden uns in der Zeit sehr viel n�her kommen, da wir ununterbrochen beieinander sind, ich hoffe nur nicht zu nah. Er legt seine Hand um meine H�fte und da mein Shirt ein St�ck hoch gerutscht ist, sp�re ich sie direkt auf meiner Haut. Im ersten Moment erschrecke ich dadurch leicht, doch dann empfinde ich es sogleich als angenehm. Ja, es macht mich gl�cklich in seiner N�he zu sein.

Dass wir schlie�lich beide wieder auf der Couch eingeschlafen sind, merken wir erst, als die Jungs und Liz am n�chsten Morgen nach und nach nicht gerade leise die Treppe herunter kommen und uns damit aufwecken. Ok, sie haben uns ja auch in Ashleys Zimmer vermutet. Langsam �ffne ich meine Augen und erhebe mich. Ich f�hle mich unwohl, weil ich immer noch meine Sachen von gestern anhabe und mich au�erdem gestern weder abgeschminkt noch geduscht habe. So beschlie�e ich, dass jetzt als erstes in Angriff zu nehmen. "Oh, muss wohl ne wilde Nacht gewesen sein, wenn ihr es nicht mal mehr in Ashs Zimmer geschafft habt", grinst Erik, als er uns entdeckt. "Ich m�chte gar nicht wissen was f�r Phantasien dir manchmal durch den Kopf gehen, Teddy", grinse ich ebenfalls, stehe auf und mache mich auf den Weg ins Bad. Die Dusche tut unheimlich gut und mit einem wesentlich besseren Gef�hl komme ich wieder zum Fr�hst�ck herunter.

Die Woche ging zum Gl�ck schnell rum. Ich w�rde l�gen, wenn ich behaupten w�rde, dass es mir nichts ausmacht, mir jeden halben Tag zu versauen und mit wehen F��en Heim zu kommen, aber irgendeine Besch�ftigung brauche ich ja auch und vor allem das Geld. Aber jetzt kann ich ja erst mal 2 Wochen ausspannen. Um 2 a.m. geht es los, mitten in der Nacht. Zum Schlafen bin ich irgendwie zu aufgeregt, weil ich das erste Mal so eine Tour mitmache und au�erdem den Platz von Nick und mir besuchen werde. Als erstes geht es n�mlich nach New York und gleich an diesem Abend geben die Jungs dort ihr Er�ffnungskonzert. Ash ist mit seinen Kumpels im vorderen Teil des Busses, ich glaub sie wollen irgend etwas zusammen singen, w�hrend ich mich nach hinten gelegt habe und das Foto von Nick anschaue, welches noch immer von Ashleys Rahmen geziert wird. Da st��t meine S��e zu mir. "Na Maus, was machst du?", fragt sie. "Nichts, nichts bestimmtes", antworte ich und lege es auf meinem Oberk�rper ab. Liz setzt sich zu mir, hebt es auf und blickt es ebenfalls an. "Er fehlt dir immer noch sehr, oder?" Ich kann nur nicken. Liz seufzt. "Ich wei�, dass das schwer f�r dich ist, aber hast du endlich mit Ashley gesprochen?" Dieses Mal sch�ttel ich den Kopf. "Nein, ich wollte, aber ich habe es einfach nicht geschafft", gestehe ich. "Komm her", meint sie und nimmt mich in den Arm. "Ach S��e! Du musst ihm endlich alles erz�hlen, sonst bist du nicht ehrlich zu ihm", redet sie mir ruhig ins Gewissen. "Das wei� ich ja, aber was soll ich denn machen?! Ich wei� ja nicht mal, wo ich anfangen soll!" "Du schaffst das! Irgendwann schaffst du es, aber ich hoffe bald!" Wir halten uns noch eine Weile im Arm ehe wir uns wieder voneinander l�sen. "Kommst du mit vor zu den Guys?", will sie noch wissen. "Ich komme gleich, ok?" Sie nickt und kurz darauf bin ich wieder alleine.

Schlie�lich geselle ich mich zu den anderen. Die Jungs sind immer noch flei�ig am Singen und ich lasse mich neben Liz nieder um zu zuh�ren. Der Song gef�llt mir ziemlich gut. Mein Blick haftet auf Ashley und viele Gedanken gehen mir dabei durch den Kopf, w�hrend ich ihn so ansehe. Bilder von unserem gemeinsamen Tag auf dem Volksfest, unserem ersten Kuss, unseren Umarmungen und seinem L�cheln spielen sich vor mir ab. Er ist ein wunderbarer und einf�hlsamer Mensch, das wei� ich. Liz scheint meinen Blick bemerkt zu haben, denn sie lehnt sich zu mir r�ber. "Er liebt dich! Er wird dich bestimmt verstehen und will dir sicher auch helfen, also gib ihm eine Chance dazu! Du brauchst keine Angst zu haben", fl�stert sie leise. Ich schlie�e meine Augen, atme einmal tief durch und nicke dann.

Als wir ankommen, sind wir alle froh aus dem Bus raus zu kommen. Da war der Flug vom letzten Mal schon gem�tlicher. Es ist zwar bew�lkt, aber trotzdem sieht es nicht nach Regen aus. Es ist ein komisches Gef�hl wieder hier zu sein, in meiner Heimat. "Alles ok, Honey?", will Ash wissen und tritt von hinten an mich heran. "Klar", antworte ich und l�chle. Daraufhin legt er seinen Arm um ich und gemeinsam gehen wir ins Hotel. Bis wir zur Konzerthalle fahren haben wir zum Gl�ck noch 2 Stunden Zeit und nachdem ich einige Sachen ausgepackt habe, beschlie�e ich in die Stadt zu gehen bzw. zu dieser Br�cke. "Ash, macht es dir was aus, wenn ich dich etwas alleine lasse?", spiele ich vorsichtig drauf an. "Wo willst du denn hin?", hakt er nach. "Zu dem Platz von Nick und mir", gestehe ich leise, weil ich nicht wei�, wie er darauf reagiert. "Ach so, kann ich dich begleiten?" "Sicher", stimme ich freudig zu. Ich dachte er h�tte ein Problem damit, dass es mich dort hinzieht und er nicht w�sste, wie er sich vor Ort verhalten soll, wenn er mitgehen w�rde und deshalb bin ich nicht auf die Idee gekommen, ihn danach zu fragen. So gehen wir gemeinsam los.

Auf der Br�cke ist es ziemlich windig. Wir st�tzen uns mit den Armen ab und blicken �ber das Gel�nder hinweg. "Ich h�tte ihn gerne kennen gelernt. Er muss etwas ganz Besonderes f�r dich gewesen sein", gesteht er in die Stille hinein. Wir wenden beide unseren Blick von der Weite ab und sehen uns an. Ich kann nicht fassen, was er da gerade gesagt hat. Er zeigt so unglaublich viel Verst�ndnis. "Du bist auch etwas Besonderes", erwidere ich und streiche mit der Hand �ber seine Wange. Er nimmt sie, k�sst sie und kurz darauf treffen sich unsere Lippen, versinken in einen innigen Zungenkuss. In diesem Augenblick bricht die Wolkendecke auseinander und die Sonne kommt hervor und strahlt uns an. Wir l�sen uns voneinander und ich sehe ihr gl�cklich entgegen. Es ist wie ein Zeichen! Happy fallen wir uns um den Hals, denn auch er hat eine Vorahnung, was das f�r eine Bedeutung haben k�nnte. "Ich liebe dich, Trisha!" Ich l�chle und gebe ihm noch einen kurzen Kuss, bevor wir zur�ck gehen.

Der Soundcheck l�uft nicht ganz so ruhig ab, eher im Gegenteil. Gleich am Anfang gibt es technische Probleme, die B�hnenarbeiter schreien, Mike schreit, die Guys streiten ... in ihrer Garderobe. Nichts l�uft so wie es sollte und die Zeit dr�ngt. Liz und ich halten uns dezent von der Garderobe fern, das sollten die Jungs wirklich alleine kl�ren. Au�erdem denken wir, dass wir da jetzt sicher nur st�ren, denn die Stimmen h�ren wir bis hier. "Gehen wir etwas raus?", schl�gt Lizzy vor. "Ja, das ist eine gute Idee", willige ich ein. Ein St�ck von der Konzerthalle entfernt steht eine Bank auf der wir uns nieder lassen. Ich erz�hle ihr von vorhin, wie die Sonne hervor kam, als wir uns k�ssten. Meine Maus l�chelt. "Es war wie ein Zeichen", spreche ich meine Gedanken von eben aus. "Es sollte so sein, dass wir zueinander finden, genauso wie du und Dan!" "Ja, das denke ich auch", grinst sie. Nach und nach str�men immer mehr Fans herbei, haupts�chlich Girls. Sie plazieren sich an s�mtlichen Eing�ngen, unter anderem auch am Backstageeingang. Es ist ein Gedr�nge und Geschubse, welches immer mehr zunimmt, je mehr Leute kommen. "Mann, bin ich froh, dass ich mir das nicht mehr antun muss", meint meine Maus. Ich kann nur lachen. "Oh ja, ich auch! Gehen wir wieder rein?" Sie nickt. Mit einem doch recht angenehmen Gef�hl gehen wir durch die Fans, die links und rechts durch Absperrungen und Securityleuten zur�ck gehalten werden. "Puh, hoffentlich ist alles wieder in Ordnung bei den Jungs", sage ich. "Das denke ich schon. Sie streiten zwar hin und wieder, haben sich aber bis jetzt immer direkt danach wieder vertragen", erz�hlt Liz. Dies scheint auch dieses Mal wieder der Fall zu sein, denn als wir die B�hne erblicken, ist der Soundcheck bereits im vollen Gange. Gerade singen sie "Girl" an. Mit "These are the days", ihrer neuen Single, ist der Soundcheck beendet. Unschl�ssig, ob wir jetzt wieder mit in die Garderobe k�nnen, stehen Liz und ich vor dem B�hnenrand, doch Dan und Ash nehmen uns diese Entscheidung schon ab, indem sie uns an die Hand nehmen. "Und, wieder alles klar bei euch?", frage ich, als wir dort ankommen. Die Jungs schauen sich erst mal an. "Hat man uns etwas geh�rt?", will Teddy fassungslos wissen. "Bitte?", hake ich nach. "DAS war nun wirklich nicht zu �berh�ren", l�chle ich. Auch die Guys grinsen jetzt allesamt. Damit ist wohl auch meine erste Frage beantwortet. Bis zum Beginn chillen wir noch in der Garderobe. Als die Jungs dann letztendlich auf die B�hne m�ssen, plazieren sich Liz und ich an den Seiteneing�ngen. Das Konzert ist ein voller Erfolg, der neue Song ein Kn�ller. Die Fangemeinde ging sofort mit, was die Band nat�rlich sehr freut. Trotzdem bin ich froh, dass es dann mal aus ist, weil ich ziemlich m�de bin und mir meine Beine weh tun. Und wenn ich meine Maus da so ansehe, scheint es ihr da nicht anders zu gehen.

Mit dem Tourbus geht es sofort zum Hotel, denn als die Jungs die m�den Blicke von uns Girls entdeckt haben, haben sie die Dusche auf sp�ter in ihr Zimmer verschoben. Im Bus lege ich mich schon mal hin, obwohl es sich kaum rentiert, denn schon 10 Minuten sp�ter halten wir vor einem gro�en Geb�ude. Es gibt haupts�chlich Doppelzimmer und ein Einzelzimmer. Ich teile mir eins mit Ashley selbstverst�ndlich.

Bevor ich ihn jedoch ins Bad lasse, belagere ich dieses, um mich schnell abzuschminken und mich auch sonst noch etwas frisch zu machen. Dann g�nne ich ihm endlich seine Dusche, w�hrend ich mich schon mal in die Decken kuschle. Schon � Stunde sp�ter gesellt er sich zu mir. Seine Haare sind noch leicht feucht und kitzeln auf meiner Haut und der angenehme Duft seines Duschgels steigt mir sofort in die Nase. Ash beugt sich �ber mich, sieht mich erst einige Augenblicke an, ehe er langsam seinen Kopf senkt, um mich zu k�ssen. Wieder sp�re ich dieses angenehme Gef�hl in meiner Magengegend. Es vergehen bestimmt Minuten so, bis er sich dann langsam vor tastet. Er schiebt seine Hand unter mein Top und streichelt meinen Bauch. Dies lasse ich noch zu, da es mir sogar richtig gef�llt, aber als er dann weiter nach oben rutscht, wehre ich leicht ab. "Sorry Ash, das geht mir einfach zu schnell", blicke ich ihn entschuldigend an. "Das versteh ich! Ist sonst alles ok?" "Ja klar! Lass mir einfach noch ein bi�chen Zeit, ok?" Er nickt. "Aber wenn dir irgend etwas unangenehm ist, dann kannst du mir das ruhig sagen", f�gt er noch hinzu. "Wie meinst du das?", hake ich leise nach. "Ich habe das jetzt auf nichts bestimmtes bezogen. Ich habe einfach nur das Gef�hl, dass irgendwas nicht in Ordnung ist." "Mach dir keine Sorgen! Es ist alles ok! Wirklich!" Damit gibt zwar er sich zufrieden, ich mich aber nicht, denn .... ich habe schon wieder gelogen! Wieder war da eine Chance ihm alles zu sagen und wieder habe ich sie nicht wahrgenommen!

Der Gedanke daran, Ashley erneut zur�ck weisen zu m�ssen, ohne ihm alles zu erz�hlen, l�sst mich auch in der Nacht nicht schlafen und auch am n�chsten Tag noch nicht los. Ich wei� nicht, wie es bei den Jungs ist, aber Liz ist sofort aufgefallen, dass wieder mal etwas nicht mit mir stimmt. Als wir dann im Bus auf dem Weg nach Boston sind, zieht sie mich deshalb auch erneut in eine ruhig Ecke. "Was ist passiert?", spricht sie mich direkt darauf an. "Ich musste ihn erneut zur�ck weisen", erkl�re ich kurz und sie versteht. Ich senke meinen Kopf mit der Erwartung, dass jetzt wieder ihre �blichen Spr�che kommen, wie "Sags im endlich" usw. Aber nichts dergleichen ist zu h�ren. Mittlerweile wird sie es wohl begriffen haben, dass mir diese Ratschl�ge auch nichts bringen, da sie mir sowieso ununterbrochen durch den Kopf gehen. "Hey, ihr seid gerade 3 Wochen zusammen, da erwartet er sowieso noch nichts von dir. Mach dich also nicht vorzeitig verr�ckt", tr�stet sie mich statt dessen. "Er erwartet vielleicht nicht, dass ich schon bereit bin mit ihm zu schlafen, aber denkst du nicht, dass es ihn verwundert, wenn ich jeder noch so kleinen Z�rtlichkeit abwehre?" Darauf sagt sie jetzt nichts mehr. "Ich kann mich einfach nicht fallen lassen", f�ge ich noch hinzu.

Die Fahrt nach Boston verl�uft ruhig. Trev und Erik, unsere beiden Langschl�fer, haben sich noch einmal hingelegt. Dan kuschelt sich an Liz, die sich nun wieder zu ihm gesellt, Jake h�rt Musik und Ashley... Wo ist der �berhaupt? Ich laufe durch den Bus und finde ihn im hintersten Teil. Er spielt eine langsame Melodie auf seiner Gitarre und singt leise dazu, vor ihm liegt sein Songbook. Ich liebe diesen konzentrierten und gleichzeitig leidenschaftlichen Blick von ihm. Er ist der geborene Entertainer. Gitarre und er, das geh�rt einfach zusammen. Langsam komme ich auf ihn zu und lasse mich vor ihm nieder. Nachdem er eine weitere Zeile aufgeschrieben hat, blickt er auf und l�chelt mich an. "Hey", sagt er, beugt sich vor und gibt mir einen kleinen, aber sanften Kuss. "St�re ich dich?", will ich wissen. "Nein, du inspirierst mich eher", antwortet er. "Darf ich es h�ren?" Jetzt sch�ttelt er den Kopf. "Noch nicht", weicht er mir aus und grinst. "Heute Abend, ok?" "Ok", l�chle ich ebenfalls.

Die Fahrt nach Boston dauert nicht ganz so lange, wie die nach New York. Genauso wie gestern wird nach der Ankunft erst mal eingecheckt, Zimmer verteilt und jeder packt das n�tigste aus. Dann geht es auch gleich weiter zum Soundcheck und am Abend ist das Konzert. Als Ashleys Solo kommt erwarte ich, wie an dem Abend zuvor, "Name", doch er scheint andere Absichten zu haben. "Ich habe in den letzten Tagen einen Song geschrieben, den ich auf dem Weg nach hier vollendet habe. Er handelt von einem ganz besonderen Girl in meinem Leben, der ich ihn auch widmen m�chte. Trisha, du machst mich sehr gl�cklich, seit 3 Woche ganz besonders! Dieses Lied ist nur f�r dich", wendet er sich schlie�lich an mich. Oh mein Gott, ich w�re nie auf den Gedanken gekommen, dass er mit "heute Abend", das Konzert meint. Er widmet mir hier vor 1000den von Menschen einen eigenen Song. Ich bin zu Tr�nen ger�hrt. Langsam spielt er die ersten T�ne auf seiner Gitarre an und singt sogleich dazu. Destiny became love

On a rainy day everything changed in my life

When I pulled by the roads like you

Ignorantly to meet a special person

The destiny united us as I was negligently

Immediately you were furious, I breathless

I noticed it from the outset

You are it, the love of my life

The person whom I always was looking for

Nothing can separate me from you now

Than today I know that destiny became love

Already for a long time I felt more

But for you it was still friendship

It was difficult cause I had fear

Couldn�t show you my true feelings so

I tried to hide it for the first time I could

I noticed it from the outset

You are it, the love of my life

The person whom I always was looking for

Nothing can separate me from you now

Than today I know that destiny became love

Finally I trust my feelings more an more

I saw into your eyes, couldn�t stop

my lips approached yours, touched each other

A marvelous feeling surrounded me

You were exactly the same, I felt it

I noticed it from the outset

You are it, the love of my life

The person whom I always was looking for

Nothing can separate me from you now

Than today I know that destiny became love

I noticed it from the outset

You are it, the love of my life

The person whom I always was looking for

Nothing can separate me from you now

Than today I know that destiny became love

(written by me)

Von Zeile zu Zeile wird mir immer mehr bewusst, dass es unsere Geschichte ist, die er da aus seiner Sicht erz�hlt. Er hat zwar meine Zur�ckhaltung, meine Angst und Nicks Tod ausgelassen, doch dies w�rde dieses wundersch�ne Lied nur st�ren. Statt dessen hat er all seine Gef�hle mir gegen�ber zum Ausdruck gebracht, es ist traumhaft. Und als die letzten T�ne ausklingen merke ich, dass mein Gesicht tr�nen�berstr�mt ist. ICH BIN ES, die Liebe seines Lebens! Es ist f�r mich unbeschreiblich. "Trisha, ich liebe dich", gesteht er mir noch anschlie�end vor der ganzen Menge, bevor er sich von dem Mikro wegdreht. Ich kann mich nicht mehr zur�ck halten und es ist mir egal, ob Mike damit einverstanden ist. Ich gehe zu meinem Engel auf die B�hne und falle ihm um den Hals. "Ich danke dir", fl�stere ich. Er blickt mich genauso gl�cklich an und wir verfallen in einen z�rtlichen Kuss. Mit diesen Moment, mit diesem Song, ist mir eines klar geworden, ich liebe ihn genauso wie er mich. Ich kann es ihm noch nicht mit Worten sagen, aber tief in meinem Herzen sp�re ich es.

Leider muss ich danach wieder von ihm ablassen, da das Konzert seinen weiteren Gang nimmt. Mit "Liquid dreams" verabschieden sie sich von ihren Fans und kommen hinter die B�hne. Lizzy & ich sind schon raus gegangen und warten am Bus, da es uns drinnen ziemlich hei� wurde. Doch wir sind nicht alleine. Die ersten Fans haben sich schon wieder Backstage aufgebaut und erwarten mit gro�em Geschrei unsere Jungs. "Kann ich vielleicht ein Foto von euch machen?", fragt ein Girl sch�chtern. Ich sch�tze sie auf 12 oder 13. "Nat�rlich", erwidere ich sofort und nehme meine Maus in den Arm. "Dankesch�n", meint sie anschlie�end und ist auch schon wieder verschwunden. Es kommen noch mehr Groupies auf uns zu und mit einigen, haupts�chlich den �lteren, k�nnen wir uns auch richtig gut unterhalten. "Ich finde Ashley und du, ihr passt wunderbar zusammen", gesteht mir eine. "Danke, ich bin auch sehr gl�cklich mit ihm", l�chle ich. Als sich dann auch endlich mal die Guys blicken lassen ist erst mal noch gro�e Autogrammstunde angesagt. Endlich k�nnen wir dann in den Bus steigen. Alle sind schon drinnen. Ich warte nur noch auf Ash, der noch ein paar letzte Unterschriften verteilt, ehe er dann l�chelnd auf mich zu kommt. Sogleich legt er seinen Arm und mich und zusammen steigen wir ebenfalls ein. Als wir dann endlich sitzen, blicke ich ihn strahlend an. "Du hast mich heute sehr gl�cklich gemacht. Der Song ist wundersch�n", gestehe ich ihm. "Wenn du willst kann ich ihn dir irgendwann einmal aufnehmen", schl�gt er vor. "Das geht? Und das w�rdest du wirklich tun?" "F�r dich w�rde ich alles tun", erwidert er. "Du bist ein Schatz!" Er l�chelt und streichelt mir �ber die Wange. Wir blicken uns tief in die Augen, kommen uns n�her und versinken in einen endlosen Zungenkuss. Anschlie�end krieche ich in seine Arme, kuschle mich an ihn und schlie�e meine Augen.

"Honey? Hey, Honey", weckt mich Ash. "Aufwachen, wir sind am Hotel", erkl�rt er kurz. Es kommt mir vor als h�tte ich eine Stunde oder so geschlafen, da ich sofort weg war, dabei waren es gerade mal 15 Minuten, wenn �berhaupt. M�de rappel ich mich auf und schleppe mich auf unser Hotelzimmer. W�hrend ich mich bereits bettfertig in die Decke kuschle, steht Ashley noch munter summend im Bad. "Ich bin schon ziemlich aufgeregt vor Donnerstag. Hoffentlich m�gen mich deine Eltern", lasse ich ihn durch die ge�ffnete Badt�r wissen. "Mach dir dar�ber mal keine Gedanken. Meinen guten Geschmack an Frauenhabe ich eindeutig von ihnen geerbt. Das sagt mir meine Mum oft genug", grinst Ash, indem er kurz den Kopf rausstreckt. 5 Minuten sp�ter gesellt er sich dann zu mir. Da wir beide kaputt sind und es morgen ein besonders anstrengender Tag wird, versuchen wir nach einem Gute-Nacht-Kuss sofort Arm in Arm einzuschlafen.

Am n�chsten Morgen geht es weiter nach Chicago. So habe ich mir das Tourleben schon ungef�hr vorgestellt, ziemlich stressig, aber auch sehr, sehr spannend. Ich h�tte nie gedacht, dass ich jemals so viel rum kommen werde. Auch in dieser Stadt ist das Konzert ein riesen Erfolg. Die Menge scheint von Auftritt zu Auftritt noch verr�ckter und noch gr��er zu werden, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, weil das meine ersten Eindr�cke sind. Dieses mal hei�t es n�chtigen im Bus, denn direkt im Anschluss an das Konzert fahren wir weiter nach Redding. Ashley freut sich wahnsinnig, meine Nervosit�t steigt stetig. "Zum Gl�ck haben wir dort einen Tag frei. Du musst n�mlich auch unbedingt Shelli kennen lernen", meint er begeistert. "Shelli?", hake ich nach. "Meine Ex-Freundin", erz�hlt er strahlend. Ich nicke missmutig. "Sie war meine erste Freundin und auch gleich meine erste gro�e Liebe. Mit ihr habe ich sehr viel erlebt, was ich nie vergessen m�chte. Leider hatte sie zu wenig Verst�ndnis f�r meinen Musiktraum und so trennten wir uns. Aber wir sind auch heute noch sehr gut befreundet, deswegen liegt mir auch sehr viel daran, dass ihr euch kennen lernt und versteht." "Wei� sie von mir?", will ich wissen, ohne auf seine vorigen Worte einzugehen. "Ja, ich erw�hne dich st�ndig." Ich freue mich ja, dass er sich trotz Trennung noch so gut mit ihr versteht, doch er scheint nicht bemerkt zu haben, dass mir es etwas weh tut, erst jetzt von ihr zu erfahren. Ich will jetzt aber nichts mehr davon h�ren und so verziehen wir uns ins Bett, ohne noch einmal dar�ber zu sprechen.

Ich werde durch ein Streicheln geweckt. Ashleys Hand wandert meinen Arm auf und ab. Als er sieht, dass ich wach bin, l�chelt er. "Hey!" Langsam beugt er sich �ber mich und gibt mir einen kurzen Kuss. Seine Hand gleitet langsam zu meinem Bauch �ber und ... unters T-Shirt. "Ash", sage ich und mache ihm damit klar, dass ich das nicht m�chte. "Sorry", meint er und zieht sich sofort zur�ck. "Hey, tut mir leid!", erwidere ich sofort. "Es ... es hat nichts mit dir zu tun, wirklich", f�ge ich noch schnell hinzu. "Ist schon in Ordnung, ich bin dir nicht b�se", sagt er daraufhin und steht auf. Ich merke an seinem Tonfall, dass er das nicht ganz so meint, wie er es sagt. "Wo willst du hin?", will ich wissen. Ash zuckt mit den Schultern. "Ich schau mal nach den anderen." Und schon ist er verschwunden. Ich glaube den letzten Satz h�tte ich mir sparen sollen. Ich bleibe noch liegen und gr�ble eine Weile nach, ehe ich dann auch aufstehe. Wir sind noch immer unterwegs. Ich schaue auf die Uhr und stelle fest, dass wir noch eine Stunde etwa fahren m�ssen. Als ich die T�r langsam �ffne, f�llt mein Blick sofort auf Ash und Dan, die auf der Seite sitzen und sich unterhalten. Sie haben mich allerdings noch nicht entdeckt und so schlie�e ich die T�r langsam wieder, jedoch nicht ganz, damit ich etwas h�ren kann. Normalerweise lausche ich nicht, aber nach Ashleys Abgang vorhin, ist das jetzt unvermeidlich. "Ich dachte du w�rst so gl�cklich mit ihr", h�re ich Dan sagen. "Das bin ich auch, sehr sogar! Aber ich werde das Gef�hl einfach nicht los, dass sie mir etwas verschweigt. Da ist irgendetwas...", sagt Ash. "Wenn da wirklich etwas ist, wird sie es dir schon erz�hlen. Aber vielleicht bildest du dir das nur ein und sie braucht wirklich nur noch etwas Zeit", wieder Dan. "Ich dr�nge sie ja zu nichts, schlie�lich will ich nicht mehr als ihr ETWAS n�her zu kommen. Ich habe wirklich kein Problem damit, dass sie es noch immer nicht erwidert, wenn ich ihr meine Liebe gestehe, aber mittlerweile traue ich mich nicht einmal mehr sie in den Arm zu nehmen, weil ich Angst habe, dass sie mich erneut zur�ck weist." "Du meinst, sobald du etwas z�rtlich wirst, wehrt sie es ab?", hakt Dan nach. Ashley scheint zu nicken, denn ich h�re keine Antwort von ihm. "Und wenn du sie mal darauf ansprichst?" "Das bringt auch nichts, das habe ich schon so oft versucht." "Sie hat dich wirklich gern, Ashley! Sonst h�tte sie nicht so viel Gef�hl gezeigt, bei deinem Song. Au�erdem kommt sie ja auch immer mal wieder auf dich zu." "Ich wei�, dass ihr etwas an mir liegt. Ich frage mich nur, wie viel?! Wenn sie mir nichts erz�hlt, dann habe ich das Gef�hl, sie vertraut mir nicht. Ich glaube, sie ... ich glaube, sie wird mich nie lieben k�nnen", sagt Ashley mit etwas z�gern. Diese Worte rei�en mich v�llig aus dem Ruder. Leise lasse ich die T�r nun wieder ganz ins Schloss fallen, rutsche an ihr herunter und bleibe am Boden mit angezogenen Knien sitzen. Tr�nen bahnen sich �ber meine Wangen und bald ist mein ganzes Gesicht �berstr�mt. Ich dachte immer er w�sste es auch, ohne das ich es in Worte fassen muss. Ich liebe dich, Ashley Ward Parker Angel! Warum kann ich ihm das nicht endlich sagen? Warum musste mir dieser Kerl das antun und somit mein Leben so unertr�glich schwer machen? Warum? Ich gerate in einen wahren Heulkrampf und kann nur hoffen, dass mich keiner h�rt. Da ich mich im mittleren Teil des Busses befinde, k�nnte jeder Zeit einer von links oder rechts kommen. Obwohl, links k�nnte es Probleme geben, da ich ja mit dem R�cken an der T�r lehne und diese nach innen aufgeht, aber von rechts... Und so ist es jetzt auch der Fall. Keine 2 Minuten sp�ter steht Lizzy im Raum und findet mich v�llig fertig vor. "Hey Mausi, was ist denn los?", l�uft sie sofort zu mir und nimmt mich in den Arm. Ich kann nicht sofort sprechen, da die Tr�nen meine Stimme ersticken und so setzen wir uns erst mal aufs Bett. "Ashley glaubt ich liebe ihn nicht", erz�hle ich schlie�lich, immer noch leicht schluchzend. "Wieso? Was ist denn passiert?" "Ich habe geh�rt wie er sich mit Dan unterhalten hat. Er meinte, weil ich ihn nicht an mich ran lasse, dass ich ihn nie lieben werde." Meine beste Freundin sagt erst mal gar nichts darauf, sondern reicht mir ein Taschentuch und h�lt mich weiterhin im Arm. "S��e, ich denke jetzt ist es aller h�chste Zeit! Wenn du ihn nicht verlieren willst, dann musst du endlich mit ihm reden. Schau, er will doch auch nur Gewi�heit. Wenn du ihn liebst, dann musst du ihm auch vertrauen, unabh�ngig davon, ob du ihm schon deine Liebe gestehen kannst, oder nicht", r�t mir Liz. Ich nicke. "Ich spreche mit ihm! Sobald wir alleine sind!" "Ok! Du wirst sehen, dann geht es dir auch besser." Nun trockne ich wieder ganz meine Augen, bevor Ash noch etwas davon mitbekommt und dann v�llig verwirrt ist. 5 Minuten sp�ter sieht man mir so gut wie nichts mehr an und so stehen wir auf und gehen zu den anderen. Ich wei� nicht, wie ich mich jetzt Ashley gegen�ber verhalten soll, da er ja nicht merken darf, dass ich alles mitgeh�rt habe. Bei Ashley und Dan sitzt jetzt mittlerweile auch Teddy. V�llig normal versuche ich zu Ash zu gehen, mich neben ihn zu setzen und seine Hand zu nehmen. Vorsichtig blicke ich zu ihm auf, um zu sehen wie er darauf reagiert, doch er l�chelt. Erleichtert erwidere ich dieses.

Schlie�lich kommen wir in Redding an, Ashleys Heimatstadt. Endlich raus aus diesem Bus. Die anderen 4 Jungs, Liz & Mike werden auch hier in ein Hotel gehen, w�hrend Ash und ich bei ihm zu Hause schlafen. Heute Mittag sind wir allerdings alle erst mal bei seiner Mum zum Essen eingeladen. Der Bus setzt Ash und mich direkt vor seiner Haust�r ab, w�hrend die anderen noch weiter zum Hotel fahren, um dort einzuchecken etc. und dann nachzukommen. "Bis sp�ter", meine ich noch zu den anderen, ehe wir aussteigen. "Oh mein Gott, bin ich nerv�s", fl�stere ich meinem Engel zu, w�hrend wir auf die Haust�r zu. Er dr�ckt meine Hand jetzt etwas fester. "Das sind doch nur meine Eltern", grinst er. "Eben", erwidere ich. In diesem Augenblick wird die T�r aufgerissen und eine Frau mit langen blonden Haaren kommt zum Vorschein. "Mum", ruft Ash sogleich und umarmt sie. "Da seid ihr ja endlich! Sch�n dich wiederzusehen, mein Sohn", meint sie w�hrenddessen. Schlie�lich l�sen sie sich voneinander und der Blick f�llt auf mich. "Mum, dass ist Trisha", stellt Ash mich ihr vor. "Du bist also das M�dchen, dass meinem Jungen den Kopf verdreht hat." Ich grinse. "Es freut mich sehr Sie kennen zu lernen, Mrs. Angel", sage ich h�flich. "Oh bitte, nenn mich Paula", erwidert sie, bevor sie auch mich kurz umarmt. "Ok, Paula", willige ich ein. "Jetzt kommt doch rein", sagt sie anschlie�end und wir gehen ins Haus. "Ronald, kommst du, die Kinder sind da", ruft sie ins Innere, nachdem sie die T�r hinter sich geschlossen hat. Ich kann �ber die Bezeichnung, die uns Paula gerade gegeben hat, nur grinsen. "Sind Annie und Emily auch da?", fragt Ashley. "Noch nicht, die beiden kommen aber jeden Augenblick." Nun erscheint ein etwas kr�ftiger Mann im Raum. "Hi Dad", begr��t Ashley ihn und umarmt ihn ebenfalls. "Dad, das ist Trisha, Trisha, mein Dad." "Hallo Mr. Angel!" Wie auch Paula zuvor, bittet mir Ron das "Du" an.

Wir sind gerade dabei den Tisch zu decken, als an der T�r klingelt. Ashley geht um zu �ffnen und kurz darauf stehen die Guys, meine Maus und Mike im Haus. Paula und Ron begr��en alle und kurz darauf k�nnen wir uns schon an den Tisch setzten, da das Essen fertig ist. Es gibt Lasagne, Ashleys und mein Lieblingsgericht. Wir werden uns eben immer �hnlicher. Annie und Emily sind noch immer nicht aufgetaucht. "Das sie immer zu sp�t kommen m�ssen. Eigentlich habe ich sie nur kurz zum Einkaufen geschickt", meint Paula. "Es schmeckt wirklich sehr gut, Paula", gestehe ich. Mann ist ja h�flich :-) "Das freut mich, Trisha! Erz�hl doch mal ein bi�chen von dir." Oh Gott, was soll ich ihr denn jetzt erz�hlen, wie schrecklich mein Leben war, bis ich Ashley kennen gelernt habe? "Mum, bitte! Du musst sie doch jetzt nicht ausfragen", kommt mir zum Gl�ck mein Engel zur Hilfe. "Entschuldigung", sagt Paula daraufhin und widmet sich wieder dem Essen. "Annie", springt Ashley in dem Augenblick auf. "Hi, Bruderherz", begr��t diese ihn. Als auch Emily zu uns gesto�en ist, stellt Ashley mich und Liz den beiden vor. Schlie�lich sind wir vollz�hlig am Tisch. "Ashley, Shelli hat schon angerufen und gefragt, ob du schon da w�rst. Ich glaube, sie kann es kaum abwarten dich wiederzusehen", erz�hlt ihm Emily. Ich erschrecke leicht und lasse meine Gabel fallen � peinlich! Jetzt sind alle Blicke auf mich gerichtet. "Wie dumm von mir", meine ich und l�chle. Meine Augen richten sich zu Liz, die mir gegen�ber sitzt und die sich ernsthaft ein Lachen unterdr�cken muss. Ich deute ihr mit einem Blick, dass sie sich ja zur�ckhalten soll. Ich bin nun mal nicht gut auf diese Shelli zu sprechen! Was ist wenn sie zu ihm zur�ck will? Wird er darauf eingehen, da sie mit Sicherheit nicht so verklemmt ist, wie ich? "Lad sie doch am besten gleich zu dem Konzert heute Abend ein. Sie hat euch doch schon so lange nicht mehr performen gesehen", schl�gt Annie vor. Hallo? Geht�s noch? Reicht es nicht, wenn ich sie morgen schon zu Gesicht bekomme? Anscheinend nicht! "Das ist eine gute Idee, Annie! Ich werde sie nachher gleich anrufen", meint Ashley dazu. Na toll! "Dad, kommst du heute Abend auch zu dem Konzert", spricht Ash Ron vorsichtig darauf an. Von Liz wei� ich, dass und warum Ashleys Dad gegen seine Karriere ist und es regelrecht verabscheut, wenn er auf derartige Events angesprochen wird, doch Ash w�rde es immer wieder versuchen. "Es w�rde mir sehr viel bedeuten", spricht er weiter. Ronald atmet tief durch. "Du wei�t, dass ich dich achte, Ashley und das ich immer f�r dich da bin, aber ich habe dich gebeten, diese Seite deines Lebens drau�en zu lassen, wenn du hierher kommst. Ich kann mir das nicht anschauen, wie du auf der B�hne stehst und dich fast t�glich vor 1000den von Menschen verkaufst", �u�ert sich Ron dazu. Ich glaube, er scheint vergessen zu haben, dass Mike auch noch am Tisch sitzt... Aber auch er scheint �ber die Ansichten seines Vaters bereits Bescheid zu wissen. Ashley steht auf und geht raus in den Garten. "Mensch Ronald, musst du denn immer so direkt sein. Er will doch nur, dass du mal einen Einblick bekommst in das Leben, dass er so liebt", redet Paula, zwar sanft aber bestimmt, auf ihn ein. "Entschuldigt mich bitte", meine ich, stehe auf und folge Ashley. Er hat sich im Garten auf die kleine Bank gesetzt, die Beine angezogen und die H�nde auf den Knien abgelegt. Sein Blick gilt der anderen Stra�enseite, die man durch das kleine Gartentor sehen kann, so sieht er mich auch nicht kommen. "Hey", meine ich und lege eine Hand auf seine. Jetzt wendet er seinen Kopf mir zu. "Alles klar?", hake ich nach und setzte mich zu ihm. Unsere Finger verhaken sich. Er nickt. "Ja, es geht schon", sagt er leise. "Ich wei� wie das ist. Meine Mum wollte auch nie etwas von meinen W�nschen und Sehns�chten h�ren", erz�hle ich. "Bei mir war es also das gleiche, nur umgekehrt." "Das tut mir leid!" "Das muss es nicht! Dein Vater liebt dich und er ist mit Sicherheit auch in gewisser Weise stolz auf dich, aber vielleicht will er nur, dass du nicht die selben Fehler machst, wie er." "Das kann ich mir schon vorstellen, aber was ist dabei einmal ein Konzert zu besuchen? Nur weil uns viele anhimmeln, hei�t das doch noch lange nicht, dass ich mich verkauft habe, ich habe auch weiterhin Rechte", erkl�rt mir Ash seinen Standpunkt. Einen Moment lang sagen wir beide gar nichts. "Jetzt warte erst mal ab, vielleicht �berlegt er es sich ja noch und kommt doch." "Danke, Trisha", meint er daraufhin. "Du brauchst mir f�r gar nichts zu danken, das ist selbstverst�ndlich und au�erdem habe ich ja eigentlich gar nichts gemacht." Wir umarmen uns und geben uns noch einen Kuss, bevor wir wieder rein gehen. "Gehst du wieder zu den anderen, ich rufe noch schnell Shelli an, wenn das ok ist und komm dann auch", meint Ashley. "Ist ok", sage ich und gehe wieder in das Esszimmer. "Alles in Ordnung mit ihm?", fragt Paula sogleich, als ich den Raum betrete. Ich nicke. "Trisha, es tut mir leid! Hab jetzt kein schlechtes Bild von mir, aber mir tut es einfach zu weh", versucht Ron zu erkl�ren. "Ist schon ok, Ronald! Ich versteh das und Ashley auch, ihm hat es nur ziemlich weh getan, dass du meintest, er h�tte sich verkauft", erwidere ich. "Es war vielleicht wirklich der falsche Ausdruck, aber ich habe schon so oft versucht ihm das zu erkl�ren." "Ihm liegt eben ganz viel daran dir zu zeigen, dass er mit dem, was er tut, weder ein Fehler noch ein Risko eingeht. Ich denke, er m�chte einfach nur, dass du stolz auf ihn bist", versuche ich Ashleys Standpunkt zu erkl�ren. Mir gelingt das so gut, da ich, wie gesagt, mit meiner Mum ungef�hr die selben Probleme hatte. "Wo ist er denn jetzt?", fragt meine Maus. "Er ruft Shelli an und kommt dann auch", antworte ich.

Mit der Zeit verteilen sich alle. Mike und Ron unterhalten sich im Wohnzimmer, Liz und ich helfen Paula beim abr�umen und abwaschen, die Guys haben sich in den Garten verzogen, samt Ashley, Annie und Emily sind noch oben. Da f�llt mir ein, ich habe ja noch gar nicht Ashs Zimmer gesehen.

Kurz bevor wir schlie�lich los m�ssen, wegen dem Soundcheck und den anderen Vorbereitungen sehe ich Ash und sein Dad noch mal zusammen stehen, vor dem Haus. Ashley hat seinen Kopf gesenkt und Ron hat ihm eine Hand auf die Schulter gelegt und sagt irgendetwas. Schlie�lich umarmen sich die beiden gerade, als wir auch alle aus dem Haus kommen. "Bis heute Abend, Mum", verabschiedet sich Ash. Sein Dad scheint also wirklich nicht seine Meinung ge�ndert zu haben. "Ja, bis heute Abend. Kommt Shelli denn?" Ashley nickt.

Bei der Halle angekommen hei�t es f�r Liz und mich erst mal wieder nur rum sitzen. Ok, und zuh�ren, wir sind n�mlich beim Soundcheck dabei. Immer wieder fasziniert mich Ashley mit seinem Ausdruck, wenn er die Augen schlie�t, sich ganz auf den Text, den er singt, konzentriert und seine ganze Leidenschaft hinein steckt. Genau das muss Ron sehen, er muss sehen wie er sich der Musik hingebt, in ihr aufgeht und sie liebt, vielleicht kann er Ash dann besser verstehen. Aber wie soll das funktionieren, wenn er sich strikt dagegen weigert, eins seiner Konzerte zu besuchen?! Nachdem alle Lieder, mal kurz, mal l�nger, manchmal auch �fter, angespielt wurden, gehen wir zusammen in die Garderobe und warten dort die Zeit bis zum Auftritt ab, wie jedes mal. 20 Minuten vor Beginn betritt ein M�dchen, ich sch�tze sie Anfang 20, mit langen schwarzen Haaren, den Raum. "Shel", springt Ash auf und umarmt sie. Das ist sie also. Wenn ich sie mir so ansehe, verst�rken sich meine Zweifel von heute Mittag wieder etwas. Sie wirkt viel erwachsener, damenhafter und ist vielleicht auch um einiges h�bscher als ich, aber dies kann ich selber nicht so gut einsch�tzen. Nacheinander begr��en sie alle, ich bin die letzte, da ich ja noch v�llig fremd bin. "Shel, dass ist Trisha", stellt er mich ihr vor und ich sehe wie seine Augen irgendwie leuchten, bei der Nennung meines Namens. Er liebt mich und nicht sie, ich muss ihm vertrauen und eifers�chtig m�chte ich auf keinen Fall wirken. "Hi! Ashley hat mir schon viel von dir erz�hlt", begr��e ich sie. "Das beruht auf Gegenseitigkeit", l�chelt sie daraufhin. Eigentlich wirkt sie ja ganz nett. Kurz bevor die Guys auf die B�hne m�ssen taucht auch noch Paula auf, mit... Nein, Ron ist tats�chlich nicht dabei. "Na ihr beiden", kommt sie auf mich und Shelli zu. "Hallo Paula", meint Shelli zu ihr. "Mausi, kommst du?", rufe ich Liz, als wir uns in den B�hnengraben stellen sollen. Sofort eilt sie herbei, ich hake mich bei ihr ein und wir gehen zusammen mit den anderen zwei vor die B�hne. Mit "Take me under" er�ffnen sie das Konzert. Ich finde die Choreographie dazu einfach klasse. Danach folgt "Baby I would", wo Ashley seine Leidenschaft auf das Klavier �bertr�gt. Nach 2 Stunden Live-Show verabschieden die Guys sich von der Menge und verschwinden Backstage, wir folgen.

Erik, Trev, Jake, Dan, Liz und Mike fahren mit einem Van ins Hotel, wir mit Ashleys Wagen nach Hause. Auf dem Weg dorthin, setzen wir Shelli ab. "Sehen wir uns noch mal?", richtet sie sich an Ash, bevor sie aussteigt. "Ich wollte Trisha etwas die Gegend zeigen. Du kannst gerne mitkommen, dann k�nnen wir ihr ein paar "unserer" Pl�tze zeigen", schl�gt Ashley vor und l�chelt mich dabei an. "Klar, dann sehen wir uns morgen! Bis dann!" Shelli schl�gt die T�r zu und weiter geht�s. Sie ist wirklich eine ganz Liebe. Ich habe w�hrend des Konzertes etwas nach gedacht und festgestellt, dass ich richtig fies war. Ich war eifers�chtig auf Shelli, hab schon fast einen Hass entwickelt gegen sie, bevor ich sie �berhaupt kannte und wollte nichts von ihr h�ren oder sehen. H�tte Ashley vor 2 oder 3 Stunden den Vorschlag gemacht, mir besondere Orte von ihnen zu zeigen, w�re ich wahrscheinlich auch wieder ausgerastet und dieses mal vielleicht nicht nur in meinen Gedanken. Ich habe beim Nachdenken festgestellt, dass ich mich zum krassen Gegenteil von Ashley entwickle. Er zeigt Verst�ndnis f�r Nick, kommt freiwillig mit zu "unserer" Br�cke, fragt mich �ber ihn aus, h�tte ihn gern kennen gelernt � und ich?! Das hat jetzt ein Ende! Nur gut, dass ich mich Ashley gegen�ber bis jetzt zur�ck gehalten habe. Jetzt freue ich mich auf ein normales Bett. Im Tourbus ist es zwar nicht unbequem zu schlafen, schon gar nicht f�r mich, wo ich schon N�chte DRAU�EN verbracht habe, aber ein richtiges Bett ist doch etwas anderes. Im Angel Haus w�nscht uns Paula sogleich eine gute Nacht und verschwindet im Schlafzimmer. "Jetzt m�chte ich aber endlich dein Zimmer sehen", sage ich zu Ashley. Kaum habe ich den Satz zu Ende gesprochen, da nimmt mich Ashley auf den Arm und tr�gt mich die Stufen nach oben. "Ash, du bist verr�ckt! Wir sind doch nicht verheiratet", lache ich. "Noch nicht", antwortet er darauf und legt mich in dem Augenblick auf seinem Bett ab. Jetzt ist es still, wir blicken uns in die Augen und sogleich beugt er sich �ber mich. Seine Lippen ber�hren meine, es ist kein richtiger Kuss, nur eine kurze Ber�hrung. Dieses Spiel wiederholt sich 3 mal, ehe wir uns richtig k�ssen. Ich lege meine Arme um ihm, streichle seinen R�cken und dr�cke ihn n�her heran, so dass er schlie�lich seitlich auf mir liegt. Da sp�re ich einerseits erneut das Verlangen nach ihm, andererseits aber auch die Angst und die ist leider wieder viel gr��er. Wir k�ssen uns noch einige Minuten, als Ash sich erhebt. "Ich sollte noch duschen gehen", grinst er. "Nicht weglaufen", f�gt er hinzu, bevor er das Zimmer verl�sst.

Doch bevor er zur�ck kommt, bin ich bereits eingeschlafen, unabsichtlich.

"Na, du Langschl�ferin", begr��t mich Ash. Als ich meine Augen aufschlage, steht er bereits angezogen vor mir und gibt mir jetzt einen kurzen Kuss. "Sorry, dass ich gestern eingeschlafen bin, aber ich war so m�de", entschuldige ich mich. "Kein Problem! Wir haben ja heute Abend auch noch Zeit zum kuscheln", grinst er daraufhin. Heute? Oh Gott, heut ist der Tag der Wahrheit, f�llt mir ein. Dieses mal ziehe ich es durch! "Alles ok, Hon?" "Ja", l�chle ich. Ich stehe auf und geh unter die Dusche.

"Ashley, ich muss dir was sagen. Ich wei�, ich h�tte schon viel fr�her mit dir dar�ber reden sollen, aber..." Ach Schei�e! Ich schleudere meine B�rste zur�ck zu meinen anderen Sachen. Das war jetzt schon der dritte Versuch und ich wei� immer noch nicht, wie ich anfangen soll. Wo wird das alles blo� enden?! Schlie�lich habe es doch noch geschafft meine frisch gewaschenen Haare zusammen zu binden, aber eine passende Einleitung habe ich immer noch nicht auf Lager. Was soll�s! Irgendwas wird mir schon einfallen. Meistens ist es eh so, dass man ganz andere Worte verwendet, als die, die man sich vorher zurecht gelegt hat. Ron, Paula, Annie, Emily und auch Ashley, sind schon mitten beim fr�hst�cken, als ich zu ihnen sto�e. Ich schaffe es gerade noch 2 Croissants zu essen, als auch schon Shelli putzmunter in der T�r steht. Vielleicht h�tte ich mich doch etwas mehr im Bad beeilen soll... "Wir sind dann weg", ruft Ash noch in die K�che. "Ja, aber kommt nicht zu sp�t zur�ck heute Abend, wegen dem Essen! Viel Spa�!", ruft Paula zur�ck. Die Zeit hier in Redding ist wirklich wundersch�n bis jetzt. Ich f�hle mich wieder wie in einer richtigen Familie, als wenn ich schon richtig dazu geh�ren w�rde. Ashleys Eltern, seine Schwestern und Shelli haben mich wirklich herzlich aufgenommen.

Mit Ashs Wagen fahren wir an die verschiedensten Stellen und sind fast den gesamten Tag ununterbrochen unterwegs, ohne mal eine kleine Pause zu machen, weil es einfach SO viel zu sehen gibt. Mittags essen wir, wie sollte es anders sein, bei McDonalds. Nat�rlich wird mein Engel st�ndig von irgendwelchen Teenies mit Autogramm- und Fotow�nschen aufgehalten. Als dies gerade wieder der Fall ist und Shel & ich etwas weiter abseits stehen, spricht sie mich in gewisser Weise darauf an. "Kommst du gut damit klar, dass er von 1000den von Menschen auf der ganzen Welt geliebt wird und das sie soviel unterwegs sind?", will sie wissen. "Eigentlich schon! Er ist ein Star und ich bin froh, wenn sie Erfolg haben. Diese Menschen, egal ob sie noch ziemlich jung sind oder schon �lter, lieben die Jungs einfach f�r das, was sie tun und sie haben ihm damit zu diesem Leben verholfen. Sein gr��ter Wunsch ist in Erf�llung gegangen und wenn er gl�cklich ist, dann bin ich das auch", erkl�re ich l�chelnd. "Das stimmt, aber es ist auch viel schlechtes damit verbunden. Man muss andere Sachen zur�ck stecken und es respektieren nur noch an 2. Stelle zu kommen. Ich konnte das nicht....", erkl�rt Shelli. "Ich versteh das! Ihr habt euch schon davor gekannt und dann pl�tzlich diese Umstellung... Noch dazu kam mit meinem mal diese enorme Entfernung. Nicht jeder hat die Kraft eine Fernbeziehung zu f�hren, ich h�tte sie, glaub ich, auch nicht. Dadurch, dass ich bei ihnen wohne, sehe ich ihn eigentlich t�glich und wenn sie mal weiter weg m�ssen oder f�r l�ngere Zeit, versuche ich einfach mitzukommen. Ich kann mir ein Leben ohne diese chaotischen Guys gar nicht mehr vorstellen." Wir m�ssen beide lachen. "Gehen wir weiter, Girls", schl�gt Ashley vor und legt um uns beide jeweils einen Arm. "Weiberheld", schmei�e ich ihm daraufhin grinsend an den Kopf. Mit Shelli kann man sich echt gut unterhalten. Mittlerweile bin ich richtig froh sie kennen gelernt zu haben. Bei diesen Gedanken wird mir bewusst, dass das der erste Tag ist, an dem ich meine Maus kein einziges mal sehe. Der erste Tag ohne sie, seit wir uns kennen und ich merke, dass mir was abgeht. Wahrscheinlich kuschelt sie gerade mit Dan. Die beiden lieben sich ja auch abg�ttisch.

Am fr�hen Abend kommen wir wieder Heim. Zuvor haben wir uns ausgiebig von Shelli verabschiedet, da wir sie ja leider nicht mehr sehen. Morgen sind wir um die Zeit schon wieder in San Francisco. Sie w�rde sich auch sehr freuen, wenn wir uns bald mal wieder sehen. Zuhause f�hle ich mich komisch und mein Hals scheint sich mit jeder Sekunde noch enger zu zuschn�ren. Da Paula noch nicht ganz mit dem Essen fertig sind setzen wir uns im Wohnzimmer auf die Couch, als mein Handy l�utet. "Hi Souli", begr��t mich Liz freudig. "Hi Mausi", erwidere ich genauso erfreut. "Na, was habt ihr heute so gemacht?" "Wir waren bis eben mit Shelli unterwegs und haben uns fast ganz Redding angeschaut. Ich bin ziemlich erledigt", erz�hle ich ihr. "Und ihr beiden?" "Ach, Dan und ich haben den freien Tag mal richtig genutzt, um uns wirklich auszuruhen. Wir haben es uns einfach nur gut gehen gelassen und uns gegenseitig verw�hnt", berichtet sie und ich sehe ihr Grinsen dabei quasi vor mir. "Ok S��e! Du musst nicht weiter reden, ich wei� was du meinst und brauche keine Details", lache ich, worauf sie sogleich mit einstimmt. "Und sonst, alles klar?", fragt sie dann wieder ernst. Ich wei�, auf was sie mit diesen Worten anspielt. "Ja, Ashley sitzt neben mir auf der Couch und gleich gibt es Essen", antworte ich, um ihr deutlich zu machen, dass ich in der Situation nicht �ber gewisse Dinge sprechen kann. "Ok, dann gr�� ihn ganz lieb von uns allen hier und viel Gl�ck, falls ... du wei�t schon!" "Danke, kann ich gebrauche! Gr�� die anderen auch ganz lieb von uns! Bis morgen!" "Joa, bis morgen! Tsch�ssi!" "Liebe Gr��e von allen", gebe ich an Ash weiter. "Danke!"

5 Minuten sp�ter finden wir uns alle am Tisch ein. Ich habe kaum Hunger, eigentlich bringe ich rein gar nichts runter, aber um nicht auff�llig zu erscheinen, esse ich eine einigerma�en normale Portion. "Was wollen wir jetzt noch machen? Vielleicht einen Spaziergang?", fragt Ash anschlie�end. "Mmh, ich wei� nicht! K�nnen wir nicht einfach hier bleiben, wir sind heute schon so viel gelaufen", antworte ich. "Ok, k�nnen wir auch", meint er daraufhin. Wir helfen Paula noch beim abr�umen und da sie darauf besteht den Abwasch alleine zu machen, gehen wir gleich nach oben.

Die Treppe kommt mir ziemlich lang vor, da jeder Schritt mir noch schwerer erscheint als der vorige. Mein Herz schl�gt wie wild, meine H�nde sind feucht. Ashley legt sich aufs Bett, in Seitenlage, mit dem einen Arm st�tzt er seinen Kopf und in dieser Position sieht er mich zuckers�� an. Diese Augen, dieses L�cheln, wie sehr ich das alles liebe, wie sehr ich ihn liebe. Ich schlie�e die T�r und setze mich zu ihm. Ashley richtet sich auf und will mich k�ssen, doch ich weiche ihm aus, ich muss das jetzt endlich hinter mich bringen. "Ashley, ich muss mit dir reden", fange ich an. "Ich h�tte dir das alles schon viel fr�her erz�hlen sollen und ich hoffe, dass du mir nicht b�se bist, weil ich es so lange vor dir geheim gehalten habe, sondern dass du mich verstehst, wenn ich geendet habe." "Worum geht es denn? Du klingst so ernst", sagt er und setzt sich normal neben mich. "Diese Sache ist auch ernst und es f�llt mir sehr schwer dir davon zu erz�hlen. Ich habe schon mehrere Versuche unternommen, um dir davon zu berichten, aber entweder habe ich gar nicht erst angefangen oder habe etwas ganz anderes gesagt, als ich eigentlich wollte. Es geht darum, dass du mich eigentlich gar nicht kennst, du wei�t so vieles nicht �ber mich, du wunderst dich, warum ich deine Z�rtlichkeiten ablehne und ich m�chte dir heute sagen warum. Und wenn wir jetzt schon mal bei der ganzen Wahrheit sind, dann m�chte ich dir auch gleich gestehen, dass ich gestern im Tourbus gelauscht habe, als du dich mit Dan �ber mich unterhalten hast. Es tut mir leid und ich wollte das auch gar nicht, aber nach deinem Abgang, wusste ich nicht mehr woran ich bin und deswegen konnte ich nicht anders", gestehe ich. Ich traue mich nicht, ihm jetzt, nach diesem Gest�ndnis, ins Gesicht zu blicken, doch er dreht es zu sich. "Hey, dass ist doch jetzt v�llig unwichtig. Wichtig ist, dass dir etwas auf dem Herzen liegt. Du wei�t, dass du mir alles sagen kannst und wenn ich ehrlich bin, bin ich froh, dass du endlich gekommen bist. Ich habe immer gemerkt, dass du mir etwas verheimlichst. Ich habe auch immer gesp�rt, dass du darunter selber leidest, habe es also nie als schlecht oder negativ gedeutet", erwidert Ashley. Ich atme tief durch. "Es hat alles in meiner Familie begonnen. Eine richtige Familie hatte ich auch dann schon nicht, weil meine Mum irgendwie immer wie ein Fremdk�rper wirkte, sie schenkte mir keine Geborgenheit, interessierte sich auch nicht f�r meine W�nsche oder dergleichen. Auch meinen Dad behandelte sie schlecht, aber er liebte sie zu sehr um sie zu verlassen. Im Gegensatz zu meiner Mum k�mmerte er sich auch richtig gut um mich. Eines Tages jedoch, erz�hlte er mir, dass meine Mum mich damals eigentlich gar nicht haben wollte. Sie wollte abtreiben und hat es nur nicht getan, weil es der Wunsch meines Vaters war. Er meinte, ich h�tte ein Recht darauf das zu erfahren. Ich war v�llig fertig, zog mich 3 Tage in mein Zimmer zur�ck, ehe ich meine Mum darauf ansprach. Sie versuchte erst gar nicht sich raus zu reden, sondern packte statt dessen endg�ltig ihre Koffer und verschwand. Tja, und dann nahm alles seinen Lauf. Mein Dad war am Boden zerst�rt, weil er sich ein Leben ohne sie einfach nicht vorstellen konnte, obwohl sie ihn nicht mal ann�hernd so sehr liebte, wie er sie. Ich versuchte ihn zu tr�sten und meinte immer, dass wir das beide schaffen w�rden dar�ber weg zu kommen und uns einfach gegenseitig helfen m�ssten. Oft stimmte er mir zu, manchmal nicht. Irgendwann kam es immer h�ufiger vor, dass er sich gegen meine aufbauenden Worte regelrecht wehrte und immer das Gegenteil behauptete, von dem was ich sagte. Er ver�nderte sich v�llig, ertrank im Selbstmitleid und nahm keine R�cksicht mehr auf mich. So kannte ich ihn nicht, er war immer f�r mich da gewesen und pl�tzlich gab es nur noch ihn in seinem Leben. Die Lage spitzte sich zu, als er seine Sehnsucht mit Alkohol ausglich. Anfangs nur abends, dann immer h�ufiger und �ber den ganzen Tag verteilt. Er wurde s�chtig und wenn er gerade mal n�chtern war, versuchte ich ihm das klar zu machen und ihn zu einer Therapie zu �berreden. Dann hatte er auch �fter wieder nette Worte f�r mich �brig und meinte, dass er das schaffen werde und sich mal umh�rt usw. Doch am n�chsten Tag bot sich mir wieder genau das selbe Bild, als ich von der Schule heim kam. Ich wollte nicht aufgeben, weil ich ihn einfach brauchte, doch dann kam der Punkt, an dem ich es tat und an dem mit bewusst wurde, dass ich jetzt ohne ihn sogar besser ran w�re, denn ... er fing an mich zu schlagen." Ich glaube hier ist es angebracht eine kleine Pause zu machen. Ich f�hle mich wie die Erz�hlerin eines schlechten Krimis. Das Leuchten in Ashleys Augen und das verf�hrerische L�cheln sind aus seinem Gesicht verschwunden. Statt dessen zeichnen sich seine Lippen jetzt nur noch durch einen d�nnen Strich ab. Ich werde ihm die Details nicht erz�hlen, wie mein Dad manchmal in solchen Situationen mit mir um gegangen ist. Das w�rde er nicht verkraften, das w�rde keiner verkraften, dem ich am Herzen liege. Liz kennt die Einzelheiten davon auch nicht. Ich nehme Ashs Hand, um ihm etwas mehr Durchhalteverm�gen zu verleihen, obwohl ich das eigentlich selber n�tig h�tte. Dann fahre ich fort. Ich erz�hle ihm, wie ich mit 15 von Zuhause abgehauen bin, weil es immer schlimmer wurde. "Zu Freunden konnte ich nicht mehr, weil er mich dort sofort gesucht und gefunden h�tte, wie schon einige Male zuvor. Ich trampte weiter in die Stadt rein und verbrachte die N�chte von da an drau�en, meistens blieb ich unter dieser Br�cke. Wenn ich Hunger hatte musste ich mir was klauen, meine Kleider waren bald zerrissen und somit sinnlos. Es blieb also nicht aus, dass ich �fter krank wurde, aber Medikamente konnte ich mir erst recht nicht leisten. Die Passanten gaben kaum etwas, wenn ich darum bettelte, wom�glich hielten sie mich f�r drogenabh�ngig. Und dann passierte etwas, was mich bis heute nicht ganz los l�sst, was mich viele N�chte lang durch Alptr�ume verfolgte und was Ursache daf�r ist, dass ich bestimmte Handlungen abwehre." Ich blicke Ashley an, der vielleicht schon ahnt, was kommt, und spreche einfach weiter. Wenn ich jetzt unterbrechen w�rde, w�rde es mir heute nicht mehr gelingen es �ber die Lippen zu bringen. "Es war sp�t abends. Ich bin noch etwas durch den Park gegangen und dann war da pl�tzlich dieser Kerl... Ich hab nicht einmal eine geringe Vorstellung dar�ber, wie er ausgesehen hat, weil es stockdunkel war. Deswegen sah ich ihn auch nicht kommen. Er warf mich zu Boden und riss mir die Kleider vom Leib. Ich versuchte mich zu wehren, doch es war aussichtslos und als ich gar keine Kraft mehr hatte, musste ich es �ber mich ergehen lassen. Keine Ahnung wie lange er da �ber mir lag, ich hatte jedes Zeitgef�hl verloren." Meine Hand l�st sich wieder von seiner und legt sich jetzt, wie auch meine andere, vor mein Gesicht. Ich sch�me mich so sehr, obwohl ich nichts daf�r kann. Pl�tzlich sp�re ich ihn bei mir, wie er mich in seine Arme zieht. Ich umklammere ihn ganz fest, als k�nne er mich nachtr�glich vor diesem Schwein sch�tzen und es ungeschehen machen. Ich h�re Ash schwerer atmen und ich bin mir nicht sicher, ob da auch ein Schluchzen dabei ist. Es tut mir leid ihm SO etwas erz�hlen zu m�ssen und ihn damit zu belasten, aber irgendwann musste er es erfahren. Irgendwann richte ich mich dann wieder auf und fahre fort. "Von da an, nahm ich meine Umwelt nur noch verschwommen wahr. Ich hatte einen Hass gegen alle m�nnlichen Wesen, egal ob sie nun als Familienv�ter sah, die mit ihren Kindern spielten, oder ohne b�se Absichten in ein Schaufenster starrten. Sie widerten mich an! Ich a� fast nichts mehr und wollte am liebsten tot sein. Ein Monat hielt ich so durch, dann gefiel mir dieser Gedanke mehr und mehr. Ich hatte meine Familie und meinen Stolz verloren, was blieb mir also noch...? Aber ich konnte es nicht tun, ich konnte mich nicht umbringen, sogar daf�r war ich zu schwach. Und dann trat Nick in mein Leben und ich sch�pfte nach einer ganzen Weile wieder Hoffnung. Ich habe bis heute keine Ahnung, wie er es geschafft hat, mich nach diesen Erfahrungen noch dazu zu bringen, ihm und auch anderen Menschen in Zukunft wieder nach und nach zu vertrauen. Als ich sp�t am Abend wieder auf dieser Br�cke stand, v�llig allein, tauchte er pl�tzlich neben mir auf. Wir blickten uns an, sprachen aber kein Wort. Er verringerte den Abstand von 3 Metern nicht zwischen uns und ich vergr��erte ihn nicht. Ich hatte auch nicht das Verlangen danach, aus Angst wegzulaufen, da er ja auch ein Mann war. Wir standen einfach nur da und schauten uns immer mal wieder an, bis ich dann ging. Ich kletterte am Rand die B�schung hinunter und verschwand unter der Br�cke, zu meinem Schlafplatz. Von da an wusste er, wo ich zu finden war und tauchte immer mal wieder auf, einfach so. Wir sprachen nicht gleich miteinander, au�er kurze Dialoge. Es war als w�sste er schon �ber all das Bescheid, was mir bis dahin widerfahren war und er, damit verbunden, verstehen w�rde, dass ich deshalb keine Lust habe mich schon gro� mit ihm zu unterhalten. Irgendwann sahen wir uns dann t�glich, sprachen oder lachten sogar miteinander. Ich glaub, es sind 2 oder 3 Montage vergangen bis dahin seit unserem 1. Treffen. Ich vertraute wieder einem Menschen, nur DIESEM Menschen und so nahm er mich schlie�lich in seine Wohnung mit auf. Ihm von meiner Vergangenheit zu erz�hlen, viel mir damals noch schwerer, als bei dir jetzt. Es war eben das erste mal, dass ich dar�ber sprach und er hat mir ja auch geholfen es zu verarbeiten. Langsam wurde aus Freundschaft Liebe. Unseren 1. Kuss hatten wir ebenfalls auf der Br�cke. Er war unglaublich sanft und auch etwas �ngstlich, weil er nichts falsch machen wollte. Aber von dem Augenblick an, wo sich unsere Lippen ber�hrten, glaubte ich wieder an das Gute in dieser Welt. Es geschah nichts weiter. Wir k�ssten uns und umarmten uns �fter, aber er wusste, dass ich f�r mehr noch lange nicht bereit war. Bis ich es eines Abends wollte, ich wollte mit ihm schlafen und ihm eine �berraschung damit machen, dieser Gedanke kam mir, als ich gerade etwas einkaufen war. Voller Vorfreude ging ich nach Hause, es d�mmerte bereits. Doch dann kam alles ganz anders... Als ich bei seiner Wohnung ankam stand ein Polizeiauto davor. Ich merkte sofort, dass etwas nicht stimmte und ging unsicher auf die Beamten zu. Sie erz�hlten mir, dass Nick einen Autounfall hatte, den er nicht �berlebte. Ich lie� die T�ten fallen und brach weinend zusammen, es war als w�re mit ihm auch mein Leben von mir gegangen. Ich konnte und wollte es einfach nicht wahrhaben. Seine letzten Worte galten mir, erz�hlten mir die Polizisten. Er hatte sie gebeten, mir zu berichten, was geschehen war und mir ausrichten lassen, dass er mich sehr, sehr lieben w�rde und dass es ihm unglaublich leid t�t, mich jetzt wieder allein lassen zu m�ssen, auch wenn er von oben weiterhin auf mich achten w�rde, dann starb er." Bei den letzten S�tzen konnte ich die Tr�nen schon nicht mehr zur�ck halten, aber mittlerweile bin ich �berstr�mt von ihnen. Die Erinnerung an ihn tut so unglaublich weh. Ich habe wieder das Gef�hl nicht mehr mit dem Weinen aufh�ren zu k�nnen, wie damals nach dieser schrecklichen Nachricht. "Ich war nicht bei ihm gewesen. Einmal h�tte ich auch ihm helfen k�nnen, aber ich war nicht da. Oh Gott", weine ich. Ashley kommt zu mir und dr�ckt mich ganz fest an sich. Als ich ihn ansehe, sehe ich, dass er genauso weint. "Es tut mir so leid, Trisha, so unendlich leid", schluchzt er und gibt mir einen Kuss auf mein Haar. Ich wei� nicht, wer von uns beiden gerade mehr Tr�nen vergie�t. Ich kann nichts auf seine Worte sagen, da ich keinen Ton heraus bringe. Langsam wiegt er mich hin und her, w�hrend wir uns ganz fest halten. Ich wei� nicht, wie lange wir so dasitzen und weinen, doch irgendwann beruhigen wir uns langsam. Nachdem ich meine eigenen Augen einigerma�en getrocknet habe, wische ich auch meinem Engel mit dem Daumen die letzten Tr�nen weg und gebe ihm einen kurzen Kuss. "Du kannst dir gar nicht vorstellen wie froh ich bin, dir das jetzt endlich alles gesagt zu haben", fl�stere ich leise. Nun erwidertet Ashley nichts. Er ist ganz ruhig, wirkt einerseits nachdenklich, anderseits schockiert. Beides kann ich nachempfinden und verstehen. Ich muss ihn jetzt in Ruhe lassen. Er muss damit jetzt erst mal selber fertig werden. Liz habe ich damals die Kurzversion erz�hlt, die vielen Gef�hle usw. weg gelassen, da sie sich die als M�dchen selber ausmalen kann zu den einzelnen Situationen. Aber Ashley ist mein Freund, mein fester Freund, das ist etwas ganz anderes. Ich bin echt erleichtert, es jetzt hinter mir zu haben und mir geht es nun auch wesentlich besser. Ich brauche nun kein schlechtes Gewissen mehr Ashley gegen�ber haben. Nach einer Weile wollen wir uns dann hinlegen. Ich bin auch ziemlich m�de. Als das Licht aus ist rutsche ich zu meinem Schatz und lege meinen Kopf auf seinen Oberk�rper. Mit meiner Hand fahre ich sanft �ber seinen durchtrainierten K�rper. Daraufhin beginnt auch er meinen Arm zu streicheln, nur mit den Fingerspitzen. Eine G�nsehaut breitet sich bei mir aus. Es f�hlt sich noch viel besser an, als die Male zu vor, weil ich es jetzt richtig genie�en kann.

Ich �ffne meine Augen und mein Blick ist an die Decke gerichtet, Es ist sp�t und stockdunkel. Als ich neben mich schaue, sehe ich nur eine zur�ck geschlagene Decke, die T�r steht einen spaltbreit offen. Ich stehe langsam auf und tapse nach unten. Im Wohnzimmer brennt Licht und sogleich erblicke ich Ashley. Er steht vor einem Fenster an die Mauer gelehnt. Langsam n�here ich mich ihm und lege eine Hand auf seine Schulter, um auf mich aufmerksam zu machen. "Alles klar?", frage ich leise. Er nickt. "Ich konnte nur nicht schlafen", antwortet er. "Ist schon gut", erwidere ich und umarme ihn kurz. Eine Weile stehen wir so da und sagen gar nichts, sondern blicken einfach nur nach drau�en. Es hat zu regnen begonnen. "Gehen wir wieder ins Bett", h�re ich ihn irgendwann sagen. "Ja", stimme ich zu. Wir nehmen uns an der Hand und gehen langsam die Treppe wieder nach oben.

Durch diese Schlafunterbrechnung bin ich am n�chsten Morgen nicht sonderlich fit. Ashley muss schon unten sein, denn die Seite neben mir ist wieder mal leer. Nachdem ich kurz im Bad war und angezogen bin gehe ich auch nach unten und ziehe mit einem "Guten Morgen" f�r kurze Zeit die Aufmerksamkeit auf mich. Paula ist noch in der K�che besch�ftigt, w�hrend der Rest schon an dem Tisch sitzt. "Guten Morgen, mein Schatz", begr��e ich Ashley extra und gebe ihm einen Kuss. "Guten Morgen, Honey", sagt er und erwidert mein L�cheln sogar kurz. W�hrend dem Fr�hst�ck wirkt er jedoch gleich wieder so bedr�ckt. "Na, scheint ja gestern Abend nicht mehr viel los gewesen sein bei euch beiden da oben, zumindest hat man nichts geh�rt", reist Ron einen Witz. Alle lachen kurz dar�ber, au�er Ash. "Alles klar, Ashley?", hakt Paula daraufhin nach. "Ja", antwortet er kurz und wirkt dabei wieder v�llig abwesend. Ich greife unter dem Tisch nach seiner Hand und dr�cke sie kurz fest. "Mach dir nicht so viele Gedanken, ok? Du kannst nichts daf�r", fl�stere ich ihm zus�tzlich ins Ohr. Er nickt. Die restliche Angel Familie schaut uns verwirrt an. Ich lass seine Hand wieder los und fr�hst�cke weiter, als h�tte ich nichts gemacht. Ich frag mich, was ihn, abgesehen von den Schl�gen meines Vaters, wohl mehr belastet, die Vergewaltigung oder die grausame Weise, auf die ich Nick verloren habe! Wie immer helfe ich Paula beim Tisch abr�umen und als wir gerade alleine in der K�che stehen, fragt sie mich, ob ich w�sste was mit Ashley los sei. "Ja! Es geht um mich! Er hat gestern einiges aus meiner Vergangenheit �ber mich erfahren, die er vorher nicht kannte. Es belastet ihn mehr als ich es erwartet habe", meine ich. "So ist er nun mal! Traurige Erlebnisse lassen ihn immer ruhiger werden und oft auch ein paar Tage lang nicht los", sagt Paula darauf. Ich bin froh, dass sie nicht nach den Dingen gefragt hat, die ich ihm gestern erz�hlt habe.

Ash und ich gehen noch einmal auf sein Zimmer, um unsere letzten Sachen zu packen und unsere Taschen nach unten zu holen. "Trisha", sagt er, greift nach meiner Hand und wir setzen uns auf sein Bett. "Ich m�chte mich bei dir entschuldigen, f�r die Dinge, �ber die ich mit Dan im Tourbus geredet habe. Ich habe dich mit einigen Worten sicher verletzt, weil ich so selbsts�chtig war. Es tut mir leid, ich wu�te ja nicht..." "Ash", unterbreche ich ihn. "Ich glaube, ich habe da gestern Abend noch etwas sehr, sehr wichtiges vergessen zu erw�hnen." Jetzt blickt er mich wieder etwas schockiert an und mit dem was jetzt kommt, rechnet er sicher nicht und das bringt mit zum grinsen. "Ich liebe dich", gestehe ich ihm zum ersten Mal. Seine Gesichtsz�ge verwandeln sich in einen erstaunten Ausdruck. "Ich wei� schon eine ganze Weile, dass da mehr ist, dass ich mich ernsthaft in dich verliebt habe, ich konnte es dir nur nie sagen, weil ich dachte, dass ich dir mit diesen 3 Worten gleichzeitig verspreche auch immer ehrlich mit dir zu sein. Und das war ich bis gestern nicht und deswegen kann ich dir das erst jetzt ohne schlechtes Gewissen gestehen", erkl�re ich. Ashley umarmt mich st�rmisch, so dass ich halb auf dem Bett liege, er �ber mir. "Ich liebe dich auch", meint er, bevor er sich l�chelnd zu mir herunter beugt und wir in einem langen Zungenkuss versinken. "Kinder, kommt ihr schon mal runter?! Mike kann jeden Augenblick da sein", h�ren wir Paulas Stimme. Ash und ich grinsen, wegen diesem "Kinder". "Sie kann es einfach nicht lassen", wendet er sich erst an mich, ehe er dann "Kommen sofort", zur�ck ruft. Noch ein kurzer Kuss, dann erheben wir uns, nehmen unsere Sachen und laufen wieder nach unten, Ashley jetzt wenigstens l�chelnd. In dem Augenblick f�hrt der Tourbus vor. "Wie schaffst du das blo�, erst versetzt du ihn in tiefe Traurigkeit und pl�tzlich wirkt er wieder wie der gl�cklichste Mensch auf der Welt", stellt Paula fest. "Tja, in der Liebe ist eben alles m�glich", grinse ich, was Paula sogleich erwidert. "Komm bald mal wieder, Trisha", sagt sie gleich im Anschluss und umarmt mich zum Abschied. "Das werde ich! Vielen Dank, Paula, ich habe mich hier sehr wohl gef�hlt." "Das freut mich!" Wir verabschieden uns auch noch ausgiebig von Ronald, Annie und Emily. Mike klingelt, begr��t die Angels kurz und kehrt dann mit uns im Schlepptau zum Bus zur�ck. Ich kann die Jungs nur mit meinem "Hallo" und meine Maus nur mit einer kurzen Umarmung begr��en, denn Ash zieht mich schnell weiter nach hinten, wo wir alleine sind. Der Bus setzt sich in Bewegung Richtung San Francisco, wo heute Abend das n�chste Konzert sein wird. Wir sitzen hintereinander und Ash hat seine Arme von hinten um mich gelegt. Ich streichle �ber seine H�nde. "Wenn du mit mir dar�ber reden willst, dann bin ich jederzeit daf�r bereit. Ich wei�, dass dich das etwas belastet und dich ziemlich in Schock versetzt hat, was du gestern erfahren hast", sage ich. "Ich kann jetzt viel besser nachempfinden, warum du am Anfang so eine Wut auf mich hattest. Ich habe mich dir wirklich v�llig naive aufgezw�ngt und war nicht besonders feinf�hlig. Ich war total von mir selbst �berzeugt! Gott sei Dank hast du mich wieder auf den Boden der Tatsachen zur�ck gebracht", lacht er und ich stimme kurz mit ein. Aber er wei�, dass ich das vorhin sehr ernst gemeint habe. "Es ist nicht einfach... Wenn ich mir vorstelle, dass du ... dass du vergewaltigt wurdest... Es ist ein Gef�hl mit diesem Gedanken verbunden, dass man nicht beschreiben kann und dann diese Art und Weise, auf die du deine gro�e Liebe verloren hast... Es ist nicht fair, dass dir so viel schlechtes widerfahren ist, w�hrend andere nur Gl�ck im Leben haben", mein Ashley ernst. "Meine 1. gro�e Liebe", werfe ich ein. "Was?", hakt Ashley nach, weil er nicht wei�, was ich damit meine. "Mit Nick habe ich meine 1. gro�e Liebe verloren", erkl�re ich kurz meinen vorigen Wortlaut. "Nick musste mich unfreiwillig verlassen und 1 Woche sp�ter lernte ich dich, die Jungs und Liz kennen. Und wei�t du, was ich glaube?" Ashley sch�ttelt den Kopf. "Was?" "Es sollte so sein! Ich glaube fest an Gott! Er hat all unsere Leben vorbestimmt, auch wenn es Zeiten gab, wo ich dachte, dass er einfach nur einen Hass auf mich hat und deshalb so viel Pech �ber mir ausgesch�ttet hat. Er hat Nick zu sich geholt und ihn zu einem Engel gemacht, um sich weiterhin um mich k�mmern zu k�nnen, indem er einen weiteren wundervollen Menschen mit lieben Freunden gesandt hat. Ich bin fest davon �berzeugt!" "Das hast du sch�n gesagt!", meint Ash darauf. Ich l�chle, dr�cke ihn n�her an mich ran und beginne ihn zu k�ssen. Wir machen eine Zeit lang so weiter und so drehe ich mich nach und nach zu ihm um, lehne mich leicht gegen ihn und lege mich dann sogleich etwas auf ihn, ohne mich von seinen Lippen zu l�sen. Irgendwann lasse ich das erste Mal bewusst meine Hand unter sein T-Shirt gleiten. Ich habe das erste Mal ein richtig starkes Verlangen danach seine weiche Haut zu ber�hren. Ich sp�re Ashs leichte Verwunderung, auch wenn er versucht sich nichts anmerken zu lassen, indem er die K�sse nicht unterbricht. Da er sich nicht traut, sich auch bei mir vor zu tasten, greife ich nach seiner Hand und schiebe sie etwas unter mein Oberteil. "Du darfst mich jetzt ruhig anfassen, aber bitte langsam, ok?", fl�stere ich leise. Ash nickt und beginnt wieder mich zu k�ssen. Die ganzen 3 � Stunden Fahrt sind wir ganz mit uns besch�ftigt, h�ren und sehen nichts von den anderen. Wir haben in der Zeit viel geredet, uns gek�sst, auch ab und zu gelacht. Es ist alles viel lockerer und die Atmosph�re zwischen uns ist wesentlich angenehmer.

Nach der Ankunft wieder das selbe Programm, einchecken im Hotel, Soundcheck und warten bis Konzertbeginn. Schlie�lich stehen die Guys dann wieder auf der B�hne vor ihrer tosenden Fangemeinschaft und Liz und ich beobachten das Geschehen wieder aus dem Fotograben. Als "All or nothing" gesungen wir und Ashley gerade von hinten hervor kommt und beginnt seinen Part zu singen, beuge ich mich zu meiner S��en r�ber. "Er wei� es! Ich habe ihm alles erz�hlt gestern Abend", sage ich ihr. "Wirklich? Und, wie hat er reagiert?" "Er hat geweint, genauso wie ich. Es belastet ihn sehr, aber er kommt damit klar. Du hattest Recht, es geht mir jetzt wirklich viel besser." "Ich bin so froh", gesteht mir meine Maus. "Ich auch", l�chle ich. Dann richtet sich mein Blick wieder auf die B�hne und bleibt bei meinem Schatz h�ngen. Es ist einfach ein toller Anblick, ihn mit geschlossenen Augen singen zu sehen, zu sehen, wie er seine ganze Leidenschaft hinein steckt und wie er vielleicht auch, als der Refrain ein letztes mal mit voller Energie gesungen wird, die Dinge, die er erfahren musste, zu verarbeiten. 10 Minuten sp�ter ist das Konzert zu Ende, die Jungs duschen noch schnell und dann geht es ab ins Hotel.

Die 2. Woche ist nicht unbedingt weniger stressig. Sonntag in der Fr�h geht es weiter nach L.A. Ihren Auftritt dort, m�ssen wir von der Seite mitverfolgen, da er aufgezeichnet wird und demn�chst als DVD erscheinen soll. Montags geht es nach San Diego, wo wir Janie kennen lernen und au�erdem wieder einen Tag frei haben. Mittwoch Memphis, Donnerstag New Orleans, Freitag Miami und im Anschluss daran geht es �ber Nacht im Tourbus zur�ck nach Orlando. Morgen, also Samstag, geben sie dort ihr Abschlusskonzert von der Tour und dann haben sie erst mal 1 Woche am St�ck frei. Das haben sich die Jungs auch wirklich verdient. Leider muss ich ab Montag wieder arbeiten, aber daran will ich jetzt noch gar nicht denken. Statt dessen verziehe ich mich jetzt mit Ashley ins "Bett" und schlafe eng an ihn gekuschelt ein. Wir suchen nun �fter die N�he des anderen und tauschen auch viel �fter kleine Z�rtlichkeiten aus und ich f�hle mich sehr wohl dabei, vielleicht sogar schon so wohl, dass ich zu bereit bin einen gro�en Schritt weiter zu gehen.

Als wir wieder wach werden sind wir noch nicht ganz in Orlando und so bleiben wir noch etwas liegen, da wir noch mindestens � Stunde fahren werden. Ashley blickt mich vertr�umt an, zeichnet mit einem Finger die Konturen meiner Lippen nach und k�sst sie kurz darauf. Ich l�chle und lege mich anschlie�end mit dem Kopf auf seinen Oberk�rper, so kann ich sein Herz so sch�n schlagen h�ren, ruhig und gleichm��ig. Mit meiner einen Hand spiele ich mit seiner. "Hab ich dir eigentlich schon mal gesagt, dass ich dich sehr liebe?", sage ich dabei. Ich blicke zu ihm hoch und er sch�ttelt wie ein kleines Kind den Kopf und grinst. Er ist so s��! "Na gut, dann wei�t du es jetzt! Ich liebe dich!" "Und ich liebe dich", erwidert er und dr�ckt mich eng an sich. Irgendwann stehen wir dann auf.

~*~Bei den anderen~*~

Erik, Jacob, Trevor, und Liz sitzen beieinander und reden �ber alle m�glichen Dinge, bis dann das Thema auf uns f�llt. "Findet ihr nicht auch, dass Trisha sich irgendwie ver�ndert hat und damit verbunden auch die Beziehung zwischen ihr und Ashley?", meint Erik. Dan und Liz blicken sich an, da beide wissen, dass da etwas in mir vorging und Liz zus�tzlich die Einzelheiten dazu kennt. "Wie meinst du das?", hakt Liz daraufhin nach. "Na ja, ich wei� nicht, irgendwie wirken sie viel gl�cklicher miteinander." "Das liegt vielleicht daran, dass Trisha ihm in Redding das erste Mal ihre Liebe gestanden hat", erkl�rt meine Maus grinsend. "Echt? Das ist wirklich ein Grund daf�r." "Aber das erkl�rt noch lange nicht, warum wir Ash, wenn er irgendwo alleine sitzt, so nachdenklich und betr�gt sehen", widerspricht Jake. "Das eine kann doch nichts mit dem anderen zu tun haben", f�gt er noch hinzu. Nachdem ich Ashley meine ganze Vergangenheit anvertraut hatte, habe ich Liz gesagt, dass sie, sollten die Jungs ihr gegen�ber irgendwelche Andeutungen machen in Bezug auf mich, sie jetzt �ber mich aufkl�ren k�nne. Es war mir nur wichtig, dass nach Liz, Ashley der n�chste ist der es erf�hrt. "Es gibt da so einiges, was ihr nicht von Trisha wisst. Ashley hat letzte Woche in Redding einiges von ihr erfahren, was diesen Zustand erkl�rt. Sie hat ihm von sich und ihrer Vergangenheit erz�hlt, zu der nicht nur Nick geh�rte, den sie verloren hat." So erz�hlt sie den anderen in Kurzform das, was ich Ashley vorletzten Freitag anvertraut habe. Ich bin froh, dass die Guys zuerst vor ihr dieses Thema angesprochen haben und nicht vor mir. Jetzt muss ich nicht alles noch einmal erz�hlen, denn irgendwann m�chte ich auch einfach mal vergessen k�nnen. Nachdem meine S��e geendet hat, blickt sie in 4 erschrockene Gesichter. "Sie wurde vergewaltigt?", hakt Dan nach. Liz nickt. "Jetzt wei� ich auch, warum sie Ashleys Z�rtlichkeiten immer und immer wieder abgelehnt hat", sagt er anschlie�end. Der Rest bringt erst mal gar keinen Ton heraus.

Es klopft und kurz darauf steht meine Soulsister im Raum. Hinter sich schlie�t sie wieder die T�r und kommt auf mich zu. "Sie wissen es", erkl�rt sie mir. "Haben sie nach mir gefragt, oder wie sind sie drauf gekommen?", will ich wissen. Ich denke, Ashley wei� worum es geht. "Ja, in gewisser Weise. Also ihnen ist halt die Ver�nderung an Ashley und an euer Beziehung aufgefallen und du meintest ja, dass wenn sie..." "Hey, ist schon gut! Ich hab dir ja gesagt, dass du es ihnen jetzt erz�hlen kannst. Es ist richtig, dass sie jetzt auch Bescheid wissen, so kann ich die ganze Sache vielleicht endlich mal vergessen", rede ich auf sie ein. Sie soll nicht denken, dass sie etwas falsch gemacht, eher im Gegenteil. "Wir sind da", h�ren wir Teddy schreien. Liz geht zur�ck um sich ihre Taschen zu schnappen. Ich atme tief durch. "Ich w�rde dir so gerne etwas abnehmen", meint Ashley und lehnt seine Stirn gegen meine. "Du tust schon genug f�r mich. Ich hab nur Angst vor ihrer Reaktion. Wie soll ich mich ihnen gegen�ber jetzt verhalten?", blicke ich ihn fragend an. "Sie einfach du selbst! Ich bin bei dir", macht er mir Mut, nimmt meine Hand und dr�ckt sie kurz fest. Auch als wir aus dem Bus aussteigen halten wir noch H�ndchen und das gibt mir sehr viel Kraft. Die Jungs und Liz sind schon drinnen aber als wir auch in das Haus kommen, ist von keinem etwas zu sehen. Gehen mir die Guys nun etwa aus dem Weg? Was soll das denn jetzt? Ashley sp�rt meine Unsicherheit. "Gib ihnen Zeit!" Ich nicke. So gehen wir auch einfach aufs Zimmer und packen unsere Sachen aus. Ich zumindest tu das, w�hrend Ash wieder nach unten ist um nach irgendwas E�barem zu suchen :-) Er hat st�ndig Hunger. Zum Gl�ck ist es bei ihm noch nicht ganz so schlimm, wie bei Teddy oder Trev und zum Gl�ck trainiert er es jeden Tag ganz automatisch wieder ab, obwohl, dann h�tte ich mehr zum lieb haben ;-)

Nachdem alles seinen Platz hat gehe ich auch wieder nach unten. Auf der Treppe h�re ich bereits mehrere Stimmen aus der K�che, somit m�ssen sie sich also alle wieder eingefunden haben. Als ich jedoch im T�rrahmen stehe, verstummen alle mit einem mal und das ist sehr unangenehm. "Na, Honey, bist du fertig?", fragt mein Schatz, kommt zu mir und gibt mir einen Kuss. "Ja", antworte ich anschlie�end. Wir setzen uns zu den anderen an den Tisch. Immer noch spricht keiner von ihnen. Liz sieht sie aus, als wolle sie mir helfen, aber ihr scheint auch nichts einzufallen. "Ich wei�, dass das ein Schock f�r euch war, aber behandelt mich bitte weiterhin normal. Ich m�chte anfangen es langsam zu vergessen und es reicht, dass Ashley (ich greife nach seiner Hand) schon so sehr leidet", sage ich ruhig. Die Jungs nicken. "Trisha, es...", will Dan anfangen, wird jedoch von mir unterbrochen. "Ich wei�, dass es euch leid tut, aber wir k�nnen es nicht ungeschehen machen. Ich m�chte euch danken, dass ihr alle zu so guten Freunden f�r mich geworden seid. H�tte ich euch damals, nach Nicks Tod, nicht kennen gelernt, h�tte ich sicher schon l�ngst aufgeben. Ihr wusstet lange Zeit nichts von meiner Vergangenheit und habt mir trotzdem von Anfang an sehr geholfen, ohne es zu merken, einfach durch eure Freundschaft. Ich wei�, dass ihr immer f�r mich da seid und darum geht es ab heute auch nur noch, nicht um das, was geschehen ist und nicht r�ckg�ngig gemacht werden kann. Lasst es uns einfach vergessen, so k�nnt ihr mir ein weiteres mal helfen." Dies sind die letzten Worte die ich f�r immer �ber dieses Thema verloren haben m�chte, ich m�chte von nun an nicht mehr dar�ber sprechen, nie mehr, und das war es, was ich ihnen jetzt versucht habe zu vermitteln. Es ist immer noch ganz ruhig. "So, und nun lasst uns �ber etwas anderes sprechen", versuche ich das Thema umzulenken. "Jetzt lacht doch mal!" Die Jungs zeigen ein kurzes aufgesetztes Grinsen. Ich atme tief durch. Zum Gl�ck werden wir in dem Augenblick von Mike gest�rt. "Lou m�chte uns gerne morgen Abend zum Essen einladen, um die erfolgreiche Tour feierlich ausklingen zu lassen", berichtet er. "Lou? Lou Pearlman?", hake ich unfassbar nach. Mike nickt. Wow, jetzt lerne ich den auch mal kennen.

Dieses mal sind meine Maus und ich beim Soundcheck nicht dabei. Wir sitzen hinten in der Garderobe und unterhalten. "Wie l�uft es eigentlich so zwischen dir und Dan? Ich war in der letzten Zeit so auf Ashley und mich konzentriert, dass ich wom�glich etwas verpasst haben k�nnte", grinse ich. "Alles beim alten! Er ist noch immer die ganz, ganz gro�e Liebe f�r mich und daran wird sich mit Sicherheit nichts mehr �ndern. In Redding hat er mich abends zum Essen ausgef�hrt, nur wir beide! Es war wundersch�n, wir hatten schon so lange keinen gemeinsamen Abend mehr", erz�hlt sie mir. "Ja, das kenne ich", seufze ich. "Ashley und ich waren seit dem Volksfest auch nicht einmal mehr alleine unterwegs, das fehlt mir richtig. Die letzten 2 Wochen waren richtig stressig und so ein Tag, nur f�r uns, w�rde unserer Beziehung im Moment mit Sicherheit ganz besonders gut tun", stelle ich fest. "Dann fahrt doch morgen irgendwo hin", sagt Liz ganz spontan. "Morgen?", hake ich nach, w�hrend ich �berlege, ob da nicht auch wieder irgendwas ansteht. "Ja! Morgen gehen wir zwar abends mit Lou weg, aber ansonsten hat sowohl Ashley, als auch du frei." "Hey, du hast Recht! Das machen wir! Jetzt ist nur noch die Frage was und wohin?", sage ich. "Wie w�re es mit einem Picknick? Fahrt auf irgendeine sch�ne Wiese, wo ihr wirklich ganz ungest�rt seit, keine anderen Leute, keine Fans, keine Band...", schl�gt meine S��e ein paar �berlegungen sp�ter vor. "Mausi, du bist die beste", l�chle ich und falle ihr um den Hals. "Hey, ich bin deine Soulsister! Erwartest du da etwas anderes?", meint sie und klingt dabei "�berhaupt" nicht abgehoben. Wir lachen beide. "Gut, Picknick geht klar, und sonst?" "Was sonst?", fragt Liz nach. "Na, wir k�nnen doch nicht den ganzen Tag auf einer Wiese liegen... Aber wir k�nnten noch an den Strand gehen", f�llt mir ein. Da sind wir zwar wieder nicht ganz unter uns, aber daf�r verbringen wir ja den ganzen Vormittag alleine. Ich wei� es jetzt schon, der morgige Tag wird super.

Mit der Vorfreude auf die gemeinsamen Stunden zu zweit gef�llt mir das Konzert noch viel besser. Ich bin in bester Laune und kann es kaum abwarten meinem Engel von meinem Vorschlag zu erz�hlen. Als wir sp�ter in seinem Bett liegen ist es dann auch soweit. "Was h�ltst du davon, wenn wir morgen einfach mal abhauen f�r ein paar Stunden, so wie bei dem Volksfest, nur wir beide." "Das w�re sehr sch�n und so happy wie du klingst, scheinst du auch schon einiges geplant zu haben", erwidert er. Er durchschaut mich einfach immer wieder. "Na ja, ich habe an ein Picknick am Vormittag und einen Ausflug an den Strand am Nachmittag gedacht. Und den Abend k�nnen wir dann wieder ganz entspannt mit den Jungs usw. verbringen. Ich brauche das einfach mal wieder, wir sind schon so lange nicht mehr alleine irgendwo gewesen." "Da hast du Recht, Honey! Ok, der morgige Tag geh�rt nur uns, ausgenommen dem Abend", l�chelt er. Wir k�ssen uns noch lange z�rtlich und schlafen dann langsam ein.

"So, habe ich jetzt alles?", �berpr�fe ich noch mal den Korb. W�hrend Ashley sich noch im Bad fertig macht, habe ich schon alles an Essen zusammen gepackt. "Ich glaube nicht", meint Liz und schwenkt mit einer T�te KitKat. "Oh, wie konnte ich die nur vergessen", grinse ich und stecke noch die Schokoriegel ein. Da kommt auch schon mein Schatz nach unten. Mmh, irgendetwas ist anders an ihm, �berlege ich. Die Haare. Er hat sich die Haare heute nicht nach oben gegelt, sondern ihnen mit dem Gel nur etwas Volumen verliehen, schaut richtig, richtig gut aus, finde ich, was ich ihm auch gleich sage. Er hat auch seine Gitarre mit runter gebracht, was ich f�r eine sehr gute Idee halte. "Also, dann viel Spa�", w�nscht uns meine Maus. "Werden wir haben", grinse ich und wir verlassen das Haus. "Wei�t du schon eine Wiese zu der wir fahren k�nnten?", frage ich ihn im Auto. "Oh ja, und da sind wir 100%ig ungest�rt", l�chelt er. Ich lehne mich zur�ck und genie�e den Fahrtwind. Wir fahren ein St�ck raus aus Orlando und sind etwa 20 Minuten unterwegs. Es ist sch�n, einfach mal nichts tun zu m�ssen, erst mal nicht auf die Uhr schauen zu m�ssen, sondern einfach nur zu genie�en und sich zu entspannen. An Ort und Stelle angekommen, befinden wir uns auf einer wirklich sch�nen, gro�en Wiese, die sich �ber mehrere H�nge erstreckt. Komisch, dass sich hier keiner aufh�lt, aber um so besser. Wir stellen die Sachen ab, breiten die Decke aus und lassen uns fallen. Ashley h�lt mein Gesicht mit einer Hand und gibt mir einen sanften und sehr z�rtlichen Kuss, den ich unter keinen Umst�nden bei dem einen belassen will, doch erst mal ist noch anderes geplant. Ashley holt seine Gitarre heraus. "Singst du mir noch mal mein Lied vor?", frage ich zuckers��. Er antwortet erst gar nicht, sondern f�ngt gleich an zu spielen. Es ist echt wundersch�n und mit seiner Stimme dazu einfach perfekt. Ich schlie�e meine Augen, um nur ihm zuh�ren zu k�nnen und alles andere nicht wahrzunehmen. Meine ganze Aufmerksamkeit soll nur ihm gewidmet sein. "Ich liebe es zu sehen, wie du es genie�t irgendwelcher Musik zu lauschen", meint Ash anschlie�end. "Und ich liebe es zu sehen, mit welcher Hingabe du Musik machst", erwidere ich darauf. Wir l�cheln uns vertr�umt an.

Auch beim Essen sp�ter sind wir st�ndig am flirten und uns gegenseitige Komplimente am machen. "Mund auf", sage ich. Ashley liegt auf dem R�cken und ich knie neben ihm. Seine Augen sind geschlossen, denn so sieht er nicht, was ich als n�chstes in seinen Mund gleiten lasse, dieses mal ist es eine Weintraube. Er kaut dann erst mal gen��lich eine gewisse Zeit drauf rum und tut so, als w��te er nicht gleich, was er da gerade am essen ist. "Mmh, eine Weintraube?", sagt er in einem fraglichen Ton. "Richtig", lache ich. "Und jetzt kommt etwas, was du sehr liebst", gebe ich ihm dieses mal einen kleinen Tip. "Das kann ja nicht all zu schwer sein", grinst er. Ich greife nach einem KitKat und breche ihm ein St�ck ab. "Oh, lecker!!!", stellt er sogleich fest. "Na, wenn du davon SO begeistert bist, dann habe ich Angst, dass das was jetzt kommt, damit nicht mithalten kann", sage ich und beuge mich zu ihm runter. Mit meinen Lippen streife ich seine leicht und als er seinen Mund daraufhin etwas �ffnet lasse ich meine Zunge hinein gleiten, welche er sogleich mit seiner begr��t. Unsere Lippen ber�hren sich jetzt ganz, so das kein Raum mehr dazwischen ist. Der Kuss zieht sich ewig lang hin, denn f�r eine noch so kleine Unterbrechung ist er viel zu sch�n. Ashley legt seine Arme um mich, um mich noch n�her bei sich zu haben. Als wir uns dann wieder voneinander trennen sehe ich, wie seine Augen regelrecht strahlen. "NICHTS kann das �bertreffen", versichert er mir. Ich l�chle.

Der gesamte Vormittag verl�uft �hnlich, wir kuscheln, essen oder ich mache Fortschritte an der Gitarre, wozu wir auch ewig lang keine Zeit mehr hatten. Uns geht es einfach gut und Ash ununterbrochen so nah bei mir zu sp�ren, bereitet mir wundersch�ne Gef�hle. Er ist so z�rtlich in jeder seiner Ber�hrung, bei all seinen K�ssen, einfach bei allem was er tut. Ich f�hle mich mehr als sonst zu ihm hingezogen.

Gegen 2 p.m. beschlie�en wir dann an den Strand zu gehen, auch aus dem Grund, dass sich eine fast unertr�gliche Hitze entwickelt hat. Mit unseren Badesachen bereits auf dem R�cksitz geht es los Richtung Sand, Meer & Palmen. Sonne hatten wir auf der Wiese ja schon genug, diese muss also nicht noch einmal extra erw�hnt werden ;-) Am Strand angekommen finden wir sogar ein etwas ruhigeres Pl�tzchen, trotzdem kann ich die ersten Fans schon f�rmlich riechen. Es dauert sicher nicht lange, dann stehen sie Schlange. Erst mal machen wir es uns wieder gem�tlich. In Badekleidung st�rzen wir sofort im Anschluss in die Fluten. Wir halten uns im Arm und genie�en die angenehmen k�hle Temperatur des Wassers. Etwas mehr am Ufer, wo wir also beide gut stehen k�nnen, spritze ich Ashley eine volle Ladung ins Gesicht, die ihn v�llig unerwartet trifft. �ber seinen verdutzten Blick muss ich erst mal lachen. "Na warte", sagt er daraufhin und gibt mir damit sehr wohl ein Zeichen, dass ich besser weg laufen sollte. Das tue ich auch, er hinterher. Wir f�hren uns sicher wie Kleinkinder auf, aber es macht Spa� mal wieder so richtig albern zu sein. Ich lege mich auf mein Handtuch und versuche sch�tzend meine H�nde vor mich zu halten, doch das bringt mir rein gar nichts, denn ein blondes nasses Etwas l�sst sich trotz allem einige Sekunden sp�ter neben mir nieder und beginnt sogleich mich durch zu kitzeln. "Ash, h�r auf! Schatz, bitte", quieke ich und versuche seinen Armen auszuweichen. Ich habe Gl�ck, er hat Erbamen mit mir. Irgendwann verwandelt sich das Kitzeln n�mlich in ein Streicheln, wieder nur mit den Fingerspitzen und wieder l�st es eine G�nsehaut bei mir aus, noch schlimmer und offensichtlicher als die letzte. Unser Gel�chter verstummt, eine Spannung baut sich auf. Noch nie hat er mir so tief in die Augen geschaut, wie jetzt. Sein ozeantiefes Blau droht mich zu verschlucken und erst als dies geschehen ist, sp�re ich seinen Kuss, der einmalig wirkt und mein Herz unaufh�rlich zum klopfen bringt. Dieses Verlangen, welches ich im Moment versp�re, war schon einmal da, damals im Supermarkt, an dem Tag, an dem ich von Nicks Tod erfahren habe...

Ein kleiner Spaziergang durch den Sand bildet den Abschluss unserer gemeinsamen Stunden, die sogar noch sch�ner verliefen, als ich es bereits gestern erwartet h�tte. Bevor ins Haus gehen k�ssen wir uns noch einmal. "Ich danke dir f�r diesen wunderbaren Tag", fl�stere ich. "Und ich danke dir! Noch nie habe ich einen Menschen so sehr geliebt, wie dich", antwortet er in der selben Lautst�rke. "Niemals h�tte ich gedacht jemals einem Menschen noch einmal so viel Liebe entgegen zu bringen, wie Nick einst, doch ich habe mich get�uscht", gestehe ich. Meine Hand ruht auf seinem Oberk�rper, auf der H�he seines Herzens und ich sp�re, dass es unwillk�rlich schl�gt, genau wie meins. Damit ist etwas f�r mich klar...

Ich habe mich f�r ein langes schwarzes Kleid entschieden, ganz schlicht. Meinen dunkelbraunen Haaren habe ich einige Locken verliehen und sie vereinzelt hochgesteckt. Auch das Make up habe ich dunkel gew�hlt, wirkt aber trotzdem dezent und nat�rlich. Ich bin ziemlich gespannt auf Lou Pearlman. Ich bin mir sicher, dass er so ist, wie ich ihn mir vorstelle, denn er hat Geschmack, zumindest was musikalisches Talent angeht. Er hat meinem Schatz das erm�glicht, was er sich immer ertr�umt hat. "Mausi, bist du fertig? Wir m�ssen gleich los", klopft meine S��e an die Badt�r. Ich werfe noch einen letzten pr�fenden Blick in den Spiegel, �ffne dann und gehe mit ihr zusammen nach unten. Meine Maus hat sich auch wieder so richtig ins Zeug gelegt und sieht richtig h�bsch aus.

Im Wohnzimmer treffen wir schon mal auf Erik und Jacob. Die Jungs tragen einen Anzug. Ich glaube, wir gehen wirklich vornehm essen. "Aber hallo! Ich hab noch gar nichts davon geh�rt, dass 2 Engel vom Himmel gefallen sind", grinst Teddy, als wir den Raum betreten. "Ein Charmeur wie immer", erwidere ich daraufhin l�chelnd. Er tritt an uns heran und gibt erst Liz, dann mir einen Kuss auf die Wange und in dem Augenblick h�rt man ein vorwurfsvolles R�uspern hinter uns. Wir drehen uns um und mein Blick f�llt auf meinen Schatz. Er steht im T�rrahmen, wie immer mit Strahleaugen, Anzug und Haare sitzen perfekt und durch das Fenster fallen die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf ihn nieder. Jetzt bietet sich ein Anblick auf einen wahren Engel. Wir m�ssen im Himmel sein und auf Wolke 7 sind wir schon l�ngst angekommen. Ich gehe ganz nah zu ihm. "Bist du etwa eifers�chtig?", fl�stere ich ihm ins Ohr und sehe ihm danach wieder in die Augen, um seinen Blick auf diese Frage hin abzufangen. "Nur vorsichtig! Ich m�chte nicht, dass mir die sch�nste Frau auf Erden, die ich au�erdem sehr liebe, verloren geht." Wieder erfahre ich Herzklopfen, welches stark zunimmt, als sich unsere Lippen sanft ber�hren. Seine H�nde wandern kurz meine Arme hinauf und hinterlassen wieder deutliche Spuren. Von drau�en ert�nt ein Hupe. "Lou ist da, kommt ihr bitte", ruft Mike. Wow, wir werden auch noch von ihm abgeholt? Dann steht jetzt bestimmt eine Limousine vor der T�r. Wir kommen raus und prompt! Die Jungs begr��en ihn locker mit Handschlag, Ashley als letzter. "Lou, ich m�chte dir die Frau vorstellen, die ich immer gesucht habe! Das ist Trisha", stellt er mich anschlie�end vor. "Freut mich sehr", meine ich und gebe ihm die Hand. "Mich ebenso, sch�ne Frau", l�chelt er freundlich. Wir steigen nacheinander ein und los geht es. Es ist ein wahnsinns Gef�hl f�r mich in solchem Luxus durch die Stra�en zu fahren und die Blicke vieler Passanten auf uns zu ziehen. An dem runden Tisch im Restaurant sitzt rechts von mir nat�rlich Ashley, dann kommen Lou, Mike, Erik, Trevor, Jake, Liz und links neben mir Dan. Der Abend verl�uft sehr sch�n. Es wird viel gelacht, �ber Musik und die Tour gesprochen. Als dann der Aufbrauch langsam droht verschwinde ich noch einmal mit Liz auf die Toilette. "Wie war es heute �berhaupt? Wir hatten gar keine Zeit dar�ber zu sprechen", meint sie dort. "Es war noch sch�ner, als ich es mir jemals h�tte tr�umen lassen. Seine st�ndige N�he hat mich fast um den Verstand gebracht. Der Tag heute soll so besonders werden, dass ich...." Sie scheint etwas baff, nachdem ich geendet habe. "Ich h�tte nicht gedacht, dass du schon so weit bist?", meint sie. "Ich auch nicht!"

Als wir an den Tisch zur�ck kommen ist bereits bezahlt und wir gehen. Liz l�chelt mich nun unentwegt an und ich habe das Gef�hl, dass man mir meine Nervosit�t jetzt endg�ltig ansieht. In der Limousine geht es auch wieder zur�ck. Lou war wirklich nett und total nat�rlich. Zuhause setzen sich die Guys noch zusammen ins Wohnzimmer. "Kommst du nicht zu mir, Honey?", fragt Ash, als er sieht, dass ich mit meiner besten Freundin die Treppen hoch will. "Ich komme gleich, ok?", sage ich und wir verschwinden nach oben.

15 Minuten sp�ter gesellt sich Liz dann zu ihrem Dan und ich geh zu meinem Schatz. Er hat sich das Jackett und die Krawatte mittlerweile ausgezogen und die obersten beiden Kn�pfe seines Hemds aufgekn�pft. "Meinst du, du kannst dich von den Jungs l�sen und mit mir mitkommen?", frage ich ihn leise, damit auch wirklich nur er es h�rt. Ashley l�chelt. "Hey, wir gehen dann mal ins Bett, ok? Gute Nacht!", meint er daraufhin und steht auf. Das schelmische Grinsen von ihnen, welches auf diese Worte folgt, bekommen wir nicht mehr wirklich mit. Zusammen gehen wir in sein Zimmer, ich mit ziemlich weichen Knien. Der Anblick dort verursacht eine romantische Stimmung. Mit Liz� Hilfe, die sie mir dann im Restaurant angeboten hat, habe ich mehrere Teelichter, Rosenbl�tter und vereinzelt auch ganze Rosen verteilt. Das Licht der Lampe ich zus�tzlich etwas schummrig eingestellt und aus der Anlange t�nt ganz leise "I swear" von All 4 one. "Das ist wundersch�n", sagt mein Engel. Ich komme von hinten hervor und stelle mich leicht l�chelnd ihm genau gegen�ber. "Ashley, der Tag heute mit dir hat mir sehr viel Spa� gemacht und er hat mir zus�tzlich Sicherheit gegeben. F�r mich ist er zu etwas ganz besonderem geworden und deswegen soll er jetzt auch noch nicht enden. Bei Nick habe ich den Zeitpunkt verpasst, bei dir m�chte ich nicht den selben Fehler begehen! Ich m�chte mit dir schlafen", spreche ich zu Ende, den letzten Satz nach einer kleinen Pause. Sein Blick wirkt nun einerseits �berrascht und unsicher, andererseits aber auch gl�cklich und sanft. Er hebt seine Hand und streicht langsam meine Wange entlang. "Und du bist dir auch ganz sicher?", hakt er in einem Fl�sterton nach. Ich nicke. Seine Lippen kommen den meinen daraufhin wieder ganz nah, streifen diese jedoch nur etwas. Als sie sich dann ganz umschlie�en und sich ein Zungenkuss entwickelt, strecken wir beide unsere Arme etwas hoch, unsere Finger verhaken sich in der Luft und sinken in der Haltung wieder. Auch bei ihm sp�re ich jetzt einen Hauch von Nervosit�t und ein leichtes Zittern. "Ruhig", fl�stere ich. "Ich habe Angst dir weh zu tun", gesteht er mir. "Du kannst mir gar nicht weh tun", versuche ich ihn zu beruhigen. Man sp�rt deutlich diese Spannung zwischen uns, die aus seiner leichten Angst, Liebe, Verlangen und der Lust aufeinander besteht. Wieder entsteht ein Kuss und meine H�nde wandern von seinem R�cken nach vorne. Dort fange ich an sein Hemd langsam aufzukn�pfen. Schlie�lich ziehe ich es ihm ganz aus und mein Blick f�llt auf meine Kette, die ich ihm damals im Hotel gegeben habe. "Du tr�gst sie?", frage ich ihn leise. "Nat�rlich! Aber nur bei besonderen und ruhigen Anl�ssen, ich will sie schlie�lich nicht verlieren." Ich blicke ihm tief in die Augen und er kann dort deutlich ersehen, wie viel mir das bedeutet. Langsam ber�hre mit meinen Fingerspitzen seine nackte Haut, lasse sie �ber seine Brust, seinen Bauch wandern und schlie�lich auf seinen H�ften ruhen, unsere Lippen im st�ndigen Kontakt miteinander. Nun scheint auch er langsam aus sich raus zu kommen und so ziept er wenige Augenblicke sp�ter den Rei�verschluss meines Kleides nach unten. Dieses landet, nachdem er meine Tr�ger seitlich von meinen Schultern geschoben hat, ebenfalls auf dem Boden. Ich steige aus dem Kleid heraus und stupse es etwas zur Seite. Wir h�ren den Atem des anderen jetzt noch einen Takt schneller verlaufen. Ich blicke zu ihm auf und wir k�ssen uns erneut, dann wandern seine Lippen weiter zu meinem Nacken. Ich lege meinen Kopf leicht seitlich und genie�e seine Z�rtlichkeiten. Langsam bewegen sich seine H�nde dabei meinen R�cken aufw�rts und an meinen Schultern angekommen, schiebt er einzelne Finger unter die Tr�ge meines BHs, um sie so ebenfalls zur Seite zu bef�rdern. Ich male w�hrenddessen seine Wirbels�ule nach, bis hoch zu seinem Nacken. Als er mir meinen BH geschickt �ffnet, schl�gt mein Herz noch etwas schneller. Ich vergrabe meinen Kopf kurz in seiner Halsbeuge, bis ich dann erneut das Verlangen habe seine Lippen auf meinen zu sp�ren und ihm so wieder in die Augen blicke. Jeder Kuss wirkt noch sch�ner als der zuvor und fordert wieder ein bi�chen mehr. Ich lasse von seinem Nacken ab, gehe den selben Weg �ber den R�cken zur�ck und fange langsam an seine Hose zu �ffnen, erst der G�rtel, dann der Knopf und schlie�lich der Rei�verschluss. Mein Herz schl�gt noch einen Tick schneller. Mit jeder Ber�hrung, mit jedem Atemzug und mit jedem Herzschlag wachsen meine Gef�hle f�r ihn und die Lust ihn ganz nah bei mir zu haben. F�hlbare Leidenschaft liegt in der Luft und hat Besitz von diesem Raum und unseren Seelen genommen. W�hrend wir uns immer wieder k�ssen gehe ich nun langsam zur�ck, n�here mich dem Bett. Als ich es in meinen Kniekehlen sp�re, lasse ich mich langsam darauf nieder und ziehe Ashley an seiner Hand sogleich zu mir. Nur f�r einen Bruchteil von Sekunden waren wir getrennt und schon vermisse ich den K�rperkontakt mit ihm. Er kniet sich �ber mich und wir blicken uns tief in die Augen. Ich streichle seine Wange, �ber die sich sogleich ein zaghaftes L�cheln ausbreitet. Sehns�chtig und voller Verlangen begr��e ich seinen Kuss. Seine Hand bewegt sich �ber meine Schulter zu meinem Dekollet�, weiter zu meinem Bauchnabel. Nur kurze Zeit sp�ter folgen ihr seine Lippen. Nun breitet sich endg�ltig eine G�nsehaut �ber meinem gesamten K�rper aus. Ashley spielt etwas mit meinem Piercing und wagt dann mit seinen K�ssen wieder den Weg nach oben. Seine leichte Ausschwenkung nach links l�sst mich tief durchatmen. Wieder in einen Zungenkuss versunken drehen wir uns, sodass nun er unten liegt. Auch ich verw�hnen nun seinen Oberk�rper, leidenschaftlich und langsam. Er hat die Augen geschlossen, um sich ganz auf meine Ber�hrungen zu konzentrieren, welche er genauso zu genie�en scheint, wie ich zuvor. Um seine Erregung etwas auszubauen, streiche ich ganz kurz �ber seine Boxershorts, w�hrend ich meine Zunge um seinen Bauchnabel kreisen lasse. Er zieht daraufhin stark die Luft zwischen seinen Z�hnen ein. Erfahrungen in der Richtungen habe ich noch keine gemacht und trotzdem scheine ich ihn mit meinen Handlungen um den Verstand zu bringen. Er atmet etwas schwer als vorhin, als ich wieder noch oben komme. "Ich liebe dich, Ashley Ward Parker Angel", gestehe ich ihm, bevor ich meine Lippen auf seine lege, meine Zunge in seinen Mund gleiten lasse. Wir drehen uns erneut und er l�st sich von mir. "Und ich liebe dich, Trisha Kyle", erwidert er. Mit einem L�cheln empfange ich seinen Kuss, schlie�e meine Arme fest um seinen R�cken und w�nsche mir nichts sehnlicher, als das diese Gef�hle, die sich in meinem K�rper ausbreiten, niemals vergehen sollen. Seine H�nde liebkosen erneut meinen K�rper, halten an meiner H�fte inne und umfassen meinen Tanga, den er mir nun langsam auszieht. Mein Herz f�ngt an zu rasen, mein Atem verschnellert sich erneut. Die Nervosit�t, die bis eben wie nie dagewesen schien, erstreckt sich nun wieder �ber mich. Nun bin ich diejenige die leicht zittert. "Sch, ganz ruhig", bes�nftigt er mich. Er streicht meine Arme auf und ab und beobachtet, wie sich mein K�rper wieder etwas beruhigt, das Zittern nachl�sst und ich daraufhin wieder meine Augen �ffne. Ash liegt seitlich neben mir. Seine Finger wandern nun wie bei mir vorhin gerade so eben zwischen meine Beine, lassen aber auch sogleich wieder davon ab, um die Spannung zu erhalten und das Verlangen hinaus zu z�gern. Ich habe das Gef�hl zu sterben, wenn ich jetzt nicht gleich wieder seine Lippen k�sse. Ich ziehe ihn wieder zu mir herauf und entledige ihn kurz darauf seinen Boxershorts, denn langsam werde ich ungeduldig und das zeige ich ihm durch viele weitere K�sse. Nichts kann mich jetzt mehr davon abhalten, ich will es, ich will ihn! Keinen einzigen Gedanken verschwende ich an das Erlebnis vor 2 Jahren, die ganze Zeit schon nicht. Das hier ist einmalig, wundersch�n und erfolgt au�erdem aus freiem Willen. Ashley unterbricht seine Zuneigungen, beugt sich r�ber zu dem Nachtk�stchen und holt aus der obersten Schublade eine Kondom. Er reist die Packung vorsichtig auf und zieht es sich �ber. Mein Herzklopfen erh�ht sich noch mal um einen gewaltigen Schwung, als sich Ash links von rechts von mir mit seinen Armen abst�tzt und sich langsam sinken l�sst. Schon fast gierig nehme ich seine Lippen in Empfang, die mich vor dem Eindringen etwas ablenken soll. Nach und nach will er sich langsam vorarbeiten, woraufhin ich pl�tzlich gewissen Druck sp�re. Ich bei�e die Z�hne leicht zusammen. "Entspann dich", fl�stert Ashley. Ich versuche mich nun noch mehr auf unser Zungenspiel zu konzentrieren, welches sogleich wieder einsetzt, und lasse langsam locker. Kurze Zeit sp�ter sind wir eins. Er h�lt noch etwas inne, ehe seine Bewegungen einsetzen, denen ich mich versuche, so schnell wie m�glich, anzupassen. Irgendwann setzt mit einem Mal alles aus. Ich kann an nichts mehr denken, nur noch dann dieses Gef�hl, dass sich, in meinem Unterleib angefangen, bis �ber meine Magengegend ausstreckt. Ashley bedeckt meinen Hals mit etwas schnelleren K�ssen, was mich zu der Vermutung bringt, dass seine Empfindungen im Moment den selben entsprechen. Unser Verlangen wird immer noch gr��er, unsere Bewegung kr�ftiger. Ich schlie�e meine Augen, lege meinen Kopf in meinen Nacken, meine H�nde krallen sich leicht in seinen R�cken. Wir m�ssen unsere Lippen voneinander l�sen um schneller durchatmen zu k�nnen. Es bringt mich fast um den Verstand. Ich dr�cke meinen R�cken durch, bis alles dann seinen H�hepunkt erreicht hat und anschlie�end langsam nachl�sst. F�r kurze Zeit f�hlte ich mich wie in einer anderen Welt und so bekomme ich auch nicht wirklich mit wie Ashley ebenso am Ende angelangt ist und losl�sst. Nach und nach verl�uft unser Atem wieder normal und das Klopfen meines Herzens erfolgt wieder im richtigen und langsameren Takt. Ich gebe meinem Schatz einen Kuss auf seine hei�e Stirn, bevor er sich neben mich legt und wir gemeinsam unter die Decke kriechen. Ich lege mich auf den Bauch und st�tze meine Arme und mein Kinn auf seinem Oberk�rper ab, welcher sich nun wieder gleichm��ig hebt und senkt. Von unten herauf l�chle ich ihn an und blicke in seine wundersch�nen Augen, nachdem er sie ge�ffnet hat. Er streichelt mir durch die Haare. "Es war wundersch�n", sagt er dabei. "Ja, das finde ich auch! Danke!" "Wof�r?", hakt er verwundert nach. Ich rutsche zu ihm rauf. "Daf�r, dass du es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hast", erkl�re ich. Er h�lt mit einer Hand meine Wange und gibt mir nun einen sanften Kuss. Anschlie�end kuschle ich mich eng an und schlie�e meine Augen. Irgendwann bin ich ganz unbewusst eingeschlafen.

Als ich am n�chsten Morgen (es ist schon fast Mittag *g*) aufwache, blicke ich mich gleich als erstes nach meinem Schatz um, der noch friedlich schl�ft. Ich beobachte ihn eine Zeit lang dabei und gebe ihm noch vorsichtig einen Kuss auf die Wange, bevor ich aufstehe. Schnell ziehe ich mir ein T-Shirt und eine Jogginghose an, um danach nach unten zu gehen. Jacob und Trevor sind auch schon wach. "Guten Morgen", g�hne ich erst einmal. "Na viel Spa� gehabt gestern?", grinst Jake. "Ich wei� nicht, was du meinst", erwidere ich und versuche dabei so glaubhaft wie nur m�glich zu klingen. Ashley und ich brauchen schlie�lich auch etwas Intimsph�re und die beginnt sp�testens dann, wenn wir beide irgendwo alleine sind, besonders in seinem Zimmer. "Wie auch immer", meint er nun und verl�sst die K�che mit einem Grinsen, welches mich sehr stark vermuten l�sst, dass er sich ganz genau denken kann, was gestern noch abging. "Dass der immer so neugierig sein muss! Was habt ihr denn gestern noch gemacht?", fragt Trev gleich im Anschluss an seine erste Bemerkung. Ich muss laut loslachen �ber diesen Scherz und er stimmt sogleich mit ein. "Darf ich auch mitlachen?", h�ren wir eine Stimme von hinten � Teddy. "Nicht so wichtig", meine ich und verlasse gutgelaunt ebenfalls die K�che, um mich mit meiner M�slisch�ssel ins Wohnzimmer zu setzen. "Sie wirkt so gl�cklich", f�llt ihm Trevor gegen�ber auf, als sie beiden alleine sind. "Kannst du dir nicht denken warum?", bemerkt Trev. "Wegen Ashley?", f�llt Erik als erstes ein. Trev nickt. "Und wegen gestern Abend", f�gt er noch hinzu, ehe er ihn allein l�sst, obwohl er nun, nach dieser Erg�nzung, restlos durcheinander ist. Tja, Teddy war eben noch nie ein Schnellchecker.

Ich habe gerade zu Ende gegessen, da tritt Ashley von hinten an mich heran, legt seinen Arm um meinen Hals, dr�ckt mir ein dicken Kuss auf die Wange und h�lt mir eine von den Rosen vors Gesicht. "Guten Morgen, du Liebe meines Lebens", sagt er anschlie�end. "Guten Morgen, mein Engel", begr��e ich ihn und streichle seinen Arm etwas. Zwischen uns scheint immer noch etwas von der gestrigen Spannung zu herrschen. Ich nehme die Rose an mich und bedanke mich f�r sie mit einem richtigen Kuss. "Hast du schon geduscht?", frage ich ihn. "Nein, wieso?" "Weil du so gut riechst", gestehe ich. Wir l�cheln uns an. "Gehst du zuerst? Dann kann ich direkt nach dir", meine ich anschlie�end. "Warum gehen wir nicht einfach zusammen?" Und ohne eine Antwort abzuwarten, nimmt er mich auf den Arm und tr�gt mich hoch. Ich zapple, versuche mich zu wehren und bin die ganze Zeit am lachen, sodass wir Liz und Dan nur GANZ nebenbei bemerken, als wir ihnen auf der Treppe begegnen. Sie k�nnen sich daraufhin ein Grinsen nicht verkneifen. "Ich glaube, die beiden sind noch verr�ckter als wir", bemerkt Dan. "Allerdings", l�chelt Liz, bevor sie weiter nach unten gehen.

Da es so warm ist habe ich mich noch mehr auf die k�hle Dusche gefreut, aber wenn man mit Ashley darunter steht, dann kann man es nicht mehr unbedingt als k�hl bezeichnen ;-) Mit den K�ssen, die wir unter laufendem Wasser ausgetauscht haben, dem Streicheln meiner Arme und dem Anblick seines tollen K�rpers wurde mir eher noch hei�er. Ich bin echt wahnsinnig stolz darauf einen so gutaussehenden und zugleich lieben Freund zu haben. Zu bl�d, dass ich heute wieder arbeiten muss, wo die Jungs jetzt endlich mal eine ganze Woche frei haben. Aber mein Schatz sorgt sogleich wieder f�r Freude. "Wie w�r�s, wenn du etwas fr�her losgehst, dann begleite ich dich und wir k�nnen noch in irgendein Caf� gehen und so noch ein bi�chen durch die Stadt laufen", schl�gt er vor. "Das ist eine super Idee, Hase", grinse und ich gebe ihm einen Kuss. "Hase?", hakt er nach und zieht eine Augenbraue hoch. "Ja! Hase! Wieso, gef�llt dir die Bezeichnung nicht? Also ich finde den Ausdruck s�� und deshalb genau passend zu dir", l�chle ich. "Na wenn du meinst, Honey", erwidert er und wir k�ssen uns erneut. W�hrend er sich schon mal anziehen geht, f�hne ich mir noch die Haare. Als ich auch in das Zimmer komme, sitzt Ashley in Boxershorts und Jeans auf dem Bett und tippt irgendetwas auf seinem Handy herum. Ich finde es unglaublich sexy, wenn Jungs kein Oberteil anhaben und nur Jeans tragen, wo die Shorts oben noch etwas heraus schaut. Bei diesem Bild, was auch er mir gerade bietet, k�nnte ich glatt wieder �ber ihn herfallen. Ich gehe auf die andere Seite vom Bett, lege von hinten meine H�nde auf seine Schultern und beginne ihn leicht zu massieren. Ashley wendet den Blick von seinem Handy ab, schlie�t die Augen und legt den Kopf genie�erisch in den Nacken. "Gef�llt es dem Herren?", frage ich und halte dabei kurz inne. "Mmh, und wie! Mach weiter", s�uselt er nur. "Jetzt nicht, wir wollen doch los", grinse ich und nehme beide H�nde weg. "Ach Menno", schmollt er daraufhin. "Nicht schmollen, Hase! Wenn du ganz lieb bist, gibt es heute Abend eine richtige Massage von mir." Jetzt grinst er wieder. "Das gef�llt mir!" "Das kann ich mir schon denken", lache ich. 10 Minuten sp�ter sind wir startklar. Ash hat sich noch ein T-Shirt �bergezogen � leider. Wir kommen wieder nach unten und verabschieden uns sogleich. Meine Maus tut mir richtig leid. Sie will bestimmt wissen, wie es gestern war und ich hab nicht mal die Zeit es ihr zu erz�hlen. Aber heute Abend nehme ich mir die einfach, dann bekommt Ash seine Massage eben erst 10 Minuten sp�ter. Ash steht mit Hut und Sonnenbrille (als Tarnung) kaugummikauend vor mir und wartet nur noch auf mein Zeichen, dass wir los k�nnen. "Also macht es gut, ihr Lieben! Bis sp�ter", sage ich noch und zusammen verlassen wir nun die Villa. "Du machst mich heute noch ganz wahnsinnig", sage ich auf der Stra�e. "Warum denn?", will er grinsend wissen. "Erst dein Anblick unter der Dusche, dann der, wo du auf dem Bett gesessen bist und jetzt dieser." "Gefalle ich dir?", fragt er und versucht dabei abgehoben und eingebildet zu klingen. Ich muss laut loslachen. "Ja, das tust du, und wie! Ich bin wahnsinnig stolz einen solchen Freund zu haben, unabh�ngig von deinem Erfolg", gestehe ich. "Du bist unglaublich s��, Trisha! Ich liebe dich so", meint er nun mit ernster Stimme. Er bleibt stehen, nimmt mein Gesicht in seine H�nde und gibt mir einen ganz sanften, z�rtlichen Kuss. "Ich liebe dich auch, Ashley", erwidere ich anschlie�end in Fl�sterton. Nach noch 1, 2 Sekunden, in denen wir uns einfach nur in die Augen gesehen und die Liebe des anderen dort ebenfalls entdeckt haben, gehen wir H�ndchen haltend weiter. In einem sch�nen Caf� machen wir Halt und suchen uns einen sch�nen Platz. Als wir gemeinsam die Eiskarte studieren, f�llt unser Blick auf den "Liebesbecher" und wir zeigen gleichzeitig darauf, was uns zum lachen bringt. In dem Augenblick kommt der Kellner und dadurch k�nnen wir sofort bestellen. Das Eis wird mit nur einem L�ffel gebracht und so m�ssen wir uns gegenseitig f�ttern, womit der Becher seinem Namen zus�tzlich alle Ehre macht. W�hrend wir anschlie�end noch weiter durch die Stadt schlendern und zuf�llig an einer Sparkasse vorbei kommen, springe ich dort schnell rein. Ashley wartet drau�en auf einer Bank und als ich wieder raus komme dr�cke ich ihm mehrere Geldscheine in die Hand. Er blickt mich fragend an. "Das Geld von dem Flug von New York nach hier her", erkl�re ich kurz. "Aber ich m�chte nicht...", will er mir widersprechen, doch ich unterbreche ihn schlagartig. "Das war so ausgemacht", sage ich mit Nachdruck. "Ja aber jetzt, wo wir zusammen sind ist das doch wieder etwas ganz anders", meint er. "Keine Widerrede", bleibe ich hart und so bleibt ihm nichts anderes �brig, als das Geld zu behalten, auch wenn es ihm ziemlich unangenehm ist.

"Ich vermisse dich jetzt schon", sagt mein Schatz, als wir vor meinem Restaurant ankommen und es f�r eine Weile Abschied nehmen hei�t. "Ich dich auch, aber es sind ja nur ein paar Stunden", versuche ich ihn zu tr�sten. "Meinst du, du schaffst es wenigstens heute mal p�nktlich um 10 p.m. wegzukommen?", fragt er. "Ich hoffe es", antworte ich, woraufhin er gleich etwas trauriger schaut. "Hey, f�r jede Stunde die ich l�nger bleiben muss, gibt es 20 Minuten mehr Massage, ok?", l�chle ich, was er nun erwidert. Wir geben uns noch einen langen Kuss und gehen dann getrennte Wege. Mein Chef fragt erst mal wie mein Urlaub so war und als ich ihm von der Tour durch ganz Amerika erz�hle, ist er ziemlich beeindruckt. Der Laden ist ab einer bestimmten Uhrzeit mal wieder brechend voll. Gerade sind ein paar Jugendliche gekommen an deren Tisch ich jetzt heran trete und nach ihren Getr�nkew�nschen frage. "Was kostet eine Nacht mit dir? Ist die sehr teuer, oder geht das aufs Haus?", macht mich einer ziemlich derb an. "Was wollt ihr trinken?", will ich erneut wissen und tue so, als h�tte ich von der Bemerkung nichts mitbekommen. "Ich hab dich was gefragt, S��e", meint er erneut und greift mir jetzt sogar an den Hintern. "Lass das bitte", sage ich mit noch ruhiger Stimme und schiebe seine Hand weg, doch er denkt gar nicht daran und begrapscht mich erneut. "Jetzt zier dich doch nicht so", grinst er fies und will mich nach einer Weile mit einem festen Griff ums Handgelenk sogar auf seinen Scho� ziehen. Nun greift mein Chef Gott sei Dank ein und schmei�t die Typen hochkant raus. "Alles ok?", erkundigt er sich anschlie�end bei mir. "Ja, danke", meine ich. Ich stehe noch kurz ziemlich neben mir und mache dann tapfer weiter. Als ich das Restaurant verlasse ist es 10.30 p.m. Ashley wird hoffentlich nicht all zu entt�uscht sein, dass ich wieder nicht p�nktlich bin, aber daf�r bekommt er ja jetzt 10 Minuten l�nger Massage.

Daheim angekommen ist allerdings erst mal meine Maus an der Reihe, die noch im Wohnzimmer sitzt und liest. Ashley habe ich sowieso noch nicht gesehen, bestimmt ist er auf seinem Zimmer. "Na du", geselle ich mich nun zu meiner S��en. "Hi", erwidert sie freudig und wir geben uns ein Bussi auf den Mund. Wir reden erst �ber andere Dinge, ehe sie mich dann nach gestern Abend ausfragt und als sie h�rt, wie sch�n es f�r uns beide war, freut sie sich sehr f�r mich. Anschlie�end berichte ich ihr noch von der Aufdringlichkeit des Typen heute. "Ach Mausi, dass immer dir so etwas passieren wird. Wirst du Ashley davon erz�hlen?" Ich sch�ttel den Kopf. "Es war ja nicht so schlimm und au�erdem macht er sich so nur wieder Sorgen. Am Ende will er mir noch das Arbeiten richtig verbieten." "Hey, seit wann bist du da?", kommt mein Schatz in dem Augenblick rein. "Noch nicht so lange", flunkere ich etwas. Er scheint nichts von dem Gespr�ch von uns mitbekommen haben, sonst h�tte er mich direkt darauf angesprochen. "Also Gute Nacht, ihr beiden", sagt Liz, schl�gt ihr Buch zu und geht nach oben. "Nacht", erwidern wir und geben uns einen Kuss. Anschlie�end gehen auch wir aufs Zimmer, wo Ash "endlich" seine versprochene Massage bekommt, an die er mich gleich nach der Begr��ung unn�tigerweise erinnert hat. Ich halte nat�rlich, was ich verspreche und au�erdem springt f�r mich wieder ein guter Anblick dabei heraus, wenn man in den Genuss kommt einen so sch�nen R�cken zu verw�hnen.

"Oh mein Gott, ich bin so aufgeregt", fl�stere ich meiner Soulsister zu. Heute, 3 Wochen sp�ter, ist Ashleys 20. Geburtstag und ich bin mich schon die ganze Zeit am fragen, ob ihm mein Geschenk auch gef�llt. Meine Maus ist schon leicht genervt. "S��e, es kommt von dir! Wenn es ihm nicht gef�llt, dann verdient er dich nicht. Obwohl es unn�tig ist, so etwas zu erw�hnen, da es ihm mit 100%iger Sicherheit gefallen wird", redet sie erneut mit gro�er Geduld auf mich ein. Gratuliert habe ich ihm nat�rlich schon gleich als wir aufgewacht sind. Ich wollte unbedingt die erste sein :-) Endlich gesellt sich das Geburtstagskind zu uns ins Wohnzimmer und wird erst mal von den anderen begl�ckw�nscht. Ashleys ganze Familie, Shelli und sein bester Freund, sein Cousin Casey, sind extra angereist. Nun habe ich ihn und Ashleys Bruder Taylor auch endlich mal kennen gelernt. Jetzt geht es ans Geschenke auspacken und dabei habe ich ihn gebeten, meins als letztes von dem Papier zu befreien. Von den Jungs hat er zum Beispiel CDs, ein neues Set Gitarrensaiten und vieles mehr bekommen, von Liz ein Superman T-Shirt. So geht es einige Zeit weiter, bis er schlie�lich bei meinem Geschenk ankommt. Es ist eine kleine quadratische Schachtel. Ashley l�chelt mich neugierig an und ich erwidere es, wobei meins aber eher an Unsicherheit grenzt. Langsam wickelt er das Papier ab und �ffnet die Schachtel, beobachtet von 11 ebenso neugierigen Augenpaaren. Zum Vorschein kommt ein sch�nes echt silbernes Armband mit Gravur. Vorne steht We belong together, hinten Trisha + Ashley. Eigentlich bin ich ja sehr stolz auf mein Geschenk, da es ziemlich teuer war, ich es mir aber trotzdem von meinem EIGENEN Geld relativ leicht leisten konnte und au�erdem habe ich den Text so gew�hlt, dass er merkt, dass ich mir ganz sicher bin, dass ich zu IHM geh�re, nicht zu Nick. Ich werde ihn immer lieben, ihn nie vergessen, aber es war mit Sicherheit von Anfang an so vorbestimmt, dass ich mit Ashley alt werden soll. "Das ist ... wow! Das ist wundersch�n! Vielen, vielen Dank, Honey", kommt er fr�hlich auf mich zu, umarmt mich ganz doll und gibt mir noch einen dicken Kuss. "Es freut mich, wenn es dir gef�llt", l�chle ich erleichtert. "Sehr sogar", best�tigt er meine Sicherheit um ein weiteres St�ck. Er legt es sich sogleich um und betrachtet es noch eine Weile ganz genau. Die anderen haben sich mittlerweile schon mal in die N�he des Tisches begeben und den Kuchen angeschnitten, w�hrend wir noch etwas abseits beieinander stehen. "Du machst mir jeden Tag das sch�nste Geschenk, was ich jemals bekommen werden kann, allein durch deine Liebe", fl�stert Ashley, lehnt seine Stirn gegen meine und blickt mir dadurch sehr tief in die Augen. "Dir wird nie wieder jemand weh tun k�nnen, weil ich das nicht zu lassen werde. Ich werde dich niemals alleine lassen und ich will dich niemals verlieren! Ich liebe dich mehr als mein Leben, Trisha! Das wollte ich dir schon ewig sagen und jetzt, wo du mir dieses wundervolle Geschenk gemacht hast und mir damit zeigst, dass auch du mich niemals verlassen wirst, hielt es f�r den geeignetsten Augenblick, um es endlich zu tun. Du bist diejenige, die ich immer gesucht habe, die Liebe meines Lebens und daran wird sich nie wieder etwas �ndern", fl�stert er leise. Tr�nen bahnen sich �ber meine Wangen, w�hrend er diese Worte spricht. Ich falle ihm um den Hals und dr�cke ihn ganz fest an mich. Das Leben hielt f�r mich nicht nur was besseres bereit, nein, es hielt f�r mich das BESTE bereit. Von dem Tag an war alles von meiner schrecklichen Vergangenheit vergessen, nur eine Person nicht, den dieser Person habe ich das alles zu verdanken, nicht durch seinen Tod, aber durch sein Dasein als Engel und das Erf�llen seines Versprechens, n�mlich sich auch weiterhin um mich zu k�mmern. Ashley und ich k�ssen uns lang und z�rtlich und dieser Kuss dr�ckt noch einmal das aus, was er vorhin schon mit Worten versucht hat, n�mlich eine Liebe, die ein Leben lang halten wird und noch viel l�nger.

*The End*

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