Keep on dreaming

Och ist das sch�n! Berliner verbarrikadieren sich in ihren Wohnungen vor der eisigen K�lte w�hrend ich mich an der warmen Luft und der Sonne Floridas vergn�gen kann.

Doch bevor ich mich am Strand r�kle, wache ich in meinem Hotelzimmer auf. Meine beste Freundin Judy und ich sind f�r die n�chsten zwei Wochen hier im sonnigen Florida und nicht wie die meisten Berliner im kaltem Deutschland. Tja, so ist das Leben, sch�n und gerecht!

"Na, was machen wir denn heute als erstes?", fragt mich Judy als sie 10 Minuten nach mir aus dem Bett gekrabbelt kommt. "Ich wei� noch nicht. Es ist ja erst 9.30!", antworte ich ihr. "Wie w�re es, wenn wir erst einmal die Stadt erkunden und dazu gleich noch shoppen gehen!?", schl�gt sie mir mit einem fragendem, aber dennoch grinsendem Gesicht vor. "Oh ja! Das find ich gut!", stimme ich ihr sofort zu. Wir sind zwar erst seit einem Tag hier, aber trotzdem k�nnen wir ja gleich unseren Freunden was kaufen. Dann brauchen wir das sp�ter nicht mehr machen!

"Aber bevor wir losgehen, gehen wir nach unten und fr�hst�cken gen�sslich!", beruhige ich sie, da sie schon nah dran war mir gleich zu sagen, dass ich mich beeilen soll.

Jede von uns beiden geht in ihren Raum zur�ck und zieht sich um. Mann, bin ich froh, dass wir beide so was wie eine Suite haben, aber dennoch jeder sein eigenes Zimmer.

Fertig angezogen gehen wir in die Lobby und bedienen uns an dem B�ffet. Das sieht alles so lecker aus!

W�hrend des Essens unterhalten wir uns noch weiter �ber unseren, endlich in Erf�llung gegangenen, Traumurlaub. "Ich kann es immer noch nicht fassen, dass wir endlich in Amerika angelangt sind! Und am besten, wir sind in dem Staat, in dem wir sp�ter wohnen wollen!", schw�rmt Judy. Und ich kann ihre Schw�rmerei vollkommen verstehen. Es war schon immer unser Traumland- Amerika!

Jetzt k�nnen Judy und endlich ich den Tag richtig starten. Nachdem wir mit dem Fr�hst�ck fertig geworden sind, fahren wir durch ganz Daytona. Es ist total lustig!

"Was h�ltst du von den Boxershorts f�r Steve?", frage ich meine Freundin um Rat. "Oh mein Gott!", lacht sie mit. "Du musst die unbedingt kaufen. Schon allein wegen dem Spiderman drauf!", stimmt sie zu. Und schon wird diese eingepackt.

"Braucht Anne nicht wieder einen neuen Bikini????", fragt sie mich diesmal. "Ja!" Jetzt h�lt mir Judy einen hin. Es ist ein t�rkisschwarzer Triangelbikini, der Anne richtig gut stehen w�rde. "Und Liz, wie findest du den?" "Der wird ihr richtig stehen. Dann geifern ihr die Jungs nur noch hinterher!", lache ich. Jetzt, wo wir in diesem einen Laden schon fast alles in der Hand gehabt haben, gehen wir zur Kasse und bezahlen.

Mit einem erleichterten Portmonee verlassen wir das Gesch�ft und betreten gleich das n�chste.

Auch dort finden wir etwas f�r Familie und Freunde. Es ist mittlerweile 14.47 und wir beide haben ziemlich gro�en Hunger.

"Wollen wir dort zu Mc Donalds?", richte ich meinen Zeigefinder in die Richtung des Fast Food Ladens. "Oh ja! Ich habe tierischen Hunger!", jault Judy. "Nicht nur du!", erwidere ich. Bei McD bestellen wir uns nat�rlich zum Nachtisch einen McFlurry. Bei dem Wetter kann man hier auch nichts anderes essen. Dagegen lutschen die Deutschen jetzt alle nur das Eis, welches an ihren Lippen vor lauter K�lte entstanden ist. Nach dieser St�rkung geht es auch schon weiter zum n�chsten Gesch�ft.

Als wir um 16 Uhr geschafft im Hotel wieder sind, bemerken wir doch erst, wie warm uns ist.

"Ich bin zwar total geschafft, aber trotzdem w�rde ich gerne noch an den Pool!", meint Judy, die schnaufend auf der Couch liegt. "Wirklich? Ich w�rde lieber zum Strand gehen. Der ist doch nur 10 Minuten entfernt, na ja, eher 6 Minuten!", kichere ich. "Ach nee. Ich bleib lieber am Pool!", so Judy. "Na gut, dann geh ich eben alleine!", grinse ich ihr zu und ziehe mir meinen Bikini an.

Ich geh im Kopf noch einmal alles durch, ob ich auch ja nichts vergessen hab. "Sonnencreme, hab ich. Handt�cher und Decke, hab ich. Meinen Bikini, hab ich an. Wechselsachen, hab ich. Buch zum Lesen, hab ich. Gut, dann hab ich alles!", rede ich innerlich mit mir. Oh, das sieht richtig sch�n aus am Strand. Ich suche mir einen geeigneten Fleck zum Liegen. Und da hab ich auch schon einen gefunden!

Ich breite meine Decke aus und creme mich erst einmal ein, will ja schlie�lich keinen Sonnenbrand. Die erste halbe Stunde sonne ich mich und schaue dem kleinen Jungen zu, der eine Sandburg baut. Da f�llt mir gerade ein, alles was die Deutschen jetzt bauen k�nnen, sind Schneem�nner. Dar�ber lach ich jetzt innerlich erst einmal fies, ist aber auch wirklich ZU sch�n. Ich liege hier in Florida bei 36 Grad und 33 Grad im Schatten. Tja, das Leben k�nnte im Moment nicht sch�ner sein!

Da f�llt mir gerade noch etwas ein, wor�ber ich fies grinsen muss. Wenn ich mir ein Kleidungsst�ck aus W�rme ausziehe, zieht sich ein Deutscher ein Kleidungsst�ck mehr an- aus K�lte! Nach einer ganzen Weile hab ich aber erst mal genug von der Sonne, ich geh mich jetzt im Wasser mal abk�hlen. Oh, ist das sch�n. Im Salzwasser ein paar Runden zu schwimmen. Und wisst ihr was? W�hrend meine Haare vom Salz des Wassers zusammen kleben, kleben den Berlinern die Haare zusammen wegen dem Eis, das sich in ihrem Haar bildet.

Das k�hle Wasser tut richtig gut auf meiner Haut, dennoch habe ich davon auch ziemlich bald die Nase voll. An meinem Platz angekommen, nehme ich mir mein Handtuch und trockne mich etwas ab. Danach lege ich mich wieder auf meine Decke und sonne mir diesmal den R�cken. Da mir etwas langweilig ist, hole ich meinen Discman und das Buch aus meinem Rucksack und besch�ftige mich mit der Musik von O-Town und dem spannendem Roman. Allerdings d�se ich sp�ter doch ein wenig vor mir hin, als pl�tzlich irgendwas an meinem Fu� knabbert. Ich schrecke sofort hoch und gucke den �belt�ter entsetzt an.

"CASH! Komm wieder her!", br�llt ein dunkelhaariger Typ. Der Hund, der vor mir sitzt, guckt sein Herrchen ganz lieb an. "Es tut mir wahnsinnig doll leid, aber der Kleine ist mir urpl�tzlich abgehauen!", entschuldigt sich der Typ. "Macht nichts. Das Knabbern hat ja auch nicht wehgetan!", versichere ich ihm. "Verzeihung! Ich bin Joel und das ist mein Hund Cash!", stellt er sich beide vor. "Freut mich!", reiche ich ihm die Hand. "Ich bin Lisa-Marie, aber nenn mich bitte Liz!", bitte ich ihn. "Die Freude ist ganz auf meiner Seite!", l�chelt er mich an. W�hrend ich Cash streichle, unterhalten Joel und ich uns etwas. "Und woher kommst du?", fragt er mich. "Willst du dich nicht erst einmal setzen?", biete ich ihm einen Platz auf meiner Decke an. "Meinetwegen!", l�chelt er. "So und nun, woher kommst du?", weiderholt er seine Frage. "Deutschland!" "Ach so?! Ich dachte, du kommst aus Kalifornien oder so. Also auf jeden Fall Amerika. Siehst n�mlich etwas aus wie eine Amerikanerin und sprichst auch so!" "Oh, danke!" Das fasse ich gerne als Kompliment auf, da ich Amerika liebe. "Und du?" "Ich wohn hier schon mein halbes Leben lang!", antwortet er mir. "Und wenn du willst, kann ich dir ja die Stadt n�her zeigen. Aber nur, wenn du wirklich willst!", schl�gt er vor. "Also, wenn du wirklich willst. Ich hab nichts dagegen, ich w�rde mich sogar dar�ber freuen!", versichere ich ihm. "Cool, also treffen wir uns dann morgen auf alle F�lle?", hakt er nach. "Sehr gerne!" Wir l�cheln uns jetzt beide an. Es herrscht eine kurze Stille.

"Cash scheint dich zu m�gen!", unterbricht Joel diese Stille. "Wirklich?" "Na ja, er knabbert nicht an jeden Fu� und er genie�t es auch nicht von jedem SO gestreichelt zu werden!", erkl�rt mir Joel. Daraufhin l�chle ich Joel einfach nur an. Mir f�llt gerade auf, dass er wundersch�ne braune Augen hat, in denen man richtig versinken kann. "Wei�t du zuf�lligerweise, wie sp�t es ist?", frage ich ihn. "10 nach 7!" "Wow, wie die Zeit vergeht, vorhin, als du dich gesetzt hast, war es noch 6 und jetzt ist es schon so sp�t!", bemerke ich. "Stimmt. Wir hatten halt ziemlich viel, wor�ber wir quatschen konnten!" "M�sste nicht eigentlich langsam der Sonnenuntergang anfangen?" "Eigentlich schon�", jetzt wendet er sein Gesicht zum Wasser. "�man sieht auch, dass die Sonne noch h�chstens 10 Minuten braucht, bis sie unten am Horizont ist!", antwortet er mir. Da mir jetzt doch k�hler ist, beginne ich damit, mir meine Kleidung wieder anzuziehen. "Willst du schon gehen?", fragt er mit einem entsetzten Unterton. "Nein! Mir ist nur k�hl!" Daraufhin guckt er erleichterter. Joel und ich sitzen immer noch nebeneinander und Cash liegt vor uns im Sand. "Guckst du dir oft den Sonnenuntergang an?", erkundige ich mich. "Ja, ich finde ihn immer wieder romantisch und wundersch�n!", sagt er mit sanfter Stimme, wobei er mich wieder ganz s�� anl�chelt. Oh Mann, ich bemerke gerade diese kleinen Biester in meinem Bauch. Ich verliebe mich einfach immer wieder ZU schnell!

Nach dem Untergang besteht er noch darauf, mich nach Hause zu bringen. Und da kann ich doch jetzt wirklich nicht "nein" sagen!

"So, das hier ist das Hotel, wo ich f�r die n�chsten 2 Wochen verweile!", l�chle ich ihn an. "Dann kann ich dich ja morgen um 12 hier abholen, oder?", fragt er vorsichtig nach. "Gerne! Ich freu mich schon!", sage ich offen und ehrlich. "Gut, dann bis morgen!" Er reicht mir zum Abschied die Hand und bevor er verschwindet, streichle ich seinen Hund noch einmal.

"Na, wieso strahlst du denn so?", fragt Judy mit Hintergedanken nach. "Oh mein Gott, du h�ttest da sein m�ssen!", fang ich an zu erz�hlen. "Ich lag da und habe mir meinen R�cken gesonnt und da knabberte mir ein Hund an meinem Fu�! Jedenfalls kam dessen Herrchen zu mir und entschuldigte sich daf�r! Er hei�t Joel, ist 16 Jahre alt und supers��. Er kommt von hier, hat mich f�r eine Amerikanerin gehalten, hat fast schwarze Haare und wundersch�ne braune Augen. Morgen holt er mich hier ab und zeigt mir die Stadt!", schw�rme ich im Schnelltempo. "Und da ich total kaputt bin, mache ich mich jetzt Bettfertig und bereite mich schon auf den morgigen Tag vor!", erz�hle ich ihr wieder in dem schw�rmenden Ton. Nachdem ich jetzt fertig bin, um zu schlafen, lege ich mich in mein Bett und muss noch eine ganze Weile an Joel denken. Aus diesem Grund kann ich auch erst nach 1 � Stunden einschlafen- mit einem L�cheln auf den Lippen!

Gleich als ich am n�chsten Morgen aufwache, ist Joel mein erster Gedanke. Noch v�llig schlaftrunken stehe ich auf und laufe erst einmal gegen einen Stuhl. "Au!", entf�hrt es mir. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, dass hier ein Stuhl stand, aber ok!

Ich gehe zum Fenster und ziehe die Jalousien hoch. "Oh, es schneit!", f�llt mir als erstes auf. Ja, es schneit! Moment�es schneit? Es schneit in Florida????? Nein,�es schneit in Berlin- wie jeden Tag!

Hosted by www.Geocities.ws

1