Les Misérables

Les Misérables [German]

Disc 2

Disc 1:
Prolog Wen ha'm wir hier
Am Ende vom Tag Ich bin Herr im Haus
Ich hab' geträumt vor langer Zeit Der Handel
Leichte Mädels Schaut her
Die Prüfung (Wer bin ich) Stern
Fantines Tod Rot und Schwarz (Das ABC-Café)
Der doppelte Schwur Das Lied des Volkes
In meinem Schloß  

Prolog
Sträflinge:
Zu-gleich, zu-gleich, schau keinem ins Gesicht
Zu-gleich, zu-gleich, sonst überlebst du's nicht

Javert:
Bringt 24601 hierher zu mir
Bewähre dich, den Rest erläßt man dir
Weißt du, was das heißt?

Valjean:
Ja, ich bin jetzt frei

Javert:
Nein, du bist nur frei, bis du den Schein hier verspielst
Du bist ein Dieb

Valjean:
Ich stahl doch nur ein Brot

Javert:
Brachst in ein Haus

Valjean:
Ein Fenster ging entzwei
Die Tochter meiner Schwester war
Halbtot vor Hunger

Javert:
Hungern wirst auch du
Wenn du nicht lernst, was Recht und Ordnung heißt

Valjean:
Ich weiß, was neunzehn lange Jahre sind
Bestraft un versklavt

Javert:
Fünf Jahre für die Tat
Den Rest für jeden Fluchtversuch
Von 24601

Valjean:
Ich heiße Jean Valjean

Javert:
Und ich Javert
Vergiß den Namen nicht
Vergiß mich niemals, 24601

Sträflinge:
Zu-gleich, zu-gleich, sonst spürst du ihren Stab
Zu-gleich, zu-gleich, du stehst in deinem Grab

Valjean:
Ja, ich bin frei, die Erde schweigt
Ich fühl' den Wind, ich saug' ihn ein
Und ans Licht steigt, ein junger Morgen
Trink aus dem Quell, wie hell und klar
Tief im Gehirn brennt jedes Jahr
Nie vergeb ich, was sie getan
Sie nur sind schuldig, Mann für Mann
Der Tag beginnt, nun wird es Zeit
Was hält die Welt für mich bereit?

Zwei Wachtmeister:
Sag Hochwürden deine Beichte
Woll'n mal seh'n, ob sie ihm schmeckt
Du warst Gast hier letzte Nacht
Der Bischof hat für dich gedeckt
Dann, aus lauter frommem Mitleid
Für die schlimmen neunzehn Jahr'
Gab er dir angeblich Silber als Geschenk mit

Bischof:
Das ist wahr
Doch mein Freund, du gingst so plötzlich
Gut, daß du zurückgekehrt
Ich versprach dir diese Leuchter
Du erinnerst dich nicht mehr?
Gebt dem Mann die Freiheit wieder
Ich beschenkte ihn sehr reich
Meine Herr'n, ich dank Euch herzlich
Gottes Segen sei mit Euch
Denke stets daran, mein Bruder
Gott begleitet deinem Stern
Drum verwende dieses Silber
Nur im Sinne uns'res Herrn
Unser Heiland gab sein Leben
Nicht vergeblich war sein Schmerz
Gott erhebt dich aus der Schande
Und ich kauf für Gott dein Herz

Valjean:
Was ist mit mir? Herr Jesus, was ist mit mir?
Ich bin ein Dieb in der Nacht, ich bin ein räudiges Tier
Ist für mich alles zu spät? Hab ich den Teufel im Blut?
Und in meiner Brust nur den Schrei meiner Wut?
Den Schrei in der Nacht, den niemand erhört
Bin ich nach all meinem Elend nichts mehr wert?
Wenn es ein and'res Leben gibt
Hab ich's vor zwanzig Jahr'n knapp verpaßt
Immer auf der Flucht und das Herz voller Haß
Valjean numeriert und Valjean tätowiert
Ihre Ketten war'n beinah mein Tod
Für den Diebstahl von einem Stück Brot
Doch warum ließ ich diesen Mann
An meine Einsamkeit heran?
Er hat mich brüderlich behandelt
Er hat mir vertraut, hat mich verwandelt
Mein Herz gehört dem Himmel an
Wie kann das sein?
Mein Haß verbrannt mir die Welt
Ich war ein Leben lang allein
Aug' um Aug', Zahn um Zahn
In der Brust einen Stein
So war ewig mein Leben
Wird es je anders sein?
Ein Wort von ihm, ich muß zurück
Wie ein Stück Vieh an seinem Strick
Statt dessen schenkt er mir die Freiheit
Die Scham in mir glüht wie ein Messerstich
Auf meine Seele käm' es an, was denkt er sich?
Was läg' dem Himmel schon daran?
Gibt's einen andern Weg für mich?
Ich verliere jeden Halt
Nacht bricht über mich herein
In den Strudel meiner Schuld
Sinkt mein altes Leben ein
Ich verschwinde aus der Welt
Aus der Weld des Jean Valjean
Jean Valjean ist gar nichts mehr
Ein neues Leben fängt nun an

 

Am Ende vom Tag
Die Armen:
Und am Ende vom Tag bist du einen Tag älter
So war's immer, so bleibt's, das ist unser Geschick
Hier frißt jeder jeden auf, denn kein Mensch wird uns Gnadenbrot geben
Und wir warten lebenslang, aber worauf?
Ein Tag weniger Leben
Und am Ende vom Tag bist du einen Tag kälter
Die paar Fetzen am Leib halten Hagel nicht ab
Jeder, der uns betteln sah, eilt vorbei an unser'm Verderben
Und der Winter ist fürchterlich nah, weiß wird das Grab
Ein Tag näher am Sterben
Doch am Ende der Nacht gibt's ein böses Erwachen
Und die Sonne am Morgen bringt Feuer und Licht
Unser Meer verschlingt den Strand, und ein Sturm wird aus unseren Qualen
Uns're Not nimmt sich das Land, und die Satten, sie werden bezahlen
Dann wird kurzer Prozeß gemacht
An der Wende der Nacht

Arbeiter:
Doch am Ende vom Tag soll'n die Faulen verfaulen
Als ob ich nicht wahrhaftig genug Sorgen hätt
Ich hab Kinder zu ernähr'n, uns're Kinder werden nicht fett
Und ich freu mich auf jeden Tag Lohn, und auf mein Bett
Und wir danken den Herren

Verschiedene Frauen:
Schaut euch an, wie der Vermann vor Männlichkeit schwitzt
Und wie keuchend sein stinkender Atem ihm geht
Bei der kleinen Fantine ist er glatt abgeblitzt
Seine Hose wird enger, je strammer er steht

Arbeiter:
Doch am Ende vom Tag ist die Mühe vergessen
Wenn das Geld in der Tasche für's Nötigste reicht
Zahl die Miete, zahl den Wein, heute abend von allem das Beste
Morgen kannst du sparsam sein, oder prügel dich wieder um Reste
Einmal krieg ich, was ich mag
Ganz am Ende vom Tag

Mädchen:
Und was ha'm wir hier, kleine Unschuld vom Lande?
Mach schon, Fantine, zeig her was man schreibt
"Liebe Fantine, zahl uns diese Rezepte
Dein Mädchen braucht Hilfe, verlier keine Zeit"

Valjean:
Was soll der Lärm vor unser'm Tor?
Wollt ihr wohl auseinandergehn
Diese Fabrik ist doch kein Tollhaus
Ich bitt' euch, Mädchen, haltet ein
Ich bin der Bürgermeister hier
Und möcht' es gern noch länger sein
Ich denke, du klärst alles auf
Doch mach die Sache nicht zu groß

Vormann:
Raus mit der Sprache, was war los?

Mädchen:
Wenn man's richtig bedenkt, sie allein macht hier Ärger
Sie versteckt ihre Tochter und tut so adrett
Dafür zahlt sie einem Kerl, möchte wissen, wo sie das wohl hernimmt
Woll'n wir wetten? Sie schafft dafür an, abends im Bett
Ob der Chef das wohl gern sieht?

Fantine:
Ja, ich habe ein Kind, eine schwerkranke Tochter
Doch der Vater verriet uns und ließ uns allein
Ein Paar Wirtsleute nahm sich das Mädchen ins Haus
Und ich zahle dafür, was soll schlimm daran sein?

Arbeiterinnen:
Wenn man's richtig bedenkt, das ist wirklich die Höhe
Wenn das jeder so machte, wo käm' man da hin?
Wir tun anständig unsere Pflicht, sie verdient ihr Geld nicht mit den Händen
Schick die Schlampe schleunigst weg, sonst wird jede hier so wie sie enden
Hier kriegt keine was geschenkt
Wenn man's richtig bedenkt

Vormann:
Hab' ich mir's gedacht, das Kätzchen schurrt
Hab' ich mir's gedacht, das Miststück hurt
Sie hat doch irgendein Geheimnis
Ach, ja, die heilige Fantine
Die immer unberührbar schien
Doch jetzt durchschauen wir dein Spiel
Und was zuviel ist, ist zuviel
Spielst hier die Jungfrau, doch bei Nacht
Hast du's noch keinem schwergemacht

Mädchen:
Sie hat jeden geliebt, doch bei dir nur gelacht

Arbeiterinnen:
Sie hat sich und uns alle unmöglich gemacht

Mädchen:
Wenn sie bleibt, dann geh'n wir

Arbeiterinnen:
Heut' noch fort mir ihr

Vormann:
Tja, mein Schatz, raus mit dir

 

Ich hab' geträumt vor langer Zeit
Fantine:
Einst hab ich manchen Mann gekannt
Ihre Stimmen waren sanft, ihre Worte geheuer
Einst hab ich lichterloh gebrannt
Und die Welt war ein Lied, und das Lied war aus Feuer
Es war einmal und ist nicht mehr
Ich hab geträumt vor langer Zeit
Von einem Leben, das sich lohnte
Von Liebe und Unsterblichkeit
Vom guten Gott, der mich verschonte
Da war ich jung und ohne Angst
Und Träume gingen wie sie kamen
Ich find dir, was du auch verlangst
Für jede Freude einen Namen
Doch die Tiger in der Nacht
Wittern gierig deine Wunden
Reißen wild an deinem Herz
Sie zerfleischen deinen Traum
Der Sommer, als er bei mir schlief
War wie ein uferloses Wunder
War Kind noch, als er nach mir rief
War Mädchen, als der Herbst begann
Ich träum noch heut, er kommt zurück
Gemeinsam trotzten wir den Jahren
Doch wir sind nicht gemacht fürs Glück
Für seine Stürme und Gefahren
Ich hab geträumt, mein Leben wär
Ein Schicksal außerhalb der Hölle
Gott gibt den Wünschen keinen Raum
Nichts blieb mir mehr von meinem Traum

 

Leichte Mädels
Matrose:
Ich riech' Weiber, Spaß liegt in der luft
Hier geh ich vor Anker und dann folg' ich diesem Duft
Leichte Mädels halten für mich still
Junges festes Hühnchenfleisch in Fummel und in Tüll
Setzt die Segel, auf sie mit Gebrüll

Huren:
Leichte Mädels, liebeskriegsbemalt
Tag und Nacht geöffnet, wenn man unanständig zahlt
Leichte Mädels machen alles mit
Kerle, dies ist euer Tanz und ihr bestimmt den Schritt
Wenn ihr prall seid, machen wir's zu dritt

Alte Frau:
Hast schönes Haar, das ständ' auch mir wunderbar
Hast du ein Glück, ich zahle zehn Francs, mein Schatz
Für die Perück'

Fantine:
Verschwinde, faß mich nicht an

Alte Frau:
Ich schwör es dir, mehr gibt dir keiner dafür
Denk doch mal nach

Fantine:
Wenn ich sie hätt'

Alte Frau:
Denk doch mal nach

Fantine:
Was soll ich tun? Wenn ich sie hätt'
Gäb's endlich Hilfe für Cosette

Huren:
Alte, Junge, immer 'reinspaziert
Hafenratten und Mulatten, heiß und tätowiert
Feine Pinkel, feist und prominent
Faß in ihre Hosen und schon sind sie impotent
Bargeld bleibt das schönste Kompliment
Leichte Mädels schau'n hinaus auf's Meer
Möchten auf die Reise gehen ohne Wiederkehr

Fantine:
Komm schon, Käpt'n, laß die Stiefel an
Endlich mal ein Stückchen Fleisch, das sich nicht wehren kann
Feuchte Hände, Augen voller Gier
Gut, daß du den Haß nicht siehst, es ekelt mich vor dir
Spürst du's nicht? Du legst dich auf ein kaltes totes Tier

Bamatabois:
Die sagt mir zu, ich glaub, da werf ich mich drauf
Komm näher, du, erst will ich sehn, was ich kauf
Dein Honorar hängt davon ab, wie es war

Fantine:
Euch will ich nicht
Nein, nein, Monsieur, laßt mich gehn

Bamatabois:
Was hast du vor? 'Ne krumme Tour?

Fantine:
Um keinen Preis

Bamatabois:
Was fällt dir ein
Du kleine Hur', du bist zu dreist
Was beim Fleicher mein Recht, ist bei Nutten wohl billig
Zuerst wird geprüft, was ich teuer bezahl'
Die Hure ist still und bescheiden und willig
Der Freier ist König, die Hure bedient ihn, sie hat keine Wahl

Fantine:
Verschwinde, sonst schlag ich den Schädel dir ein
Selbst eine Hur', die im Elend verkommt, beugt sich nicht einem Schwein

Bamatabois:
Bei Gott, dafür wirst du bezahl'n
Dich laß ich bluten, denk daran
Ich garantier' dir schlimmste Strafe
Für deinen feigen Mordanschlag
Auf eines Ehrenmannes Wohlergeh'n

Fantine:
Ich bitt' Euch, zeigt mich nicht gleich an
Ich tu, was immer Ihr verlangt

Bamatabois:
Erkläre das der Polizei

Javert:
Sagt mir schleunigst, was gescheh'n ist
Was? Warum? Und wo und wer?
Gebt mir gründlichste Beschreibung
Jede Auskunft braucht Javert
Dieses Schangennest ist tückisch
Wer was weiß, der trete vor
Wer verletzte diesen Herrn hier?
Wird's nun bald? Ich bin ganz Ohr

Bamatabois:
Javert, man sollt's kaum glauben
Ich kam harmlos aus dem Park
Als die Hure hier mich ansprang
Ihr könnt seh'n, es blutet stark

Javert:
Man wirt sie zur Rede stellen
Sie entgeht der Strafe nicht
Ich versichre Euch, mein Herr
Daß gesteh'n wird vor Gericht

Fantine:
Und was wird aus meinem Mädchen?
Guter Herr, sie ist noch klein
Großer Gott, wenn ihr mich einsperrt
Wird sie bald gestorben sein

Javert:
Bin gewöhnt an solche Szenen
Seh' sie schon seit zwanzig Jahr'n
Deine Worte, deine Tränen
Kannst du dir getrost erspar'n
"Pflicht ist Pflicht, tu sie gern
Dann gefällst du Gott dem Herrn"

Valjean:
Ich bitt' Euch, haltet ein, Javert
Ich glaube, diese Frau hat recht

Javert:
Herr Bürgermeister

Valjean:
Ich brauch Euch nicht mehr, laßt sie gehn
Ein Arzt muß her, es geht ihr schlecht

Javert:
Herr Bürgermeister

Fantine:
Kann das sein?

Valjean:
Ihr armes Kind, wie grausam Menschen sind

 

Die Prüfung (Wer bin ich)
Valjean:
Er glaubt, der Mann sei ich, schon auf den ersten Blick
Der Fremde, den er fand, er sichert mir das Glück
Laß Irrtum Irrtum sein, ich rett' ihm nicht die Haut
Ich hab' so lang gekämpft und so viel aufgebaut
Gnad mir Gott, wenn ich mich zeig
Doch er verdammt mich, wenn ich schweig
Ich bin der Herr über viele Familien
Sie schau'n zu mir auf
Wie soll es weitergehn, wenn ich mich stellte
Und gäb' alles auf?
Gnad mir Gott, wenn ich mich zeig
Doch er verdammt mich, wenn ich schweig
Wer bin ich?
Soll dieser Mann für mich in Ketten geh'n?
Ich würde noch im Schlaf sein Elend seh'n
Ganz schuldlos trägt er mein Gesicht
Das Urteil aber meint doch mich
Wer bin ich?
Ich fliehe vor der Wahrheit Jahr für Jahr
Als sei ich nicht der Mann, der ich doch war
Und wenn ich sterb', wird auf dem Stein
Mein Name eine Fälschung sein
Wenn ich lüg'
Wie könnt' ich jemals wieder aufrecht geh'n
Und jemals wieder in den Spiegel seh'n?
Mein Leben hab ich Gott geweiht
Der Handel gilt für alle Zeit
Er gab mir Kraft, ich war verlor'n
Durch ihn erst wurde ich gebor'n
Wer bin ich? Wer bin ich?
Bin Jean Valjean
Und nun, Javert, tu deine Pflicht
Der Sträfling, den du suchst, bin ich
Wer bin ich? 24601

 

Fantines Tod
Fantine:
Cosette, mein Kind, du frierst
Cosette, dein warmes Bett ruft
Du hast den Tag verspielt
Und bald beginnt die Nacht
Komm, Cosette, wie wild die Schatten wandern
Schau hinauf, der Abendstern verneigt sich
Komm zu mir und träum' in meinen Armen
Die Sonne wird davongejagt, die Nacht kennt kein Erbarmen
Halt mich fest, ich will dich nicht verlieren
Winterwind heult wütend um die Türen
Alles dunkel, ich kann dich nicht mehr sehen
Ich sing dich in den Schlaf und morgen früh wirst du verstehen

Valjean:
Oh Fantine, uns bleibt nicht mehr viel Zeit
Doch Fantine, ich schwöre dir bei Gott

Fantine:
Schaut, Monsieur, die Kinder sind so froh

Valjean:
Komm zur Ruh', wart', ich deck' dich warm zu

Fantine:
Doch Cosette

Valjean:
Wird immer bei mir bleiben

Fantine:
Nehmt sie jetzt

Valjean:
Es wird ihr an nichts fehlen

Fantine:
Guter Herr, Euch schickt wohl Gott im Himmel

Valjean:
Und keiner tut Cosette ein Leid, so lange, wie ich lebe

Fantine:
Helft mir auf, die Nacht wird immer kälter

Valjean:
Fantine, ich stütze dich

Fantine:
Grüßt mein Kind, es kommt in gute Hände

Valjean:
Fantine, ich schütze dich

Fantine:
Großer Gott, bleibt bei mir bis ans Ende
Und sagt Cosette, ich lieb' sie und ich seh sie morgen früh

 

Der doppelte Schwur
Javert:
Valjean, 's ist aus mit Bürgermeisterei
Dein wahres Kettchen wiegt so schwer wie Blei

Valjean:
Bevor du weitersprichst, halt' ein, Javert
Bevor du mich mit Lust in Eisen legst
Hör, was ich sag, etwas bleibt für mich zu tun
Dies Mädchen hinterläßt ein kleines Kind
Nur ich allein kann ihm zur Seite steh'n
In Gottes Namen, gib mit drei Tage Zeit
Ich komm' zurück, ich geb' mein Wort
Ich komm' zurück

Javert:
Ich wär schön verrückt
Ich jag dich durch die halbe Welt
Ein Mann wie du bleibt immer gleich
Ein Mann so wie du

Valjean:
Glaub von mir doch, was du willst
Ich hab dem Mädchen einen Eid geschwor'n
Was weißt du von meinem Leben?
Ich hab nur ein Brot gestohl'n
Du weißt nichts von wahrem Leid
Ja, du wünscht, ich wäre tot
Doch voher sorg' ich für Gerechtigkeit

Oh ich warne dich, Javert
Ich bin stärker, als du glaubst
Ich hab Kraft für hundert Mann
Ich mache noch nicht Schluß
Ja, ich warne dich, Javert
Trau dich ja nicht zu mir her
Sonst bis du ein toter Mann
Ich tue, was ich muß
Javert:
Dreck wie du bleibt immer gleich
Dreck wie du bleibt immer gleich
Immer, 24601

Ich bin hier das Gesetz, komm und gehorch
Komm mit mir, 24601
Endlich will der Wind sich dreh'n
Jean Valjean muß untergeh'n
Spiel mir nicht die Unschuld vor
Und daß das Schicksal dich zerreibt
Jeder Mensch, von Grund auf schlecht
Muß selber sehen, wo er bleibt
Was weißt du schon von Javert?
Gitter brach mein Wiegenlicht
Dreck sah meiner Mutter zu
Ich stamm' aus dem Dreck wie du

Valjean:
Bei allem, was mir heilig ist

Javert:
Ich find dich, du entkommst mir nicht

Valjean:
Dein Mädchen hat es bei mir gut

Javert:
Wo immer du dich auch versteckst

Valjean:
Und ich geleite sie ins Licht

Valjean und Javert:
Ich schwör es dir, bei meinem Blut

 

In meinem Schloß
Cosette:
Nachts baut der Schlaf ein Schloß für mich
Das fegt ein Zauberbesen blank
Keiner ist müde oder krank
In meinem Schloß gibt's sowas nicht
Fünfhundert Kinder lad' ich ein
Wir lassen keine Großen rein
Nichts wird gestohlen, nichts zerbricht
In meinem Schloß gibt's sowas nicht
Dort wohnt die Fee im weißen Kleid
Die hat für alle Kinder Zeit
Sie leuchtet mir wie ein warmer Stern
Sie sagt, "Cosette, ich hab dich furchtbar gern"
Kommt zu dem Schloß, wo keiner weint
Wo jeden Tag dis Sonne scheint
Keiner hat Tränen im Gesicht
In meinem Schloß gibt's sowas nicht

 

Wen ha'm wir hier
Madame Thénardier:
Wen ha'm wir hier? Das Fräulein faulenzt herum
Ist wieder mal zu fein, um seine Arbeit zu tun
Wehe dir, wenn ich dich erwische
Ich hau dich windelweich
Zehn miese Francs schickt deine Mutter
Meinst du, das macht mich reich?
Den Eimer, schnell, du kleine Mademoiselle
Jetzt lauf und hol uns Wasser aus dem Quell
Warum haben wir dich nur genommen?
Wenn ich daran denke, dann packt mich die Wut
Das Kind wie die Mutter, ich hab's doch gewußt
Éponine, komm mal her, Éponine, laß dich sehen
Das Hütchen in Blau, wie famos steht es dir
Du weißt, was dir steht, wie man Mutter entzückt
Und du weißt, was sich schickt
Und ich danke dem Himmel dafür
Noch da, Cosette? Hör auf zu heulen, wird's bald
Ich sagte, hol uns Wasser aus der Quelle im Wald

 

Ich bin Herr im Haus
Thénardier:
Immer herein, ich krieg' Sie satt
Ich bin der beste Wirt in der Stadt
Die Konkurrenz panscht und betrügt
Rechnet euch schwindlig, knausert und lügt
Selten finden Sie soviel Sympathie
Ein Ehrenmann bin ich, drum beehr'n Sie mich
Ich bin Herr im Haus, schleimig und charmant
Halte meine auf und küsse ihre Hand
Ich bring euch in Schwung, manchmal auch in Wut
Meine Gäste lieben mich als Tunichtgut
Alles gäb ich her für Freunde, aber wie ein jeder weiß
Gehört dir nichts, dann biste gar nichts, jedes Ding hat seinen Preis
Ich bin Herr im Haus, ich bin hier Dompteur
Nehm euch einen Sou ab oder auch mal mehr
Wasser in den Wein, wenn ihr nicht mehr steht
Krall' ich euren Klunker, weil ihr doppelt seht
Waren Sie mit mir zufrieden? Hat's euch wieder Spaß gemacht?
Für euch tu ich doch alles, aber wartet, wer als Letzter lacht

Chor:
Er ist Herr im Haus, wer's auch immer sei
Keiner kommt an diesem Schwadroneur vorbei
Bei den Armen groß, bei den Reichen klein
Jedem Kunden will er Freund für's Leben sein
Jeder möchte mit ihm trinken, jeder mag sein Fuchsgesicht

Thénardier:
Pass auf auf deine Tasche, diese Flasche kriegst du Flasche nicht
Treten Sie an, was darf es sein?
Mein Haus ist Ihr Haus, ruh'n Sie sich aus
Mächtig was d'rin, welch eine Last
Wir sind bemüht, erleichtern den Gast
Schon verschmort die Gans, schon verdampft das Fett
Das fürstliche Menü ist sogleich komplett
Alles erste Wahl, weiß doch jedes Kind
Stopft es in den Fleischwolf und schon nennt sich's Rind
Leber von der Katz, Niere aus dem Pferd
Inhalt uns'rer Wurst kenn ich nur ungefähr
Welches Zimmer darf ich richten? Voll ist nur die Hochzeits-Suite
Preis ohne Extras, was dann ein paar Extras nach sich zieht
Aufschlag für die Laus, Extra für die Maus
Zwei Prozent sind Stufengeld für's Treppenhaus
Zeiten sind brutal, Schulden sind horrend
Bei geschloss'nem Fenster schlafen, drei Prozent
Gott diktiert mir nicht die Preise, da gibt's eine Menge Tricks
Wie das immer mehr wird, wie die Börse leer wird
Nein, nicht nur die Kosten sind hier fix

Chor:
Er ist Herr im Haus, wer's auch immer sei
Keiner kommt an diesem Schwadroneur vorbei
Bei den Armen groß, bei den Reichen klein
Jedem Kunden will er Freund für's Leben sein
Jeder möchte mit ihm trinken, jeder mag sein Fuchsgesicht

Thénardier:
Doch bin ich etwa Krösus, Jesus, für Garderobe haft' ich nicht

Madame Thénardier:
Ich träumte oft, ein Prinz wollt' mich entführ'n
Warum im Himmel mußt mir so'n Kerl passier'n?
Der und Herr in Haus? Selten so gelacht
Stammtischphilosoph der nichts als Bockmist macht
Taschendiebgehirn, glaubt, er hätt' Esprit
Glaubt, er wäre gut im Bett, bloß ich merk's nie
Welcher böse Dreh des Schicksals gab mir statt 'nem Pelz 'ne Laus?
Was hab ich erduldet neben diesem Bastard hier im Haus

Chor:
Er ist Herr im Haus

Madame Thénardier:
Na, das möcht' ich seh'n

Chor:
Jedem Kunden will er

Madame Thénardier:
An die Wäsche geh'n

Chor:
Bei den Armen groß, bei den Reichen klein

Madame Thénardier:
Speichellecker, Heuchler und auch sonst ein Schwein

Chor:
Dreimal Hoch auf unser'n Wirt hier, nie geh' ihm der Fusel aus

Thénardier:
Wir erheben unser Glas

Madame Thénardier:
Daß du dran erstickst du Aas

Alle:
Wir erheben unser Glas auf den Herrn von diesem Haus

 

Der Handel
Thénardier:
Herr, was nun, solch ein Schreck
Nehmt Ihr uns unser Goldkindchen weg?
Unser Glück, unser Schatz
Keiner liebt so wie wir diesen Spatz
Liebe war's, nicht nur Pflicht
Klein-Cosettchen verschachert man nicht
Ach, Fantine, kannst nicht sehn
Deinem Kind ist nur Gutes geschehn
Es vertraut uns ja blind so als wär's unser eigenes Kind
Unser Kind, Monsieur

Valjean:
Das alles spricht für Euch, mein Herr
Damit die Trennung leichter fällt
Sprechen wir nicht von Handel und Geld und Gier
Ich hoffe doch, Euch reicht das hier?

Madame Thénardier:
Wir wär'n quitt, Euch sei Dank
Aber leider, sie war so oft krank
Das schluckt mehr als man denkt
Medizin wird weiß Gott nicht verschenkt
Doch daran sparten wir nicht
Das versteht sich, das ist Christenpflicht

Die Thénardiers:
Eines noch, nehmt's nicht krumm
Hier schleicht mancher Halunke herum
Ihr seid sehr drauf erpicht
Eure Absichten kennen wir nicht

Valjean:
Schweigt jetzt still, ich bezahl
Fünfzehnhundert für all Eure Qual
Komm, Cosette, Abschiedszeit
Wir woll'n fort von hier, schleunigst und weit
Für Cosette vielen Dank
Euer Schmerz dauert sicher nicht lang

 

Schaut her
Die Bettler:
Schaut her und seht die Lumpen und das Leid
Schaut her und habt Erbarmen, wenn ihr könnt
Schaut her und seht den Abschaum uns'rer Zeit
Schaut her, schaut her, bevor ihr weiterrennt

Gavroche:
Wer seid denn ihr? Gavroche bin ich
Dies ist mein Volk und mein Revier
Gibt euch der Anblick einen Stich?
Dann seid so gut und zahlt dafür
Dies sind die Unteren Zehntausend
Von Saint Denis bis Saint Michel
Ihr amüsiert euch bratenschmausend
Wir schlagen uns ums Rattenfell
Bist du arm, bist du Tier
Kommt mit mir, kommt mit mir

Die Bettler:
Schaut her und habt Erbarmen, wenn ihr könnt
Schaut her, schaut her, bevor ihr weiterrennt

Bettlerin:
Halt' ich es dann aus? Zeit, daß du erkennst
Weg von meinem Pflasterstein, du muß viel lernen hier

Junge Prostituierte:
Alte Fledermaus, blödes Nachtgespenst
Ich zumindest geb' den Herr'n ein bißchen Spaß dafür

Bettlerin:
Jeder hat vor dir Schmerzen, wenn er pißt
Jeder, der dich anfaßt, liegt am Ende in der Kist'

Zuhälter:
Laß die alte Kuh, such dir'n andern Strich
Früher war sie Nutte, heute ist sie nicht ganz dicht

Die Bettler:
Endet das denn nie? Soll das weitergeh'n?
Etwas muß passieren, Leute, etwas muß gescheh'n
Aber schnell, aber schnell...

Enjolras:
Wo sind die hocherlauchten Herr'n
Die unser Land zum Abgrund führ'n?

Marius:
Ein Mann allein und zwar Lamarque
Spricht aus, was alle Menschen spür'n

Die Bettler:
Kinder brauchen Brot, Schuhe an den Zeh'n
Herrgott, hilf uns aus der Not, dein Wille soll gescheh'n
Er soll endlich gescheh'n, soll gescheh'n...

Marius:
Lamarque ist krank, erschöpft und blass
Hat keine Chance mehr, wird gesagt

Enjolras:
Wann explodiert das Pulverfaß?
Wie lange noch bis zum Großen Schlag?
Bis alle Feisten ihren Schöpfer seh'n?
Bis uns're Barrikaden steh'n?

Die Bettler:
Schaut her und habt Erbarmen, wenn ihr könnt
Schaut her, schaut her, bevor ihr weiterrennt

 

Stern
Javert:
Dort, draußen im Dunkel
Ein sündige Flüchtling, heillos und wild
Heillos und wild, Gott sei mein Zeuge
Ich werde nicht ruh'n bis sein Los sich erfüllt
Bis sein Los sich erfüllt
Im Schatten findet er Schutz
Mein ist der Weg uns'res Herrn
Dem, der folget dem Pfad der Gerechten
Hilft der Herrgott gern
Doch wer da fällt wie Luzifer fiel
Dem leuchtet kein Stern
Stern hoch am Himmelszelt
Wer kann dich zählen? Finsternis füllst du
Mit Ordnung und Macht, hütest die Herden hier
Schweigend und klar, du hältst Wacht in der Nacht
Du hältst Wacht in der Nacht
Noch eh' Sein Wort uns gebar
Und bis zum Jüngsten Gericht
Gnadenlos glänzend tust du deine Pflicht
Und du änderst dich nicht
Doch wenn du fällst wie Luzifer fiel
Verzehrt dich das Licht
Und so soll es sein, so steht's geschrieben
An den Pforten zur Seligkeit
Daß die, die straucheln, dafür bezahl'n
In Ewigkeit
Lass mich ihn finden, daß ich ihn bringe
Wohin er gehört
Ich geb niemals auf so lange wie ich leb'
Bei den Sternen, ich schwör's

 

Rot und Schwarz (Das ABC-Café)
Combeferre:
Die Kämpfer steh'n rund um die Notre Dame

Feuilly:
Auch Rue du Bac erwartet das Signal

Courfeyrac:
Nicht Studenten sind's allein, jeder will der Erste sein
Alle reichen uns die Hand, ganz Paris, das ganze Land

Enjolras:
Die Zeit ist nah
Gut, daß sich jeder in Ungeduld übt
Doch seht euch vor
Daß nicht der Wein die Sinne trübt
Denn der Feind gegenüber ist listig und stark
Er hat Männer und Waffen wie wir nur im Traum
Alle sitzen und reden und fühl'n sich im Recht
Doch die Garde des Königs beeindruckt das kaum
Wir sind bereit uns alle zu sammeln
Mit Hoffnung und Mut doch noch ist's nicht so weit
Marius, na endlich

Joly:
Was fehlt dir, Freund?
Du siehst so mitgenommen aus

Grantaire:
Komm, trink, und sag, was dir geschah

Marius:
Ein Engel kam, ein guter Geist
Der dich aus jeder Trauer reißt
Ein Blitz, schon war sie nicht mehr da

Grantaire:
Ich glaub', ich hab' es mir den Ohr'n
Freund Marius hat sein Herz verlor'n?
Plötzlich sieht die Welt so weiblich aus
Komm runter, Kleiner, hier ist Krieg
Schwärm nicht vom Casanovasieg
Wir sind hier nicht im Opernhaus

Enjolras:
Endlich ist es soweit, wird Geschichte gemacht
Hier geht's nicht um den Spaß von verwöhnten Flanieren der Nacht
Hat sich jeder gefragt, welchen Einsatz er wagt?
Wer noch geh'n will, soll geh'n, daß sich keiner beklagt
Die Farben dieser Welt soll'n leuchten, wenn es tagt
Rot, das Blut ist heiß und jung
Schwarz, die schwere Leidenszeit
Rot, die Morgendämmerung
Schwarz, die Nacht verliert den Streit

Marius:
Hättest du sie gesehn, könntest du mich verstehn
Dieser Schock bis ins Mark bei dem Anblick von ihrem Gesicht
Hättest du sie gesehn, wär' dir Gleiches geschehn
Wie die Welt sich erhellt durch eine Ladung Licht
And alles, was dich quält, nun kümmert es dich nicht

Grantaire:
Rot

Marius:
Die Glut des Augenblicks

Grantaire:
Schwarz

Marius:
Sind Einsamkeit und Tod

Studenten:
Rot

Marius:
Die Farbe meines Glücks

Studenten:
Schwarz

Marius:
Die Farbe meiner Not

Enjolras:
Marius, nur ein Kind spricht wie du
Ich glaube, du gehörst dazu
Doch uns hier ruft ein großes Ziel
Was schert uns jetzt dein Liebesleid?
Wir kämpfen für die neue Zeit
Ein kleines Leben zählt nicht viel

Studenten:
Rot, das Blut ist heiß und jung
Schwarz, die schwere Leidenszeit
Rot, die Morgendämmerung
Schwarz, die Nacht verliert den Streit

Enjolras:
Sag, Courfeyrac, sind die Gewehre da?
Feuilly, Combeferre, die Zeit wird langsam knapp
Grantaire, wirf die Flasche fort?
Sind die Waffen schußbereit?

Grantaire:
Schütt mir Branntwein in den Schlot
Und ich hauch sie alle tot

Courfeyrac:
In St. Antoine steh'n alle wie ein Mann

Combeferre:
In Notre Dame zählt jeder Pflasterstein

Feuilly:
Zwanzig Flinten, gut wie neu

Gavroche:
Hört mal

Joly:
Zwanzig Schuß für jeden Mann

Gavroche:
Hört doch mal her

Jean Prouvaire:
Vierzig Schuß hat Port St. Cloud

Gavroche:
Alle mal herhören

Lesgles:
Sieben Flinten St. Martin

Gavroche:
General Lamarque ist tot

Enjolras:
Lamarque ist tot
Lamarque, sein Tod wird für uns zum Fanal
Der Mann des Volks, sein Tod ist das Angriffssignal
Sein Begräbnis wird zeigen, wie sehr man ihn ehrt
Es erhebt sich ein Schlachtruf, wie's niemals geschah
Durch den Tod von Lamarque wird die Flamme genährt
Alle fühlen, der Tag der Erlösung ist da
Die Zeit ist reif
Heißen wir sie willkommen mit Hoffnung und Mut
Heißes Herz, und die Straßen pulsieren wie Blut
Bald schon werden wir frei
Alle strömen herbei
Wie ein einziger Schrei

 

Das Lied des Volkes
Enjolras:
Hörst du, wie das Volk erklingt? Von uns'rer Wut erzählt der Wind
Das ist die Symphonie von Menschen, die nicht länger Sklaven sind
Jedes Herz schlägt, wie es kann, unsere Herzen trommeln laut
Alles fängt ganz von neuem an, wenn der Morgen graut

Combeferre:
Wenn die Barrikade ruft, dann bebt der Feind vor unser'm Schrei
Wir bauen eine Welt ganz ohne Haß und Tyrannei

Courfeyrac:
Drum schließt euch uns an, jede Frau, jeder Mann, und seid frei

Chor:
Hörst du, wie das Volk erklingt? Von uns'rer Wut erzählt der Wind
Das ist die Symphonie von Menschen, die nicht länger Sklaven sind
Jedes Herz schlägt, wie es kann, unsere Herzen trommeln laut
Alles fängt ganz von neuem an, wenn der Morgen graut

Feuilly:
Wenn du kämpfst mit ganzer Kraft, hat bald ein Ende alle Not
Mancher wird dahingerafft, stirbt einen ehrenvollen Tod
Die Erde von Frankreich, vom Blut uns're Helden hellrot

Chor:
Hörst du, wie das Volk erklingt? Von uns'rer Wut erzählt der Wind
Das ist die Symphonie von Menschen, die nicht länger Sklaven sind
Jedes Herz schlägt, wie es kann, unsere Herzen trommeln laut
Alles fängt ganz von neuem an, wenn der Morgen graut

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