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Fragen und Antworten mit Nitro



Die Nitropfeife mit dem echten Hanfstengel


Nachtschattengewächse

In Deutschland wachsen eine Reihe von nicht verbotenen aber sehr gefährlichen Pflanzen, die manchmal wegen ihrer halluzinogenen Wirkung als Rauschdroge verwendet werden. Im Mittelalter wurden sie vielfach als "Hexendrogen" verwendet die ihre Konsumenten glauben liessen, fliegen zu koennen oder sich in Tiere verwandeln zu koennen. Teilweise wurden sie auch medizinisch verwendet.

In einzelnen geht es dabei um:

Sie enthalten wechselnde Mengen der Alkaloide Scopolamin, Hyoscyamin und Atropin. In ausreichend hohen Dosierungen wirken diese Substanzen tödlich, bei geringeren Dosierungen dagegen kommt es zu sehr real erscheinenden Halluzination und totaler geistiger Verwirrung. Oft ist ein längerer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik die Folge. Dazu kommt dass diese Drogen starke Nebenwirkungen haben:
"Die Vergiftungssymptome sind stark erweiterte Pupillen (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, woraus sich Schluck- und Sprachstörungen ergeben.

Hautrötung und Pulsbeschleunigung, wie sie bei einer Tollkirschenvergiftung typisch sind, können bei Vergiftung mit Stechapfel fehlen, da der Gehalt an Scopolamin höher und der Atropinanteil niedriger ist als bei der Tollkirsche.

2 - 4 Stunden nach der Giftaufnahme können starke Halluzinationen auftreten, die mitunter tagelang anhalten.

Starke Vergiftung führt zu motorischer Unruhe des Patienten, zu Weinkrämpfen und Rededrang sowie zu Raserei und Tobsuchtsanfällen, ferner erfolgt Bewußtlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein." http://www.botanikus.de/Gift/stechapf.html

Hier einige Kommentare zu diesen Drogen:

Zilla schrieb an jemand der Trompetentee ohne Wirkung konsumiert hatte und deshalb jetzt glaubte, Engelstrompeten seien harmlos:

Kein Stechapfeltee. War definitiv Trompetentee.
Ich glaube dass es an Deiner Zubereitung des Tees lag.
Hatte allerdings auch schon das Erlebnis, dass es praktisch 
keine Wirkung gab, ausser das ich lauter schwarze Fäden 
gekotzt hab. Sei einfach nur froh darüber:-) 
Ich meine das nur deshalb weil man wirklich keine korrekten
Angaben über ne "gute" Menge machen kann. Die Pflanze ist so 
Unterschiedlich daß ich einmal, bei 4 Blüten auf 1 Liter 
aufgekocht, kaum eine Wirkung hatte, und ein anderes mal
im Krankenhaus wieder zu mir gekommen bin.
Chacka schrieb:
Dann sag mir mal, warum ich Leute kenne, und auch mit 
eigenen Augen gesehen habe, die 3 Tage von dem Zeug drauf 
waren, und absolut NICHTS mehr gecheckt haben.

Zitat eines Opfers, wärend es an einem Busch am Straßenrand 
sitzt:

"Hey, euch gibts ja wirklich!" (in bezug auf Zwerge, die 
ihm dann Geschichten erzählten.)

Und, nackt durch die Wohnung rennend: "Muuuuuutttttiiiii! 
Da sind überall große insekten in meinem Zimmer und in meinen 
Klamotten, außerdem hab ich die ganzen Hunde nicht in die 
Wohnung gelassen, das muß jemand anders gewesen sein!"

nur kurze auszüge...
Gilgamesch schrieb:
Ich zitieren nochmal aus Rätsch' Enzyklopädie der 
psychoaktiven Pflanzen:
"Ein weiteres Problem ist die Dosierung. Viele Menschen 
reagieren sehr unterschiedlich auf die Tropanalkaloide. 
Das heisst, die gleiche Dosierung kann völlig 
unterschiedliche Effekte haben."
Zilla antwortete darauf:
Dem kann ich absolut zustimmen !! Die Hallus sind 
ausserordentlich !!
-Kippe rauchend ohne das Du welche hast
-Tiere die mitten auf der Straße stehn
-wo bin ich ??
-das Bett voll mit Fledermäusen
........
ein Kumpel von mir ist nackt durch die Stadt gerannt 
und hat seine Hosen gesucht ......

irgendwie ja witzig, aber SCHEISSGEFÄHRLICH das 
Zeug !!!!!!!!

Jemand fragte:

> na, also reale Hallus is das nicht ein wiederspruch, in
> meinen Augern schon. Entweder real oder irreal dann sinds 
> hallus oder es ist echt.
und Hartmut antwortete:
Würde ich so nicht sagen wollen. Mit realen Halluzinationen
ist gemeint, daß der Trippende das, was er sieht, nicht von
der Wirklichkeit unterscheiden kann. Ein Nachtschattenbenutzer
sieht reale Gegenstände und Personen, die nichttrippende nicht
sehen.
Für den Trippenden sind diese Halluzinationen die
Wirklichkeit. Beim LSD-Trip hat man z.B. auch Halluzinationen,
die ich persönlich aber eher als Optics bezeichnen würde.
Unter LSD sagt einem schon die Vernunft, daß es in festen
Wänden einfach keine Raumzeitbeulen geben kann. Man weiß
immer, daß die Droge wirkt.
Bei Nachtschatten befindest Du Dich in Deiner eigenen
Nachtschattenrealität, ohne zu wissen, daß Du Dich schon in
ihr befindest. Das ist das gefährliche daran.
Steven schrieb:
> >[Beschreibung der Salbe]
> Hast du da noch mehr infoz, bzw. URLS *interessier*
Hartmut:
Moin Steven!
Persönlich nicht archiviert, aber unter
http://www.lycaeum.org wirst Du bestimmt einige
Tripberichte finden, bestimmt auch von Tripsittern.
Mein kleiner Bruder hat in seiner Drangzeit die Blüten von
Engelstrompeten konsumiert. Die Ergebnisse habe ich im
Thread sehr allgemein beschrieben. Für mich als Zuschauer
war es extrem erschreckend, zumal er auch noch ungeahnte
Kräfte entwickelte und seine Scheinumwelt für die einzig
wahre und existierende hielt.
Ich konnte sein Bewußtsein kaum erreichen um ihn zu
beruhigen. Sein Gesichtsausdruck war die pure Panik. Wie
jemand, der an der Wand steht und weiß, gleich erschossen
zu werden. Er und ich haben keine Lust, sowas nochmal
durchzumachen. Er hatte im nachhinein eine Menge damit zu
tun, sich in der hiesigen Realität wieder zurechtzufinden.
Ich glaube fest daran, daß labile Gemüter die sich so
einen Trip antun wollen, einen psychischen Schaden
davontragen können.
Species schrieb:
> kannst du mir erklären, wie sich das äussert ?
Hartmut:
Na ja, er schaltete irgendwie immer zwischen real und
halu hin und her. Er begegnete der realen Welt mit
Mißtrauen. Er wäre sozusagen in der realen Welt über eine
stark befahrene Straße gewandert und hätte die
herannahenden Autos als nicht real bezeichnet, obwohl sie
es in wirklichkeit waren. Als Realitätsverlust würde ich
das bezeichnen. Ist wohl wie ein nicht enden wollender
Alptraum. Du traust niemandem mehr. Nicht mal Deinen
eigenen Augen. Er mußte erst langsam wieder das Vertrauen
in seine eigenen Sinne lernen. Ich weiß nicht, wie ich es
besser beschreiben könnte.

> des weiteren würde mich interessieren, was er während
> dem Trip gesehen hat.

Alle möglichen Sachen und Gegenstände und Personen, die er
auch aus dem RL kannte und deren Funktion und Bedeutung er
genau kannte. In Wirklichkeit war er aber alleine und hatte
nur mich.
Er hat sich unsichtbaren leuten unterhalten, mit
Gegenständen gespielt, die gar nicht anwesend waren, hat
gelacht, geschrieen und geweint. Eine einzige furchtbare
Pantomime des Schreckens.

> doch ich versehe, wenn du auf diese Frage nicht eingehen
> möchtest.

Ich versuche dieses Erlebnis nur so weit wie möglich zu
verdrängen. Ich nehme an, daß es die Folge einer derben
Überdosis war. Vielleicht läuft es in einer anderen
Dosierung ja ganz anders ab. Ich habe jedenfalls einen
Heidenrespekt vor Nachtschattengewächsen, obwohl ich jetzt
einen Daturasteckling auf dem Balkon stehen habe.

Gona:
Ok, eines schönen Tages dachten ein fef und seine
Freundin, ich nenne sie mal Susi und Strolchi, das es
mal interssant wäre Engelstrompeten auszuprobieren,
gleich darauf nahmen sie 2 kleinere Blütten und machten
einen Tee daraus, jeder trank eine Tasse. Zur
Entspannung genehmigten sie sich eine kleine Bong. Ca.
10 min vergingen, natürlich waren sie breit, aber von
der Bong natürlich, sie spielten ca. eine halbe Stunde
lang Mario Kart bis sie plötzlich beide verdammt müde
wurden und einschliefen. Die einzige Wirkung die
Strolchi verspürte war das er, als er aufs Klo wollte,
nicht gerade gehen konnte, Koordinierungsstörungen das
schlimmsten Klasse, schlimmer als bei Alkohol. Susi
wachte ein paarmal in der Nacht auf und brabbelte
unverständliches Zeug, konnte sich am nächsten Tag an
nichts mehr erinnern.

Gut, ein paar Wochen später dachten sie sich,
eigentlich sollten wir es nochmal probieren, darum
pflückten sie 2 größere Blüten und machten wieder einen
Tee daraus. Die gleiche Wirkung, nach einer halben
Stunde - Stunde sind beide eingeschlafen. Und dann
begann der Höllentrip. Strolchi wacht auf, weil Susi
mitten im Zimmer steht und gerade irgendwas
runtergeworfen hat, er fragt sie was sie da macht, sie
redet wieder irgendeine Scheiße zusammen, einfach nur
'dadaduba', wie ein Baby. Sie hatte extrem erweiterte
Pupillen und sah echt schlimm aus, Strolchi ging es ein
bischen besser. Nach einiger Zeit kam er drauf das sie
aufs Klo mußte, Strolchi wohnte noch bei seinen Eltern,
die auch zu Hause waren. Sie gingen aus den Zimmer, und
Strolchi beschloß kurz darauf schnell wieder hinein zu
gehen, weil Susi fast nicht gehen konnte. Sie gingen
wieder rein und ins Bett, kurz darauf war sie schon
wieder auf den Beinen und ging im Zimmer herrum, die
Prozedur wiederholte sich ca. noch 5 mal (auf Klo
müssen, rausgehen, wieder reingehen), bis seine Eltern
schliefen. Um 2 Uhr wachten beide auf und waren
erstaunlich nüchtern (das glaubten sie nur), aus irgend
einen Grund beschloß Strolchi das es Zeit ist Susi in
die Schule zu fahren, obwohl es 2 in der Früh war und
noch dazu Sonntag! Susi hatte nichts dagegen. Er fuhr
sie zur Schule, dort schrieb sie ihn noch mit einen
imaginären Kugelschreiber(sie hatte nichts in der Hand,
glaubte es aber und schrieb) eine Telefonnummer auf,
Bussi, sie stieg aus und ging. Er fuhr nach Hause, am
Heimweg sah er noch ca. 20 Polizisten am Straßenrand
stehen, zu Hause mußt er noch diese ganzen Kakerlaken
aus den Bett bekommen und schlief dann ca. bis 12 Uhr
mittags. Was dann geschah wissen sie selber nicht
genau, irgendwie mußte Susi die 1,5 km von der Schule
zum Bahnhof gekommen sein, sie weis nicht mehr wie,
extrem komisch fand Strolchi das Susi's rechter
Zeigefinger (Raucherfinger) sehr gelb war und nach
Zigaretten stank, obwohl sie Nichtraucher ist und keine
Zigaretten hatte. Am Bahnhof wartete sie ein paar
Stunden auf den ersten Zug, sie erzählte noch von einer
Horde Polizisten, die ein paar Obdachlose totprügelten,
und das der ganze Zug voll mit Leuten waren, der Sitz
war der Körper, die Kopflehne der Kopf, sie unterhielt
sich mit ihnen, einige machten ihr extremste Angst. Als
sie um ca. 7 Uhr zu ihr nach Hause kam, erzählte sie
noch ihren Opa das sie von der Fahrschule kommt und
ihrer Mutter das sie gester 20 Tequilla getrunkten hat.
Sie zeigte ihrer Mutter auch imaginäre Ameisenstraßen
die durch ihren Vogelkäfig ging und Spinnen. Was sich
die gedacht hat??? Strolchi wurde um ca. 12 mittags von
seiner Mutter geweckt, Susis Mutter war am Telefon. Er
fuhr sofort hin, redete kurz mit ihrer Mutter, sie
fragte ihn ob Susi eingehascht war, weil sie
Halluzinationen hatte. :) Zum Glück ist ihre Mutter so
dumm und kennt sich überhaupt nicht mit Drogen aus.
Susi ging es eigentlich schon wieder gut, so wie immer,
Kater oder so hatten beide keine, nur eines war
komisch, sie konnten beide erst 1 Tag nach den Trip
wieder lesen, als sie am Tag danach lesen probierten
funktionierte es einfach nicht, die Buchstagen
verschwammen zu Linien.

Das schlimmste an Engelstrompeten ist das die
Halluzinationen real wirken, nicht wie bei LSD oder
Pilzen. Wenn man auf LSD ist weis man das die Hallus
vom LSD kommen. Bei Nachtschattengewächsen glaubst du
es wäre real, und kommst gar nicht auf die Idee das es
von den Tee kommen könnte den du getrunkten hast.

Ein fef hat mal auf Tollkirsche beschlossen einen
Spaziergang auf der Autobahn zu machen, er hat geglaubt
er geht am Strand spazieren! Bis ihn die Bullen
mitgenommen haben....

Strolchi hat sich auf jeden Fall geschwören, nie wieder
in seinen Leben Nachtschattengewächse zu nehmen, das
sollten den Schamanen vorbehalten bleiben.


Allen Verfechtern des Cannabisverbots sei folgendes ans Herz gelegt: Je wirkungsvoller das Verbot des relativ ungefährlichen Drogenhanfs durchgesetzt wird desto wahrscheinlicher wird es, dass Jugendliche in ihre Neugierde zu wesentlich gefährlicheren Drogen greifen. Der Gesetzgeber handelt hier grob fahrlässig und macht sich mitschuldig wenn er die Verbotspolitik für weiche Drogen fortsetzt.

Die heutige Drogenpolitik führt dazu, dass manche schlechtinformierte Jugendliche glauben dass Nachschattengewächse nicht gefährlicher sein könnten als Cannabis: Auf Cannabisanbau stehen in Deutschland schliesslich 5 Jahre Gefängnis während Nachschattengewächse ganz legal in vielen Gärten wachsen. Oder sie hören zwar die Warnungen, glauben aber, diese seien genauso übertrieben wie bei Cannabis.

Eine Drogenpolitik die nicht auf Information sondern auf Verbote setzt suggeriert dass man keine Probleme hat solange man nur bestimmte vom Gesetzgeber ausgesuchte Substanzen vermeidet. Verantwortungsvollen Umgang mit Substanzen erreicht man so nicht. Verantwortungsvoller Umgang beinhaltet dass man sich bei allen Drogen (inklusive Alkohol und Nikotin) vorher gründlich über ihre Wirkungen informiert und nicht einfach alles einwirft was angeblich "knallt". Von bestimmten Stoffen sollte man dabei ganz die Finger lassen, egal was der Gesetzgeber dazu sagt.

Der Vergleich von Cannabis und Nachtschattengewächsen soll nicht als Aufforderung zum Cannabiskonsum missverstanden werden. Er ist nur als Hinweis darauf gedacht, dass der legale Status von Drogen oft in keinem Verhältnis zu ihrer Gefährlichkeit steht und dass der Gesetzgeber dies ändern sollte.

MfG

Nitro


Cannabislegalisierung in Deutschland!
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