Ferenc Esterházy der sich eigentlich in Europas Barockschlössern mit französischen Gärten wohlfühlte, ließ 1783 - als erster in Ungarn - einen englischen Garten in Tata anlegen. Auf esessen Einfluß hin, ist heute nicht mehr zu wissen. Vielleicht die Schönheit des um das neu erbaute Schloß auf dem von Sámuel Mikoviny entwässernten Gelände angelegten Parks, vielleicht die Inspiration durch die Romantik der Quellen um den Békaberg, als er Ferenc Bõhm mit der Ausformung des Parkes im neuen Stil beauftragte, sowohl der Schloßgarten als auch der Englische Garten machten Tóváros schnell berühmt. Ferenc Karsa aber zog 1849 nicht die Kunde vom Park hierher. Der im Tóvároser Hauptquartier Görgeys seinen Dienst verrichtende Offizier schrieb im Juni in sein Tagebuch: "Der gräfliche Garten mit seinem See, Schwanenteich, der sich in der Mitte erhebenden türkischen Moschee, herumstrolchenden Bächen bietet unerschöpfliche Erlebnisse bei der Bewunderung der Goßartigkeit der Natur. Irt meiner gesamten Freizeit bin ich in diesem Garten herumgewandelt." Der Garten lockt auch heute noch zum spazieren. Und es sollte uns nicht stören, wenn hinter den Bäumen ein pfeifender, ratternder Zug vorbeieilt... Der Park bleibt...




