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Seite 12 - Extra Tipp am Sonntag , 23.06.2013 ,
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Leserbrief
Alleeschule in Anrath
Kein Bedarf für ein Bürger- oder Vereinshaus
Zum Schweigen fehlen mir die passenden Worte! Die Einkünfte für die
„Alleeschule" hat der Kämmerer im Haushalt 2013 fest eingeplant - HH
Seite 385, Willy Kerbusch hat das auch im letzten HUF noch einmal
klargestellt - und das wurde von der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich
einstimmig mit beschlossen. Also nicht nur die Mehrheitsfraktion, lieber
Friedel Kluth! Auch wenn die Anrather SPD gebetsmühlenartig bezüglich der
zukünftigen Nutzung der „Alleeschule' ihre Sonderauffassungen wiederholt,
so gibt es in Sachen „Alleeschule" Fakten, die unstreitig sind:
Aufgrund des demographischen Wandels wird die „Alleeschule" nicht mehr zu
schulischen Zwecken gebraucht. Ein Umbau in einen Kindergarten mit
1-6-jährigen Kindern ist nach Auffassung des Kämmerers wirtschaftlicher
Unsinn. Für die Anrather Vereine ist weitestgehend gesorgt. Alle sind und
werden in angemessenen Räumlichkeiten untergebracht und tragen die
Betriebskosten selbst. Ein vorbildliches bürgerschaftliches Engagement!
Auch der Bürgerverein Anrath bekommt nach Fertigstellung von ehemals „Knabben"
ein Zuhause und freut sich bereits darauf. Es ist nicht bekannt,
dass Anrather Vereine bei den Fraktionen des Rates oder der Verwaltung
einen Bedarf zur Mietnutzung des Alleeschulgebäudes reklamiert haben.
Die Anrather SPD agiert ohne Mandat und spielt mit den Gefühlen der Menschen,
denen die „Alleeschule" wie auch mir am Herzen liegt.
Die Auflagen an einen Investor sind benannt. Die Außenfassade wird erhalten bleiben.
Innen wird das Gebäude der zukünftigen Nutzung gemäß umgebaut werden können.
Der innenstadtprägende Charakter des Gebäudes bleibt damit erhalten.
Den dazu nötigen planungsrechtlichen Vorgaben hat die SPD im Planungsausschuss
ebenfalls zugestimmt. Der Stadtrat entscheidet weiterhin bei jeder Angelegenheit
in Sachen „Alleeschule".
Der von der Anrather SPD vorgeschlagene Umbau in ein, mal Bürger- mal Vereinshaus,
würde nach ersten Schätzungen (Berechnung der Kämmerei) weit über 1 Mio Euro
kosten, die Folgekosten bewegten sich im deutlich sechsstelligen Bereich.
Das ist angesichts der Haushaltslage der Stadt nicht finanzierbar.
Schon jetzt sind die Zuschüsse zu meinem großen Bedauern für die Jugendarbeit
der Vereine um rd. 100.000 Euro gekürzt. Soll das dann so weitergehen,
damit ein Gebäude finanziert werden kann?
Es gehört zu Klarheit und Wahrheit, dass die Anrather Genossen mit durchsichtigen
politischen Zielen einen Bedarf reklamieren, den es nicht gibt und der von der
Stadt nicht zu finanzieren wäre. Auch Kämmerer Willy Kerbusch wird da bestimmt
gerne jeden, der die Wahrheit hören will, Aufklärung erteilen.
Durch unseren Umsteuerungskurs wollen wir nun jedes Jahr den Haushalt mit 6 Mio.
Euro konsolidieren. Ob der Ansatz des Rates und des Kämmerers Früchte trägt,
werden wir am Jahresende sehen. Zusätzliche Begehrlichkeiten können nur
durch Umschichtungen kompensiert werden. Wer etwas Zusätzliches haben will
muss sagen, wo oder wem er etwas wegnimmt! Eine Schuldenpolitik auf Kosten
unserer Kinder und Enkel wird es mit der CDU nicht geben. Ich habe es in
allen meinen Funktionen jahrzehntelang mit Fleiß und Ehrlichkeit gehalten,
bin damit immer gut gefahren und würde mir das auch in der Diskussion in
Sachen Alleeschule wünschen. Es ist schade, dass eine Partei den guten Kurs,
auf dem die Anrather Innenstadtentwicklung sich befindet, um eines
vermeintlichen politischen Vorteils willen kaputt reden will.
Ich fordere die Anrather SPD auf mitzumachen und für ein noch schöneres,
liebenswertes Anrath und eine lebenswerte Stadt Willich zu arbeiten.
Dieter Lambertz, CDU Anrath
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