Annika Heeg
12.04.2004
Der Austausch 
Kapitel 1>
Weg von zu HauseEs begann alles an einem stinknormalen Vormittag vor etwa f�nf Jahren...
Ich stand um halb sieben auf, um mich f�r die Schule fertig zu machen. Wie immer hatte ich �berhaupt keine Lust, aber ich raffte mich dann doch immer wieder auf, da ich mir einredetet: "Es ist nur noch ein Jahr, Jenny, dann bist du endlich mit der Schule fertig!" Naja, also ging ich voller Erwartungen aus dem Haus und machte mich auf den Schulweg. Ich traf mich etwa auf der Mitte des Weges mit meiner besten Freundin Jamie und wir schlenderten dann so allm�hlich Richtung Klassenzimmer. "Oh nein, jetzt haben wir Malters", meinte Jamie. Das ist unser "Lieblingslehrer", den wir in Mathe hatten. Aber tja, wie es nun mal ist, mussten wir da jetzt durch. Nachdem diese Stunde �berstanden war, konnte es eigentlich nur noch besser werden.... Jetzt hatten wir Deutsch und ich dachte schon ich k�nnte mich auf eine weitere Schlafstunde gefasst machen, doch es kam alles anders.
Herr Schulz erz�hlte uns von einem neuen Austauschangebot, dass es ab diesem Jahr den Sch�lern erm�glichen sollte in einem anderen Land ihr Abi zu machen. Ich glaube in diesem Moment dachten ich und meine Freundin genau das Gleiche. "Endlich mal raus aus diesem Kaff." Zur Auswahl standen allerdings nur drei L�nder und zwar Polen, England und Belgien.
Mir war sofort klar: "Ich muss nach England." Schlie�lich lebt dort ja auch mein heimlicher Schwarm Duncan, einer von Blue. Ab dem Augenblick, als wir die Informationszettel bekamen, war ich so aufgeregt, dass ich keine Sekunde l�nger dem Unterricht folgen konnte. Als der Tagt dann endlich �berstanden war, verabschiedete ich mich noch schnell von Jamie und rannte so schnell mich meine Beine tragen konnten nach Hause. Zu Hause angekommen, v�llig aufgeregt und ganz au�er Atem, begann ich dann irgendwas von Austausch, weg hier, England und bitte zu brabbeln. Ich glaube meine Mutter hat nicht ein Wort davon verstanden und versuchte mich erst mal zu beruhigen. "Setzt dich erst mal, iss was und dann erz�hl mir alles in Ruhe", sagte sie. Zu meinem Bedauern gab es heute mal wieder irgend so einen ekligen Gem�seauflauf, doch selbst das konnte mich nicht mehr von meiner guten Laune abhalten. Also versuchte ich still zu halten und meiner Mutter alles in Ruhe und ganz ausf�hrlich zu erz�hlen. Zun�chst war sie nicht sehr begeistert und meinte so von wegen "Du und ein Jahr von zu Hause weg?" und "Das ist doch sicher viel zu teuer!" Naja, aber dank meiner hervorragenden �berredungskunst konnte ich sie dann sp�t am Abend doch noch davon �berzeugen. Und als sie dann endlich "ja, meinetwegen" sagte, war ich glaube der gl�cklichste Mensch auf der Welt! Ich rief sofort bei Jamie an, um ihr die super Nachricht mitzuteilen. Bei ihr war das mit der Erlaubnis eh kein Problem, da ihre Eltern genug Geld hatten und ihr auch so fast alles erlaubten. Wir quatschten noch bis sp�t in die Nacht und malten uns aus, wie es denn so in England sein k�nnte....Dann schlief ich endlich ein und tr�umte schon von einem Treffen mit Duncan.
Es waren noch etwa 4 Monate bis zum Austausch doch diese verflogen blitzschnell und nun war es schon fast so weit. Nur noch eine Woche bis es los ging.
Jamie und ich packten schon mal allm�hlich die Koffer, verabschiedeten uns schon mal von einigen Freunden und am letzten Tag vor der Abreise gingen wir noch mal richtig fett shoppen.
Kapitel 2>
Ankunft in EnglandNun war es so weit. Der Tag der Abreise war gekommen Unsere Eltern brachten uns zum Flughafen und verabschiedeten sich noch mal von uns. "Passt gut auf euch auf und macht keine Unsinn!" Naja, typisch Eltern eben. Als wir dann endlich im Flugzeug sa�en, konnte die Reise endlich losgehen. Jetzt waren wir wirklich auf dem Weg nach England. Ich konnte es immer noch nicht ganz fassen. Der Flug kam uns wie eine Ewigkeit vor, doch als wir dann am sp�ten Nachmittag am Flughafen in London ankamen, waren wir so �berw�ltigt, dass wir den ganzen Stress um uns rum verga�en. "England wir kommen", rief ich und wir rannten wie die Bekloppten zum Parkplatz, wo auch schon unsere vorr�bergehende Familie auf uns wartete. Jamie und ich hatten riesiges Gl�ck, dass wir zusammen in eine Familie kamen. Da hatten die anderen, die auch nach England flogen nicht so viel Gl�ck. "Aber was soll�s, hauptsache wir haben�s gut", dachte ich nur.
Nun ja und so war es dann auch. Die Familie lebte in einem kleinen Nebenort von London, war total nett und wir lebten uns auch sehr schnell dort ein. Auch in der Schule hatten wir einen super Anschluss gefunden und somit dachten wir kaum noch an zu Hause. Jetzt war dies, England, unser Zuhause.
Die ersten zwei Monate vergingen wie im Flug und wir hatten viele neue Freunde gefunden. Eines Tages, als wir im Schwimmbad waren, trafen wie einen netten Typen, namens Michael und es schien so, als w�re es bei ihm und Jamie Liebe auf den ersten blick gewesen. Und wie ich es auch schon voraus sah, waren sie nicht mal eine Woche sp�ter ein Paar. Ich freute mich nat�rlich sehr f�r die Beiden, doch dies erwies sich dann auch als eine der schlimmsten Zeiten f�r mich. Jamie hatte kaum noch Zeit f�r mich und so verbrachte ich viel Zeit allein. Doch dann geschah das Unfassbare.
Kapitel 3>
Im LokalIch ging mal wieder total frustriert ganz allein durch die Stra�en von London und wollte etwas shoppen. Doch irgendwie klappte das nicht so ganz, da ich zu deprimiert war. Doch ich raffte mich auf, lief in jeden Laden und kaufte auch so gut wie in jedem etwas. Es war einfach das totale Frustkaufen. Doch ich war fest davon �berzeugt, dass es wirken w�rde. Doch so war es leider nicht. Pl�tzlich tippte mich jemand von hinten an und ich lies vor schreck alle meine Einkaufst�ten fallen. Ich stand so neben der Spur, dass ich mich zun�chst gar nicht umsah und nur irgendjemanden "Tschuldigung, wollt dich nicht erschrecken!", sagen h�rte. Irgendwie kam mir die Stimme bekannt vor...vorsichtig drehte ich mich um und dann stand er tats�chlich vor mir. Duncan von Blue! Ich traute meinen Augen nicht, doch er stand wirklich vor mir. Das hatte ich mir insgeheim immer gew�nscht und nun war es Realit�t geworden. Er hob meine T�ten auf, entschuldigte sich nochmals und fragte nach meinem Namen. Ich war so starr vor schreck, dass ich keinen Ton rausbrachte. "Er redet mit mir", dachte ich nur. Das darf ich jetzt nicht vermasseln, redete ich mir ein, ich nahm all meinen Mut zusammen und sagte verlegen: "Hi, ich bin Jenny!" Ich dachte nur: "Puh, das war erst mal geschafft." Er l�chelte mich an und sagte "ich bin Duncan." "Das wei� ich doch, entgegnete ich ihm und brauchte denk ich auch ein kleines L�cheln �ber meine Lippen. Dunk l�chelte immer noch und fragte mich, ob er mich nicht zum Essen einladen k�nne, sozusagen daf�r, dass er mich so erschrocken hatte. Wie ihr euch sicher denken k�nnt, sagte ich nat�rlich "ja, klar!" So gingen wir ein paar Meter bis zum n�chsten Lokal und Duncan erz�hlte mir, dass er mich eigentlich nur nach der Uhrzeit fragen wollte, da er seine Uhr kurz zuvor verloren hatte und auch eh grad vor hatte, etwas zu essen. Das Lokal in dem wir ankamen war seht sch�n und ich hatte schon bedenken, ob wir �berhaupt einen Platzt bekommen w�rden. Doch dieses Problem erledigte sich wie von selbst, als ich erfuhr, dass dies das Stammlokal von Dunk ist und hier f�r ihn immer ein Tisch reserviert war. Der Tisch lag in einer einsamen Ecke und war mit ein paar roten Kerzen geschm�ckt. Dunks Lieblingsfarbe. Wir setzten uns und schwiegen uns erst mal kurz an, bis dann zum Gl�ck der Ober kam und die Stille unterbrach. "Wie kann man nur so bl�d sein! Man, Jenny, stell dich nicht so an und sag endlich mal was. Das ist deine gro�e Chance also vermassel es nicht!", redete ich mir selbst ein, doch irgendwie half es nicht wirklich! Wir bekamen die Speisekarten und es war durchaus mit Abstand die l�ngste Speisekarte, die ich je gesehen hatte! Sie hatte sicher an die 100 Seiten. Tja, wie�s wieder mal war, sprach mein Gesicht B�nde und Dunk sagte l�chelnd zu mir: "Lass die ruhig Zeit mit dem Aussuchen!" Oh, man, das war ja mal wieder echt peinlich! Und ich nickte mal wieder einfach nur und brachte immer noch kein Wort raus. Dann reichte es mir, ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte Dunk: "Was kannst du denn empfehlen?" Allerdings h�tte ich mir die Frage eigentlich auch sparen k�nnen, da ich die Antwort schon kannte! "Also ich ess am liebsten eingelegte Schnecken in Knoblauchbutter.", sagte Dunk, worauf ich nur noch sagte "Nein Danke, dann bleib ich doch lieber bei meiner Pizza!" Wie lachten beide und eine Sekunde sp�ter kam auch schon wieder der Ober, der unsere Bestellung aufnahm. Nun sa�en wir beide da, aber ich hatte das Gef�hl, dass sich die Stimmung langsam lockerte. So kamen wir allm�hlich ins Gespr�ch. Zwischendurch kam wieder der Ober, der uns das Essen brachte, doch ich war so ins Gespr�ch vertieft, dass ich dies kaum realisierte! Als wir mit dem Thema zuende waren, fingen wir erst mal an zu essen. Das gute Zeugs sollte ja schlie�lich nicht kalt werden. Ich a� eifrig an meiner Pizza, bis mich Duncan fragte, ob ich denn nicht mal von den Schnecken probieren m�chte. Ich wusste erst nicht so recht, was ich sagen sollte, denn dies war normalerweise gar nicht mein Geschmack. Aber ich dachte mir einfach: "Was hab ich schon zu verlieren?!?" Und so sagte ich etwas zur�ckhaltend "Ja, okay, probieren kann ich ja mal, so schlimm kann es ja nicht schmecken!" Also probierte ich und ich musste feststellen, dass es gar nicht so eklig schmeckte, wie ich mir vorgestellt hatte! Eigentlich schmeckte es sogar ganz gut. "Mhmm, schmeckt echt gut! Wieso hab ich das nicht schon fr�her mal probiert?" "Naja, die meisten denken es schmeckt so, wie es aussieht, aber die t�uschen sich halt alle! Ich liebe Schnecken in Knoblauchbutter!", sagte Dunk. Wir redeten noch ein wenig und als wir beide aufgegessen hatten, musste sich Duncan leider auch schon von mir verabschieden, da er noch zu einem wichtigen Fotoshooting musste. Ich dachte mir: "Was mach ich denn jetzt? Ich werd ihn wohl m�glich nie wieder sehen!" Doch ich brauchte gar nicht lang �berlegen, denn nur eine Sekunde sp�ter, fragte mich Dunk doch tats�chlich nach meiner Telefonnummer. "Das kann nicht wahr sein, ich glaub ich tr�ume", dachte ich, doch ich �berlegte nicht lange und gab sie ihm. "Darf ich dich anrufen?", fragte er leicht verlegen und ich h�tte bei diesem Anblick dahin schmelzen k�nnen. "Na klar, ich w�rde mich riesig freuen!" Ich glaube, ich wusste in diesem Augenblick nicht richtig, was gerade geschah! Duncan hat tats�chlich nach MEINER Nummer gefragt. Er verabschiedete sich noch mit einem Kuss auf meine Wange und dann war er weg.
Kapitel 4>
Jamie lernt Blue kennen, ich verliebe mich...Ich konnte es immer noch nicht fassen. Auf dem Heimweg lief ich sicherlich noch gegen 3,4 Leute, was daf�r sprach, dass Liebe wirklich blind macht. Zu Hause angekommen erz�hlte ich erst mal alles Jamie und Michael. Die glaubten mir zun�chst nicht, aber ich konnte sie dann doch davon �berzeugen, dass es der Wahrheit entsprach. Ich glaube das lag vielleicht auch ein wenig an meinem Grinsen, was den ganzen restlichen Tag anhielt und nicht von meinem Gesicht wich. Allm�hlich machte ich mich dann fertig und ging ins Bett. Es war schlie�lich schon sp�t und ich war totm�de. Am n�chsten Tag rief Duncan auch wirklich an und lud mich zum Eisessen ein. Wir am�sierten uns super und er gab mir zwei Karten f�r das n�chste Konzert in London. Ich ging nat�rlich zusammen mit Jamie hin und es wahr eine mega geile Show. Danach durften wir noch ein bisschen mit den Jungs feiern und Jamie lernte sie auch endlich mal alle kennen. Sie war auch total begeistert von Dunk und freute sich f�r mich! Von da an trafen Duncan und ich uns immer h�ufiger. Wie unternahmen alles m�gliche zusammen und ich verliebte mich richtig in ihn! Es war jetzt keine Schw�rmerei oder so mehr, sondern nun kannte ich ihn ja richtig und er war genau so, wie ich mir meinen Traummann schon immer vorgestellt hatte. Doch ich sagte ihm nichts von meinen Gef�hlen, da ich zu gro�e Angst hatte, dass es f�r ihn nur einen gute Freundschaft ist. Und die wollte ich nicht kaputtmachen.
Kapitel 5>
Das Gest�ndnis und der AbschiedWir trafen uns also weiter und eines Tages machten wir eine romantische Bootsfahrt mit Essen und Kerzenschein. Dann kam der Moment von dem ich schon lange getr�umt hatte! Duncan sagte mir, dass er sich in mich verliebt hat und gern mit mir zusammen w�re, es aber verstehen w�rde, wenn ich nicht so f�hlen w�rde. Doch dann platzte es auch aus mir heraus. "Ich liebe dich auch. Ich hab mich nur nie getraut es dir zu sagen!" Er l�chelte mich an und dann geschah es. Wir k�ssten uns z�rtlich und ich wollte, dass dieser Moment nie aufh�rt. Ab diesem Tag waren wir ein Paar und ich war mal wieder der gl�cklichste Mensch auf der Welt. Seit dem war nun ein halbes Jahr vergangen und als ich endlich mein Abi fertig hatte und meine Ausbildung zur Profit�nzerin beginnen wollte beschlossen wir beide bald zusammen zu ziehen. Aber da gab es ein Problem: Wir waren ja eigentlich nur zum Austausch hier in England und m�ssten eigentlich in 2 Monaten wieder zur�ck nach Deutschland. Ich entschloss mich dann schlie�lich dazu hier in England bei Duncan zu bleiben. Jamie tat es mir gleich und blieb auch hier. Sie und Michael lebte schon eine Zeit lang zusammen und f�r sie war es, wie f�r mich und Duncan, die gro�e Liebe! Und diese wollten wir auch nie wieder loslassen. Es war aber schon ein schwere Entschluss. Schlie�lich lebten all unsere Verwandten und Freunde in Deutschland. So beschlossen Jamie und ich, nach Ablauf des Austausches noch mal f�r 2 Monate nach Deutschland zu kommen. Und wir nahmen Michael und Duncan gleich mit. Schlie�lich sollten unsere Eltern ja diejenigen, die wir lieben und wegen denen wie nach England zogen auch mal endlich kennen lernen. Also fragte ich Duncan, ob er sich eventuell f�r 2 Monate oder weniger irgendwie freinehmen k�nnte. Dies konnte er zum Gl�ck, da Blue in dieser Zeit eh nur Pressetermine hatten, die die drei auch ohne Dunk machen konnten. Duncan war schon ganz gespannt mal meine Familie und meine Freunde aus Deutschland kennen zu lernen. Da ich mich mit seiner Mutter Fiona sehr gut verstehe hatte ich keine Bedenken, dass sich meine Eltern und Duncan nicht gut verstehen k�nnten. Nun waren es nur noch 2 Tage bis wir nach Deutschland flogen und wir vier waren alle schon flei�ig am packen. Als es dann endlich so weit war und wir in Deutschland ankamen, war ich doch pl�tzlich total aufgeregt. Was wenn sie ihn nicht m�gen? Aber das konnte ja eigentlich nicht sein. Und so war es auch nicht. Als wir beide bei uns zu Hause ankamen wurden wir herzlichst empfangen und meine Eltern konnten Dunk auf Anhieb leiden. Sie sagten mir, dass sie stolz auf mich sind, Dunk ein prima Kerl ist und er es auch wert ist, nach England zu ziehen. Alles lief super und die 2 Monate vergingen leider wie im Flug. Nun waren es nur noch 4 Tage bis ich endg�ltig nach England ziehen w�rde. Ich merkte allm�hlich, was es doch f�r ein Schritt war, sich von seiner Familie zu trennen, mir wurde bei dem Gedanken immer mulmiger zu mute. Dunk fragte mich noch einmal, ob ich das auch wirklich wolle, denn er wollte ja nicht, dass ich mit der Entscheidung ungl�cklich bin. Es war schon schwer f�r mich, aber der Gedanke, ein Leben ohne Dunk zu f�hren war noch 1000mal schlimmer, als der, meine Familie zu verlassen, Ich konnte sie ja schlie�lich immer mal besuchen kommen und sie mich auch. Mein Entschluss stand fest. Ich m�chte mein Leben mit Duncan verbringen und dort auch meine Tanzausbildung machen.
Kapitel 6>
Ein neues LebenDann war es soweit. Der Tag der Abreise war gekommen. Ich verabschiedete mich kurz und schmerzlos von allen, da ich keine Abschiede leiden kann und auch nicht anfangen wollte zu weinen. Dies gelang mir nicht ganz, aber in diesem Moment waren Duncan und ich auch schon auf dem Weg zum Flughafen. Ab nun w�rde ein neues Leben f�r mich beginnen und ich war sichtlich gl�cklich mit dem Gedanken. Schlie�lich war ja Duncan bei mir. Am Flughafen trafen wir dann Michael und Jamie. Jamie schien auch etwas bedr�ckt, aber auch gl�cklich. Als wir dann endlich im Flugzeug sa�en, schaute ich Jamie an, wir beide strahlten und ich sagte zu ihr: "Nun kann unser neues Leben beginnen!" Sie lachte und ich lachte mit. Zu Hause angekommen (also in unserem neuen zu Hause), musste nat�rlich erst mal gefeiert werden. Duncan hatte eine riesige �berraschungsfete f�r uns organisiert und all unsere Freunde eingeladen. Lee, Simon und Anthony waren nat�rlich auch dabei. Die Party war der Knaller und wir feierten bis ins Morgengrauen. Eine Woche sp�ter hatten Dunk und ich endlich eine sch�ne Wohnung gefunden und zogen zusammen. Ich hatte noch einige Zeit Heimweh doch das verging dann ganz schnell, als ich meine Tanzausbildung anfing. Es machte mir riesigen Spa�, doch leider konnte ich Duncan in dieser Zeit nur sehr selten sehen, da Blue auf Tour durch Gro�britannien waren. Als die Tour beendet war, kam Dunk auf die gro�artige Idee, dass ich nach meiner Ausbildung ja bei ihnen Tanzen k�nnte. So w�rde ich immer bei ihm sein. Dies war eine super Idee und erwies sich auch als �u�erst gut. Als ich dann n�mlich nach 2 Jahren endlich meine Ausbildung beendet hatte, durfte ich tats�chlich f�r Blue als T�nzerin arbeiten und war somit immer bei meinem Schatz. Kurz darauf machten sie eine gro�e Welttournee und wir kamen echt viel rum. Wir gingen uns auch nie auf die Nerven, sondern die st�ndige Zusammenarbeit schwei�te uns nur noch fester zusammen. Wenn dies �berhaupt noch m�glich war. So waren wir immer und �berall, Tag und Nacht zusammen und die anderen drei Jungs von Blue; Simon, Lee und Anthony wurden neben Jamie und Michael zu meinen besten Freunden. Einige Wochen sp�ter hatte nun scheinbar auch Lee seine gro�e Liebe gefunden. Sie hei�t Kathrin und ist echt total nett. Ich versteh mich super mit ihr. Sie ist nun zu meiner besten Freundin neben Jamie geworden.
Kapitel 7>
Der AntragZwei Jahre sp�ter waren wir immer noch total gl�cklich und konnten uns nicht vorstellen, wie es w�re, wenn wir uns nie getroffen h�tten. Ich war total gl�cklich ihn gefunden zu haben und wollte ihn auch nie wieder loslassen. Das sah Duncan genauso und am 9.6., meinem Geburtstag geschah es dann: Er stellte mir die entscheidende Frage. "Willst du meine Frau werden?", ich war kurz sprachlos, aber nat�rlich antwortete ich mit einem strahlenden L�cheln: "Ja, nat�rlich!" Da wir so schnell wie m�glich heiraten wollten, liefen die Vorbereitungen eine Woche sp�ter schon auf Hochtouren Es sollte eine riesige Feier mit all unseren Freunden und Verwandten werden und es erwies sich, als der sch�nste Moment in meinem leben. Die Nacht vor dem entscheidenden Tag war ich total aufgeregt und gl�cklich zu gleich. Nun w�rde ich endlich den Mann meiner Tr�ume heiraten. Ich wusste nicht genau, ob Duncan auch so aufgeregt war, denn ich �bernachtete diese Nacht bei Jamie, da es ja Ungl�ck geben soll, wenn der Br�utigam die Braut davor noch sieht. Als ich dann endlich einschlief, tr�umte ich von unserem ersten Date und erinnerte mich, wie sch�n es war. Am n�chsten Morgen war dann der absolute Stress. Wir heirateten in unserem kleinen Garten und es musste noch so einiges geschm�ckt werden. Au�erdem mussten Jamie und Kathrin mir noch beim Anziehen des Brautkleides, was sie zusammen mit mir ausgesucht hatten, helfen. Dann als ich das Kleid anhatte fehlten nur noch die traditionellen Sachen. Etwas blaues >ich nahm meine Ohrringe, die mir Dunk zum Einj�hrigen geschenkt hatte, etwas altes >eine Brosche meiner Mutter, die sie schon von ihrer Mutter bekommen hatte, etwas geborgtes> ein Armband, welches mir Kathrin mal geschenkt hatte und dann fehlte nur noch was neues. Daf�r hatte ich bis jetzt noch nichts gefunden und ich wurde etwas nerv�s. Dann kam aber die Rettung. Jamie gab mir eine wei�e Perlenkette, die sie den Tag zuvor extra f�r mich gekauft hatte, da sie ja wusste, dass ich noch immer nichts hatte. Nun war ich endlich fertig und es konnte losgehen. Als die Musik anfing zu spielen, ging ich mit einem strahlende Gesicht vor zum Altar, wo auch schon Duncan auf mich wartete. Vorneweg gingen meine zwei Brautjungfern, welche keine geringeren als Jamie und Kathrin waren. Am Altar angekommen fing der Pastor an zu reden, stellte uns beiden die entscheidende Frage, welche wir beide mit "Ja, ich will!" beantworteten und dann k�ssten wir uns z�rtlich. Nun war ich Jenny Inglis und total happy damit! Dies war echt das sch�nste Ereignis, was ich je hatte.
Nun sind wir schon seit zwei Jahren verheiratet und wir lieben uns immer noch so, wie am ersten Tag. Ein Leben ohne ihn ist f�r mich nicht mehr vorstellbar und wer wei�, vielleicht gibt es ja bald auch kleine Duncans und Jennys...