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Fragen und Antworten mit Nitro



Die Nitropfeife mit dem echten Hanfstengel


Kokain, Crack, Speed

Siehe auch:

Ich kenn' ein paar Leute die mit Koks und Speed was zu tun hatten und ein paar waren schon harte Faelle. Einer laeuft manchmal nackt auf der Strasse rum und glaubt, ein Geheimdienst habe ihm einen Sender ins Gehirn gepflanzt um seine Gedanken lesen zu koennen. Einer lief mit einer Knarre rum weil er immer Paranoia schob, wurde dann irgendwann eingebuchtet.

Ich denke, ausser fuer besondere Anlaesse ist diese Art von Drogen nichts. Auf die Dauer ist es nicht gesund, diese Sachen zu nehmen. Es ist als wolle man sein Leben auf Zeitraffer erleben. Ich will das nicht.

Koks und Speed passen zu einem bestimmten Persoenlichkeitstyp der immer haeufiger wird: Menschen die sich zu leicht langweilen. Sich langweilen heisst, die Faehigkeit, das Leben zu geniessen verloren haben. Lebt langsam. Geniesst langsam. Zelebriert die Langsamkeit.

Nitro


Kokainkonsum

> Hallo zusammen,
> 
> mich würde mal Interessieren wie groß die Menge einer
> Konsumeinheit bei Kokain ist. Der Preis für ein gr. ist ja
> ziemlich hoch und ich kann mir nicht vorstellen, dass man
> 0,5 - 1 gr für eine Konsumeinheit nimmt. Bitte klärt mich
> auf.

http://www.druglibrary.org/schaffer/cocaine/cokesmoke.htm

erwaehnt eine Dosis von 2 mg/kg Koerpergewicht durch die Nase. Bei 50% reinem Kokain und 70 kg waere das z.B. 0,28g.

> Ausserdem habe ich irgendwo mal gelesen, dass bei
> Kokain die LD 50 bei 1 gr liegt. Kann das sein. 
Die LD50 bei Maeusen liegt bei 93 mg/kg Koerpergewicht:

http://www.pharmacy.umaryland.edu/~mpc/cocaine/tsld014.htm

Inwiefern das auf Menschen uebertragbar ist weiss ich nicht. Falls die Wirkung vergleichbar waere dann hiesse es dass 6,5 Gramm 100% reines Kokain fuer die Haelfte der Konsumenten toedlich waere. Auch bei einer viel geringeren Dosis waere es schon fuer einen Teil toedlich. Es kommt vor allem zu Schlaganfaellen, Atemlaehmung und Herzinfarkten wobei bei Herzinfarkten und Schlaganfaellen die ueblichen Risikofaktoren gelten (Rauchen, Uebergewicht, usw.).

Die LD50 von Kokain ist in Verbindung mit Alkohol wesentlich niedriger als fuer sich. Nachdem ich mehrfach gehoert habe dass man unter Kokain von der Wirkung des Alkohols relativ wenig mitbekommt koennte das ein ernstzunehmender Risikofaktor sein.

> Dann hab ich wieder Berichte gelesen, wo mehrere gr. 
> am Abend weggezogen wurden.

Bekanntlich bildet der Koerper bei haeufigem Konsum Toleranz gegen die Droge, d.h. die selbe Wirkung entsteht nur mit Dosissteigerung. Ich habe schon von jemandem gelesen der 4 Unzen (112 g) pro Woche verbraucht hat.

So intensiver Konsum ist nicht nur ungesund fuer die Nasenschleimhaut (die das unreine Kokain auf die Dauer veraetzt) sondern auch fuer den Geldbeutel. In den USA wird geschaetzt dass der durchschnittliche Kokser etwa 27 mal soviel fuer Kokain ausgibt als der durchschnittliche Kiffer fuer Marihuana. Obwohl 4/5 der Konsumenten illegaler Drogen nur Kiffer sind, werden 2/3 aller illegalen Drogendollars fuer Kokain ausgegeben:

http://www.undcp.org/bulletin/bulletin_1997-01-01_1_page004.html
(siehe "Table 6")

MfG

Nitro


Paranoia

Ein Amphetaminkonsument schrieb:

> mittlerweile ist es ich glaub 2 oder sinds schon 
> 3 jahre her, da war ich wieder mal auf rock am see 
> in losheim (saarland). vorher hab ich bestimmt 5g
> pepp und 10g äcken [Haschisch?] besorgt. wir haben 
> uns schon vorher so 20-25 sticks [Joints?] 
> vorgedreht und die abends als wir dort ankamen 
> aufm konzert geraucht. wieder auf dem zeltplatz 
> haben wir gut gesoffen und gezogen [Speed] - ich 
> muss sagen der erste tag war echt gut. am zweiten 
> tag dann haben wir direkt mit dem ziehen begonnen 
> und waren auch sofort fit. 
> über den tag verteilt haben wir dann zu 3 alles
> weggezogen und auch alles weggeraucht ausserdem
> genossen wir alkohol in vollen maßen.

Die Kombination verschiedener Drogen ist mit besonderen Risiken verbunden, vor allem wenn Alkohol mit im Spiel ist. Waehrend z.B. die Leber mit dem Alkoholabbau beschaeftigt ist kommen andere Abbauvorgaenge ins Stocken, weshalb andere Drogen unerwartet lange oder stark wirken koennen. Wenn man unbedingt Alkohol trinken will dann soll man die Finger von anderen Drogen lassen, und umgekehrt.

> da ging dann die schickerei los.

Was meinst du mit "schicken"? Ich verstehe deine Sprache nicht.

> eigentlich wollte ich ja nur schlafen, aber keine 
> chance. so lag ich einfach in meinem schlafsag 
> und begann mich immermehr mit irgendwelchen geräuschen
> zu schicken. schließlich war ich dann so weit dass 
> ich dachte, draussen wären so 7 jugendliche die mich 
> zusammenschlagen wollen. ich hörte wie sie meinen 
> namen sagten und hörte die schritte als sie ums zelt 
> gingen.  ich bekam plötzlich tierischen schiss und ich 
> hörte sie sagen, dass sie mich umbringen wollen. 
> ich hatte sozusagen todesangst und lag schwitzend in 
> meinem schlafsack.

Paranoia (Verfolgungswahn) ist ein verbreitetes Problem mit Stimulantien wie Amphetamin ("Pep", "Speed"), Methamphetamin ("Crystal"), Kokain und Crack.

Diese Drogen ahmen die Funktion von Adrenalin nach, einer Substanz die in den Nebennieren ausgeschuettet wird. Sie mobilisiert den Koerper fuer Stresssituationen. Unsere steinzeitlichen Vorfahren brauchten das um vor wilden Tieren fliehen oder im Kampf mit ihnen (oder mit anderen Feinden) ueberleben zu koennen.

Wenn du Speed nimmst versetzt du deinen Koerper in einen Zustand der akuten Flucht- und Kampfbereitschaft, so als stuendest du ploetzlich im Wald einem Baeren gegenueber. Der Koerper mobilisiert alle Reserven. Dass du in diesem Zustand Angriffe erwartest ist "normal" -- fuer Ausnahmszustaende die Steinzeitmenschen nur durch Adrenalinausschuettungen ueberlebt haben. Was nicht normal ist, ist diesen Zustand absichtlich und regelmaessig herbeizufuehren. Vor allem ist es nicht folgenlos.

Eines der Probleme ist, dass sich diese Flucht- und Kampfbereitschaft verselbstaendigen kann.

Einem Freund eines Freundes ging es so aehnlich mit Karate. Nachdem er einige Jahre trainiert hatte verinnerlichte er die Kampfbereitschaft so dass er, wenn er auf die Strasse ging, nur noch nach moeglichen Angreifern suchen konnte gegen die er sich eventuell verteidigen haette muessen. Er hoerte daraufhin mit Kampfsportarten auf.

Ein Bekannter von mir der eine Zeitlang Speed nahm bekam solchen Verfolgungswahn dass er sich eine Pistole kaufte und nur noch bewaffnet herumlief. Zum Glueck hat er niemanden erschossen bevor er geschnappt wurde. Ein anderer Bekannter der sehr viel kokste glaubt dass ihm ein Geheimdienst einen Sender ins Gehirn gepflanzt hat damit man seine Gedanken lesen kann und dass er staendig beobachtet wird. Auch vorher schon hielt er sich einen Kampfhund weil er staendig Angst hatte.

Ich hoffe, du bist dir dieser Risiken beim Speed-Konsum bewusst.

> es war aber unerträglich. wir waren mit 3 zelten 
> auf dem platz und mittlerweile war in einem anderen 
> zelt ein racker kollege von mir am abklatschen. 
> ich also das zelt aufgemacht und da sah ich sie wirklich, 
> so 5 typen gegenüber. ich so schnell wie möglich mit 
> meinem schlafsack raus aus meinem zelt und rein in das 
> andere zelt ganz hinten in die ecke. kurz darauf ging 
> auch schon der reisverschluss auf und zwei gestalten 
> blickten in das zelt- ich tat so, als ob ich schlafen 
> würde. sie sahen meinen kollegen, den sie anscheinend 
> kannten und sie sagten, dass sie das nicht bringen könnten,
> da er sie ja kennen würde und sie machten sich vom acker. 
> es muss zu dem zeitpunkt schon wieder gegen morgen gewesen 
> sein, da es draussen wieder hell wurde.
> ich weiß nicht ob das die zusammenstellung der drogen war 
> oder einfach nur schicke, meine freunde die mit waren 
> haben alle gemeint dass ich mich nur geschickt hätte, aber 
> ich bin mir 100% sicher dass, als ich ausm zelt raus bin 
> so 5 typen auf mich "warteten".. .

> dieses erlebnis ist eins der vielen die dazu geführt haben, > dass ich mich von den meisten leuten abgekapselt hab. > ich geh abends normalerweise nicht mehr in kneipen oder > discos, da ich in der hinsicht auch schon viele schlechte > erfahrungen gemacht hab. und zwar mit typen in der überzahl > die uns prügeln wollllten, anscheinend zieh ich die gewalt > an, fast jedes mal wenn ich weggegangen bin, wurde ich auch > angemacht. ich verstehe das einfach nicht, das kann doch > nicht sein? wir sind doch alle menschen, niemand ist besser > oder schlechter, auch wenn man mal über jemand lästert - > also ich würde nie jemand grundlos anmachen, selbst mit > grund würde ich versuchen mit ihm darüber zu reden. aber, > naja, so sind die menschen nun mal.

> mein umfeld ist schuld daran, dass ich vielleicht sogar > eine leichte psychose habe, jedes mal wenn ich weggehe > bin ich voll aufgeregt, weil ich denke, mich klönnte wieder > jemand dumm anmachen und wenn das der fall ist, > dann krieg ich weiche knie und kann nichts mehr sagen, > da ich am ganzen körper zitter.

Und wie haeltst du es mittlerweile mit dem Pep-Konsum?

MfG

Nitro


Amphetamine im Krieg

Amphetamine wurde während des zweiten Weltkriegs von den Streitkräften viele kriegsführender Länder eingesetzt, darunter Deutschland, Japan, Grossbritannien und den USA. Hitler selbst war gegen Kriegsende amphetaminabhängig und liess es sich regelmässig von seinem Leibarzt spritzen.

Amphetamine wurden vor allem von den Luftwaffen bei Langstreckenflügen eingesetzt um die Konzentration der Piloten zu verbessern. Auch die NASA setzte beim Apollo-Programm und bei "Space Shuttle"-Missionen ihre Astronauten unter Amphetamine. Auch im Golfkrieg wurden Amphetamine verwendet, wie im folgenden Bericht ganz nebenbei erwähnt wird. Dexedrin ist ein oral verwendetes Amphetaminpräparat.

17 May 1992
San Francisco Examiner
Page A 2

Gulf pilots planning Halcion suit
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Sleeping pill faces renewed scrutiny
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Examiner News Services
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U.S. pilots flying combat missions in the gulf war were routinely 
given Hacion, a controversial sleeping drug that has been linked 
with dangerous psychiatric side effects, including amnesia, paranoia 
attacks and violent behavior, according to an American lawyer.

At least 20 pilots are planning to sue the manufacturer of Halcion 
on the ground that they have suffered adverse effects, according 
to Joseph Moch, head of the Halcion Litigation Group of the American 
Trial Lawyers' Association.

Following reports last year that Halcion's manufacturer, Upjohn Co., 
concealed scientific data on serious side effects, British health 
officials pulled the drug off the market and several countries 
followed suit. Canada, France and the European Community have 
restricted the drug's use.

Halcion, the world's best-selling sleeping pill, remains available 
in the United States.

Upjohn, based in Kalamazoo, Mich., has staunchly defended its safety 
but has not agreed to include warnings that it can cause amnesia and 
now recommends against long-term use.

On Monday, a U.S. drug safety panel will take a second look at the 
safety of Halcion.

An Air Force spokesman said Saturday that Halcion was not among the 
drugs prescribed for its pilots in the gulf. He said Temazepam, 
another sleeping drug from the same family as Halcion, was prescribed 
as a sleeping pill, and Dexedrine as a stimulant.

However, Moch said Air Force pilots' medical records and flight 
surgeons testimony confirm that Halcion also was taken by Air Force 
personnel.

The U.S. Army surgeon general's office has confirmed that it gave 
Halcion to its helicopter pilots.


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