F�r mich ist diese Fanfic irgendwie etwas ganz besonderes! Ich kann nicht genau sagen warum, aber ich bin einfach wahnsinnig stolz auf sie. Ich hoffe, dass sie allen, die sie lesen, auch zusagt und das ihr mir flei�ig Feedback schickt! Vielen Danke schon mal im voraus!!!
Anzumerken ist noch, dass die Story abwechselnd aus 2 Sichten erz�hlt wird!
Viel Spass beim Lesen!!!
Autor: Steffi
Feedback: [email protected]
~*~July~*~
"Hey July haste mal nen Druck f�r mich?" "Besorg dir deinen Schei� selber, Sanny." "Jetzt sei doch mal nicht so." "Wie oft soll ich es dir noch sagen, schau wo du Geld her bekommst." So geht es fast jeden Tag. Immer versucht sie es aufs neue. Klar, sie hat ernste Probleme, aber das haben alle in diesem Viertel!! In solchen Momenten merke ich immer was mit mir passiert ist. Fr�her ging es mir viel besser. Ich hatte ein zu Hause und eine Familie, doch pl�tzlich war alles vorbei. Ich war gerade mal 15, fast 16 Jahre alt, als sich meine Eltern scheiden lie�en. Das Sorgerecht wurde meinem Vater zu gesprochen und ich war gl�cklich bei ihm zu leben, denn zu meiner Mum hatte ich nie ein besonders gutes Verh�ltnis. War gerade mein Dad nicht da, gab es sofort Pr�gel wenn ich mal nicht folgte. W�re er an diesem Abend daheim geblieben, k�nnte es auch immer noch so sein. Dann w�re er nicht von der Stra�e abgekommen, dann w�re er nicht in diesen Baum rein gefahren, dann w�re er jetzt noch am leben und bei mir. Tr�nen laufen �ber meine Wange, wenn ich daran zur�ck denke. Doch Trauer ist in diesem Leben nicht mehr erlaubt. Niemand hilft einem, man ist auf sich allein gestellt. Jeder muss lernen damit um zu gehen und f�r sich selbst zu sorgen. Das Jugendamt hatte die Aufgabe mich zu meiner Mum bringen, doch das wollte ich auf keinen Fall. So bin ich abgehauen, wollte mein Leben alleine in die Hand nehmen. Das habe ich auch geschafft, aber im Griff habe ich es nicht. Ich meine es immer zu haben, aber innerlich wei� ich das es nicht so ist. Geschickt bin ich von New Jersey direkt nach New York getrampt und schon war es geschehen. Ich kam unter die falschen Leute und es gab kein zur�ck mehr. Ich wurde s�chtig. Angefangen hat es mit Haschisch mittlerweile bin ich beim Heroin. Erst wurde geschnieft und als das nicht mehr reichte wurde gedr�ckt.
~*~Ashley~*~
"Mr. Angel bewegen Sie Ihren Knackarsch hier her, sonst kommen wir zu sp�t!" Ja ja der gute Dan, der heimliche Daddy von O-Town. Wenn wir ihn nicht h�tten. "Ich mag es nicht, wenn du meinen s��en Popo so nennst, Dannylein", flirte ich ihn grinsend an. "Und was steht heute auf dem Plan?" Ich stopfe mir schnell den Mund voll Cornflakes, so dass meine Aussprache etwas nuschelnd wird und die H�lfte auf den Tisch spritzt. Ups. "Es reicht nicht, dass sie uns mit dir gestraft haben, wo du doch die Verfressenheit in Person bist und dazu null Orientierungssinn besitzt. Nein. Sie m�ssen dir auch noch die Gabe der Vergesslichkeit aufdr�cken", seufzt Jake vor sich hin. "Och macht mich nur fertig, gleich heul ich." � "Um deine Frage zu beantworten, Angel, wir sind nicht umsonst in New York. Wir geben heut ein Konzert f�rn wohlt�tigen Zweck bei Stra�enkindern." � "Danke Miller!"
Erik und meine Wenigkeit k�nnen die andren dann doch noch zu einem kleinen Stop beim Mecci veranlassen, weil wir ja mit leerem Magen sooooooooooo schlecht performen k�nnen. Ich grinse zufrieden �ber das ganze Gesicht als die fettige T�te in meinem Scho� steht. "Das trieft ja nur so vor Kalorien. Pass nur auf deine Figur auf, Mobbelchen. Am Schluss rollst du nur noch �ber die B�hne", triezt mich wieder Dan und kneift in meine, nicht vorhandenen (!) Speckfalten. Er ist mein bester Kumpel, aber wir verarschen uns gern mal gegenseitig.
~*~July~*~
Mit leeren Gedanken ziehe ich durch die Stra�en, auf der Suche nach einem Freier. Es dauert nicht mehr lange und ich komme auf Entzug, also brauche ich dringend Geld. Da dr�ckt mir einer einen Zettel in die Hand. Ich werfe einen Blick darauf. "Support: O-Town starten eine Aktion f�r Stra�enkinder". Wer bitte ist O-Town? Sehe ich wirklich so schlimm aus, dass man erkennt, dass ich auf der Stra�e lebe? Es scheint so. Ich schaue mir dieses Schreiben noch etwas genauer an und erkenne im Hintergrund 5 Jungs, 3 davon mit Gitarre. Das muss wieder eine von diesen Boygroups sein. Eigentlich interessiere ich mich nicht sonderlich f�r diese Art von Musik, aber da f�llt mein Blick auf einen von den Guys. Er hat blonde hochgegelte Haare, vertr�umte blaue Augen und ein supers�sses L�cheln. Ich f�hle mich wie von ihm in einen Bann gezogen, komme aber schnell wieder in die Realit�t zur�ck und lese was sonst noch da steht: "Am 24th April gibt die Band "O-Town" aus Orlando ein exklusives Konzert im Central Park im Zusammenhang mit ihrem neuen Album. "Wir wollen den in Not geratenen Kindern wenigstens f�r 1 Stunde von ihrem Kummer ablenken und ihnen eine kleine Freude bereiten", sagt Ashley dazu. Also jeder ist zu diesem Event herzlich eingeladen. Nat�rlich ist alles kostenlos. Schaut doch einfach mal vorbei und �berzeugt euch von dem K�nnen dieser neuen Jungs. Beginn des Konzertes ist um 16 p.m." Mmh, heute w�re der 24th und Zeit habe ich sowieso mehr als genug! Aber was mach ich mir �berhaupt Gedanken? Ich habe es wirklich nicht n�tig mich auf dieses Niveau zu begeben und mir das Mitleid dieser Gruppe durch ihre Songs anh�ren zu m�ssen. Achtlos lasse ich den Zettel fallen, ich habe jetzt wichtigeres zu tun. Ich brauche Geld um mir einen Druck zu besorgen, sonst komme ich bald richtig auf Turkey. Schlie�lich komme an meinem Ziel an, dem Autostrich. Wie immer bin ich nicht die einzige und so dauert es ne Ganze Weile bis das Interesse auf mich f�llt. Endlich h�lt ein �lterer Mann in einem roten Sportwagen neben mir und nachdem ich mit ihm einen fairen Preis ausgehandelt habe, steige ich ohne gro� zu reden in den Wagen und fahre mit ihm davon.
~*~Ashley~*~
"Wow, wat f�r ne �ble Gegend", meint Trev hinter mir Kopf sch�ttelnd. Ich schiebe die Mecci T�te von Erik aus meinem Blickfeld und starre auf die dreckige Stra�e vor mir. Ein roter Sportwagen h�lt mit quietschenden Reifen. Jake tritt gerade noch so, laut fluchend (und der soll gl�ubig sein?) auf die Bremse und verhindert den Auffahrunfall. W�tend sch�ttelt er seine Faust und will gerade nach der T�rklinke greifen, aber ich bin schon mit einem Satz drau�en. Ein �lterer, rundlicher Mann kickt die Beifahrert�r auf und schubst ein M�dchen auf die Stra�e. Sie bleibt kurz benommen liegen, h�lt sich die brennend aufgeschabte Haut und kriecht dann �ngstlich zitternd aus der Reichweite dieses Perverslings. "Das n�chste mal erf�llst du meine W�nsche aber so wie ich sie haben will!", schreit er und spuckt ihr vor die F��e. "Es wird kein n�chstes mal geben!" Ich rei�e die Autot�r auf und packe den Mann am Schlawitchen, ungeachtet, dass er einen Kopf gr��er ist und auch mehr Masse besitzt. "Es geht dich einen Schei�dreck an was ich mit solchen dreckigen Schlampen anstelle wie ihr! Wenn se einem net mal richtig den Marsch blasen kann." Er boxt mir kurz und hart in den Magen, so dass kleine Sternchen vor meinen Augen tanzen und schl�gt die Autot�r zu. Ich muss schnell zur�ckspringen, damit er mich nicht �ber den Haufen f�hrt als er den Motor anl�sst und mit wild drehenden Reifen die Flucht antritt.
"Alles in Ordnung?" Von noch leichtem Schwindel erfasst gehe ich in die Knie und beuge mich zu dem zitternden M�dchen, dem die Angst in die Augen geschrieben steht. "H�r mal...es ist alles gut." Ich will ihr z�rtlich �ber die Haare fahren, doch lasse ich die Hand sofort wieder sinken als sie zur�ckzuckt. Langsam scheint sie aber aus ihrer Trance zu erwachen. Kleine, perlengleiche Tr�nen glitzern in ihren Augen. "Hey nicht...sch..." Vorsichtig wische ich sie ihr von den Wangen und ziehe das kleine H�ufchen Elend und zu mir in meine Arme. Sie schmiegt ihren bebenden K�rper an mich und ich sp�re ihr Herz das unregelm��ig schnell an meinem Hals klopft.
~*~July~*~
"Was mache ich hier eigentlich?", frage ich mich pl�tzlich. Ich vertraue doch niemanden, aber er f�hlt sich so gut an, diese W�rme und Geborgenheit. So etwas hatte ich schon so lange nicht mehr und gerade deshalb l�se ich mich ruckartig wieder aus seiner Umarmung. Ich traue mich erst nicht, blicke ihm dann doch in die Augen. Mein Gott, so etwas sch�nes habe ich noch nie zuvor gesehen, dieses ozeantiefe Blau. Er kommt mir bekannt vor und da fallen mir die Typen von dem Werbezettel von vorhin ein. "Was ist? Warum starrst du mich so an?", meint er zwar nett l�chelnd und vorsichtig, aber bei mir l�st es sofort eine Kettenreaktion aus. "�h...sorry...tut mir leid", stammle ich kaum verst�ndlich und laufe mit hochrotem Kopf und leicht geschwollenen Augen davon. "Halt, warte doch! So habe ich das doch gar nicht gemeint. Ich will dir doch blo� helfen!" Solche und �hnliche Worte h�re ich ihn noch eine kurze Weile mir nachrufen, bis er schlie�lich von 2 anderen Typen zur�ck ins Auto gezogen wird. Ich aber bleibe nicht stehen und drehe mich auch nicht um. Erst als ich ein kleines St�ck gerannt bin, lasse ich mich ersch�pft auf eine feuchte Wiese sinken. Jetzt schaue ich zur�ck, aber der Van ist weg und mit ihm der blonde f�rsorgliche Guy. Ich werde ihn nie wieder sehen und selbst wenn w�rde das auch nicht viel n�tzen. Er ist ein Star und w�rde sich niemals mit Leuten wie mir abgeben und sein Mitleid brauche ich auch nicht. Mein K�rper zittert. Es ist soweit, ich bin auf Turkey. In so einem Zustand ist es besonders schwer einen Freier zu bekommen. Sicher, erst gerade wurde ich von einem �belst behandelt, aber mit so etwas kann man in meiner Lage immer rechnen. Es ist wie ein Job in einem Supermarkt. Wenn du einmal einen bl�den Kunden hast, kannst du auch nicht einfach alles hin schmei�en. Ich rappel mich auf und mache mich auf den Weg Richtung Hauptstra�e. Nach mindestens einer � Stunde kommt mal jemand mit Interesse vorbei und ich gehe mit ihm mit. Wir landen in einem Stundenhotel und nachdem er mich bezahlt hat geht�s zur Sache. Ich bin mit den Gedanken aber ganz woanders. Der smarte Boy von vorhin scheint mir nicht mehr aus dem Kopf zu gehen. Und was wenn ich mir jetzt ganz schnell nen Druck besorge und dann doch zum Konzert gehe? M�sste ich mir dazu wirklich eine Schw�che eingestehen?
~*~Ashley~*~
"Verdammt, lass mich!" Ich will mich von meinem Kumpel Dan losrei�en, der mich aber hart am Arm festh�lt und somit zur�ck in die Realit�t zerrt. "Sehr nett von dir den M�rtyrer zu spielen, Angel, aber wir m�ssen jetzt zu einem Konzert und damit andere gl�cklich machen!", sagt Trev streng, w�hrend mir Dan noch einmal in die Augen blickt und wahrscheinlich auch meine Gef�hle direkt abliest. Denn dieses M�del scheint sich auf meine Netzhaut eingebrannt zu haben. Vielleicht auch nur, weil ich noch nie jemanden gesehen habe, dem es so seelisch dreckig ging...
"Angel!" Ich sch�ttle kurz den Kopf, um aus meinen Wachtr�umen zu entkommen und das M�dchen in ihre eigne Welt zu verbannen. Eigentlich macht mir meine Arbeit ja total Spa�, doch diesmal kann ich mich �berhaupt nicht konzentrieren. Schon beim Soundcheck patze ich so sehr, dass mich Mike (einer unserer Manager) kurzerhand zum Ausruhen in den Backstagebreich schickt. In der Toilette sch�tte ich mir schnell einen Schwall eiskalten Wasser ins Gesicht und blicke von den einen zwei blauen Augen zu den andren. "Ash, alles klar?" Dan legt mir fast v�terlich und sicherlich gut gemeint seine Hand auf die Schulter, doch ich schlage sie �rgerlich zur�ck. "Nat�rlich! Darf der perfekte Angel nicht auch mal einen Fehler machen?", fahre ich ihn w�tend an, auch wenn mir die Worte Sekunden sp�ter wieder leid tun, ich sie aber nicht mehr zur�cknehmen kann.
Die Halle ist gef�llt als ich einen Blick durch den zerschlissenen Vorhang werfe, doch nicht so gestockt voll wie bei andren Konzerten. Die einzelnen Kinder (? Ja die meisten muss man noch so bezeichnen) halten gro�en Abstand von ihren Gleichgesinnten.
"Und raus da!" Jake macht eine wedelnde Handbewegung. Der Vorhang wird zur Seite gezogen und allgemeines Gemurmel dringt auf als der Nebel sich legt und wir in unserer Anfangspose dastehen. Wir beginnen unsere Show mit "All for Love", einem Klassiker. Mein Geist ist nicht gerade bei der Sache, daf�r macht der K�rper automatisch die Bewegungen, die ihm in Stunden m�hsamen Trainings beigebracht wurden. Sie steht im Publikum. Ich blinzle und Erik knallt gegen mich, weil ich meine Position vor �berraschung nicht gewechselt habe. Wie ein kleiner Engel wird sie vom Licht beschienen und ihr Blick scheint meinen aufzusaugen. "Mach weiter!", zischt mir Erik zu und ich bekomme seinen Ellebogen in die Rippen gesto�en. Haltlos taumle ich ein St�ck nach vorn, direkt auf den Graben zu...und st�rze hinunter. Ich fange den Sturz mit einer Rolle ab, dennoch raubt es mir kurze Zeit den Atem. Als ich mich wieder aufgerappelt habe, sehe ich das M�dchen, dass sich umdreht und aus der Halle st�rmt. Ich wei� nicht, warum ich es tue, aber ich schreie ihr ein "WARTE!" hinterher und laufe ihr nach. Sie kennt sich zwar hier aus, aber ich habe dank des Trainings eine gute Kondition und hole schlie�lich auf...
~*~July~*~
"Lass mich doch einfach in Ruhe", denke ich mir so, w�hrend ich weg laufen will, doch schon ist er neben mir und zwingt mich zum stehen bleiben. "Hey, warum l�ufst du denn immer vor mir weg? Ich tu dir doch nichts", sagt er mit einf�hlsamer Stimme und geht mit der einen Hand unter mein Kinn um mein Gesicht zu sich zu drehen. Ich weiche ihr aber aus und trete ein St�ck zur�ck. Von meiner Seite her ist es ziemlich still, denn eigentlich rede ich nie mit Fremden und noch ist ja auch er ein Fremder, auch wenn ich schon innerlich irgendwie das Gef�hl habe ihn in und auswendig zu kennen. Er geht wieder einen kleinen Schritt auf mich zu und ich daher wieder zur�ck. Im Grunde will ich das gar nicht, aber mein K�rper scheint schon irgendwie darauf programmiert zu sein. Eigentlich bin ich ja hergekommen um ihn wieder zu sehen, aber steht er dann vor mir, bereue ich das alles wieder. Warum, kann ich nicht erkl�ren, wahrscheinlich weil ich nun schon seit �ber 2 Jahr keinen engeren Kontakt mehr zu anderen Menschen habe. Die l�ngste Zeit, die ich mit einer Person �ber einen l�ngeren Zeitraum verbringe sind h�chstens die Freier und auch die wechseln st�ndig. Ich wei� zwar nicht was gerade in mich f�hrt, aber ich bin ihm noch etwas schuldig. "Danke...danke, dass du mir heute helfen wolltest", sage ich leise und mit dem Blick nach unten gerichtet. "Hey, das war doch klar. Leider konnte ich nicht mehr viel f�r dich tun, weil du ja so schnell abgehauen bist", antwortet er und l�chelt dabei, das sp�re ich. "Darf ich dich vielleicht irgendwann mal auf etwas einladen? Auf etwas zu trinken oder zum essen?" Da taucht pl�tzlich ein gro�er leicht kr�ftiger Mann hinter ihm auf und will ihn zu sich drehen. "Ashley, bist du noch ganz dicht? Du hast Priorit�ten und h�ngst hier mit diesem Flittchen ab anstatt auf der B�hne zu stehen", sagt er streng und mit ziemlich lauter Stimme. In der gleichen Lautst�rke antwortet der blonde Guy ihm. "Mike, ich habe es nicht n�tig mich hier fertig machen zu lassen. Kann ich nicht einmal vern�nftig mit diesem M�del reden, ohne das einer von euch mich zur�ckh�lt? Au�erdem ist sie kein Flittchen!" Der Typ mit dem Zopf scheint ziemlich ver�rgert �ber diesen Tonfall zu sein und schreit ihn nun f�rmlich an. Es entwickelt sich zu einem kleinen Streit und ich blicke von dem einen zu dem anderen, bis mich wegen der lauten Stimmen und der Vorurteile, die dieser Typ gehen mich hat, wieder etwas Furcht packt. Ich drehe mich um und will gehen. Ashley scheint das zu merken und wendet sich von Mike, der sich immer noch nicht beruhigt hat, ab. "Bitte, bitte lauf doch nicht schon wieder weg", ruft er mir nach. Doch wie automatisch setzen sich meine Beine daraufhin wieder in Gang und ich entferne mich St�ck f�r St�ck von ihm. Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn es immer k�hler um mich rum wird, je gr��er der Abstand zwischen uns wird. Pl�tzlich macht sich so ein komisches Gef�hl in meiner Magengegend breit und weil ich den ganzen Tag noch nichts gegessen habe wird mir pl�tzlich schwarz vor den Augen und ich breche zusammen. Das einzigste was ich noch sp�re bevor ich bewusstlos werde, sind zwei warme H�nde an meinem K�rper.
~*~Ashley~*~
"Was ist mit ihr?", will ich atemlos wissen. Ich st�tze die H�nde auf meine Knie ab und versuche wieder zu Luft zu kommen. Ich bin den ganzen Weg bis hier hoch in den dritten Stock des Krankenhauses gerannt. Der Arzt sieht mich einige Sekunden absch�tzend an und kramt dann in seinen Akten. "Tja ihre kleine Freundin ist zwar nur vor Schw�che und wegen Mangel an Nahrungsmitteln zusammengebrochen, aber wir haben auch eine ganze Reihe verschiedenster Drogen in ihrem Blut gefunden. Ihr wurde erstmal der Magen ausgepumpt.", gibt er mir zur Auskunft. Ich bin nicht mal richtig erschreckt. "Darf ich zu ihr?" Er scheint kurz zu �berlegen und nickt dann. "Zimmer 303. Der Gang, zweite T�r rechts." Ich nicke dankbar und verlange von meinem K�rper einen weiteren, kleinen Sprint ab.
Sie bereitet gerade einer Krankenschwester Kopfschmerzen in dem sie sich weigert zu essen. "K�nnen Sie uns bitte kurz allein lassen?", frage ich das M�dchen, das bestimmt auch nicht �lter als ihre Patientin ist. Als sie das Zimmer verlassen hat, gehe ich z�gernd an ihr Bett. "Wie hei�t du?" Ich sehe das Z�gern in ihren Augen blitzen und die Entschlossenheit einfach so weiter zuverfahren wie vorher, doch schlie�lich erl�scht dieser Funke und sie sinkt in ihr Kissen zur�ck. "July", antwortet sie, aber ihr Blick irrt im Raum umher als habe sie Angst mir in die Augen zu sehen. "Du...du hast mich gerettet?", fragt sie schlie�lich. "Ja, ich habe auch den Krankenwagen gerufen." "Wie lang muss ich noch hier bleiben?" Ihre H�nde zupfen nerv�s an der Bettdecke herum. Ich habe zwar noch nie mit einer Drogenabh�ngigen zu tun gehabt, aber ich merke schnell, dass durch den Entzug so gespannt ist. "Ich wei� es nicht", sage ich und zucke mit den Schultern. Einige Sekunden ist Schweigen. Mein Blick heftet sich auf ihr Gesicht. Es ist sch�n. Sie ist zwar bla� und ihre Haare vom Schwei� etwas verklebt, doch ich sehe das was sich dahinter verbirgt. Seitdem ich im Showbuiss arbeite, habe ich gelernt hinter die Fassade zu blicken. Die meisten Menschen sind nur Schein und so etwas kann ich nicht abhaben! Sie ist...echt.
"Danke!" Ich sehe sie fragend an. "F�r...na...das retten...zum zweiten mal...", meint sie schlie�lich z�gerlich. "Ich bin dir etwas schuldig...aber ich habe nichts." "Das ist echt ok", unterbreche ich sie schnell. Ich will nicht, dass sie denkt, dass sie in meiner Schuld steht. "Das h�tte jeder getan!" � "Nein." Sie sch�ttelt ernst den Kopf. "Dein...Chef...hatte recht, wei�t du?" Sie meint, glaube ich, Mike. "Ich verdiene mein Geld indem ich meinen K�rper verkaufe. Ich bin ein Flittchen, wenn er es so nennen will. Du darfst dich nicht mit mir sehen lassen..." Ich will etwas erwidern, doch sie schneidet mir das Wort mit einer einfachen Geste ab. "Ich w�rde es wirklich verstehen!"
Ich will sie aber nicht schon wieder verlieren. Irgendetwas sagt mir, dass sie kein schlechter Mensch ist und das das nur die Umst�nde sind, die sie da reingetrieben haben. Der Besch�tzer in mir will ihr helfen und eigentlich sehe ich da auch nur den einen Weg... "Dann will ich doch das du etwas f�r mich tust." Sie sieht auf und f�r Sekunden trifft sich unser Blick, bevor sie sich schnell wieder dem Fenster zuwendet. "Ich will EINE Nacht." Sie scheint zu verstehen und ich sehe irgendetwas in ihrem Blick erl�schen. Sie hat wohl geglaubt, dass ich anders bin. Eigentlich will ich sie nicht wirklich ausnutzen. Ich will sie nur wiedersehen und eine weitere Chance haben ihr zu helfen...
~*~July~*~
Das will er also! Als wenn ich nicht schon genug gedem�tigt w�re, jetzt muss ich auch noch so einen gut aussehenden Typen mit meinem K�rper verw�hnen. Ashley merkt wohl, dass ich davon nicht so begeistert bin, aber er nimmt seine Bitte auch nicht zur�ck. Trotzdem werde ich das Gef�hl nicht los, dass da mehr dahinter steckt. Warum will er ausgerechnet mit mir eine Nacht verbringen, dass hat er doch gar nicht n�tig. Der k�nnte doch an jedem Finger 2 haben, wenn er wollte. Aber was mache ich mir gro� Gedanken. Das ist nun mal sein Wunsch und dem werde ich nachgehen, schlie�lich bin ich ihm wohl oder �bel etwas schuldig. "Ist das ok f�r dich?", fragt er jetzt. "Nat�rlich, wenn du das m�chtest... Ich bin eh nichts anderes gewohnt!" "Es tut mir leid, ich will dich nicht ausnutzen, es ist nur... Ich kann es dir nicht erkl�ren." "Hey, ich hab dir doch gesagt, dass es ok ist. Mach dir um mich bitte keine Gedanken, ich komm damit schon klar", erkl�re ich ihm. In dem Augenblick kommt der Arzt rein. "So, Mrs Low, ihre Ergebnisse liegen uns jetzt vollst�ndig vor. Wir k�nnten sie morgen fr�h wieder entlassen, obwohl ich sie lieber noch hier behalten w�rde. Dazu kann ich sie aber leider nicht zwingen, deshalb hoffe ich auf ihre Vernunft ihrer Gesundheit gegen�ber", meint er. "Nein! Nein, ich m�chte morgen gehen", erwidere ich sofort. Er nickt kurz und geht dann wieder. Ich wei�, er kennt den Grund, warum ich hier so schnell wie m�glich wieder raus m�chte und Ashley kennt ihn auch. Das l�sst sich nicht verbergen und die M�he dazu w�re mir auch viel zu gro�. Machen wir uns nichts vor, ich bin drogenabh�ngig und werde es auch immer bleiben, bis mich das Suchtmittel irgendwann einmal in den Tod zwingt. "Wann sehen wir uns dann morgen?", will Ash wissen. "Um 7 p.m. an der Main Street?", schlage ich vor, weil ich wei�, dass direkt daneben ein Stundenhotel liegt. "In Ordnung! Ich kann dich aber auch gerne abholen." "Ne du, lass mal! Ich komme schon alleine klar", wimmle ich ihn ab. "Ok, bis dann", sagt er noch und verl�sst kurz darauf mein Zimmer. Kaum ist die T�r zu, geht sie auch schon wieder auf und ich erblicke erneut die Krankenschwester von vorhin. Sie kommt zu mir herum und will mich erneut zum essen verleiten. "Verdammt nochmal, jetzt lassen Sie mich doch endlich in Ruhe! Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich keinen Hunger habe", schreie ich daraufhin, weil ich jetzt echt genug habe. "Wie du willst, aber ich komme heute Abend wieder", sagt sie jetzt genauso pampig, schnappt sich das Tablett und l�sst mich wieder alleine. Wieso will mich hier keiner verstehen? Ich f�hle mich jetzt noch viel schlechter, als vor meinem Zusammenbruch. H�tte ich diesen Ashley doch nie kennen gelernt, warum bin ich nur zu diesem Konzert gegangen?!
~*~Ashley~*~
Ich gehe langsam den Gang hinunter, Richtung Fahrstuhl, da sehe ich die junge Schwester, die eben wieder in July�s Zimmer gegangen ist als ich raus kam, an mir vorbei rauschen. Sie wirkt leicht w�tend und ich erkenne auch den Grund, als ich das fast unber�hrte Essen auf dem vollen Tablett in ihrer Hand sehe. Irgendwie wird auch mir leicht mulmig, wenn ich an morgen Abend denke. Im Grunde will ich ja gar nicht das von ihr, was sie denkt. Ich will nur mit ihr reden, aber so wie ich sie bis jetzt kenne, wird sie nicht mit sich reden lassen. Ohne es zu merken, bin ich schon im Erdgescho� angekommen und bewege mich jetzt in Richtung Ausgang. Dort erwartet mich nicht unbedingt besseres, denn ich erblicke Mike mit den anderen 4 Jungs. Ich habe jetzt absolut keine Lust mit denen zu diskutieren, denn das mit July geht mir echt nah. Ich gehe also einfach an ihnen vorbei und Mike, der gerade wieder damit anfangen will mir eine Standpauke zu halten bleibt vor Fassungslosigkeit nur der Mund offen steht. "Ashley", ruft er mich jetzt streng. Ich bleibe kurz stehe und drehe mich dann um. Alle 5 starren sie nun in meine betr�bten Augen. Ich halte dem nur kurz Stand, drehe mich dann wieder um und gehe einfach weiter. "Ich rede mit ihm", sagt Dan und kommt mir nach. Erst als er neben mir auftaucht bemerke ich ihn. Ich blicke ihn kurz an und richte meinen Blick dann wieder zum Boden. Von allen Bandmitgliedern wei� er wohl am besten Bescheid was gerade in mir vorgeht. "Wie geht es ihr?", fragt Dan. "Den Umst�nden entsprechend", mein ich sogleich. "Sie ist drogenabh�ngig und braucht Hilfe!" "Ich versteh dich, Ash! Aber wie willst DU ihr helfen?! Du kennst sie kaum und dir anvertrauen wird sie sich sicher auch nicht!" Wir sind an einer kleinen Mauer gegen�ber vom Krankenhaus angekommen, an der wir jetzt stehen bleiben und uns dagegen lehnen. Noch immer stehen Erik, Jacob, Trevor & Mike dort und blicken mir erwartend entgegen. "Es tut mir leid, wenn ich euch Probleme gemacht habe", gestehe ich. "Mach dir nichts daraus, wir sind dir nicht b�se und Mike beruhigt sich auch wieder." Dan macht eine Pause. "Wirst du sie wiedersehen?" "Ja, morgen Abend!" Daraufhin erz�hle ich ihm von unserem Gespr�ch im Zimmer. Er erkennt auch, was sie von unserem Treffen erwartet und was ich. "Wirst du mit ihr...?", fragt er vorsichtig. "Nein, ich denke nicht! Ich will einfach nur mit ihr reden, aber ich muss sehen wie sich das ganze ergibt", antworte ich schnell darauf. "Ich wei�, dass wird nicht einfach", f�ge ich noch hinzu, als ich Dan�s zweifelnden Blick sehe. "H�ltst du es f�r m�glich, dass es doch irgendwie passieren wird? Ich mein, sie ist eine Prostituierte und erwartet sicher nichts anderes von dir", hakt Dan nach. "Muss ich wohl oder �bel!" "Ich hoffe nur du wei�t was du tust", sagt er. "Das hoffe ich auch!" Wir umarmen uns kurz freundschaftlich und ich f�hle mich jetzt irgendwie besser. Das, was ich ihm erz�hlt habe, ist bei ihm gut aufgehoben. Wir kommen zusammen wieder zu den anderen zur�ck. Ich blicke Mike entschuldigend an. "K�nnen wir gehen?", fragt er ruhig. Dar�ber bin ich jetzt so erstaunt, dass ich nur ein "�h, ja!" heraus bekomme. Eigentlich h�tte ich noch ein paar harte Worte von ihm erwartet, aber er scheint seinen �rger vergessen zu haben. Als wir auf den Van zugehen, tauche ich neben ihm auf. "Danke", meine ich leise. "Schon ok, Ashley! Ich hoffe nur, dass das eine Ausnahmesitution war", reagiert er mit leichtem Unterton darauf. Ich nicke.
~*~July~*~
Als ich am n�chsten Morgen aufwache geht es mir schrecklich. Mein K�rper zittert leicht, meine H�nde f�hlen sich an wie Blei und ich sp�re �berall kalten Schwei�. Verdammt, ich brauche dringend einen Druck. Als der Arzt hinein kommt, versuche ich meinen schlechten Zustand einigerma�en zu verbergen und bem�he mich, dass zittern meiner Hand zu unterdr�cken, als ich die Entlassungspapiere unterschreibe. Er beobachtet mich pr�fend, doch ich achte so gut wie m�glich nicht darauf. Irgendwann ist er dann weg und ich rapple mich auf, ziehe mir meine Sachen an und verlasse mit kraftlosen Beinen das Krankenhaus. Ich habe Gott sei Dank noch nicht das ganze Geld ausgeben, was ich mir gestern bei dem Freier vor dem Konzert verdient habe und so fahre ich f�r ein paar Dollar mit dem Bus zu der Stelle an der sich mein Stammdealer meistens aufh�lt. Zum Gl�ck auch heute, wie ich vor Ort feststelle. Mit etwas schnelleren Schritten gehe ich geradewegs auf ihn zu. Durch meine Sucht macht mein Herz einen Satz, als er mir das kleine P�ckchen schlie�lich in die Hand dr�ckt. Auf der n�chst gelegenen Toilette setze ich mir den Schuss und f�hle mich sofort besser. Den restlichen Tag �ber mache ich noch 2 Freier, kaufe mir noch einen kleinen Vorrat und stehe kurz nach 7 p.m. an der Main Street. Von Ashley ist noch nichts zu sehen. Vielleicht hat er es sich ja anders �berlegt und mir bleibt das ganze erspart. Zu fr�h gereut! � In dem Augenblick, wo ich das dachte kommt er um die Ecke. "Hey", begr��t er mich. "Hey!" Kurz blicken wir uns einfach nur an, bis ich die Stille unterbreche. "Gehen wir?", frage ich leise. Er nickt. Langsam und ohne ein Wort zu sagen gehen wir auf das Stundenhotel zu. Ich bin aufgeregt und wei� nicht warum. Normalerweise ist das ganze f�r mich schon Routine, aber noch nie hat ein Typ, mit dem ich ins Bett gestiegen bin, so gut ausgesehen. Das macht mich irgendwie nerv�s. Der Portier kennt mich mittlerweile und dr�ckt mir im vorbeigehen einen Schl�ssel in die Hand. Ich erhasche jedoch auch seinen erstaunten Blick, als er meinen "Kunden", ansieht. Oben angekommen ziehe ich mir meine Jacke aus, schnappe mir schnell noch ein P�ckchen und nach einem "Ich bin gleich da", verschwinde ich kurz in das kleine ungem�tliche Bad auf dem Gang. Mein letzter Druck ist eigentlich erst 1 Stunde her, aber ich mache mir noch einen, sonst stehe ich das alles nicht durch. 2 Minuten danach lehne ich mich noch an die Wand um wieder besser zu mir zu kommen und dann mache ich mich etwas ruhiger, aber doch noch nerv�s, auf den R�ckweg.
~*~Ashley~*~
Ich habe lange �berlegt, wie ich das alles umgehen k�nnte um einfach NUR mit ihr zu sprechen. Doch mir ist keine L�sung daf�r eingefallen und so werde ich wohl erst ihren Erwartungen nachgehen m�ssen. Ich mache das nicht gerne, aber dadurch sehe ich meine einzigste Chance. Vorher wird sie noch weniger mit sich reden lassen. In dem Augenblick geht die T�r auf und sie kommt wieder herein. Sie steckt noch etwas in ihre Jackentasche zur�ck und kommt dann langsam auf mich zu. July bleibt vor mir stehen und beginnt langsam sich auszuziehen. Ich betrachte sie von oben bis unten w�hrenddessen. Sie ist so wundersch�n, doch ihre zerstochenen Arme erschrecken mich. Als sie nur noch in Unterw�sche dasteht, beugt sie sich zu mir herunter und befreit mich von meinem Oberteil. Sie lehnt sich gegen mich und so rutschen wir zusammen ganz auf das Bett. Mit meiner Hand fahre ich sachte ihren R�cken auf und ab und stelle dabei fest, dass sie eine total zarte Haut hat, viel zu schade f�r st�ndige Spielereien. Aber was rede ich da, ich bin ja selber nicht besser, nur weil ich nicht den Mut habe zu sagen was ich wirklich will. Meine Gedanken werden unterbrochen, als ich ihre Hand an meiner Hose sp�re um diese zu �ffnen. Ich lehne mich jetzt zur�ck um mich wenigstens etwas zu entspannen. July�s Atem wirkt leicht zittrig, als sie sich zu mir herunter beugt und anf�ngt meinen Oberk�rper zu k�ssen. Nun wandere ich mit meiner Hand wieder nach oben und bleibe bei ihrem BH-Verschluss stehen. Wenn man jetzt mal davon weg denkt, dass sie das ganze unfreiwillig macht, k�nnte man ihre Z�rtlichkeiten wirklich genie�en, denn ihre vielen Erfahrungen sind deutlich zu sp�ren. Ich befreie sie jetzt von ihrem BH und k�sse ihren Hals. Pl�tzlich sp�re ich ihre Hand hinten in meiner Hose um mir diese abzustreifen. Sie zieht sie mir aus und l�sst sie auf den Boden fallen. Mit ihren zarten Fingern bewegt sie sich vom Hals angefangen langsam abw�rts und stoppt selbst bei meinem Bauchnabel nicht. Nein, sie wandert weiter und bringt mich damit fast um den Verstand. Ich vergesse total, dass ich das ganze ja eigentlich gar nicht will, denn jetzt kann mich nichts mehr zur�ck halten. Ich kann nicht anders, ich muss es einfach tun und so z�gere ich nicht l�nger und ziehe ihr den Slip aus. Jetzt ber�hre auch ich sie an ihrer empfindlichsten Stelle und h�re daraufhin ihren schneller werdenden Atmen an meinem Ohr. Dan habe ich gro� und breit erkl�rt, dass das hier m�glichst zu verhindern wei� und jetzt beteilige ich mich nicht nur, sondern genie�e es auch noch. Ich f�hle mich irgendwie schlecht, aber die Versuchung ist einfach zu gro�. Wie sie sich wohl bei dieser ganzen Sache f�hlt?!
~*~July~*~
Ich wei� nicht wieso, aber irgendwie ist das alles so anders. Er behandelt mich so sanft, wie sonst nie eine Freier, aber das ist sicher auch der einzigste Grund, warum ich diese Momente irgendwie als angenehm empfinde. Er ist und bleibt ein Fremder und es ist auch weiterhin dieses Gef�hl da, welches ich empfinde, wenn ich einen Freier begl�cke. Im Grunde ist ja auch er einer, nur mit dem Unterschied, dass er mich nicht bezahlt. Das macht es einerseits ertr�glicher, weil man sich dann nicht so verkauft f�hlt, aber die Sache selber bleibt trotzdem die gleiche. Als ich jedoch seine Hand pl�tzlich zwischen meinen Beinen sp�re ist es auch um mich geschehen. Ich wende mich etwas ab um ihm seine Boxershorts auszuziehen. Das Kondom, was bislang auf dem klapprigen Nachttisch lag, dr�cke ich ihm jetzt in die Hand und er zieht es sich sogleich �ber. Ich hebe meine H�fte leicht an und lasse mich dann �ber ihm langsam wieder sinken. Wir drehen uns, so dass er �ber mir liegt. Schnell passe ich mich seinen Bewegungen an und sp�re nach und nach ein immer sch�ner werdendes Gef�hl in mir aufsteigen. Das es ihm nicht anders geht merke ich daran, dass auch sein Atmen schneller wird und seine Bewegungen kraftvoller. Es klingt vielleicht bl�d, aber irgendwie genie�e ich diese ganze Situation gerade, was vielleicht aber auch nur an meinen momentanen K�rperempfindungen liegt. Trotzdem habe ich bis jetzt noch nie so gedacht, bei noch keinem Freier. Unser Atmen verwandelt sich in andere Laute, als unsere Gef�hle ihren H�hepunkt erreichen. Schlie�lich l�sst er locker und kaum hat er sich von mir herunter gerollt, ziehe ich die Decke noch ein St�cken h�her und drehe ich mich zur Seite, wie nach jedem mal. Ich sch�me mich immer furchtbar und verlasse dann so schnell wie m�glich das Zimmer, aber das kann ich jetzt nicht tun, denn Ashley hat sich eine NACHT gew�nscht. Ich sp�re pl�tzlich seine Hand wie sie meinen Arm z�rtlich hinab wandert und anschlie�end seine Lippen auf meiner Schulter. Das zu sp�ren ist irgendwie sch�n, denn jedem anderen bin ich egal, sobald dieser seine Befriedigung hatte.
~*~Ashley~*~
Ich kann mir schon vorstellen, dass sie sich im Moment nicht gerade wohl f�hlt. Aber ich m�chte ihr zeigen, dass ich anders bin und so streichle ich z�rtlich ihren Arm und gebe ihr dann noch einen sanften Kuss auf die Schulter. Sie soll sich wenigstens etwas wohl f�hlen und ich glaube auch zu merken, dass ihr diese Ber�hrungen gerade wenigstens etwas gefallen haben. So schiebe ich jetzt meine andere Hand unter ihre eine Schulter, fl�stere leise "Komm her", drehe sie dann zur�ck zu mir und schlie�e sie in meine Arme. Ich merke ihren fraglichen Blick, denn so etwas ist sie sicher nicht gew�hnt. Einen Moment sagen wir dann gar nichts, in dem sie jedoch auch einen Arm um mich legt. "Es tut mir leid, ich wollte das alles gar nicht", sage ich ruhig. Daraufhin geschieht ein paar Sekunden lang nichts, doch dann hebt sie ihren Kopf und blickt mich an. "Wie soll ich das jetzt verstehen?" "Na ja, eigentlich wollte ich nur mit dir reden, aber dann ist es doch so gekommen, wie ich es eigentlich vermeiden wollte." "Ach so ist das also! Eigentlich wolltest du nur mit mir reden, aber dann dachtest du, wenn sie sich eh schon so anbietet, dann k�nnte man doch gleich mit ihr auch mal ins Bett h�pfen", sagt sie w�tend und entwendet sich meiner Umarmung. "Nein, so habe ich das nicht gemeint. Ich hatte einfach nur das Gef�hl, dass wir uns nie wieder sehen, wenn ich dir gesagt h�tte, was ich wirklich will. Ich wollte n�her an dich heran kommen, damit du vielleicht das Gef�hl entwickelst, dass dir jemand helfen will und deshalb..." "Ja, und deshalb nutzt man sie erstmal sch�n aus um anschlie�end auf guten Samariter zu machen und um dann alles aus ihr heraus zu bekommen. Das glaube ich einfach nicht!", erwidert sie und beginnt sich anzuziehen. "Das stimmt nicht, das vorhin...das war echt!" Meine Worte scheinen jetzt komplett an ihr abzuprallen. "Bitte geh nicht", flehe ich schon fast, als sie aufsteht und ihre Jacke anzieht. "Ich will dir doch blo� helfen!" "Du kannst mir nicht helfen", sagt sie jetzt leise, aber bestimmt. "Wieso nicht?! Ich kann es sicher, wenn du mich nur l�sst", meine ich. "Nein Ashley, du kannst mir nicht helfen! Wei�t du eigentlich was bei mir jeden Tag abgeht, dass ich jeden verdammten schei� Tag in gewisser Weise irgendwie ums �berleben k�mpfen muss? Wie ich mich f�hle, wenn mich t�glich mehrere Fremde begrapschen und daf�r bezahlen, nur damit ich mir Drogen kaufen kann, ohne die ich �berhaupt keine Kraft mehr h�tte mich weiterhin am Leben zu halten? Nein, dass kannst du nicht wissen, denn so ein Leben ist f�r dich fremd! Es gibt auch noch andere Menschen, die sich nicht einfach auf die B�hne stellen k�nnen und damit dann schon wieder ein paar Millionen Dollar mehr haben. Andere m�ssen sich verachten und dem�tigen lassen und bekommen daf�r manchmal nur ein paar Cent von denen sie sich noch nicht einmal das kaufen k�nnen, was sie sich w�nschen, weil die Sucht sie zu anderen Mitteln zwingt. Ich brauche weder dein Mitleid, noch deine Hilfe, denn mir ist nicht mehr zu helfen und ich kann sehr gut auf meinen eigenen Beinen stehen. Geh du zur�ck in dein Luxusleben, ohne Drogen, ohne Zw�nge und ohne Probleme und lass mich einfach weiterhin mein Leben leben, welches ich mir jedoch unter keinen Umst�nden ausgesucht habe." W�hrend sie das sagt, wirkt sie nicht ver�rgert, sondern viel mehr verletzt und es bilden sich Tr�nen in ihren Augen. Ich h�re noch ein verweintes "Machs gut" von ihr und anschlie�end verl�sst sie das Zimmer. F�r einen Moment �berlege ich ihr nachzugehen, doch ihre Worte zwingen mich erstmal dazu sitzen zu bleiben und nachzudenken. Es war nicht unbedingt fair, was sie �ber mich und mein Leben gesagt hat, aber verst�ndlich, denn so habe ich ihre Lebensweise noch nicht betrachtet. Dan hat umsonst gehofft, denn ich wusste nicht was ich tue!!!
~*~July~*~
Mit verweintem Gesicht laufe ich die Stufen hinunter, vorbei am Hotelpersonal, dass mir erschrocken hinterher blickt, und raus auf die Stra�e. Es hat heftig zu regnen begonnen und nach nur ein paar Sekunden bin ich v�llig durchn�sst. Ich war gemein, dass wei� ich, aber anders h�tte er es nie verstanden. Ob meine Worte trotzdem richtig gew�hlt waren denke ich nicht, denn ich muss nun ziemlich mitleiderregend geklungen haben und das wollte ich auf keinen Fall, denn wie schon gesagt, ich brauche kein Mitleid. Stundenlang ziehe ich noch gedankenlos durch die Stra�en. Schnell habe ich mich von meinem Weinkrampf wieder erholt, der Regen dagegen hat erst vor ein paar Minuten aufgeh�rt. Irgendwann komme ich an einer Br�cke an, an der ich beschlie�e dort zu n�chtigen. Erst sp�t schlafe ich ein.
Der n�chste Tag l�uft endlich mal wieder alltagsgem�� ab. Kein Krankenhausaufenthalt, keine festen Verabredungen usw. Ich stehe wieder am Autostrich, gehe hin und wieder mit M�nnern mit und f�r einige Minuten alle paar Stunden verschwinde ich auf die nahegelegene Toilette um mir einen Druck zu machen. Alles ist so wie seit fast 3 Jahren. Oft, wenn nicht so viel los ist, komme ich zum nachdenken. Ich blicke mich dann um und realisiere in was f�r ein Elend ich da nur geraten bin. Meistens enden diese �berlegungen mit dem Gedanken doch einfach den golden Schuss zu setzen. Ich wei� nicht was mich daran hindert, dass ich es bis heute noch nicht getan habe. Es w�re so einfach und mit einem mal w�re dann alles vorbei...f�r immer. Stattdessen qu�le ich mich jeden Tag selber und das bis zu dem Tag bis mein K�rper letztendlich versagt. Warum tue ich mir das eigentlich noch l�nger an?
Letzte Woche hat mich eine Reporterin angesprochen und mich gefragt ob sie mich interviewen d�rfte f�r ein Jugendmagazin. Ohne lange zu �berlegen habe ich zugesagt und mich mit ihr in ein Caf� gesetzt. Ich machte das nicht um in die �ffentlichkeit zu kommen, sondern einfach weil ich mich wohl f�hlte bei dem Gedanken, dass jemand Interesse an meinem Leben zeigt. Dar�ber hinaus war sie total nett und fragte mich auch �ber meine Gef�hle aus. Eine ihrer Fragen war auch, warum ich das alles �berhaupt mache, warum ich nicht eine Therapie machen w�rde um danach ein neues Leben zu beginnen, doch auch darauf hatte ich eine pr�zise und einerseits verst�ndliche Antwort. Denn ich sagte ihr, dass ich keinen Grund sehe das zu tun, f�r wen oder f�r was?! Gut, ich w�re clean, h�tte es sicher auch einfacher, aber wie w�rde dann das Leben f�r mich weiter gehen? Ich w�rde keine Arbeit finden und ohne Arbeit h�tte ich kein Geld f�r eine Wohnung. Ich h�tte keine Freunde bei denen ich unterkommen k�nnte und w�sste dar�ber hinaus nicht, was ich den ganzen Tag mit mir anfangen sollte. Es war sch�n zu merken, dass sie mich unter den Umst�nden verstand.
Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, als mein Stammfreier vor mich tritt und bittet mitzukommen.
~*~Ashley~*~
Ihre Worte lassen mich einfach nicht los, selbst dann noch nicht, als ich vor unserem Hotel aus dem Auto steige. "Hey Ash, wusstest du das deine kleine Freundin erst 17 ist?", fragt Erik mich als Begr��ung, als ich in die Suite komme. Das Dan ihm daraufhin leicht in die Seite st��t merke ich nicht. "Bitte, was?", hake ich nach. "Na deine Freundin, wie hei�t sie noch gleich (er blickt auf einen Artikel), ach ja July! Die ist erst 17!" Ich komme auf ihn zu, nehme ihm die Zeitung aus der Hand und werfe einen Blick darauf, w�hrend ich langsam in mein Zimmer gehe. Nachdem ich die T�r hinter mir geschlossen habe, vertiefe ich mich richtig in den Artikel. Ach du Schei�e! Toll Ashley, dass hast du ja mal wieder super hin bekommen! July k�nnte mich jetzt gut wegen Verf�hrung Minderj�hriger anzeigen und nach dieser Aktion h�tte sie auch noch allen Grund dazu. Ich muss sie finden! Sofort springe ich auf, doch ich komme nicht weit, denn in dem Augenblick kommt Dan in mein Zimmer. "Hey, wo willst du denn schon wieder hin?" "Zu July!", ist meine knappe Antwort nur. "Und warum?" "Das kann ich dir nicht sagen", meine ich in der Hoffnung das er mich dann endlich vorbei lassen w�rde. "Ist da gestern also doch mehr passiert?!" Wir sehen uns an und er kennt meine Antwort darauf. Diesen Moment nutze ich um das Zimmer zu verlassen, was mir jetzt auch gelingt. Als erstes fahre ich zu der Main Street. Keine Ahnung, was mich dazu bewegt gerade dort nach ihr zu suchen. Vielleicht ist das auch der Grund, dass sie dort nicht auffinde. W�hrend ich alle m�glichen Hauptstra�en abfahre �berlege ich fieberhaft wo sie sein k�nnte, bis mir dann der Autostrich einf�llt. Ob man es wirklich Gl�ck nennen kann, dass ich sie dort auch antreffe, bezweifle ich, denn sie scheint sich ganz und gar nicht dar�ber zu freuen mich zu sehen. Ich lasse mich davon nicht beirren und gehe geradewegs auf sie zu. "Was willst du?", fragt sie abgeneigt. "Mit dir reden", antworte ich. "Tut mir leid, aber ich stehe f�r dich nicht zur Verf�gung. So nennst du es doch, wenn du mit jemandem in die Kiste willst!" "Ok, wenn du mir nicht zu h�ren willst, dann machen wir es eben kurz. Warum hast du mir nicht gesagt, dass du erst 17 bist?" "Entschuldige mal, aber eigentlich ist das dein Problem wenn du mit mir schl�fst ohne nach meinem Alter zu fragen. Ich wusste nicht, dass ich dir zu jung bin!" "Darum geht es doch gar nicht! Ich wollte nur wissen, was du jetzt machen wirst?!" "Machen? Was soll ich denn machen?" "Mich vielleicht anzeigen...allen Grund h�ttest du ja dazu", sage ich in einem netten Ton, damit sie merkt, dass selbst nach allem was passiert ist, ich weiterhin Interesse an ihrem Wohlbefinden habe. Jetzt sch�ttelt sie einfach nur den Kopf. "Deswegen bist du also gekommen, weil du Angst hattest, dass ich dir deinen guten Ruf zerst�ren k�nnte! Selbst du m�sstest eigentlich noch in der Lage sein soweit zu denken, dass ich niemals zur Polizei gehen kann und schon gar nicht wegen so einer Geschichte." "Und warum nicht?", frage ich sie nun nicht mehr so nett, da sie auch keinen Sinn f�r Freundlichkeit zu kennen scheint. Mittlerweile frage ich mich schon, ob sie mich verarschen will oder ob ich wirklich so bl�d bin! "Ganz einfach, weil eine riesen Akte �ber mich in allen m�glichen Pr�sidien dieses Viertels liegt, denen ich also mit einer Anzeige direkt in die Arme laufen w�rde!" "Das h�ttest du auch ruhig in einem anderen Ton sagen k�nnen, schlie�lich habe ich dir auch schon �fter geholfen." "So, und jetzt sag ich dir mal was! Du bist ein egoistisches, geldgeiles Arschloch, dass nur hier hergekommen ist um seine eigenen Haut zu sch�tzen! Gut, du hast mir zweimal geholfen, aber ich habe auch meinen Dienst daf�r getan, also lass mich jetzt endlich mal in Ruhe und h�r auf mir irgendwelche Vorschriften in mein Leben machen zu wollen", schreit sie und kehrt mir den R�cken. Ok, das hat gesessen! Irgendwann rei�t auch bei mir einmal der Geduldsfaden! Ich wollte ihr helfen, aber sie hat mir jetzt mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass sie das nicht m�chte. Na gut, dann soll sie doch von nun an machen was sie will! Und mit diesen Gedanken gehe ich w�tend zur�ck zu meinem Wagen, mit dem ich sofort davon brause.
*5 Tage sp�ter*
~*~July~*~
Ich halte mir die Hand vor das Auge. Die Schmerzen verzerren mein Gesicht und l�sen dicke Tr�nen bei mir aus. Schneller als es mir meine Beine eigentlich erlauben renne ich aus dem Geb�ude. Ich will nur noch weg von diesem Schwein. Es ist sp�t in die Nacht und regnet, wie seit Tagen. Ich habe ein total schlechtes Gewissen, und das ist noch untertrieben, aber ich wei� nicht, wo ich sonst hin soll. Zum Gl�ck hat er mir mal gesagt, wo er zu finden ist. Als ich das vornehme Hotel betrete, �ffnet mir der Portier nur widerwillig die T�r. Obwohl ich es mit aller Kraft versuche, gelingt es mir nicht mal f�r den Moment meine Tr�nen zur�ck zu halten und meine Schmerzen zu verbergen. "�hm, wie kann ich Ihnen helfen?", fragt der gut gekleidete Mann hinter der Rezeption. Verdammt, ich kenne ja nicht mal seinen Nachnamen, doch da f�llt mir eine L�sung ein. "Wohnen O-Town noch bei Ihnen?", frage ich leise. "Ja, aber ich sehe keine M�glichkeit Sie zu ihnen zu lassen, schon gar nicht um diese Uhrzeit", antwortet er schnell. "Bitte, ich muss ganz dringend mit Ashley sprechen!" "Erwartet er Sie denn?" "Nein, aber es ist wirklich wichtig!", flehe ich schon fast. "Tut mir leid!" "Dann rufen Sie ihn doch an und fragen bei ihm nach. Er wird mich bestimmt sehen wollen!" "Wie gesagt, dass ist mir um so sp�te Stunde nicht mehr m�glich." "Bitte!", flehe ich erneut, mittlerweile mit hoffnungsloser Stimme. Vielleicht habe ich jetzt sein Mitleid geweckt, denn er greift daraufhin zum H�rer. Lange geschieht nichts, doch dann scheint er sich tats�chlich zu melden. Der Portier entschuldigt sich erstmal f�r die sp�te St�rung und will ihm im Anschluss daran auf mich ansprechen, doch dann merkt er, dass er meinen Namen nicht kennt und blickt mich fragend an, woraufhin ich ihm diesen verrate. Minuten sp�ter, nachdem er aufgelegt hat, gew�hrt er mir dann nach oben zu gehen. Er verr�t mir noch Etage und Zimmernummer und daraufhin setze ich meine m�den Beine wieder in Bewegung. Er will mich also tats�chlich sehen und das nach den vielen gemeinen Worten, die ich ihm an den Kopf geschmissen habe. Mir ist das alles so peinlich und ich wei� gar nicht was ich als erstes zu ihm sagen soll. Wie wird er reagieren, wenn er mich so sieht?! Als ich den Aufzug verlasse, sehe ich ihn schon auf dem Gang stehen, nur in Shorts. "Was willst du?", fragt er jetzt genauso kalt, als ich n�her komme. Ich sage nichts und gehe weiter mit gesenktem Kopf auf ihn zu. Erst als ich direkt vor ihm stehe hebe ich mein Gesicht und sehe in seins. Und mit dem Augenblick erkenne ich seine Erschrockenheit, als er mein dickes, blaues Auge, meine blutige Nase, die aufgesprungene Lippe und die vielen Schrammen erkennt. Von dem vielen Weinen, welches immer noch anh�lt, ist mein Gesicht zus�tzlich ger�tet. "Oh mein Gott, July! Wer war das?", fragt er fassunsglos. Daraufhin kommen mir nur noch mehr Tr�nen und Ashley nimmt mich in seine Arme, genau das was ich jetzt brauche, dabei zieht er mich mit in sein Zimmer. "Schhh, es wir alles wieder gut", sagt er ruhig. Diese Worte, die ich in meiner normalen Fassung nie von ihm h�tte h�ren wollen, beruhigen mich jetzt ungemein. Wir l�sen uns nach einer Weile wieder voneinander und ich versuche meine Augen etwas zu trocknen. "Komm mit", meint er, nimmt mich an die Hand und geht mit mir ins Bad. Dort setze ich mich auf den Badewannenrand und er sich auf einen Stuhl mir gegen�ber. Als erstes entfernt er mir jetzt mit einem feuchten Tuch die Blutspuren, dann greift er zu einer Flasche mit Desinfektionsmittel, doch schon nach einem kurzem Kontakt damit zucke ich zur�ck, weil es furchtbar brennt. "Hey, du musst schon still halten!", sagt er sanft. Ich wende mich ihm wieder zu und bei�e nun die Z�hne zusammen. Warum tut er das alles? Ich war so gemein und trotzdem ist er jetzt so gut zu mir. "Es tut mir leid", gestehe ich schlie�lich eingesch�chtert. "Ist schon ok!" "Nein Ashley, es ist nicht ok! Du hast es nur gut gemeint und ich habe nicht mehr f�r dich �brig gehabt als b�se Worte. Ok, dass was du getan hast war auch nicht in Ordnung, aber wie ich mit dir umgegangen bin ist unverzeihlich. Ich sch�me mich total daf�r, dass ich jetzt zu dir angekrochen komme. Aber ich wusste einfach nicht wohin..." "Mir tut es auch leid, July! Aber ich bin froh, dass du zu mir gekommen bist, weil...ich mag dich!", h�re ich es von ihm, die letzten 3 Worte erst nach einem kurzen Z�gern. Wir blicken uns an und ich frage mich, ob er wirklich nur das empfindet oder sogar mehr. Bevor ich �berhaupt zu Ende denken kann, beugt er sich pl�tzlich zu mir vor und ber�hrt vorsichtig meine Wange zu einem sanften Kuss. Wieder sehen wir uns danach einfach nur in die Augen, ohne irgendeine Geste im Gesicht. Ich sp�re so eine gewisse Spannung. Ash zieht sein Gesicht gar nicht erst wieder zur�ck, sondern ber�hrt kurz darauf zum ersten mal meine Lippen, erst ganz zaghaft, doch als er dann merkt, dass ich dies erwidere, werden wir beide etwas fordernder. Er �ffnet leicht seinen Mund und ich schiebe meine Zunge hinein, die kurz mit seiner spielt. Als wir uns dann wieder l�sen sehe ich ein Grinsen in seinem Gesicht und er in meinem. "Komm, du legst dich jetzt aufs Bett und ich hol dir was zum k�hlen f�r dein Auge", erkl�rt er nach einigen ruhigen Momenten. Ich gehe bereitwillig mit, ohne jedoch meinen Blick von ihm abzuwenden. Das vorhin, dieser Kuss, hat mir so einen angenehmes Gef�hl bereitet wie ich es noch nie gesp�rt habe. Es war der sch�nste Augenblick in meinem Leben.
~*~Ashley~*~
Ich gehe zu dem Gefrierfach und hole den Eisbeutel heraus. Aber ich gehe nicht sofort damit zu ihr zur�ck. Ob das wohl richtig war, was ich eben gemacht habe? Ich konnte einfach nicht mehr anders. Ihre Sch�nheit und ihr sch�chterner Charakter, den sie hatte als wir uns kennen lernten, verzaubern mich einfach. Sie hat etwas besseres verdient, ein besseres Leben. Ich m�chte ihr so gerne diese Schmerzen, diese ganze Dem�tigung und �berhaupt das Kapitel Drogen ersparen. Meine Hoffnung, dass sie sich doch noch dazu bereit erkl�rt, sich helfen zu lassen, ist so eben wieder entfacht. Damit sie nicht noch nachdenklich dar�ber wird, wo ich so lange bleibe, gehe ich jetzt zur�ck. Sie hat sich auf mein Bett gelegt und blickt mir jetzt entgegen. Ohne etwas zu sagen gehe ich zu ihr hin�ber, setze mich auf die Kante und lege ihr vorsichtig das Eis auf das blaue Auge. July will es mit der Hand selber festhalten, aber da meine immer noch auf dem Beutel liegt, ber�hren wir uns kurz. Wir sehen uns daraufhin in die Augen. "Alles ok...ich mein wegen vorhin?", frage ich vorsichtig. Sie nickt. "Es war das sch�nste was ich je erlebt habe", gesteht sie, scheint aber im selben Augenblick erschrocken zu sein �ber diese Worte. Dadurch wirkt sie jetzt wieder total eingesch�chtert. Sie kann zwar schon manchmal ein richtiges Biest sein, aber dann auch wieder SO s�ss. "War das dein erster?", will ich wissen. Sie nickt, doch diese Antwort scheint ihr etwas peinlich zu sein. "Na dann hoffe ich doch, dass ich guten Eindruck hinterlassen habe", grinse ich um die Situation etwas aufzulockern. Daraufhin zeigt auch sie wieder ihr wundersch�nes L�cheln. "Ich m�chte dir danken", sagt sie jetzt zaghaft. "Wof�r denn?", hake ich nach. "F�r alles! Ich kann das alles nie wieder gut machen was du in der kurzen Zeit schon alles f�r mich getan hast." Ich streiche ihr zaghaft durch die Haare. Eine Zeit der Stille tritt ein, die ich letztendlich unterbreche. "Wer hat dir das angetan?", spreche ich sie vorsichtig noch einmal darauf an. "Niemand von Bedeutung. Er war einfach nur ein Freier", sagt sie leise. Einen Augenblick danach nimmt sie meine Hand in ihre. Es ist das erste mal, dass sie von sich aus k�rperlichen Kontakt zu mir sucht. "Ich...ich m�chte das es der letzte war", f�gt sie jetzt zaghaft hinzu. Ich begreife ihre Worte nicht sofort, erst nach und nach. "Ich halte das einfach nicht mehr aus! Entweder ich entziehe oder ich sterbe", h�re ich es jetzt von ihr mit weinerlicher Stimme. "Ich will das alles nicht mehr!!!" Daraufhin lege ich mich neben sie aufs Bett und nehme sie erneut in den Arm. "Du entziehst nat�rlich und du schaffst das, ich wei� es", mache ich ihr Mut. "Und wie geht es jetzt weiter?", will sie nach einer kleinen Pause wissen. "Ich wei� es auch nicht genau. Am besten du kommst einfach mit zu mir. Wir m�ssen in 2 Tagen wieder zur�ck nach Orlando." "Aber was werden deine Freunde dazu sagen, au�erdem kennen wir uns doch kaum", widerspricht sie. "Es ist allein meine Entscheidung und meine Freunde werden das verstehen, sie sind bis jetzt immer hinter mir gestanden. Und das andere ist auch kein Problem, wir lernen uns einfach besser kennen", versuche ich sie aufzubauen. "Am besten fangen wir gleich damit an", f�ge ich noch hinzu und beuge mich kurz darauf erneut zu ihr runter um sie zu k�ssen.
~*~July~*~
Soll ich das wirklich tun? Noch einmal? Ja, ich sollte, denn es ist einfach zu sch�n! Ich will es, sehr sogar! Ich lege meine Hand in seinen Nacken und kurz darauf k�ssen wir uns erneut. Dieses mal jedoch noch intensiver und noch l�nger. Seine Lippen sind so weich! Vielleicht ist wirklich er mein Weg in ein neues Leben. Nur kurz unterbrechen wir, blicken uns an, bis wir uns wieder ber�hren. Das erstmal f�hle ich mich wie ein ganz normale M�dchen, dass in den Armen ihres Freundes liegt und einfach nur dessen Zuneigung genie�t. Ich vergesse alles, meine Probleme, die Drogen, meine Sucht.
Irgendwann liegen wir dann einfach nur nebeneinander und �berlegen gemeinsam wie wir meinen Entzug in Angriff nehmen wollen. Ashley ist tats�chlich immer noch bereit das mit mir durchzumachen und ich bin ihm dankbar daf�r, denn alleine w�rde ich das nie schaffen. Wir beschlie�en erst in Orlando mit dem Entzug zu beginnen, denn alles andere w�rde nichts bringen. Au�erdem ist allein eine neue Umgebung schon mal eine gute Voraussetzung. "Wie sieht es eigentlich in Florida mit Drogen aus?", frage ich ihn. "Na ja, es ist auf jeden Fall nicht so wie in New York, wo du an jeder Ecke etwas bekommst, aber wenn du wirklich etwas brauchst, dann findest du auch etwas, wie �berall. Wieso willst du das wissen?", hakt er nach. "Nur um zu sehen wie meine R�ckfallgefahr steht", r�ume ich seine Zweifel aus.
Am n�chsten Morgen ist Ashley schon aufgestanden, als ich aufwache. Die Schwellung an meinem Auge ist etwas zur�ck gegangen durch das Eis. Erst als ich geduscht habe und angezogen bin stehen wir uns gegen�ber. "Morgen, Honey", sagt er und gibt mir ein Bussi auf die Wange. Dann dr�ckt er mir Geld in die Hand. "Besorg dir genug f�r die letzten 2 Tage, aber nicht mehr. W�hrend du weg bist rede ich mit den anderen Jungs", meint er. "Ich will mich nicht von dir aushalten lassen und schon gar nicht f�r meine Sucht", sage ich. "Und ich will nicht mehr, dass du deinen K�rper weiter verkaufst", antwortet er darauf. Wir blicken uns kurz an. "July, ich meine es ernst mit dir! Ich m�chte mit dir in die Zukunft blicken, wenn wir das alles hinter uns haben", h�re ich ihn jetzt ernsthaft sagen. "Also bitte nimm es!" Nachdem er das gesagt hat nehme ich es schlie�lich an. Wir k�ssen uns noch eine Weile bis ich mich dann auf den Weg zu meinem Stammdealer mache, ein letztes mal, und Ashley zu seiner Band.
Als ich zur�ck komme wartet er bereits auf mich. Ich will erstmal nicht fragen wie seine Freunde reagiert haben, denn ich muss mir jetzt erstmal einen Druck machen. "Alles klar?", fragt er. Ich nicke und will mich mit meinem Spritzbesteck ins Bad gehen. Gerade als ich dieses betreten m�chte sp�re ich Ash�s Hand an meinem Arm um mich aufzuhalten. Ich sehe ihn fragend an. "Darf ich zuschauen? Ich habe so etwas noch nie gesehen", will er zaghaft wissen. Eigentlich will ich das nicht, denn es ist nichts auf das ich stolz bin. Im Grunde spricht sogar ALLES dagegen, trotzdem entscheide ich mich schlie�lich daf�r. "Wenn du dir das wirklich antun willst", sage ich. "Habt ihr Zitronensaft da?", frage ich ihn noch. Er holt eine Flasche und anschlie�end gehen wir zusammen ins Badezimmer und schlie�en hinter uns die T�r. Ich lege alles bereit und hole das Heroin heraus. Ashley�s interessierter Blick macht mir irgendwie ziemlich nerv�s. Ich sch�tte das wei�e Pulver auf einen alten Teel�ffel, tr�pfle etwas Zitronensaft darauf, koche das ganze �ber meinem Feuerzeug leicht auf und ziehe es dann in die Spritze. Nachdem ich mir den Arm mit einem Tuch abgebunden habe setzte ich diese an eine relativ frische Einstichstelle an und nach 1, 2 Minuten ist alles vorbei. Wie immer bleibe ich noch einen Augenblick danach sitzen bis mein K�rper beginnt das H zu verarbeiten. Danach gehen wir wieder zur�ck ins Wohnzimmer.
~*~Ashley~*~
Es war erschreckend, das gebe ich zu. Ich glaube ich k�nnte das nicht und schon gar nicht mehrmals am Tag. Wir legen uns auf die Couch und ich nehme sie in den Arm. "Wie f�hlst du dich danach immer?", frage ich sie leise. "So wie du dich ohne Drogen f�hlst, nur ist mir etwas hei�er." Es herrscht eine kurze Pause. "Was haben deine Freunde gesagt?", will sie dann wissen. Ich antworte nicht sofort. "Es war nicht einfach und am Anfang waren fast alle eher entsetzt, aber sie haben sich dann wieder beruhigt und wollen dich jetzt auch kennen lernen. Sie sind echt voll in Ordnung", mache ich ihr Mut. Ich habe gerade zu ende gesprochen, da geht auch schon die T�r auf und alle kommen herein, sogar Mike, der vorhin erst strikt gegen diese ganze Aktion war. Erst als ich ihm gesagt habe, dass ich damit nicht irgendjemanden helfen m�chte, sondern einer Person mit der ich mehr verbinde, hat er Andeutungen zu einer Einwilligung gemacht. July und ich stehen auf und sogleich stellt sie sich dicht neben mich, als wolle sie Schutz suchen. Dan kommt als erstes auf sie zu. "Hallo July, ich bin Dan", stellt er sich vor und gibt ihr die Hand, die sie jetzt leicht l�chelnd annimmt und gleichzeitig mit einem "Hallo" antwortet. Die anderen machen es ihm gleich, Mike erst etwas z�gerlich. Die beiden haben sich ja schon mal gesehen, damals w�hrend dem Konzert, weil ich July nachgelaufen bin und er mir deshalb noch einen riesen Vortrag hielt. "Sie ist mehr f�r mich als nur eine hilflose Drogenabh�ngige", sage ich ihm erneut, als ich ihn nach der Begr��ung noch mal kurz zur Seite nehme. "Ich hoffe nur, dass wir nicht zu sehr in die �ffentlichkeit geraten mit der Sache", meint er dazu. "Darauf werde ich schon achten", ist meine Antwort darauf. Mike nickt und setzt sich nun zu Erik & Co, als Dan neben mir steht. "Was ist mit Shelli?", fragt er mich. Erst mit diesen Worten ruft er sie wieder in meine Erinnerung zur�ck. Shelli und ich sind zusammen und ich liebe sie, zumindest dachte ich das, bis ich July kennen gelernt habe. Wie es mit Shelli jetzt weiter gehen soll wei� ich nicht, am besten gar nicht. Dan blickt mich an und merkt, dass ich darauf keine Antwort habe im Moment und so belassen wir es erstmal dabei und setzen uns ebenfalls dazu. Mir f�llt Trevor�s starrer Blick auf, den er auf ihre zerstochenen Arme wirft, welche dadurch, dass sie ein T-Shirt tr�gt, gut zu erkennen sind. Ich r�uspere mich um ihn auf diese miese Unh�flichkeit aufmerksam zu machen, er sieht mich daraufhin an, versteht und wagt nun einen Blick mehr auf die Einstichnarben. "Also, dann lasst mal h�ren, wie wollt ihr das ganze in Angriff nehmen, jetzt wo dein Urlaub vorbei ist Ash?", will Mike wissen. "Am besten wir nehmen eine h�usliche Betreuung f�r die Zeit wo ich nicht bei ihr sein kann. Jemanden, der sich damit auskennt. Wenn es dir recht ist", wende ich mich schlie�lich an July. Sie nickt. "Ich will euch nicht im Weg sein und schon gar nicht zur Last fallen. Wenn es sein muss, dann mache ich auch eine Therapie, dann m�sstet ihr mich erst gar nicht bei euch aufnehmen", f�gt sie noch hinzu. "Du f�llst uns nicht zur Last und wir wollen es auch erstmal ohne Therapie versuchen. Wenn du Ash wirklich so viel bedeutest, wie er sagt, dann stehen wir nat�rlich dahinter und werden dir helfen, so gut wir k�nnen", sagt Erik und l�st damit ein zaghaftes und dankbares L�cheln bei ihr aus, welches sie erst der Band und dann mir zuwirft.
~*~July~*~
Es ist als w�rden wir uns schon ewig kennen, wie er mit mir spricht, mit mir umgeht... Alles scheint so vertraut, doch das ist es nicht! Ich kann es einfach nicht genie�en, weil da immer noch meine Vergangenheit st�rt. Sie wird mich ein Leben lang begleiten und das wollte ich unter keinen Umst�nden mit jemanden teilen. Von diesen Bedenken soll Ash nichts merken und so gehe ich am fr�hen Abend auch einfach so auf ihn zu und lege meine Arme um ihn, als er auf dem Bett sitzt, als w�re ich mit allem zufrieden, obwohl ich das nicht zu 100% bin. Er dreht sein Gesicht zu mir, streicht mir meine Haare aus dem Gesicht und k�sst mich, unendlich lang und unendlich sch�n, wie als w�ren wir schon l�ngst ein Paar. Doch etwas macht mir trotzdem Angst... Ich kann nicht weiter dar�ber nachdenken, da seine Worte mich unterbrechen. "Und was machen wir jetzt?", fragt er anschlie�end. "Spielst du mir etwas vor?" Ich habe schon l�ngst seine Gitarre entdeckt. Er greift nach ihr und geht in Position. "Und was?", hakt er nach. "Mmh, hast du was selber geschriebenes?" Er nickt. "Ok, aber bitte mit Gesang", fordere ich ihn lieb auf. "Du hast ganz sch�n viele Anspr�che", grinst er. "Tja, das geh�rt f�r MICH nun mal zum kennen lernen dazu", erwidere ich dieses. Ich lege mich richtig hin, st�tze meinen Kopf mit meinem Arm ab und schlie�e meine Augen um das Folgende noch besser genie�en zu k�nnen. Leise Akkorde erf�llen erstmal mein Ohr und stimmen mich langsam auf den Song ein. Ich f�hle mich ab diesem Augenblick in einer v�llig anderen Welt und als er dann beginnt zu Singen ist alles wie im Traum. Seine Stimme hat so eine beruhigende Wirkung auf mich. Es klingt so wundersch�n und einzigartig. Bis jetzt habe ich ihn ja noch nicht wirklich singen geh�rt, denn das Konzert letztens dauert gerade mal 1 oder 2 Minuten an, weil es ja dann durch mich unterbrochen wurde, da Ash mir seine ganze Aufmerksamkeit schenkte, als er mich damals ersp�ht hatte. Jetzt ist alles ganz anders und das wir uns einmal wirklich nahe kommen h�tte ich nie gedacht. Ich wollte mich dagegen wehren. Wenn ich einen Entzug machen wollte, dann nur aus eigenem Willen. Tue ich das jetzt? Anfangs dachte ich das, aber da ist immer noch Ash. Durch ihn f�hle ich mich gleichwertiger und sehe mich nicht mehr nur noch als Abschaum, der schnellstens beseitigt werden sollte. Aber reicht das wirklich aus? Denn was kommt danach? Ich muss mich vor ihm nicht verstellen und ihm heile Welt vorspielen und das kann ich auch gar nicht. Ich komme mit der Situation, so wie sie im Moment ist, einfach nicht klar, es ist zu viel auf einmal! W�hrend dieser Gedanken lausche ich weiterhin seinem Gesang bis dieser immer leiser wird, schlie�lich ganz erlischt und das Lied mit den letzten Akkorden v�llig ausklingt. Daraufhin sp�re ich seinen Blick auf mir ruhen, �ffne deshalb langsam wieder meine Augen und forme meine Lippen zu einem L�cheln. Ich habe mich noch nie so geborgen gef�hlt wie in den letzten 3 Minuten und das allein durch seine Stimme.
~*~Ashley~*~
Sie ist so wundersch�n, ihre Augen, ihr L�cheln, einfach alles... Ob ihr der Song gefallen hat? Nach ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen schon. Es hat mich erstaunt, dass sie vorhin so von sich aus einfach auf mich zu kam und ihre Arme um mich gelegt hat. Sonst hatte ich immer das Gef�hl, dass sie mir noch ausweicht. Ich verstehe, dass sie Angst davor hat sich wieder jemanden anzuvertrauen und gerade deshalb hat es mich gewundert. Ob sie wohl merkt, dass ich zu ihr gewisse Gef�hle entwickle? "Hat es dir gefallen?", frage ich leise. Sie nickt. Ich stelle die Gitarre zur Seite und lege mich neben sie. "Ich habe Angst", h�re ich July leise fl�stern. Daraufhin drehe ich mein Gesicht zu ihr und blicke sie an. "Vor dem Entzug?", hake ich nach. "Nicht nur", ist ihre Antwort. "Vor allem vor der Zeit danach... Was dann? Wie soll ich es dann weiter gehen? Was habe ich dann? Was mache ich den ganzen Tag?" Sie �berh�uft mich im wahrsten Sinne des Wortes mit Fragen. "Hey, das kommt schon. Wichtig ist doch jetzt erstmal der Entzug. Wenn du den hinter dich gebracht hast, dann ist der Rest nicht mehr so schwer. Und zur Besch�ftigung suchst du dir halt dann einfach einen Job." Ich glaube meine Worte bauen sie nicht unbedingt auf, eher im Gegenteil. "Einen Job?! Wer bitte nimmt mich, wenn er von meiner Vergangenheit erf�hrt. Ich glaube nicht das jemand gerne eine ehemals Drogenabh�ngige einstellt. Genau das waren meine Gr�nde, warum ich nie die Qualen eines Entzugs auf mich nehmen sollte, wenn es nicht wirklich etwas bringt. Am Ende werde ich noch r�ckf�llig und dann waren die ganzen Schmerzen und was sonst noch damit verbunden ist, v�llig umsonst. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich das schaffe oder gar m�chte." Das trifft mich jetzt ziemlich hart. Sie klang doch pl�tzlich so selbstsicher, als wolle sie um jeden Preis entziehen. Und jetzt? Ich dachte sie h�tte auch einen Moment dabei an mich gedacht, aber vielleicht kennen wir uns aus ihrer Sicht doch noch etwas zu wenig daf�r. "Sorry, aber ich muss einen Moment raus, bin gleich wieder da", sage ich, stehe auf und verlasse das Zimmer. Ich gehe auf die kleine Terrasse, die an diese Etage anschlie�t und blicke der Sonne entgegen. In dem Augenblick tritt Trev zu mir, zieht seine Schachtel Zigaretten heraus, nimmt sich eine und z�ndet sie sich an. "Na, was geht?", h�re ich ihn sagen. Ich blicke zu ihm auf. "Nicht viel! Kann ich auch eine haben?", frage ich und richte meinen Blick auf die Packung. "Du und rauchen? Das hast du doch noch nie getan", wundert er sich. "Doch, ich habe es schon mal ausprobiert. Also, bekomme ich jetzt eine?" Daraufhin h�lt Trevor mir die ge�ffnete Schachtel hin und ich nehme mir eine raus. Ich habe das Rauchen immer verabscheut, aber jetzt wirkt es irgendwie beruhigend auf mich. "Wo ist denn deine kleine Freundin?", will er wissen! "July! Sie hei�t July, verdammt noch mal", meine ich gereizt. "Ok, wo ist dann July?", sagt er vorsichtig. "Noch im Zimmer, nehme ich an", antworte ich und zucke mit den Schultern. "Alles klar bei euch?", hakt er nach meiner gleichg�ltigen Antwort nach. "Ein "euch" gibt es schon mal gar nicht und nein, es ist gar nichts klar", erwidere ich darauf. Eine Weile sagen wir gar nichts und schlie�lich ist meine Zigarette zu Ende und ich dr�cke sie aus. "Ich habe mir das ganze nur viel einfacher vorgestellt", sage ich noch und verschwinde dann wieder nach drinnen, ohne auf eine Reaktion von ihm zu warten.
~*~July~*~
Er hat absolut keine Vorstellungen. Ich wollte ihm seine Hoffnung nicht zerst�ren, aber f�r mich ist das ganze nicht so einfach, wie er sich das denkt. Es ist einfach zu viel auf einmal. Entweder das eine oder das andere, aber beides zusammen...? Das geht einfach nicht! Er muss das verstehen, sonst hat die Sache �berhaupt keinen Zweck. In erster Linie z�hlt nun mal der Entzug jetzt f�r mich. Ich werde jetzt einen Schritt auf ihn zu gehen und ihm versuchen das zu erkl�ren. Als wenn er gemerkt h�tte, dass ich mit ihm reden m�chte, kommt er jetzt wieder herein. Er geht zu dem Tisch und schenkt sich ein Glas Wasser ein. "M�chtest du auch etwas trinken?", fragt er ohne mit anzusehen. "Nein danke", antworte ich kurz angebunden. Er nimmt das Glas und setzt sich wieder neben mich aufs Bett, wodurch mir sogleich ein leichter Geruch aus Rauch in die Nase steigt. "Ashley, ich mache den Entzug auf jeden Fall", beginne ich. "Ach?", hakt er verwundert nach. "Ja, du hast mich vorhin falsch verstanden. Es geht mir in erster Linie um den Entzug und nur DER ist im Moment f�r mich wichtig. Alles andere ist einfach zu viel zus�tzlich und ich habe im Moment keine Kraft um mir dar�ber auch noch einen klaren Gedanken zu fassen." "Du meinst das mit uns, oder?" Ich nicke leicht. "Es tut mir leid, aber ich kann nur nach und nach Vertrauen zu dir aufbauen und nicht gleich aufs ganze gehen. So etwas wie Liebe war bis jetzt f�r mich v�llig fremd. Daf�r habe ich einfach zu viele schreckliche Erinnerungen mit m�nnlichen Wesen. Du bist nett, lieb und unheimlich hilfsbereit, das habe ich schon festgestellt, aber ich muss dich einfach noch besser kennen lernen. Ich muss erst selber wieder zur�ck in ein normales Leben finden, bevor ich andere daran teil haben lasse. Was ich brauche ist einfach Zeit. Verstehst du das?" Jetzt sehe ich von ihm ein Nicken. "Darf ich dich jetzt wenigstens mal umarmen?", fragt er vorsichtig. "Nat�rlich", l�chle ich zaghaft. Kurz drauf schlie�t er seine Arme um mich und in diesem Augenblick kommt es mir so vor als w�re er mein gro�er Bruder. Als wir uns l�sen sieht er mich an. "Ich hab dich auch so gerne", grinst er jetzt.
Mittlerweile ist es ziemlich sp�t geworden und wir ziemlich m�de. Wir beschlie�en in einem Bett zu schlafen, wie Bruder und Schwester, da dieses auch ziemlich gro� ist. Ich habe Ash gesagt, dass ich unter Nacht nicht eine geringste Ber�hrung von ihm ertragen k�nnte und auch das hat er verstanden. Er wei� wie ich das meine. "Ich muss von mir aus den ersten Schritt machen, erst dann bin ich bereit f�r mehr", habe ich ihm gesagt. "Alles klar! Du wei�t selber was am besten f�r dich ist", so er. Also liegen wir jetzt normal nebeneinander und starren beide die Decke an bis wir irgendwann nacheinander einschlafen, ich zuerst.
~*~Ashley~*~
Es f�llt mir schwer die H�nde bei mir zu halten und nicht wenigstens mal durch ihr Gesicht mit der zarten Haut zu fahren. Ich verstehe ihre Bedingungen und das sie jetzt endg�ltig den Entzug durch ziehen will ist doch etwas sehr, sehr positives. Trotzdem bin ich froh, dass ich irgendwann einschlafe um mir nicht weiter Gedanken �ber "unser" Zukunft zu machen.
Auch an diesem Morgen bin ich wieder der erste von uns beiden. Ich blicke sie noch einen Augenblick an, bevor ich aufstehe und unter die Dusche gehe. Dann schnappe ich mir meinen Laptop um mich im Internet �ber s�mtliche Drogen samt Entzug zu informieren. Was ich lese ist nicht unbedingt aufbauend. Auf unterschiedlichen Seiten haben Ex-Junkies Statements �ber ihren Entzug bzw. Entz�ge abgegeben. "Am Anfang hat man noch Hoffnung. Die Schmerzen beginnen mit einem leichten Stechen, werden jedoch schnell st�rker. Man will weg, weg von dieser Welt. Man will sterben!", "Die ersten 3 Tage sind die schlimmsten, man sp�rt wie der K�rper nach dem Gift schreit. Nur mit gutem Willen und genug Energie kann man es schaffen, sonst ist man verloren!" , "Vor R�ckf�llen ist kaum ein Junkie sicher, schon gar nicht in der Zeit des Entzugs. Ich brauchte 3 Anl�ufe bis ich ihn endlich v�llig durchzog. Doch ganz geheilt bist du nie!" Solche Aussagen und noch viele mehr sind zu lesen und keine von ihnen machen einem Mut. Ich lese nur schwer weiter, aber es muss sein. Ich muss wissen was mich erwartet. Schlie�lich kann ich mir den Entzug f�rmlich vorstellen. Man bekommt Magenkr�mpfe, die Beine sind in st�ndiger Bewegung, man schl�gt um sich, verliert die Kontrolle �ber s�mtliche Muskeln. Valium, Rotwein und eventuell auch Valeron sind n�tig f�r einen Entzug, sonst geht gar nichts. So beschlie�e ich das alles noch heute zu besorgen. Eine gute Nachricht erfahre ich dann doch noch: Der erste Entzug ist immer halb so schlimm wie die folgenden. Pl�tzlich sp�re ich eine Hand auf meiner Schulter und erblicke July. Schnell klappe ich den Bildschirm herunter, denn ich will nicht, dass sie von alledem liest, was sie erwartet, obwohl sie das vielleicht eh wei�. "Was machst du?", fragt sie. "Ach, nichts wichtiges! Du, ich muss noch mal kurz in die Stadt", versuche ich abzulenken und schalte nebenbei den PC aus. "Wenn du wartest komme ich mit", h�re ich sie sagen. "Ok", willige ich. Daraufhin verschwindet sie sofort ins Bad.
~*~July~*~
Ich wei� auch so was Ashley gemacht hat vorhin. Ich wei�, dass er sich �ber meine Umst�nde informiert hat, auch �ber den Entzug. Einerseits ist das s�ss, dass er es vor mir verstecken wollte, aber andererseits geht mich die ganze Sache noch mehr an als ihn. Wir m�ssen noch mal offen �ber alles reden, wie wir es angehen usw. Nach der Dusche und einem Druck f�hle ich mich besser, viel besser. Ich freue mich schon jetzt auf einen Morgen nur unter der Dusche, ohne mir danach einen Druck machen zu m�ssen. Doch bis dahin liegt noch ein weiter Weg vor mir. Ich beeile mich um Ash nicht zu lange warten zu lassen und gemeinsam gehen wir schlie�lich los. "Wir m�ssen noch einiges f�r dich besorgen", meint er unterwegs. "Ich wei�, Valium und Rotwein", erkl�re ich. "Und Valeron ist bestimmt auch nicht verkehrt", f�gt er noch hinzu. "Wie willst du das anstellen? Daf�r brauche ich ein Rezept!" "Dann gehen wir eben zuerst zu einem Arzt." "Ohne Versicherungskarte?", hake ich nach. "Ach, das wird schon irgendwie gehen." Sein Optimismus macht mir irgendwie Mut und sein Charme besorgt mir letztendlich auch das Rezept. Ich wei�, wenn das alles geschafft ist, werde ich ihm f�r unheimlich viel dankbar sein. Er will das ganze immer noch so tatkr�ftig mit mir durchziehen, obwohl ich ihm gestern einen Korb gegeben habe. Noch dazu gibt er unheimlich viel Geld f�r mich aus. Selber habe ich keines und welches beschaffen k�nnte ich nur auf eine Art und das l�sst Ashley gewiss auf keinen Fall mehr zu. Nachdem wir alles notwendige besorgt und au�erdem gefr�hst�ckt haben, schlendern wir noch so ein bi�chen durch die Stadt. Vor einem Schaufenster bleibt er stehen und deutet auf das Outfit, was dort zu sehen ist. Ein wei�es Shirt mit der Nummer 27 darauf, dazu eine dunkelblaue Schlagjeans, samt Bauchkette und mit passenden Schuhen. "Wie findest du das?", fragt er und l�chelt mich an. "Richtig sch�n! Wieso?" "Ich bin mir sicher, dass es dir super steht", meint er und zieht mich mit in den Laden. "Ash, dass kannst du nicht machen, dass ist doch viel zu teuer", versuche ich mich zu w�hren. "Ist doch egal, ich will das du es anprobierst!", besteht er. "Keine Widerrede!", f�gt er noch hinzu, als er sieht, dass ich meinen Mund �ffne um erneut etwas zu sagen. Mit Hilfe einer Verk�uferin finden wir uns schnell zurecht und schlie�lich ist es nicht das einzigste Outfit was ich anprobiere. Ashley deckt mich f�rmlich ein mit Klamotten und ich kann nichts dagegen tun. Am Ende habe ich 2 Jacken, 8 T-Shirts, 2 Tops, 3 Pullover, 5 verschiedene Hosen und 3 Paar Schuhe, das erste Outfit inbegriffen. Der Kerl ist echt verr�ckt! "Irgendwann, wenn ich daf�r f�hig bin, werde ich mich f�r alles revanchieren", sage ich nachdem wir einen weiteren Laden verlassen. "Das brauchst du nicht", sagt er und grinst mich an.
~*~Ashley~*~
Es ist sch�n sie gl�cklich zu sehen! Obwohl es nicht einfach war sie dazu zu bringen. Immer wieder hat sie sich dagegen gew�hrt, dass ich so viel Geld f�r sie ausgebe, doch das hat einen sehr geringen Wert gegen�ber dem, den sie hat. Au�erdem kann sie nicht immer ein und die selben Sachen tragen und so habe ich mein Dicksch�del wie immer durch gesetzt :-) Wieder im Hotel essen wir mit den anderen Jungs zusammen. Langsam f�ngt July auch an sich mit den einzelnen von sich aus zu unterhalten und f�ngt somit an aus sich heraus zu gehen, auch gegen�ber anderen. Trotzdem bleiben wir nicht all zu lange in der Lobby sitzen, denn 1. muss sie sich kurz darauf wieder einen Druck machen und 2. m�ssen wir auch anfangen zu packen, da unser Flieger morgen schon recht fr�h geht. "War das jetzt dein letzter?", frage ich sie, als sie wieder aus dem Bad kommt. "Nein, ich habe mir extra noch etwas f�r morgen fr�h ausgehoben. Es w�re ziemlich unangenehm f�r mich, im Flugzeug schon auf Entzug zu kommen", erkl�rt sie. Ok, dass kann ich verstehen. W�hrend wir zusammen packen traue ich mich endlich die Frage zu stellen, die mich schon l�nger qu�lt. "Wieso hast du eigentlich mit den Drogen angefangen? Was hat dich da hinein getrieben?", frage ich vorsichtig, da ich ihre Reaktion darauf schlecht absch�tzen kann. Sie atmet einmal tief durch, bevor sie mir antwortet. Doch ich komme ihr noch einmal zuvor. "Wenn du dar�ber nicht sprechen m�chtest, oder noch nicht, dann verstehe ich das!" "Nein, ist schon ok!" Sie geht zu ihrer alten Jacke und zieht ein Foto heraus. Wir setzen uns aufs Bett und sie reicht es mir. "Das sind meine Eltern. Mit ihnen ging es mir noch etwas besser, als es es jetzt tut", beginnt sie. "Nur etwas?" "Es ist wegen meiner Mum. Siehst du wie sie von mir Abstand h�lt, w�hrend mein Dad seine Arme um mich legt? (Ich nicke.) Mit ihr hatte ich viele Probleme, es ging so weit, dass sie mich immer �fter schlug, wenn mein Dad gerade mal nicht da war. So war auch ich der Grund, warum sie sich scheiden lie�en und unter den Umst�nden wurde das Sorgerecht meinen Dad zugesprochen. Bei ihm habe ich mich immer wohl gef�hlt. Doch es sollte einfach nicht so sein, denn kurz darauf hatte er einen Autounfall, konnte aber noch lebend geborgen werden. Meine Mum nahm mich damals nicht mit ins Krankenhaus und so konnte ich mich nicht mal von ihm verabschieden. Von da an hatte ich endg�ltig einen riesigen Hass auf sie, gr��er als alles andere. Nach seinem Tod sollte ich zu ihr, also bin ich abgehauen, bevor mich das Jugendamt mich finden konnte. Tja, und dann ging alles ganz schnell. Ich kam unter die falschen Leute und hatte einfach nur Pech."
~*~July~*~
Mit diesen Worten schlie�e ich meine Erz�hlung ab. "Es tut mir leid", sind seine ersten Worte. "Du kannst ja nichts daf�r, aber trotzdem danke", meine ich dazu und lege meine Hand auf seine. "Ich kann das alles jetzt viel besser verstehen", f�llt ihm auf. Ich l�chle ihn daf�r dankbar an. Schlie�lich machen wir uns ans weiter packen. Wir gehen fr�h schlafen und liegen im Bett wieder getrennt nebeneinander. "Morgen ist es soweit", fl�stere ich leise. "Nie h�tte ich gedacht, dass ich das mal tun w�rde." "Jetzt tust du es", meint Ash. "Ja, dank dir", erwidere ich und l�chle ihn an. Ob er das trotz Dunkelheit sieht, wei� ich nicht. "Gute Nacht, Ash", sage ich, drehe mich dann zur Seite und schlafe recht bald ein. "Gute Nacht, July", h�re ich ihn allerdings noch sagen.
Als ich aufstehe gehe ich wie immer duschen und mache mir einen Druck. Doch heute schminke ich mich anschlie�end noch etwas, so wie fr�her. Es macht wieder Spass sich etwas h�bsch zu machen. Noch mehr werde ich das in 6 oder 7 Wochen genie�en k�nnen. "Du siehst h�bsch aus", gesteht mir Ash als ich wieder ins Zimmer komme. Auch er sieht gut und gleichzeitig s�ss aus. Wie das sein kann? Na ja, der hat seine Haare perfekt hochgegelt, sieht aber sonst noch ziemlich verschlafen aus. Richtig s�ss eben! Das sage ich ihm auch, woraufhin er leicht verlegen grinst. Ich sags ja, einfach s�ss! Wir schnappen uns die herum stehenden Taschen, schauen uns noch mal um, ob wir auch ja nichts vergessen haben und gehen dann runter in die Lobby, wo wir nach und nach auf die anderen treffen. "Na July, alles fit f�r deinen ersten Flug?", begr��t mich Erik. "Ich denke schon!" "Schlimmer als das, was danach kommt kann es eh nicht werden", f�gt er noch grinsend hinzu. "Da hast du Recht", antworte ich darauf locker, weil ich wei�, dass er gerne mal einen Witz rei�t. Auf dem Weg zum Flughafen bin ich irgendwie aufgeregt, aber auch gleichzeitig gespannt. Wie gesagt, es ist mein erster Flug und ich freue mich wahnsinnig darauf.
Schlie�lich sind wir in der Luft und bis jetzt hat mir am besten der Start gefallen. Anschlie�end habe ich noch einmal auf New York herunter geblickt. Ich verbinde viele Erinnerungen mit der Stadt, viele schlechte Erinnerungen. Um so froher bin ich, dort weg und in eine neue Umgebung zu kommen. Unsere Flugzeit betr�gt gerade mal 1 � Stunden. Ich w�re gerne noch l�nger oben geblieben, u. a. auch aus dem Grund, dass ich furchtbare Ohrenschmerzen bei der Landung bekam.
~*~Ashley~*~
Wir k�nnen den Flughafen nicht sofort verlassen, da wieder einige Fans uns den Ausgang versperren. Wei� der Teufel, woher die immer die genauen Informationen bekommen! July steht w�hrend wir Autogramme geben interessiert dabei und so bleibt es nicht aus, dass die Fans sich nach ihr erkundigen. "Wen habt ihr denn heute dabei?", fragt dementsprechend eine. "Das ist July, eine Freundin von mir bzw. uns", antworte ich. "K�nnte ich vielleicht ein Foto von euch beiden machen?" "Sicher, oder hast du was dagegen?", richte ich mich an July. "Nein, eigentlich nicht", sagt sie und kommt zu mir her�ber. Ich lege meinen Arm um sie und sie ihren um mich und nach ein paar Sekunden ist das Bild auch schon im Kasten. Irgendwann, nachdem auch wirklich jeder ein Autogramm und ein Foto hat, k�nnen wir dann endlich weiter. Mike Cronin steht auf dem Parkplatz und wartet mit dem Van auf uns. �ber Mike M. hat er schon von July erfahren und so stelle ich die beiden jetzt einander pers�nlich vor.
Zum Gl�ck kommen wir wenigstens nicht auch noch in einen Stau und so kommen wir eine � Stunde sp�ter am Haus an. Wie alle, die unser Heim das erste mal sehen, ist auch July baff. Vom optischen her ist es ja auch wirklich sch�n, aber es ist leider auch sch�n gro� und das ich mich immer noch ab und zu da drinnen verlaufe muss ich July ja nicht unbedingt erz�hlen, das erledigt sicher Erik noch heute f�r mich. Er findet so etwas immer wahnsinnig lustig! Das ich nicht so denke, ist ja wohl klar! W�hrend Jacob f�r uns alle eine Pizza bestellt m�chte ich July etwas herum f�hren. "Oh no, lass das besser mal mich machen", ruft Erik und l�uft uns entgegen. "Wei�t du, Ashley passiert es immer noch, dass er sich hin und wieder verl�uft", fl�stert er July zu, aber so laut, dass ich es extra mith�re. Habe ich es nicht gesagt, das ging ja noch schneller als ich dachte! "Ist das wahr?", grinst sie jetzt. Ich antworte darauf erst gar nicht, sondern kehre den beiden den R�cken zu, gehe ins Wohnzimmer und spiele beleidigt. Selbst von dort h�re ich July jetzt lachen. Ha ha, wie witzig!
~*~July~*~
Der Junge wird mir immer sympathischer, wie er so beleidigt abgezogen ist :-) So l�sst es sich Erik jetzt tats�chlich nicht nehmen mich herum zu f�hren. Erst die K�che, dann das Bad I, das Wohnzimmer samt schmollendem Ashley und anschlie�end die gesamte 1. Etage. Hier sind die einzelnen Zimmer der Jungs, Bad II, ein Probe- und ein Fitnessraum. "Wow, nie h�tte ich es le gedacht, jemals in so einem Luxus zu leben", meine zu Erik. "Tja, jetzt tust du es. Ich bin auf jeden Fall froh, dass dir auch mal etwas gutes im Leben bereit gelegen ist." "Danke Erik", sage ich und l�chle ich zus�tzlich an. "Hey, kommt ihr! Die Pizza ist da", h�ren wir Jacob schreien. Sofort gehen wir nach unten. Ich habe so einen Hunger als h�tte ich schon ewig nichts mehr gegessen.
Nach dem Essen werde ich unruhig und ich merke wie ich nach und nach langsam auf Turkey komme. Jetzt hei�t es durchhalten und sich daf�r als Hilfe schon mal Gedanken �ber die Zeit danach machen. Ashley & ich verziehen uns auf sein Zimmer um schon mal alles herzurichten und bereit zu stellen, solange ich dazu noch in der Lage bin. Auf dem Nachttisch machen wir Platz f�r das Valium, Valeron, den Rotwein und einer Flasche Wasser. Neben das Bett kommt eine Sch�ssel, da ich mich sicher auch �bergeben werde hin und wieder. Die normale Decke wird durch eine ganze d�nne Sommerdecke eingetauscht. "Ich denke ich werde mich schon ein bisschen hinlegen, ich bin ziemlich m�de", sage ich anschlie�end. "Mach das, July! Bis sp�ter", meint Ash und l�chelt mir noch einmal aufmunternd zu, bevor er das Zimmer wieder verl�sst. Ich gehe zuvor noch mal ins Bad um mich abzuschminken und mich sonst noch etwas frisch zu machen, denn in den n�chsten Tagen werde ich keinen gro�en Wert darauf legen. Nach ein paar Minuten im Bett bin ich bereits eingeschlafen und ich wache auch den ganzen restlichen Tag �ber kaum auf, erst tief in der Nacht, als mein K�rper anf�ngt leicht zu zittern und ich ein Stechen sp�re, dass immer st�rker zu werden scheint. Es ist also soweit!
~*~Ashley~*~
Bis jetzt habe ich noch v�llig ruhig geschlafen, wache nun jedoch auf. July klammert sich ganz fest an dich Decke, ist leicht verschwitzt und kann sich nur noch selten ruhig halten. "Hey, geht es los?", frage ich sie leise. Sie kann nur leicht nicken. Ich will meinen Arm um sie legen, doch sie st��t ihn sogleich wieder leicht zur�ck. "Nein, bitte lass mich! Es geht nicht mehr", erwidert sie und dreht sich erneut auf die andere Seite. "Es tut weh", h�re ich sie kurz darauf sagen. Ich beuge mich �ber sie um an die Nachttischlampe zu kommen, schalte diese an und greife sogleich nach der Packung Valium. Ich reiche ihr 4 Tabletten und ein Glas Wasser. Sie sp�lt sie sofort herunter und legt sich dann wieder zur�ck. Nach 10 Minuten oder so beruhigt sie bzw. ihr K�rper sich dann wieder und entspannt sich. Das ist erst der Anfang und der ist sehr harmlos, denn ab dem 2 Tag etwa kommt man mit 4 Tabletten nicht mehr aus, dann sind es 10er Reihen, die man in einem nimmt und sp�rt kaum etwas davon. Auch diese Information habe ich von den einzelnen Seiten im Internet. Ich bin froh, dass ich mich etwas informiert habe. July ist wieder eingeschlafen und so l�sche ich das Licht und lege mich auch wieder hin.
July ist vor mir wach und ist jetzt noch unruhiger. Es fehlen weitere Tabletten und auch die Flasche Rotwein blieb nicht unber�hrt. Valeron w�rde besser helfen, effektiver, aber der Arzt hat uns gesagt, dass wir zu dem erst greifen sollen, wenn es richtig krass wird, denn das ist ein noch st�rkeres Mittel. Ich streiche ihr die Haare aus dem verschwitzten Gesicht und sogleich blickt sie mich an. Wenigstens ist sie noch in der Lage sich mit mir zu unterhalten. So versucht sie mir ihrer Empfindungen so gut es geht zu erkl�ren, aber ich denke, dass es f�r sie noch schlimmer ist, als ich es von ihren Erz�hlungen h�re. Es sind ganz eigenen Schmerzen und Gef�hle, die man nicht beschreiben kann. "Ich lasse dich so ungern alleine", sage ich schlie�lich. "Hey, ich pack das schon! Du musst deinem Job nachgehen", meint sie daraufhin leise. "Ich habe gestern noch jemanden zur Betreuung aufgetrieben. Sie ist 25 und hat in deinem Alter das selbe durch gemacht. Sie wird kommen bevor wir gehen und da bleiben bis wir kommen. Du bist also nie alleine", erkl�re ich ihr. July nickt. Nach noch einigen weiteren Worten muss ich aufstehen um mich f�r das Tanztraining fertig zu machen, wenn auch ungern. Ich komme gerade die Treppe hinunter, da klingelt es auch schon an der T�r.
~*~July~*~
Ich bin mal gespannt, wer da jetzt kommt. Es beruhigt mich, dass sie das selbe hinter sich hat wie ich es gerade erlebe. Das beruhigt mich sogar sehr. Ich habe das Gef�hl, dass die Schmerzen allein mit jedem Atemzug schlimmer werden. Ich liege kaum v�llig ruhig, denn die meiste Zeit ist mein K�rper in st�ndiger Bewegung. So vergehen Minuten, die mir wie Stunden vorkommen.
Pl�tzlich geht dann die T�r auf und ein M�dchen mit blonden kurzen Haaren kommt herein. "Hallo July, ich bin Claire", stellt sie sich vor und kommt langsam n�her. "Hallo", bringe ich gerade noch so hervor. "Ich wei�, wie es dir im Moment geht und so werde ich gar nicht erst versuchen viel mit dir zu reden, weil das strengt dich nur noch mehr an. Wir schaffen das schon", sagt sie und legt ihre Hand auf meine zitternde. Ihre ruhige Stimme und auch ihre Art geben mir wieder etwas mehr Kraft und Zuversicht. Ich nicke um ihr zu zeigen, dass ich genauso denke. Irgendwann geht sie dann wieder, schaut aber st�ndig bei mir herein. Am Nachmittag geht es dann voll los. Ich schlucke und schlucke diese Pillen und greife st�ndig nach der Weinflasche, die bereits die zweite ist. Aber es scheint gar nichts mehr zu helfen. Meine Beine habe ich nun gar nicht mehr unter Kontrolle. Ich w�lze mich im Bett umher und bin na� vom Schwei�. Ich friere und zittere und merke f�rmlich wie das Gift meinem K�rper entflieht. Claire ist die meiste Zeit neben mir, auch wenn sie nicht viel tun kann. Sie reicht mir die Tabletten, das Wasser bzw. den Rotwein und w�scht mir hin und wieder den Schwei� aus dem Gesicht mit einem Waschlappen. Neben dem Bett steht mittlerweile eine Sch�ssel mit Wasser. Ich sch�me mich f�r all das was sie tut und f�r mein Verhalten, auch wenn ich nichts daf�r kann und wei�, dass sie nicht anders drauf war bei ihrem Entzug. Trotzdem ist es unheimlich peinlich. Magenkr�mpfe qu�len mich nun richtig und bringen mich zum schreien. Wenn es jetzt schon so schlimm ist, dann m�chte ich morgen oder �bermorgen am liebsten gar nicht mehr leben. Irgendwann h�re ich dann am Rande Claire sagen, dass sie jetzt gehe, weil die Jungs wieder da w�ren. Sie dr�ckt noch einmal kurz meine Hand und nach einem "Bis morgen! Halt durch!" ist sie weg.
~*~Ashley~*~
"Wie geht es ihr?", frage ich Claire sofort. "Schlecht! Man kann auch nichts anderes erwarten. Sie muss da jetzt einfach durch, aber sie hat noch kein Wort von aufgeben gesagt. Bis jetzt h�lt sie sich noch einigerma�en." Nachdem ich mich von ihr verabschiedet und ihr f�r alles gedankt habe, mache ich mich mit gemischten Gef�hlen auf den Weg nach oben. Man merkt einen totalen Unterschied im Gegensatz zu heute morgen. "Hey July, ich bin wieder da", sage ich und knie mich zu ihr herunter. Sie ist nicht mehr in der Lage zu antworten. Nun ist sie ununterbrochen in Bewegung, vor allem ihre Beine. Ich wringe den Waschlappen aus und wische ihr den Schwei� aus dem Gesicht. "Hey, du schaffst das! Ich bin stolz auf dich!" Mit solchen und anderen Worten versuche ich ihr immer wieder Mut zu machen und ich hab das Gef�hl, dass sie es annimmt, auch wenn sie mir nicht antworten kann. Die Pillen schluckt sie zu Hauf und bereits 2 Flaschen Wein sind leer. Das h�tte einen normalen Menschen dazu gebracht ein paar Tage durch zu schlafen, doch bei ihr scheint es nicht im geringsten so anzuschlagen. Zwischendurch gehe ich unter die Dusche oder auf die Toilette, aber sonst sitze ich nur neben ihr. Auch wenn ich so gut wie nichts tun kann, hilft ihr vielleicht die Anwesenheit eines Menschen. Ich wei� es nicht, ich kann sie in diesem Zustand einfach nicht mehr einsch�tzen. Nur Dan schaut einmal kurz herein um mir etwas zu essen zu bringen, auch er streicht July einmal durch ihr Haar, doch sie scheint es kaum zu bemerken. Abends wirft sie dann noch einmal ein paar Tabletten hinterher und schl�ft irgendwann fest ein, wenn auch nur f�r ein paar Stunden. In der Nacht f�ngt sie an mit den Armen um sich zu schlagen und ihr ganzer K�rper ist weiterhin in Bewegung, obwohl sie schl�ft.
In der Fr�h, bevor ich gehe, gebe ich ihr dann das erste Mal 20 Tropfen Valeron, was ihr wirklich den Entzug zu erleichtern scheint.
~*~July~*~
Das Valeron hat mir geholfen, der Entzug ist zu ertragen, aber auch nur f�r eine bestimmte Weile. Claire ist die meiste Zeit woanders und wenn sie rein kommt, wirkt sie etwas hilflos. Helfen kann sie mir ja auch nicht. Trotzdem k�mmert sie sich sehr um mich. Die Schmerzen werden st�rker und bei dem Versuch zu schlucken fange ich an zu husten. Je krampfhafter ich versuche zu schlucken, desto st�rker wird dieser Husten. Ich bekomme einen Hustenkrampf, der �berhaupt nicht mehr aufh�rt und dann muss ich mich �bergeben, richtig �bergeben. Mittlerweile mache ich mir keine Gedanken mehr dar�ber wie Claire das alles empfindet, mir ist einfach alles egal, weil ich mich nur noch auf mich konzentrieren kann. Ich zittere vor K�lte und ziehe mir trotzdem pl�tzlich mein T-Shirt aus. So was habe ich noch nie gef�hlt und ich will es auch nicht mehr f�hlen, es ist unertr�glich und sicher schlimmer als sterben.
Die Boys kommen dieses mal schon am sp�ten Nachmittag zur�ck, was ich nur verschwommen wahrnehme. Ich bin gerade alleine im Zimmer. Die Schmerzen scheinen jetzt ihren absoluten H�hepunkt erreicht zu haben und mit diesem Moment bin ich auch am Ende meiner Energie und meines Durchhalteverm�gens. Ich kann einfach nicht mehr! Es geht nicht! Ich kann einfach nicht entziehen! Mit meinem letzen freien Gedanken f�llt mir der letzte Rest Heroin ein. Ich habe ihn vor Ashley verschwiegen und wollte ihn eigentlich noch wegschmei�en, habe es aber vergessen und bin nun froh dar�ber. Mit der letzten Kraft krieche ich langsam zu meinen Sachen und ziehe das rettende wei�e Pulver heraus. Es ist wenig, VIEL zu wenig f�r eine Ration, aber es wird gegen die Schmerzen helfen, es wird meinem K�rper ein Teil des Giftes wieder geben, nachdem er so sehr schreit.
~*~Ashley~*~
Nachdem ich mit den Jungs ein bi�chen was gegessen und geredet habe bin ich wieder auf dem Weg nach oben. Es scheint Eingebung gewesen zu sein, denn ich komme im richtigen Augenblick. July beugt gerade wieder �ber diesem Heroin, einem letzten Rest wahrscheinlich, und will diesen soeben durch die Nase aufnehmen. "NEIN! Lass das", schreie ich sogleich, komme auf sie zu und schlage ihr den Spiegel aus der Hand auf dem sie das Pulver zu einen winzigen H�ufchen zusammen geschoben hat. "Was hast du getan?", br�llt sie sogleich zur�ck. "Das einzigst richtige, ich habe deinen Entzug gerettet oder willst du etwa gleich wieder von dem Teufelszeug abh�ngig werden?!", antworte ich in der selben Lautst�rke. "Verdammt!!! Ich pack das aber nicht mehr, ich schaff das nicht", sagt sie jetzt leise und beginnt kr�ftig zu weinen. Ich knie mich zu ihr herunter und will sie in den Arm nehmen, und das erste mal seit 2 fast 3 Tagen l�sst sie das wieder zu. Sie dr�ckt ihren bebenden K�rper sogar richtig fest an mich. "Hey, bald hast du das schlimmste �berstanden. Morgen geht es dir sicher schon wieder besser. Du musst nur noch ein bi�chen durchhalten, ok? Nur noch ein bi�chen!" Meine Stimme klingt schon fast flehend. Nachdem wir uns wieder voneinander getrennt haben gebe ich ihr erstmal eine ganze Reihe Pillen, 30 Tropfen Valeron und reiche ihr u. a. die Flasche Wein. Es stimmt, heute geht es ihr am dreckigsten aus seit Beginn des Entzugs, aber alles hat mal seinen H�hepunkt erreicht und kann erst danach besser werden. Ich hoffe mal, dass sie mir im Nachhinein dankbar daf�r sein wird, dass ich sie vor dem Heroin bewahrt habe, wenn sie das alles �berstanden hat. Nachdem ich das H vollst�ndig beseitigt habe, damit sie auch ja nicht noch mal in Versuchung kommt, gehe ich unter die Dusche und anschlie�end sofort wieder zu ihr.
Auf dem Weg zum Bad bin ich den anderen begegnet, die sofort wissen wollten was los war, wegen dem Geschrei. Sie waren ziemlich von der Rolle als ich sie �ber die Sachlage aufkl�rte, genauso wie ich, als ich July �ber den Drogen erblickte. "Sie h�tte sich damit selber keinen Gefallen getan", hat Trev gesagt und ich konnte ihm nur zustimmen.
~*~July~*~
Ashley hat Recht. Am n�chsten Tag geht es mir schon wieder richtig gut. Ich bin allerdings immer anget�rnt, nicht nur vom Valeron. Ich schlucke weiter jede Menge Valium und kippe Wein drauf. Ich habe dadurch ein unheimlich gutes Feeling, obwohl sich mein vergifteter K�rper noch hin und wieder gegen den Entzug von H wehrt. Claire scheint sich auch richtig dar�ber zu freuen, dass es mir wieder besser geht, obwohl sie mich ja gar nicht so gut kennt. Durch sie bin ich aber auf eine wunderbare Idee gekommen. Vielleicht mache ich sp�ter beruflich auch mal irgendetwas mit Drogen, Beraterin oder so. Auskennen tu ich mich damit ja ziemlich gut und diese Richtung haben schon viele Ex-Junkies eingeschlagen, also kann man in dem Bereich leichter eine Stelle finden.
Am Abend diesen Tages kann ich mich auch endlich mal wieder etwas besser mit jemanden unterhalten. Die Jungs kommen abwechselnd rein, immer mal wieder, und fragen mich wie ich mich f�hle und ich kann ihnen diese Frage das erste mal seit Tagen wieder mit Worten beantworten.
Eigentlich h�tte ich am vierten Tag aufstehen k�nnen, aber ich blieb noch 3 weitere im Bett. Durch das Valium und den Rotwein kommt mir der Entzug jetzt gar nicht mehr so schlimm vor und ich freue mich riesig vom Heroin weg zu sein.
Am siebten Tag stehe ich dann das erste mal auf und gehe unter die Dusche, gleich am Vormittag. Ashley & Co haben mal wieder Proben & ein Interview und dann will ich am Abend, wenn sie heim kommen, doch mal wieder einen besseren Eindruck vor ihnen machen, als in den letzten Tagen. Anschlie�end setze ich mich zu Claire runter in die K�che, mit frisch gewaschenen Haaren und dem guten Duft des Duschgels. "Hey!", begr��t sie mich gl�cklich, als sie mich kommen sieht. "Dich erkennt man ja kaum wieder!" Nach dieser Aussage l�chle ich sie dankbar an. Mittags essen wir zusammen, ich wieder das erste mal nach 1 Woche, und unterhalten uns �ber Drogen, ihren Entzug, aber auch �ber ganz andere Sachen. Bis dann endlich die Guys nach Hause kommen.
~*~Ashley~*~
"Ash, du siehst fertig aus", gesteht mir Dan, als wir in den Van steigen um endlich nach Hause zu fahren. Ich fahre mir geschafft durch die Haare. "Ja, ich finde im Moment wenig Schlaf und die Tage kommen mir so lang vor", meine ich. "Es wird Zeit, dass der Alltag wieder bei uns einkehrt", sagt er daraufhin. Ich kann nur nicken. "Was ist jetzt eigentlich zwischen July und dir?", fragt er unterwegs. "Was soll da sein, Freundschaft eben", antworte ich und kann meine Betr�btheit dar�ber nicht ganz verbergen. "Nicht mehr? Ich dachte ihr habt euch schon gek�sst." "Haben wir ja auch, aber sie hat mir bereits in New York klar gemacht, dass das im Moment einfach zu viel ist." "Irgendwie kann ich sie verstehen. Es ist eh schon ein Wunder, dass sie dir nach so wenig Zeit total vertraut." "Da hast du Recht! Ich will mich ja auch nicht �ber die momentane Lage zwischen uns beschweren. Immerhin hat sie ihren Entzug so gut wie �berstanden." Und bei diesem Gedanken bin ich schon wieder richtig gl�cklich. Dieses Gef�hl steigt noch mehr, als ich sie zu Hause mit Claire im Wohnzimmer sitzen sehe, geduscht und l�chelnd. Das erste mal seit Tagen strahlt mir wieder ihr wundersch�nes Gesicht entgegen mit diesem einzigartigen L�cheln. Als sie mich entdeckt springt sie auf und l�uft in meine Arme, wor�ber ich mich noch mehr freue. "Danke Ash! Danke, dass du es verhindert hast, dass ich wieder was nehme, sonst ginge es mir heute noch nicht so gut! Ohne dich h�tte ich das nicht geschafft", sagt sie nach einer Weile in der wir einfach so dagestanden sind. "Du brauchst mir f�r gar nichts zu danken, ohne deinen Willen h�ttest du es erst recht nicht geschafft", erwidere ich und streiche ihr eine Str�hne aus dem Gesicht hinter ihr Ohr. "Ich lass euch dann alleine", h�ren wir Claire pl�tzlich sagen. "Und wir treffen uns mal, gell?!", f�gt sie noch an July gerichtet hinzu, diese nickt gl�cklich und bedankt sich auch noch einmal bei ihr. "Warte", sage ich und gehe mit ihr zur T�r, wo ich ihr noch ein letztes mal ihren Lohn gebe. "Danke f�r alles!" "Das ist schon ok, Ashley! Es war richtig sch�n mitzubekommen, wie es ein weiteres Opfer geschafft hat von dem Zeug weg zu kommen." Wir reden noch kurz und nach einem "Bis bald" geht sie.
~*~July~*~
Ich f�hle mich, als w�re ich ein neuer Mensch. Ich k�nnte im Moment die ganze Welt umarmen. Es ist das erste mal nach einer langen Zeit, dass ich es wieder Gl�ck nennen kann zu leben. "Na July, Hunger?", fragt Jacob. "Ja sehr!" Als ich mit Claire gegessen habe war es 11 a.m., jetzt ist es 8 p.m. "Ok, dann bestell ich uns mal eine Pizza", sagt er daraufhin. "Nichts da", lenkt Dan ein. "Zur Feier des Tages wird mal wieder etwas gekocht." Sogleich verschwindet er mit einem murrenden Erik im Schlepptau in der K�che. "Gehen wir raus in den Garten? Es kommt mir vor als w�re ich monatelang nicht mehr an der frischen Luft gewesen", wende ich mich in der Zeit an Ashley. Er grinst nur und wir verschwinden sofort nach drau�en. "Ich habe ganz vergessen wie sch�n die Natur sein kann", schw�rme ich sogleich. Wir setzen uns in die Wiese. "Hast du eigentlich jetzt das Gef�hl, dass dir irgendetwas fehlt im Leben?", fragt er. "Bis jetzt noch nicht, weil ihr da seid, weil ich abgelenkt werde. Ich hoffe, dass ich in der Zeit, wo ich mich alleine besch�ftigen muss, nicht wieder in ein tiefes Loch falle, aus dem ich alleine nicht mehr raus komme." "Wenn du willst, kannst du morgen mitkommen", schl�gt er daraufhin vor. "Sehr gerne", gestehe ich. Eine Weile sagen wir gar nichts und blicken einfach nur in den sternklaren Himmel.
Erst als uns etwas k�hl wird gehen wir wieder hinein und kurz darauf ist auch schon das Essen fertig. Es gibt Nudelauflauf mit Salat und anschlie�end Schokopudding und es schmeckt einfach super.
Am n�chsten Tag geht es erst zum Gesangstraining und dann ins Studio wo sie ihre neue Single "These are the days" aufnehmen. Ich habe total viel Spass, auch wenn ich die meiste Zeit nur rum sitze, aber f�r mich ist das ja alles ganz neu.
Abends bekommen wir bzw. die Jungs anscheinend noch einmal Besuch. Ich bin gerade in Ash�s Zimmer, als es an der T�r l�utet. "Wo ist er? Wo?", h�re ich eine weibliche Stimme sogleich rufen. "Ashley, Shelli ist da", ert�nt daraufhin Dan�s Stimme. Als ich das wahrnehme gehe ich zum Treppengel�nder um zu sehen, wer denn da zu Ashley m�chte. Ich stelle mich aber so hin, dass man mich von unten nicht sofort sieht. Wer mag das nur sein?
~*~Ashley~*~
"Verdammt, warum hast du nicht gesagt, ich sei nicht da?", fl�stere ich zu Dan. "Was soll ich ihr denn jetzt sagen?" "Sorry Ash, aber da musst du jetzt durch! Die Ausrede h�tte sie mir sowieso nicht geglaubt." Ich atme noch einmal tief durch und gehe dann zu Shelli ins Wohnzimmer. "Hi Shell! Sch�n, dass du da bist! Warum hast du denn nicht angerufen, ich h�tte dich doch vom Flughafen abgeholt", sage ich und versuche gute Miene zum b�sen Spiel zu machen. "Spar dir blo� deine Freundlichkeit. Denkst du nicht ich h�tte dich nicht st�ndig versucht anzurufen in den letzten Wochen, du hast dich ja �berhaupt nicht mehr gemeldet", beginnt sie sogleich. "Shell, jetzt beruhige dich doch! Ich war eben ziemlich im Stress." "Ich will mich aber nicht beruhigen. Wer ist sie, sags mir!" Na toll, was soll ich dazu jetzt sagen?! July und ich sind ja gar kein Paar und auf so etwas will sie ja hinaus. Sollte ich sie trotzdem erw�hnen, schlie�lich haben wir uns gek�sst und wir haben tats�chlich miteinander geschlafen?! "Ich wei� nicht was du meinst", versuche ich das Thema abzuschw�chen. "Du wei�t ganz genau was ich meine", erwidert sie noch etwas lauter und kommt n�her an mich heran. "Also, wie hei�t sie?" "Ok, wenn du es unbedingt wissen willst, sie hei�t July und ist EINE Freundin von mir. Ich habe mich wegen ihr in der letzten Zeit nicht gemeldet, weil sie einen Entzug vor sich hatte und ich ihr dabei helfen wollte." Ob das jetzt so gut war, dass ich das erw�hnt habe, wei� ich nicht. Aber mir ist im Moment nichts besseres als die Wahrheit eingefallen. "Das glaube ich jetzt einfach nicht, du betr�gst mich mit einer Drogenabh�ngigen?! Das ist ja wohl das aller letzte!" Ihre Stimme scheint nun endg�ltig zu beben und SO w�tend habe ich sie noch nie erlebt. "Es l�uft nichts zwischen uns und au�erdem verbitte ich dir die Art so �ber sie zu sprechen, du kennst sie doch gar nicht. Ich wollte dir eh schon l�nger sagen, dass es zwischen uns vorbei ist. Ich liebe dich einfach nicht mehr, Shelli!" Jetzt ist es endlich raus. Sie kommt wie eine Furie auf mich zu und gibt mir eine Ohrfeige. "Das wirst du noch bitter bereuen, das schw�re ich dir!" Gleich darauf zieht sie ab. In dem Augenblick erblicke ich July am Treppengel�nder. Wir blicken uns eine Weile in die Augen. "Es tut mir leid", sage ich irgendwann.
~*~July~*~
Im Moment wei� ich nicht was ich tun, sagen oder denken soll. Das er eine Freundin hat, oder besser gesagt hatte, ist nicht unbedingt das Problem, aber er hat sie vor mir verschwiegen. Vor ein paar Tagen noch w�re das ganze Vertrauen, dass ich schon zu ihm aufgebaut habe, jetzt wieder weg, weil er nicht ehrlich zu mir war, aber ich habe einiges begriffen. Es scheint als k�nne er meinem Blick nicht l�nger Stand halten, denn er dreht sich um und geht, w�hrend er sich die Wange h�lt. Automatisch gehe ich die Treppe hinunter und ihm nach. Er sitzt in der K�che. "Zeig mal her", sage ich und drehe sein Gesicht so, dass ich mir seine Wange anschauen kann. "Ist nicht so schlimm, es tut nicht mal weh", wendet er sich ab. "Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht von Anfang an ehrlich zu dir war, obwohl das unter den Umst�nden so wichtig gewesen w�re", meint er nach ein paar Sekunden. "Bestimmt habe ich damit jetzt alles wieder kaputt gemacht." Jetzt l�uft ihm eine kleine Tr�ne �bers Gesicht. "Hey, komm her!" Ich ziehe ihn in meine Arme. "Ich werde damit schon umgehen k�nnen, schlie�lich sind wir kein Paar." "Wirklich?" Ich nicke aufmunternd. "Sie war meine erste gro�e Liebe", gesteht er mir. "Es tut mir leid f�r dich", sage ich daraufhin. "Ist schon ok. Ich habe eben zu sp�t gemerkt, was f�r ein Mistst�ck sie in Wirklichkeit ist."
Durch diesen Abend habe ich sogar noch mehr Vertrauen zu ihm gewonnen. Wir haben das erste mal ein richtig ernstes Gespr�ch gef�hrt, das �ber 2 Stunden ging. Er hat mir alles �ber sich erz�hlt und ich �ber mich. Erst jetzt scheinen wir uns richtig zu kennen. Ich mag ihn, sogar sehr.
Sp�ter im Bett rutsche ich das erste mal n�her an ihn heran und nehme seine Hand in meine. "Wir haben es eben beide nicht leicht", meine ich. Ash l�chelt mich an. "Gute Nacht", sage ich noch und dr�cke ihm ein Bussi auf die Wange. Er scheint dar�ber ziemlich erstaunt, denn sein "Gute Nacht" kommt erst ein paar Sekunden danach. Bevor ich einschlafe rutsche ich jedoch wieder etwas weg und lasse auch seine Hand wieder los.
~*~Ashley~*~
Eigentlich ist es nur gut, dass es mit Shelli jetzt endg�ltig vorbei. Nat�rlich tut es mir leid, dass ich ihr so weh tun musste, schlie�lich habe ich sie mal geliebt, aber mein Herz schl�gt einfach nicht mehr f�r sie, es schl�gt f�r jemand anderes. Ich habe versucht mich dagegen zu wehren, aber es hat nicht funktioniert, ich habe mich in July verliebt. Ich werde ihr das nat�rlich nicht sagen, auch wenn es schwer f�llt, aber sie m�chte ja nicht mehr als Freundschaft, bis jetzt zumindest. Das einzigste was ich tun kann, ist zu warten, zu warten und zu hoffen. Was mich auch qu�lt sind die letzten Worte von Shelli. Ich werde es bereuen, hat sie gesagt. Was sie wohl damit meint? Ich hoffe nur mal, nichts schlimmes. Bis jetzt hatte sie eigentlich immer Charakter. Irgendwann schlafe ich �ber diese Gedanken ein und wache in der Fr�h viel zu sp�t auf. In letzter Sekunde werde ich noch fertig und wir verlassen doch noch p�nktlich das Haus, zusammen mit July.
Die n�chsten 2 Wochen sind ziemlich stressig, weil wir demn�chst wieder ein paar Auftritte in Orlando und Umgebung haben. Die Choreographen verlangen volle Leistung von uns und treiben uns bis ans Ende unseres Durchhalteverm�gens. Jeden Abend fallen wir todm�de ins Bett. Ich habe kaum bzw. gar keine Zeit mehr mich um July zu k�mmern oder mit ihr etwas zu unternehmen. Aber sie begleitet uns wenigstens die ganze Zeit und so kann ich auch immer ein Auge auf sie haben. R�ckf�llig ist sie bis jetzt noch in keinster Weise geworden und das Wort "Drogen" ist seit ihrem Entzug auch nicht mehr zwischen uns gefallen. Ich bin total gl�cklich, dass sie nichts zu vermissen scheint. Sie scheint eine der wenigsten Junkies zu sein, die mit einem Entzug das Kapitel Drogen wirklich f�r immer abschlie�en. Solche gibt es nicht viele. Ich wei� allerdings nicht wie es in ihr aussieht, ob sie sich da genauso f�hlt wie sie sich nach au�en hin gibt. In unserem Verh�ltnis hat sich bis jetzt nicht viel ge�ndert. Sie ist hin und wieder immer noch sehr zur�ckhaltend, aber in der Nacht sucht sie in der letzten Zeit mehr den Kontakt zu mir. Oft sieht sie mich auch mit einem ganz bestimmten Blick an, doch diesen kann ich nicht deuten.
Endlich, nach 2 � Wochen, in denen wir voll durch gepowert haben, haben wir mal wieder 2 Tage frei.
~*~July~*~
Ich f�hle mich jetzt schon seit meinem Entzug wie ein ganz normales M�dchen. Die Drogen geh�ren �berhaupt nicht mehr zu meinem Leben dazu. Ich habe hin und wieder schon meine Gedanken auf sie gelenkt, aber so richtig schlussgeil bin ich eigentlich nicht. Mein Leben scheint noch nie anderes gewesen zu sein, meine Vergangenheit ger�t immer mehr in die Vergessenheit. Ich h�tte nie gedacht, dass ich das schaffe nicht r�ckf�llig zu werden. Angst davor habe ich allerdings immer noch und deshalb begleite ich die Jungs ja auch immer und �berall mit hin. Wenn ich alleine w�re, w�rde die Situation wahrscheinlich eskalieren. Dann w��te ich nichts mit mir anzufangen und w�re ganz schnell wieder bei dem einen Thema.
Ich habe mich auch dabei ertappt, dass ich mich in der letzten Zeit mehr zu Ashley hingezogen f�hle. In einem Traum von mir haben wir uns schon gek�sst. Ich war ziemlich erschrocken dar�ber, weil ich nicht geglaubt habe jemals Gef�hle zu ihm oder irgendjemand anderes aufbauen zu k�nnen. Ich habe �fter das Bed�rfnis von ihm in den Arm genommen zu werden oder minutenlang in seine tiefblauen Augen zu schauen. Er hat mittlerweile mein vollstes Vertrauen. Vielleicht sollte ich es jetzt einfach zulassen. Es scheint mir der richtige Zeitpunkt zu sein und ich brauche auch keine Angst zu haben, wovor denn auch?! Einen besseren Menschen als ihn kann ich gar nicht finden.
Endlich haben die Jungs mal wieder frei. "Wollen wir ein bi�chen spazieren gehen?", frage ich Ashley als ich neben ihn auf die Terrasse trete. "Gerne", stimmt er zu. So schnappe ich mir seine Hand und wir gehen los. Wir gehen durch einen wundersch�nen Park, reden viel und erfreuen uns des sch�nen Wetters. Als wir uns auf eine Bank setzen muss ich ihm einfach wieder in seine wundersch�nen Augen schauen. Sie faszinieren mich unheimlich. "Ich frage mich immer was du in dem Augenblick denkst, wenn du mich so anschaust?!", sagt er und l�chelt mich an, was ich erwidere. Ich rutsche n�her an ihn heran. "Das kann ich dir nicht erkl�ren, ich kann es dir nur zeigen", meine ich und komme seinen Lippen nach und nach n�her, bis sie sich endlich wieder ber�hren, nach langer Zeit und vielen Strapazen.
~*~Ashley~*~
Ich kann nicht fassen was im Moment passiert. Die ganzen letzten Wochen habe ich mich danach gesehnt. Ich ziehe sie n�her an mich heran und auch sie kommt von sich aus immer n�her bis sie schlie�lich ganz auf meinem Scho� sitzt. Wir werden beide fordernder und unser Lippen scheinen stundenlang nicht ein einziges mal getrennt zu sein. Nach einer Weile l�sen wir uns voneinander, aber nur f�r Sekunden. Nach einem weiteren Kuss lehnt sie sich an mich. "Ich f�hle mich einfach zu dir hingezogen seit einer Weile und ich kann nichts dagegen tun. Ich denke, ich bin bereit f�r mehr", fl�stert sie und bei dem letzten Satz sieht sie mich wieder an. "Ich bin so gl�cklich", kann ich gerade noch s�useln, bevor wir uns erneut k�ssen. Die Drogen hatten einen v�llig anderen Menschen aus ihr gemacht, aber jetzt ist sie wieder die alte. Ich kannte sie zwar nicht, bevor sie in dieses Elend kam, aber so muss sie gewesen sein, als ihr Vater noch lebte. "Ich verspreche dir, dir nie weh zu tun", sage ich leise. "Ich wei�, dass du das nie tun w�rdest, sonst h�tte ich das alles nicht machen k�nnen. Ich vertraue dir!" Ich ziehe sie in meine Arme und dr�cke sie ganz fest an mich. Sie ist etwas besonderes, das wu�te ich bereits als ich sie das erste mal sah. Damals, als sie von dem einen Freier aus dem Auto geschubst wurde, mitten auf der Stra�e. Es muss Schicksal gewesen sein, dass ich zu dem selben Zeitpunkt dort war, anders ist es nicht m�glich. Ich war in Shelli verliebt, aber was ich f�r July empfinde ist unbeschreiblich.
Irgendwann gehen wir Arm in Arm nach Hause. Dort angekommen "verabschiedet" sie sich von mir um unter die Dusche zu gehen. "Ich lasse mich gl�cklich auf die Couch fallen und schalte den Fernseher ein. "Hey, was ist denn mit dir los?", grinst Dan und setzt sich zu mir. "Stell dir vor, mit July & mir hat es endlich geklappt. Ich habe gar nicht mehr daran gedacht, dass sie jemals mehr von mir m�chte als Freundschaft, aber da habe ich mich get�uscht", erz�hle ich ihm happy. "Ist doch super! Ich freue mich f�r euch! Siehst du, sie musste dich einfach noch besser kennen lernen!" Ich nicke.
~*~July~*~
Ich habe das Gef�hl noch nie gl�cklicher gewesen zu sein. Durch nichts in der Welt m�chte ich diese Empfindung gef�hrden. Ich denke ich bin nun auch von R�ckf�llen geheilt. Ich wei�, dass kaum ein Junkie es schafft, nach einem Entzug f�r immer davon los zu kommen, aber dann bin ich eben einer der wenigen und ich bin stolz darauf. Ich bin nur noch nach einem s�chtig, n�mlich nach ihm...und seinen K�ssen. Jedes mal sp�re ich 1000 Schmetterlinge in mir. Ich muss mich verliebt haben, auch wenn ich ihm Leben nie daran geglaubt habe. Die Dusche tut unheimlich gut. Als ich anschlie�end am Waschbecken stehe betrachte ich meine Narben. Durch sie werde ich meine Qualen wohl niemals ganz vergessen k�nnen. Doch auch f�r mich stand etwas gutes im Leben bereit.
Als ich schlie�lich fertig bin will ich wieder nach unten gehen, aber ich sehe in dem Augenblick Ash in seinem Zimmer verschwinden. So entscheide ich mich um und gehe ihm nach. Ich umarme ihn von hinten, wodurch er sich sofort umdreht. Er l�chelt mich an, beugt sich zu mir herunter und wir k�ssen uns. Ash l�sst sich auf das Bett fallen und ich beuge mich �ber ihn. Bis dahin ist auch noch alles in Ordnung, aber als wir uns dann drehen und er so �ber mir liegt, spielen sich sogleich wieder die schrecklichen Bilder meines letzten Freies, der mich so misshandelt hat, vor mir ab. "NEIN", rufe ich und krieche unter ihm hervor. Ich setzte mich an die Bettkante und Tr�nen laufen �ber meine Wangen. Nicht unbedingt wegen der Bilder, sondern auch wegen der Erkenntnis, dass mich noch immer �ngste verfolgen. Ich dachte ich h�tte sie hinter mir gelassen, aber in diesem Augenblick waren sie wieder da. "Hey, was ist denn los? Hab ich was falsch gemacht?", fragt Ashley. Ich sch�ttel den Kopf. "Nein, es liegt an mir. Es ist wegen dem letzten Freier. Er lag auch so �ber mir, bevor er da erste mal zuschlug", erkl�re ich. "Es tut mir leid, dass wusste ich nicht", sagt er und nimmt mich in den Arm.
~*~Ashley~*~
Ich wiege sie langsam hin und her und mit der Zeit beruhigt sie sich auch wieder. Ich gebe ihr einen Kuss auf den Kopf. "Ashley?", h�re ich sie pl�tzlich leise sagen. "Mmh?" "Es tut mir leid, dass ich...na ja, dass ich noch nicht kann." "Hey July, dass muss dir doch nicht leid tun. Das ist nicht schlimm. Wir haben doch alle Zeit der Welt." "Trotzdem, beim letzten mal habe ich mich auch nicht so angestellt." "Aber das war doch etwas ganz anderes, au�erdem finde ich, z�hlt das nicht. Es war nicht richtig damals", sage ich leise. Ich wische ihr mit dem Daumen die letzten Tr�nen weg. "Gehen wir wieder nach unten?", frage ich anschlie�end. Sie nickt. "Ah, da ist ja unser neues Liebespaar", ruft Erik als wir da Wohnzimmer betreten, wo alle versammelt sind. Wir grinsen beide. In dem Augenblick erblicken wir Claire. "Hey", ruft July sogleich freudig, l�uft auf sie zu und umarmt sie. "Na, dir geht es ja richtig gut. Darf ich das auf eine gewisse Person schlie�en", grinst sie und daraufhin l�cheln mich die beiden an.
Erik & Jacob waren vorhin noch einkaufen, weil beschlossen wurde, dass wir heute grillen. So verziehen wir uns jetzt alle in den Garten. W�hrend Dan den Grill anschmei�t und irgendwann die Steaks und W�rstchen drauf haut, decken Erik & ich den Tisch und July & Claire machen drinnen ein paar Salate fertig. "So, wer von euch H�bschen m�chte das erste Steak?", fragt Dan irgendwann und kommt an den Tisch. "ICH", schreit Erik sofort. "Hey, hast du dich verh�rt? Ich habe gefragt, wer von den H�bschen und damit meine ich immer noch die M�dels", erwidert Dan. Beleidigt und mit Schmollmund stellt Erik nun wieder seinen Teller ab. Wir anderen k�nnen uns ein Lachen nun nicht verkneifen. Schlie�lich nimmt er July�s Teller mit.
Bis sp�t in die Nacht sitzen wir noch drau�en, unterhalten uns und sind am lachen. Claire wurde nach einer Zeit m�de und hat sich nach 11 p.m. schlie�lich verabschiedet und auch July ist irgendwann in meinen Armen eingeschlafen.
~*~July~*~
Das nicht jeder Tag so sch�n sein kann wie der gestrige, merke ich gleich am n�chsten Morgen. Alle sind schon wach und wegen irgendetwas in gro�er Aufruhe. Noch leicht verschlafen komme ich schlie�lich nach unten. Ich h�re Ashley�s Stimme und es klingt so, als w�rde er telefonieren. "Wie kommst du dazu so etwas zu tun, nach alledem, was wir schon erlebt haben?!", schreit er. "Nein, mittlerweile tut es mir nicht mehr leid, dass ich dich verlassen habe! DAS werde ich dir niemals verzeihen, du bist das aller letzte. Wie konnte ich dich jemals lieben!" Zack, H�rer aufgelegt. "Ash, was ist den los?", frage ich sogleich und komme auf ihn zu. "Oh Honey, habe ich dich aufgeweckt?", versucht er abzulenken. "Nein, hast du nicht! Was ist passiert?" "Es ist wegen Shelli. Sie hat ihre Drohung von damals wahr gemacht", erz�hlt er endlich. "Es tut mir so leid, dass sie dich da mit rein gezogen hat." "Wieso? Was hat sie denn gemacht?", hake ich nach. Er geht mit mir zum Tisch und zeigt mir einen Artikel. Als erstes entdecke ich das gro�e Bild in der Mitte, dass mich und Ashley zeigt. Das wurde gestern im Park aufgenommen und man sieht uns k�ssend. Ich nehme mir einen Stuhl und setze mich um mir den Bericht genauer anzusehen und durchzulesen.
Liebe mit Umst�nden
Drogenabh�ngige mit Popstar Ashley (O-Town) liiert
Was Sie auf dem Bild sehen ist auf den ersten Blick einfach zu deuten: Ashley Parker Angel von der angesagten Band O-Town hat eine neue Freundin, July (17) (bislang ist nur der Vorname bekannt). Von einer Trennung mit Shelli hatte er bislang nichts bekannt gegeben, doch dieses Bild erkl�rt einiges. Eigentlich eine ganz normale Situation, wenn es da nicht die Hintergr�nde seiner neuen Liebe gebe, die uns Shelli White k�rzlich vorlegte: July ist drogenabh�ngig. Wir haben nachgeforscht und noch so einiges �ber sie heraus gefunden; July lebte bis vor kurzem noch in New York, wo sie sich durch Prostitution das Geld f�r ihre Drogen (�berwiegend Heroin) beschaffte. Alles andere kann man sich denken: Sie lernte Ashley kennen, die beiden verliebten sich und so kommt er nun f�r ihre Sucht auf. Was wohl seine Fans dazu sagen werden, dass der M�dchenschwarm nun seit neustem auf Junkies steht? Wir bleiben f�r Sie am Ball und versuchen noch mehr Informationen �ber July zu finden!
uws. usw.Der Rest interessiert mich gar nicht mehr. Ich bin geschockt. Genau das wollte ich verhindern. "Ashley...ich", will ich gerade anfangen, doch da l�utet es an der T�r. "Bin gleich wieder da", sagt er und geht �ffnen. Es ist Mike Morin. "Hallo July", begr��t er mich und setzt sich, genauso wie Ashley. "Ash, kann ich mal...", will Erik beginnen und st��t zu uns. "Jetzt nicht!", ert�nt es von Ashley & Mike gleichzeitig. "Es geht um den Bericht", beginnt Mike. "Das haben wir uns fast gedacht", antworte ich. Ich habe die Mikes in den letzten Wochen noch besser kennen gelernt und sie sind wirklich in Ordnung. Sie haben keine Vorurteile (mehr) mir gegen�ber und sind offen f�r alles. "Da hat uns Shelli eine ziemliche Schei�e eingebrockt", f�hrt er fort. "Das war ihre Rache, weil ich mit ihr Schluss gemacht habe. Ich habe vorhin mit ihr telefoniert wegen dem Artikel. Sie hat es gro�z�gig zugegeben, dass die Paparazzi und Journalisten durch sie auf die Sache aufmerksam wurden", erkl�rt Ash. "Wir k�nnen nur eins tun, n�mlich die Wahrheit ans Licht bringen. Ich habe f�r heute Nachmittag ein Interview angesetzt und es w�re gut, wenn du dabei w�rst." Mit den letzten Worten richtet er sich an mich. "Nat�rlich, es ist mir mittlerweile egal, dass alle erfahren, dass ich drogenabh�ngig war. Hauptsache ich kann endlich zeigen, dass ich das hinter mir gelassen habe", sage ich. So machen wir uns um 3 p.m. auf den Weg.
~*~Ashley~*~
Mir ist ziemlich unwohl bei der ganzen Angelegenheit und ich kann mir Shelli f�rmlich vorstellen, wie sie sich eins ins F�ustchen gelacht hat, als sie den Artikel las oder nach meinem Anruf und das wird sie sicher nachher noch einmal tun, wenn sie uns im Fernsehen sieht um die Sache so gut es geht wieder hin zu biegen. Nie h�tte ich gedacht, dass sie so wenig Charakter hat und somit zu so einer Tat f�hig ist. Ich hoffe nur, dass sie das ganze irgendwann noch einmal bereuen wird, denn zu ihr zur�ckkommen werde ich dadurch erst recht nicht. "Hey, was �berlegst du?", werde ich von July aus meinen Gedanken gerissen. "Ach, gar nichts", sage ich und gebe ihr einen Kuss. "Mach dir nicht so viele Gedanken, es ist eben passiert", versucht sie mich aufzumuntern. "Ich wei�!" Wir steigen ins Auto und brausen los. Im Studio angekommen sprechen wir vor Beginn noch kurz mit dem Interviewer, wie immer. "Wie f�hlst du dich?", frage ich sie, als wir nur noch auf unser Zeichen warten, um in den Aufnahmeraum zu gehen. "Ich bin ziemlich nerv�s", gesteht sie. "So geht es mir heute immer noch, obwohl ich schon 100de von Interviews hatte", grinse ich, was sie erwidert. Dann k�ndigt uns Jason, der das Interview leitet, schlie�lich an und wir gehen hinein. "Hallo Jungs, hallo July", beginnt er. "Sch�n, dass ihr heute bei uns vorbeischaut, um einiges klar zu stellen, wie ich schon eben erfahren habe." "Ja, es geht um den Artikel von heute morgen", ergreife ich das Wort. "Also stimmt es nicht, dass ihr ein Paar seid?" "Doch, mittlerweile schon, aber es geht uns in erster Linie darum July�s Hintergr�nde zu berichtigen." "M�chtest du vielleicht etwas dazu sagen, July?", wendet sich Jason an sie. "Sehr gerne", antwortet sie ihm. Wir haben vorher schon ausgemacht, dass Jason dann die Aufmerksamkeit auf July lenkt. Wegen solcher Dinge sprechen wir auch immer vor Interviewbeginn mit dem entsprechenden Leiter.
~*~July~*~
"Es stimmt, ich stand lange Zeit mit Drogen in Verbindung, fast 3 Jahre. Alles begann mit dem Tod meines Vaters. Er hatte einen Autounfall und anschlie�end bin ich von New Jersey abgehauen und kam nach New York. Ich wusste damals nicht wohin und schlo� mit Gruppen an, die mich annahmen. Zu sp�t bemerkte ich, dass ich mit ihnen bereits unter die falschen Leute geraten bin. Es fing harmlos an, wie bei allen, doch auch ich bin irgendwann beim Heroin angekommen und geriet in einen Teufelskreis. Es kam schlie�lich so weit, dass ich mir das Geld durch Prostitution beschaffen musste. Durch die Sucht machte es mir nach einiger Zeit kaum noch etwas aus, heute sch�me ich mich daf�r. Zum Gl�ck lernte ich dann Ashley kennen. Ich wurde von einem Mann �bel behandelt und er eilte mir zu Hilfe, weil er mit seinen Freuden zuf�llig in dem Auto sa�, dass hinter uns fuhr. Am selben Nachmittag gaben sie dann dieses Konzert f�r Stra�enkinder, wof�r sie ja eigentlich nach New York gekommen waren. Ich ging nach unserer Begegnung da hin und so sahen wir uns erneut. Es hat viele neue Begegnungen und lange Zeit gedauert bis ich wenigstens schon so viel Vertrauen zu ihm hatte, dass ich seine Hilfe annahm, die er mir seit unserem ersten Treffen immer wieder anbot. So war ich schlie�lich bereit einen Entzug durch zu ziehen und das nur durch ihn." Daraufhin blicke ich kurz zu Ashley und l�chle ihn an, bevor ich weiter erz�hle. "Es war f�r mich unglaublich. Wir kannten uns kaum, eigentlich gar nicht, und trotzdem wollte er mir helfen. Ich fasste immer mehr Vertrauen zu ihm. Die letzten 2 Tage in New York kam er f�r mein Heroin auf, weil wir erst in Orlando das ganze durchziehen wollten. Es stimmt also, dass er Geld f�r meine Drogen ausgab, auch wenn es mir nicht recht war. Zu der Zeit lief auch noch nichts zwischen uns. Ich konnte mich nur auf eins konzentrieren und das war der Entzug, also waren Ashley & ich eine gewisse Zeit lang nur Freunde. Ich habe mir dann auch in New York den letzten Druck gemacht und in Orlando habe ich dann auch sofort unter vielen Schmerzen mich einem Entzug unterzogen..."
~*~Ashley~*~
"Fast h�tte ich es nicht gepackt und w�re r�ckf�llig geworden, w�re Ashley da nicht wieder im richtigen Zeitpunkt zu mir gesto�en. So habe ich den Entzug letztendlich v�llig durchgezogen und bin nun seit mehr als 2 Wochen clean, sowohl k�rperlich auch aus geistig. Ich habe das hinter mir gelassen. Seit gestern habe ich eine neue Droge, n�mlich ihn". In dem Moment greift July nach meiner Hand, die ich daraufhin leicht dr�cke. "Ich hoffe, dass jetzt wirklich alle von der Wahrheit erfahren und bitte die Fans July so zu akzeptieren wie sie ist. Sie ist ein toller Mensch und ich habe sie unglaublich gern, auch wenn ihr Leben bereits viele Schattenseiten hatte", melde ich mich wieder zu Wort. "Ich bin richtig froh, dass das Ganze jetzt aufgekl�rt wurde. Wie steht ihr eigentlich zu July", wendet sich Jason nun an den Rest von uns. "July ist, wie Ashley schon gesagt hat, wirklich ein toller Mensch. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich und hat trotzdem nicht aufgegeben. Ich bewundere sie und wir alle haben sie ins Herz geschlossen, auch unser Management. Ich finde, sie ist ein Vorbild f�r andere Drogenabh�ngige, die vielleicht durch sie auch irgendwann mal die Kraft aufbringen, das zu leisten, was July bereits geschafft hat", antwortet Trevor. "Das ist wirklich sch�n zu h�ren. Jetzt noch einmal zu dir Ashley, wie findest du es, dass Shelli nach eurer Trennung mit July�s Geschichte an die �ffentlichkeit ging?" "Ich bin froh, dass das noch zur Sprache kommt, da sie sicher im Moment auch vor dem Fernseher sitzt. Ich bin ganz ehrlich, ich habe sie so nie eingesch�tzt und f�r eine solche Tat f�hig gehalten. Ich dachte immer sie sei ein guter Mensch mit Herz, habe mich aber in ihr komplett get�uscht, wor�ber ich sehr traurig bin. Ich wollte ihr nicht weh tun mit unserer Trennung, aber das sie dann gleich so reagiert, zeigt das sie keinen Charakter hat. Es ist schade zu glauben einen Menschen zu kennen und dann erst nach so langer Zeit sein wahres Gesicht zu erkennen. Ich w�re gerne mit ihr befreundet geblieben, aber jetzt sehe ich keinen Grund mehr darin", stelle ich dar. "Das kann ich verstehen! Es hat mich auf jeden Fall sehr gefreut, euch heute bei mir zu Besuch gehabt zu haben." Mit diesen und noch ein paar weiteren Worten ist das Interview abgeschlossen.
~*~July~*~
"Das hat doch super geklappt", grinse ich. Ashley nickt. "Geht es dir jetzt besser", fragt er. "Ja, und dir?" "Mir auch", l�chelt er und wir k�ssen uns. "Danke f�r deine lieben Worte, Trev", wende ich mich an ihn und umarme mich kurz. "Daf�r brauchst du dich nicht zu bedanken, ich habe nur die Wahrheit gesagt. Auch die anderen umarme ich noch kurz und bedanke mich bei ihnen auch noch einmal. Schlie�lich haben sie mir alle in der letzten Zeit sehr geholfen. Mit diesem Interview haben wir eine neues Problem gemeinsam gemeistert. Das zeigt, dass wir, wenn es wirklich drauf ankommt, wirklich zusammenhalten.
In den n�chsten Wochen ist es wieder etwas stressiger. Wir reisen viel zwischen Orlando und Miami hin und her und machen auch einen Abstecher nach Tampa und New Orleans. Bald ist das Album fertig und dann soll es auch wieder auf Tour gehen f�r die Jungs. Ich freue mich sehr darauf, weil ich dann u. a. auch Ashley�s Familie endlich kennen lernen werde. Zuvor steht aber ein erneutes Ereignis an, dieses mal im positiven Sinne: mein 18. Geburtstag. 3 Wochen nach dem Interview ist es endlich soweit. Ich habe ich mich angezogen und will gerade runter gehen, als Erik, Trev, Dan & Jake mich auch schon an der T�r abfangen. "Happy Birthday, July!", rufen sie alle gemeinsam. "Danke, ihr seid so lieb!" Nach einander knuddeln sie mich durch und dr�cken mir ihre Geschenke in die Hand. "Kuchen und alles weitere steht unten bereit, aber vorher m�chte dir Ashley noch alleine gratulieren", verr�t Jake und nach ein paar weiteren Minuten verschwinden sie wieder nach unten. Kurz darauf kommt Ash in mein Zimmer. "Happy Birthday, Honey! Alles, alles Liebe zu deinem Geburtstag", w�nscht er mir, kommt auf mich zu und k�sst mich ganz intensiv. "Danke mein, Schatz", sage ich daraufhin. Unser Verh�ltnis ist in der letzten Zeit erneut angestiegen und ich f�hle mich nun noch viel mehr zu ihm hingezogen, trotzdem ist noch nicht viel mehr zwischen uns passiert als k�ssen...bis jetzt. Ich f�hle mich langsam f�r mehr bereit. "Das ist f�r dich", l�chelt er und reicht mir eine kleine l�ngliche Schachtel. Ich setzte mich aufs Bett um sie zu �ffnen und er l�sst sich neben mehr nieder.
~*~Ashley~*~
Hoffentlich gef�llt es ihr! Langsam wickelt sie das Papier ab und �ffnet gespannt die Schachtel. Darin liegt ein silbernes Armband. Von allen die ich mir angeschaut habe, war dass das sch�nste, f�r mich zumindest. "Oh Ashley, das ist wundersch�n", sagt sie sogleich und ich merke an ihren Augen, dass das mehr als ernst gemeint ist. "Danke!" Sie umarmt mich fest und wir k�ssen uns. Danach helfe ich ihr dabei es dran zu machen. "Es freut mich sehr, dass es dir gef�llt", sage ich und l�chle gl�cklich. "Es ist wirklich wunder wundersch�n!" In den letzten 3 Wochen hat sich unsere Beziehung vertieft. Wir sind uns viel n�her gekommen, zwar noch nicht k�rperlich, aber daf�r anderweitig und das ist viel, viel wichtiger. Nachdem sie das Armband noch eine ganze Weile lang betrachtet hat packt sie noch die Geschenke der anderen Jungs aus. Von Erik bekommt sie eine Schneekugel. Es ist genau die, die sie vor ein paar Tagen in einem Schaufenster entdeckt hat und die ihr sofort unheimlich gut gefiel. Von Jacob bekommt sie 3 neue CDs, von Trev ein Buch �ber ein M�dchen, dass ebenfalls den Ausstieg aus der Drogenszene geschafft hat und von Dan einen Bauchnabelpiercing. Sie will sich demn�chst einen stechen lassen und jetzt hat sie wenigstens schon mal einen Stecker. Anschlie�end gehen wir gemeinsam nach unten, wo Erik schon ganz gierig die Torte anstarrt. Ja ja, unser kleines Moppelchen! "Danke f�r eure ganzen Geschenke, Jungs. Ich habe mich sehr dar�ber gefreut", sagt sie sogleich und umarmt jeden noch einmal. Dabei entdeckt Dan das Armband und h�lt daraufhin ihre Hand fest um es genauer zu betrachten. "Wow, wenn Ashley�s Liebe zu dir genauso viel wert ist wie dieses Armband, dann kannst du dich wirklich sehr, sehr gl�cklich sch�tzen", l�chelt er sie an. "Nein, die ist noch viel mehr wert", sage ich dazu und dr�cke July ein Bussi auf die Wange. "Ich hoffe du wei�t das", fl�stert er mir noch ins Ohr. "Nat�rlich, du l�sst sie mich jeden Tag sp�ren", erwidert sie. Wir l�cheln und k�ssen uns intensiv und lang. "Mann, k�nnen wir jetzt endlich was essen", unterbricht uns Erik. Wir k�nnen nur grinsen und setzen uns schlie�lich an den Tisch.
~*~July~*~
Ich hatte einen so sch�nen Geburtstag, wie schon lange nicht mehr und es sollte noch sch�ner werden. Claire kam auch vorbei und alle zusammen sind wir an den Strand gefahren. Da dieser ja etwa 1 � Stunden weit weg liegt, sind wir gleich nach dem Fr�hst�ck losgefahren und auch erst am Abend zur�ck gekommen, sonst h�tte sich das nicht rentiert. Wir hatten einen Spass wie noch nie. Jetzt bin ich aber wirklich m�de, eigentlich sind wir das alles. Jake ist derjenige der noch am besten seine Augen offen halten kann und deswegen ist er gefahren. "Ich gehe noch schnell ins Bad", sage ich zu meinem Schatz, als wir im Haus sind. "Mach das, ich leg mich schon mal hin", g�hnt er und wir "trennen" uns mit einem vielsagenden Blick. Im Bad wasche ich mir noch mein Gesicht, ziehe mir mein T-Shirt an und b�rste meine Haare, dann gehe ich zur�ck. Irgendwie habe ich das Gef�hl, dass der Abend noch nicht zu Ende ist f�r uns beide, trotz M�digkeit. Als ich die T�r �ffne ist jedoch alles dunkel. Ash schl�ft wahrscheinlich schon. Doch in dem Augenblick wo ich mich aus Bett setze und unter die Decke krieche hebt sich sein Oberk�rper und er setzt sich auf. Wir blicken uns in die Augen. "Ich dachte du schl�fst schon", s�usel ich. "Nein, ich habe auf dich gewartet", fl�stert er genauso angespannt zur�ck und kurz darauf treffen sich unsere Lippen. Es ist aber kein Kuss wie jeder andere, er ist irgendwie fordernder. Ich lege meine Arme um seinen nackten R�cken und dr�cke ihn n�her an mich heran. Auch seine Hand wandert den meinen auf und ab. Eine Weile geht es so weiter. "Ich bin bereit", sage ich schlie�lich leise. "Wirklich?", hakt er nach. "Ja, es ist ok!" Wir lassen uns zur�ck in die K�ssen fallen und k�ssen uns ununterbrochen. Seine Hand wandert langsam und ganz behutsam unter mein T-Shirt und ich empfinde dabei ein gutes Gef�hl. Das wir das ganze schon einmal gemacht haben, kommt mir gar nicht in den Sinn, weil es einfach anders ist. Es geschieht aus Liebe. Irgendwann zieht er mir mein T-Shirt ganz aus und beugt sich �ber mich um mein Dekollet� zu k�ssen. Dieses mal versp�re ich keine �ngste. Es war gut das wir noch gewartet haben, denn jetzt will ich ihn wirklich sp�ren.
~*~Ashley~*~
Es ist sch�n ihre zarte Haut mit meinen Lippen zu ber�hren, �berhaupt ist es sch�n ihre N�he zu sp�ren. Ich wandere mit meinen K�ssen langsam abw�rts bis zu ihrem Bauchnabel, umkreise diesen mehrmals mit der Zunge und komme dann langsam wieder nach oben, wobei ich habe etwas nach links abschweife. Ich merke wie sie langsam unruhiger wird und mehr m�chte, so wie ich auch. Wir drehen uns und nun ist sie diejenige die sich �ber mich beugt und meinen Oberk�rper k�sst. Dann beginnen ihre H�nde meinen K�rper zu erforschen. Ein unglaublich gutes Gef�hl breitet sich in mir aus und ich merke wie sehr ich July doch liebe. Dann treffen sich wieder unser Lippen. Unsere K�sse werden immer fordernder und st�rmischer. Allein darin besteht ein Unterschied zu dem ersten Mal, wo wir miteinander geschlafen haben. Damals haben wir uns nicht gek�sst, zumindest nicht auf den Mund, weil das in ihrer damaligen Situation nie in Frage kam. Ich wuschle etwas in ihren Haaren und wandere dann wieder mit meiner Hand den R�cken abw�rts. "Ash, ich will dich", h�re ich sie pl�tzlich sagen. "Ich dich auch", erwidere ich und so ziehe ich ihr den Slip aus und sie mir kurz darauf die Boxershorts. Dieses mal zieht sie mir das Kondom dr�ber, wir drehen uns erneut und unter sanften und zugleich schnellen K�ssen dringe ich in sie ein. Wieder passen wir uns gut an die Bewegungen des anderen an. Je n�her wir dem H�hepunkt kommen um so st�rmischer werden auch unsere K�sse. Als es dann soweit ist legt sie ihre Arm um mich und dr�ckt mich noch weiter zu ihr herunter. Unser Atem wird schneller und dann nach einigen Momenten wieder langsamer, als ich mich schlie�lich wieder von ihr herunter rolle. Einen Moment lang liegen wir einfach nur ersch�pft da, doch dann kriecht sie in meine Arme. "Es war sch�n", sage ich. "Das finde ich auch!" Einen Moment lang herrscht Stille in der wir uns einfach nur im Arm halten. "Ash, ich liebe dich", gesteht sie mir pl�tzlich. "Ich liebe dich auch", erwidere ich. Es ist das erste mal, dass wir uns das sagen. Dann schlafen wir ein.
~*~July~*~
Mit diesem Erlebnis sind wir am H�hepunkt unsere Beziehung angelangt. Noch n�her k�nnen wir uns nicht mehr kommen. Ich bin gl�cklich! Durch Ashley habe ich zur�ck ins Leben gefunden. Wer wei�, wie ich mittlerweile dran w�re, wenn wir uns nicht kennen gelernt h�tten. All das, was er f�r mich getan hat, kann ich nur damit wieder gut machen, dass ich ihm jeden Tag aufs neue meine Liebe und Dankbarkeit zeige und selbst das ist nicht genug. Ich habe einen Menschen gefunden, der mich mit seiner Liebe so sehr erf�llt, dass gar nichts anderes mehr in meinem Leben Platz hat und so vermisse ich auch nichts.
Heute, 2 Jahr nach dem ersten Treffen von Ashley & mir, haben wir eine Verabredung mit der Reporterin, die mich schon damals interviewt hat. Sie hat von meinem neuen Leben erfahren und kommt deshalb nach Orlando. Wir haben uns mit ihr in einem Caf� verabredet, wo sie auch schon auf uns wartet, als wir eintreffen. Als Begr��ung umarmt sie mich. Zum Ende hin erinnert sie mich an mein damaliges Zitat: "Wenn man aufh�ren m�chte, muss man wissen wof�r. Ich wei� es nicht!" Damit in Verbindung m�chte sie wissen welchen Grund es schlie�lich f�r mich gab, dass ich doch einen Entzug gemacht habe. "Ich h�tte das alles nicht ohne ihn gepackt. Er war mein Grund aufzuh�ren. Seine Art, seine F�rsorge und vor allem durch seine Hilfe habe ich den Ausstieg geschafft. Ich habe mich verliebt und das ist besser als jede andere Droge. Auch wenn ich damals noch nicht ganz so dachte, weil ich ihm noch keine Liebe entgegen bringen konnte, wei� ich heute, dass ich aus diesem Grund entzogen habe. F�r mich gibt es nichts wichtigeres mehr im Leben, als ihn", erkl�re ich und greife nach Ashley�s Hand, wodurch unsere Verlobungsringe entgegen blitzen.
Dieses Interview erschien in der selben Zeitung wie das vor 2 Jahren. July bekam viele Briefe von Drogenabh�ngigen, die beide Artikel �ber sie gelesen und allein durch sie auch den Mut zu einem neuen Leben entdeckt haben. Auch deshalb hat sie beruflich tats�chlich den Weg der Drogenberaterin eingeschlagen und war auch schon sehr erfolgreich. Durch ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Erfahrungen, ihren Willen und ihre �berzeugungskraft, die sie einmal von Ashley erhielt und nun an andere Betroffene weitergibt, schaffen viele weitere Opfer den Ausstieg aus der Qual.
1 Jahr sp�ter haben sie und Ashley im engsten Familien- und Freundeskreis geheiratet. Auch Claire war unter ihnen, die zu July�s besten Freundin wurde.