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    Durch die Entwicklung des Wankelmotors gelang NSU der Aufstieg vom Motorradhersteller zum Hightech-Autoproduzenten. In den Sechzigern wurde die Autowelt von einer Welle der Unsicherheit erfaßt. NSU hatte dem Wankelmotor das Laufen beigebracht, und an dieser Erfindung von Felix Wankel roch alles nach Zukunft.
 
Felix Wankel sprach von einem Motor, in dem etwas Schönes geschieht "... eine ausgeglichene, natürliche Bewegung", den Hubkolbenmotor nannte er dagegen bloß noch "Schüttelhuber".

1957 liefen die ersten Motoren auf dem Prüfstand, 1963 wurde der Wankel-Spider mit dem Einscheibenmotor (50 PS) vorgestellt, 1967 folgte das Meisterstück: Der RO 80, das erste rund um einen Wankel konstruierte Serienauto.


 
 
Beim RO 80 war von Anfang an klar, dass er etwas ganz Besonderes darstellte. Alles war neu: Das Antriebsprinzip, die aerodynamische, bis heute zeitlos-schöne Karosserie, dazu gab's ein Dreiganggetriebe mit automatischer Kupplung und eine für damalige Verhältnisse überlegene Fahrsicherheit.
Da verglich man die Laufkultur mit einem Achtzylinder und in einem zeitgenössischen Vergleichstest wurde der NSU nur ganz knapp vom Mercedes geschlagen. Prompt wurde der RO 80 zum "Auto des Jahres 1968" gewählt".
 
Den Motorenproblemen der ersten Generation begegnete man in Neckarsulm mit dem großzügigen, aber teuren "Prinzip der totalen Kulanz". Und obwohl der RO 80 durch die ständigen Verbesserungen zu Beginn der Siebziger ein sehr ausgereiftes und zuverlässiges Automobil war, hatte er einen schlechteren Ruf, als er eigentlich verdiente. Dank einer unglaublich treuen Fangemeinde wurde er bis 1977 gebaut. Doch die Zeit hatte sich inzwischen gegen das Wankelprinzip gewendet. Auch bei Audi NSU wurde ein bereits fertiger 170-PS-Motor nicht mehr gebaut, der RO 80 war das letzte NSU-Modell. Der VW-Konzern hatte das Unternehmen am 1. 1. 1969 übernommen und in die neugegründete AUDI NSU AUTOUNION AG eingebracht. Eine wertvolle Mitgift war die praktisch fertig entwickelte Limousine K 70, die als erster VW mit Frontantrieb in die Konzerngeschichte eingehen sollte, und so die Weichen in die richtige Richtung stellte. Heute laufen in Neckarsulm der Audi A6 und der Audi A8 vom Band.
   
   
 

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