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Hanfanbau unter SonnenlichtVon Nitro Inhalt:
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Achtung: Da wir
niemand zu illegalen Handlungen auffordern wollen sei daran erinnert dass wer
Hanf ausser f�r industrielle Zwecke und als Landwirt im Vollerwerb in
Deutschland anbauen will nach � 3 Abs. 2 BtMG eine Erlaubnis braucht. Diese
Erlaubnis muss beim Bundesinstitut f�r Arzneimittel und Medizinprodukte in
Berlin beantragt werden. Diese Brosch�re dient nur zur Information und darin
enthaltene Hinweise d�rfen nicht ohne eine solche Erlaubnis in die Tat
umgesetzt werden.
1. Einleitung
Medizinalhanf (�Marihuana�, Drogenhanf) zeichnet sich durch einen hohen
THC-Gehalt (4-20%) und einen niedrigen CBD-Gehalt aus (CBD < THC, bei
Sativa-Sorten teilweise unter 0,1%). Am wirkungsvollsten sind die getrockneten
weiblichen Blueten und das daraus extrahierte Harz (Haschisch) oder Oel, am
zweitwirksamsten sind kleinere Bl�tter und m�nnliche Pflanzenspitzen, gefolgt
von grossen Bl�ttern. Die Samen, Stengel und Wurzeln der Pflanzen enthalten
kein THC und sind daher nicht psychoaktiv. Hanf ist nach Koffein, Alkohol und
Nikotin die viertpopul�rste Freizeit�droge in Europa und vielseitig medizinisch
einsetzbar.
Hanf ist keine schwierig anzubauende Pflanze aber viele Hanfg�rtner haben
nur minimale oder keine Gartenbauerfahrung, weshalb etwas Information sehr
n�tzlich sind. Diese Brosch�re ersetzt kein vollst�ndiges Anbauhandbuch das ich
auf jeden Fall empfehle, aber sie d�rfte helfen, zumindest die gr�bsten Fehler
zu vermeiden.
Heutzutage wird in Europa und Nordamerika der meiste Medizinalhanf in
Wohnungen unter Lampen angebaut. Vielen Konsumenten wollen den Schwarzmarkt
vermeiden, k�nnen oder wollen aber aus verschiedenen Gr�nden nicht drinnen
anbauen. An diese von vielen Anbaub�chern vernachl�ssigte Gruppe richtet sich
diese Brosch�re.
2. Auswahl der Samen
Qualitativ hochwertige Bl�ten kann man nur von Pflanzen aus gutem Saatgut
ernten. Vogelfutter und Nutzhanf sind wegen des niedrigen THC-Gehaltes dieser
Sorten zur Medizinalhanf�herstellung ungeignet. Geignete Sorten stammen aus dem
Ausland, aus tropischen oder subtropischen Gegenden oder Weiterz�chtugen davon
aus den Niederlanden, der Schweiz und Kanada.
Seit 1.2.1998 sind die Einfuhr, der Handel mit und der Besitz von
Cannabissamen wenn sie den Umst�nden nach zum illegalen Anbau dienen in
Deutschland illegal. Samen als Lebensmittel sind dagegen legal aus
Nachbarl�ndern einzuf�hren wo sie f�r alle Zwecke frei verk�uflich sind, z.B.
den Niederlanden, �sterreich, der Schweiz und Gross�britannien.
In Katalogen von Samenlieferanten wird zwischen �Indoors�,
�Indoors/Greenhouse� und �Outdoors� unterschieden. Diese Kategorien sind sehr
wichtig! Der ent�scheidende Unterschied zwischen ihnen ist, wie fr�h die
entsprechende Sorte im Sp�t�sommer oder Herbst zu bl�hen beginnt und wie lange
die Bl�te dauert, d.h. wann die Bl�te abge�schlossen ist. Freilandsorten bl�hen
unter nat�rlichen Lichtbedingungen in Deutschland fr�h genug und reifen schnell
genug um vor dem ersten ernsthaften Frost fertigbl�hen zu k�nnen. Andere Sorten
brauchen dazu mindestens ein Treibhaus um gegen Nachtfrost gesch�tzt zu sein,
oder Kunstlicht in gesch�tzten R�umen. Bei von Freilandpflanzen geernteten
reifen Samen kann man in der Regel ebenfalls von Freilandeignung ausgehen.
Man unterscheidet generell zwischen Sativa-Sorten, Indica-Sorten und
Kreuzungen. Das High von Sativa ist heller, aktiver w�hrend das High von Indica
eher schwer und l�hmend ist. Indicas und Indica/Sativa Kreuzungen kommen mit
weniger Licht aus und bl�hen fr�her als tropische Sativas. Dazu haben sie auch
h�here Ertr�ge. Indicas und Indica/Sativa-Kreuzungen eignen sich daher
prinzipiell gut f�r den Freilandanbau in Mitteleuropa. Bei feuchtem Herbstwetter
kann allerdings der dichte Wuchs von Indica-Bl�ten eher zu Schimmel f�hren als
bei Sativa-Sorten. Eine Sonderstellung unter den Sativas haben die
s�dafrikanischen Sorten aus Durban, einer Stadt am 30. Breitengrad. Diese
Sorten bl�hen auch in Deutschland fr�h genug um bis Ende September reif zu
werden und haben ein Sativa-High. Vielen erfahrenen G�rtnern ist das klare
Sativa-High wichtiger als hohe Indica-Ertr�ge.
Man sollte sich unter den von den Samenbanken f�r den Freilandanbau
empfohlenen Sorten die aussuchen deren Wirkung dem pers�nlichen Geschmack
entspricht. Teurer ist dabei nicht unbedingt besser. Die folgende Liste erhebt
keinen Anspruch auf Vollst�ndigkeit und soll nur als Einf�hrung dienen. Mehr
Informationen findet man in den aktuellen Katalogen oder auf den Websites der
Lieferanten (http://www.emeryseeds.com,
http://www.ubino.com, usw).
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Sensi Seeds (http://www.sensiseeds.com): |
Dutch Passion (http://www.dutch-passion.nl): |
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EARLY PEARL� EARLY GIRL�
� |
Durban Poison (sativa) Sativa aus S�dafrika. KC33
(vorwiegend sativa) Voodoo (sativa) Vorwiegend thail�ndisches Sativa. Amstel Gold (indica) |
Eine typische Verpackungseinheit enth�lt 10, 15 oder 20 Hanfsamen und wird zu Preisen zwischen umgerechnet DM 30-300 verkauft. Die Keimungsraten liegen bei korrekter Anwendung um die 90%. Von den entstehenden Pflanzen sind im Schnitt etwa die H�lfte weiblich und die andere H�lfte m�nnlich. Von einem gesunden Weiblein kann man als Minimum draussen 20 Gramm Bl�ten erwarten, wobei 50-100 Gramm n�her am Durchschnitt liegen d�rften. 10 Pflanzen sind ein guter Anfang f�r einen Garten. Wenn man sehr viel Platz hat kann man z.B. auch 50 Pflanzen anbauen, aber f�r den privaten Hausgebrauch ist das eigentlich nicht n�tig.� Man sollte sich gut �berlegen, ob die zus�tzlichen Pflanzen wirklich gebraucht werden oder ob damit nicht nur unn�tig viel Arbeit und zus�tzliche Risiken verbunden sind. Niemand sollte in Versuchung geraten, etwas zu verkaufen nur weil er es selbst nicht alles wegrauchen kann.
3. Garten, Balkon oder Treibhaus
Der Anbau im Garten oder am Wochenendhaus kann viel Spass machen aber guter
Sichtschutz ist dabei das Allerwichtigste. Oft hilft ein kleines Treibhaus, vor
allem in Kombination mit Hecken, Z�unen und Geb�uden. Schuppen, grosse
Holzkisten, Brennholzst�sse usw. k�nnen mit einem Plexiglasdach als getarnte
Treibh�user verwendet werden. Deiner Kreativit�t sind keine Grenzen gesetzt,
Hauptsache es kommt von oben genug Licht und man sieht rundherum nichts von den
Pflanzen.
Im Garten stellt sich die Wahl zwischen T�pfen und Pflanzl�chern. Pflanzen
die im Boden stecken kann man kaum mehr transportieren (ausgraben verletzt
leicht die Wurzeln und der Ballen ist ohne Topf schwer zu heben), wenn sich
z.B. ein Anlass ergibt wo sich jemand dort aufhalten wird den man bei der
Aussaat dort nicht erwartet hatte.
T�pfe kann man auch mal in den Keller stellen wenn uncoole G�ste,
Vermieter, Handwerker usw. kommen, oder in einen Wintergarten wenn's im Herbst
kalt wird. Daher w�rde ich im Garten generell zu T�pfen raten, auch wenn's
zuerst vielleicht unn�tig aufwendig und teuer aussieht. Es ist besser als eine
Noternte. Direkt in die Erde pflanzen w�rde ich nur in der freien Wildbahn und
zwar da auf jeden Fall.
Es gibt jede Menge billiger Beh�lter die als Pflanzt�pfe tauglich sind,
z.B. leere Farbeimer von Malern, M�rteleimer f�r Maurer (Baumarkt),
Mayonaiseeimer von Grossk�chen und Restaurants, Plastikwannen zum Baden von Kleinkindern,
usw. Zur Not tun�s sogar zwei Plastikm�lls�cke ineinander. Wenn die mal mit
Erde gef�llt sind dann stehen die auch.
Je gr�sser der Beh�lter desto besser f�r die Pflanzen und desto seltener
muss man giessen und d�ngen. Zwischen 10 und 20 Liter sind ideal. Es muss unten
auf jeden Fall ein Abflussloch vorhanden sein damit sich das Wasser nicht darin
staut. Hanf vertr�gt absolut keine stauende N�sse!
Im Folgenden wollen wir uns vor allem auf den Freilandanbau und die dabei
zu ber�cksichtigenden Faktoren konzentrieren. Sofern nicht anders angemerkt
gilt alles dort gesagte auch f�r den Gartenanbau.
4. Freilandstandorte
Die vier Hauptanforderungen die sich draussen stellen sind Sichtschutz,
Wasser, Erde und Licht. Leider gibt es nur wenige Pl�tze die alles ideal
vereinen. Um sich gegen Ernteverluste bei Fehleinsch�tzung eines der vier
Punkte zu sch�tzen sollte man seine Pflanzen auf 3-5 Freilandstandorte
verteilen und �berall nur ein paar Pflanzen hinstellen. Eventuell sollte man
auch mit einer etwas gr�sseren Gesamt�anzahl anfangen als im Garten oder
drinnen da es im Freiland zu erh�hten Verlusten kommt.
Wenn die Ernte �ber mehrere Pl�tze verteilt ist, ist es eher
unwahrscheinlich dass alle Pflanzen gefunden werden. Je weniger Pflanzen an
einem Ort stehen desto wahrscheinlicher ist es auch, dass die Polizei im Falle
eines Fundes die Pflanzen einfach erntet und sich nicht die M�he macht, den
G�rtner ausfindig zu machen. Eine geringe Gruppengr�sse verringert die Chance
dass Weibchen von M�nnchen best�ubt werden und dadurch weniger Bl�ten
produzieren. Wenn man drei oder mehr Pflanzen pro Platz setzt dann ist die
Chance sehr hoch, Samen zu bekommen (ausser man inspiziert im August mindestens
w�chentlich und erntet alle gefundenen M�nnchen rechtzeitig) .
�berlege dir, wer sich normalerweise auf diesem
St�ck Land aufh�lt (F�rster, Landwirte, Spazierg�nger, usw.) und wo er nicht
hingehen wird. Ich habe mir dazu auf vielen Fahrten und Spazierg�ngen Gedanken
gemacht.
Dass ein Anbauort m�glichst unzug�nglich ist ist fast das wichtigste: Wenn
man Licht braucht kann man auch mit der S�ge nachhelfen und gute Erde kann man
ranschaffen, aber ein Ort wo irgendwelche Leute durchlaufen ist und bleibt un�brauchbar.
Geb�sche, Dornenhecken usw. sind als Lage sehr zu empfehlen, sofern sie von
Erde und Wasser her geeignet sind (am besten mal mit dem Spaten probegraben wie
der Boden aussieht). Sie bieten den besten Schutz gegen Wanderer, Bauern und
F�rster die sich im Allgemeinen nicht gerne das Gesicht und die Arme zerkratzen
lassen: Ich kam bei fast jedem Gartenausflug mit neuen Kratzern zur�ck, aber
daf�r habe ich keine Pflanzen an Dritte verloren.
Wald ist im allgemeinen wegen Lichtmangel ungeeignet, aber Lichtungen, Wind�br�che,
Hochspannungsschneisen usw. k�nnen brauchbar sein, sofern dort nicht F�rster
die Pflanzen entdecken. Die wissen wie Hanf aussieht und holen auch mal die
�Freunde und Helfer.� Oder Pilzesucher, die sind genauso schlimm. Eine Lichtung
muss schon ziemlich gross sein damit die Pflanzen dort nicht vorwiegend im
Schatten stehen. Ein paar Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag sind absolut
unverzichtbar. Bestellte Felder sind in der Regel ungeeignet da sie vor der
kompletten Hanfbl�te geerntet werden, ausser du bist selbst der Bauer!
Ich empfehle, dich schon im Vorjahrssommer und Herbst nach Anbaupl�tzen
f�r's Folgejahr umzusehen: Wie sieht die Vegetation aus? Wie ist der
Sichtschutz (vor allem w�hrend der Bl�te wichtig)? Laufen da Leute in der
Gegend herum? Am besten, du f�hrst mal mit dem Auto oder Fahrrad spazieren,
kaufst dir ein paar Landkarten, Touristenf�hrer, usw. und gehst am Wochenende
wandern.
5. Wasser im Freiland
Viele Standorte sind nur deswegen ungeeignet weil sie zu trocken sind.
Regel�m�ssige Besuche von Freilandg�rten zum Giessen sind aus Sicherheits�gr�nden
generell zu vermeiden. Daher muss man zu trockene Standorte von vorneherein
ausschliessen. Das Problem tritt oft auf wenn der Boden keine dicke
Humusschicht hat die leichtes Wurzelwachstum erm�glicht.
Das gilt oft f�r Hanglagen da hier das Wasser einerseits leicht abfliesst
und andererseits durch Erosion die Humusschicht d�nn bleibt. An H�ngen gibt es
zwar oft viel Licht, aber ohne Regen vertrocknen die Pflanzen bald wenn sie
nicht viel Erde unter sich haben. Deshalb muss man an H�ngen oft Terassen mit
erdgef�llten Pflanzl�chern anlegen. Schr�g zum Hang gegrabene Rinnen die
Regenwasser zum Pflanzloch leiten koennen sehr hilfreich sein. Steinbr�che sind
wegen Wasser- und Erdmangel meist ungeeignet wenn man nicht sehr viel Arbeit investieren
will. Wo dort kaum Unkraut w�chst wird auch Hanf nicht gedeihen.
Grundwasser findet sich am ehesten in horizontalen Lagen und in der N�he
von Gew�ssern, z.B. in Flussniederungen entlang von Altwassern. Gutes Unkraut�wachstum
ist ein Indiz f�r ausreichend Wasser.
Hanf braucht relativ viel Wasser, aber wenn erst mal die Wurzeln da sind
dann kriegt er es auch. Die relativ feinen Wurzeln wachsen aber nur wenn man
keine schweren Lehmb�den mit Steinen o.�. hat. Am besten ist Schwemmland oder
brachliegender lockerer Ackerboden. Es sollte aber nicht sumpfig sein da
Hanfwurzeln auch Luft brauchen. Das Wasser muss nach einem Regen ablaufen
k�nnen, eventuell muss man dazu die Erde als H�gel oder Beete anh�ufen.
Weil die jungen Keimlinge in den ersten paar Tagen und Wochen am
empfindlichsten sind ist es bei allen Standorten am sichersten, die Pflanzen
zuhause vorzuziehen (siehe => Keimung, => Auspflanzen).
Wenn erst mal ein paar cm Wurzeln da sind dann �berstehen die Pflanzen eher
etwas Trockenheit. Im Zweifelsfall sollte man nach dem Auspflanzen ein paar Mal
mit Wasserkanister im Rucksack vorbeischauen, aber nur gegen Anfang der Saison.
Auch Urin hilft bei der Gelegenheit und liefert leicht�ver�f�gbaren Stickstoff.
Besonders ab der Bl�te sollten Besuche auf ein Minimum beschr�nkt sein, bis zur
Ernte.
Wenn man die Pflanzen zu viel giesst stockt das Wurzelwachstum und damit
werden die Pflanzen erst recht trockenheitsanf�llig. Je gr�sser das Loch ist
das ausgehoben wird um die Pflanzen im Freiland einzusetzen desto besser k�nnen
sp�ter darin die Wurzeln wachsen und damit haben sie weniger Probleme wenn es
mal l�nger nicht regnet.
6. Wasser im Garten
Bei Anbau in T�pfen m�ssen Pflanzen je nach Gr�sse der Pflanzen, T�pfe und
den Aussentemperaturen nur 2-3 mal die Woche gegossen werden. �fter ist dabei
nicht unbedingt besser. Nur kleine Keimlinge m�ssen teilweise einmal t�glich
gegossen werden, sp�ter wenn der Wurzelballen gr�sser ist (und der Topf) ist
alle 2-3 Tage besser. Zu oft giessen schadet den Pflanzen.
Am besten ist es, die Pflanze rund um den Stamm mit einer Giesskanne bzw
Gartenschlauch mit Spr�hkopf zu giessen. Die Bl�tter / Bl�ten sollen dabei
m�glichst trocken bleiben, besonders w�hrend der Bl�te. Rasensprenger sind
w�hrend der Bl�te zu vermeiden. Ist das Wasser stark gechlort dann sollte man
es erst abstehen lassen, weshalb die Giesskanne besser ist als der Schlauch.
7. Erde
Erde ist von allen Problemen dasjenige das man am einfachsten l�sen kann,
indem man sie n�mlich vor dem Anpflanzen antransportiert. Man kann Erde,
Kompost, Kunst�d�nger, usw. in mehreren M�rschen im Rucksack anschleppen und
vor Ort mit der humusreichsten Deckschicht mischen die man dort finden kann, wo
z.B. Laub verrottet ist. Man kann das auch ein paar Tage vor dem Auspflanzen
machen, damit man nichts verd�chtiges dabei hat w�hrend man mitten in der
Prairie Dreck schaufelt. Fuer Kompost ist es am besten wenn man ihn schon vor
dem Winter in die Pflanzloecher einarbeitet.
Du brauchst auf jeden Fall einen guten Spaten und Arbeitshandschuhe gegen
Schwielen. Du solltest bei B�den mittlerer Qualit�t ein mindestens 30 cm tiefes
und 30 cm weites zylindrisches Loch ausheben (je tiefer und weiter desto
besser) und dann mit guter Erde f�llen. Das erm�glicht sp�ter einen grossen
Wurzelballen der grosse umd kr�ftige Pflanzen zul�sst. Nur die allerbesten
B�den haben tiefes Umgraben nicht n�tig.
Zum Umgraben legt man eine Plane, Plastiksack o.�. aus, gr�bt das Loch und
h�uft dabei die Erde auf die Unterlage. Man mischt sie dort mit organischem
oder chemischem D�nger und zerkleinert alle Klumpen. Man f�llt mit der lockeren
Mischung wieder das Pflanzloch. Wenn man organische D�nger (Kompost, u.�.)
verwendet ist es am besten, den Boden schon im Herbst vorzubereiten.
Je mehr Humus aus zerfallenem Laub du vor Ort findest desto weniger D�nger
musst du heranschaffen. Kompost lockert die Erde auf und macht sie luft- und
wasserdurchl�ssig. Die Erde im Pflanzloch sollte n�hrstoffreich sein sonst
reicht's nur f�r's H�henwachstum �ber den Sommer aber nicht f�r die Bl�te im
Herbst. Die beste Erde ist komposthaltige Erde aus dem Baumarkt f�r den
Gem�seanbau.
Ich habe keine Bedenken gegen vern�nftig eingesetzte Kunstd�nger. Sie
sollten der Erde in f�r Gem�seanbau empfohlenen Dosierung zugesetzt werden. Auf
keinen Fall aber darf man zuviel D�nger auf einmal zusetzen. Wer�s lieber rein
biologisch will kann auch Mist, Hornsp�ne, usw. verwenden. Auch Zus�tze die die
Erde leicht machen wie Vermikulit sind n�tzlich. Knochenmehl und andere D�nger
aus Tierabf�llen k�nnen Tiere anlocken und sollten daher vorsichtig verwendet
werden.
8. Licht
Hanf liebt Licht und braucht unbedingt mehrere Stunden direktes Sonnenlicht
pro Tag. Schattige Lagen unter B�umen, Nordh�nge usw. sind f�r den Anbau leider
v�llig ungeeignet. Hanf liebt es, sich in der Sonne zu baden. Beim Licht darf
man nicht sparen.
Wenn Str�ucher, usw. am Anbauort nicht zu hoch sind (bis ca. 2 m) kann man
mit einer S�ge, Axt oder Heckenschere vielleicht eine Lichtung schaffen die
genug Licht einl�sst (so breit wie hoch) ohne den n�tigen Sichtschutz zu
nehmen.
Wenn man erst im Juni anbaut steht normalerweise schon viel Vegetation da
die dem jungen Hanf das Licht nehmen w�rde. Man sollte diese mit geeigneten
Werkzeugen so weit wie m�glich entfernen damit genug Licht f�r den Hanf
uebrigbleibt.
Wer Hanf wegen der Bl�ten und nicht der Stengel anbaut f�r den ist der
fr�hest�m�gliche Anbauzeitpunkt relativ unwichtig. Fr�he Aussaat ist nur
unn�tig riskant. Im April hat man im Freiland noch zu wenig Sichtschutz (wenig
Bl�tter) und es laufen noch jede Menge vom Winter ausgehungerter Viecher herum.
Befinden sich die Pflanzen vor der Bl�te zu lange im vegetativen Wachstum dann
werden sie sehr hoch und damit leicht entdeckbar.
Daher ist der ideale Zeitpunkt eher Ende Mai / Anfang Juni. Auch Juli ist
noch nicht zu sp�t und bei Balkonabau oft besser. Die Bl�te beginnt (je nach
Sorte und Lage) zwischen Ende Juli und Anfang September, praktisch unabh�ngig
vom Pflanz�zeitpunkt. Solange man vorher mindestens 1 Monat vegetatives
Wachstum hat sind die Pflanzen bis dahin gross genug um genug Bl�ten bilden zu
k�nnen. Mehr kleinere Pflanzen bringen mehr Bl�ten auf einer bestimmten Fl�che
als wenige grosse die nur unn�tig auffallen. Bei sp�tem Anbau sind die Pflanzen
einfach bis zur Bl�te noch nicht so hoch, reifen aber sonst genauso.
Wichtiger als der Anbauzeitpunkt ist der Bl�tezeitpunkt der sich in der
Regel nach der Nachtl�nge und damit nach dem Kalendermonat, nicht nach dem
Alter der Pflanze richtet. Indoor-Sorten gehen draussen oft so sp�t in Bl�te
dass bis zu den Fr�sten in Oktober/November (an denen Pflanze fr�her oder
sp�ter stirbt) zu wenig Zeit zum Reifen der Bl�ten bleibt. Daher sollten
draussen ausschliesslich Freiland-Samen verwendet werden, es sei denn ein
Gew�chshaus steht zur Verf�gung. Siehe auch => Samen.
10. Keimung
Man kann direkt am Anbauort Samen einsetzen, keimen lassen und bis zur
Ernte wachsen lassen. Das macht am wenigsten Arbeit, aber man hat dabei mehr
Aus�f�lle als wenn man Keimlinge zuhause vorzieht und sp�ter auspflanzt. Es
lohnt sich daher vor allem wenn man (etwa aus einer Vorjahresernte) mehr als
genug Saatgut hat.
Du solltest zwischen Ende Mai und Anfang Juli drinnen Samen ansetzen. Der
Aufwand den Leute im Innenanbau oft treiben, mit nassen Papiertaschent�chern
usw. ist f�r Anbau in Erde v�llig unn�tig. Mein Rezept f�r Keimung ist denkbar
einfach:
Ich kaufe Pappbecher zu 200 ml wie man sie �berall f�r Parties bekommt
(30-100 St�ck f�r ein paar Mark). In den Becherboden schneide ich mit einem
scharfen Messer ein X-f�rmiges Loch (d.h. zwei �berkreuzende Schlitze zu je 3
cm) damit das Wasser ablaufen kann ohne dass gleich die ganze Erde rausrutscht
wenn man den Becher hochhebt.
Dann f�lle ich die Becher bis 1 cm unter dem Rand mit Erde oder
Erd-Vermikulit�mischung, dr�cke mit einem Bleistift oder Finger ein 1 cm tiefes
Loch in die Erde, lege ein Samenkorn hinein und bedecke es mit 1 cm Erde (zu
wenig ist schlecht, da trocknet die Deckschicht zu leicht aus, weshalb auch
Ausstreuen auf die Erdoberfl�che eine niedrige Keimrate ergibt).
Dann giesse ich die Erde rund um den Samen bis sie vollst�ndig mit Wasser
ges�ttigt ist und unten das Wasser rausl�uft. Die Becher stelle ich dicht an
dicht in kleine Pappkartons damit sie nicht umfallen k�nnen und giesse sie
jeden Tag ein wenig damit sie feucht bleiben. Viel Wasser braucht man dann
nicht mehr, nur ein paar Kubikzentimeter pro Becher.
Ich stelle die Keimlingsbecher nicht in die Sonne oder einen
besonders warmen Ort weil sie da nur besonders leicht austrocknen. Die Keimung
wird allein durch Feuchtigkeit ausgel�st, besondere W�rme ist nicht
erforderlich. Die Samen keimen bei 15 oder 20 C in der praktisch selben Zeit
wie bei 25 oder 30, aber sie sterben nicht so leicht an Wassermangel (f�r den
sie in diesem Stadium extrem empfindlich sind). Ein schattiger Ort ist bis zur
erfolgreichen Keimung ideal, denn erst wenn das erste Blattpaar rauskommt
m�ssen die Pflanzen ans Sonnenlicht. Ausser dem t�glichen Giessen l�sst man die
Becher in Ruhe und stochert nicht ungeduldig darin herum.
S�ht man direkt in die Erde und nicht in Vorzuchttoepfe gilt sinngem�ss das
selbe. Man spart sich nur das Umtopfen. Samen sollten immer in die Erde
eingesetzt werden und nicht nur einfach ausgestreut, da dabei die Keimrate sehr
niedrig ist. Streusaat ist nur bei grossen Fl�chen und sehr grossen
Saatgutmengen ratsam.
Es dauert zwischen 2 und 10 Tagen bis die Keimlinge aus der Erde kommen.
Man braucht etwas Geduld. Ab diesem Zeitpunkt brauchen die Keimlinge mehrere
Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag.
Wenn die Keimlinge die Erde durchbrechen stelle ich die Becher ans Licht und die Keimlinge wachsen dann ungef�hr 1 cm pro Tag, nach oben (Stengel) und nach unten (Pfahlwurzel). Ab diesem Zeitpunkt brauchen die Keimlinge mehrere Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag. Haben sie zuwenig Licht dann kommt es zu "Geilwachstum" wobei die Keimlinge schnell 10 cm in die H�he schiessen ohne neue Bl�tter zu bilden, dann umkippen und eingehen. Bei genug Licht dagegen erschei�nen immer neue Blattpaare und der Durchmesser der Pflanze w�chst anfangs genauso wie ihre H�he, 1 cm pro Tag.
Das Giessen kann und soll man dann etwas reduzieren, denn die jetzt
wachsenden Wurzeln brauchen wie Menschen und Tiere Sauerstoff da sie im
Gegensatz zu den Bl�ttern keine Photosynthese betreiben sondern Zucker
verbrennen.
Ein bis zwei Wochen nach der Keimung (2-3 Wochen nach der Saat) pflanze ich die Keimlinge in die endg�ltigen T�pfe um, oder in Pflanzl�cher im Freiland (die Pappkartons sind ideal f�r den Transport der Keimlingsbecher im Auto). Man kann aber auch direkt in grosse T�pfe oder die Gartenerde s�hen, besonders wenn die Samen frisch sind und die Keimrate hoch. Bei meinen Pappbechern reicht die Wurzel nach 1-2 Wochen schon bis zum Becherboden (ca. 6 cm), man sollte sich also bis zum Umtopfen oder Auspflanzen nicht zuviel Zeit lassen.
Je sp�ter im Jahr man auspflanzt umso weniger Probleme gibt es mit
Wildverbiss. Im M�rz oder April sind Rehe, Hasen und M�use noch recht hungrig
weil es zu wenig Futter gibt. Ausserdem bietet die dichtere Vegetation sp�ter
mehr Sichtschutz. Manche Leute warten zwei Monate mit dem Auspflanzen, aber
dann muss man schon riesige T�pfe im Auto spazieren�fahren und das ist nicht
gut.
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Die vorbereiteten 1-2
Wochen alten Keimlinge werden in einer Pappschachtel oder einem Picknic-Korb an
den Pflanzort transportiert. Dort wird mit einem Spaten die Erde 30-50 cm tief
umgegraben damit es die Wurzeln leichter haben. Das Pflanzloch wird wieder
bef�llt und es bleibt ein Loch so tief wie der Pappbecher. Man kann die Becher
auf den Kopf stellen und die Pflanze samt Erdballen in die Hand rutschen lassen
um sie ins Pflanzloch zu setzen. Oder man kann den Boden des Pappbechers
wegreissen und den ganzen Becher einflanzen. Nachher rundherum alles wieder auf
die Originalh�he auff�llen und leicht andr�cken.
Nachdem die Pflanzen eingesetzt sind werden sie aus einem mitgebrachten
Wasserkanister gegossen um den Verpflanzungsschock zu mildern. Zwischen den
Pflanzen sollte man ausreichend Platz lassen. Wenn man wenig Pflanzen pro
Standort hat sollte man mindestens einen Meter Abstand lassen, das brauchen sie
bis zum Herbst. Selbst bei einer sehr grossen Pflanzenanzahl sollte man
mindestens 30 cm Abstand lassen.
Kleine Pflanzen die im Haus vorgezogen wurden haben oft Probleme wenn sie
zuerst ohne Wind aufwachsen weil der Stengel zu schwach ist und liegen dann
schnell flach. Man kann sie mit Bindf�den locker an in die Erde gesteckte
Schaschlikspiesse binden. Das Problem l�sst sich leicht mit einem Ventilator
bei der Vorzucht vermeiden. Der Stengel wird, wenn die Pflanze Wind ausgesetzt
wird und sich regelm�ssig hin und her wiegt, sehr schnell kr�ftig und holzig.
12. Vegetatives Wachstum
W�hrend die Sommern�chte kurz sind befindet die Pflanze sich in der
vegetativen Phase w�hrend derer sie m�glichst viele Zweige und Stengel treibt.
Erst in der anschliessenden Bl�te treibt die Pflanzen vorwiegend harzreiche
Bl�ten aus. Die vegetative Phase sollte nur zur Faserproduktion m�glichst lang
sein. Bei Drogen�hanf sind hohe Pflanzen wegen der Diebstahlsgefahr eher von
Nachteil. Man sollte nur soviel Stengel wie n�tig produzieren, weshalb man
nicht zu fr�h anpflanzen soll.
W�hrend des vegetativen Wachstums kann man die Pflanzen dazu bringen,
zus�tzliche Seitentriebe auszutreiben. Zu diesem Zweck kappt man nachdem ein
paar Nodien gewachsen sind die Spitze des Hauptstengels. An der Nodie unterhalb
der Schnittstelle bilden sich bald zwei neue Triebe aus. Wiederholt man dieses
Verfahren etwa alle 3 Nodien dann erh�lt man Pflanzen die nicht ganz so hoch
werden wie unbeschnitten und daf�r breit und buschig wachsen. Die einzelnen
Bl�tencolas werden kleiner aber zahlreicher. Haben die Pflanzen horizontal
genug Platz dann kann man mit diesem Verfahren die Erntemenge etwas erh�hen,
vor allem aber vermindert man mit niedrigeren Pflanzen das Risiko der
Entdeckung und des Ernteverlusts. Kleinere Colas haben auch bei nassem Wetter
weniger Schimmelprobleme.
Auf die Bl�te freut sich jeder Hanfg�rtner denn in dieser Phase bildet die
Pflanze den Grossteil des THCs. Die Hanfbl�te ist lichtgesteuert: Die Pflanzen
gehen in Bl�te wenn die ununterbrochene Nachtl�nge einen bestimmten
Schwellenwert dauer�haft �berschreitet. Das ist normalerweise, je nach Sorte,
zwischen Ende Juli und Anfang September der Fall, ist aber auch schon im
Fr�hjahr m�glich wenn man im Februar drinnen anges�hte Pflanzen im M�rz-April
ins Freie verpflanzt. Die Pflanzen bl�hen dann schon Mitte Mai weil die Nacht
im Fr�hjahr noch so lange ist wie sp�ter wieder im Herbst.
Eine Sonderstellung in dieser Hinsicht nehmen die Ruderalis-Sorten ein (mit
Einschlag vom russischen Wildhanf) die unabh�ngig von der Nachtl�nge nach einer
bestimmten Anzahl von Monaten in Bl�te gehen. Die sind allerdings f�r ihre
Wirkung nicht so ber�hmt.
W�hrend der Bl�te zeigt sich das Geschlecht der Pflanzen. Bei den meisten
Sorten ist im Mittel jeweils etwa die H�lfte der Pflanzen weiblich und die
andere m�nnlich. Zwitter sind auch m�glich aber eher selten. M�nnchen bl�hen in
der Regel etwa 2 Wochen vor den Weibchen und versch�tten nach etwa einer Woche
Bluete ihren Pollen der kurze Zeit sp�ter die Weibchen befruchtet so dass sie
in ihren Blueten�st�nden Samen bilden. Die meisten Hanfg�rtner wollen das
vermeiden da die Abwesenheit von M�nnchen die Harzproduktion der Weibchen
maximiert und ernten alle M�nnchen sobald sie als solche zu erkennen sind. Dazu
muss in dieser Jahreszeit der Garten mindestens einmal pro Woche auf M�nnchen
abgesucht werden. Tut man das nicht dann erntet man nicht nur Bl�ten sondern
auch Samen.
Die Staubbeutel der m�nnliche Pflanzen sehen aus wie kleine runde Trauben,
etwa einen Millimeter im Durchmesser, die vor allem an Astgabeln im oberen
Pflanzenteil zu finden sind. Weibchen dagegen zeigen zuerst V-f�rmige Paare von
H�rchen. Man sollte keine gesunde Pflanze auf Verdacht abschneiden bevor nicht
klar entweder Staubbeutel oder H�rchen zu erkennen sind.
Man kann Hanfpflanzen zur Bl�te zwingen indem man ihnen 12h Dunkelheit pro
Nacht gibt (z.B. von 19-7 Uhr), genauso wie im Herbst. Man kann das auch im
Sommer erreichen indem man z.B. t�glich schwarze Plastiks�cke �ber sie st�lpt
oder sie in einen lichtdichten Kasten steckt. Dabei muss man aber sehr
aufpassen dass man keine �ste abbricht, vor allem wenn die Pflanzen schon gross
und unhandlich sind. Dieses k�nstliche Lichtregime m�sste man solange
durchziehen bis die Nacht im August von Natur aus lange genug ist. Der Vorteil
ist dass dadurch die Ernte entsprechend fr�her ist und keine Nachtfrostprobleme
im Herbst mehr anfallen. Der Nachteil ist dass es sehr aufwenig ist und viel
Disziplin erfordert und nur auf dem Balkon oder im Garten machbar ist. Lieber
also eine fr�here Sorte w�hlen!
Solange die Bl�tenst�nde unbefruchtet bleiben bilden sich st�ndig mehr
Bl�ten und mehr Harz. Wenn dagegen die Bl�tenst�nde erst mal durch Pollen
befruchtet werden dann wird ab da fast die ganze Energie auf Samenproduktion
verwendet. Dadurch bildet sich deutlich weniger Bl�tenmaterial. Samenproduktion
ist nur anzuraten wenn man vorhat, die Samen im Folgejahr wieder anzupflanzen
oder V�gel damit zu f�ttern. Zum illegalen Anbau verkaufen oder verschenken ist
in Deutschland z.Zt. verboten. Zum Reifen der Samen sind etwa 4-6 Wochen Bl�te
erforderlich.
Bei F1-Hybriden wie den meisten Hollandsorten ist die Qualit�t von Nachkommen aus selbstgezogenen Samen sehr unterschiedlich und kommt oft wie zwei komplett verschiedene Sorten. Nur wenn es sich um durch Inzucht stabilisierte Sorten oder um ungekreuzte Nachkommen von wilden Landrassen aus den Ursprungsl�ndern handelt sind Pflanzen aus selbstgezogenen Samen so gut wie die Eltern. Gl�ck�licher�weise sind viele Freiland�sorten genetisch sehr stabil.
Die meisten Anbauer produzieren nach M�glichkeit selber keine Samen und ver�wenden entweder im Folgejahr Ableger (Stecklinge) von guten Weibchen oder kaufen wieder frische Samen im Headshop ihres Vertrauens im benachbarten Ausland.
In den letzten zwei Wochen vor der Ernte sollte nicht mehr ged�ngt werden.
Die grossen Bl�tter werden gegen Ende der Bl�te gelblich und fallen ab, das ist
in dem Stadium normal. Durch den N�hrstoffmangel gegen Ende der Bl�te wird
�bersch�ssiges Eiweiss abgebaut und die Bl�ten lassen sich so milder rauchen.
Gegen Ende der Bl�te sollten fast alle mehrfingrigen Bl�tter abgefallen sein.
Entlang der Stengel sollten in alle Richtungen einfingrige Bl�tter austreiben
so dass dicke, klebrige, zylindrische sogenannte �Bl�tencolas� entstehen.
An alle die sich in diesem Stadium mit dem Gedanken spielen: �Vorkosten� lohnt
sich nicht. Pflanzen die vollreif und getrocknet sehr wirksam sind koennen
mitten in der Bluete noch voellig ent�uschend sein. Man erf�hrt durch �Testen�
nur wenig ueber die Pflanzen, verschenkt aber unter Umst�nden viel Potential.
Wenn die Pflanzen w�hrend der Bl�te zu hoch werden kann man die Pflanzen
auch herunterbinden so dass der Stengel schr�g steht oder U-f�rmig gebogen wird
so dass sie eher seitw�rts wachsen (biegen, nicht brechen!). Ein Nebeneffekt
ist dabei dass die Hauptcola die w�hrend der Bl�te w�chst dann mehrere
Seitentriebe austreibt. Am besten verwendet man zum Herunterbinden Draht oder
Schn�re. Beim Herunterbinden muss man vorsichtig sein um die Pflanzen nicht zu
verletzen. Ab und zu muss man die Schn�re l�sen und neu binden weil alles
weiterw�chst und manchmal zuviel Spannung entsteht.
Man kann auch einen Anbautopf schr�g stellen sofern man die Pflanze gegen
Umkippen sichert. Selbst waagrecht angebaute Pflanzen wurden schon gesichtet!
Man kann auch den Haupttrieb kappen, wodurch die Pflanze unter der
Schnittstelle verst�rkt Seitentriebe ausbildet. Dadurch verliert man aber die
grosse Hauptcola, den st�rksten Bl�tenast. Ich w�rde dazu w�hrend der Bl�te
nicht raten, ausser die anderen M�glichkeiten fallen aus und die Gr�sse wird
riskant.
Es ist unvermeidlich dass Hanfpflanzen im Freiland mehr Angriffen durch
Tiere ausgesetzt sind als in einer Wohnung. Man sollte sich von vorneherein
darauf einstellen indem man von entsprechend mehr Samen, Keimlingen oder
Stecklingen fuer eine angepeilte Anzahl erntereifer Weibchen ausgeht. Des
weiteren sollte man fuer moeglichst ideale Wachstumsbedingungen sorgen. Auch
wenn eine Pflanze von einem Parasiten befallen ist der ihre Bl�tter anknabbert
kann sie gute Ergebnisse bringen wenn sie schneller nachw�chst als sie
gefressen werden kann. Je harzreicher die Blueten um so weniger Interesse haben
Tiere im allgemeinen an ihnen. Sch�dlinge haben vor allem dann ein leichtes
Spiel weil die Pflanzen wegen Lichtmangel oder mangelnder Bewurzelung bereits
kr�nkeln.
Eine einziges gutgewachsenes Weiblein deckt den Jahresbedarf vieler Konsu�menten,
vorausgesetzt es hat guten Boden, genug Wasser und Sonne und man l�sst ihm im
Herbst Zeit zur Bl�te. Geduld ist eine Tugend. Leider wird oft zu fr�h
geerntet, besonders wenn es erst die 1. oder 2. Ernte ist. Erntet man zu fr�h
dann hat sich noch nicht genug THC gebildet und man verschenkt Menge und
Qualit�t. Erntet man dagegen zu sp�t dann wird schon THC zu CBN abgebaut,
Bl�tenteile werden vom Regen abgesp�lt oder es kommt zu Schimmel.
Als Faustregel gilt, zu ernten wenn die Pflanzen mindestens 8 Wochen in
Bl�te waren und sich ausserdem etwa 50% der Bl�tenh�rchen braun gef�rbt haben.
Sind die Pflanzen durch Nachtfrost abgestorben dann muss man sie ebenfalls
ernten, egal wie reif sie bis dahin sind.
Zur Ernte schneidet man die Pflanzen kurz �ber dem Boden ab, oder reisst
sie samt Wurzeln aus der Erde. Frisch geerntete Hanfpflanzen bestehen zu etwa �
aus Wasser. Sie m�ssen vor dem Rauchen getrocknet werden. Solange sie nicht
vollst�ndig trocken sind besteht Schimmelgefahr. Will man das �ber mehrere
Monate angesammelte THC nicht zerst�ren dann sollte die Trocknung m�glichst
langsam und schonend sein. Ernten von unreifen Pflanzen oder Schnelltrocknung
ist zu vermeiden.
Man h�ngt die Pflanzen 3-4 Wochen lang an einer Art W�scheleine an einem
dunklen, k�hlen und trocknen Ort auf (z.B. Keller, Kleiderschrank, usw.). Dann
kann man die Zweige mit einer Schere abtrennen, luftdicht verpacken und bis zum
Konsum aufbewahren. Hanf sollte immer trocken, k�hl und vor Luft und Licht
gesch�tzt aufbewahrt werden. Gut geeignet sind Plastikbeh�lter (z.B.
Tupperware�) oder Blechdosen f�r Tee und Kaffee sowie Filmd�schen. Korrekt
gelagert h�lt sich Hanf problemlos 2-3 Jahre ohne merkliche THC-Verluste. Auch
Einfrieren in der Tiefk�hltruhe ist eine hervorragende M�glichkeit.
17. Fermentierung
Von Fermentierung spricht man wenn das Pflanzenmaterial langsam getrocknet
wird so dass Bakterien noch Chlorophyll (Blattgr�n) und Eiweisse abbauen
k�nnen. Das Endprodukt ist milder zu rauchen. Dabei muss man regelm�ssig l�ften
und kontrollieren ob sich nicht Schimmel bildet.
Eine einfache Methode ist, die Bl�ten in grossen Papierumschl�gen aufzubewahren und t�glich zu l�ften. Das Papier saugt �bersch�ssiges Wasser auf. Man kann auch die Bl�ten in Plastikschachteln aufbewahren und t�glich l�ften, wobei man vorsichtiger sein muss als bei Trocknung in Papiert�ten. Bei Anzeichen von Schimmel sollte man sofort alles komplett trocknen lassen oder du musst alle betroffenen Pflanzen wegwerfen (Schimmel in der Lunge ist ungesund).
Nitrophoska
Im
Februar-M�rz 2000