Als Woltersdorf noch Hollywood war [Translated by H. Flippo]

Im m�rkischen Sand vergessen - Spurensuche nach der versunkenen Filmstadt am Rande Berlins

Von Dirk Jericho

Die regennasse Strasse schl�ngelt sich an verwohnten Ein- und Mehrfamilienh�usern vorbei. Im Kopfsteinpflaster spiegeln sich Villen, ihr verblichener Glanz erz�hlt von besseren Zeiten. Eine alte Strassenbahn zuckelt durch das Nest. Woltersdorf - eine vertr�umte Kleinstadt am �stlichen Rand Berlins, mit drei Seen und der alten Schleuse von 1550.

Am anderen Ufer des Kalksees d�mpelt das m�rkische Kleinst�dtchen R�dersdorf in den grauen Tag. Zwischen Schuppen und Bootsstegen steht ein Zweifamilienhaus. Hier wohnt seit 45 Jahren G�nther Zander (66) mit seiner Frau Vera. Er steigt in seine Filzstiefel, setzt seinen Hut auf und kommt in den Garten. Dann zeigt er auf das Nachbargrundst�ck. ''Da stand er, der Buddha. Drei Meter hoch, zwei Meter breit.'' Ein Buddha? Im m�rkischen Sand?

Neben Zanders Haus stehen in einem kleinen W�ldchen ein halbes Dutzend S�ulen, gemusterte St�mme aus Beton, von Efeu umrankt und bemoost, manche auf Sockeln, einige liegen zerbrochen im Gestr�pp. Auf dem Grundst�ck dahinter schimmern unter einem Gew�chshausdach indische Ornamente. Der Besitzer z�chtet im ehemaligen Springbrunnen des Maharani-Tempels Tomaten. Maharani-Tempel? Im Oderbruch? Ein kleiner Pavillon auf dem Niemandsland, wo die S�ulen stehen, neigt sich zum See. Dorthin, wo er vor 60 Jahren herkam. Vom gegen�berliegenden Ufer des Kalksees, aus Woltersdorf.

In den 20er Jahre Europas gr�sste Kulissenstadt

Was heute am R�dersdorfer Ufer steht, sind die Reste aus einer Zeit, als Woltersdorf noch ber�hmt war. Als Woltersdorf zum guten Ton geh�rte. Als Woltersdorf noch Hollywood war, in der Bl�tezeit der deutschen Stummfilmzeit, den zwanziger Jahren. �ber 50 Filme wurden hier gedreht. Neben Spandau, Weissensee und Babelsberg war Woltersdorf einer der ber�hmten Drehorte der deutschen Filmgeschichte und damals die gr�sste Kulissenstadt Europas.

Der Regisseur und Produzent Joe May liess die grossr�umige Filmstadt aus dem brandenburgischen Sand stampfen. Das idyllische Woltersdorf bot hervorragende Bedingungen: Wasser, Wald und die Kalksteinbr�che des Nachbarortes R�dersdorf. Der geb�rtige Wiener May - er drehte anfangs noch in Berlin - kaufte sich hier 20 Hektar Land. Die Grundst�cke waren preiswert, die Komparsen billig. 1919, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, war die Traumstadt fertig.

Eine gewaltige Kulissenstadt, so gro� wie 26 Fu�ballfelder, mit einem eigenen kleinen Kraftwerk, das Strom produzierte, um die Fassaden zu beleuchten. Die ''Woltersdorfer Grundst�cks GmbH'' hie� bei den Leuten May-Town, Mayville oder May-Stadt. Hier wurde ein Film nach dem anderen produziert. Wechselnde Kulissen am laufenden Band. Mays Stararchitekt Martin Jacoby-Boy war ein Meister der perfekten T�uschungen. W�hrend an einer Stelle Teile des Mittelalter-Schockers "Der Henker von Sankt Marien" gedreht wurde, br�llte an einer anderen der ''Tiger von Eschnapur''.

F�r die Region brachte die Filmstadt einen Wirtschaftsboom. Hunderte von Woltersdorfer und R�dersdorfer Zimmerleuten, Malern, Stukkateuren und Maurern werkelten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf dem Gel�nde. Sie schufen eine Phantasiewelt mit Pal�sten, Tempeln, Pavillons, Lehmh�tten, H�hlen und riesigen S�ulen. Kein Pappmache, alles war aus Holz, Beton, Gips und Eisen. "Blau, rot, gr�n. Die haben die Dinger sogar angemalt. Was f�r ein Aufwand f�r diese Schwarzweissschinken", sagt der Heimatforscher Gerald Ramm (32) bewundernd.

Der Film hatte f�r Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg enorme wirtschaftliche Bedeutung. Grosskonzerne, private Intitiativen und die Reichsregierung gaben Starthilfe f�r den deutschen Film, schossen Geld in diese Entwicklung. Er sollte international konkurrenzf�hig werden. Schon bald stand Deutschland an zweiter Stelle der Weltfilmproduktion.

Sogar Reichspr�sident Friedrich Ebert schlenderte am 25. August 1921 durch Mays Attrappen-Stadt. Doch nicht aus privatem Interesse. Er wollte sich vom Gelingen der Dreharbeiten �berzeugen. Denn die Reichsregierung hatte May f�r sein ''Indisches Grabmal'' mehrere Millionen Mark gepumpt. Der zweiteilige Zyklus nach dem Drehbuch von Thea von Harbou und Fritz Lang mit Mia May, die Gattin Joe Mays, und Conrad Veidt in den Hauptrollen war der bis dato gewaltigste deutsche Stummfilm-Kracher.

Er wurde ein Welterfolg. Allein beim zweiten Teil - ''Der Tiger von Eschnapur'' - waren neben prominenten Schauspielern etwa 2000 Komparsen, 300 Arbeiter, Stukkateure, Bildhauer und Maler besch�ftigt. 18 Bauten wurden errichtet. Der eindrucksvollste war der Palast des indischen F�rsten Ayan von Eschnapur: Ein Monumentalbau mit zwei m�chtigen T�rmen von 35 Metern H�he davor. Insgesamt 15 Millionen Mark hat ''Das indische Grabmal'' verschlungen. Die Bauten allein kosteten 3,5 Millionen.

Monumentalfilme lagen damals im Trend, wurden Kassenschlager. Filmhistoriker Wolfgang Jacobsen (43) von der Stiftung Deutsche Kinemathek: ''Die Filme, die hier gedreht wurden, machten den deutschen Film in der Weimarer Zeit international bekannt.''

Die Mega-Filme waren schon w�hrend der Dreharbeiten Publikums-Magneten. Auf dem Filmgel�nde wimmelte es vor Zuschauern. Sie durften auch mitspielen: Viele Statisten kamen aus den umliegenden Ortschaften und aus Berlin. Die als Komparsen eingesetzen Chinesen und Afrikaner - die in der Kaiserzeit als Exoten an den deutschen H�fen lebten - wurden aus ganz Deutschland herbeigeholt. Manchmal wurden auch Einheimische einfach angepinselt.

Die Filmstadt war auch ein Ort wilder Partys. In warmen Sommern�chten feierten hier exzessiv Filmleute, Handwerker, Einheimische an lodernden Lagerfeuern. Die Angestellten der Filmgesellschaft fuhren deshalb nach Drehschluss nur selten nach Berlin zur�ck. Woltersdorf wurde ein beliebter Ausflugsort - die Hotels waren ausgebucht und die vielen Restaurants und Kneipen der Umgebung voll.

Die Woltersdorfer Gemeindev�ter allerdings mochten die Invasion in ihr bis dahin so vertr�umtes St�dtchen nicht. Das fing an mit amtsgerichtlichen Klagen gegen die Filmstadt wegen ''ruhest�renden L�rms'', "�ffentlichen �rgernisses'' oder "ungeb�hrlichen Benehmens''. Der Amtsvorstand lehnte 1921 Mays Bauantrag f�r ein Verwaltungsgeb�ude ab. Erst die Landesregierung in Potsdam konnte die Woltersdorfer umstimmen.

1919 gab es sogar einen Streik: Bei den Dreharbeiten zu "Die Herrin der Welt", legten die Komparsen wegen des Tagelohns von f�nf bis zehn Mark ihre Arbeit nieder. May, der kleine Mann mit Schieberm�tze, stets br�llend und wild herumfuchtelnd auf dem Gel�nde unterwegs, beendete die Aktion binnen zwei Minuten. Er entliess die Komparsen und scheuchte alle von seinem Filmgel�nde. Am n�chsten Tag waren die meisten wieder da.

Mit der Weltwirtschaftskrise Anfang der dreissiger Jahre ging es auch mit dem Film aus Woltersdorf bergab. Das Ende kam schnell. Mays Traumfabrik ging unter. Die Filmschmiede May-Town, die gigantische Dreh-Stadt war tot. 1932 verkaufte May die Grundst�cke, floh als Jude vor den Nazis und drehte bis 1950 in Hollywood noch 13 Filme. 1954 starb May in Los Angeles.

Der Kunstmaler und Indienliebhaber Professor Arthur Fischer kaufte 1932 die Kulissenpracht billig auf und verschiffte sie aufs gegen�berliegende Ufer. Er baute hier in R�dersdorf um seine Villa Teile der Tempel- und Palastwelt wieder auf, mit weiteren eigenen Phantasiegebilden. 1938 nutzte Regisseur Richard Eichberg die gepflegten Anlagen f�r sein Tonfilmremake des ''Indischen Grabmals''. Wieder wurden die Kulissenberge ber�hmt, wieder pilgerten Tausende Schaulustige in die umz�unte Illusion indischer M�rchenwelten. 1947 starb Fischer in R�dersdorf.

Auf dem Grund des Sees ruhen die Tr�mmer

Vor dem Haus, zwischen dem kleinen W�ldchen, wo die S�ulen stehen, und der Dorfkirche, stand einmal eine acht Meter hohe Gebirgswand. ''Die habe ich in den f�nfziger Jahren wegen Einsturzgefahr abgerissen'', erz�hlt G�nther Zander. Um den Buddha, den seiner Meinung nach Bauarbeiter ''im Suff'' zerst�rt haben, hat es ihm leid getan. Mit dem Bau des Krankenhauses und der angrenzenden Wohnsiedlung wurden 1962 die meisten Bauten plattgewalzt. Wo die Tr�mmer geblieben sind, kann heute keiner mehr sagen. Hobby-Forscher Ramm: ''Vermutlich stecken sie in den Fundamenten der Neubauten oder ruhen auf dem Grund des Kalksees.''

Fischers Villa ging nach seinem Tod an die �rtliche Wohnungsbaugesellschaft, wurde gegl�ttet, die Schn�rkel abgeschlagen. Unten am Wasser verrottet der Lepra-Keller f�r die Auss�tzigen aus dem ''Indischen Grabmal''. Kinder haben sich hier eine Bude gebaut. Fast auf jedem Grundst�ck im Umkreis findet man noch Reste der vergessenen Filmstadt: eine Vase oder eine Fussbodenfliese mit indischen Ornamente.

Das einzig erhaltene Geb�ude der May-Filmstadt in Woltersdorf ist das Verwaltungsgeb�ude der Filmgesellschaft. Heute ist es ein Seniorenheim. Im Woltersdorfer Aussichtsturm, wo bis zur Wende die Stasi ihren Horchposten hatte, erinnern heute historische Fotos, Plakate, Stuck und Dokumente an das m�rkische Hollywood. In den Wendewirren hatte Heimatforscher Ramm die zu DDR-Zeiten vergessene Geschichte zusammengesammelt. ''In Nachl�ssen, M�llcontainern und im Gestr�pp bin ich f�ndig geworden.''

Von 1991 bis 1993 wollte Ramm mit den "Stummfilmn�chten" die Filmgeschichte des m�rkischen Ortes wieder lebendig machen. Mit einer Kapelle und dem letzten noch lebenden Stummfilm-Pianisten Willy Sommerfeldt aus Berlin. Nur wenige kamen zu den Filmabenden mit den alten Streifen von Joe May, Harry Piel oder Conrad Veidt. Es war ein kleiner Sommernachtstraum, der da zerplatzte.

copyright Berliner Morgenpost 1997

Berliner Morgenpost - 16 Feb. 1997 [Translated by H. Flippo]

When Woltersdorf Was Still Hollywood

Forgotten in the Sands of Mark Brandenburg -
In Search of Traces of the Lost Film City on the Edge of Berlin

By Dirk Jericho

The rain-wet streets wind past worn-out houses and apartment buildings. Reflected in the wet cobblestones are villas whose faded glory tells of better days. An old streetcar rattles through the tiny backwater of Woltersdorf -- a sleepy little town on the eastern edge of Berlin, with three lakes and the old locks dating back to 1550.

On the other shore of the Kalksee ["Limestone Lake"] it's a gray day in the small Brandenburg town of R�dersdorf. Between sheds and a boat landing stands a two-family house. G�nther Zander (66) has lived here with his wife Vera for the last 45 years. He slips into his boots, puts his hat on and goes into the yard. Then he points to the neighboring property. ''That's where he stood, the Buddha. Three meters tall, two meters wide.'' A Buddha? In the sands of Mark Brandenburg?

Next to Zander's house in a small woods stand a half dozen columns, patterned trunks made of concrete, covered with ivy and moss, some on pedestals, others lying shattered in the underbrush. On the property behind them, shimmering beneath a greenhouse roof, are Indian ornaments. The owner is growing tomatoes in the former fountain of the temple of Maharani. Temple of Maharani? In the Oder marshlands? A small pavilion in the no-man's-land where the columns are standing is leaning towards the lake -- in the direction whence it came, some 60 years ago. From the opposite shore of the Kalksee, from Woltersdorf.

Europe's largest movie town in the '20s

What stands today on R�dersdorf's shore are the remnants of a time when Woltersdorf was still famous. When Woltersdorf was in fashion. When Woltersdorf was still Hollywood -- in the Golden Age of the German silent film era, in the 1920s. More than 50 films were made here. Along with Spandau, Weissensee and Babelsberg, Woltersdorf was one of the famous shooting locales of German film history and was at that time the largest movie complex in Europe.

The director and producer Joe May had the expansive film city conjured up out of the Brandenburgian sands. Idyllic Woltersdorf offered some outstanding conditions: water, woods, and the limestone quarry of neighboring R�dersdorf. May, a native of Vienna -- but he started his career in Berlin -- purchased 20 hectares of land. The land was a bargain and the film extras were cheap. In 1919, right after the First World War, his dream town was ready.

It was an enormous movie studio complex, the size of 26 soccer fields, with its own power plant that produced the electricity to light up the facades. Officially known as ''Woltersdorfer Grundst�cks GmbH'' [''Woltersdorf Properties, Inc.''], it was known by most people as Maytown, Mayville, or May-Stadt. One after the other, films were produced here -- using ever-changing sets on an assembly line. May's star architect Martin Jacoby-Boy was a master of perfect deception. While in one place parts of the medieval shocker ''Der Henker von Sankt Marien'' [''The Hangman of St. Maria"] were being filmed, the ''Tiger of Eschnapur'' was roaring on another.

The film city brought an economic boom to the region. Hundreds of carpenters, painters, and masons from Woltersdorf und R�dersdorf toiled from sunrise to sunset on the grounds. They created a fantasy world of palaces, temples, pavilions, mud huts, caves, and gigantic columns. No papier-mache here. Everything was made of wood, concrete, plaster and iron. ''Blue, red, green. They painted the things that way. What an expense for those black-and-white pictures,'' says local researcher Gerald Ramm (32) with amazement.

Cinema after World War I had tremendous economic significance for Germany. Large companies, private initiatives, and the Reich government put start-up money into German film production and sank money into its development. It had to be internationally competitive. Soon Germany was in second place in world cinema production.

No less than President of the Reich Friedrich Ebert strolled through May's make-believe town on the 25th of August 1921. But not out of any private interest. He needed to convince himself of the success of film production, because the Reich government had provided May with several million marks for his ''Indisches Grabmal.'' The two-part cycle, based on the script by Thea von Harbou and Fritz Lang, with Mia May (wife of Joe May) and Conrad Veidt in the starring roles, was the biggest German silent film blockbuster ever made up to that time.

It became a worldwide hit. For the second part alone -- ''Der Tiger von Eschnapur'' -- in addition to prominent actors, some 2000 extras, 300 laborers, plasterers, sculptors, and painters were hired. Eighteen structures were built. The most impressive was the palace of the Indian Prince Ayan of Eschnapur: a monumental edifice with two huge 35-meter towers in front. In total ''Das indische Grabmal'' swallowed up 15 million marks. The structures alone cost 3.5 million.

At that time monumental movies had become a trend and were box office hits. Film historian Wolfgang Jacobsen (43) of the Stiftung Deutsche Kinemathek: ''The films produced here made the German cinema of the Weimar era internationally known.''

The megafilms were magnets that drew the public even during filming. The grounds of the film city swarmed with spectators. They could also play a role: many extras came from the surrounding communities and from Berlin. Chinese and African extras -- who lived as exotic attractions at German courts during the Kaiser era -- were brought in from all over Germany. Sometimes the locals were simply painted up.

The film city was also the location for wild parties. On warm summer nights, film people, craftsmen, and locals celebrated to excess next to glowing campfires. For that reason, the studio's employees seldom returned to Berlin when shooting was over. Woltersdorf became a popular resort -- the hotels were booked up and the numerous restaurants and pubs in the vicinity were full.

However, the city fathers of Woltersdorf did not like this invasion of their once quiet town. At first there were official complaints against the film city related to ''disturbing the peace,'' ''being a public nuisance,'' and ''indecent conduct.'' In 1921 the town council refused May's request for a building permit for an administration building. It took the provincial government in Potsdam to change the Woltersdorfer's minds.

In 1919 there was even a strike. During filming of ''Die Herrin der Welt,'' [''Empress of the World''] the extras stopped work because of a daily wage of 5-10 marks. May, the short man with the cap, always yelling and bustling wildly about the grounds, brought an end to the affair within two minutes. He fired the extras and shooed them all off the set. The next day most of them were back.

With the coming of the world economic crisis of the 1930s, things also went downhill for movies made in Woltersdorf. The end came quickly. May's dream factory went under. Maytown as a film studio, the giant film city, was dead. In 1932 May sold the property, fled the Nazis as a Jew, and made 13 movies in Hollywood by 1950. In 1954 he died in Los Angeles.

The artistic painter and lover of India, professor Arthur Fischer, bought up the splendor of the sets in 1932 at bargain prices and barged it over to the opposite shore. Here in R�dersdorf he reconstructed parts of the world of temples and palaces around his villa, adding a few of his own fantasies. In 1938 director Richard Eichberg used the well-tended facilities for his sound remake of ''Das Indische Grabmal.'' Once again the sets became famous, and thousands of curious pilgrims again made their way to the walled-in illusion of an Indian fairy-tale world. In 1947 Fischer died in R�dersdorf.

Ruins resting at the bottom of the lake

In front of the house, between the small woods where the columns stand, and the village church, once stood an 8-meter high mountain cliff. ''I had to tear it down in the '50s because of the danger of collapse," says Gunther Zander. He was sorry about the Buddha, which he thinks was destroyed by boozed-up workers. With the construction of the hospital and the neighboring housing development, most of the structures were bulldozed in 1962. Where the ruins went no one can say now. Amateur researcher Ramm: ''Supposedly they're in the foundations of the new buildings or resting at the bottom of the Kalksee.''

After his death, Fischer's villa went to the local housing association and was then stripped of its ornamentation. Down by the water the lepers' cellar for the lepers in "Indian Tomb" is deteriorating. Children have built a playhouse in it. On almost every piece of property in the vicinity one can still find remains of the forgotten film city: a vase or a floor tile with Indian ornamentation.

The sole building preserved from May's film city in Woltersdorf is the studio's administration building. Today it's a home for senior citizens. In the Woltersdorf observation tower -- where the Stasi [East German secret police] had their listening post until the Berlin Wall came down -- historic photos, posters, stucco, and documents offer a remembrance of Brandenburg's Hollywood. In the confusion of the collapse of the GDR, local historian Ramm was able to put together a collection of the film history that had been forgotten during the time of the GDR. ''I found things in memento collections, garbage containers, and in the underbrush.''

With the ''Silent Film Nights'' [''Stummfilmnachte''] from 1991 to 1993 Ramm wanted to bring new life to the film history of the Brandenburg town. With a band and the last living silent-film pianist, Willy Sommerfeldt of Berlin. Very few people attended the film evenings with the old pictures of Joe May, Harry Piel, or Conrad Veidt. It was a little Midsummer Night's Dream that burst there.

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