Bei Streitberg, an der forellenreichen Wiesent, fängt die wilde Landschaft an. Zerklüftete Kalkgebirge mit abenteuerlich ausgewitterten Dolomitfelsnadeln und Felsspitzen, enge Felswandtäler mit frischgrünem Gebirgswasser, dazu die vielen abenteuerlichen Tropfsteinhöhlen mit den merkwürdigen Anschwemmungen der gebeine vorsintflutlicher Tiere bilden in ihrem Zusammentreffen auf engem Raum eine Reihe eigentümlich schöner Landschaftsbilder.
Die Geschichte der Stadt ist wie die vieler Orte und
Plätze der Region sehr lang und bewegt. "Gravenberc" wurde erstmals
1172 erwähnt. Es verdankt seine Enstehung der günstigen Lage
an einer alten Handelsstraße. Die "Sächsischen Straße"
von Nürnberg über Pegnitz nach Sachsen verbindet noch heute als
B 2 zwei bedeutende Regionen deutscher Geschichte und Gegenwart. Die erste
urkundliche Erwähnung der Siedlung fiel in die Zeit der großen
Minnesänger wie Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide.
Gräfenberg entwickelte sich zu einer bedeutenden
Siedlung, der 1333 das Marktrecht und 1371 das Stadtrecht verliehen wurde.
Viele Jahre später rückte die Stadt erneut
ins Zentrum deutscher Geschichte. Im Jahre 1866 unterzeichneten bayerische
und preußische Truppen in ihren Mauern einen Waffenstillstand, der
zu den Grundlagen für die Beendigung des innerdeutschen Teilung wurde.
Heute ist
Gräfenberg
eine aufstrebende Kleinstadt. Auf Grund ihrer Lage ist sie Anziehungpunkt
für viele Menschen, die ein Leben in urwüchsiger Umgebung dem
Großstadtbetrieb vorziehen. Mit dem Ausbau der Bahnlinie nach Nürnberg
wird sich aber auch die verkehrstechnische Anbindung an den mittelfränkischen
Großraum verbessern.
Das Gebiet des Buchwaldes erstreckt sich über
eine Fläche von 2,4 qkm nördlich von Gräfenberg. Er verfügt
über alle Merkmale, die für den Wald in der Fränkischen
Schweiz so typisch sind: wechselnder Bewuchs mit z.T. ausgedehnten Laubwaldbeständen
über zahlreichen Hügeln mit freistehenden Felsformationen und
einem gut ausgebauten Wegnetz. Die Waldgebiete sind oft von geringer Ausdehnung
und werden immer wieder durch Feld- und Kulturlandflächen aufgelockert.
Dadurch bieten sich dem aufmerksamen Betrachter wechselnde, immer wieder
reizvolle Ausblicke.
Auf Grund seiner günstigen Lage wird der Buchwald
als Naherholungsgebiet nicht nur von Gräfenbergern geschätzt.
Fortswirtschaftliche Aktivitäten hinterließen Spuren im Wettkampfgebiet,
die jedoch den Charakter des Waldes nicht wesentlich veränderten.
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Andre.Bö[email protected]
Last Update April-25-1999