Online 75
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Werte Leserinnen und Leser, vor fast f�nfzehn Jahren, im Februar 82, erschien die erste, achtseitige Ausgabe des FANZINE-KURIER bzw. des SF-KURIER (SFK), wie das Fanzine seinerzeit hie�. Auch der Herausgeber war noch ein anderer; ich �bernahm den SFK erst mit der achten Ausgabe im Juni 83. Ich f�hrte den SFK bis zur Ausgabe 25 (September 85), bis ich ihn aus einer gewissen Motivationslosigkeit heraus und wegen der �bernahme der Fanzineredaktion in den ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD einstellte. Meinen Posten in der AN-Redaktion gab ich jedoch nach zwei Jahren auf und reaktivierte den SFK unter den zutreffenderenden Titel FANZINE-KURIER mit der 26. Ausgabe im Januar 88. Seitdem ist der FANZINE-KURIER ununterbrochen erschienen, mit jeweils f�nf oder sechs Ausgaben im Jahr. Ich will aber davon absehen, noch weiter mein Vorwort f�r den FK 50 (Juni 92) abzuschreiben, sondern will direkt daran anschlie�en: Kurz nach dem Erscheinen der Jubil�umsausgabe wurde auch der FK von der Welle der Splatterfanzines erfa�t, die durch das Fandom flutete, was zu einigen deutlichen, ablehnenden Stellungnahmen diverser FK-Mitarbeiter f�hrte. Den bislang gr��ten Einbruch f�r den FANZINE-KURIER und nat�rlich auch f�r die �brigen Fanzines markierte die Portoerh�hung im Fr�hjahr 93: Ich mu�te den Umfang einer FK-Ausgabe auf 12 Seiten zu beschr�nken, um den g�nstigsten Tarif f�r eine B�chersendung nutzen zu k�nnen, und weniger Fanzines erschienen bzw. wurden im FK besprochen: in 93 waren es 81 Fanzines im Vergleich zu 100 Zines in 92. Der FANZINE-KURIER ist ein Nischenfanzine, was sich beispielsweise an den Abonnenten- und Auflagenzahlen in den Jahren 94 und 95 zeigte: Im Durchschnitt betrug die Auflage einer FK-Ausgabe 60 Exemplare. Erst ab Anfang diesen Jahres kann ich wieder ein deutliche Steigerung verzeichnen. Auch sind in diesem Jahr erstmals seit 93 wieder sechs FK-Ausgaben erschienen (inklusive des FK 75). Intention des FK war und ist es, den Fanzines genau dieselbe Aufmerksamkeit wie - in anderen Fanzines - B�chern und Filmen entgegenzubringen; ein Konzept, das offenbar nur f�r einen gewissen Teil des bundesdeutschen Fandoms interessant ist. Aber das ist selbstverst�ndlich nur die halbe Wahrheit: Der FANZINE-KURIER erscheint nat�rlich auch, weil ich es so will. Und manchmal habe ich den Eindruck, als w�ren meine Mitarbeiter und ich "fannische Fossilien"... Ein wenig Statistik sei mir noch gestattet: In den FK Ausgaben 51 bis 75 sind 340 Fanzines in 307 Besprechungen von 12 Mitarbeitern rezensiert worden. Die Anzahl der Druckseiten betrug 328, die Gesamtauflage 1.710 Exemplare. Die Gesamtkosten habe ich dagegen nicht ermittelt... Ausdr�cklich bedanken will ich mich nicht nur bei meinen Mitarbeitern, sondern auch bei den Fanzineherausgebern, die durch ihre Rezensionsexemplare wesentlich zum Erscheinen der FANZINE-KURIER-Ausgaben in den letzten Jahren beigetragen haben. Genug des Blickes in die Vergangenheit. F�r den FANZINE-KURIER 76 sind bislang Besprechungen �ber KOPFGEBURTEN 8: FEUERLAND, SOLAR-X 80, NIGHTLIFE 5, DIE GRAUE ALLIANZ 1: DIE SCHATTEN DER VERGANGENHEIT und �ber LEGENDENS�NGER-EDITION 55: SCHWERTMACHT vorgesehen. Au�erdem - und das ist nat�rlich die wichtigere Mitteilung - ist der FK bereits seit der letzten Ausgabe im INTERNET unter der Adresse "http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~junneweh/fk/index.html" erh�ltlich. Ich bedanke mich bei Johannes Unnewehr f�r sein Engagement. Johannes und Thomas Schmitz beabsichtigen �brigens, einen "eZineKurier" zu erstellen, also elektronische Fanzines zu besprechen und die Rezensionen via INTERNET anzubieten. F�r ihr Projekt suchen sie noch Mitarbeiter; deshalb hier ihre e-Mail-Adressen f�r Interessierte: "[email protected]" (Johannes) und "[email protected]" (Thomas).
Viele Gr��e
MORE TALES OF BLOOD AND LOVE
MORE TALES OF BLOOD AND LOVE
Mit dem vorliegenden Fanzine begeben wir uns in die Welt jener Wesen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, da� sie anderer Leute Blut aussaugen und m�glichst helles Sonnenlicht meiden: Vampire. Da� diese in der Literatur wie im Film h�chst beliebten Gestalten sich in Fanzines wiederfinden, ist keinesfalls selten. MORE TALES OF BLOOD AND LOVE widmet sich ausschlie�lich diesen Protagonisten, und das auf durchaus vielf�ltige Art und Weise. Das sehr umfangreiche und recht ordentlich gestaltete Hefte enth�lt vor allem Kurzgeschichten und etwas Lyrik, aber auch anderes Material. Einige Beitr�ge m�chte ich hier hervorheben. So finden wir gleich zu Beginn einen Artikel von Christel Scheja mit dem Titel "Gesch�pfe der Nacht", in dem sie den Leser auf den Aber- und Volksglauben unserer eigenen Vergangenheit hinweist und dabei die Mythen um Werw�lfe, Hexen und Vampire beschreibt. Eine durchaus lesenswerte Einf�hrung. Michail Vladescu (Achtung, Pseudonym!) beginnt daraufhin mit einer recht langen Geschichte mit dem Titel "Die S�hne des Drachen". Der Autor wandelt auf historischen Pfaden, beschreibt er doch erst einmal den (�brigens vergeblichen) Abwehrkampf des historischen Dracula - eines Woiwoden in der mittelalterlichen Walachei, der daf�r bekannt war, seine Feinde zu pf�hlen - gegen das Osmanische Reich, das sich damals auf dem Weg zu seiner vollsten Machtentfaltung befand. Nat�rlich verl��t der Autor die geschichtliche Ebene recht bald: F�rst Vlad Dracul verliert seine geliebte Frau und wendet sich den M�chten des B�sen zu, wodurch aus ihm der allseits beliebte Dracula wird. Der Autor schreibt mit einem sicheren Stil, wenngleich er hin und wieder dazu neigt, etwas zu viel Pathos aufzutragen. Die Pointe allerdings ist nur schwer verdaulich: Der Bruder des Dracula, auch zum Vampir geworden und damit unsterblich, begegnet irgendwann viele Jahrhunderte sp�ter... Naja, wem wohl? Bram Stoker. Sehr originell. H�tte sich der Autor diesen Schlenker gespart, w�re die Geschichte recht gut gewesen. Das Ende relativiert diesen Eindruck leider. Vampire goes STAR TREK findet sich in einer kurzen Holodeckepisode auf DS9, geschrieben von einem Pseudonym namens "Garak" (auch sehr originell) und es folgen einige Vampir-Witze und Cartoons, die von dem Bem�hen der Herausgeberin zeugen, die Angelegenheit nicht ganz so ernst zu nehmen. Ein Mensch namens "Samuel" verfa�te die Story "Angel of the Night". Es geht um eine Prostituierte in New York, die offenbar von einem Vampir auf eine Party eingeladen wird - oder auch nicht, denn die Story endet im nichts und der Autor verk�ndet, da� man alles weitere im zweiten Teil erfahren werde, der ja wohl sp�testens in einem Jahr in der n�chsten Ausgabe des Fanzines erscheinen werde. Wenn der Erscheinungsrhythmus von MORE TALES OF BLOOD AND LOVE tats�chlich j�hrlich sein sollte, dann stellt sich nat�rlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Publikation einer Fortsetzungsgeschichte. Ich halte das, vor allem verbunden mit dem s�ffisanten Kommentar des Autors am Ende, f�r reine Leserverarschung, die man sich wirklich h�tte sparen k�nnen. Christel Scheja darf nat�rlich auch mit einem Storybeitrag nicht fehlen. In "Eine sinnverwirrende Nacht" hat sie wieder einen dieser s��lichen Plots verarbeitet, f�r die sie bekannt und gef�rchtet ist: Niniven, von einem Vampir zu einer Liebesnacht geladen, hat durch das Verspeisen einer Zauberwurzel daf�r gesorgt, da� sie durch diese Nacht schwanger wird und am Ende kann sie der dunkle F�rst dann doch noch auf ihre Seite ziehen (oder so �hnlich). Im ganzen erst einmal was f�r Voyeure, mit einer Sexszene, deren Bezug zur Realit�t relativ gering sein d�rfte, und anschlie�end mit allerlei pathetischem Gerede von gl�henden und doch so eisigen Geliebten und �hnlichem. Gl�cklicherweise eine der k�rzeren Geschichten dieses Fanzines.
Zusammenfassend l��t sich feststellen, da� die
Herausgeberin mit MORE TALES OF BLOOD AND LOVE ein recht lesbares
und abwechslungsreiches Heft vorgelegt hat. Auf manchen lyrischen
Genu� h�tte der Rezensent aber gerne verzichtet, zu
sehr muten diese verzweifelten Versuche, eine themengerechte Form
von Poetik zu erreichen, wie hilfloser Dilletantismus an. F�r
Freunde des Genres werden sich jedoch generell einige lesenswerte
Beitr�ge finden und auch die grafische Aufbereitung ist passabel,
wenngleich nicht alle Zeichnungen wirklich gut sind. Alles in
allem ein passables, jedoch beileibe nicht f�r jeden empfehlenswertes
Heft. Dirk van den Boom
M�nster
YALLASH
Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich im STAR TREK-Universum nicht sonderlich bewandert. Zwar habe ich mir bereits Kirk & Co als ORION-Nachfolger reingezogen, als die ENTERPRISE erstmals im ZDF Anfang der Siebziger zu neuen Welten aufbrach, ebenso viele der Wiederholungen; lediglich bei den folgenden Generationen war ich, schon auf Grund der ung�nstigen Sendezeiten (nachmittags - einfach idiotisch) selten dabei. Wenigstens bin ich mit den Charakteren von TNG halbwegs vertraut. Tja, und da habe ich jetzt die Longstory von Felix Lichte erhalten, der sich, wie mir das Vorwort verr�t, einige Gedanken um eine Figur aus TNG machte, die namentlich erw�hnt wird, aber nie in Erscheinung getreten ist. Es handelt sich dabei um Jack Crusher, den verstorbenen Freund vom alten Jean-Luc, Papa von Babyface Wesley und Ehemann von der guten Doc Beverly. Die ENTERPRISE wird vom STARFLEET COMMAND von einem Auftrag abgezogen und ins Ischtar-System geschickt. Dort vermutet man geheime Aktivit�ten der Cardassianer. Die Nachricht stellt sich schon bald als Ente heraus. Die omin�sen H�ter sind es, die Jack Crushers Erscheinen w�nschen, sich jedoch mit Picard zufrieden geben m�ssen. Das Ischtar-System, die Kirk-Fans wissen es vielleicht noch, spielte schon einmal eine Rolle. Unser liebster Captain landete mit Amnesie bei einem Indianer-Stamm, ehelichte die Prinzessin, sah Vaterfreuden entgegen und wurde h�chst unfreundlich mit einigen Steinen aus seinem Paradies vertrieben. Etwas �hnliches, erinnert sich Picard, ist auch Crusher zugesto�en. Sein Freund besa� nach der R�ckkehr keinerlei Erinnerungen an den Aufenthalt auf Ischtar III. Folglich staunt Picard nicht schlecht, als er auf dem Planeten Crushers zweiten Sohn Yallash kennenlernt. Dessen Stamm wird von den Talysiern bedroht, und die H�ter erwarten, da� Yallash seine Leute mit Hilfe der Raumfahrer retten kann. Da Picard jedoch an die Oberste Direktive, die eine Einmischung und Waffenlieferungen verbietet, gebunden ist, versuchen die H�ter, ihn zu zwingen. Picard beamt mit Yallash an Bord der ENTERPRISE. Dort soll sich der Junge die notwendigen Mittel beschaffen. Ausgehend von der Idee, die Frage nach Jack Crushers Schicksal zu beantworten, verbindet Felix Elemente der alten und der zweiten Serie in seiner Erz�hlung. Dabei tritt Crusher jedoch in den Hintergrund zu Gunsten des Aufeinandertreffens von Beverly, Wesley und Yallash. In Konsequenz ist die Handlung auch nicht von Action und Spannung gepr�gt; die Ereignisse auf Ischtar werden nur gelegentlich erw�hnt und auch an Bord ist slow motion angesagt. Die psychologischen Aspekte genie�en Priorit�t, insbesondere die Begegnung Wesleys und Yallashs, sowie dessen pers�nlicher Weiterentwicklung. Felix l��t das Ende offen, als ob er vielleicht eine Fortsetzung �ber Yallashs weiteres Schicksal schreiben m�chte. Felix' Stil ist fl�ssig, die Geschichte l��t sich angenehm lesen. Etwas mehr Pep h�tte ich gern gehabt, aber damit tun sich Picard & Co. stets etwas schwer. F�r die kurze Geschichte tauchen zu viele Personen auf, die mit der eigentlichen Handlung nicht viel zu tun haben. Da� zumindest die wichtigsten Mitglieder der Crew erw�hnt werden, versteht sich, doch bei den Eingeborenen h�tte Felix durchaus sparen d�rfen. Eine Stilbl�te: "'Dann komm mit in die Krankenstation!' bat der Captain. 'Dort befinden sich jene Maschinen, mit denen wir dein Ged�chtnis manipulieren k�nnen. Keine Angst! Sie f�gen dir keinen ernsthaften Schaden zu.'" (Seite 42). Keinen ernsthaften Schaden, aber immerhin einen Schaden, hm? Die Illustrationen stammen von Martin L. Raschen. Die Zeichnungen sind einfach, doch der Insider erkennt die Schiffe auf Anhieb.
Die ewigen Hasser der Space Opera werden wohl nicht zum Leserkreis
z�hlen, aber die Trekkies d�rften ihre Freude an diesem
Zine haben. Irene Salzmann
Kranzberg
PARADISE 19
PARADISE erinnert in seiner ganzen Machart an die Fanzines, durch die ich in den achtziger Jahren, noch aus der Ferne, das Westfandom kennenlernte. Ein Redax wirft das gesammelte Material (ohne gro� Layout-Spielereien zu veranstalten) zu einem Heft zusammen, ein Editorial dazu, bi�chen Interna (Kassenbericht, Mitgliederliste etc.) und ein paar Grafiken. Umr�hren, fertig ist das Clubzine. Unter diesen Umst�nden kann nat�rlich kein Meisterwerk zustandekommen, im Endeffekt l��t sich daraus aber ein Eindruck des aktiven Clublebens gewinnen. Die ERBEN DER NACHT sind augenscheinlich ein Club, der viel durch Briefkontakte und e-mails lebt. Die Mitglieder sind im ganzen Bundesgebiet beheimatet, erstaunlicherweise - das ist nicht die Norm! - auch eine ganze Reihe in den neuen L�ndern. Es ist Voraussetzung, sich ein Pseudonym zuzulegen, je nach Geschmack und literarischen/cinematografischen Vorlieben. Ansonsten lautet das Clubmotto: "Die SF und das Grillwesen sollen �ber die ganze Welt verbreitet werden." Stories nehmen einen gro�en Teil des Heftes ein, die l�ngste stammt aus der Feder von Selana Bashir (Monika Abt). "Jagdfieber" ist ein fl�ssig geschriebenes TIME TRAX-Abenteuer um Captain Darien Lambert, der es sich zum Ziel gesetzt hat, fl�chtige Verbrecher aus der Zukunft zu schnappen und zur�ckzuschaffen. Das Minus an der Geschichte ist das Fehlen eigener Ideen, es ist so, als pause man ein Bild ab und gibt es dann als eigenes aus. Ebenfalls fl�ssig ist die im PR-Universum handelnde Erz�hlung "Die Welt des Philosophen" von Lestat (Kim Stark), wiederum vermutet man aber ein Expos� dahinter, dessen sich der Autor vielleicht gar nicht bewu�t ist. Die PR-Story "Eine seltsame Allianz" Sol Starwalkers (Wendelin Abt) ist hingegen eher gut gemeint. Um eine Nacherz�hlung der Kurzgeschichte "Feuer und Eis" von Georghe Greenstein handelt es sich bei "Nova-Feuer" von Ras Algethi (Rolf Schrempp). Das Original w�re interessant, konnte aber aus Copyright-Gr�nden nicht genommen werden. Jessica (Eckhard Klaffke) ist derAutor des M�rchens "Flaschenpost", das ein guter Lektor sicher zur Druckreife bringen k�nnte. Leider nur Fragmente mit annehmbaren Anfang sind "OUZO, Teil 5 & 6" von Lestat und "Boten der Unendlichkeit" von Kirk Canning (Matthias Richter) geblieben. Unter den sekund�rliterarischen Beitr�gen ragt "Von der Schwierigkeit, etwas wirklich Neues zu bringen" heraus. Wintermute (Christiane Lieke) neigt zwar dazu, etwas ausschweifig zu werden, von der Substanz her ist der Artikel aber aussagekr�ftig. Sparen k�nnen hatte man sich dagegen "Die Geschichte der USS HIGHLANDER NCC 2404". Wer den Schrott in der STAR TREK-Nacht in SAT1 gesehen hat, wei�, da� sogar die trivialsten ST-Folgen dagegen Kunstwerke sind. Hier hat sich die Satire selbst mattgesetzt. Unter den Grafiken f�llt Infinity (Helmut Tonk) auf. Man kann seine Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren gut verfolgen, von experimentellen Anf�ngen bis zu der Grafik auf Seite 23, die sich in ihrer Aussage schwer festlegen l��t, aber das gewisse Etwas hat, welches den Betrachter innehalten l��t.
Mit seinem minimalistischen Anspruch an ein perfektes Layout und
allgemeine Inhalte l�uft PARADISE 19 dem Trend entgegen.
Mag sein, da� sich die Ecken und Kanten noch abschleifen
werden - in der gegenw�rtigen Form ist es f�r ein spezielles
Lesepublikum gemacht. Eine Wertung sollte dem Rechnung tragen.
Siegfried Breuer
Berlin
BONSAI 8
Der Name dieses Fanzines kann nicht ernst gemeint sein. Vielleicht hat Peter einmal klein angefangen, vielleicht hat er sogar die Mode mitgemacht, Fanzines in immer kleiner werdenden Formaten zu drucken. Mittlerweile ist sein Fanzine jedoch kein Bonsai mehr. 108 Seiten und ihr Inhalt sprechen dagegen. Auch wenn der BONSAI als Egozine angefangen hat, ist er l�ngst seinen Kinderschuhen entwachsen. Es ist kein Egozine mehr, hat aber einige Charakterz�ge seiner Herkunft behalten: Das Heft verr�t viel �ber Peters Leidenschaften. Und diese Leidenschaften sind die Fotografie sowie der Besuch von internationalen Cons. Um mit dem letzteren anzufangen: BONSAI 8 steht ganz im Zeichen des letztj�hrigen WorldCons in Glasgow. Dazu gibt es einige Conberichte von Uli Bettermann, Hardy Kettlitz, Roberto Quaglia, Franz H. Miklis, Arno Behrend und nat�rlich von Peter Fleissner selbst. Erstaunlicherweise gelingt es den Autoren erm�dende Wiederholungen zu vermeiden. Jeder berichtet aus seiner Sicht und so unterschiedlich und vielf�ltig waren die Interessen und die Angebote, da� es kaum zu �berschneidungen kam. Kein Wunder bei �ber 500 Programmpunkten, die auf wenige Tage zusammengeballt, den Besuchern kaum Zeit zum Verschnaufen lie�en. Nun ist es nicht jedermanns Sache, Conberichte zu lesen, vor allem dann nicht, wenn er nicht dabei gewesen ist. Den Autoren gelingt es aber ganz gut, die Atmosph�re einer solchen Veranstaltung einzufangen und dem Leser mitzuteilen. Besonders Peters ausf�hrlicher Bericht, gespickt mit gut 40 Fotos von mehr oder weniger ber�hmten SF-Pers�nlichkeiten (damit w�ren wir bei der zweiten Leidenschaft), tr�gt dazu bei, den Con sowohl als Mysterium als auch als gigantisches Happening zu sehen. Neben den vielen gerasterten Schwarzwei�fotografien finden sich auch zwei aufgeklebte Farbfotos im Heft. Passend zum Vorwort ein kleines Portr�t von Peter. Sensationeller ist allerdings das DIN A 5 Foto von Joe Haldeman, vom Autoren h�chstpers�nlich signiert (so kommt man zu Autogrammen...). Wie Peter es geschafft hat, 120 Autogramme von dem bekannten Autoren zu bekommen, erz�hlt er in seinem Bericht. Aber das ist nicht das einzige Gimmick des Heftes. Eingeklebt findet man auch ein B�schel echt schottischer Schafswolle sowie ein kleines St�ckchen Schlangenhaut aus dem Serpentarium der Insel Skye. Das sind witzige Beigaben zu den ansonsten sehr gelungenen Conimpressionen. Erg�nzt werden diese durch verschiedene Interviews, u. a. mit John Brunner. Der bekannte britische SF-Autor verstarb w�hrend des Glasgower WorldCons an einem Herzanfall (die Best�rzung und Trauer �ber seinen Tod zieht sich durch viele Beitr�ge des Heftes). Das Interview f�hrte Sally Ann Melia im Juli 95 f�r die Zeitschrift INTERZONE, es ist also ebensowenig wie der daran anschlie�ende Beitrag von Horst Pukallus ein genuiner Beitrag des BONSAI-Machers. Peter Fleissner geb�hrt jedoch der Verdienst, dieses Interview einem breiteren deutschen Publikum zug�nglich gemacht zu haben. Pukallus macht sich in "Kassandra im Abseits?" Gedanken dar�ber, warum John Brunner von der deutschen und internationalen Kritik so wenig ber�cksichtigt wurde, obwohl sehr komplexe und ernsthafte Zukunftsszenarien schuf. Der Beitrag erschien als Nachwort zu einer Neuausgabe von Brunners .EIN IRRER ORBIT. Interview und Nachwort kommen aus heutiger Perspektive einem Nachruf gleich. Besonders best�rzend ist in dem Interview, wenn ein Autor wie John Brunner sich dar�ber beklagt, kaum noch SF verkaufen zu k�nnen, da� seine B�cher nicht mehr verlegt werden und selbst er gezwungen ist, dem Trend zu folgen und zunehmend mehr Horror zu schreiben. Die weiteren Interviews mit Paul McAuley und Terry Brooks sind ebenfalls Nachdrucke, das erste wiederum aus INTERZONE, das zweite aus der Computerzeitschrift PC-PLAYER. Daneben gibt es noch einen Beitrag von Monika Niehaus-Osterloh zum Thema Pflanzengifte in Magie, Medizin und Mord, J�rgen Marzi schildert die Entwicklungen in der EUROPEAN SF SOCIETY und Hermann Ritter stellt in "Die R�der der Zeit" sein Konzept der "kontrafaktischen Geschichte" vor. Gerade die Interviews und Sekund�rbeitr�ge machen das Fanzine auch f�r den Conmuffel interessant. Zwar kann man sich fragen, ob eine Nachdruck aus einer deutschen Computerzeitschrift sinnvoll ist, aber alle anderen Beitr�ge w�ren sonst f�r die meisten deutschen Leser nicht zug�nglich.
BONSAI 8 ist durchaus sein Geld wert - und das nicht nur wegen
das Autogramms von Joe Haldeman. Holger Marks
Marburg
GESCHICHTEN DER NACHT 14: DAS MUSEUM II
Mir ist wenig bekannt �ber das Fanzine GESCHICHTEN DER NACHT und seine Herausgeber. Der sp�rliche Klappentext beinhaltet bedauerlicherweise keine Hintergrundinformationen. Offenbar handelt es sich um ein unregelm��ig erscheinendes Heft, das als Forum f�r Longstories konzipiert ist. Bei der vorliegenden Ausgabe, DAS MUSEUM II, handelt es sich um eine SF-Erz�hlung von Christiane Lieke; um die Fortsetzung von DAS MUSEUM I, um genau zu sein. Mehr als 40 Seiten kommen dabei auf den Leser zu (die rund 24 Seiten des ersten Teils, der unter derselben Anschrift erh�ltlich ist, nicht mitgerechnet) und werden gerade mal durch eine einzige Illustration aufgelockert, die, wie auch das Cover, made by PC ist. Was zuvor geschah, mu� man der Story entnehmen, da keine Zusammenfassung vorangestellt wird. Nachdem einige Leute auf MC verschwunden sind, schaut eine kleine Flotte prompt nach dem Rechten. Man findet eine omin�se Entit�t, die - titelgem�� - ein Museum betreibt, in dem Raumschiffe, deren Besatzungen usw. aufbewahrt werden. W�hrend das Landungsteam der Sache auf den Grund geht, bereitet sich die Flotte auf ein Bombardement des gef�hrlichen Planeten und damit auf die Vernichtung der eingefrorenen Lebewesen vor... So gut die Idee an und f�r sich ist, auch einmal den Autoren von Longstories eine Publikationsm�glichkeit zu offerieren, bleiben gewisse Zweifel, ob die Begeisterung f�r ein solches Projekt ausreicht, um es langfristig am Leben zu erhalten. 14 Ausgaben sind jedenfalls beeindruckend, zumal die Qualit�t der einzelnen Geschichten sicherlich schwankt. Es ist sehr viel einfacher, eine Short-Story mit witziger Pointe zu verfassen, als bei einer l�ngeren Erz�hlung den Spannungsbogen von Anfang bis Ende durchzuziehen, glaubw�rdige Charaktere zu konstruieren und unterhaltsame Dialoge aufzubauen, sich dabei nicht st�ndig zu wiederholen und den Leser mit immer denselben Informationen und Phrasen zu langweilen. Wor�ber ich sofort gestolpert bin, das sind die Namen der Protagonisten, die keineswegs einpr�gsam sind. Ich wei� nicht, woher das Bed�rfnis vieler Autoren stammt, Originalit�t und Pr�gnanz durch irgendwelche monstr�sen Wortsch�pfungen zu ersetzen. "Ogglwiddlabudnum": Selbst wenn man Aliens exotische Laute unterstellen darf, so d�rfte sich eine Vereinfachung der Benennung in der (intergalaktisch) gebr�uchlichen Sprache oder das Beibehalten der eigenen Bezeichnungen durchsetzen (wir reden ja auch von Eskimos statt von Inuit), da sich nur die wenigsten gern einen Knoten in die Zunge machen (falls sie sich das Wortmonster �berhaupt merken k�nnen). Bis im MUSEUM endlich etwas passiert, mu� man arg viel Geduld aufbringen, denn die Vorphase dehnt sich wie Kaugummi in die L�nge. Die Figuren werden nicht n�her charakterisiert, bleiben farblos und reden viel zu viel. Diese Dialoge klingen gestelzt, unnat�rlich. Humor, eine Pointe sucht man vergeblich. Am Schlu� ist die Entit�t ein b�ses primitives Dings, und Deus ex machina sei Dank f�r alles weitere.
Ich lese gern Longstories, aber um mich zu fesseln, gen�gt
es nicht, eine in dieser Form schon h�ufiger beschriebene
Idee �ber etliche Seiten auszuwalzen. Das h�tte wesentlich
knapper auf Short-Story-Niveau oder spannender aufbereitet werden
k�nnen. Um eine Longstory zu beherrschen, mu� der Autor
�berzeugende Protagonisten kreieren, ihnen lebensnahe Dialoge
in den Mund legen, durch kleinere H�hepunkte in der Vorlaufphase
die Neugierde wachhalten u. a. m. Das fehlt hier leider alles.
Schade! Irene Salzmann
Kranzberg
SOLAR-X 77
SOLAR-X - wie immer, hat Irene Zimmermann die Besprechung von SX 76 geschlossen. Und das ist auch der Eindruck, der mir gleich nach dem ersten Durchbl�ttern der Folgenummer als Seufzer �ber die Lippen kam. Dabei gibt es diesmal eine Neuerung, denn nach "Game-Corner" und "STAR TREK-Corner" hat Wilko M�ller jr. eine Rubrik namens "THE X-FILES" eingef�hrt, die der gleichnamigen Serie gewidmet ist. Ob er deren Fans (so sie denn �berhaupt zur Leserschaft von SX geh�ren) mit dem Abdruck eines Interviews aber einen Gefallen getan hat? Wer die Serie nicht kennt oder sie kennt, aber sich nicht daf�r interessiert, wird mit dem seichten Wortgepl�tscher, das nebst allen peinlich genau protokollierten Regungen der Interviewpartner und des enthemmten Publikums ([Gel�chter] [noch mehr Gel�chter] [das Publikum jubelt]) einer australischen Talk-Show entstammt, ohnehin nicht viel anzufangen wissen. Der Rest von SOLAR-X, das ist die altbekannte Mischung. Da sind zun�chst die Geschichten. Angelika Herzog hat mit "Graues Land" eine ernsthafte Geschichte geschrieben. Nach einem schweren Unfall kommt die Seele ihrer Heldin in das Graue Land, wo alle gegen alle k�mpfen und jeder am Ende doch unterliegt. Erst allm�hlich bemerkt sie, da� das blutige Gemetzel nur eine von ihr selbst geschaffene Illusion ist. Da� sie hier ihren Prinzen findet (dessen goldenes Zepter sie nicht bemerkt), da� der dann in der Realwelt ihr Lebensretter wird, wobei eine dritte Kraft selbstlos die Kupplerin spielt, bringt die Geschichte zum Ende hin in die Gefilde schicksalsgl�ubigen Kitsches. Die Geschichte w�re viel st�rker geworden, w�re sie schlie�lich nicht so konstruiert. Potential jedenfalls hat sie. Eddie Angerhuber will mit "Le choses �ternelles" nichts anderes als unterhalten, hat aber keine �berzeugende Handlung parat. Daher l��t er seine Figur ziellos durch ein Post-doomsday-Szenario streifen, bis sie am Ende von einem sprechenden (?!) Hund zerfetzt wird. Der immerhin �berraschende Schlu�gag hierbei sei nicht verraten. V�llig daneben ist "Arsen im �tzi" von Neal Chadwick (?): Da bauen zwei Wissenschaftler eine Zeitmaschine und fahren damit in die Alpen, um dort ungest�rt experimentieren zu k�nnen. Bald geraten sie in Streit, und der eine vergiftet den anderen mit einer dem M�sli beigemengten gro�en Portion Arsen. Hier lie�e sich nun dar�ber spekulieren, ob dem Opfer nur der Geschmackssinn abhanden gekommen war oder ob es gar sterben wollte. Nach dem Willen des Autors jedenfalls ist es kurz nach dem Fr�hst�ck auch schon tot und wird nun von seinem M�rder als Urmensch ausstaffiert und in die Vergangenheit verfrachtet, von wo aus es ein paar tausend Jahre sp�ter dann als �tzi wieder auftaucht. Da� es mehr bedarf, als dem Toten die Armbanduhr abzunehmen und beim Schneider schnell eine Urmenschenkluft herstellen zu lassen, geht dem Autor nicht auf. Humor ist es nicht, seinen Lesern so lange an den Rippen zu kitzeln, bis sie gequ�lt das Gesicht verziehen. Die Geschichte funktioniert einfach nicht. Anders "Rauchgeruch, Todesgeschmack". Hier hat Frank Roger die sprichw�rtliche Sp�rnase w�rtlich genommen, und sein Inspektor Monrose f�llt der eigenen dann zum Opfer. Ein irrer Brandstifter n�mlich hat seine perfide Falle mit zahlreichen Ger�chen getarnt. F�r den Leser ist die Falle offensichtlich. Aber dem Inspektor, dessen Nase von einer Wolke aus Parf�m, Schwei� und Tabak bet�ubt ist, entgeht das wesentliche: da� er n�mlich in einer Pf�tze aus Benzin steht... Die Idee ist hervorragend. Ein bi�chen mehr Humor h�tte der allzu ernst daherkommenden Geschichte aber gut getan. Nun ist der Prim�rteil nicht der Schwerpunkt des Heftes. Es schleicht sich sogar der Verdacht ein, der Herausgeber betrachte die Stories als unvermeidliche Pflicht�bung vor der K�r, den zahlreichen Besprechungen n�mlich. Diese machen wie immer den Gros des Umfanges bei SX aus. Und manche behaupten, sie erst machten SX so lesenswert. Wie auch immer, die Rezensionen sind alle von gewohnter Qualit�t: Stets ausf�hrlich, meistens �ber die Inhaltswiedergabe hinausgehend und oft in ihrem Urteil auch begr�ndet. Da� Wilko M�ller jr. in seiner Besprechung zu dem von George R. R. Martin herausgegebenen Band WILD CARDS 2 zu viel Hintergrundwissen voraussetzt und lediglich auf seine Rezension des ersten Bandes in einem fr�heren SX verweist, f�llt jedem sporadischen SX-Leser negativ auf. Unter den Durchschnitt f�llt auch die Besprechung der NACHRICHTEN AUS MITTELERDE. Dieses Werk von Tolkien ist nicht nur schon seit den achtziger Jahren zu haben (und in der besprochenen Auflage schon drei Jahre alt), die angebliche Rezension erweist sich �berdies rasch als �ppige Inhaltsangabe. Mehr nicht. Absolut entt�uschend verlief die Lekt�re des Essays "Die deutschsprachige SF 1995" von Manfred Orlowski, dessen Verfasser sich hier als Hochstapler entpuppt. Denn nicht um die deutschsprachige SF geht es, sondern um einige der f�r den SFCD-Literaturpreis 95 nominierten Romane und Erz�hlungen. Ein Konzept scheint es nicht gegeben zu haben. Manfred listet auf, was ihm bei seiner Arbeit im Literaturpreiskomitee an Gemeinsamkeiten und Unterschieden bei den Texten aufgefallen ist. Und er liefert zahlreiche sprachliche Schludereien und Stilbl�ten, von denen einige peinlich, eine aber immerhin lustig ist: Da f�llt ihm n�mlich auf, "da� solche renommierte Autoren wie Alpers und Jeschke sich ausf�hrlich und detailliert mit dem Sex besch�ftigen, als wenn sie es n�tig h�tten." Was die beiden genannten wohl anders sehen d�rften. Irene Salzmann hat in ihrer Besprechung von SX 67 noch gestaunt, weil sie im Innenteil des Heftes tats�chlich auf Grafiken gesto�en war. Sie h�tte auch diesmal gestaunt, denn diesmal gab es deren zwei (!) weitere. Dar�ber hinaus sorgen lediglich die seit langem schon verwendeten Vignetten f�r optische Auflockerungen der faden Optik.
Da� bei SOLAR-X alles so bleibt wie es ist und die Reihe
in ihrer Durchschnittlichkeit verharrt, das scheint ja ihr Markenzeichen
zu sein. Im guten. Und leider auch im schlechten. Darum besteht
kein Zweifel, da� auch die n�chsten Ausgaben alle unter
dem eingangs genannten Motto stehen werden: SOLAR-X - wie immer.
Thomas Schmitz
Bochum
GRIMOIRE 4
GRIMOIRE - "Fanzine f�r Phantastisches" ist ein noch relativ neues Zine von einer Handvoll junger Fans. Es bietet eine ausgewogene Mischung aus Stories, Rezensionen, Sachartikeln und Illustrationen. Mich �berraschte vor allem die Qualit�t fast aller Texte und Grafiken - da sind wir ja schon allerhand anderes gewohnt... (Und was uns bislang nicht umgebracht hat, macht uns immer duldsamer.) "Grenzspiele" von Falk Disterheft, die beste Story, an den Anfang zu stellen, war ein Gl�cksgriff. Beginnt ein Fanzine gleich mit einer mittelm��igen bis schlechten Erz�hlung, liest man bei weitem nicht so neugierig weiter wie bei einem gelungenen Auftakt. Falk nimmt in seiner Geschichte die derzeit beliebten Spiele-Shows aufs Korn, denen der gemeine TV-Glotzer verfallen ist. Einfache Frage/Antwort-Spiele sind out, in ist dagegen der Reiz der mortal games, quasi eine Weiterentwicklung von AMERICAN GLADIATORS und �hnlichem. Das kennen wir zwar alle hinreichend aus einschl�gigen Filmen mit Schwarzenegger & Co., doch angesichts der zunehmenden Beliebtheit solcher Sendungen ist das Thema wieder aktuell. Einschaltquoten, Gewinnsucht, Blutgier, die Dekadenz, alles wird aufgegriffen. Einzig das Moralisieren h�tte sich Falk verkneifen k�nnen, denn das Fazit kann der Leser auch ohne seine Mithilfe aus den Episoden ziehen. J�rg Dinst�hler siedelt in "Der letzte Gru�" seine Geschichte in der Vergangenheit an, w�hrend des Ersten Weltkriegs. Ein kleines M�dchen hat eine Vision von - na, was wohl? Nach dem Lesen bleibt eine gewisse D�sternis zur�ck. "Das Buch Daelmin" von Robert Baumgartner liest sich als Chronik einer Fantasy-Welt, und man f�hlt sich an Tolkiens SILMARILLION erinnert. Die Auflistung einiger Ereignisse ist auch eine Methode, eine Story r�berzubringen und dabei auf die unwichtigen Nebens�chlichkeiten und langwierigen �berleitungen zu verzichten. F�r meinen Geschmack ist das ganze jedoch zu schw�lstig und unfertig. "Wenn man Schlagzeilen macht ..." von Andreas Gerhardt in aller K�rze liest sich wie die literarische Rache auf einen pers�nlichen H�ndel?! Neben den Stories gibt es zahlreiche Sachartikel, umfangreich und gr�ndlich recherchiert.
F�r 4,00 DM ist GRIMOIRE ein sehr gut gemachtes Zine. Irene Salzmann
Kranzberg
LEGENDENS�NGER-EDITION 51: HELDENLIED
HELDENLIED bietet Fantasy-Geschichten, in denen �berwiegend Drachen und Elfen die Hauptrollen spielen. Das Heft zeigt deutlich, unter welchen Bedingungen die Herausgeberin ihre zahlreichen Fanzines produziert: Sie verwendet die Manuskripte ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Druckvorlagen, wogegen grunds�tzlich nichts einzuwenden ist. Die Seitenzahlen der Manuskripte aber nicht zu entfernen und die Seitenzahlen des Heftes handschriftlich anzubringen deutet freilich auf eine gewisse Unerfahrenheit hin, die bei Christels "Massenaussto�" von Fanzines verwunderlich ist. Die kleinen Schrifttypen der Texte helfen zwar dabei, m�glichst viel Material auf m�glichst wenig Seiten zu plazieren, sind aber ausgesprochen leserunfreundlich. Immerhin wurden die Gedichte gro�z�gig gesetzt... Andr� Wiesler schildert in "Das Erkennen", wie Elfenfrau und Elfenmann zueinander finden, n�mlich auf der Jagd, im gemeinsamen Kampf gegen einen B�ren. Andere Welten, andere Sitten... Die Story zeigt, da� der Autor noch gewisse grammatikalische Probleme hat, beispielsweise mit der Deklination von "Speer", was die Herausgeberin zu entsprechenden geringf�gigen und deshalb nur wenig zeitaufwendigen Korrekturen veranlassen sollte. Gero Lloyd bringt in HELDENLIED seine Longstory "Issad & Draah" mit dem dritten Teil zum Abschlu�. Es ist eine breit angelegte Geschichte; der letzte Teil umfa�t immerhin �ber 30 Seiten. Gero bedient sich des Themas "Ein Junge und sein Hund" - Pardon, "Ein Junge und sein Drache", selbstverst�ndlich. Der Junge und der Drache existieren nat�rlich in zwei Ausf�hrungen, in der guten und in der b�sen, und der Kampf zwischen ihnen entscheidet - ein Schelm, wer sich davon �berrascht gibt - das Schicksal ihrer Welt. Der Story ist keine Zusammenfassung der ersten zwei Teile vorangestellt, aber dieser Nachteil wird im Laufe der Geschichte durch zahlreiche R�ckblenden aufgehoben, die teilweise offenbar Jahrtausende zur�ckgreifen und leider etwa genauso umfangreich wie die laufende Handlung sind. "Tochter der Sonne" von Christel Scheja ist eine weitere Elfen-Episode. Sie schildert den Beginn und den ersten Teil der Odyssee einer Elfin, denn das Ende der Story l��t gen�gend Raum f�r eine Fortsetzung. In "2634 oder Der letzte Menosch" von Gero Lloyd wird ein Dorf von einer Bestie heimgesucht und von dem - zumindest vom Leser - erwarteten jugendlichen Helden befreit. Die Story bleibt freilich etwas undurchsichtig. Der dritte Beitrag von Gero in HELDENLIED, "Oh Gott, die G�tter", ist der Versuch einer humoristischen Einlage, nichts weiter als "Eine weitere Theorie �ber das gro�e Sauriersterben von ungef�hr 65 Millionen Jahren." Die zweite Kurzgeschichte von Andr� Wiesler ist nicht in der Fantasy, sondern in der Vergangenheit, in der Zeit der Kreuzz�ge angesiedelt. Ein Ritter versucht als Einzelg�nger ein wertvolles Kreuz wiederzubeschaffen, das in die H�nde der Araber geraten ist. Als er vor dem Kreuz steht, wird er get�tet - welche vielf�ltigen Handlungsperspektiven h�tten sich wohl ergeben, wenn Andr� seinen Protagonisten nicht umgebracht h�tte...?! HELDENLIED bietet ein halbes Dutzend guter Grafiken aus der Feder Michaela Sommers, einer guten, vielversprechenden Zeichnerin. Ihre beste Arbeit wurde konsequenterweise als Cover verwandt (drei Frauen, die nebeneinander stehen bzw. sitzen), das zwar sehr dekorativ und ansehnlich ist, dar�ber hinaus jedoch einen Inhalt vermissen l��t. Aber das ist ein grunds�tzliches Problem, das weder Michaela, Christel Scheja und ihre Fanzines allein betrifft, da� n�mlich fannische Zeichnungen �berwiegend reine Illustration sind.
Im Westen also nichts Neues, d. h. im Land der fannischen Fantasy
nichts Neues, nat�rlich. Es ist zwar begr��enswert,
da� Christel Scheja in ihren Fanzines neuen fannischen Autoren
und/oder Longstoryschreibern Gelegenheit zum Abdruck ihrer Werke
bietet, die etwas gesteigerte Anspr�che beispielsweise an
die Ideenwahl jedoch nicht erf�llen k�nnen. Armin M�hle
Wallenhorst
ALIEN CONTACT 25
Manche Fanzines sind schnell durchgelesen. Daf�r gibt es unterschiedliche Gr�nde. Zu wenig Seiten. Seiten auf denen nichts (oder wenig) steht. Viele uninteressante Beitr�ge, die gleich �berbl�ttert werden. Oder langweilige Stories, deren Ende schon am Titel ersichtlich ist. Alles das w�re ein Grund zu meckern. Aber genau das trifft auf AC nicht zu. Regelm��ig alle drei Monate erscheinen sechzig wohlgef�llte Seiten mit zumindest durchschnittlichem, zumeist aber gutem bis sehr gutem Inhalt. Und nat�rlich ist das auch bei der f�nfundzwanzigsten Ausgabe der Fall. Aus SPIEGEL-Lesertradition bl�ttere ich das Heft von hinten nach vorne durch. Jedenfalls versuche ich es. Meist komme ich nicht weit. Das erste Mal bleibe ich an Gerd Freys Kolumne �ber Computerspiele h�ngen. Diesmal sind leider wenig Spiele dabei, die ich interessant finde. Der Markt wird anscheinend immer mehr von sinnlosen Action- und Ballerspielen dominiert, die mir pers�nlich nichts geben. Ich bl�ttere also weiter nach vorne und sto�e nach ein paar Seiten auf den Artikel "Wortschmied und Weltensch�pfer" von Andreas Irle zum achzigsten Geburtstag von Jack Vance. Andreas Irle gibt einen leider viel zu knappen �berblick �ber das literarische Werk des Autoren und es gelingt ihm, dem Leser Lust auf weitere Lekt�re zu machen. Doch dazu bleibt im Moment keine Zeit. Weiterbl�ttern. Doch nach zwei Seiten ist schon wieder Schlu�: "Interne(t) News zu STAR TREK VIII" steht da. Das kann ich mir nicht entgehen lassen und so erfahre ich, welche Ger�chte �ber die Handlung des neuen Kinofilms kursieren. Reiner Schulz warnt uns allerdings davor, da� die �bereinstimmung zwischen vermuteter und realisierter Filmhandlung "sehr gering" sein wird. Nach einigem Bl�ttern sto�e ich auf ein Interview mit George R. R. Martin. Myra �akan entlockt dem bekannten amerikanischen Novellisten vor allem Hintergr�nde �ber seinen Werdegang als SF-Schriftsteller und l��t ihn �ber seinen bekannten Roman ARMAGEDDON ROCK und seiner Karriere als Drehbuchschreiber f�rs Fernsehen sprechen. Indem ich noch zwei Seiten zur�ckbl�ttere, erfahre ich mehr �ber die WILD CARDS, eine "Shared World"-Serie, herausgegeben von George R. R. Martin. Als letzten gr��en Sekund�rbeitrag erwartet mich weiter vorne im Heft ein Essay von Hardy Kettlitz �ber Kim Newman. Newmans Werk ist noch nicht so umfangreich wie das von Jack Vance. So werden die einzelnen Romane ausf�hrlicher vorgestellt und man erf�hrt auch, welche Romane des Autoren nicht so lesenswert sind. Nach ein paar Seiten mit Kurzrezensionen zu aktuellen oder nicht ganz aktuellen, aber bemerkenswerten B�chern bin ich dann am Anfang des Heftes angelangt und kann endlich anfangen, es zu lesen. Es beginnt mit einer Kurzgeschichte von Myra �akan. In "Mein ganz pers�nlicher Weltuntergang" beschreibt sie den �den n�chtlichen Wachdienst in einem Atomkraftwerk. Nat�rlich kommt es, wie es kommen mu�. Der Leser erlebt keine �berraschungen, bis auf das I-T�pfelchen zum Schlu�. Eine nette kleine Geschichte, die auf dem knappen Raum glaubhaft und stilistisch gut umgesetzt ist. Die zweite Geschichte im Heft stammt von Daniel Zahno. Der Autor hat bereits zwei Literaturpreise eingeheimst und ein Buch mit seinen Geschichten erscheint gerade im Bruckner & Th�nker Verlag, K�ln und Basel. Trotzdem bin ich zu dumm f�r "CephaloTM". Sch�n, es gibt dort Menschen, die sich darauf spezialisiert haben, sich wie Roboter zu bewegen. Und wenn es so gemeint ist, ist es eine nette Analogie auf die Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Aber mir ist die Geschichte zu wirr und unklar, wobei mir der altert�mliche Erz�hlstil durchaus gefallen k�nnte. Wenn ich es blo� verstehen w�rde. "Die Tinktur des Vergessens" von Kir Bulytschow, aus dem Russischen �bersetzt von Erik Simon, ist dagegen eine kleine eing�ngliche und vergn�gliche Groteske. Ein Sch�ler sch�ttet die besagte Tinktur in das Wasserreservoir einer kleinen Stadt und stiftet damit allerhand Verwirrung. Weil seine Lehrerin jedoch morgens nur Milch trinkt, wird er trotzdem nach allen Regeln der Grammatik gepr�ft und bekommt kein Fahrrad zum Geburtstag. Andreas Fieberg l��t seinen Protagonisten Beichtcomputer an Krankenh�user verkaufen und st��t damit in eine Marktl�cke vor. Vor allem aber setzt er die Idee angemessen um und schreibt eine gleichzeitig witzige und bedr�ckende Story. Weil ich am Anfang, von hinten, dar�ber hinweg gebl�ttert hatte, kommt jetzt erst das Highlight. Gerd Frey adaptiert in "Rovares von Modavna" gekonnt den Stil des Jack Vance. Ein Kleinod um zwei rivalisierende Zauberer. Es gelingt dem mittlerweile sehr routinierten Autoren erstaunlich gut, die Erz�hlweise und - soweit in einer Kurzgeschichte m�glich - die Detailbesessenheit des amerikanischen Altmeister zu kopieren. Und mir wird jetzt auch klar, warum die Geschichte direkt hinter dem Autorenportr�it �ber Vance steht.
Vielleicht sollte man ALIEN CONTACT doch von vorne nach hinten
lesen. Lesen sollte man es aber auf alle F�lle. Holger Marks
Marburg
SOL 3
Das Magazin der Perry Rhodan-Fanzentrale enth�lt eine Story von Rainer Castor, eine Geschichte von R�diger Sch�fer im Rahmen eines Fehlersuchwettbewerbes sowie eine Reihe von Hintergrundinformationen zur PR-Serie. Rainer Castor erz�hlt in "Abschied", wie phantastische Technik einem Liebenden gro�e Hoffnung, ebensolche Entt�uschung und letztlich einen Trost verschaffen kann - ein PR-Abenteuer der besonderen Art. In der Realit�t mu� die Trennung von Peter Griese verwunden werden; Michael Thiesen schrieb einen Nachruf auf den "Z�chter der Zataras", der weitaus weniger pers�nlich ausfiel als die Nachrufe in der PR-Serie, daf�r aber noch mehr Daten zum Leben des Verstorbenen enth�lt. Es wird jedoch nicht nur getrauert. Konrad Schaef w�rdigt Hans Kneifels 60. Geburtstag, und Peter Fleissner berichtet vom Garchinger PR-Geburtstagscon. Mit den Fotos von einer Autorenkonferenz entsteht insgesamt eine sehr famili�re Atmosph�re; Berichte zum Sammelkartenspiel und ein Portr�t von Rainer Castor runden das Bild ab. Wer sich unter SOL ein Rezensionsfanzine jener Art vorstellt, wie es sie im Fandom in verschiedener Form gibt, z. B. ZYKLUSZINE oder die PR-Sparte in den CLUBNACHRICHTEN DES PRBCBS, der wird entt�uscht werden. Die PRFZ hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Zusammenhalt der PR-Fans zu festigen und zu f�rdern. Da auf der PR-LKS vermehrt eine kritische Besch�ftigung mit der laufenden Handlung stattfindet und zudem jedem Fan das ganze Fandom offensteht, ist gegen dieses Ziel zudem auch nichts einzuwenden.
Dem, der als Fan Hintergrundinformationen zur PR-Serie sucht,
kann ich die PRFZ und ihr Magazin SOL daher nicht als Ersatz,
wohl aber als Erg�nzung zum Fandom empfehlen. Clemens Nissen s. ps.
Wangerland
LEGENDENS�NGER-EDITION 20: STERNENFEUER
Christel Scheja legt mit STERNENFEUER nun schon den 20. Sonderband ihrer LEGENDENS�NGER-EDITION vor, und mit 80 Seiten ist er auch noch ungew�hnlich umfangreich. Zwischen den Sternen scheint es also viel neues zu geben. Das Heft beginnt mit einer Episode einer Fortsetzungsgeschichte von Linda Budinger. Lindas Protagonistin verdingt sich als Agentin in einem Entf�hrungsfall und ger�t dabei in die Falle ihres Erzfeindes, aus der sie sich befreit, indem sie sich in eine Werw�lfin verwandelt. Der Titel "Wolfsmond� pa�t zwar sehr gut zu der Story, aber ich mu� gestehen, da� ich die Idee nicht besonders originell finde. Vielleicht machen die Episoden ja im Zusammenhang, den ich nat�rlich nicht �berblicken kann, etwas mehr Sinn. Eine f�r mich undurchsichtige Geschichte ist "Der Georgeman-Komplex� von Uwe Lammers. Ein Admiral soll sich unter Hypnose an Dinge erinnern, die er erst noch erleben wird. Das Milit�r will so an Informationen �ber die (schreckliche) Zukunft kommen. So weit, so gut, aber a) kann sich der Protagonist nicht an das Jahr 2001 erinnern, weil er dann tot ist, wohingegen ihm das Jahr 2005 seltsamer Weise keine Probleme bereitet, b) wird nicht klar, warum der Protagonist nach dem Experiment glaubt, in einem Traum zu leben und c) wird das ganze dadurch kompliziert, da� Uwes 1992 geschriebene Story inzwischen v�llig veraltet ist, sie sagt f�r 1993 Rassenunruhen und eine dritte Amtszeit von George Bush in den Staaten voraus. F�r mich als durchschnittlich begabten Leser enth�lt die Geschichte zu wenig Orientierungsm�glichkeiten, vielleicht hat sich auch der Autor mit der Komplexit�t etwas �bernommen. Als drittes meldet sich die Herausgeberin selbst zu Wort. Der Protagonist ihrer Geschichte "Der Weg zur Achtung� leistet als Angeh�riger einer ge�chteten Rasse Dienst auf dem l�ngst vergessenen KAMPFSTERN GALAKTIKA und bekommt bei einem One-Night-Stand �rger mit der rassistischen Besatzung. Christel Scheja schafft es hier wieder einmal, mich mit einem erotischen Flirt zu unterhalten und mich dabei mit geschickt plazierten Tippfehlern vor dem sentimentalen Abheben zu bewahren. Wie im richtigen Leben bleibt der kleine Flirt nicht ohne Folgen, und so k�ndigt sich in einer zweiten Geschichte von Christel bereits das "Sternenkind� als Nachwuchs an. Nat�rlich handelt es sich dabei nicht um ein normales kleines Kerlchen, sondern um den Retter, der die V�lker verbinden und zur 13. Kolonie (der Erde) f�hren wird und der schon als Embryo seine Eltern vor den Umtrieben reaktion�rer Kr�fte bewahrt. Mr Cartwright, �bernehmen Sie ... Zwischen die beiden Schejas wurde eine weitere Geschichte von Linda Budinger eingeschoben. In "Gedankenspiele� kl�rt eine Diplomatin bei der Aufnahme zweier verfeindeter Planeten in die F�deration eine Intrige auf. Allerdings handelt es sich nicht um die STAR TREK-F�deration, sondern Linda siedelt die Geschichte im STAR WARS-Universum an, was sie mir trotz der ordentlichen Ausf�hrung beim Lesen zuweilen etwas betagt erscheinen lie�, denn der letzte STAR WARS-Film ist ja schon eine Weile her, und aus der Ecke scheint wohl auch nichts Neues mehr zu kommen. Uwe Lammers gelingt es gewisserma�en im zweiten Anlauf, eine unterhaltsame dicksch angehauchte Geschichte mit einer Prise Alternate History zu schreiben. "Die jederzeit mobile Einsatzbasis� ist ein Ger�t, mit dem Koordinator Bearson von Realit�tsebene zu Realit�tsebene springt. Zun�chst glaubt er, von den amerikanischen Chinesen des 22. Jahrhunders beauftragt zu sein, entpuppt sich dann aber als Agent der Roboterdynastien des 30. Jahrhunderts und ist in Wirklichkeit f�r die Sirianischen Eroberer aus dem 202. Jahrhundert t�tig, die mit der R�ckeroberung der Vergangenheit begonnen haben. Dabei entsteht allerdings eine Zeitschleife, die eine au�enstehende Geistesessenz nicht gerne sieht ... Die Ebenen werden durch verschiedene Schrifttypen kenntlich gemacht, wobei die Schmalschrift einer Ebene durch den schlechten Druck leider fast unleserlich wird. Ansonsten sind die Schrifttypen aber eine gute Orientierungshilfe. Obwohl ich die Geschichte recht gerne gelesen habe, glaube ich, da� man sie noch in vieler Hinsicht verbessern kann. Mir f�llt als erstes ein, da� man den Anfang beschleunigen und den monologisierenden Hintergrunderz�hler zur�ckschneiden m��te. Durch st�rkere �bertreibung der epischen Breite lie�e sich auch eine nette Parodie daraus machen. In Petra Hoppes Geschichte "Und alles wird vergebens sein...� wird die Menschheit von einer attraktiven Fremdrasse in den Untergang geliebt, damit sie keine Raumfahrt entwickeln und andere bedrohen kann. Allerdings scheint es mir etwas weit hergeholt, da� niemand rechtzeitig merkt, da� aus den Mischehen keine Kinder hervorgehen. Au�erdem lie�e sich das Problem durch ein paar kleine Seitenspr�nge ganz leicht beheben... Ich kann mir schwer vorstellen, da� eines Tages wirklich niemand mehr s��e kleine Kinderchen haben will. In "Unwissend� entdeckt Prinzessin Leia bei einem Absturz die unwissenden Nachkommen der �berlebenden eines imperialen Angriffs. Es handelt sich um eine in meinen Augen inhaltslose Kurzstory von Petra Weddehage. Die Autorin wollte damit sicherlich nur Anlauf zu gr��eren Taten nehmen. Petra Hoppes Inspektor Grallator ist in "Bernstein-�berraschungen� einem hochintelligenten Verbrecher auf der Spur, der die Frechheit besitzt, den Inspektor abends zu besuchen und ihn zum Essen einzuladen. Die Geschichte k�nnte auch in der Gegenwart spielen und unterh�lt angenehm durch das Kr�ftemessen der beiden Charaktere. Die letzte Geschichte des Heftes ist auch die beste. Sie stammt von Arnulf Breuer und tr�gt den harmlosen Titel "Heimkehr�. Ein Fremdenf�hrer verliert bei einer Expedition auf einem fremden Planeten tragischer Weise ein Expeditionsmitglied nach dem anderen. Die Geschichte ist so prallvoll mit phantasievollen Ideen und genialen �berraschungen, da� viele andere dagegen bla� aussehen.
Ich mu� gestehen, da� mich bei STERNENFEUER wie schon
bei STERNENSTAUB die vielen Tippfehler und die schlechten Zeichnungen
abgeschreckt haben. Auch die Serienorientiertheit ist eine starke
Schrulle. Inhaltlich kann man sich aber an die Hefte gew�hnen,
es w�rde mir schon fast etwas fehlen, wenn die Reihe eingestellt
w�rde. Dazu haben in erster Linie die warmherzigen Schilderungen
der Herausgeberin und zwar seltene aber geniale Stories wie die
von Arnulf Breuer beigetragen. Johannes Unnewehr
Heidelberg
SAGITTARIUS 28
SAGITTARIUS ist ohne Frage ein St�ck Tradition des (west-) deutschen Fandoms, die ersten Hefte werden schon als "Klassiker" gehandelt. Mit den heute dominierenden Fanzines � la Endlosleserbriefe und gutgemeinten Stories hat SAG 28 aber nichts zu tun. Bis auf eine kurze Geschichte des Herausgebers ist alles vorwiegend Sekund�rliteratur, zumal von bekannten Autoren wie Gerd Maximovic. Die besagte Kurzgeschichte Klaus N. Fricks ist mehr eine schreiberische Finger�bung, ein Spiel mit Stimmungen und Motiven, ohne sie in feste Form zu fassen. Der Anfang ist ebenso offen wie das Ende. Konkreter ist da schon der Artikel "Phantasten und Philosophen" von Gerd Maximovic. Quasi vom Urknall an seziert Maximovic die theoretischen Grundlagen der phantastischen Literatur und futurologischen Forschung. Das ist sehr interessant und aufschlu�reich. Es l��t aber auch die Tatsache au�er acht, da� man Literatur nicht allein mit dem n�chternen Kalk�l des Wissenschaftlers analysieren kann, wenn man sich nicht gleichzeitig bem�ht, die gef�hlsm��ig mit den Sinne zu erfassen. Tut man es nicht, l�uft man am Ende Gefahr, nur Buchstaben und Kommata zu z�hlen. Paul Gurk, ein vergessener Autor der Vorkriegszeit, wird von Klaus Geus wieder ans Licht geholt. Paul Gurk verfa�te 1935 den dystopischen Roman TUZUB 37. DER MYTHOS VON DER GRAUEN MENSCHHEIT ODER VON DER ZAHL 1., der heute leider nur noch in den Regalen weniger Sammler zu finden ist. In einer Intention scheint sich der Autor in die Reihe der Verfasser klassischer Anti-Utopien einzureihen, deren herausragende Vertreter Karel Capek und Aldous Huxley sind. In TUZUB 37 entlarvt Paul Gurk auf parodistische Art nazistischen Gigantismus, Technologiewahn und Heldenkult. Ein anderer "unbekannter Phantast" ist der �sterreicher Anton Fuchs (1920 - 1995). In Deutschland ist er, zu Unrecht wohl, fast v�llig unbekannt, aber J�rg Martin Munsonius nachrufartiger Artikel und vor allem die Story "Der Chef" machen neugierig auf ihn. "Der Chef" ist eine surrealistisch anmutende Miniatur, im Stil klassischer Phantastik gehalten. Nach zwei toten Autoren werden dann zwei lebende gew�rdigt: Carl Amery von H.-P- Steiner und der im M�rz 96 75 Jahre alt gewordene Wolfgang Altendorf von Klaus N. Frick. SAGITTARIUS-Leser werden Altendorf schon aus SAG 5 (1981) kennen, als Klaus "blutjung" �ber Altendorf einen Artikel schrieb. In den achtziger Jahren leistete der Schriftsteller mit dem Roman DAS STAHLMOLEK�L auch einen Beitrag zur deutschen SF. Der Rest des Heftes ist dann einem Interview mit dem fr�heren Horror-Heftromanautor Horst W. Huebner, dessen Heftreihen GORDON BLACK und MAC KINSEY (Mitte der achtziger Jahre) und dem Comic-Roman THE TALE OF ONE BAD RAT gewidmet.
SAGITTARIUS 28 kann sich in einer Reihe mit anderen Sekund�rzines
wie KOPFGEBURTEN oder SF PERSONALITY sehen lassen. Vom Preisniveau
ist es sogar noch g�nstiger. Auf jeden Fall aber ist SAG
28 ein Tip f�r alle, die gern literarische Hintergr�nde
erkunden. Siegfried Breuer
Berlin
H�TE DICH VOR HEXENRINGEN...
Bei H�TE DICH VOR HEXENRINGEN... handelt es sich um ein sorgf�ltig gemachtes Heft, das sich durch �bersichtlichen, sauberen Satz und korrekte Rechtschreibung wohltuend aus der Masse abhebt. Die Illustrationen stammen von Irene Salzmann und sind mit Liebe zum Detail ausgef�hrt. Sie zeigen starke, zum Teil bewaffnete Frauen, die den ganzen Raum einer Seite einnehmen, und passen dadurch gut zum Inhalt des Heftes. F�r den gesamten Inhalt des Heftes zeichnet Britta van den Boom verantwortlich, eine Autorin, von der ich bislang noch nichts gelesen hatte. Die Geschichten sind an der Grenze zwischen M�rchen und Fantasy angesiedelt, aber auch f�r Science Fiction-Freunde ist etwas dabei. In der ersten Geschichte geht es um eine Nymphe, die in einer k�hlen Quelle wohnt. Ein Wanderer verliebt sich in dieses Wesen und versucht, ihr Herz f�r sich zu erw�rmen. Das Herz einer Frau, das es zu erw�rmen gilt, ist ein zentrales Motiv, das die Autorin noch in anderen Geschichten dieses Heftes aufgreift. Passend zum m�rchenhaften Inhalt der Geschichte bedient sich die Autorin einer bilderreichen Sprache, die einen Gro�teil des Reizes ausmacht. An zweiter Stelle findet sich die einzige Geschichte des Heftes, die mir verschlossen blieb. Es geht um ein Kind, eine Katze und irgendwelche Wesen, die durch die Nacht schleichen, aber das alles ist zu metaphorisch, um mich mitzunehmen. In "Silberharfe� greift die Autorin das Motiv der ersten Geschichte wieder auf: Die Tochter eines Despoten l��t ihr kaltes Herz von einem gefangenen Harfner erw�rmen und t�tet ihren Vater um den Gefangenen zu retten. Mit dieser Geschichte wird endg�ltig offenbar, da� die Autorin das M�rchenschema perfekt beherrscht und es mit Phantasie und erz�hlerischem Talent auszuschm�cken wei�. In der Titelgeschichte driftet ein Sonntagswanderer vom rechten Wege ab und findet sich in einem M�rchenwald wieder, in dem ein Frau in einem Hexenring gefangen ist, aus dem er sie fataler Weise nur befreien kann, indem er den Platz mit ihr wechselt. In "Sommermusik� ruft die Herrscherin eines kalten Landes alle Musiker zusammen, damit sie "die funkelnsten St�ck ihrer Kunst ihrem Frostherz darboten, um es zu schmelzen und zu w�rmen.� Der Harfner aus einer fr�heren Geschichte kommt hier wieder vor. Unschwer erkennt man wiederum das Lieblingsmotiv der Autorin. "Rebecca� wirkt als einzige SF-Story recht erfrischend unter all der m�rchenhaften Fantasy. Die Protagonistin Rebecca wird aus ihrer Ausbildung gerissen und mu� als Operatorin Staffeln zur Verteidigung gegen einen hoffnungslos �berlegenen Angreifer f�hren. Mit beweglichen Energieschirmen soll sie die Jetpiloten sch�tzen und verliebt sich dabei in eine der Stimmen in ihrem Kopfh�rer. Die Autorin �berrascht hier mit einem spannenden Rei�er, der wirklich lesenswert ist. Ein magisches Schwert wird von einer Diebin gefunden und will sie zu einer gef�rchteten K�mpferin machen. Die Frau hat allerdings andere Pl�ne... Es handelt sich um eine Geschichte �ber die korrumpierende Versuchung der Macht.
Mit der letzten Story findet ein Heft seinen w�rdigen Abschlu�,
das von Qualit�t und aus einem Gu� ist. Die Autorin
schreibt deutlich �ber Amateurniveau und versteht es ausgezeichnet
zu unterhalten. Es geht ihr um starke Frauen in klassischen und
modernen Rollen, M�nner sind nur wichtig, wenn sie Sohn einer
Feenfrau und eines Menschen sind... Britta hebt sich wohltuend
vom Einerlei einer Szene ab, die zwar gelegentlich Ideen, aber
nur selten Charaktere, und wenn, dann m�nnliche, zu bieten
hat. Johannes Unnewehr
Heidelberg
SOLAR-X 79
Im Vorwort beklagt Wilko M�ller jr. die wenigen Reaktionen auf die Kurzgeschichten, die in SOLAR-X erscheinen. Erh�lt er aber Kritiken, sind die ihm auch nicht recht: "Im Gegensatz zu manchen dieser Besprechungen (u. a. aus dem FANZINE-KURIER - Anmerkung von mir) sind unsere regul�ren Leser n�mlich sachlich und kompetent - w�hrend Leute, die sich daf�r halten, oft nichts besseres als beleidigende �u�erungen von sich zu geben wissen." Gegen den Vorwurf der Beleidigungen verwahre ich mich; daf�r ist bereits seit einigen Jahren ein gewisser "Fanzine-Bibliograph" zust�ndig. Wahrscheinlich handelt es sich lediglich um gewisse Sensibilit�ten in der SX-Redaktion, die bereits vor etwa zwei Jahren dazu f�hrten, da� ich mit dem Entzug der SX-Rezensionsexemplare "bestraft" wurde, weil im FK die Pseudonyme diverser SX-Mitarbeiter offenbart wurden. Immerhin passen sich die SX-Leserbriefschreiber dieser Mentalit�t bereits an: "Aber das nur als Anregung, ausdr�cklich nicht als Kritik" entschuldigt sich Bernd Nentwich. SOLAR-X 79 enth�lt vier Stories. Die erste und k�rzeste wurde aus dem US-amerikanischen Fanzines LOST WORLD �bersetzt. "Die Legende sagt..." von William T. Cooper ist eine Pointenstory, in der Arch�ologen in der Zukunft Bauwerke �ffnen, die im Gegensatz zu den Pyramiden tats�chlich mit einem "Fluch" behaftet sind... Dies ist eine Storyart, bei der der Autor, sofern er wie William �ber gewisse Erfahrung verf�gt, nicht viel falsch machen kann. Die �brigen drei Kurzgeschichten sind weitschweifiger, was in dem Aufbau und den Inhalten der Arbeiten begr�ndet ist. Pascal Gregory l��t in "Die Tr�nen der Lyehsis" eine Raumschiffbesatzung auf eine PSI-begabte Planetenbev�lkerung treffen, die die Raumfahrer in ihre jeweiligen privaten Alptr�ume versetzt. "Visionen von Eden" von Eddie Angerhuber ist eine post doomsday-Geschichte, in der die Art der Katastrophe nicht n�her beschrieben wird. Jedenfalls liegt Berlin in Tr�mmern, doch die Menschen bauen ihre Zivilisation langsam wieder auf. Eddie arbeitet in seinem Beitrag mit Schockeffekten wie Kannibalismus und Nekrophilie. In der Kurzgeschichte "Fr�hlingsanfang" von Marco Meier endet der Bogen, den diese drei Stories schlagen, denn sie enth�lt keine SF-Elemente mehr: Der Protagonist wird auf einem Dachgarten von einer Bestie massakriert. Auch wenn ich Weitschweifigkeit nicht besonders sch�tze, bleibt ein gewisses Ma� von Deskription erforderlich, um Horror- und Schockeffekte plastisch darzustellen und eine bedrohliche Atmosph�re entstehen zu lassen. Die drei Autoren besitzen das daf�r erforderliche stilistische Potential, wie sie in ihren Arbeiten dokumentieren. Inhaltlich ist "Die Tr�nen der Lyehsis" von Pascal Gregory die gelungenste der drei Stories - ein Weltraumabenteuer, das ein kosmisches R�tsel in sich birgt und bei dem die Horroreffekte nicht allzu unappetlich sind. "Visionen von Eden" von Eddie Angerhuber ist wie so viele fannische post doomsday-Stories kaum mehr als ein zu Papier gebrachter pers�nlicher Alptraum. Die simpelste Idee verarbeitete Marco M�ller in "Fr�hlingsanfang". Dennoch ist diese Story eine passable Leistung, da Marco laut seinem Leserbrief in SX 79 mit dem Verfassen von Kurzgeschichten erst k�rzlich begonnen hat und es sich bei der deutschen Sprache nicht um seine Muttersprache handelt (er ist Schweizer).
Erg�nzt wird SOLAR-X 79 durch das �bliche, gute Rezensionsprogramm
zu diversen Romanen, Fanzines und B�chern. Die qualitativen
Unterschiede zwischen den prim�r- und sekund�rliterarischen
Beitr�gen und selbstverst�ndlich auch den Grafiken (u.
a. von Thomas Hofmann, Lutz Buchholz und Gregor Beckmann) sind
insgesamt nicht derart gravierend, da� SX 70 nicht mehr
wie ein Fanzine "aus einem Gu�" wirken w�rde.
Armin M�hle
Wallenhorst
ENPUNKT 27
�ber die zahlreichen Aktivit�ten des Perry-Redakteurs Klaus N. Frick erf�hrt die geneigte Leserschaft am ehesten etwas durch sein Egozine ENPUNKT. Dieses hat nat�rlich mit Science Fiction und dem Fandom herzlich wenig zu tun, denn Klaus widmet sich hier eher anderen Themen, vor allem der Punk-Szene. Die Erlebnisse dort und mit ihr f�llen daher folgerichtig auch den gr��ten Teil der Nr. 27 seines Egozines. Neben einer Auflistung seiner schwersten Verletzungen beim Pogo finden sich Berichte von Konzerten und Fanzine-Treffen, in denen Klaus mit akribischem Vergn�gen auf die zahlreichen Peinlichkeiten eingeht, die er sich bei solchen Gelegenheiten geleistet hat. Doch auch die Welt au�erhalb dieses Mikrokosmos kommt zu ihrem Recht: Klaus regt sich �ber die INTERNET-Abh�ngigen auf, er berichtet - hochinteressant f�r alle, deren Horizont etwas weiter reicht - �ber seine Reise nach Ghana und gibt ein paar Kommentare zu seinem Interview mit Neonazi-Star Chris Worch ab. ENPUNKT ist aufgrund seiner Vielfalt sehr interessant zu lesen, selbst, wenn man mitunter inhaltliche Probleme hat. Diese k�nnten an diversen Punkten entstehen. So zelebriert Klaus in seinen Beitr�gen gewisse rituelle Verhaltensweisen, die offenbar ein identit�tsstiftendes Merkmal seines sozial-kulturellen Umfeldes darstellen (vor allem der mit Hingabe beschriebene "Bierschi�" scheint unter diese Kategorie zu fallen), au�erdem gibt er mit begeisterter Penetranz seinem Anti-Intellektualismus vehement Ausdruck, was sicherlich ebenfalls ein Abgrenzungsmechanismus gegen die mitunter als Bedrohung antizipierte Au�enwelt ist (und der wesentliche Grund, warum ich mir gerade diesen Satz abgebrochen habe).
In jedem Falle ist ENPUNKT lesenswert. Wer also den Perry-Redax
mal von seiner ganz anderen (vor allem peinlichen) Seite kennenlernen
will, der sollte sich das Heft besorgen (�brigens auch gerne
im Tausch gegen andere Zines). All jene, die sich ihr Bild des
untadeligen und rechtschaffenen Verbreiters von Clubnachrichten
erhalten wollen, sollten lieber beim PR-Report bleiben... Dirk van den Boom
M�nster Der FANZINE-KURIER erscheint in der EDITION WHISPERING TIMES. Herausgabe, Redaktion und Vertrieb:
Armin M�hle Preise: Einzelexemplar 1,20 DM, Jahresabonnement (6 Ausgaben) 6,00 DM (in Briefmarken oder als Verrechnungsscheck). Mitarbeiter dieser Ausgabe: Dirk van den Boom, Siegfried Breuer, Clemens Nissen s. ps., Holger Marks., Irene Salzmann, Thomas Schmitz, Johannes Unnewehr. Cover: Ralf Schoofs.
Auflage: 75 Exemplare.
Der FANZINE-KURIER ist auch im INTERNET unter "http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~junneweh/fk/index.html" erh�ltlich.
F�r Rezensionsexemplare sind wir stets sehr dankbar!
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