TV/Cable Phreaking, Silverboxing or just how to decode Pay-TV



Teleclub und Premiere waren einst Eigentum Leo Kirchs dem Grossen. Damit ist nun aber Schluss. Trotzdem, das unerlaubte Decodieren von Pay-TV ist illegal, da es den Tatbestand "Erschleichen einer Dienstleistung" erf�llt und eben deswegen strafbar ist!

Diese Seite ist nur zu Forschungs- und Weiterbildungszwecken gedacht. Es steht jedem frei, diese Unterlagen f�r Unterricht und Vortr�ge zu verwenden.
Ich vertreibe keine Decoder, Teile oder sonstige Pl�ne und Hilfsmittel. Die hier erw�hnten Codierverfahren werden heute kaum noch eingesetzt, es gibt allerdings noch bis heute Grosst�dte in der Schweiz, wie zB Z�rich, in denen mein `95er Decoder funktioniert. Auch Premiere in Deutschland arbeitet scheinbar heutzutage
noch vereinzelt mit diesen Verfahren.



Die Codierverfahren:

1. Kabelfernsehen

1.1 Störfrequenz

Diese Codierung basiert auf insgesamt drei verschiedenen St�rfrequenzen, die dem Original-Signal beigemischt werden. Zwei davon sind immer aktiv. Sie werden immer abgewechselnd ausgesendet. Zwei dieser St�rfrequenzen werden mit Hilfe von Quarzen unterdrückt, die andere mit Spulen, Bandp�ssen usw. herausgefiltert. Leider kenne ich die Frequenzen nicht, habe keinen Zugang zu einer Kabelanlage mit dieser Codierart und kann deshalb auch nicht versuchen diese zu entschl�sseln. Man kann zwar den Originaldecoder aufschrauben und die Quarze ansehen; Problem: Man bekommt die Quarze nicht als Normalsterblicher. Ein Datenblatt bekommt man ebenfalls nicht. Sonst k�nnte man ihn einfach nachbauen. Neuigkeiten dazu hier: NEWS


1.2 Synchonimpuls

Name: Payview 3

Hier wird die Höhe des Synchronsignals zum restlichen Signal verschoben.
Auf Bild 1 ist ein Balken-FBAS-Testsignal zu sehen.

Bild 1

Auf Bild 2 sieht man, eine Bildzeile aus den schwarzen "Filmbalken". Der Synchronimpuls wird �ber die Höhe des Bildinhalts verschoben. Dadurch ist es sozusagen unmöglich, einen Fernseher sauber zu synchronisieren.

Bild 2

Auf Bild 3 sehen wir das Signal, das zus�tzlich zu dem codierten Signal ausgesendet wird. Die Sendefrequenz ist je nach Kopfstation (Umsetzer von Satellit auf Kabel) der Kabelanlage verschieden. Bei vielen liegt sie auf 36/72 MHz. (72MHz ist etwas �berhalb Kanal 4, Band 1) Wer einen Fernseher oder Videorecorder hat, der diese Frequenz empfangen kann, wird ein helles Bild sehen k�nnen, das ein leichtes Rauschen aufweist. Nun w�re es theoretisch m�glich, das FBAS Signal mit dem 72MHz Signal zu mischen. Dies funktioniert zwar praktisch, ist aber keine sehr saubere L�sung. Da das FBAS Signal ohne brauchbaren Synchron-Impuls empfangen wird, kann der Empf�nger keine saubere AGC (Auto Gain Control) machen. Die Folge: Das Signal ist stark verrauscht und die Farben sind sehr grell.

Bild 3

Bild 4 ist eine einfache Schaltung, die ich 1994 entwickelt habe, um mittels einfacher Mischung die ersten Versuche machen zu k�nnen. Sie mischt das Decodiersignal (72/36MHz), das von einem Videorecorder kommt mit dem Antennensignal. Diese Schaltung funktioniert! Das Bild ist aber wie schon erw�hnt, nicht sehr sauber.

Bild 4

Wer das Schema von diesem einfachen Decoder will, kann hier klicken.

DAZU NOCH EIN PAAR KORREKTUREN:
die 5 Ohm Spulen sind 220uH Induktivit�ten von Conrad. Ich würde allerding auch andere Grössen versuchen. 1/4 bedeutet ein Viertel des ICs 4001.

Der richtige Ansatz zur erfolgreichen Decodierung liegt darin, das undemodulierte HF Signal selektiv abzuschwächen. Auf Bild 5 sieht man das HF Signal mit den eingedrückten Synchronisations-Signalen. Der Original Decoder macht nichts anderes, als die Stelle mit dem unterdrückten Sync-Impuls mit Hilfe des 72Mhz Signals wieder herauszuheben. Die violetten Punkte in Bild 5 zeigen, wie der Synchronimpuls und der Farb-Burst richtig positioniert werden.

Bild 5

Wie wird der Synchronimpuls wieder auf seine ursprüngliche richtige Höhe gebracht ? Dazu wird ein HF-Dämpfungsregler verwendet. Dieser funktioniert gleich wie ein Handgeregelter, den man bei der Abdämpfung des normalen Antennensignals verwendet. Der Unterschied besteht darin, dass der Regler nicht mechanisch, sondern elektronisch geregelt wird. Dieser D�mpfungsregler dämpft also jetzt das ganze Signal, bis auf die Stelle des Synchron-Impulses. Dadurch wird zwar der Synchronisations-Teil nicht ver�ndert, der Rest aber wird zusammengedr�ckt. So ensteht wieder ein normales FBAS Signal. Da dieser Regler das komplette Frequenzspektrum bedämpft, ist es nicht möglich mit eingeschaltetem Decoder dann noch etwas anderes als Teleclub zu schauen.

Bild 6
Decodiertes Teleclub-Signal

1.3 Erweiterte Version

Es gibt noch eine etwas verfeinerte Codierversion. Sie funktioniert prinzipiell wie die oben genannte, nur wird das FBAS-Signal scheinbar bei jedem Halbbild invertiert. Zudem weiss ich nicht, wo sich das Signal zur R�ckmodulation befindet und wie es genau aufgebaut ist. Eventuell handelt es sich dabei um Payview 4. Der Decoder ist zudem in der Lage das Signal auf einen UHF Kanal umzusetzen, so das man alle anderen Sender normal schauen kann. Von diesem Decoder sind mir leider keinerlei weitere Informationen bekannt. Er ist allerdings auch wenig verbreitet.



1.4 Die Eigenentwicklung von 1995: Der Payview 3 Decoder

Der Schaltplan ist hier verf�gbar.

Das Platinenlayout hier. (400DPI)

Bilder von meinem Decoder

Das Originallayout habe ich mir dummerweise von der Platte gel�scht. Deshalb musste ich die Folie, die ich zum �tzen gebraucht habe, wieder einscannen. Das Resulat ist trotz Nachbearbeitung nicht mehr so gut wie das Original.

Die Schaltung und ihre Funktionsweise:

Weil das Eingangsignal im Decoder abgeschw�cht wird, muss es zuerst einmal verst�rkt werden. Dies �bernimmt IC 1, NE 5202, ein kompletter Antennenverst�rker in einem DIL 8 Geh�use von Philips mit einer durchn. Verst�rkung von 20dB f�r 40-650 MHz. �ber L3 gehen die 72 MHz. auf L1. Zu dieser Spule muss ich noch etwas genaueres sagen.

Bild 7

L1 ist ein HF-Transformator mit Kern und einem Durchmesser von ca. 5mm. Beide Wicklungen sind aus 0,6 mm lackisoliertem Kupferdraht. (je 5 Windungen). Es ist aber durchaus m�glich, das diese Angaben abweichen k�nnen. Hochfrequenz l�sst sich zwar genau berechnen, in der Realit�t ist HF aber von sovielem abh�ngig, das locker +/- 25% Abweichung der Bauteile zu meinen Angaben m�glich sind. Es ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass die Ferrit-Kerne auch f�r eine Frequenz von 72MHz anwendbar sind. Die Schwingkreise L1, L2, C5 und C6 m�ssen in den meisten F�llen ausgetestet werden, da eine optimale Anpassung bei so hohen Frequenzen stark von den Bauteilen abh�ngt. Evtl. macht sich der Ersatz der Kondensatoren durch Keramiktrimmer bezahlt.

L3 und L4 ist aus 0.6mm Kupferdraht und drei bis vier Windungen (Luftspule mit ca. 5-6mm Durchmesser)

Nun gelangt also das HF-Signal �ber die Spule L1 in IC 2. Der TDA 2670 ist eigentlich ein Bild-ZF-Demodulator, der vorwiegend in Schwarz-Weiss Fernsehern eingesetzt wurde. Der IC wird dazu benutzt, um das Synchronisiersignal direkt aus den 72 MHz zu gewinnen. Diese Empangsschaltung ist sehr einfach und deshalb auch nicht besonders stabil und hochempfindlich. Der IC 2 wurde nicht f�r Frequenzen �ber 45 MHz gebaut. Deswegen m�ssen mehrere bestellt und einzeln ausgetestet werden. Auch mit dem TB 440 und TB1440 habe ich gute Erfahrungen gemacht, diese ICs haben allerdings eine leicht andere Pin-Belegung.

An PIN 6 / IC2 steht nun also das Signal wie auf Bild 5 und Bild 6. Es wird sehr wahrscheinlich nicht so sauber sein. Dazu ist IC 3 zust�ndig. IC 3 ist ein symmetrischer Komparator mit intergriertem Leistungstransistor. Aus dem verrauschten Signal wird ein m�glichst steilflankiges Rechtecksignal gemacht. Da die Phasenlage dieses Signal selten stimmt, kann sie mit Hilfe des Monoflops (IC 4) �ber Poti P1 geregelt werden. An Pin 7 (IC 4) liegt jetzt ein unverrauschtes Rechtecksignal vor.

Bild 8

Dieses wird in der Amplitude durch P2 und im Offset durch P3 geregelt. Verst�rkt durch T1 gelangt das Rechtecksignal auf das D�mpfungsglied mit den drei PIN Dioden BA 379/479 und moduliert so das Antennensignal. Um optimal arbeiten zu k�nnen, sollte der Antennenpegel mindestens 60 dBuV, besser 70 dBuV stark sein. Alle HF leitenden Bauteile m�ssen m�glichst konzentriert angebracht werden und m�glichst auch abgeschirmt sein. HF Leitungen sollen eine m�glichst grosse Oberfl�che besitzen. (Skin Effekt - HF fliesst auf der Oberfl�che des Metalls, Eindringtiefe ist von Freq. und Strom abh�ngig)

Falls jemand wirklich so mutig ist, diese Schaltung nachzubauen, viel Gl�ck. Viele sind daran verzweifelt. Die Schaltung funktioniert definitv, wenn auch nicht immer gleich auf Anhieb perfekt.Voraussetzung sind gute elektronische Kenntnisse und ein Oszilloskop. Dieser Decoder wurde mit einem 30 j�hrigem 10 Mhz Ger�t von Philips (PM3200) entwickelt. Es wird also kein High-Tech-Equipment ben�tigt.

Nachtr�gliche �berlegungen 2002:

Der Empf�nger arbeitet nach dem Prinzip des Geradeausempf�ngers, auch Audion genannt. Dieses Empf�ngersystem ist zwar sehr einfach nachzubauen, allerdings sind bei dieser reinen R/C-Konstruktion des Empfangkreises Abweichungen der effektiv empfangenen Frequenz in Abh�ngigkeit von Zeit, Signalst�rke und W�rme recht m�hsam und bedingen, dass der Decoder immer wieder manuell abgestimmt wird. Eigentlich w�re ein Heterodyne oder �berlagerungsempf�nger mit Quarzreferenz, gutem ZF-Filter oder auch mit PLL ideal. Dies w�rde aber bereits die Qualit�t des Originaldecoders �bertreffen, der funktioniert n�mlich auch nach dem Geradeausprinzip.

Wer Fragen oder Anregungen hat, kann diese mir gerne mitteilen. Antwort wird nicht garantiert, aber interessante Fragen beantworte ich nat�rlich gerne !

[email protected]

A little FAQ about TC Decoding

Frage: Wei�t du, ob dieser Decoder in XY-Hausen oder mit der Hinterpfupfinger Kabelanlage l�uft ?
Antwort: NEIN, NEIN und nochmals NEIN ! Ich weiss nur, dass er heute in Z�rich City l�uft.

Frage: Wird es irgendwann eine Weiterentwicklung/Verbesserte Version geben ?
Antwort: Nein, Die Zeiten analoger Decodiertechniken sind definitv vorbei, und ich habe mittlerweile andere Hobbies und Interessen.

Frage: Woher kann man sich eigentlich das Know-How beschaffen, um selber so einen Decoder zu konstruieren ?
Antwort: Man hat einen Beruf wie zB Radio/TV-Techniker erlernt (mein Ex-Beruf), oder besch�ftigt sich meinem Hobby Amateurfunk.

Frage: Wieso hast du bei deiner Seite eigentlich so ein doofes Hintergrundbild und weisse Schrift gew�hlt ?
Antwort: Damit ihr schlechter drucken k�nnt ;-) nein. 1997 gab es noch kein Webdesign mit Dreamweaver, Shockwave usw. und das Design bleibt jetzt wie es ist. Ge�ndert wird jetzt nichts mehr. It�s a piece of Internet-History.

Frage: Ich arbeite im Auftrag von Teleclub und finde diese Seite logischerweise nicht okay.
Antwort: Verstehe ich, aber ich will damit kein Geld verdienen. Mir geht es nur ums �knacken�. Verwendet halt bessere und neuere Codierverfahren. An der Kirch-Pleite habe ich keine Mitschuld. Ich kann auch nichts daf�r, dass sich mit Pay-TV in Europa nicht genug Geld verdienen l�sst.




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last changed: 14.4.2002

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