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Werte Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle will ich zun�chst auf HEAD IN THE CLOUDS hinweisen, ein fannisches Unternehmen von Uwe Janssen, Neus�dender Weg 30, 26125 Oldenburg, das Postkarten in Kleinauflagen und mit verschiedenen Motiven anbietet (auch SF- und Fantasy-Bilder). Die Postkarten kosten pro St�ck 1,00 DM plus Portokosten, die von der Anzahl der beststellten Karten abh�ngig sind. Uwe hat den HEAD IN THE CLOUDS POSTCARDS NEWSLETTER herausgegeben, in dem die Kartenmotive abgedruckt sind und der kostenlos bzw. gegen R�ckporto erh�ltlich ist.. Uwes erschwingliche Karten sind empfehlenswert f�r diejenigen, die nicht st�ndig 08/15-Postkarten verschicken wollen. Mit Uwe sind auch Tauschgesch�fte m�glich (z. B. gegen Fanzines im Verh�ltnis von eine Karte = 1,00 DM).

Meine wenigen Bemerkungen zu dieser FANZINE-KURIER-Ausgabe bestehen in der Mitteilung, da� mich die Besprechung �ber FURTHER TALES OF BLOOD AND LOVE noch nicht erreicht hat, die Rezensionen �ber STERNENFEUER 7 und �ber MONOCHROM 6/7 zwar vorliegen, aus Platzgr�nden aber nicht mehr in dieser Ausgabe abgedruckt werden k�nnen. sondern im FK 78 erscheinen werden, gemeinsam mit Besprechungen �ber ALIEN CONTACT 26, SOLAR-X 84, IRRLICHTER 2: NACHBARN, SOL 5, ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN 139 sowie BAWUEMANIA 12.

Viele Gr��e

Armin M�hle


DIE GRAUE ALLIANZ 2: K�MPFE UM DIE MACHT
SOLAR-X 82
ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN 138
PARADISE 20
TUMOR 6
SOLAR-X 83
T�NZER 9
GESCHICHTEN DER NACHT 16: DAS HAUS DES THOT ODER...
SOL 4
BONSAI 9
infoSFera 6/96/DORADO RAGANOS 6/96



DIE GRAUE ALLIANZ 2: K�MPFE UM DIE MACHT
84 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.)., Mittelheftung.
Auflage: 100 Exemplare, 5,00 DM.
Bezug: TERRANISCHER CLUB EDEN, Kim Stark, Rieslingweg 32, 55545 Bad Kreuznach.

Was f�llt einem angesichts des Titels spontan ein? - Der Graue Rat aus der Serie BABYLON V und "hoffentlich sind Sie Allianz versichert"...

Fans spinnen gern eigene Handlungsf�den im Rahmen ihrer Lieblingsserie, sei es nun STAR TREK, STAR WARS, RAUMPATROUILLE, REN DHARK, ATLAN oder wie im vorliegenden Fanzine PERRY RHODAN (ehrlich gesagt, warte ich immer noch auf die erste fannische X-AKTE, die zu mir findet).

Meist bewegen sich diese Erz�hlungen im Bereich der Short-, eher seltener Longstory, aber fast gar nicht im heftf�llenden Umfang. Nicht nur ist es schwierig, eine lange Handlung logisch und spannend �ber 80 Seiten aufzubauen, es mangelt leider auch an Fanzineherausgebern, die sich solcher Projekte annehmen.

Eine Ausnahme ist offensichtlich Kim Stark, denn dies ist bereits das zweite Fanzine dieser Art aus seiner Werkstatt, das mich erreicht.

Nun gut, da haben wir ihn: einen PERRY RHODAN-Roman von Wendelin Abt, zweiter Band (der erste ist noch erh�ltlich und ein dritter f�r Mai angek�ndigt).

Es ist schon mehr als zehn Jahre her, da� ich mich aus der Endlos-Serie um unseren "Erben des Universums" ausgeklinkt habe. Ab und zu erz�hlt mir zwar jemand, was zuletzt passierte, aber die Schaupl�tze, neuen Termini und auch viele der Handlungstr�ger sind blo� noch b�hmische D�rfer f�r mich.

Wendelin siedelt seine Geschichte im Jahr 1147 NGZ an - die treuen Leser werden besser als ich wissen, welche Ereignisse im Pabel-Universum den Background bilden. Eine der Hauptpersonen ist Atlan (prima, wenigstens den kenne ich, er war auch stets eine meiner Lieblingsfiguen), und auch Ronald Tekener taucht sp�ter auf.

Atlan und einige seiner Mitarbeiter sind aus Andromeda zur�ckgekehrt, doch wirken sie auf den "jungen" (extra f�r Dich, Wendelin! - s. u.) Arkoniden Kassian merkw�rdig ver�ndert. Zunehmend dr�ngt sich ihm der Eindruck auf, da� die einst liberalen Politiker eine Diktatur auf Arkon zu errichten versuchen. Sein Bed�rfnis, sich abzusetzen, f�hrt ihn zu einer Widerstandsbewegung, die sich "Freunde" nennt und ein Attentat auf Atlan ver�ben will.

Derweil fliegt das Raumschiff ENDOOR (schrieb sich nicht ein Mond bei STAR WARS mit einem "o" weniger?) nach Andromeda und wird prompt gekapert. Als Arun und Lyra wieder zu sich kommen, finden sie sich in der Gesellschaft Atlans und seiner Kameraden wieder. Gemeinsam schmiedet man Pl�ne, sich aus der Gefangenschaft zu befreien.

Nanu, Atlan auf Arkon und Atlan in Gefangenschaft, wie ist das m�glich? Wird der Arkon-Atlan Opfer der Attent�ter und entkommt der gefangene Atlan? - Tja, wer es wissen m�chte, sollte Wendelins Roman lesen.

Tats�chlich macht Wendelin seine Sache ganz gut. Er wechselt regelm��ig die Schaupl�tze, und am Schlu� laufen die verschiedenen Handlungsstr�nge zusammen. Er beherrscht eine Vielzahl Figuren, die alle ihre Aufgabe erf�llen. Man vermi�t allerdings detaillierte Beschreibungen und tiefergehende Charakterisierungen; hierbei greift Wendelin auf die sattsam bekannten Trichterbauten auf Arkon, die rotgoldenen, bei Erregung tr�nenden Arkonidenaugen und die samtbraune Haut (Cordsamt oder Paneesamt, hellbraun oder dunkelbraun - das habe ich mich schon immer gefragt) der Tefroder u. �. zur�ck. Des weiteren setzt er auf den Aha!-Effekt, indem er unz�hlige Begriffe aus l�ngst vergangenen goldenen PR-Zyklen einflechtet: Condos Vasac, Gys-Voolberah, Mirona Thetin ... (aha, da kenne ich mich noch aus).

Sein Stil, der auf den ersten Seiten etwas holpert, wird gleichm��iger und fl�ssiger, nachdem Wendelin sich erstmal eingeschrieben hat. Man stolpert jedoch �ber Wiederholungen, Redewendungen und �berfl�ssige, wenig phantasievolle Vergleiche, die witzig wirken sollen, aber nicht einmal ein Verziehen der Mundwinkel hervorrufen. Z�hl doch mal nach, Wendelin, wie oft Du Kassian (und andere) als "jungen" Arkoniden bezeichnet hast; wir haben uns das schon beim ersten Mal gemerkt und brauchen nicht auf jeder Seite darauf aufmerksam gemacht zu werden, da� er zwischenzeitlich keinem rapiden Alterungsproze� erlegen ist. Und wie flucht eine Springer-Marktfrau oder ein arthusischer Maultiertreiber?

Spannung will nicht so recht aufkommen. Es fehlen ein bi�chen die richtigen Worte, es werden auch viel zu viele gemacht, Phrasen bremsen den Schwung. Der Kampf gegen die Roboter, der zu Beginn den Leser fesseln soll, ist schwach geschildert. "Sie aktivierten ihre SERUNS, und Gravotriebwerke, Paratronfelder und Kombistrahler im Kanonenformat ..." (Seite 5); wer merkt was? - "Au, verdammt!" (Seite 6).

�brigens, die Graue Allianz h�llt sich noch in ihren Grauschleier und tritt nicht in den Vordergrund. Vermutlich spart sich der Autor die Enth�llung f�r Nummer 3 auf, und bis dahin sind die Helden hoffentlich Allianz-versichert, um den Schaden einzugrenzen ...

Bleibt noch anzumerken, da� Gabi Scharf einige Illustrationen beisteuerte, die leider nicht �berzeugen k�nnen.

Wendelin hat die Story im Griff. Mit mehr Routine wird er gewi� auch die genannten M�ngel ausmerzen k�nnen. Bei aller Kritik darf man schlie�lich nicht vergessen, da� hier ein Fan und kein Profi schreibt, und der Fan schreibt gut! Als Erg�nzung zur PR-Serie sind seine Geschichten lesenswert, und 5,00 DM f�r �ber 80 Seiten sind nicht zuviel.

Irene Salzmann

Kranzberg


SOLAR-X 82
44 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.), Mittelheftung.
Auflage: 95 Exemplare, 3,50 DM, 12er-Abonnement 40,00 DM.
Bezug: ANDROMEDA SF-CLUB HALLE, Wilko M�ller jr., Volhardstr. 20, 06112 Halle/S.

Drei Ausgaben des SOLAR-X wurden im letzten FK besprochen. Wieviele werden es diesmal sein? Wann endet die Rezensentenwut von Wilko M�ller? Oder geben die Verlage auf und ersparen sich somit weitere kritische Bemerkungen der Hallenser? Wird dem ANDROMEDA-Club irgendwann das Material ausgehen, und ich die Gunst haben, das einzige SOLAR-X in einem FANZINE-KURIER besprechen zu d�rfen? Und wird mir dann etwas einfallen, was diese einzigartige Stellung rechtfertigt? Aber gehen wir lieber von den Sorgen und N�ten eines armen, ausgebeuteten FK-Mitarbeiters an diesem tr�bseligen Februartag �ber zu der neuen Ausgabe des unerm�dlichen Magazins aus Halle.

Diese Ausgabe bietet wirklich etwas Ungew�hnliches. Fast die H�lfte des Umfangs wird durch Kurzgeschichten bestritten. So beklagt Wilko auch in seinem kurzen Vorwort, da� nur wenige Rezensionen eingegangen seien (wahrscheinlich w�rde es ihn zur Raserei treiben, wenn ich behauptete, ich h�tte nichts gegen Rezensionen und sekund�rliterarische Beitr�ge (was stimmt) und k�nne auf Stories locker verzichten (kommt auf die Stories an), aber ich behaupte es ausdr�cklich nicht.) Die Verlage jedoch k�nnen - f�r einen Moment - aufatmen...

F�nf Stories insgesamt, die sowohl stilistisch als auch inhaltlich sehr unterschiedlich sind. Die wohl ungew�hnlichste und meiner Meinung nach beste liefert Tom Hesche. In "Ph�nomen" schildert er, wie es der Menschheit beinahe fast gelungen w�re, in Gestalt des Rentners Werner K. zu einer neuen, h�heren Bewu�tseinsebene zu gelangen. Warum es dann doch nicht dazu gekommen ist, welche Rolle der Traktorfahrer J�rgen S. und ein sprechender Pilz dabei spielten, schildert Tom Hesche mit einer geh�rigen Portion Humor und einer guten Scheibe Lokalkolorit. Eine sch�ne, mit zweieinhalb Seiten fast zu kurze Groteske.

Von "vereinzelt aus den Wolken fallenden Lichtfingern, eine halb erinnerte Erinnerung an vergangene, rotgoldene Sommernachmittage", von der "s��esten Erinnerung", die den "Geschmack des Augenblicks nicht zur�ckzuholen vermag" schreibt Eddi Angerhuber in seiner Geschichte "Der Schwanz der Schlange". Die Melancholie mag ja gewollt sein, in dieser H�ufung wirkt sie jedoch nur peinlich, auch wenn es sich um eine Abschiedsgeschichte handelt. Die Protagonistin entdeckt eines Tages, da� ihr langj�hriger Besch�tzer in einer Welt nach dem Atomkrieg in Wirklichkeit ein Wesen aus einer anderen Welt ist, das normalerweise in Gestalt einer blauen Pyramide durch das All wandelt. Das alles riecht zu sehr nach Esoterik, und die sprachliche Aufgeblasenheit l��t der eigentlich vielversprechenden Idee der Geschichte keine Chance, sich zu entwickeln.

Alfred Bekker beschreibt einen "Wahnsinn mit Methode". Er l��t seinen Protagonisten die Frage stellen, warum es nicht �hnlich wie bei Computerviren m�glich sein sollte, mittels eines Oszillators und eines Videorecorders, Daten von einem Auto zum anderen, von Registrierkasse oder dem Parkautomaten auf andere Ger�te zu �bertragen. Ein unwahrscheinliches Chaos w�re die Folge. Auch hier h�tte man aus der Idee viel machen k�nnen, es bleibt jedoch bei einem Gespr�ch in dem der Protagonist der Story seine Idee schildert. Eine "Geschichte" wird daraus leider nicht.

Ganz anderes Kaliber hat dagegen "jons" Story �ber einen "Einsatzpiloten". Dieser erz�hlt aus der Ich-Perspektive, die stilistisch gekonnt umgesetzt ist, seine seltsamen Erlebnisse auf einer stillgelegten Raumstation. Der Beitrag zeichnet sich durch eine gute Portion Horror sowie einer glaubw�rdigen Handlung aus, die es au�erdem schafft, Spannung auch aus dem angespannten Miteinander der handelnden Charaktere zu erzeugen.

Letzter im Bunde ist Thomas Wagner. In "Matrioschka" schildert er die Erlebnisse eines Mannes, der es nicht schafft nach einer Session in einem Simulationsstudio wieder in die Realit�t vorzudringen. Immer wenn er glaubt, den Schleier zerrissen zu haben, taucht wie bei den russischen Puppen eine neue Ebene auf. Thomas verquickt dies mit den Kindheitserinnerungen seines Helden und deutet dabei viel an, ohne gro� zu erkl�ren. Eine sch�ne Geschichte mit dem notwendigen "Sense of Horror".

Eine genauso ambivalentes Bild wie die Geschichten hinterlassen die Rezensionen und andere Beitr�ge dieser Ausgabe. Ohne auf jede einzelne eingehen zu wollen, habe ich mich doch sehr �ber die beiden SHADOWRUN-Besprechungen von Tina Krei�ler ge�rgert. Die Besprechungen leiden darunter, da� Tina anscheinend begeisterter Fan dieser Serie ist. In der ersten Rezension gibt sie sogar zu, das Buch zu schnell gelesen zu haben, um wirklich alles verstanden zu haben... Keine gute Basis f�r eine Rezension. Zudem ist der Anteil der Inhaltsangabe an der Gesamtrezension, wie bei einigen anderen auch, sehr hoch.

Diese Ausgabe des SOLAR-X pr�sentiert sich also insgesamt sehr heterogen, sowohl in Art als auch Qualit�t der Beitr�ge. Der hohe Story-Anteil ist jedoch ungew�hnlich. Ein Fazit erspare ich mir, da dieses wahrscheinlich l�ngst von der Realit�t, sprich: der n�chsten SOLAR-X Ausgabe �berholt wurde...

Holger Marks

Marburg


ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN 138
92 Seiten DIN A 4, Offset, Klebebindung.
Auflage: 500 Exemplare, 8,00 DM.
Bezug: SCIENCE FICTION CLUB DEUTSCHLAND, Andreas Kuschke, Billerbeck 25, 29465 Schnega.
Bankverbindung: Saar Bank eG (BLZ 591 900 00), Konto 00 11 33 11.

Das 138. ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN ist die zweite Ausgabe von Thomas Recktenwald, seines Zeichens erster Vorsitzender des SFCD, �ber die Geschichte des internationalen SF-Fandoms. Die erste ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN-Ausgabe zu diesem Thema wurde ebenfalls von ihm zusammengestellt, trug die Nr. 115 und erschien vor etwa sechs Jahren.

Auch in ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN 138 werden die Artikel zweisprachig dargeboten, zum einen in einer deutschen, zum anderen in einer englischen Version. Damit zielt der SFCD bzw. der Redakteur der vorliegenden Ausgabe nat�rlich auf einen Verkauf seines Produktes im internationalen Fandom ab; freilich stehen f�r diesen Zweck lediglich etwa 100 Exemplare zur Verf�gung, da der �brige Teil der Auflage an die Mitglieder des SFCD verteilt wurde. Ich r�ume aber ein, da� im bundesdeutschen Fandom Fanzines existieren, deren Auflage noch niedriger ist (wie beispielsweise der FANZINE-KURIER)... Jedenfalls f�hrte der zweisprachige Abdruck der Texte zur Verwendung einer sehr kleinen Schrift (10 Punkt oder kleiner), was die Lekt�re der Ausgabe zu einer unangenehmen Angelegenheit macht, zumal sie nicht mehr als ein halbes Dutzend gro�formatige Zeichnungen und genauso viel schlecht reproduzierte Fotoseiten enth�lt.

Rob Hansen setzt seinen Bericht �ber die Geschichte des britischen Fandoms fort; diesmal gibt er die Geschehnisse und Entwicklungen in den f�nfziger Jahren in der Fanszene der britischen Inseln wieder. Es ist ein ausgesprochen ausf�hrlicher Artikel, der zwei Drittel der Ausgabe einnimmt und deshalb nur als �bertrieben detailliert bezeichnet werden kann. Immerhin macht der Beitrag einige Parallelen zur Entwicklung des bundesdeutschen Fandoms deutlich: Die britischen Fans standen vor denselben technischen Probleme wie die Deutschen und vor pers�nlichen Animosit�ten und den daraus resultierenden unsachlichen Auseinandersetzungen waren sie auch nicht gefeit. Zdenek Rampas schildert "Die Entstehung des tschechoslowakischen Fandoms" und weist auch mehrfach auf seine eigene Rolle darin hin. Der Artikel endet Mitte der achtziger Jahre; es w�re noch interessant gewesen zu erfahren, wie sich die Spaltung der Tschechoslowakei Anfang 93 auf ihr SF-Fandom ausgewirkt hat.

Aber auch das bundesdeutsche SF-Fandom findet Erw�hnung in ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN 138, und zwar durch den Abdruck des Berichtes von Walter Reinecke und Waldemar Kumming �ber den bislang einzigen WorldCon in Deutschland, den HeiCon, der im Sommer 70 in Heidelberg veranstaltet wurde. Es ist ein interessanter Bericht: Die pers�nlichen Animosit�ten sind auch hier zu finden, die fast dazu f�hrten, da� ein Schl�gertrupp gegen die St�renfriede in Marsch gesetzt wurde, und der Kost�mball war offenbar ein attraktiver Programmpunkt - zumindest f�r die Autoren. Alle �brigen Programmpunkte blieben f�r sie offenbar unergiebig, aber das ist eine Wertung, die in j�ngeren Berichten auch oft �ber das Angebot der zeitgen�ssischen SF-Cons gemacht wurde.

Das ANDROMEDA SCIENCE FICTION MAGAZIN 138 ist, zugegeben, kein Fanzine f�r einen SF-Hobbyisten wie mich. Es ist vielmehr von und f�r Fans gemacht, dessen Kredo "fandom ist a way of life" lautet.

Armin M�hle

Wallenhorst


PARADISE 20
112 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.)., Mittelheftung.
Auflage: 50 Exemplare, 6,50 DM, 6er-Abonnement 35,00 DM.
Bezug: TERRANISCHER CLUB EDEN, Kim Stark, Rieslingweg 32, 55545 Bad Kreuznach.

Wenn ein Club mit 27 Mitgliedern ein Fanzine von 112 Seiten produziert, w�hrend andere Clubs mit weitaus mehr Mitgliedern weitaus d�nnere Clubhefte herausbringen, dann l��t das entweder auf einen besonders aktiven Verein oder einen besonderen Anla� schlie�en. Die 20. Ausgabe des TCE-Fanzines PARADISE gibt Hinweis auf beides.

Neben den �blichen Interna wie Kassenberichten und LoCs beinhaltet das vorliegende Fanzine auf fast 20 Seiten umfangreiche Impressionen von den PR-TAGEN in Sinzig, die alle Beteiligten rechtschaffen beeindruckt zu haben scheinen. Es folgt eine Fortsetzungsgeschichte, die ich nicht gelesen habe, da ich die vorangegangenen Teile nicht kenne, bis schlie�lich Kirk Canning (alias Matthias Richter - jeder im TCE mu� sich irgendein Pseudonym zulegen) mit "Parhelia" die erste abgeschlossene Geschichte pr�sentiert, eine kleine Geschichte um eine UFO-Sichtung, die dann vielleicht doch keine war... Stilistisch manchmal ein wenig holprig, aber mit einem durchdachten Hintergrund. Claus Landgrebe versucht sich in "M�belgespr�che" wieder mit einer seiner etwas parodistisch anmutenden Stories. Diesmal unterhalten sich einige M�bel �ber hochphilosophische Dinge wie z. B. die Entwicklung des Menschen und seinen Drang, sich selbst zu zerst�ren. An sich eine ganz witzige Idee, w�rde Claus nicht allzu sehr den moralischen Zeigefinger erheben und vor allem zum Ende hin etwas zu dick auftragen.

Auch die weiteren Beitr�ge bieten einen bunten Querschnitt durch die Interessen der Clubmitglieder. Offenbar gibt es unter dem Titel "Music Hall" eine regelm��ige Kolumne �ber Musikalisches, wobei kaum eine Stilrichtung der modernen Musik ausgelassen wird. F�r ein SF-Fanzine vielleicht etwas ungew�hnlich, aber nichtsdestotrotz sehr informativ aufgezogen. Auch f�r den Hobby-Astronomen findet sich neben den zahlreichen Kurzgeschichten ein Blick in den Nachthimmel und sowohl Trekkies als auch PR-Fans werden mit News und Episodenf�hrern versorgt.

Der umfangreichste Beitrag ist eine Story von Selana Bashir alias Monika Abt. Es handelt sich um eine AKTE X-Geschichte mit den bekannten FBI-Geisterj�gern Mulder & Scully in den Hauptrollen. Leider ist es hier wie bei vielen Stories, die von Fans zu ihren Lieblingsserien geschrieben werden: An die Qualit�t des Originals kommen sie selten heran. Immerhin ist der Autorin eine gewisse Hartn�ckigkeit zuzugestehen, eine Story �ber 20 eng beschriebene Seiten durchzuhalten. Die Story um den Mord an einen Ufologen ist aber zu sehr an der Dramaturgie der Fernsehserie orientiert, als da� sie in schriftlicher Form �berzeugen k�nnte.

PARADISE 20 ist in vielerlei Hinsicht das typische Clubfanzine. Es ist m��ig, sich �ber die Auswahl Gedanken zu machen, da die auf der einen Seite immer auf die Clubmitglieder beschr�nkt ist und auf der anderen Seite der Redax ja immer nehmen mu�, was kommt. Unter dieses Vorzeichen bietet das vorliegende Heft sozusagen f�r jeden Geschmack etwas. Die 112 Seiten spiegeln ein aktives Clubleben wider, von dem sich so manch anderer Laden eine Scheibe abschneiden k�nnte. Da� die Mitarbeiter gr��tenteils Neos sind, deren Beitr�ge den einen oder anderen Mangel haben, ist dabei irrelevant. Auch f�r Au�enstehende daher eine durchaus kurzweilige Lekt�re.

Dirk van den Boom

M�nster


TUMOR 6
52 Seiten DIN A 4, Offset, Mittelheftung.
Auflage: unbekannt, 6,80 DM.
Bezug: Heiko Henning, Bremer Str. 44, 49074 Osnabr�ck.

Manchmal h�lt der Inhalt eines Fanzines einfach nicht, was das Cover verspricht, und hin und wieder ist das auch ganz gut so. W�re TUMOR 6 n�mlich so, wie Roman Turowskis Titelbild erwarten l��t, so w�rden sich wohl nur die Damen und Herrn der Bundespr�fstelle f�r jugendgef�hrdende Schriften daf�r interessieren. Die deutliche Darstellung eines erigierten Penis, wie er in irgendwas herumstochert, das - je nachdem welches zeichnerisches K�nnen man Roman Turowski unterstellen m�chte - sowohl eine triefnasse Vagina wie auch ein zu spitz geratener Hintern sein k�nnte, und die explizite Darstellung sexueller Gewalt: das sind genau die Zutaten, die bei den H�tern der Jugendmoral das Alarmlicht in vermutlich genau der Farbe angehen lassen, die dem roten Karton des Heftes sehr nahe kommt. Wir Aufgekl�rten dagegen d�rfen uns �ber die danebengegangene Provokation am�sieren und noch mehr dar�ber, da� dem Zeichner zu TUMOR und 6 nichts anderes eingefallen ist, als eben das, was wohl auch den obigen Damen und Herrn dazu eingefallen w�re. Das Naheliegendste n�mlich: die schleimspritzende Kopulation zweier zombieartiger Gesch�pfe.

Da� TUMOR 6 mehr bietet als Blut, Schleim und Klischees, ist vor allem Th. Wagner zu verdanken, der seinen (oder die ihren?) Vornahmen tats�chlich hinter einem Punkt zu verbergen sucht. Mehr als die H�lfte der Geschichten dieses Bandes stammt von Th. Und es sind auch die besten. In "Die Farben der Tiefe" schickt uns Th. auf die Jagd nach einem totgeglaubten K�nstler, dessen Alptraumbilder einst die Kunstgemeinde in den Bann gezogen hatten. Die Geschichte ist ziemlich konventionell. Schon bald liegt auf der Hand, da� die auf Leinwand gebannten vermeintlichen Alptr�ume einen realen und um so entsetzlicheren Hintergrund haben m�ssen. Dagegen f�hrt Th. uns mit "Die gelbe Zeit" in den ganz allt�glichen Horror eines viel zu hei�en Sommertages jener Art, die den Asphalt zum Kochen bringt. Irgendwo in einer heruntergekommenen Wohnung haust sein Protagonist und bekommt immer gr��ere Schwierigkeiten, zwischen Wirklichkeit und Wahn zu unterscheiden. Die Fliegen, die die ganze K�che in einer dicken Schicht aus krabbelndem Schwarz �berziehen, scheinen nur ein vor�bergehender Tagtraum. Aber was ist mit der alten Nachbarin, die seit Stunden im Hof in der prallen Sonne steht und sich nicht mehr bewegt? Und hat die junge Frau nebenan gerade tats�chlich ihren Mann erschlagen? Das zu entscheiden bleibt der Phantasie �berlassen. "Die gelbe Zeit" ist auf jeden Fall eine atmosph�risch bedr�ckende Geschichte, die �berzeugt. Das gilt auch f�r "Matrioschka", in der der Protagonist nach einer Hirnstimulation von einer Wirklichkeit in die andere st�rzt und jede neue sich wieder nur als Illusion entpuppt. Lediglich "Lactophobia" erscheint verungl�ckt. Es ist die auf eine Seite zusammengestauchte Geschichte eines Raub�berfalls, bei dem die R�uber hintergangen werden: denn zu holen gibt es nichts. Die ganze Aktion diente nur der Kaschierung eines Mordes. Erst im letzten Drittel kommt die Geschichte auf den eigentlichen Plot: die Flucht mit dem Flugzeug scheitert, eine Notlandung in den Alpen ist unvermeidlich. Doch statt der Idylle und Milka-K�hen, bekommen es die Ganoven nun mit der alpinen Variante des Werwolfs zu tun: der Werkuh. Insgesamt ist die Handlung mit unwichtigen Elementen und nebens�chlichen Schilderungen �berfrachtet. Verglichen mit den anderen drei Geschichten f�llt sie steil ab.

"Die Wanze des Herrn" ist die erste von zwei Stories von Eddie M. Angerhuber, die schw�lstige Ich-Erz�hlung eines Geistes, der die Seelen Sterbender in die Unterwelt entf�hrt. Eine junge Frau verweigert sich dem Geist. Sie will zuerst den Tod ihres Vaters r�chen, f�r den offenbar der Nachbar im Stock darunter verantwortlich ist. Die n�heren Umst�nde bleiben unklar. Noch unklarer bleibt, weshalb die Frau ihre Rache nicht vollzieht. Als der Geist nach vielen Jahren wieder erscheint, sinnt sie immer noch in ihrer Wohnung sitzend auf Rache und verweigert sich ihm erneut. Diesmal aber l��t er sich nicht erweichen - "Ich habe Order" -, f�hrt sie in das Jenseits und f�llt dann �ber den Nachbarn her: "Sein Leben verrann wortlos unter meinem Griff. Ich drehte ihm die Eingeweide um, nahm ihm die Augen aus den H�hlen; sein Saft f�llte die Ritzen zwischen den Dielen." Die zweite Geschichte tr�gt den Titel "Der wei�e Tod". Was der ersten fehlt, finden wir hier: eine klar durchgezogene und nachvollziehbare verst�ndliche Handlung und �berzeugend ausgearbeitete Charaktere. Da ist es zu verschmerzen, da� die Idee einem f�r Horrorstories �blichen Schema folgt: Ein junges Paar findet auf einem Schrottplatz inmitten verfallender Autos einen unber�hrten, unerkl�rlich anziehenden Gegenstand und nimmt ihn mit nach Haus. Dort kommt es bald zu merkw�rdigen Ver�nderungen bei den Leuten. Die Geschichte lebt von ihrer sp�rbaren Atmosph�re und ist eine der besten des Heftes.

In "Lebensl�ge", einem Comic von Roman Turowski begegnen uns dann die kopulierenden Zombies vom Titelbild wieder. Hier erfahren wir, da� es sich gar nicht um Zombies handelt, sondern um mutierte Wesen nach dem nuklearen Winter, die selbst nur Teil eines Alptraums sind und mit der Story nicht zu tun haben. Denn eigentlich geht es ja darum, da� ein alter Raumfahrer seinem Therapeuten die Lebensgeschichte erz�hlt. Feige ist er damals geflohen, als sein Raumschiff in Bedr�ngnis geriet. Sp�ter wurde er dann als einziger �berlebender gefeiert. Damit diese viele Jahre zur�ckliegende Geschichte nun niemand mehr erf�hrt, bringt der Alte den Therapeuten um. Zuhause dann holt ihn die Vergangenheit doch noch ein: Die tote Mannschaft von einst kommt vorbei und zerrt ihn in ihr Totenreich. Zeichnerisch ist an dem Comic nichts auszusetzen, die Bilder sind einfach, aber korrekt. Von der Story her gesehen verschwendet Roman die ersten zwei von f�nf Seiten an einem f�r die Handlung unwichtigen Alptraum, spult auf den n�chsten zwei Seiten den Hauptteil herunter, bevor auf der letzten die Toten ihre Rache bekommen: Eigentlich sind es ja drei Geschichten in einer. Und weil das f�r f�nf Seiten zu viel ist, bleibt das Gesamtwerk, das ohnehin g�ngige Horrorklischees nur kopiert, entsetzlich schwachbr�stig.

Der Sekund�rteil wird von Rezensionen beherrscht. CDs, Filme, B�cher, Fanzines - alle haben sie ihre eigene Rubrik. Udo Erhart w�re zu w�nschen gewesen, er h�tte die f�nf B�nde von THE GREEN MILE nicht nur einzeln, sondern etwas mehr im Zusammenhang besprochen. Insgesamt zeichnen sich seine (wie auch die �brigen) Rezensionen durch Ausf�hrlichkeit aus.

Die Aufmachung des Heftes unterscheidet sich dank DTP und gutem Druck nicht wesentlich von dem, was �blich ist. Lediglich einige �berschriften wurden zu klein und an unm�gliche Stellen gesetzt und einzelne Beitr�ge einfallslos in die Seite gequetscht. Ein bi�chen weniger Geiz mit dem Platz w�re daher w�nschenswert.

TUMOR 6 ist ein sehr schlechtes Zine - wenn man das Heft wegen des Covers und damit verbundener Erwartungen bezieht. Wer das nicht tut, der wird mit einem gelungenen Fanzine belohnt, selbst dann, wenn er sich normalerweise nicht zu den Horror-Fans z�hlt.

Thomas Schmitz

Bochum


SOLAR-X 83
44 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.), Mittelheftung.
Auflage: 95 Exemplare, 3,50 DM, 12er-Abonnement 40,00 DM.
Bezug: ANDROMEDA SF-CLUB HALLE, Wilko M�ller jr., Volhardstr. 20, 06112 Halle/S.

Nach nicht weniger als drei SOLAR-X-Rezensionen im FK 79 hat Euch wahrscheinlich diese hier gerade noch gefehlt. Aber: "Diesmal ist es anders!", denn die 83. Ausgabe des im allgemeinen soliden, lesenswerten etc. (...Ihr kennt das...) Fanzines aus Halle ist ein Themenheft.

Um "milit�rische SF" soll es gehen; Wilko M�ller jr. erl�utert dies als Science Fiction, die milit�rische Aspekte thematisiert, und macht gleich klar, da� er da kein echtes Legitimit�tsproblem sieht - Splatter gebe es ja schlie�lich auch noch. Es folgen zehn Kurzbesprechungen zu militari..., �h, milit�rischen B�chern von David Weber mit nachvollziehbaren Eindr�cken der Spannung und Faszination, denen Wilko bei der Lekt�re erlegen ist. �berdies begeistert er sich daf�r, da� Weber die Politik als "Feld der Unehre" abqualifiziert und dagegen das Milit�r f�r das "Feld der Ehre" h�lt. Sp�testens hier stellt sich in voller Sch�rfe die Frage nach "milit�rischer" und "militaristischer" SF. Ist vollkommene Vernichtung eine Alternative zu unvollkommener Politik? Tragen das konkrete Kampfgeschehen und das Verhalten der Soldaten im Kriege gegen�ber Feinden und Zivilbev�lkerung edle Z�ge? Kann die Vorbereitung auf einen Angriffskrieg ehrenvoll sein, wenn es der Krieg selbst nicht ist?

Andreas Hirn nennt Literatur, in der das Recht des St�rkeren dem "Greisengefasel der Demokratie" vorgezogen wird, militaristisch und freut sich dar�ber, da� der Gro�teil dessen aus den USA gar nicht erst her�berkommt. Das, was Wilko M�ller jr. weiter vorne preist, ist f�r Andreas "�berholte Denkart" - Wilko allerdings versucht, rechts vorbeizuziehen mit der Anmerkung, zwischen milit�rischer und militaristischer SF m�sse man eben unterscheiden. Zuzugeben ist ihm, da� er nicht f�r eine Verniedlichung der Kampfhandlungen eintritt. Eines schalen Nachgeschmacks kann man sich allerdings nicht erwehren, wenn die begeisterten Kriegsvorbereitungen in sch�ner Regelm��igkeit in ein m�rderisches Gemetzel m�nden - und dies von vornherein klar sein mu�. Wilko f�hrt an, da� viele Autoren milit�rischer SF nie Wehrdienst geleistet haben, zieht aber nicht die Konsequenz, da� sich nun einmal gerade solches am leichtesten glorifizieren l��t, von dem man den Alltag nicht kennt. Und da� "milit�rische SF" besonders gut sei, ist zumindest Wilkos Rezensionen nicht zu entnehmen - sie haben mir kein einziges Buch schmackhaft machen k�nnen. Nat�rlich wird gerade in der SF der Krieg immer wieder als Mittel benutzt, in ein Szenario einer zuk�nftigen Gesellschaft Bewegung zu bringen, um Langeweile beim Leser zu vermeiden. Selbst wenn dies vorgibt, Anti-Kriegs-Literatur zu sein, erscheinen dabei viele Schilderungen der Schrecken doch nur als Alibi, wenn das Milit�r als gut und Eins�tze nicht nur als verbissenes und verzweifeltes Sich-seiner-Haut-Wehren, sondern auch als heldenhaftes Geschehen dargestellt werden, wie z.B. in SPACE 2063. Noch verheerender war die Geisteshaltung wohl in der SF vor dem Ersten Weltkrieg; Klaus Geus berichtet in seinem - gelungenen - Artikel geradezu von einer Kriegssehnsucht.

Durch SOLAR-X tobt der Meinungskampf teils in versteckter, teils in offener Form: Besonders unfein verh�lt sich dabei Ralf Anders, indem er die pazifistisch angehauchte Story "Die verbotene Waffe" von Michael Tillmann in einer direkten Nachbemerkung verrei�t, statt die Beurteilung dem Leser zu �berlassen. Diese Kurzgeschichte wie auch "Nat�rliche Kriegsf�hrung" von Ralf Schulze sind weder umwerfend noch katastrophal.

Insgesamt hinterl��t SOLAR-X einen zwiesp�ltigen Eindruck - und ist damit der Thematik angemessen. Einerseits steht man mitten im (Konsumenten-) Leben und wei� um die menschliche Aggression, die immer wieder nach Ventilen sucht. Andererseits be�ngstigt die Vorstellung, da� die ultimate Gewalt in Darstellungen zur Volksbelustigung verharmlost, als von Grund auf legitim behandelt und auf diese Weise wieder leichter realisiert werden k�nnte.

Clemens Nissen s. ps.

Wangerland


T�NZER 9
44 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.), Mittelheftung.
Auflage: 100 Exemplare, 4,00 DM.
Bezug: Michael Breuer, Nie�enstr. 19, 51103 K�ln.
Bankverbindung: Stadtsparkasse K�ln (BLZ 370 501 98), Konto 73603128.

T�NZER ist ein Fanzine, das sich der "Publikation von Lyrik und Prosa in all ihren Spielarten" verschrieben hat. Michael Breuer pr�sentiert in der neunten Ausgabe viele Gedichte und drei Kurzgeschichten.

Da Gedichtkritiken nicht meine St�rke sind, versuche ich hier nur, einen kleinen Einblick zu vermitteln. Ohne Titel, aber mit viel Herzschmerz beginnt Swantje Baumgart den Lyrikreigen: "Deine Gedichte bluten, / hat einmal jemand / zu mir gesagt. / Er hatte recht..." Etwas handfester �bernimmt dann Stefan Gonschorek das Staffelholz: "Der Mond scheint. / Doch es ist / nur ein Alibi. / Ich wei�, er / plant einen Mord." Genial, finde ich. Ein gewisser "M." f�hrt fort mit "Aufregend schwarzen, bitters��en Gedanken" und Dirk de Lange, der auch das Heft mit einigen eher m��igen Grafiken illustriert hat, schlie�t sich an mit: "Wahre Augen / Treue Augen / Tiefe, blaue Augen". Ich und Lyrik - das sind zwei Welten, die wohl nie zusammenfinden werden. Ich gebe es auf und wende mich den Kurzgeschichten zu.

In "Schwarze Z�ge - rote Tr�ume" von Arnold Reisner wird eine Frau bei einer Zugreise von ihrem Vampirbaby ausgesaugt, man ist sich am Ende nicht sicher, ob es nur ein Traum war. Es handelt sich um eine Horrorstory, die an der empfindlichen Mutter-Kind-Schnittstelle ansetzt. F�r mich als werdenden Vater sind solche unappetitlichen Geschichten �berhaupt nichts.

F�r mich ist eher die zweite Geschichte was, denn da geht es um die Liebe, el amor, das ewige Thema. Herausgeber Michael Breuer erz�hlt die Geschichte einer Urlaubsbekanntschaft, die ein nettes Nachspiel nach sich zieht, inklusive Verstecken im Kleiderschrank vor der b�sen Schwiegermutter, und die, wie so viele Urlaubslieben, nach einigen Monaten endet. Obwohl ganz am�sant zu lesen, haftet der Geschichte stilistisch etwas Dokumentarisches oder Autobiographisches an, das ihr an manchen Stellen den Schwung raubt.

"Einer von vielen" Fans eines Autors ist der Protagonist einer l�ngeren Geschichte von Ralf Schulze. Bei einer Signierstunde rettet er dem verehrten Autor das Leben und darf sich etwas w�nschen. Sein Wunsch, vom Autor inspiriert zu werden, schafft eine magische Verbindung zwischen beiden. Die Inspiration wandert vom Autor auf den Fan �ber, und der Aufstieg des einen ist begleitet vom Abstieg des anderen. Die Idee, die mich ein wenig an DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY erinnerte, wird von Ralf Schulze durchaus solide ausgef�hrt. Er vermittelt die Ver�nderungen der Figuren recht glaubhaft, und man nimmt ihm ab, da� der Fan, frei nach dem Motto "Erfolg macht sexy" schlie�lich auch die Frau des Idols erobert. Der Schlu� der Story hat einen leichten Rohrkrepierer, weil nicht ganz klar wird, wie der letzte Satz gemeint ist. Nicht ganz �berzeugend wirkt auch die Ver�ffentlichung in einem Fanzine als erster Schritt auf der schriftstellerischen Karriereleiter.

T�NZER 9 hat auch ein Vorwort, das in seltsamem Kontrast zu den hochgeistigen Lyriken des Heftes steht. "Hallo, ihr Freaks!" wird man da begr��t. Man erf�hrt, da� der Drucker des Herausgebers abschmieren k�nnte und bekommt in Klammern ein paar "hoho" und "grins" mitgeliefert. Typisch Fan, denkt man sich mit einem Kopfsch�tteln. Na Hauptsache, es macht Spa�.

Johannes Unnewehr

Heidelberg


GESCHICHTEN DER NACHT 16: DAS HAUS DES THOT ODER GANTENBRINKS BR�CKE
48 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.)., Mittelheftung.
Auflage: 50 Exemplare, 4,00 DM.
Bezug: TERRANISCHER CLUB EDEN, Kim Stark, Rieslingweg 32, 55545 Bad Kreuznach.

Wenn eine eine Reise tut, dann kann sie was erz�hlen. Offenbar war die D�sseldorferin Christiane Lieke in ihrem Urlaub in Kairo, und zu Papier gebracht hat sie daraufhin stolze 48 DIN A-5 Seiten. So lang ist n�mlich ihre Novelle "Das Haus des Thot oder Gantenbrinks Br�cke", in der sie von den Ausgrabungen eines kanadischen Ingenieurteams in der Cheops-Pyramide erz�hlt.

Man merkt den zahlreichen Ortsschilderungen an, wie stark die �gyptische Hauptstadt auf Christine gewirkt haben mu�, falls meine Urlaubsmutma�ungen stimmen. Sie beschreibt das Stra�enleben, das �gyptische Museum mit all seinen Sch�tzen und Mumien und auch die Hotelanlage, in der sie wohl logierte, sehr emotional und ausf�hrlich. Leider bleibt dabei jedoch ob all des Lokalkolorits das erz�hlerische Moment der Novelle ziemlich auf der Strecke.

Nur wenig M�he gibt sich Christiane damit, die drei Hauptfiguren zum Leben zu erwecken. Die junge Kanadierin und ihre zwei m�nnlichen Begleiter reden zwar viel miteinander und mit ihren �gyptischen Kollegen, sagen dabei aber erstaunlich wenig. Meist geht es nur um irgendwelche technischen Probleme der Ausgrabungen, die einen Wederarch�ologen-Nochingenieur wie mich wahrlich nicht mitrei�en k�nnen. �ber ihre Charaktere, deren biografischen Hintergrund und ihre Motivationen erf�hrt man hingegen zu wenig, als da� man sich in sie auch nur einigerma�en hineinversetzen k�nnte oder wollte. Und wenn einer der m�nnlichen Hauptfiguren in einem Anflug von Charakterisierungsversuch in den Mund gelegt wird, er w�rde zur Not auch in "eine MC-Donnalds-Restaurant (sic!)" gehen, so wirkt das allein schon durch seine unrealistische Schreibweise nicht sonderlich glaubw�rdig. Und ob es im heimischen Quebec Frittenbuden mit Currywurst gibt, wie an anderer Stelle behauptet wird, wage ich auch zu bezweifeln.

Das Erz�hltempo ist dementsprechend schleppend. Die seitenweisen Ortbeschreibungen und Dialoge erm�den um so mehr, je weiter die Geschichte voranschreitet, ohne da� dem erz�hlerischen Knochenskelett endlich Fleisch in Form einer logisch aufgebauten und irgendwie mitrei�enden Handlung beigef�gt w�rde. Kurz: Es passiert und passiert bis zum g�hnend langweiligen Ende nichts Interessantes.

Leider kann die Geschichte auch stilistisch nicht fesseln. Schlampig ist das Ganze runtergeschrieben, aufs Korrekturlesen wurde verzichtet, so da� sich abstruse Tipp- und Syntaxfehler aneinanderreihen. Hinzu kommen zahlreiche Stilbl�ten zum Schlage eines: "'Inshallah!' rief sie in gebrochenem Englisch aus", die beim Lesen wenigstens hin und wieder ein m�des L�cheln hervorzurufen verm�gen.

Christine w�re vielleicht besser damit gefahren, wenn sie statt der 48 Seiten langen Novelle einen 16seitigen Reisebericht �ber Kairo verfa�t h�tte.

Joachim Stahl

Leinfelden


Sol 4
48 Seiten DIN A 4, Offset, Mittelheftung.
Auflage: 500 Exemplare, 6,00 DM.
Bezug: PERRY RHODAN-FANZENTRALE, Peter Fleissner, Eichenallee 9, 63457 Hanau.
Bankverbindung: Degussa Bank Frankfurt (BLZ 500 107 00), Konto 502454.

Das Fanzine SOL ist das offizielle Verlautbarungsorgan der PERRY RHODAN-FANZENTRALE. Diese wiederum ist ein Bestandteil der neuen PR-Marketingkampagne und soll offiziell den Zusammenhalt der PR-Fans untereinander st�rken.

Die vorliegende Ausgabe bietet somit alles, was das Herz des Perry-Fans h�her schlagen l��t. Neben Con- und anderen Veranstaltungsberichten finden sich Interviews, Zeichnungen und News rund um das Thema PR. Herausragende Beitr�ge sind beispielsweise das Interview, das R�diger Sch�fer mit Uwe Anton gef�hrt hat, der ja zumindest im TB-Bereich zu den PR-Autoren geh�rt und ein wenig von seinen Erfahrungen als Schriftsteller und �bersetzer in der deutschen SF-Szene weitergibt. Zu den erw�hnenswerten Beitr�gen geh�rt auch eine PR-Story von Achim Mehnert, der bekanntlicherweise sehr gut schreiben kann. Ob es aber an der Materie oder an einem schlechten Tag liegt, die Story "Lebensadern", die wieder so eine Geschichte aus der Gro�en Leere erz�hlt, ist streckenweise allzu s��lich und kitschig ausgefallen und d�rfte im Vergleich zu anderen Beitr�gen des Autors eher abfallen.

Ebenfalls erw�hnenswert ist ein Fortsetzungsartikel von Willi Diwo zur PERRY RHODAN-Rezeption in den Medien. Nachgedruckt werden hier Beitr�ge aus dem linken Magazin KONKRET, die Ende der sechziger Jahre erschienen und vor allem die damalige kriegerische und militaristische Phase der Serie beleuchteten. Das ist nicht nur ein interessanter Einblick in die Vergangenheit der Serie, sondern spannt auch einen Bogen in die aktuelle Handlung, in der Raumflotten und Transformkanonen ja offenbar auch wieder zu Ehren kommen. Diese Transferleistung m�ssen die Leser aber selbst erbringen, denn Diwo geht in seinem Kommentar (der eigentlich keiner ist, sondern nur die Vorgeschichte der Artikel wiedergibt) auf m�gliche Parallelen leider nicht ein.

SOL 4 ist inhaltlich durchaus abwechslungsreich. Die PR-spezifischen Beitr�ge werden durch allgemeine News, knappe Rezensionen zu B�chern und Filmen sowie zahlreiche gute Illustrationen aufgelockert. Formal ist das auflagenstarke Fanzine sauber und ordentlich layoutet, die Druckqualit�t ist akzeptabel. Man k�nnte also meinen, da� hier ein in jeder Hinsicht empfehlenswertes und lesbares Heft vorliegt.

Sicher ist SOL die deutlich reduzierte Fassung eines offiziellen PR-Magazins. Die enge Verbindung zwischen der PR-FANZENTRALE und VPM macht es offenbar notwendig, sich als Teil der neuen Werbekampagne einbinden zu lassen. Das f�hrt in positiver Hinsicht zu einem guten Informationsflu� (der aber auch nur vordergr�ndig ist, denn �ber die offenbar nicht unfundierten Ger�chte zum Ableben der Nachauflagen findet sich auch hier nichts) sowie zu einem gewissen finanziellen Unterfutter durch Anzeigenschaltungen. In negativer Hinsicht jedoch ist eine vollst�ndige Kritiklosigkeit in Bezug auf das behandelte Thema zu verzeichnen. Wenn schlie�lich auf Seite 34 noch der neue Marketing-Chef in einem ganzseitigen Portr�t mit Foto - quasi als Starschnitt - dargestellt wird, ist rasch deutlich, woher der Wind weht. Die Tatsache, da� andere Fanzines in SOL beispielsweise keine kostenlosen Austauschanzeigen ver�ffentlichen k�nnen, sondern solche nur gegen harte M�nze abgedruckt werden, ist ein weiteres Indiz daf�r, da� es sich bei SOL eben nicht nur um ein gut gemachtes PR-Fanzine handelt, sondern da� es mehr ist... Oder auch weniger, wenn man sich die unkritische Beliebigkeit der Beitr�ge ansieht. F�r den etwas kritischer eingestellten Fan bleibt angesichts dieser Entwicklung ein schaler Nachgeschmack �brig. Auch Redakteur Klaus Bollh�fener, der sich in seinem Editorial (inklusive einem mi�lungenen Portr�tfoto, das jedes PR-Fan-Klischee zu best�tigen in der Lage ist) eher jovial seinen Lesern n�hert, scheint ein gut funktionierendes R�dchen in dieser Maschinerie zu sein.

Eine Zusammenfassung mu� daher differenziert ausfallen: F�r den aufrechten PR-Fan ist SOL ein sicher lesenswertes, informatives und kurzweiliges Heft. F�r alle anderen ist es ein Produkt der neuen PR-Marketingkampagne, das ziemlich schlecht als Fanzine getarnt wurde und dessen Wert dadurch bereits erheblich relativiert wird.

Dirk van den Boom

M�nster


BONSAI 9
56 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.), Mittelheftung.
Auflage: 220 Exemplare, 1,50 DM.
Bezug: Peter Fleissner, Eichenallee 9, 63457 Hanau.

Der g�nstige Preis (R�ckporto) der neunten BONSAI-Ausgabe erkl�rt sich durch eine hohe Spende von Gisela Hundertmarck, der Schwester der vor etwa einem Jahr verstorbenen �bersetzerin Rosemarie Hundertmarck, mit der sich das Heft besch�ftigt. Rosemarie Hundertmarck hat in den letzten Jahren Kontakte zum bundesdeutschen Fandom gepflegt, vor allem durch die Teilnahme als Referentin an diversen Cons, wobei sie auch eine gewisse Selbstdarstellung betrieb (aber das ist nichts Ungew�hnliches); als �bersetzerin war sie nicht v�llig unumstritten.

BONSAI 9 beinhaltet freilich keine Exklusivbeitr�ge �ber und von Rosemarie Hundertmarck, sondern Nachdrucke, lediglich bei ihrer Bibliographie handelt es sich offenbar um einen Originalbeitrag. Der einzige weitere Beitrag, der sich mit der �bersetzerin besch�ftigt, ist der Nachruf von Arno Behrend (Erstabdruck im SF-OKULAR 148), die �brigen vier Artikel stammen von Rosemarie Hundertmarck selbst.

Als �bersetzerin des gr��ten Teils der DARKOVER-Romane war Rosemarie Hundertmarck f�r ihren Artikel "Spirituelle Aspekte von Marion Zimmer Bradleys Amazonenkult" pr�destiniert. Sie gibt einen �berblick �ber den Handlungsrahmen des DARKOVER-Zyklusses, bevor sie ausf�hrlich und kritisch auf die diversen Frauenb�nde, die Zimmer Bradley in der DARKOVER-Welt kreiert hat, eingeht. Wer die DARKOVER-Romane, vor allem jene, in denen die "Freien Amazonen von Darkover" die Protagonistinnen sind, aufmerksam gelesen hat, wird den Anmerkungen Rosemarie Hundertmarcks zustimmen k�nnen.

Ihren Artikel "�ber das Risiko, Messiasgestalten in der Science Fiction zu schildern" hielt Rosemarie Hundertmarck zuerst auf dem FreiCon 95. Sie bespricht kurz eine Reihe von SF-Romanen, die auf verschiedensten Arten und Weisen das Erl�sermotiv thematisieren. Die Anzahl dieser Werke ist bemerkenswert.

Ihren pers�nlichen Erfahrungen mit ihrem Beruf, Auftraggebern, Lektoren, Nachbarn, Familienmitgliedern und Fans schildert Rosemarie Hundertmarck in ihrem Artikel "Humoristische Aspekte der �bersetzert�tigkeit" (ebenfalls ein Convertrag, der jedoch nachtr�glich nicht als Artikel ver�ffentlicht wurde). Wie ein roter Faden zieht sich das Unverst�ndnis gegen�ber ihrer Arbeit, das Rosemarie Hundertmarck zu registrieren meint, durch den Text. Interessant ist auch, da� sich Rosemarie Hundertmarck nicht nur als �bersetzerin, sondern auch als Lektorin verstand - offenbar auch auf die Gefahr hin, dabei dieselben Fehler wie die von ihr zuvor gescholtenen Verlagslektoren zu begehen.

Den vierten Artikel, "Die Frauen als St�rfaktor", verfa�te Rosemarie Hundertmarck bereits in den siebziger Jahren. Sie trug darin eine Unzahl von Romanzitaten zusammen, die das erschreckend r�ckst�ndig-chauvinistische Frauenbild einer Reihe von Autoren, darunter auch so renommierte wie Arthur C. Clarke und Brian W. Aldiss, in einem vermeintlich zukunftsoffenen und fortschrittlichen Genre dokumentieren. Die Erkl�rung f�r dieses Ph�nomen ist freilich simpel: In etwa demselben Ausma�, in dem Science Fiction (und auch Fantasy) von M�nner f�r M�nner geschrieben wird, wird das Genre, von gewissen Ausnahmen nat�rlich abgesehen, frauenfeindlich bleiben.

Zur Erinnerung an Rosemarie Hundertmarck ist BONSAI 9 geeignet, es ist jedoch keine W�rdigung ihrer �bersetzerarbeit. Als ein sekund�rliterarisches Fanzine ist es jedoch interessant, zumal es faktisch verschenkt wird. Aus diesem Grund sei eine kurzfristige Bestellung empfohlen.

Armin M�hle

Wallenhorst


infoSFera 6/96 (41)
16 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.), Mittelheftung.
Auflage: unbekannt, 12er-Abonnement 17 Lt.

DORADO RAGANOS 6/96 (18)
20 Seiten DIN A 5, Kopie (verkl.), Mittelheftung.
Auflage: 70 Exemplare, 1,2 Lt.
Bezug: Gediminas Kulikauskas, Sauletekio Al. 6-303, 2000 Vilnius, Litauen.

Noch vor einem Jahr war mir der SF-CLUB DORADO nicht einmal dem Namen nach bekannt, mittlerweile habe ich (durch brieflichen Kontakt) einen recht guten Eindruck vom Clubleben und den Publikationen des r�hrigen Vereins bekommen. In Kooperation mit der PHANTASTISCHEN BIBLIOTHEK WETZLAR erschien in Vilnius bereits eine Anthologie deutscher Science Fiction, der Kontakt zum SFC BADEN-W�RTTEMBERG schl�gt sich in BAWUEMANIA 12 mit Gediminas Kulikauskas Story "Der Totengr�ber" nieder.

In infoSFera befindet sich u. a. ein Bericht �ber die Wetzlarer Bibliothek ("Weclaro Fantastikos Biblioteka") und immerhin eine Notiz zum SFCBW ("Badeno-Viurtembergo Fantastikos Kluba"). Lesen k�nnen die Fanzines leider nur Sprachkundige, da sie selbstverst�ndlich in Litauisch gehalten sind. Doch soviel ist f�r jeden offensichtlich, da� DORADO RAGANOS das Storyzine darstellt, w�hrend infoSFera vor allem News, Artikeln und Rezensionen vorbehalten ist. Die vorliegende Ausgabe ist durch einen sehr traurigen Anla� gepr�gt, da Arvydas Akelaitis (der sich scheint's vor allem der Lyrik gewidmet hat) nicht einmal 20j�hrig verstorben ist.

Wenn sich die Zusammenarbeit der DORADO-Fans mit deutschen SF-Clubs und -Fanzines weiter so gut gestaltet, wird man vielleicht in Zukunft �fters etwas von Margarita Luzyte, Diane Butkiene oder Ramunas Zimantas lesen k�nnen. Zum diesj�hrigen BaltCon (dem RatzeCon) hat sich eine Delegation des SFC DORADO Vilnius angek�ndigt.

Siegfried Breuer

Berlin


Der FANZINE-KURIER erscheint in der EDITION WHISPERING TIMES.

Herausgabe, Redaktion und Vertrieb:

Armin M�hle
Eibenweg 18
49134 Wallenhorst.

Preise: Einzelexemplar 1,20 DM, Jahresabonnement (6 Ausgaben) 6,00 DM (in Briefmarken oder als Verrechnungsscheck).

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Dirk van den Boom, Siegfried Breuer, Holger Marks, Clemens Nissen s. ps., Irene Salzmann, Thomas Schmitz, Joachim Stahl, Johannes Unnewehr.

Auflage: 70 Exemplare.
Besucher der Online-Ausgabe:

F�r Rezensionsexemplare sind wir stets sehr dankbar!


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