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Die Aktivitäten des AK-Umwelt sind folgende:
Umweltbildung betreibt der AK-Umwelt des Benediktinergymnasiums seit seiner Gründung.
In einzelnen Klassen werden z.B. auf die Probleme der Naturzerstörung hingewiesen und es
werden Möglichkeiten zur Lösung dieser Probleme genannt. Als Beispiele hierfür dienen
häufig Projekte von Naturschutzorganisationen. Mit Filmen dieser Organisationen wie z.B.
dem WWF wird der Naturschutzgedanke noch vertieft. Schon öfters wurden die Kinder auch
dazu angeregt selbst etwas zum Schutz der Natur zu unternehmen. Dies geschieht u. a. durch
die Teilnahme an Aktionen von Naturschutzorganisationen. Das Biotop wurde 1990 von Schülern angelegt, nachdem das Grundstück dafür von Herrn
Abt Dr. Edelbert Hörhammer dem AK-Umwelt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Das Biotop befindet sich an einem Westhang mit einer Hangneigung von 30 Prozent. Die
Fläche beträgt ca. 6600 Quadratmeter. Unmittelbar angrenzend befindet sich ein geschlossener
Bergmischwald. Mehrere kleine Flüsschen durchfließen das Biotop, welches zu zwei
Dritteln ein Feuchtbiotop ist, weshalb der Artenreichtum ziemlich hoch ist. Ein Teich wurde ausgehoben, in den die vielen kleinen Bäche münden. Dadurch kommen im
Biotop auch Wasserpflanzen und Tiere vor, die sich in Gewässern aufhalten. Libellen,
Schwimmkäfern, Gelbrandkäfern, Kröten, Fröschen und den selten gewordenen
Bergmolchen und Gelbbauchunken wurde damit ein neuer Lebensraum und eine Laichmöglichkeit geschaffen. Auch
eine Trockenmauer für Eidechsen und zahlreiche andere wärmeliebenden Tier- und
Pflanzenarten wurde angelegt. All diese Maßnahmen wären ohne die engagierte Mitarbeit
der Schüler nicht möglich gewesen. Belohnt wird dies durch die zahlreichen
Beobachtungsmöglichkeiten der Tier- und Pflanzenwelt. Es werden Analysen der Artenvielfalt in diesem Biotop gemacht. So konnte bereits
beobachtet werden, dass diese Vielfalt schon erheblich angestiegen ist. Auf der
Kuhweide um das Biotop herum kommen nur sehr wenige - 10 Mal weniger als im Biotop - Pflanzenarten vor und kaum Tiere.
Bisher konnten wir 40 Vogelarten und 10 Säugetierarten bestimmen,
die in unserem Biotop und im unmittelbaren Umkreis von 200 Metern vorkommen. Mit
Sicherheit haben wir noch nicht alle Arten bestimmt und werden noch weitere entdecken, was
in der nächsten Zeit Teil unserer Aufgaben sein wird. Besonders im Bereich der Amphibien und Insekten gibt es noch viel zu tun. Die Pflanzenvielfalt ist schon nach wenigen Jahren beeindruckend hoch. Bereits 130 Blütenpflanzenarten
konnten im Biotop dokumentiert werden. Beobachtungen unserer Umweltgruppe
zeigen, dass im Feuchtgebiet zur Zeit das Pfeifengras (Molinia caerulae)
dominiert. Im Frühjahr blühen dort die Mehlprimel und die Schlüsselblume, dann folgen die verschiedenen
Knabenkräuter, Hahnenfuß, Skabiose und Germer. Auf den trockenen Standorten finden wir
Frühlingsenzian, Berghahnenfuß, Wundklee, gelber Enzian, Deutscher Enzian, Schwalbenwurzenzian,
Gefranster Enzian, Silberdistel, Trollblume, das fleichfressende Fettkraut
und auch die seltene Teufelskralle, um nur wenige zu nennen. Entlang der kleinen Bäche
wächst hauptsächlich die Großsegge (Carex paniculata) und die Sumpfdotterblume. Durch
die erneute Entwicklung der ursprünglichen Pflanzengesellschaften hoffen wir, den
Insekten, Schmetterlingen und Käfern nach und nach ein Stück Lebensraum zurückzugeben.
In dieser Langzeitstudie wird sicherlich noch vieles zu entdecken sein, das wir bestimmen
und fotografieren, um so die Tier- und Pflanzenwelt unseres Biotops systematisch zu
dokumentieren. Angesichts der traurigen Tatsache, dass immer mehr wertvolles Brachland verloren geht,
Hecken abgeholzt und Feuchtgebiete trocken gelegt werden, kann unser Biotop wenigstens
einen kleinen Beitrag leisten, um zahlreichen, oft vom Aussterben bedrohten Pflanzen,
Vögeln, die immer weniger Schutz-, Nist-, und Nahrungsmöglichkeiten finden, sowie den
sehr bedrohten Amphibien und den vielfältigen Insekten wieder ein Stück natürlichen
Lebensraum zurückzugeben. Oberhalb des Biotops befindet sich der zwei Kilometer lange Waldlehrpfad, auf dem
mittlerweile 16 Schilder vor den jeweils dazugehörigen Baum- und Straucharten stehen und außerdem 12 Schilder über die
Evolution der Pflanzen, die ursprünglichen Wälder Europas, Wälder weltweit, Tiere
des Waldes u.v.m. Auf den Schildern unseres Waldlehrpfades erwähnen wir beispielsweise auch die Vorteile der Wälder
für Menschen und die ersten Erfolge von Natur- und Umweltschützern. Wir schlagen einen
Bogen von den ursprünglichen Wäldern bis hin zu den heutigen Wäldern und erwähnen
auch, dass der Schutz von unberührten Wäldern, beispielsweise in Nationalparks,
entscheidend wichtig ist, für ein lebendiges und naturnahes Deutschland. Seit Juli 2004 steht direkt am Biotop eine 2 x 1,25 Meter große Informationstafel über die Flora und Fauna
des Biotops. Diese Tafel wurde basierend auf den Facharbeiten zweier Biologie-Leistungskursschüler erstellt. Im Biotop und im angrenzenden Bergwald hat der AK-Umwelt bereits zahlreiche Nistkästen
für Sing- und Greifvögel aufgehängt. In den vergangenen Jahren wurden im Biotop ca. 100 heimische Sträucher gepflanzt. Unter anderem sind dies:
Weißdorn, Schlehe, Haselnuss, Brombeere, Hartriegel, Pfaffenhütchen, Schneeball, etc. Aktiv für den nationalen und internationalen Natur- und Umweltschutz hat sich unsere Umweltgruppe schon für
mehrere Naturschutzorganisationen mit Spendensammlungen, Informationsveranstaltungen und der Unterstützung von Kampagnen
eingesetzt. Besonders engagiert sich unser AK-Umwelt hierbei für den WWF (World Wide Fund for Nature) und den LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.).
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