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Q Sonne
Der schöpferische Wille
Die alles überstrahlende
Sonne ist das befruchtende Symbol der Lebenskraft. Sie ist der Mittelpunkt, die
Schöpfungsnabe, deren Strahlen alles durchdringen und auf denen der Mensch zu
sich selber findet, denn es ist sein eigener Herzton, der ihn trägt, der ihn
mit dem irdischen Schicksal verbindet. Die Sonne entspricht der Suche nach dem
Weg oder die Reise zu sich selbst, denn sie ist das Ziel des persönlichen
Strebens und stellt alle Formen von Ich-Verwirklichungen
dar. ![]()
Das ICH, das sich gerne mit der Sonne identifiziert ("Ich bin"),
realisiert nicht, dass es selbst ein Sammelsurium von
Minderwertigkeitskomplexen und ungelösten Autoritätskonflikten ist, das sich
beständig umschichtet und erweitert. es ist nichts anderes als eine
gegenwärtige Momentsaufnahme des Menschen auf dem Wege zu sich selbst. Die
Hausstellung deiner Sonne ist es, die dir erläutert, wie du die Prägung deiner
Tierkreis-Sonne anstrebst.![]()

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R Mond![]()
Das seelische Erleben
Der Mond symbolisiert die
geheimnisvolle Mondgöttin Selene (Luna), Schwester und zugleich Gemahlin des
lebensspendenden Sonnengottes. Sie begegnet dir auf der Schwelle zwischen Innen-
und Außenwelt, den Luna ist die Ahnin, die die Geheimnisse seelischer
Innenräume berührt und die Bilder der Seele beschreibt, die auf das Unbewusste
ausgerichtet sind.![]()
Die lunare Seite in jedem
Mensch strebt danach, sich mit dem Prinzip der Großen Mutter zu verbinden, um
wieder einen Zugang zu den Urwurzeln zu finden. Was im Schlaf die Träume
bewirken, wenn sie die seelischen Schwingungen in Bilder umsetzen, das bewirken
im Wachbewusstsein die mondhaften Launen, die dir alles in die Realität
übertragen, was dir deine inneren Gesichter vorgaukeln.![]()
Während die Sonne nach
Gestaltung und Ausformung des Willens strebt, geht das Streben des Mondes
umgekehrt in Richtung Auflösung der Identität. Jenseits polarer
Denkvorstellungen versinnbildlicht er jene tiefe Einsicht in die Abläufe des
Ewigen, aus dem sich deine Träume nähren und die dadurch zum Rahmen werden, in
dem sich dir die Wahrheit darstellt. Jenseits solarer Denkvorstellungen
symbolisiert der Mond die Urbilder, die sich über Traumerinnerung in dein
Bewusstsein übertragen. Das entspricht dem Rahmen, in dem sich dir das Chaos
zeigt, das teilweise zu erahnen ist, weil es einem übergeordneten Ganzen
entspricht, von dem deine Träume wiederum ein Ausschnitt sind. All unser
äußeres Streben dient im Prinzip nur dem Versuch, das Innere zu erhellen und
es in seinen Verschleierungen dem Vorstellungsbild des analysierenden Denkens
einzuverleiben. Der Mond trinkt sein Licht aus dem unerschöpflichen Born des
Unbewussten, das unseren Träumen, bevor sie sich zu erlebbarer Wirklichkeit
gestalten, die inneren Urbilder und Archetypen zur Verfügung stellt. Sobald wir
erkennen, dass die äußeren Handlungen nur das eine Ziel vor Augen haben -
nämlich alle Vorstellungsinhalte auf die Ebene hinunterzuziehen, auf der sie
sich selbst reflektieren, und sie dann damit in Übereinstimmung zu bringen, was
sich tatsächlich in der Außenwelt vorfindet -, verbirgt sich die Wirklichkeit
hinter der Frage: "Was träumt Gott?", sondern sie offenbart sich in
der überraschenden Antwort: "Uns!"![]()
Astrologisch gesehen
erschließt die Mondstellung jenen Bereich, in dem du dich gern deinen
triebhaften Reaktionsstrukturen auslieferst, in dem du dich nicht mehr als
vernünftiges, zielorientiertes Wesen. sondern als instinktgebundene Wunschnatur
begreifst, in der sich die innersten Urbilder nach Entfaltung sehnen, denn in
der Begegnung mit der Mondgöttin entziehen sich dir die rationalen Bilder. In
der Begegnung mit der Mondin spiegelt sich das "Urseiend-Weibliche",
in deren Formen alles fließend erscheint. Es ist, als ob du untergetaucht
wärst in den Ozeanen des Unbewussten. Der Fötus im Mutterleib der noch wachsen
muss, um ins Licht des Bewusstseins geboren zu werden. Es handelt sich um eine
dunkle Welt, die keinerlei Klarheit und Orientierung besitzt und die sich in
Verwirrung und Gefühlsschwankungen ausdrückt. Der Mond symbolisiert das
unerschöpfliche Kraftpotential der Psyche, das die inneren Urbilder und
Archetypen zur Verfügung stellt, aus denen du deine Sehnsucht schöpfst. In
dieser Sehnsucht verbrennen alle Grenzen, und Realität und Träume verschmelzen
zu jener unbewussten Absicht, loszulassen und mit dem Ewigen wieder eins zu
sein.![]()

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S Merkur![]()
Das intellektuelle Erkennen
Merkur oder Hermes wird in der Mythologie
als ein Hermaphroditische Gestalt umschrieben, die den Schlüssel zu den
tieferen Wahrheiten in sich birgt. Er ist einerseits ein Symbol für die Art,
wie wir wahrnehmen, anderseits aber auch, warum wir was wahr nehmen und wie wir
die Wahrnehmung vergleichen und weitergeben. Emotionslos, unparteiisch und
objektiv beschreibt und rekonstruiert er kausale Zusammenhänge, verbindet
Wiedersprüche und gleicht Gegensätze mit glättenden Argumenten verbindender
Sichtweisen aus. Damit ist er auch hervorragend geeignet, das vermittelnde und
übertragene kommunikative Urprinzip zum fließen zu bringen. als Gott der
Schlauheit und des Geschäfts ist er der Schelm unter den Göttern und
unterstützt Diebe, Kaufleute, Narren und Betrüger; und als Gott der
Unterscheidung ist er der Ahnherr des Denkens (Ich denke, also bin ich!),
der Erschaffer aller Realitäten, der die Menschen in ihre Weltbilder einbindet
und damit auch gleichzeitig vom Erkennen der Relativität des Erkennens abhält:
Ich bin, weil ich erkenne - deshalb erkenne ich mich als der, der ich bin.![]()
Merkur entspricht dem denkerischen
Gestalten, nämlich die unbildhaften, energetischen Ströme als Symbole zu
erfassen und damit denn Sinnen zugänglich zu machen. Damit wird seine Position
in der Mythologie, nicht nur zwischen Göttern, sondern auch zwischen Menschen
und Göttern zu vermitteln, einsichtig: Es ist der Austausch zwischen dem
inneren und dem äußeren, zwischen dem bewussten und dem unbewussten Selbst.
Deine Begriffswelt ist das Ergebnis der Wirkungen Merkurs, denn die Methode,
Symbole zu schaffen und miteinander zu kombinieren, entspricht exakt deinen
Merkuranlagen und Fähigkeiten. Damit schaffst du dir eine begriffliche
Welt, die du der instinktiven Welt überlagerst, bis du selbst überzeugt bist,
dass die begriffliche, von dir selber geschaffene Realität der Wirklichkeit
entspricht.![]()

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T
Venus![]()
Die Lust der Hingabe
Aphrodite (römisch Venus) ist in der
griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, des Friedens und des Glücks. Sie
wird als als das höchste Ideal weiblicher Schönheit gepriesen. Sie regiert als
Venus über die irdischen Triebe, denn sie ist genauso die Fürstin der
Schönheit, wie die der Genussüchtigkeit. Venus verkörpert die Sehnsucht nach
körperlicher Vereinigung zwischen Mann und Frau und symbolisiert damit den
paradiesischen Zustand des körperlichen Verlangens: die verschlingende Hingabe,
indem sie das verlorene Gefühl der Ganzheit durch das Empfinden der Vereinigung
wieder zu erreichen verspricht. Wenn der Mond für die Befruchtung steht, dann
ist Venus der Kuß: die erste vorsichtige Öffnung dem anderen gegenüber,
gleichsam als seelische Eintrittskarte in das Körperinnere.![]()
Venus drückt die Anziehung der Gegensätze
aus, die Sehnsucht zwischen Mann und Frau, die verlorene Einheit wieder
herzustellen, den Zustand vor dem Paradies. Es zerbrach die Einheit zwischen
Mensch und Natur, und seither stehen sie sich als Polaritäten unversöhnlich
gegenüber. Aufgrund ihrer inneren, wesenhaften Zusammengehörigkeit ziehen sich
alle Gegensätze jedoch wiederum unwiderstehlich an. Jedes Wesen ist ein Teil
des Ganzen und versucht deshalb immer wieder, mit dem Ganzen zu verschmelzen. Im
ewigen Schöpfungsplan, der die Vorgänge in der Natur steuert und auch für die
Erhaltung der Arten sorgt, liegt der Drang nach Einswerdung in der Sexualität.
In der alltäglichen Beziehungsrealität bedeutet dies oft nichts anderes, als
das du den andern dazu benutzt, deine eigene innere Leere mit einer intensiven
Erfahrung zu füllen, ohne jedoch dabei - und dies ist das Entscheidende - den
anderen Menschen in seinem Wesen auch wirklich annehmen zu können. Was wir im
Grunde erfahren wollen, ist die Erfüllung unserer eigenen Sehnsucht nach Liebe.
Sie leben wir in unserem Inneren aus, und dazu benötigen wir oft mehr das Bild
eines Partners in uns als diesen selbst. In solchen Momenten scheint er uns all
das, was wir in uns vermissen, zurückzugeben, damit wir in uns diese Empfindung
von Vollständigkeit, derer wir allein nicht fähig sind, erfahren können.![]()
Wie bei der Liebesgöttin Venus, strömt
auch deine Hingabe aus der unergründlichen Tiefe, die im Zauber der Liebe zwar
die Gegensätze verbindet, ohne sich aber persönlich zu öffnen und sich den
Menschen hinzugeben. du glaubst, dich deinen inneren Sehnsüchten hingeben zu
können, ohne selbst durch Höhen und Tiefen menschlicher Leidenschaft zu gehen,
den die Venus - Qualität entspricht dem urinstinktiv- weiblichen Verlangen nach
dem Spiel von Zu- und Abneigung, dem Reiz von Ablehnung und Gewährung. ![]()

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U
Mars![]()
Die Durchsetzung des Egos
Mars, in Rom
als Sohn Jupiters und der Juno National- und Kriegsgott, galt als Vater von Romulus
und Remus und wurde als Ahnherr der Römer verehrt. Von den Griechen Ares, den
Germanen Thor genannt, ist er ein Symbol der blinden Vorwärtsbewegung und der
unbeugsamen Durchsetzung, denn er ist der Herr des Krieges, der Zerstörung, des
Streites und der ewigen Zwietracht. Er liebt jegliche Form von Aufruhr, Sturm,
und Angriff, denn als Gott des Kampfes freut er sich am Getümmel und Geschrei
der Schlacht. Dadurch wird er ständig in äußere Auseinandersetzungen
verstrickt, die seinem inneren Ziel entsprechen, das sich nicht aus der Spannung
jedes Augenblickes nährt. Mars symbolisiert nicht nur den Aufbruch des
Sonnenhelden, sondern auch den Absturz, das Scheitern an Hindernissen. er
verkörpert auch die Rebellion gegen patriarchale Gewalt, den aktiven Animus,
der den alten König stürzt, die pubertäre Phase der Suche und der
Selbstfindung, oder die Vater-Sohn-Beziehung als Wiege nährender Konflikte der
männlich - aggressiven Triebnatur. In der mythologischen Umschreibung trennt
Mars die Polaritäten, ohne sie allerdings zu werten, denn ist ihm gleich, auf
welche Seite er sich stellt, wenn nur Krieg und Streit dabei gewinnen. Jede
Auseinandersetzung bietet ihm die Chance, Dinge durcheinander zubringen und
Gewohnheitsmuster zu zerstören, was immer wieder neue Perspektiven von
Entwicklung und Erkenntnis mit sich bringt. Vom Wunsch nach Freiheit und
Erlösung motiviert, versucht er stets, alles Einschränkende aus dem Weg zu
räumen und damit den Weg für Neuentwicklung und Erkenntnis freimacht.
Ohne Mars gäbe
es wahrscheinlich keinen Krieg. aber ohne ihn könnten wir unsere individuellen
Absichten auch nicht zum Ausdruck bringen. Bevor wir also das Marsprinzip zum
Sündenbock erklären, sollten wir uns klar werden, das uns nur Aggressivität
und Geltungswille zu einem eigenständigen Wesen machen, das sich durchsetzen
und seine Entwicklung selber in die Hand nehmen kann. Dass sich diese
Entwicklung nur über Krieg und Zwist abspielt, mag dem bedauerlich erscheinen,
der die Abgespaltenheit des Egos von der Ur-Einheit nicht in betracht zieht und
dadurch den Menschen nicht in seiner Angst vor dem Getrenntsein mit dem Kosmos
sieht (was dieser mittels Durchsetzung des Egos krampfhaft kompensiert). Er
setzt sich durch, um wenigstens sein Ego zu spüren, da die Idee des Sieges ja
das einzige ist, was ihm von der Verbundenheit mit dem All-Einen geblieben ist.![]()
Mars
verkörpert also das, was wir Aggressionskräfte nennen (die Ausschüttung von
Adrenalin ins Blut), und in dieser Position ist er der natürliche Feind von
Hemmung und Blockade. Risikofreude, Kampfbereitschaft, Unternehmungslust und
sexuelle Triebhaftigkeit sind seine Merkmale, und als männlich-aggressive Kraft
steuert er alle Hindernisse auf direktem Wege an, wobei er den Gordischen Knoten
nicht durch vergleichendes, reflektierendes Denken löst, sondern in dem er ihn
ganz einfach mit dem Schwert durchschlägt. Er verkörpert die instinktive
Kraft, die stets aufs neue blüht. Mars treibt dich nicht nur aus den Bezirken
seliger Verklärtheit, sondern er lässt auch durchblicken, das diese aggressive
Energie gerade der Treibstoff für Deine geistige und seelische Entwicklung ist.
Du bist nun einmal wie du bist, und nicht einmal aus der Perspektive
abgeklärter Greise ist es sinnvoll, Ego und Ich-Durchsetzung zu verteufeln,
weil dann ja Entwicklung nicht mehr möglich ist. In jedem scheitern findet sich
auch ein Samenkorn zu reiferer Entfaltung, und damit dient Mars in seinem
zwanghaften Tatendrang gleichzeitig jener höheren Führung, die in der
Zusammenfügung allen Wesens "Sein" und "Werden" überhaupt
erst sinnvoll macht. ![]()

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V
Jupiter![]()
Die innere Sinnfindung
Jupiter milder
Regent und harter Diktator, freundlicher Freund und feindlicher Feind, Hüter
des Rechts und Brecher des Wiederstandes, Gott der Gerechtigkeit und Gott der
Rache, wird als höchster Himmelsherr verehrt. Als Gott der Wahrheit ist er
Lichtbringer, Siegverleiher und Sitz der höchsten Weisheit der Welt, und als
Vater der Götter und Menschen gilt er als Mehrer, Erhalter und Erretter in der
Not. Als allumfassender und universaler Gott nennt man in die "höchste
Macht", und als Beherrscher des Erdkreises ist er der oberste Gott, Lenker
und Erhalter des Weltalls. Als innerer Wohltäter, der selbst aus den profansten
Alltäglichkeiten kraftspendende und lebensbejahende Affirmationen zu ziehen
vermag, steht er für den unstillbaren Drang nach geistiger Horizonterweiterung,
und mit seinem unerschöpflichen Trieb nach Ausdehnung repräsentiert er eine
guruhafte Omnipotenz in der Außenwelt, die das wesentliche erst in der
Übersteigerung durchscheinen lässt. Das Bestreben die Dinge in einem
größeren Zusammenhang zu sehen, krönt sich in der Auseinandersetzung mit
grundsätzlichen Daseinsfragen. Auf unbewusster Ebene entspricht das einer Ein-
und Rückbindung ins Zeitlos-Ewige. Dieses Empfinden eines Eingebettetseins in
einen größeren Rahmen erlaubt ihm, ein Gefühl von Sicherheit und Wissen
auszustrahlen, dass ihn in den Augen seiner Umwelt als einen Übermittler
spiritueller Einsichten erscheinen lässt.![]()
In seiner
positiven Prägung zeugt Jupiter von einer Haltung, die von Güte, Optimismus
und lebenszugewandter Expansivität nur so strotzt. Man glaubt ihm den offenen
und großzügigen Menschen, der "leben und leben lassen" zu seinem
Credo seines persönlichen Verhaltens kürt. Als Hüter väterlicher-milder
Autorität dient ihm Freiheit und Selbstverwirklichung zur höchsten Prämisse,
aber nur solange, wie man die gnädigst zugewiesenen Freiräume nicht
überschreitet. Solange man seinen Führungsanspruch nicht in Frage stellt, ist
er der gütigste, gerechteste und wohlwollenste, Reichtum und Fülle
ausstreuende Gottvater. Scheinbar befreit von äußeren Zwängen vermag Jupiter
ein kolossales Gemälde des Universums zu malen und sich gleichzeitig als
spiritueller Meister darzustellen, der die Gestirne dirigiert. er strebt nach
einem inneren Erkennen, das sich selbst höchstes Gesetz ist. In diesem Sinne
ist er nichts anderes als eine Wiedergeburt des alten Priesters, der die
Schaffung seines inneren Gottesbildes selbst in die Hand genommen hat, den
Jupiter verkörpert das Verlangen, der Sehnsucht nach Gott ein inneres Bild zu
widmen und dieses in die Welt zu schicken, damit er es "draußen"
finden und wieder in die Seele zurückspiegeln kann. Diese veräußerlichte
Sinnbildung dient ihm als Ziel, außen zu finden, was er innen sucht.
Gleichzeitig lässt er das gefundene Bild wieder nach innen verschwinden, weil
er Gott, den er außen findet, sich in seiner inneren Sehnsucht ja
"erkennt"! Was der Mensch aus der Not heraus "Gott" nennt
ist in Wahrheit sein eigenes, von ihm allein geschaffenes Ebenbild, weil er sich
an Gott selbst nicht (mehr) erinnern kann. Und was er als Ziel bezeichnet,
enthüllt im Grunde nur seine Absichten, und zwar in Form des von ihm selbst
entworfenen Schöpfungssinns. Finden ist seine spezifische Form von Suchen - und
daraus ergibt sich ein im Suchen selbst liegender Lebenssinn!![]()

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W
Saturn![]()
Der Hüter der Schwelle
Saturn ist der gestrenge und
unerbittliche Gott der Reife und Zeit, der Hüter der Schwelle, Gott des Karmas.
Als Gott der Kargheit und Askese weist er alle Übertreibungen in die
Schranken, er achtet auf die
Einhaltung der Gesetzte, die durch die Vergangenheit strukturell gewachsen sind,
ungeachtet ihrer Berechtigung und jenseits seiner persönlichen Meinung, und als
Gott der Verhärtung zeigt er die Stelle an, wo jegliches fließen der
Lebensströme und jegliches sich öffnen gegenüber den intuitiven
Eingebungen der karmischen Bilder versiegt - wo die Bereiche des Lebens zur
Bürde und die Schritte im Alltag zur Qual werden und wo jegliches entfalten und
Höherstreben der Seele schon im Keime erstickt wird, solange du die Ebenen
deiner Hemmungen noch nicht erkannt und in dein persönliches Erleben
eingebunden hast, die dir Sicherheit und Ruhe garantieren, das ist das weltliche
Geschenk von Saturn. Der Preis ist aber die Angst um diese Sicherheit.![]()
Saturn gilt seit jeher als der
Inbegriff des Bösen. Dies nicht etwa aus dem grund, weil Saturn ein
Übeltäter wäre, sondern weil wir aus unserer Welt des Dualen, in der wir uns
stets für das Gute und gegen das Böse zu entscheiden haben, der Wahrheit nicht
gern ins Gesicht schauen. Denn Saturn ist gerade nicht die
transzendierende, höher schwingende Erlösung, sondern die sich
zusammenziehende, pragmatische und eine die Bindungen unseres Planeten in den
Mittelpunkt stellende Wahrheit, die alle höherstrebenden Ideale, Hoffnungen und
Wünsche auf ihre Verwirklichungsmöglichkeiten reduziert - auf ihre
Umsetzbarkeit verkleinert oder auf Sichtbarkeit ihrer Ewigkeit kristallisiert.
Das beinhaltet aber auch die Abwesenheit von idealistischen Hirngespinsten und
geistig verklärten Höhenflügen. Der Maßstab mit dem alles ausgemessen wird,
ist die Sichtbarkeit ( im geistigen Bereich die Wirksamkeit), und diesen
Wirkungen haben sich die Ursachen zu stellen.![]()
Aus diesem Gesichtswinkel
heraus lässt sich erkennen, dass es hier um die Konfrontation mit deinem
Schatten geht, dem Verdrängten, mit dem, was du an dir nicht wahrhaben willst.
der Betroffene erkennt die wahre Natur seiner eigenen Wahrheit nicht, denn das
würde ja voraussetzen den psychologischen Mechanismus zu erkennen, der zur
inneren Erschaffung der erkannten Wahrheit führt, zu durchschauen. Das aber
gerade kann er nicht, denn der schattenhafte Teil des Saturns erkennt immer nur
den Schatten seines eigenen Unerkannten. Und weil er die Unvollkommenheit seiner
Erkenntnis nicht erkennen kann, schließt er sich in den Panzer seiner
subjektiven Überzeugungen ein. Seine Wahrnehmung dringt nicht in die Tiefe des
Seins, sondern verbleibt in den Untiefen seines eigenen Geistes, und in dem er
die Welt ansieht, sieht er doch immer nur sich selbst im Spiegel seines eigenen
Erkennens.![]()
In allem , was du siehst,
kannst du immer nur dich selbst sehen, und im Umgang mit der Außenwelt kannst
du immer nur mit der nach außen projizierten Innenwelt umgehen. In dem du die
Verantwortung für dieses in sich selbst Kreisen deiner Erkenntnis aber
übernimmst, konfrontierst du dich schrittweise mit den von dir selbst
geschaffenen Wirkungen und siehst schließlich auch, was an deinem Handeln
richtig ist und was nicht. Saturn führt die in den Taten der Menschen
verborgene Struktur vor Augen, die gleichermaßen Ursache und Wirkung ist. Doch
ist die Position Saturns auch nicht unbedingt hilfreich zu bezeichnen. Man
könnte sie als einen Weg der Wahrheit umschreiben, als einen Drang vielleicht,
hinter die Dualität zu kommen und den Mechanismus zu erkennen, der zu unseren
Problemlösungen führt.![]()
Die Relativität saturnaler
Zwänge kannst du erst dort richtig verstehen, wo du auch erkennst, dass Zwang
nicht nur Einschränkung, sondern in Gegenteil auch Freiheit sein kann. Nämlich
die Freiheit, dich innerhalb von fest strukturierten Grenzen frei zu entfalten.
Die Konsequenz liegt jetzt darin, dass bei Wegfall dieser Zwänge ein anderer
Zwang an deren Stelle tritt, nämlich die Verantwortung für die eigene
Begrenzung selbst übernehmen zu müssen. Und diese Verantwortung kann nur der
übernehmen, der den Mechanismus in der menschlichen Psyche zur Schaffung der
Bilder, die der Mensch als erkannte Wahrheit bezeichnet, erkennt. Und zwar als
das, was diese Bilder sind: die Relativität der Welt, geschaffen aus der
menschlichen, begrenzten Perspektive. Wenn du erst erkennst, das echte
Sicherheit nicht in den äußeren Verwandlungen der materiellen Welt zu finden
ist, sondern nur in Abläufen ihrer Gesetzmäßigkeiten, dann erst hast du die
Funktion Saturns als Hüter der Zeit erfasst. Er befindet sich als Wächter
genau an der grenze zwischen materieller und geistiger Welt, und lässt dich
erst passieren, wenn du in der Veränderung durch die Zeit gerade die
Unveränderlichkeit des Ewigen erlebst.![]()

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X
Uranus![]()
Die Sprengung der Norm
Uranus ist die Personifizierung
des Himmels, des Urmännlichen und aller Formen sprengenden Entwicklungskraft.
Als Sohn und Geliebter der Gaia (Erde), Vater von Chronos (Saturn), Ahnherr
aller Götter, Ursprung und Zeuger der Natur- und Himmelsgewalten, ist er ein
Symbol des sich immer neue Wege bahnenden Wege bahnendes Schöpfungsstroms. So
wie er selbst aus dem Nichts entstanden ist, umhüllt ihn eine Aura des
Plötzlichen, Neuen und Unerwarteten. Er hasst Struktur und Norm, denn die
kontinuierliche Entwicklung ist ihm zuwider; er springt aus der form, denn er
ist das Symbol des Urknalles an der wiege von Zeit und Raum, an der Schwelle zum
Schöpfungsanfang. Er ist der Blitz aus heiterem Himmel, der die natürliche
Entwicklung stört, der die Veränderung einleitet und generell das Alte
zugunsten des Neuen stürzt, der aber plötzliches und unverhofftes Glück
genauso wie unvermutet über den Menschen hereinbrechendes Unglück bedeuten
kann.![]()
Uranus ist also ein Gestalter
sowohl der Zeit als auch des Raumes, nur dass seine Visionen von Zeit und Raum
sich in viel größeren Dimensionen gestalten, als wir uns das durch die irdisch
- saturnale Brille vorstellen können. Seine Berührung mit der menschlichen
Psyche ist anschaulich verkörpert in der Symbolgestalt des Prometheus, dessen
plötzlich aufbrechendes Bedürfnis nach Erweiterung seines Horizontes ihm den
Wunsch eingab, das Feuer der Götter vom Himmel zu holen und es für den
Menschen nutzbar zu machen. Uranus überfällt uns wie ein plötzliches
Gewitter, das das Inventar, also das, was wir für unsere Wirklichkeit gehalten
haben, hinwegfegt, und zwar so gründlich, dass die Welt nachher nie mehr
aufgebaut werden kann wie sie vorher war.![]()
Diese losgelassenen und
unkontrollierten Kräfte sind vonnöten, um der nach Wachstum strebenden Psyche
gegen Denkbarrieren und Abwehrmechanismen der inventarisierten Welt im
Durchstoßen der Grenzen den nötigen Schwung zu geben. Damit wird Uranus zum
großen Befreier aus den Fesseln der Materie, zum Erwecker aus dem Schlaf der
eigenen Bilder oder zum Wegweiser aus den Polaritäten des Denkens, denn
er zwingt uns zu einer durchgreifenden Veränderung unserer Sichtweisen und zu
der damit verbundenen Neubeurteilung der Welt, die der vergrößerten
Perspektive Rechnung trägt. Psychologisch könnte man dies veranschaulichen,
indem man sagt, dass das zur Integration bereite Unbewusste in Form von noch
unstrukturierten Gefühlen und Erkenntnissen als Vision oder Idee ins
Bewusstsein schimmert den Zwang auslöst, diese auf eine umfassendere Weise
jetzt verstehen zu wollen und ihrem Drängen nachzugehen, ganz egal, wohin
der Weg jetzt führt.![]()
Das wahre Geschenk der von
Uranus dimensionierten Möglichkeiten aber ist, dich als kleines
Wassertröpfchen im riesigen Meer des Ewigen zu erfassen und gleichzeitig die
innere Struktur des Ewigen zu erhaschen, welche umgekehrt ein Teil in dir
ist. Um dieses uranische Bewusstsein aber zu erreichen, musst du deine
geschlechtsspezifische Rolle überwinden, um eine androgyne Wesensart zu leben,
die den Kanälen polarisierender Spannungen entzogen ist. denn das uranische
Spektrum filtert aus dem kosmischen Reigen eine Perspektive, in der alles mit
allem verbunden ist. Je mehr du dich vom Alltag vereinnahmen lässt, desto mehr
entfernst du dich von deiner uranischen Möglichkeit, die Dinge ohne seelische
Verbundenheit und persönlichen Kommentar einfach geschehen zu lassen, um aus
dieser meditativen Gelassenheit blitzartig den inneren Plan jeglichen Geschehens
in einem größeren Zusammenhang zu erfassen. deswegen tragen Visionen auch den
Mantel des plötzlichen Erkennens. Zur Veranschaulichung lässt es sich so
ausdrücken, dass du nicht mit dem Fernrohr in der Welt herum reisen musst,
um die Wirklichkeit zu sehen, wenn du nur die Brennschärfe einzustellen hast,
Denn du bist nicht außerhalb der Wahrheit, du bist innerhalb von ihr, auch wenn
du deine Denkfrequenz nicht auf sie auszurichten vermagst. Nicht das Unsagbare
ist das Irreale, sondern deine begrenzte Weltvorstellung, deren selbstbemessenen
Rahmen du als kulturelles Erbe zu bewahren hast und nicht in die Luft zu jagen
wagst.![]()

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Y
Neptun![]()
Die Auflösung der Form
Neptun repräsentiert die
unergründlichen Tiefen der Seele und als Gott der Meere und der visionären
Geheimnisse ist es sein Ziel, die gefestigte Ordnung aufzuweichen und die
Materie in ihre Urbestandteile aufzulösen. Doch hinter Neptuns Fähigkeit,
Wunder und Illusionen zu erwirken, steht neben der Absicht, die Polaritäten
aufzulösen und das materieorientierte Denken und Handeln ad absurdum zu
führen, auch das hellsichtige Verlangen, den Menschen durch vordergründigen
Alltag zum transzendenteren Hintergrund zu führen, um die Sehnsüchte in den
tiefen Schichten seines Unterbewussten selbst zu entdecken, die wiederum die
Grundlagen seines Strebens sind. Wenn Uranus die Relativität ist, die sich an
den Beschreibungsversuch des Unsagbaren heranwagt, dann ist Neptun der
unbeschreibliche Inhalt des so Beschriebenen. Neptun stellt die große
Sehnsucht dar, in der sich unsere kleine Sehnsucht spiegelt, und deren Schatten
Pluto ist. Neptun versinnbildlicht die Drehscheibe im göttlichen
Schöpfungsplan, weil er einerseits das Nichts an der Nahtstelle zum Werden
verkörpert, anderseits aber gerade durch sein Werden zu etwas wird, was sich
nach dem so verlorenen Paradies zurücksehnt.![]()
Neptun steht also nicht für
ein festes Ziel, auf das du dich hinbewegen kannst, Vielmehr erschafft er dir
einen geistigen Raum durch bestimmte Assoziationsfelder, in denen dein
Bewusstsein um sich selbst schlingernd unbemerkt versinken kann. Er ist dein
letzter Blick auf den inneren Sternenhimmel, im letzten Moment vor dem
Einschlafen, wenn du den Hüter der Schwelle passierst und dein Wachbewusstsein
losgelassen hast, und er versucht, dich auf intuitive und mystische Weise
verstehend in den Kosmos einzuführen. Ständig damit beschäftigt, dein Inneres
ahnend und träumend zu ergründen, handelt er eigentlich von der Sehnsucht der
Seele nach Einblick, der vom rational-logischen Gesichtspunkt aus als unmöglich
erscheinen muss.![]()
Er verkörpert die Auflösung
des rationalen Denkens, um sich im Grenzlosen zu ertränken, denn seine
Sehnsucht nach dem Unendlichen ist gerade das verdrängte Gegengewicht zu den
materiellen Zielsetzungen unserer gesellschaftlichen Prägungen. Neptun
verkörpert sowohl das Nichts an der Schwelle zum Werden wie auch die
grenzenlose Leere des Alls, die am Ende jeder Entwicklung das sein wieder
aufnimmt. Er zeigt ein Sehnen nach Verschmelzung mit der Seele an und die
Auflösung aller Einschränkungen. Sein wahres Streben, durchwebt von den
Mustern des Ewigen, mit denen er sich in frommer Übereinstimmung wähnt, führt
dich zu den Pforten mystischer Wahrnehmung, zu den Gipfeln göttlicher
Erkenntnis, wo die Visionen die Wirklichkeit auf ihrer Seite haben und die
Realität zur reinen Fiktion zerschmilzt. In seiner positiven
Erscheinungsmöglichkeit kann er die Absicht zeigen, nach Dingen zu streben, die
jenseits der Grenzen des Erfassbaren liegen. Dabei reichen seine Wirkungen von
den finsteren seelischen Abgründen zu höchster geistiger Klarheit. Seine
Entsprechungen sind die ätherischen Schleier der Seelenbilder, die die inneren
Bilder lebendig werden lassen, die Zaubergärten der Delirien und
Drogenräusche, die den Gespenstern als Zwischenwelt dienen, oder die Ahnungen
und Botschaften aus dem Reich der Tiefe, die zu den Quellen der Träume und den
Schwellen des Unbewussten hinabführen. Sie sind das versunkene Atlantis für
das aus den Tiefen leuchtende Licht, der über dem Wasser schwebende Geist
Gottes als himmlische Wahrheit oder der Sternenhimmel für die Einstrahlung des
Kosmos in den erahnenden menschlichen Geist.![]()

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Z
Pluto![]()
Die Transformation
Pluto, Gott des Totenreiches
und der Unterwelt, ist oberster Gebieter über die Seelen der Abgeschiedenen und
Richter über die Menschen nach dem Tode. Im griechischen Mythos ist er der
Herrscher der Unterwelt, der auf einem schwarzen Thron sitzt, und sein Reich
umfasst das ganze geheimnisvolle Innere der Erde. Da alles Leben zu ihm
zurückkehrt, alle Menschen nach ihrem Tode ins schattenreich hinab müssen,
repräsentiert er die Schwelle zwischen Leben und Tod. So wie in zahlreichen
Überlieferungen der Abstieg des Helden in die Unterwelt die Voraussetzung
dafür war, um nach vielen Auseinandersetzungen mit Ungeheuern und Dämonen
vollständiger in die Welt zurückzukehren, so ist auch der Tod Voraussetzung
für die Wiedergeburt und die geistige Entwicklung im Leben. Pluto symbolisiert
den Lebenskreislauf, wo das Ende bereits im Anfang jedes Werdens keimt. Ohne den
Tod hätte das Ende kein Ende und der Anfang keinen Anfang, denn der wahre und
einzige Anfang ist der Tod, der hinter uns eine Vergangenheit und vor uns eine
Zukunft bildet. Aus lauter Angst vor dieser Macht, die wir nie beherrschen
können, weil sie, einmal entfesselt, alles überrollt, verdrängen wir den Tod
und verbinden uns lieber mit der damit verbundenen Angst vor Zerstörung, die
den dunklen Teil des Lebens ausmacht. Im Grunde werden wir betrogen - nicht vom
Leben, sondern von unserer eigenen Sichtweise, mit der wir den Tod betrachten:
denn nichts ist lebendiger als der Tod, und er ist die Grundlage des Lebens!![]()
Mit Pluto greifen wir nicht
irgendeine Dimension des Lebens auf, sondern fassen sozusagen mitten in den
Schöpfungskern hinein, den Pluto steht für die Unerbittlichkeit des Ewigen,
das den Rhythmus des des Sterbens und Geborenwerdens verkörpert und das
schraubenförmige Eindringen des Lebens in Raum und Zeit als Folgerichtigkeit
des Schöpfungsplans anzeigt. Er steht für die Transformation schlechthin und
ist damit das Symbol der ewigen Erneuerung und Auferstehung. Wir sollten ihn mit
dem unzerstörbaren Phönix vergleichen, der sich selbst verbrennt, um aus der
Asche neugeboren wieder emporzusteigen. Seine Wirkung ist so komplex, dass er,
aus tiefsten Urgründen gespeist, die Abgründigkeit des Unfassbaren wie einen
Feuermantel um sich trägt. Da Pluto aber nicht nur Vernichtung, sondern auch
Befreiung und Erkenntnis bedeutet, verkörpert der Herr der Tiefe nicht nur das
menschliche, in seine selbstsüchtigen Ziele versponnene Ego, sondern auch den
mephistophelischen, sich selbst in Frage stellenden Geist.![]()
Du musst begreifen lernen, dass
die plutonischen Kräfte nicht böse sind, sondern nur die Auswirkungen deiner
eigenen Taten darstellen, für deren Zusammenhänge du kein Augehast. statt den
fälligen Tribut zu zahlen, spaltest du das Böse von dir ab und lagerst es aus,
damit du es unbemerkt dort draußen bekämpfen kannst, und merkst nicht, das du
das Böse gar nicht auslagerst, sondern nur sein Bild, das du die Form von
Sündenböcken in der Außenwelt bekämpfst.![]()
Erst wenn du bemerkst, dass die
Ursachen in dir selber liegen, dann bist du dem Schatten nicht mehr hilflos
ausgeliefert, denn dann weißt du, dass er die andere Seite der Dualität
verkörpert, die unsere Welt unerbittlich polarisiert. Erst dann kannst du
ermessen, wie unlösbar du an deinen verdrängten Schatten gebunden bist, der
dich immer wieder in unlösbare Situationen führt, wenn du erkennst, dass
gerade in der Zerstörung auch Erlösung oder ein Anstoß zur Heilung liegen
kann, um die eigene Mitte zu finden und um die Ganzheit des Selbst zu erfahren.
Darin erahnen wir die ewige Weisheit des Leidens: Chaos und Zerstörung machen
nicht nur ehrlich, weil sie immer Auswirkungen unserer eigenen Handlungen sind,
sondern sie machen auch vollständig, weil sie eben auch jenen Teil unserer
selbst in die Welt bringen, demgegenüber wir in unserem Innersten blind sind.![]()

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Chiron![]()
in Arbeit